Liebe Freunde, ich hoffe, es geht euch allen gut! Ich habe lange darüber nachgedacht, euch diesen Brief zu schreiben, denn ich vermisse unsere gemeinsame Zeit sehr. Ihr habt mein Leben so sehr bereichert, und es gibt Momente, die ich niemals vergessen werde. Deshalb möchte ich euch von unseren drei großen Treffen erzählen – damit ihr wisst, wie viel sie mir bedeuten. Unser erstes Treffen – 30 unvergessliche Tage Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem wir uns zum ersten Mal begegnet sind. Damals hatte ich keine Ahnung, dass mein Leben sich für einen ganzen Monat so verändern würde. Es begann damit, dass ich euch gezeigt habe, wie man Pokémon Go spielt. Ich weiß noch, wie verwundert ihr wart, dass so viele Leute mit ihren Handys durch die Straßen liefen, um virtuelle Pokémon zu fangen. Aber ihr habt euch schnell eingefunden! Ronaldo wollte immer die seltensten Pokémon fangen, Messi suchte nach den schnellsten, Neymar war begeistert von den bunten Designs und Suárez… nun ja, er wollte einfach nur gewinnen! Wir sind dann gemeinsam durch die Stadt gezogen, haben Arenen erobert und PokéStops besucht. Und erinnert ihr euch an den Tag, an dem ich euch meine Schule gezeigt habe? Ihr wart überrascht, wie viele Schüler mich kannten – manche waren nett, andere weniger. Doch der Tag wurde aufregend, als uns ein Mann verfolgte, weil er dachte, wir hätten ihn beim Jonglieren gefilmt. Wir mussten rennen, und am Ende fanden wir einen Unterschlupf in einem kleinen Café, wo wir uns mit Kuchen stärkten. Ein weiteres Highlight war der Tag, an dem ihr mir geholfen habt, zum ersten Mal die Wasserrutsche zu nehmen. Ich hatte immer Angst davor, aber ihr habt mich ermutigt. Neymar war der Erste, der runterrutschte, um mir zu zeigen, dass es Spaß macht. Dann kam Messi, dann Ronaldo und Suárez – und als ich schließlich dran war, habt ihr alle laut gejubelt. Es war ein großartiges Gefühl! Doch das Leben war nicht nur voller Spaß. Ich habe euch auch von meinen falschen Freunden erzählt – Menschen, die mich nur ausnutzten. Und dann war da noch die schwierige Zeit mit dem Gericht, weil das Arbeitsamt mir nicht helfen wollte. Ihr habt mich nicht verurteilt, sondern mich ermutigt, stark zu bleiben. Schließlich habt ihr mich sogar nach Manchester zurückgebracht, um mich dort wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Unser zweites und bisher größtes Treffen – 90 Tage voller Erlebnisse Unser zweites Treffen war noch intensiver. Dieses Mal wart ihr 90 Tage lang an meiner Seite – eine unglaubliche Zeit, in der ihr mich auf so vielen Wegen unterstützt habt. Ihr habt mich zu meiner Autismus-Therapie und zur Ergotherapie begleitet. Besonders Messi hat viel gefragt, weil er verstehen wollte, wie mein Gehirn funktioniert. Ihr habt mir geholfen, meine Stärken zu erkennen, und habt mir gezeigt, dass ich genauso wertvoll bin wie jeder andere Mensch. Wir sind gemeinsam auf die Hochschule in Mainz gegangen – eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Ihr habt euch sogar Vorlesungen mit mir angehört! Danach ging es zu einem Heimspiel von Mainz 05, wo ihr mit mir gefiebert habt. Neymar hat die ganze Zeit gelacht, weil ich so aufgeregt war, aber am Ende haben wir gemeinsam gefeiert! Wir haben auch in Kneipen gesessen und HSV-Spiele angeschaut – leider hat HSV den Aufstieg nicht geschafft, aber immerhin konnten wir den Klassenerhalt von Mainz 05 feiern. Dann war da noch die Geschichte auf dem Friedhof. Wir wollten nur kurz durchgehen, aber dann passierte dieses Missgeschick mit dem Brunnen, der plötzlich überlief. Als eine Frau begann, uns zu filmen, mussten wir rennen! Am Ende haben wir uns in einem Hochhaus versteckt und sind durch einen Garten geflüchtet. Doch nicht alles war lustig. Ich wurde krank – eine Blasenentzündung, die mich für einige Zeit an den Rollstuhl und einen Katheter band. Das war eine schwere Phase, aber ihr wart für
mich da. Besonders Suárez hat immer Witze gemacht, um mich aufzumuntern. Ihr habt mich gepflegt und mir gezeigt, dass ich nicht allein bin. Leider gab es auch wieder Ärger mit falschen Freunden. Sie haben mich auf eine Bowlingbahn geschleppt und mich dann einfach auf die Bahn geworfen, sodass ich mich verletzte. Doch dieses Mal hatte ich euch – ihr habt mir geholfen, mich davon nicht unterkriegen zu lassen. Unser drittes Treffen – Ein unerwartetes Wiedersehen Unser drittes Treffen war eine absolute Überraschung! Ich war mit meiner Familie im Urlaub in Barcelona, als ich euch zufällig getroffen habe. Das war ein unglaubliches Gefühl! Wir haben uns sofort wieder verstanden, und die 25 Tage, die wir gemeinsam verbracht haben, waren einfach magisch. Ihr habt mich mit nach Hause gebracht, wo wir eine tolle Zeit hatten. Doch dann geschah etwas, das mich sehr getroffen hat: Mein Vater sprach nach einer Handyabholung zwei Wochen lang nicht mehr mit mir. Ich fühlte mich schrecklich. Doch am Ende hat er sich wieder mir zugewandt, und ich glaube, ihr hattet einen großen Anteil daran. Meine Hoffnung für die Zukunft Ich hoffe von Herzen, dass wir uns bald wiedersehen. Ihr seid nicht nur Fußballstars für mich – ihr seid meine Freunde, meine Familie. Lasst uns gemeinsam neue Abenteuer erleben! Mit freundlichen Grüßen, euer Felix Eine Woche später erhielt Sein Herz klopfte, als er den Umschlag öffnete.
Antwortbrief.
„Lieber Felix, dein Brief hat uns sehr berührt. Wir haben so viele schöne Erinnerungen mit dir, und du hast uns genauso viel beigebracht wie wir dir. Wir freuen uns darauf, dich wiederzusehen – vielleicht schon früher, als du denkst! Bleib stark, bleib du selbst – wir sind stolz auf dich. Deine Freunde, Cristiano, Leo, Neymar & Luis“** Felix konnte es kaum fassen. Sie würden sich wiedersehen! Und diesmal würde er bereit sein für ein neues, noch größeres Abenteuer. Ein unerwartetes Wiedersehen – 1. Dezember 2024 Es war ein kalter Winterabend, und draußen lag bereits eine dünne Schneeschicht auf den Straßen von Mainz. Felix saß in seinem Zimmer, vertieft in seine Gedanken. Er hatte den Antwortbrief von Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez mittlerweile schon unzählige Male gelesen. Ihre Worte wärmten sein Herz, besonders in den Momenten, in denen er sich einsam fühlte. Gerade als er sich ein heißes Getränk holen wollte, klingelte es an der Tür. Es war bereits spät, und Felix war sich sicher, dass niemand mehr Besuch erwarten würde. Ein wenig zögerlich ging er zur Tür und öffnete sie vorsichtig. Sein Herz setzte einen Schlag aus. Vor ihm standen vier Männer, eingehüllt in warme Winterjacken, mit Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Es dauerte einen Moment, bis Felix realisierte, wer da vor ihm stand – aber dann weiteten sich seine Augen vor Überraschung. Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Neymar und Luis Suárez. „Frohe Weihnachten, Felix“, sagte Neymar mit einem breiten Grinsen.
Felix‘ Mund blieb offen. „W-was macht ihr hier?!“ stammelte er völlig überrumpelt. Messi trat einen Schritt vor und seufzte. „Lange Geschichte, Kumpel. Dürfen wir reinkommen?“ Felix trat sofort zur Seite, noch immer völlig ungläubig. Kaum waren die vier Fußballstars in seinem Haus, schlossen sie rasch die Tür hinter sich, als würden sie verfolgt. Felix spürte, dass etwas nicht stimmte. „Ist alles in Ordnung?“ fragte er besorgt. Cristiano legte seine Jacke ab und nickte. „Es ist... kompliziert. Wir brauchen für eine Weile einen Ort, an dem wir untertauchen können. Wir wissen, dass du uns nie verraten würdest.“ Felix‘ Verstand arbeitete auf Hochtouren. Untertauchen? Warum mussten vier der größten Fußballspieler der Welt untertauchen? Neymar ließ sich erschöpft aufs Sofa fallen. „Wir haben ein riesiges Problem. Die Presse ist hinter uns her, und wir mussten einfach verschwinden.“ „Aber warum Mainz?“ fragte Felix neugierig. Messi zuckte mit den Schultern. „Weil Mainz der Ort ist, an dem wir schon so viele Erinnerungen mit dir gesammelt haben. Und weil du jemand bist, dem wir vertrauen.“ Felix war sprachlos. Diese vier Männer, die normalerweise in luxuriösen Villen lebten und auf den größten Fußballbühnen der Welt standen, wollten mehrere Monate bei ihm wohnen? „Aber... für mehrere Monate? Ich meine, ich finde es mega cool, aber das ist schon eine lange Zeit.“ Suárez klopfte ihm auf die Schulter. „Wir werden uns nützlich machen. Wir sind keine faulen Gäste, versprochen.“ Felix musste lachen. „Ich glaube kaum, dass einer von euch kochen kann.“ Neymar winkte ab. „Dafür sorgen wir schon.“ Felix atmete tief durch. Sein Leben würde sich erneut komplett verändern – aber er wusste, dass dies ein Abenteuer werden würde, das er niemals vergessen würde. Ein geheimer Plan für die nächsten Monate Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, saßen sie alle zusammen im Wohnzimmer. Felix machte heißen Tee, und Messi begann zu erzählen, warum sie tatsächlich nach Mainz gekommen waren. „Es geht nicht nur darum, unterzutauchen. Wir haben beschlossen, dass wir mal ein Leben führen wollen, das nicht von Kameras, Fans und Fußball bestimmt wird.“ Felix runzelte die Stirn. „Also wollt ihr hier einfach wie normale Menschen leben?“ Ronaldo nickte. „Genau. Keine Presse, keine Spiele – nur wir, du und der Alltag.“ Felix wusste nicht, ob er lachen oder weinen sollte. Vier der berühmtesten Fußballer der Welt wollten in seinem kleinen Haus für Monate leben und sich wie ganz normale Menschen verhalten? Doch tief in seinem Inneren wusste er, dass es die besten Monate seines Lebens werden würden. 1. Dezember 2024 – Ein besonderer Tag für Mainz 05 Der Vormittag verging wie im Flug. Felix hatte sich mittlerweile an den Gedanken gewöhnt, dass Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez nun für mehrere Monate bei ihm wohnen würden. Die vier Fußballstars hatten sich überraschend gut in seinem kleinen Zuhause eingelebt – auch wenn es für sie ungewohnt war, sich an ein normales Leben ohne Luxus zu gewöhnen. Doch der Höhepunkt des Tages stand noch bevor: Ein Heimspiel von Mainz 05 gegen die TSG Hoffenheim! Felix war schon den ganzen Morgen aufgeregt, denn er ging nicht nur mit seiner Mutter ins Stadion – sondern mit vier der größten Fußballspieler aller Zeiten! Keiner der Fans dort
würde ahnen, dass sich Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Neymar und Luis Suárez heimlich unter die Menge mischten, um ein Bundesliga-Spiel zu genießen. Auf dem Weg ins Stadion Felix, seine Mutter und die vier Fußballstars machten sich am frühen Mittag auf den Weg zum Stadion. Felix’ Mutter konnte es immer noch nicht ganz fassen, dass sie in Gesellschaft dieser Legenden war. „Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages mit Ronaldo und Messi in die Opel Arena gehen würde!“ lachte sie. Ronaldo grinste. „Heute sind wir einfach nur Fußballfans. Hoffentlich enttäuscht uns Mainz nicht!“ Damit niemand Verdacht schöpfte, hatten sich die vier Spieler so unauffällig wie möglich gekleidet: Mützen, Schals, Kapuzen und Sonnenbrillen sorgten dafür, dass sie nicht sofort erkannt wurden. Trotzdem war Felix ein wenig nervös – was, wenn doch jemand merkte, wer sie waren? „Falls uns jemand erkennt, tun wir einfach so, als wären wir nur verkleidete Fans“, meinte Neymar mit einem Augenzwinkern. „Oder wir sagen, wir sind Doppelgänger“, ergänzte Messi grinsend. Felix‘ Mutter schüttelte lachend den Kopf. „Hoffentlich bleibt es ruhig.“ Das Stadion bebt – Mainz führt 2:0! Als sie das Stadion betraten, war die Atmosphäre unglaublich. Die Fans von Mainz 05 waren voller Energie, denn das Spiel gegen Hoffenheim war extrem wichtig: Mit einem Sieg würde Mainz sich einen Platz in der UEFA Europa Conference League sichern! Felix war total begeistert. Er schaute Ronaldo und Messi an, die sich interessiert umsahen. „Das ist anders als in unseren Stadien“, meinte Messi. „Ja, aber das macht es besonders“, sagte Ronaldo und nickte anerkennend. Sie setzten sich auf ihre Plätze, und das Spiel begann. Mainz spielte mit vollem Einsatz – und es dauerte nicht lange, bis das erste Tor fiel! TOOOOOOR FÜR MAINZ!!! In der 23. Minute erzielte ein Mainzer Spieler das 1:0. Das Stadion explodierte vor Jubel, und Felix konnte nicht anders, als sich mitreißen zu lassen. Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez sprangen auf und jubelten mit. „Stark gespielt!“, rief Neymar begeistert. „Mainz spielt heute echt gut“, stellte Suárez anerkennend fest. Das Spiel blieb spannend, doch in der zweiten Halbzeit passierte es: 2:0 für Mainz! In der 78. Minute gelang es den Mainzern, mit einem traumhaften Schuss das zweite Tor zu erzielen. Die Fans rasten vor Begeisterung, und Felix war völlig außer sich. „Wir stehen in der Conference League!“, rief er überglücklich. Als der Schlusspfiff kam und Mainz offiziell als Sieger feststand, brach im Stadion völlige Ekstase aus. Die Fans feierten, die Spieler auf dem Platz jubelten – und Felix konnte es kaum glauben, dass er diesen Moment mit seinen Idolen erleben durfte. Ronaldo legte den Arm um Felix’ Schulter. „Weißt du was? Mainz 05 hat heute gezeigt, dass sie ein echter Kämpfer-Verein sind.“ Messi nickte. „Das war ein tolles Spiel. So eine Energie habe ich lange nicht mehr gespürt.“ Neymar lachte. „Ich hab richtig Lust, selber mitzuspielen.“ Suárez grinste. „Du würdest dich in der Bundesliga gar nicht durchsetzen!“ Alle lachten, während sie das Stadion langsam verließen. Felix wusste in diesem Moment: Dieser 1. Dezember 2024 würde für immer einer der schönsten Tage seines Lebens bleiben. Und es war erst der Anfang eines unglaublichen Winters.
1. Dezember 2024 – Ein perfekter Abend nach dem Mainz-Sieg Das Stadion bebte noch immer von den Fangesängen, als Felix, seine Mutter und die vier Fußballstars das Gelände verließen. Mainz 05 hatte 2:0 gegen Hoffenheim gewonnen und sich damit den Platz in der UEFA Europa Conference League gesichert. Die Euphorie lag in der Luft – überall feierten die Fans, und in den Straßen war eine ausgelassene Stimmung. Felix konnte es immer noch nicht glauben. Er hatte das Spiel mit Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez geschaut – und niemand hatte bemerkt, wer sie wirklich waren! „So ein Sieg muss gefeiert werden!“ meinte Neymar grinsend. „Definitiv!“ stimmte Suárez zu. „Ich habe einen Bärenhunger. Felix, wo kann man hier gut essen?“ Felix überlegte nicht lange. „Es gibt ein tolles Restaurant in der Nähe, das echt gutes Essen hat. Es ist nicht so schick, aber das Essen ist der Hammer!“ Messi lachte. „Perfekt. Hauptsache, wir bekommen was Ordentliches zu essen.“ Im Restaurant – Ein Abend wie normale Leute Felix führte die Gruppe zu einem urigen, typisch deutschen Restaurant in der Altstadt von Mainz. Es war gemütlich eingerichtet, mit Holzvertäfelungen an den Wänden und einer warmen Atmosphäre. Der Duft von frisch gebratenem Fleisch und herzhaften Soßen lag in der Luft. „Wow, das ist echt gemütlich“, sagte Ronaldo überrascht, während sie sich einen Tisch suchten. „Das ist genau die Art von Restaurant, in die man geht, wenn man wirklich Hunger hat“, meinte Felix und grinste. Sie setzten sich an einen großen Tisch in der Ecke, wo sie nicht direkt im Blickfeld der anderen Gäste waren. Felix war trotzdem etwas nervös – was, wenn jemand die vier doch erkannte? Doch Neymar beruhigte ihn. „Keine Sorge, wir sind einfach nur normale Leute heute“, sagte er und zwinkerte. Ein Kellner kam an den Tisch. „Guten Abend, was kann ich für Sie tun?“ „Was empfehlen Sie?“ fragte Suárez. „Unsere Spezialität ist der Mainzer Spießbraten mit Bratkartoffeln und hausgemachter Soße. Oder vielleicht eine gute Schnitzelplatte?“ Felix‘ Mutter lachte. „Oh, das ist genau das Richtige für die Jungs.“ Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez bestellten jeweils eine große Portion Spießbraten mit Beilagen, während Felix und seine Mutter sich für Schnitzel entschieden. Während sie auf das Essen warteten, begann die Runde über das Spiel zu reden. „Ich hätte nie gedacht, dass Mainz so stark gegen Hoffenheim auftreten würde“, meinte Messi. „Die haben echt gekämpft.“ „Und die Fans waren unglaublich“, fügte Ronaldo hinzu. „So eine Stimmung findet man selten.“ Felix strahlte. „Mainz ist eben ein besonderer Verein!“ „Dann sollten wir öfter hierherkommen“, sagte Neymar grinsend. Plötzlich mischt sich ein Gast ein… Gerade als das Essen serviert wurde, drehte sich ein Mann vom Nebentisch zu ihnen um. „Hey, ihr habt aber Glück, dass ihr Karten für das Spiel bekommen habt! Das war heute echt Wahnsinn!“ Felix zuckte innerlich zusammen. Hatte er sie erkannt? Ronaldo blieb ruhig. „Ja, war ein großartiges Spiel. Mainz hat verdient gewonnen.“ Der Mann lachte. „Ihr seid ja eine lustige Truppe. Ich wette, du da –“ er zeigte auf Neymar „– wärst bestimmt ein guter Fußballer. Siehst aus wie so ein Brasilianer!“
Alle am Tisch versuchten, nicht loszulachen. Neymar hob die Hände. „Ach, Fußball? Ich spiele nur hobbymäßig.“ „Na dann, genießt das Essen, Jungs!“ Der Mann prostete ihnen zu und drehte sich wieder um. Felix atmete erleichtert aus. Es war knapp gewesen. „Das war zu viel des Guten“, flüsterte Suárez grinsend. Ein unvergesslicher Abend Als das Essen kam, wurde es noch gemütlicher. Alle aßen mit großem Appetit, und Felix konnte kaum glauben, dass er hier mit seinen Idolen saß und lachte, als wären sie eine ganz normale Gruppe von Freunden. „Felix, du hast recht – das Essen hier ist unglaublich“, sagte Messi und biss in ein Stück Spießbraten. „Ich könnte mich dran gewöhnen“, meinte Ronaldo mit vollem Mund. „Hoffentlich müssen wir hier nicht am Ende noch abwaschen“, lachte Neymar. Felix hatte lange nicht mehr so viel Spaß gehabt. Es fühlte sich nicht mehr so an, als wären die vier Weltstars – sondern einfach nur Freunde, die mit ihm einen tollen Tag verbrachten. Nachdem sie gegessen hatten, blieben sie noch eine Weile sitzen, tranken Tee und redeten über alles Mögliche – Fußball, das Leben in Mainz, die Zukunft. Es war fast Mitternacht, als sie schließlich aufbrachen und nach Hause gingen. Felix wusste in diesem Moment: Das war der beste erste Tag, den er sich hätte vorstellen können. Und noch so viele weitere würden folgen… 2. Dezember 2024 – Die Tarnung muss halten Felix wachte früh auf, obwohl er nach dem aufregenden Tag kaum Schlaf gefunden hatte. Er hatte immer noch das Gefühl, dass das alles ein Traum war – aber als er in die Küche ging und Neymar verschlafen am Tisch saß, mit zerzausten Haaren und einer Tasse Kaffee in der Hand, wusste er: Es war real. „Guten Morgen, Felix“, murmelte Neymar und nahm einen Schluck Kaffee. „Morgen“, sagte Felix und setzte sich. „Hast du gut geschlafen?“ „Wie ein Stein“, antwortete Neymar grinsend. Nach und nach kamen auch Messi, Ronaldo und Suárez in die Küche. Felix’ Mutter hatte bereits ein einfaches Frühstück vorbereitet – Brötchen, Butter, Marmelade und etwas Wurst. „Heute müssen wir uns um eure Tarnung kümmern“, sagte Felix bestimmt, während er sich ein Brötchen schmierte. Messi sah auf. „Warum? Hat uns gestern jemand erkannt?“ „Fast“, meinte Felix und erinnerte sich an den Mann im Restaurant, der Neymar für einen Fußballer gehalten hatte. „Ihr seht einfach zu auffällig aus. Und wenn ihr wirklich für Monate hierbleiben wollt, dann müsst ihr euch so unauffällig wie möglich verhalten.“ Ronaldo lehnte sich zurück. „Okay, was schlägst du vor?“ Felix dachte kurz nach. „Zuerst neue Klamotten. Eure Markenjacken, teuren Schuhe und Designer-Mützen fallen zu sehr auf. Wir müssen euch wie ganz normale Leute aussehen lassen.“ „Also kein Gucci, Prada oder Louis Vuitton mehr?“ fragte Neymar mit gespielter Empörung. Felix lachte. „Genau. Ich bringe euch in einen Laden, wo man sich unauffällig kleiden kann.“ „Okay, aber was ist mit Haaren und Bärten?“ fragte Suárez und strich sich über sein Gesicht. Felix nickte. „Ihr braucht auch andere Frisuren oder wenigstens Mützen, damit euch niemand erkennt. Vielleicht ein bisschen Bart wachsen lassen oder abschneiden – irgendwas, das euch anders aussehen lässt.“ Messi seufzte. „Ich glaube, ich war noch nie in so einem normalen Klamottenladen.“
Felix grinste. „Dann wird es Zeit.“ Die Verwandlung beginnt – Shoppingtour in Mainz Nach dem Frühstück machten sie sich auf den Weg. Felix führte die vier Fußballstars in einen ganz normalen Bekleidungsladen in der Mainzer Innenstadt. „Hier findet ihr alles, was ihr braucht“, sagte Felix, während sie durch die Gänge gingen. Messi betrachtete eine einfache Jeans. „So was hab ich ewig nicht mehr getragen.“ „Dann wird’s Zeit“, meinte Felix. Ronaldo war skeptisch. „Ich trage normalerweise nur maßgeschneiderte Kleidung…“ Felix seufzte. „Ja, aber hier bist du nicht Ronaldo. Du bist… ähm… nennen wir dich einfach mal Chris aus Portugal.“ Ronaldo zog eine Augenbraue hoch. „Chris? Echt jetzt?“ „Besser als Cristiano Ronaldo, oder?“ Felix grinste. Messi lachte. „Dann bin ich Leo aus Argentinien.“ „Und ich bin Luiz aus Brasilien“, sagte Neymar. „Dann bin ich… ähm… Luis aus Uruguay“, meinte Suárez. Felix rollte mit den Augen. „Wow, so kreativ…“ Nach einer Weile hatten sie sich einfache Klamotten ausgesucht – Jeans, normale Pullover, Jacken ohne auffällige Logos und bequeme Sneakers. Felix betrachtete sie kritisch. „Das ist schon viel besser. Aber ihr braucht noch Schals und Mützen, damit eure Gesichter nicht sofort auffallen.“ Sie kauften neutrale Mützen und Schals, die sie tief ins Gesicht ziehen konnten. „Okay, jetzt seht ihr aus wie ganz normale Mainzer“, sagte Felix zufrieden. Der letzte Feinschliff – Der Friseurbesuch Doch Felix wusste, dass Kleidung allein nicht ausreichte. Die vier sahen immer noch zu sehr nach Fußballstars aus. Also führte er sie zum Friseur. „Was?!“ Neymar blieb stehen. „Meine Haare sind mein Markenzeichen!“ „Und genau deshalb müssen sie geändert werden“, meinte Felix entschlossen. Messi war der Erste, der sich in den Friseurstuhl setzte. Er ließ sich die Haare kürzer schneiden als sonst, sodass sein typischer Look nicht mehr so auffällig war. Ronaldo war skeptischer. „Ich werde mir doch nicht die Haare abrasieren lassen…“ „Musst du auch nicht“, sagte Felix. „Lass sie einfach ein bisschen wilder aussehen.“ Am Ende bekamen alle vier Spieler eine leicht veränderte Frisur – nichts Radikales, aber genug, um sie etwas unauffälliger zu machen. „Jetzt fehlt nur noch eine Sache“, sagte Felix, als sie aus dem Friseursalon kamen. „Was denn?“ fragte Suárez. Felix grinste. „Ihr müsst lernen, euch normal zu verhalten.“ Neymar lachte. „Das wird die größte Herausforderung.“ „Aber wir kriegen das hin“, sagte Messi und legte Felix eine Hand auf die Schulter. „Ja, das werden wir“, bestätigte Ronaldo. Und mit diesen Worten war die Verwandlung perfekt. Die vier Fußballstars waren nun offiziell ganz normale Mainzer Bürger. 3. Dezember 2024 – Ein Besuch im Mainzer Tierheim Der dritte Tag begann ruhig. Felix saß mit seiner Mutter und den vier Fußballstars am Frühstückstisch und nippte an seinem Tee. Ronaldo und Neymar diskutierten über den gestrigen Haarschnitt – Ronaldo war noch immer nicht ganz zufrieden mit seiner „wilden“ Frisur, während Neymar sich ständig in den Spiegel sah und überlegte, ob er eine Mütze tragen sollte. Messi beobachtete Felix und bemerkte, dass er nachdenklich wirkte. „Alles okay, Felix?“ fragte er.
Felix nickte und legte den Löffel auf den Tisch. „Ja, ich hab nur überlegt, was wir heute machen könnten.“ Seine Mutter lächelte. „Hast du nicht mal gesagt, dass du gerne ins Tierheim gehen würdest, um mit Katzen zu spielen?“ Felix sah sie überrascht an. Ja, das hatte er tatsächlich schon öfter gesagt. Er liebte Tiere, besonders Katzen, und hatte sich vorgenommen, einmal in einem Tierheim auszuhelfen. „Katzen?“ fragte Suárez interessiert. „Ja, in Mainz gibt es ein Tierheim, wo man mit Katzen spielen kann, damit sie sich an Menschen gewöhnen. Normalerweise darf man nicht einfach so rein, aber heute ist ein Probetermin, und ich wollte mich sowieso mal anmelden“, erklärte Felix. Messi lächelte. „Das klingt nach einer tollen Idee. Tiere sind immer eine gute Ablenkung.“ „Ich hab nichts gegen Katzen“, sagte Neymar. „Solange sie mich nicht kratzen.“ „Lass uns hingehen“, meinte Ronaldo. „Wir haben gestern genug für unsere Tarnung getan. Heute genießen wir einfach den Tag.“ Ankunft im Tierheim Gegen Mittag machten sie sich auf den Weg zum Tierheim Mainz. Die Assistentin des Tierheims hatte Felix bereits am Telefon bestätigt, dass er an einem Probetermin teilnehmen durfte – und ausnahmsweise konnten auch seine vier „Freunde“ mitkommen, um sich das Ganze anzuschauen. „Wir tun einfach so, als wären wir ganz normale Leute, die Katzen mögen“, sagte Felix, während sie das Gelände betraten. „Das ist leicht“, meinte Messi. „Ich liebe Katzen.“ Das Tierheim war ruhig, als sie ankamen. Ein freundlicher Mitarbeiter namens Herr Becker begrüßte sie an der Tür. „Willkommen im Tierheim Mainz! Ihr seid die Probetermin-Gruppe für heute?“ Felix nickte. „Ja, genau.“ Herr Becker führte sie ins Katzenzimmer. Dort gab es mehrere gemütliche Schlafplätze, Kratzbäume und eine Gruppe von Katzen, die entweder entspannt herumlagen oder neugierig in ihre Richtung schauten. „Katzen brauchen oft Zeit, um sich an neue Menschen zu gewöhnen“, erklärte Herr Becker. „Setzt euch einfach hin und lasst sie zu euch kommen.“ Ronaldo wirkte skeptisch. „Die kommen wirklich von alleine?“ „Natürlich, wenn sie merken, dass ihr keine Bedrohung seid“, sagte Herr Becker lächelnd. Die Spieler und die Katzen Felix setzte sich direkt auf den Boden und lockte eine getigerte Katze zu sich. Sie schnupperte vorsichtig an seiner Hand und ließ sich dann streicheln. „Das ist unglaublich beruhigend“, sagte er zufrieden. Messi, der Tiere ohnehin mochte, hatte schnell eine schwarz-weiße Katze auf dem Schoß, die sich entspannt zusammenrollte. „Ich glaube, sie mag mich“, meinte er lächelnd. Neymar hingegen war noch etwas zurückhaltend. Eine rot getigerte Katze kam auf ihn zu, und er zog die Hand weg. „Was, wenn sie mich kratzt?“ fragte er. Felix lachte. „Dann hast du Pech gehabt.“ „Sehr beruhigend, danke“, murmelte Neymar, doch schließlich streichelte er die Katze vorsichtig und war überrascht, wie weich sie war. Ronaldo war derjenige, der sich am meisten überwand. Erst saß er nur da und beobachtete, doch schließlich kam eine flauschige graue Katze auf ihn zu und schmiegte sich an sein Bein. „Okay, das fühlt sich… gut an“, gab er zu.
Suárez hingegen hatte direkt zwei Katzen um sich herum, die mit seinen Schnürsenkeln spielten. „Ich glaube, sie mögen mich einfach, weil ich Schuhe anhabe.“ Felix konnte nicht anders, als zu lächeln. Die vier größten Fußballstars der Welt saßen gerade auf dem Boden eines Tierheims und spielten mit Katzen. Die Anmeldung Nach einer Stunde fragte Herr Becker, ob Felix sich denn nun für eine Mitarbeit im Tierheim anmelden wollte. „Ja, ich würde es gerne probieren“, sagte Felix. Er bekam ein Anmeldeformular und nahm es mit nach Hause. „Ich fülle es in Ruhe aus und bringe es euch morgen zurück.“ Herr Becker nickte zufrieden. „Das wäre super. Wir freuen uns immer über Menschen, die den Tieren helfen wollen.“ Als sie das Tierheim verließen, waren alle entspannt. „Ich hätte nie gedacht, dass Katzen so cool sind“, sagte Neymar. Messi nickte. „Es war auf jeden Fall ein schöner, ruhiger Tag.“ Felix hielt das Formular in der Hand. Er hatte das Gefühl, dass dieser Besuch nicht nur ihm, sondern auch den anderen geholfen hatte. Vielleicht würde diese Zeit in Mainz mehr verändern, als sie alle dachten. 4. Dezember 2024 – Ein teurer Plan für Weihnachten Der vierte Tag begann kalt und grau. Felix stand mit den vier Fußballstars in der Küche, während seine Mutter bereits zur Arbeit gegangen war. Während er sich seinen Tee einschenkte, blickte er nachdenklich auf seine Handgelenke. „Was ist los?“ fragte Messi, der sich gerade einen Toast mit Marmelade schmierte. Felix seufzte. „Die Smartwatch meiner Mutter ist kaputt. Sie benutzt sie jeden Tag, und ich wollte sie heute zur Reparatur bringen.“ „Oh, das ist nett von dir“, meinte Neymar. „Dann gehen wir mit dir.“ Felix zuckte mit den Schultern. „Okay. Aber ich hoffe, es ist ein Garantiefall, sonst kann es teuer werden.“ Ronaldo grinste. „Wir kommen mit. Vielleicht kann ich den Preis für dich verhandeln.“ „Oder du bezahlst einfach“, meinte Suárez lachend. „Nein, das will ich nicht“, sagte Felix ernst. „Ich will sie selbst reparieren lassen.“ Die Enttäuschung in der Werkstatt Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zur Elektronikwerkstatt, die sich in einem Einkaufszentrum in Mainz befand. Felix hatte einen Termin für die Reparatur vereinbart und hoffte, dass es schnell gehen würde. Ein Techniker nahm die Uhr entgegen und überprüfte sie sorgfältig. Felix wartete geduldig, während Messi, Ronaldo, Neymar und Suárez sich unauffällig im Hintergrund hielten. Nach zehn Minuten kam der Techniker zurück und schüttelte den Kopf. „Es tut mir leid, aber das ist kein Garantiefall. Der Schaden ist mechanisch, und das wird leider nicht von der Garantie abgedeckt.“ Felix‘ Herz sackte ein wenig. „Und wie viel würde die Reparatur kosten?“ Der Techniker tippte ein paar Zahlen in seinen Computer. „120 Euro.“ Felix schluckte. Das war eine Menge Geld, die er gerade nicht ausgeben konnte. Er hatte gehofft, dass die Reparatur günstiger oder kostenlos wäre. „Okay… dann lass ich das erst mal sein“, sagte er enttäuscht und nahm die defekte Uhr wieder mit. Messi legte ihm die Hand auf die Schulter. „Das tut mir leid, Felix.“ Felix seufzte. „Ich finde einen anderen Weg.“
Eine neue Uhr für Weihnachten Nachdem sie das Geschäft verlassen hatten, gingen sie weiter durch das Einkaufszentrum. Felix konnte die Enttäuschung nicht ganz abschütteln, aber dann fiel sein Blick auf ein Angebot für Smartwatches in einem anderen Geschäft. „Hey, schau mal“, sagte Neymar und zeigte auf ein Schild. „Weihnachtsangebot – 20 % auf alle Smartwatches.“ Felix dachte kurz nach. Er hatte sowieso überlegt, sich zu Weihnachten eine neue Smartwatch zu kaufen. „Ich wollte mir sowieso eine neue holen…“, sagte er nachdenklich. „Dann mach es“, meinte Suárez. „Du hast es dir verdient.“ Nach einigem Überlegen entschied sich Felix für ein Modell, das nicht zu teuer war, aber dennoch gute Funktionen hatte. Er kaufte sich die neue Uhr und packte sie direkt in seine Tasche. Während sie weiter durch das Einkaufszentrum gingen, konnte Felix aber nicht aufhören, an seine Mutter zu denken. „Ich will ihre Uhr trotzdem reparieren lassen. Aber wo?“ „Es gibt bestimmt andere Reparaturdienste“, sagte Ronaldo. „Vielleicht ein kleiner Laden, der es günstiger macht.“ Felix nickte. „Ja, ich werde nach Alternativen suchen. Sie benutzt die Uhr jeden Tag – es wäre das perfekte Weihnachtsgeschenk für sie.“ Zurück nach Hause – Ein neuer Plan Als sie nach Hause kamen, setzte sich Felix an den Computer und begann, nach anderen Reparaturdiensten zu suchen. Messi kam dazu und sah ihm über die Schulter. „Und? Gibt es günstigere Optionen?“ Felix scrollte durch verschiedene Seiten. „Hier ist ein Laden, der es für 80 Euro macht… Und hier einer, der gebrauchte Ersatzteile verwendet und nur 60 Euro verlangt.“ „60 Euro klingt doch viel besser als 120“, meinte Neymar. Felix nickte. „Ja. Ich werde mir den Laden morgen mal anschauen.“ Während die anderen sich ins Wohnzimmer setzten, blickte Felix auf seine neue Smartwatch. Er war froh, dass er sich selbst etwas gegönnt hatte – aber noch mehr freute er sich darauf, die Uhr seiner Mutter wieder funktionstüchtig zu machen. Denn Weihnachten war nicht nur für Geschenke an sich selbst – sondern auch für Geschenke an die Menschen, die man liebt. 5. Dezember 2024 – Ein Termin beim Psychiater und ein gutes Essen danach Der nächste Morgen begann kalt und neblig. Felix zog sich warm an, denn er hatte heute einen wichtigen Termin – seinen Kontrolltermin beim Psychiater. Er hatte diesen Termin alle paar Monate, um mit seinem Arzt über seinen aktuellen Zustand, seine Fortschritte und mögliche Herausforderungen zu sprechen. Als er in die Küche kam, waren Messi und Suárez bereits wach und tranken Kaffee. „Guten Morgen, Felix“, sagte Messi und sah auf die Uhr. „Heute steht ein Termin an, oder?“ Felix nickte. „Ja, ich muss zum Psychiater. Nur eine Routinekontrolle.“ „Soll ich mitkommen?“ fragte Neymar, der gerade aus dem Badezimmer kam. Felix lächelte. „Danke, aber das ist nicht nötig. Ich schaffe das alleine.“ Ronaldo, der gerade seine Schuhe anzog, grinste. „Aber du weißt, dass wir dich trotzdem begleiten werden, oder? Nur für den Fall, dass du danach jemanden brauchst, der mit dir essen geht.“ Felix verdrehte die Augen, konnte sich aber ein Lächeln nicht verkneifen. „Ihr lasst mich echt nicht allein, oder?“ Messi grinste. „Nie im Leben.“
Der Termin beim Psychiater Felix fuhr mit der Straßenbahn in die Stadt und betrat pünktlich die Praxis seines Psychiaters, Dr. Weber. Er kannte Dr. Weber schon seit einiger Zeit, und die Gespräche mit ihm halfen ihm immer, seine Gedanken zu sortieren. Nach einem kurzen Warten wurde er ins Sprechzimmer gerufen. Dr. Weber begrüßte ihn freundlich und nahm sich Zeit, um mit ihm zu sprechen. „Felix, wie geht es dir in letzter Zeit? Gibt es etwas Neues?“ Felix überlegte kurz und entschied sich, ehrlich zu sein. „Mir geht es gut. Ich habe seit ein paar Tagen besondere Gäste – Freunde, die mich besuchen und eine Weile hierbleiben.“ Dr. Weber lächelte. „Das klingt schön. Fühlst du dich wohl damit?“ „Ja, sehr. Es tut gut, nicht allein zu sein. Sie bringen mich oft zum Lachen.“ Der Psychiater nickte. „Das ist wichtig. Und was ist mit Stress oder Ängsten? Gibt es etwas, das dich momentan belastet?“ Felix dachte an die Enttäuschung über die Smartwatch-Reparatur, aber das war kein großes Problem. Ehrlich gesagt fühlte er sich in den letzten Tagen so glücklich wie lange nicht mehr. „Eigentlich nicht“, sagte er schließlich. „Ich bin zufrieden.“ Dr. Weber schrieb sich eine Notiz auf. „Das freut mich zu hören. Du wirkst auch stabil. Ich sehe keinen Grund, etwas zu ändern. Wenn du weiter Unterstützung brauchst, weißt du ja, dass du jederzeit kommen kannst.“ Nach etwa 30 Minuten war der Termin vorbei. Dr. Weber war zufrieden mit Felix‘ Fortschritten, und Felix selbst fühlte sich erleichtert. Er wusste, dass er auf einem guten Weg war. Ein gutes Essen nach dem Termin Als Felix aus der Praxis kam, standen Ronaldo, Neymar, Messi und Suárez bereits vor der Tür. „Na, wie lief’s?“ fragte Suárez neugierig. „Alles gut“, sagte Felix. „Ich bin gesund und stabil.“ Messi lächelte. „Das freut mich zu hören.“ Ronaldo klopfte ihm auf die Schulter. „Dann sollten wir das feiern – mit Essen!“ „Ich wusste, dass du das sagst“, lachte Felix. Sie spazierten durch die Stadt und entschieden sich für ein gemütliches Burger-Restaurant. Es war eine dieser kleinen Läden, die Felix schon lange kannte, und er freute sich, seinen berühmten Gästen ein Stück „seiner Welt“ zu zeigen. „Das ist ein richtiges Burger-Restaurant, keine Luxus-Version davon“, erklärte Felix, als sie sich an einen Tisch setzten. „Perfekt“, meinte Neymar. „Ich will einen riesigen Burger!“ Sie bestellten verschiedene Burger mit Pommes und Getränken. Als das Essen kam, war die Stimmung gelöst. Sie lachten, redeten über das gestrige Katzenerlebnis und Felix’ Pläne für die nächsten Wochen. „Ich werde morgen die Smartwatch meiner Mutter zur günstigeren Reparatur bringen“, erzählte Felix. „Gute Idee“, sagte Messi. „Das wird sie sicher freuen.“ Während sie aßen, wurde Felix bewusst, dass diese Momente mit seinen Freunden unbezahlbar waren. Er hätte sich nie vorstellen können, dass er so viel Zeit mit vier der größten Fußballspieler aller Zeiten verbringen würde – und doch fühlte es sich völlig normal an. Als sie das Restaurant verließen, wusste Felix: Dieser Tag war wieder ein Erfolg gewesen. Und die nächsten würden sicher genauso aufregend werden.
6. Dezember 2024 – Ein magischer Abend auf dem Weihnachtsmarkt Der Abend war angebrochen, und in Mainz lag eine festliche Stimmung in der Luft. Es war der Nikolaustag, und Felix hatte sich schon den ganzen Tag auf diesen Moment gefreut: Den gemeinsamen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Doch diesmal war es nicht nur Felix mit den vier Fußballstars – auch seine Mutter und seine Ersatzoma begleiteten sie. Seine Ersatzoma, Frau Lehmann, war eine ältere Dame aus der Nachbarschaft, die Felix schon seit seiner Kindheit kannte. Sie war immer für ihn da gewesen, hatte ihm oft geholfen und war wie eine Großmutter für ihn geworden. Als sie sich vor dem Eingang des Weihnachtsmarktes trafen, strahlte sie über das ganze Gesicht. „Ach, Felix, es ist so schön, dass du heute mit mir herkommst. Und du hast ja deine Freunde mitgebracht!“ Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez lächelten höflich. Sie hatten sich inzwischen so gut an ihre Tarnung gewöhnt, dass sie ganz entspannt mitgingen, ohne Angst, erkannt zu werden. „Ich liebe Weihnachtsmärkte“, sagte Neymar. „Das Licht, der Duft nach Zimt und gebrannten Mandeln… einfach perfekt.“ „Und die Bratwürste!“, ergänzte Suárez lachend. Felix‘ Mutter schmunzelte. „Na dann, lasst uns mal schauen, was es hier alles gibt.“ Der Weihnachtsmarkt erwacht zum Leben Der Mainzer Weihnachtsmarkt war wunderschön beleuchtet. Überall standen festlich geschmückte Holzhütten, es duftete nach Glühwein, Lebkuchen und frisch gebrannten Mandeln. Die Menschen lachten, Kinder liefen aufgeregt umher, und Weihnachtsmusik spielte im Hintergrund. Felix konnte gar nicht aufhören zu lächeln. So ein Gefühl von Geborgenheit hatte er lange nicht mehr gespürt. „Okay, was machen wir zuerst?“ fragte Messi. „Ich will gebrannte Mandeln!“, sagte Neymar. „Ich will Bratwurst!“, rief Suárez. Felix lachte. „Eins nach dem anderen. Erst mal gehen wir durch und schauen uns um.“ Sie schlenderten über den Markt, probierten gebrannte Mandeln, tranken heißen Kakao (die Erwachsenen Glühwein) und bestaunten die vielen handgemachten Weihnachtsartikel. Frau Lehmann blieb an einem Stand stehen, an dem handgeschnitzte Holzfiguren verkauft wurden. Sie betrachtete eine kleine Krippe. „Ich hatte früher auch so eine“, sagte sie nostalgisch. Messi sah sie an und lächelte. „Vielleicht ist heute der Tag, an dem du dir eine neue holst.“ Felix überlegte nicht lange. Er kaufte die Krippe für seine Ersatzoma. „Das ist mein Geschenk für dich, weil du immer für mich da bist“, sagte er liebevoll. Frau Lehmann war sichtlich gerührt. „Ach, Felix, das ist so lieb von dir. Danke, mein Junge.“ Messi klopfte ihm auf die Schulter. „Das war eine schöne Geste.“ Eine besondere Tradition – Die Weihnachtspyramide Nach einer Weile kamen sie zu einer riesigen, drehenden Weihnachtspyramide, die von hunderten kleinen Lichtern beleuchtet wurde. „Wow“, flüsterte Ronaldo. „Das sieht beeindruckend aus.“ „Hier gibt es den besten Glühwein“, sagte Felix’ Mutter schmunzelnd. Während die Erwachsenen einen Glühwein tranken, schauten Felix und die Fußballstars den Handwerkern zu, die kleine, handgeschnitzte Weihnachtsfiguren anfertigten. „Ich hätte nie gedacht, dass Weihnachten in Deutschland so besonders ist“, sagte Neymar. Felix grinste. „Das hier ist noch nicht mal alles. Warte ab, bis wir Heiligabend feiern.“ „Darauf freue ich mich“, sagte Ronaldo.
Spaß auf der Eisbahn Ein weiteres Highlight des Marktes war die Eisbahn, die mitten im Markt aufgebaut war. Felix hatte sich nicht sicher gewesen, ob er Schlittschuhlaufen wollte, aber Neymar und Suárez bestanden darauf. „Los, Felix, wir gehen drauf!“, sagte Neymar begeistert. Felix war nicht gerade der beste Schlittschuhläufer, aber er ließ sich überreden. Zusammen mit Neymar, Suárez und Messi betrat er die Eisfläche, während Ronaldo lieber zuschaute und sich einen heißen Kakao gönnte. Felix brauchte ein wenig, um sich an das Eis zu gewöhnen, aber zu seiner Überraschung war Neymar sofort sicher auf den Kufen. „Ich dachte, du spielst Fußball?“, fragte Felix erstaunt. „Ich bin eben ein Naturtalent“, lachte Neymar und drehte sich elegant auf dem Eis. Messi war weniger elegant und hielt sich lieber am Rand fest. „Das ist nicht mein Ding“, gab er zu. Plötzlich stolperte Suárez – und riss Felix mit sich! Platsch! Beide landeten auf dem Hintern, während Neymar sich vor Lachen kaum halten konnte. „Nicht witzig!“, grummelte Suárez, während Felix sich den Schnee von der Jacke klopfte. Aber auch Felix konnte sich das Lachen nicht verkneifen. So viel Spaß hatte er lange nicht mehr gehabt. Ein perfekter Abschluss Nach dem Schlittschuhlaufen wärmten sie sich mit einer letzten Runde heißem Kakao auf. „Das war ein wunderschöner Abend“, sagte Felix zufrieden. „Ja, ich glaube, das war einer der besten Weihnachtsmärkte, die ich je besucht habe“, meinte Messi. „Wir sollten das öfter machen“, sagte Ronaldo. Felix sah seine Mutter, seine Ersatzoma und die vier Fußballstars an, die für ihn längst zu guten Freunden geworden waren. Er fühlte sich glücklich. Als sie sich auf den Heimweg machten, wusste Felix, dass dieser Abend für immer in seiner Erinnerung bleiben würde. Ein magischer Moment in der schönsten Zeit des Jahres. 6. Dezember 2024 – Ein unerwartetes Ende nach einem schönen Abend Nachdem sie den Weihnachtsmarkt verlassen hatten, war die Stimmung noch immer ausgelassen. Die funkelnden Lichter, die Musik, der Duft von gebrannten Mandeln – all das hatte Felix mit einem warmen Gefühl erfüllt. „Ich hab noch nicht genug von diesem schönen Abend“, sagte Neymar grinsend. „Wie wäre es, wenn wir noch in eine Kneipe gehen?“ „Hier in Mainz gibt es einige mit Live-Musik“, fügte Suárez hinzu. Felix’ Mutter lächelte. „Ihr könnt gehen, aber ich werde nach Hause fahren. Ich bin müde.“ Frau Lehmann nickte. „Ich auch. Aber ihr jungen Leute solltet euren Spaß haben.“ Felix war sich zuerst nicht sicher, ob er noch in eine Kneipe wollte – aber er wusste, dass es mit seinen Freunden sicher ein lustiger Abend werden würde. Die Kneipe mit Live-Konzert Sie entschieden sich für eine gemütliche Kneipe in der Altstadt von Mainz, in der an diesem Abend eine Live-Band spielte. Als sie die Kneipe betraten, wurde Felix sofort von der Atmosphäre eingenommen: gedämpftes Licht, Holztische, der Klang von Gitarren und einer warmen Stimme, die durch den Raum schallte. „Das ist richtig cool“, sagte Messi anerkennend.
Sie setzten sich an einen Tisch in der Ecke, bestellten etwas zu trinken – Felix blieb bei Cola – , und lauschten der Musik. Es war ein entspannter Abend, voller Lachen und guter Gespräche. Doch dann geschah etwas, das die Stimmung schlagartig veränderte. Ein lauter Schrei – Der Vater rastet aus Plötzlich flog die Kneipentür auf, und Felix‘ Vater stand in der Tür. Sein Gesicht war rot vor Wut, seine Bewegungen unkontrolliert. „Was macht ihr hier?!“ brüllte er durch den Raum. Die Band hörte abrupt auf zu spielen, und die anderen Gäste drehten sich überrascht um. Felix‘ Herz schlug schneller. Was hatte seinen Vater so wütend gemacht? „Verdammt nochmal, Felix!“, schrie sein Vater weiter. „Du hast nichts Besseres zu tun, als mit diesen Leuten hier zu feiern, während ich alleine zu Hause sitze?!“ Felix‘ Hände wurden kalt. Er wusste nicht, was er sagen sollte. „Hör mal, wir haben nur einen schönen Abend“, versuchte Messi ruhig zu erklären, doch Felix‘ Vater fuhr ihn sofort an: „Halt die Klappe! Ich rede mit meinem Sohn, nicht mit euch! Ihr kommt hierher und tut so, als würdet ihr dazugehören! Ihr habt keine Ahnung, wie schwer es ist, eine Familie zu haben!“ Felix‘ Kopf begann zu rauschen. Er kannte dieses Gefühl. Dieses tiefe, drückende Gefühl der Hilflosigkeit. Erinnerungen an damals Er fühlte sich zurückversetzt. Damals, vor ein paar Jahren, als sein Vater zwei Wochen lang nicht mit ihm gesprochen hatte. Zwei Wochen, in denen er ignoriert wurde. Zwei Wochen, in denen jeder Versuch, mit ihm zu reden, abgeblockt wurde. Zwei Wochen, in denen er sich gefühlt hatte, als wäre er Luft. Und jetzt stand sein Vater wieder hier, mit demselben Gesichtsausdruck, mit der gleichen verletzenden Haltung. Der zweite Angriff Nach einem Moment der Stille drehte sich Felix‘ Vater abrupt um und verließ die Kneipe mit schnellen Schritten. Alle am Tisch waren noch wie erstarrt. „Was… war das?“ flüsterte Neymar. Felix‘ Magen drehte sich um. „Ich weiß es nicht…“ Doch 20 Minuten später kam sein Vater zurück. Wieder ging die Tür auf, wieder dröhnte seine Stimme durch den Raum. „Ich sag euch eins: Ihr könnt ihn so sehr vollquatschen, wie ihr wollt. Aber am Ende bleibt er trotzdem mein Sohn! Und ich lasse mir von euch nicht reinreden, wie ich mit meiner Familie umzugehen habe!“ Dann drehte er sich um und ging, ohne Felix auch nur einmal anzusehen. Felix‘ Herz zog sich zusammen. Er wusste, was das bedeutete. Er wusste, dass sein Vater ihn ab jetzt wieder ignorieren würde. Wieder zwei Wochen. Vielleicht sogar länger. Nachwirkungen der Konfrontation Keiner sagte etwas. Die Band spielte nicht mehr. Die Gäste schauten verstohlen zu Felix und seinen Freunden, bevor sie sich langsam wieder ihren Gesprächen zuwandten. Messi legte eine Hand auf Felix‘ Schulter. „Felix, geht es dir gut?“
Felix wollte sagen, dass alles in Ordnung war. Aber es war nicht in Ordnung. Ronaldo warf einen finsteren Blick zur Tür. „Das war nicht in Ordnung, Felix. Niemand sollte so mit dir reden.“ „Ja“, murmelte Felix. Doch innerlich wusste er: Es war nicht das erste Mal. Und es würde nicht das letzte Mal sein. Er hatte gehofft, dass die Vergangenheit hinter ihm lag. Aber sein Vater hatte sie wieder vor seine Füße geworfen. „Lass uns nach Hause gehen“, sagte Suárez leise. Felix nickte. Es hatte keinen Sinn mehr, hier zu bleiben. Die Freude des Abends war verschwunden. Und in Felix‘ Kopf hallten die Worte seines Vaters noch lange nach. 7. Dezember 2024 – Eine unerwartete Einladung Nach der schmerzhaften Szene am Vorabend hatte Felix kaum geschlafen. Die Worte seines Vaters hallten immer noch in seinem Kopf nach, und die Erinnerung an die zwei Wochen des Ignoriertwerdens ließ ihn nicht los. Doch dann geschah etwas völlig Unerwartetes. Am späten Nachmittag erhielt er eine Nachricht von seinem Vater: „Felix, komm heute Abend mit in die Kneipe. Ich lade dich ein.“ Felix starrte auf sein Handy. Was bedeutete das? Gestern hatte sein Vater ihn angeschrien – und jetzt wollte er ihn plötzlich einladen? Messi bemerkte Felix‘ nachdenklichen Blick. „Alles in Ordnung?“ Felix zögerte kurz, dann zeigte er Messi die Nachricht. „Das ist… überraschend“, meinte Messi. „Gehst du hin?“ fragte Neymar. Felix zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Vielleicht will er sich entschuldigen? Aber warum sollte er das tun?“ „Vielleicht solltest du es herausfinden“, sagte Ronaldo. Felix überlegte eine Weile. Schließlich nickte er. „Okay. Aber ich nehme euch mit.“ Der Besuch in der Kneipe Am Abend machten sich Felix, Messi, Ronaldo, Neymar und Suárez auf den Weg in die Kneipe. Felix hatte ein mulmiges Gefühl, aber er wollte sehen, was sein Vater wirklich von ihm wollte. Als sie ankamen, saß sein Vater bereits an einem Tisch mit zwei Bier vor sich. Er wirkte nachdenklich, fast bedrückt. „Setz dich“, sagte er knapp, als Felix sich mit den anderen an den Tisch setzte. Es war eine merkwürdige Stille. Schließlich sah Felix‘ Vater ihn an und sagte: „Du magst mich.“ Felix runzelte die Stirn. „Was meinst du?“ Sein Vater seufzte und nahm einen Schluck Bier. „Du bist gekommen. Trotz allem. Du bist gekommen, weil du mich magst.“ Felix wusste nicht, was er darauf antworten sollte. Natürlich war er gekommen – aber nicht aus blinder Zuneigung, sondern weil er verstehen wollte, was los war. Messi beobachtete das Gespräch genau, sagte aber nichts. Auch Neymar, Ronaldo und Suárez hielten sich zurück. Felix‘ Vater sah ihn an und lachte bitter. „Weißt du, was lustig ist? Dieses Mal ist es genau andersherum.“ Felix verstand nicht sofort. „Wie meinst du das?“
Sein Vater lehnte sich zurück und blickte auf die Theke. „Vor vier Monaten habe ich dich ignoriert. Aber dieses Mal werde nicht ich dich ignorieren… sondern deine Mutter und diese alte Frau.“ Felix‘ Magen zog sich zusammen. Er hatte es nicht bemerkt, aber es stimmte. Gestern hatte sein Vater ihn angeschrien, aber jetzt redete er mit ihm, als wäre nichts gewesen. Doch seine Mutter und Frau Lehmann? Sie waren plötzlich Luft für ihn. Es war genau andersherum als damals. Ein unangenehmes Gefühl Felix fühlte sich unwohl. Er wollte keine Aufmerksamkeit auf Kosten seiner Mutter oder seiner Ersatzoma. „Das ist nicht richtig“, sagte er leise. Sein Vater zuckte mit den Schultern. „So fühlt sich das eben an.“ „Aber das ist nicht fair“, sagte Felix. Sein Vater trank sein Bier aus und sah ihn dann mit kühler Miene an. „Ach, und als ich ignoriert wurde, war das fair?“ Felix wusste nicht, was er sagen sollte. Es war nicht das Gleiche. Er hatte damals nichts getan, um ignoriert zu werden. Aber sein Vater hatte gestern alle angeschrien und beleidigt – und jetzt tat er so, als sei er das Opfer. Messi räusperte sich. „Felix, vielleicht sollten wir gehen.“ Felix nickte langsam. „Du kannst gehen“, sagte sein Vater gleichgültig. „Aber denk dran – du bist der Einzige, der mich mag.“ Felix stand auf. Es fühlte sich falsch an. Er wollte, dass sich alles normal anfühlte. Aber es tat es nicht. Ronaldo warf Felix‘ Vater einen kurzen Blick zu. „Felix ist ein guter Junge. Aber Respekt ist keine Einbahnstraße.“ Dann gingen sie. Felix wusste nicht, was er fühlen sollte. Er hatte die Aufmerksamkeit seines Vaters – aber es war die falsche Art von Aufmerksamkeit. Und jetzt war es seine Mutter und seine Ersatzoma, die darunter litten. 8. Dezember 2024 – Ein Tag der Ruhe Nach den Ereignissen der letzten Tage fühlte sich Felix vollkommen erschöpft. Es war zu viel gewesen. Die plötzliche Wende mit seinem Vater, der emotionale Abend in der Kneipe, die Gedanken an früher – all das hatte sich in seinem Kopf festgesetzt. An diesem Morgen blieb er einfach länger im Bett liegen. Er hörte, wie Messi und Ronaldo in der Küche redeten, wie Neymar laut über etwas lachte und wie Suárez sich über das Wetter beschwerte. Aber heute wollte Felix einfach nichts tun. Ein ruhiger Morgen Irgendwann klopfte Messi sanft an seine Tür. „Felix? Alles okay?“ Felix überlegte kurz, ob er antworten sollte. Schließlich murmelte er: „Ja… ich bin nur müde.“ Messi blieb einen Moment still. Dann sagte er: „Wir lassen dich in Ruhe. Aber wenn du was brauchst, sag Bescheid.“ Felix hörte, wie sich die Tür leise wieder schloss. Er war dankbar für ihre Geduld.
Er drehte sich auf die Seite, zog die Decke über den Kopf und versuchte, noch ein bisschen zu schlafen. Nachmittag – Ein bisschen Ablenkung Gegen Mittag stand er dann doch auf. Er zog sich eine Jogginghose und ein weites Shirt an und schlurfte langsam in die Küche. Ronaldo saß am Tisch und las etwas auf seinem Handy. Neymar lag auf dem Sofa und schaute ein Fußballvideo. Suárez schnitt Obst in kleine Stücke, und Messi machte sich gerade einen Tee. „Hey, du bist wach“, sagte Neymar mit einem Lächeln. „Ja… irgendwie“, murmelte Felix und setzte sich an den Tisch. Messi stellte ihm wortlos eine Tasse Tee hin. „Danke“, sagte Felix leise. „Heute einfach mal nichts tun?“ fragte Ronaldo. Felix nickte. „Ich glaube, das brauche ich gerade.“ „Dann machen wir das alle“, meinte Suárez. „Heute ist ein Faulenzer-Tag.“ Entspannte Stunden Den Rest des Tages verbrachten sie ruhig. Kein Stress, keine lauten Gespräche, keine Konfrontationen. Felix schaute mit Neymar ein paar alte Fußballspiele an. Ronaldo und Messi redeten über verschiedene Mannschaften. Suárez kochte später Pasta für alle. Es war ein Tag, an dem einfach mal nichts passieren musste. Und genau das brauchte Felix. Denn er wusste, dass es bald wieder turbulenter werden würde. 9. Dezember 2024 – Ein produktiver Morgen im Büro der Assistenz Nach dem gestrigen Ruhetag fühlte sich Felix etwas erholter, aber er wusste, dass er heute einiges zu erledigen hatte. Am Morgen stand er früh auf, zog sich bequeme, aber ordentliche Kleidung an und machte sich fertig, um ins Büro der Assistenz zu fahren. Dort konnte er sich um organisatorische Dinge kümmern – vor allem um seine überquellende E-Mail-Inbox. Messi bemerkte, dass Felix seine Tasche packte. „Wohin gehst du heute?“ „Ich fahre ins Büro der Assistenz. Ich muss mich um meine Mails kümmern und endlich ein paar nervige Newsletter abbestellen“, erklärte Felix. „Willst du, dass wir mitkommen?“ fragte Neymar. Felix schüttelte den Kopf. „Nein, das ist langweilig. Ihr könnt zu Hause bleiben und entspannen.“ „Okay, aber wenn du danach etwas essen gehen willst, sag Bescheid“, sagte Suárez grinsend. Felix lachte. „Ich melde mich.“ Ankunft im Büro der Assistenz Das Büro der Assistenz lag in einem modernen Gebäude in Mainz. Es war ein ruhiger Ort, an dem Menschen mit besonderen Herausforderungen Unterstützung bekamen – sei es bei Behördengängen, Dokumenten oder einfach bei der Organisation des Alltags. Felix mochte es hier. Es war ein strukturierter Raum, in dem er sich gut konzentrieren konnte. Er betrat das Büro, begrüßte die Mitarbeiter freundlich und setzte sich an einen der Computerplätze. Sein Ziel für heute:
✔ Seine E-Mail-Inbox ✔ Unwichtige Mails ✔ Newsletter abbestellen, die nur Platz wegnehmen
sortieren löschen
Die digitale Aufräumaktion Felix öffnete seinen E-Mail-Account und wurde sofort von über 600 ungelesenen Mails erschlagen. „Oh Mann…“, murmelte er. Er begann, systematisch durchzugehen: • Werbung von Online-Shops? → Löschen. • Alte Nachrichten, die nicht mehr wichtig sind? → Archivieren. • Newsletter, die er nie liest? → Abbestellen. Es war ein langwieriger Prozess, aber nach einer guten Stunde hatte er schon über die Hälfte geschafft. Ein Assistent kam vorbei und sah auf seinen Bildschirm. „Oh, du machst einen digitalen Frühjahrsputz?“ Felix grinste. „Ja, wurde auch mal Zeit.“ „Das ist eine gute Idee. Viele Leute lassen ihre Inbox einfach überquellen.“ Felix nickte. Er hatte früher oft das Gefühl gehabt, von der Menge an Nachrichten überwältigt zu werden. Aber heute fühlte es sich gut an, Kontrolle darüber zu haben. Nach zwei Stunden war er endlich fertig. Seine E-Mail-Inbox war wieder übersichtlich – und es fühlte sich befreiend an. Eine kleine Belohnung Nachdem er sein digitales Chaos aufgeräumt hatte, lehnte sich Felix zufrieden zurück. Er überlegte kurz und zückte sein Handy. Er schrieb den Jungs eine Nachricht: „Bin fertig. Habt ihr Lust auf ein Mittagessen?“ Keine fünf Sekunden später kam Neymars Antwort: „Natürlich! Sag uns, wo wir uns treffen!“ Felix lächelte. Der Morgen war produktiv gewesen – jetzt konnte er den Rest des Tages genießen. 9. Dezember 2024 – Eine chaotische Suche nach einem Weihnachtskranz Nach dem erfolgreichen Vormittag im Büro der Assistenz fühlte sich Felix gut. Er hatte Ordnung in seine Mails gebracht, sich von unnötigem digitalen Ballast befreit – und jetzt konnte er den Tag genießen. Doch Felix hatte noch eine Mission: Einen Weihnachtskranz kaufen! Er hatte seiner Mutter versprochen, sich darum zu kümmern, da sie es in den letzten Tagen nicht geschafft hatte. Also beschloss er, das mit seinen vier berühmten Mitbewohnern zu verbinden. Der Plan – und das Chaos beginnt Sie trafen sich in der Stadt, und Felix erklärte seinen Plan. „Ich muss noch einen Weihnachtskranz kaufen. Ich dachte, wir könnten das zusammen erledigen.“ „Kein Problem“, sagte Ronaldo. „Aber wo gibt es die besten?“ Felix überlegte. „Es gibt einen schönen Weihnachtsmarktstand, der handgemachte Kränze verkauft. Der ist aber ein Stückchen außerhalb von Mainz.“ Messi nickte. „Dann los!“ Sie stiegen ins Auto, und Felix tippte die Adresse ins Navi. Doch er hatte nicht bemerkt, dass er einen kleinen Fehler gemacht hatte.
Anstatt den richtigen Weihnachtsmarkt in der Nähe von Mainz zu wählen, hatte er aus Versehen einen in Wiesbaden eingegeben. Eine unfreiwillige Reise nach Wiesbaden Nach etwa 20 Minuten Fahrt begann Felix, sich zu wundern. „Hm… Ich glaube, wir müssten längst da sein…“ Neymar schaute auf sein Handy. „Felix… das hier sieht nicht mehr nach Mainz aus.“ Felix blickte auf das Navi – und erstarrte. Er hatte sich verfahren. „Oh nein…“, murmelte er. „Wo sind wir?“ fragte Suárez. „In Wiesbaden…“ „Also, das ist jetzt nicht die schlimmste Stadt der Welt“, meinte Ronaldo grinsend. „Ja, aber ich wollte doch nur einen Weihnachtskranz holen, und jetzt sind wir fast in einer anderen Stadt!“ stöhnte Felix. „Dann kaufen wir halt hier einen“, sagte Messi. „Wir sind doch jetzt schon da.“ Felix atmete tief durch. Er musste jetzt improvisieren. Die verzweifelte Suche nach dem Weihnachtskranz Da sie nun schon einmal in Wiesbaden waren, suchten sie einen Weihnachtsmarkt. Doch es gab ein Problem: Es war bereits später Nachmittag, und viele Stände begannen langsam zu schließen. „Wenn wir Pech haben, kriegen wir keinen mehr“, meinte Neymar. Felix lief schneller. Er wollte seine Mutter nicht enttäuschen. „Dort!“, rief Suárez plötzlich. Am Ende des Marktplatzes stand ein kleiner Stand mit Kränzen – aber die Verkäuferin räumte gerade zusammen! Felix rannte los. Er musste es schaffen, bevor es zu spät war! „Entschuldigung!“, rief er außer Atem. Die Verkäuferin drehte sich um. „Oh, wir schließen gleich…“ „Bitte, ich brauche unbedingt noch einen Weihnachtskranz für meine Mutter“, flehte Felix. Die Frau musterte ihn kurz, dann seufzte sie lächelnd. „Na gut, du bist der Letzte für heute. Welchen möchtest du?“ Felix atmete erleichtert auf. Er hatte es geschafft! Er wählte einen wunderschönen, handgemachten Kranz mit Tannenzapfen und roten Schleifen. „Das war knapp“, sagte Messi, als Felix zurückkam. „Aber du hast es geschafft“, fügte Neymar hinzu. Felix sah den Kranz an und lächelte. Es war ein kleines Abenteuer gewesen – aber am Ende hatte sich der Stress gelohnt. Jetzt konnte er seiner Mutter eine Freude machen. 9. Dezember 2024 – Ein ruhiger Abend nach einem chaotischen Tag Nachdem Felix und die vier Fußballstars endlich den Weihnachtskranz besorgt hatten, kehrten sie nach Mainz zurück. Es war bereits dunkel, und die Straßen leuchteten in warmen Lichterketten. Felix fühlte sich erleichtert, dass er es trotz der Verwirrung mit Wiesbaden geschafft hatte, das Versprechen für seine Mutter einzuhalten. Doch er merkte auch, dass er müde wurde. Der ganze Tag hatte ihn erschöpft – erst das Büro der Assistenz, dann die lange Autofahrt, die hektische Suche nach dem Kranz… jetzt wollte er einfach nur noch entspannen, essen und ins Bett. Wichtige Routine – Die Medikamente nehmen
Als sie zuhause ankamen, ging Felix als Erstes in sein Zimmer und holte seine EpilepsieMedikamente aus der Schublade. Messi, der gerade eine Jacke auszog, sah ihn und nickte. „Vergisst du die manchmal?“ Felix schüttelte den Kopf. „Eigentlich nicht. Ich muss sie jeden Tag nehmen. Es gehört einfach dazu.“ Er nahm die Tabletten mit einem Glas Wasser. „Gut, dass du daran denkst“, sagte Neymar. „Ich kenne Leute, die sowas oft vergessen.“ Felix zuckte mit den Schultern. Er hatte gelernt, wie wichtig es war, regelmäßig seine Medikamente zu nehmen. „Und was jetzt?“ fragte Suárez. „Essen“, sagte Felix bestimmt. „Ich hab Hunger.“ „Perfekt“, grinste Ronaldo. „Dann lass uns etwas holen.“ Schnelles Essen bei Burger King Keiner von ihnen hatte Lust, noch zu kochen. Also entschieden sie sich für eine schnelle Lösung: Burger King. Felix mochte Fast Food – zumindest manchmal. Heute war einer dieser Tage, an denen ein einfacher Burger und eine Portion Pommes genau das Richtige waren. „Ich bestelle mir einen großen Double Whopper“, sagte Neymar. „Ich nehme einen normalen Cheeseburger“, meinte Messi. Felix entschied sich für ein Menü mit Pommes und Cola. Sie aßen gemeinsam im Burger King, und Felix genoss die einfache, entspannte Atmosphäre. Kein Stress, keine komplizierten Gespräche – einfach nur gutes Essen und nette Gesellschaft. „Ich glaube, das war mein erstes Mal in einem Burger King seit Jahren“, meinte Ronaldo. „Echt jetzt?“, fragte Felix überrascht. „Ja, normalerweise esse ich sehr gesund. Aber heute… warum nicht?“ Ronaldo zuckte grinsend mit den Schultern. Nachdem sie gegessen hatten, fuhren sie nach Hause. Felix spürte, dass seine Augenlider schwer wurden. Schlafenszeit – Ein Tag geht zu Ende Als sie ankamen, verabschiedete sich Felix frühzeitig. „Ich bin total müde“, sagte er. Messi klopfte ihm auf die Schulter. „War ein langer Tag.“ „Ja… aber ein guter“, fügte Felix hinzu. Er zog sich um, putzte sich die Zähne und legte sich ins Bett. Während er langsam in den Schlaf fiel, dachte er an den chaotischen, aber schönen Tag zurück. Morgen würde ein neuer Tag beginnen – und Felix war gespannt, was als Nächstes kommen würde. 10. Dezember 2024 – Ein gemütlicher Filmabend mit seiner Mutter Der Tag war lang gewesen, und Felix hatte viel erledigt. Doch am Abend freute er sich auf etwas, das er schon lange nicht mehr gemacht hatte: Einen ruhigen Abend mit seiner Mutter verbringen. Nachdem er mit Messi, Ronaldo, Neymar und Suárez tagsüber unterwegs gewesen war, merkte er, dass er einfach mal eine Pause brauchte. Also entschied er sich, den Abend zu Hause zu verbringen – nur mit seiner Mutter. Ein kaltes Bier und ein guter Film
Felix setzte sich auf die Couch und holte zwei Bierflaschen aus dem Kühlschrank. Seine Mutter kam gerade aus der Küche mit einer Schüssel Chips in der Hand. „Du willst heute Bier trinken?“ fragte sie schmunzelnd. Felix zuckte mit den Schultern. „Ja, nur eins. Ich hab heute Lust drauf.“ Seine Mutter setzte sich neben ihn und nahm die zweite Flasche. „Na gut, dann stoßen wir an.“ „Auf einen ruhigen Abend“, sagte Felix. „Auf einen ruhigen Abend“, wiederholte seine Mutter lächelnd, und sie stießen an. Felix nahm einen Schluck von dem kalten Bier und lehnte sich entspannt zurück. Es tat gut, einfach mal nichts zu tun, keine Verpflichtungen, kein Stress – nur er und seine Mutter. Die Filmauswahl – Diskussionen über das perfekte Genre „Was schauen wir?“ fragte seine Mutter, während sie die Fernbedienung nahm. „Hast du eine Idee?“ fragte Felix. „Lass mich raten – du willst bestimmt eine Doku über Fußball?“ Felix grinste. „Nicht unbedingt. Ich hätte Lust auf etwas Spannendes.“ Seine Mutter überlegte. „Wie wäre es mit einem Krimi? Oder lieber eine Komödie?“ Felix runzelte die Stirn. „Hm… eine Mischung wäre gut. Wie wäre es mit einem Actionfilm mit etwas Humor?“ „Gute Idee“, sagte sie und scrollte durch die Streamingdienste. Nach ein paar Minuten entschieden sie sich für einen Action-Thriller mit humorvollen Momenten, bei dem es um einen smarten Dieb ging, der sich mit der Polizei ein Katz-undMaus-Spiel lieferte. „Das sieht gut aus“, meinte Felix. Ein entspannter Abend voller Lachen und Spannung Während der Film lief, knabberten sie an den Chips und tranken langsam ihr Bier. Felix fühlte sich endlich mal wieder richtig entspannt. „Der Hauptcharakter erinnert mich ein bisschen an Neymar“, sagte seine Mutter lachend. Felix lachte. „Stimmt! Der ist auch so übertrieben charmant und immer für eine Überraschung gut.“ Ab und zu kommentierten sie Szenen, lachten über witzige Dialoge und rätselten, wie der Film wohl ausgehen würde. Es war eine dieser seltenen, einfachen, aber wertvollen Momente mit seiner Mutter. Schlafenszeit – Ein friedlicher Abschluss Als der Film vorbei war, lehnte sich Felix zufrieden zurück. „Das war genau das Richtige“, sagte er. Seine Mutter nickte. „Ja, das sollten wir öfter machen.“ Felix stellte die leere Bierflasche auf den Tisch und streckte sich. Er fühlte sich wohl. Keine Sorgen, keine Streitigkeiten – nur ein friedlicher Abend mit seiner Mutter. „Ich geh ins Bett“, sagte er gähnend. „Gute Nacht, Felix“, sagte seine Mutter sanft. Er ging in sein Zimmer, legte sich ins Bett und spürte, wie ihn die Müdigkeit überkam. Ein perfekter Abschluss für den Tag. 10. Dezember 2024 – Ein fataler Fehler mit starkem Bier Nachdem der gemütliche Filmabend mit seiner Mutter zu Ende war, fühlte sich Felix entspannt. Das Bier, das er mit ihr getrunken hatte, war angenehm gewesen – aber er spürte nichts davon. „Vielleicht war das einfach ein zu leichtes Bier…“
Als er in die Küche ging, fiel sein Blick auf eine Flasche in der hinteren Ecke des Kühlschranks. Ein Starkbier mit 10 % Alkohol. „Ach, nur eins… ich merke eh nichts.“ Er nahm die Flasche heimlich mit in sein Zimmer und trank sie langsam aus. Der bittere Geschmack störte ihn nicht – aber er merkte auch nicht, wie stark das Bier wirklich war. Plötzlich wird ihm schwindlig Etwa 20 Minuten später begann sich alles leicht zu drehen. Felix spürte, wie seine Arme schwer wurden und ein seltsames, warmes Gefühl sich in seinem Körper ausbreitete. Dann fing er an zu lachen – über nichts Bestimmtes. Er stand auf, wankte ein wenig und lief in die Küche, wo seine Mutter gerade die letzten Sachen wegräumte. „Mamaaaa, ich glaub, ich bin… irgendwie komisch!“ lallte er grinsend. Seine Mutter drehte sich erschrocken um. „Felix? Was hast du gemacht?“ Sie sah sofort, dass etwas nicht stimmte. Seine Augen waren glasig, sein Gesicht leicht gerötet, und er schwankte leicht. „Hast du noch mehr getrunken?!“ fragte sie besorgt. Felix zuckte übertrieben mit den Schultern. „Nuuuur… ein kleines Bierchen…“ Er kicherte. „Oh nein… Felix, was hast du dir angetan?!“ Sie rief nach Messi, Ronaldo, Neymar und Suárez, die alle sofort in die Küche kamen. „Was ist los?“ fragte Ronaldo. „Felix hat sich heimlich ein starkes Bier reingezogen und ist jetzt betrunken!“ erklärte seine Mutter mit Panik in der Stimme. Messi kam näher und sah Felix prüfend an. „Oh Mist… das sieht nicht gut aus.“ Felix lachte wieder, aber seine Beine wackelten, als hätte er plötzlich keine Kontrolle mehr. „Ich… ich wollt mir Tee machen!“, verkündete er und ging zum Wasserkocher. Doch dann kam der nächste Schock. Chaos auf der Toilette Plötzlich wurde Felix schlecht. Sehr schlecht. „Oh… ich glaub, ich muss…“ Er hielt sich den Bauch. „Toilette! Schnell!“, rief Neymar und half ihm, ins Badezimmer zu kommen. Felix schaffte es gerade noch so dorthin – doch als er sich sauber machen wollte, passierte das nächste Desaster. Er hatte völlig die Kontrolle über seine Bewegungen verloren und… verteilte den Kot überall. An der Wand, an seiner Hose, auf dem Boden. „Oh nein… Felix!“ rief Suárez schockiert. Felix realisierte es erst nach ein paar Sekunden. „Ups…“ Seine Mutter hielt sich die Hände vor den Mund. Das war eine Katastrophe! Und dann… begann Felix zu erbrechen. Felix bricht sich völlig aus Er übergab sich ins Waschbecken. Mehrmals. Er konnte nicht mehr aufhören – es kam in Schüben, und sein Körper war völlig kraftlos. „Wir müssen ihn sauber machen!“, rief Messi panisch. Ronaldo half Felix, sich aus den dreckigen Sachen zu befreien, während seine Mutter schnell Handtücher holte. Neymar versuchte, das Bad zu lüften, während Suárez den Boden notdürftig sauber machte. „Mir ist soooo schlecht…“, murmelte Felix mit schwacher Stimme.
„Wir bringen dich ins Bett“, sagte seine Mutter bestimmt. Mit Mühe schafften sie es, ihn in sein Zimmer zu bringen und ins Bett zu legen. Felix war kreidebleich und lag völlig erschöpft da. Doch kaum hatten sie ihn hingelegt, kam der nächste Schwall Erbrochenes. Und dann geschah das Schlimmste. Felix droht zu ersticken! Als Felix wieder erbrach, war er zu schwach, um sich richtig zu bewegen. Er lag auf dem Rücken – und plötzlich blieb sein Atem stocken! Das Erbrochene drohte, in seine Luftröhre zu gelangen! „Oh mein Gott, er erstickt!!“ schrie seine Mutter panisch. Sofort reagierten Messi und Ronaldo. Sie drehten ihn auf die Seite, während Neymar und Suárez nach einem Handtuch griffen. Felix hustete heftig, rang nach Luft – doch dann kam endlich ein erleichternder Atemzug. Er hatte es gerade noch geschafft. Aber die Angst war riesig. Seine Mutter sank auf die Knie und nahm Felix‘ Hand. „Felix, du Dummkopf… du hast uns einen Riesenschreck eingejagt!“ Felix konnte nur noch schwach nicken. Er hatte keine Kraft mehr. Ronaldo strich sich durch die Haare. „Das war verdammt knapp…“ Messi seufzte. „So etwas darf nicht nochmal passieren.“ Seine Mutter saß noch eine Weile an seinem Bett, bis sie sicher war, dass er stabil atmete. Felix lag einfach nur da, völlig erschöpft. Sein Körper war leer, sein Kopf pochte – er wusste, dass er einen riesigen Fehler gemacht hatte. Und während er langsam in einen unruhigen Schlaf fiel, schwor er sich nie wieder so dumm zu sein. 11. Dezember 2024 – Ein schreckliches Erwachen Felix fühlte sich, als würde er aus einem dunklen Tunnel zurück ins Licht gezogen. Sein Körper war schwer, sein Kopf pochte, und sein Magen fühlte sich leer und brennend zugleich an. Langsam öffnete er die Augen – doch alles war verschwommen. Er blinzelte mehrmals und versuchte, sich zu orientieren. Dann griff er instinktiv nach seiner Brille, die auf dem Nachttisch lag. Als er sie aufsetzte, wurde ihm sofort schlecht – denn die Gläser waren noch immer mit getrocknetem Erbrochenem überzogen. „Urgh…“, murmelte er schwach und riss sie sich sofort wieder vom Gesicht. Erst jetzt merkte er, dass er nicht allein war. Seine Mutter saß mit verweinten Augen an seinem Bett. Neben ihr standen Messi, Ronaldo, Neymar und Suárez, die ihn besorgt ansahen. Messi war der Erste, der etwas sagte. „Felix… endlich bist du wach.“ Felix wollte fragen, was los war – doch sein Hals fühlte sich trocken an, und sein Kopf war benommen. „W-Was ist passiert…?“ murmelte er mit heiserer Stimme. Seine Mutter nahm vorsichtig seine Hand und schluchzte leise. „Felix… du wärst fast gestorben.“ Felix versuchte, sich aufzurichten, doch sofort wurde ihm schwindlig. Sein Körper war schwach. „Bleib liegen“, sagte Ronaldo ernst. „Dein Körper ist noch nicht stabil.“ Felix verstand nichts. „Wieso… gestorben?“ Neymar atmete tief durch und setzte sich auf die Bettkante. „Du hast dir gestern dieses verdammt starke Bier reingekippt – und du hast eine Alkoholvergiftung bekommen.“
Felix riss die Augen auf. Suárez fuhr fort: „Du hast dich mehrmals übergeben, bist dann ohnmächtig geworden – und in deinem Schlaf hättest du beinahe an deinem eigenen Erbrochenen erstickt.“ Felix‘ Herz begann schneller zu schlagen. „W-Was?!“ Seine Mutter nickte und kämpfte mit den Tränen. „Ich dachte… ich dachte wirklich, du stirbst. Wir alle dachten das.“ Felix war sprachlos. Er versuchte sich zu erinnern… doch alles war verschwommen. Er wusste noch, dass ihm schwindlig geworden war. Er erinnerte sich an das Chaos auf der Toilette, daran, dass er sich übergeben hatte. Aber an die Ohnmacht? An das Ersticken? Nichts. Er sah die Angst in den Augen seiner Mutter. Er sah, wie selbst Ronaldo – sonst immer ruhig und gelassen – angespannt wirkte. Felix schluckte schwer. Er hatte sie alle zutiefst erschreckt. „Ich… ich wusste nicht, dass das so schlimm war…“ flüsterte er. Seine Mutter strich ihm durchs Haar. „Felix, ich will dich nicht verlieren…“ Felix senkte beschämt den Blick. Er hatte nicht nachgedacht. Er hatte nicht gewusst, dass es so gefährlich werden könnte. Messi sah ihn ernst an. „Du hast Glück gehabt. Aber das hätte böse enden können. Du musst besser auf dich aufpassen.“ Felix nickte schwach. „Es tut mir leid… wirklich.“ Seine Mutter nahm ihn in den Arm. „Hauptsache, du bist noch hier.“ Felix fühlte sich so schlecht wie noch nie in seinem Leben. Er wusste: So etwas würde er nie wieder tun. 11. Dezember 2024 – Ein unangenehmes Gespräch über die WhatsApp-Gruppe Nachdem Felix den Schock des Morgens halbwegs verarbeitet hatte, lag er noch immer erschöpft im Bett. Sein Kopf pochte, sein Magen fühlte sich leer an, und seine Glieder waren schwer. Doch dann kam seine Mutter zurück ins Zimmer – und ihr Blick verriet, dass es ein unangenehmes Gespräch geben würde. Felix ahnte nichts Gutes. Sie setzte sich neben ihn auf die Bettkante, hielt ihr Handy in der Hand und seufzte tief. „Felix, wir müssen reden. Es geht um diese WhatsApp-Gruppe, in der du drin bist.“ Felix runzelte die Stirn. „Welche genau?“ Seine Mutter sah ihn eindringlich an. „Die, in der dieser dicke Junge ist… der wahrscheinlich pädophil ist. Der schon eine Anzeige hat.“ Felix‘ Herz setzte einen Schlag aus. „Was?! Woher weißt du das?“ „Ich habe Nachrichten bekommen, und du wurdest gebeten, die Gruppe sofort zu verlassen und diesen Typen zu blockieren. Es ist ernst, Felix.“ Felix setzte sich langsam auf. Er war total überrumpelt. „Aber… ich wusste nicht, dass der… sowas ist.“ Seine Mutter nickte ernst. „Ich glaube dir, dass du es nicht wusstest. Aber es ist wichtig, dass du dich von solchen Leuten fernhältst. Du weißt nicht, was für Absichten die haben.“ Felix nahm sein Handy und öffnete die WhatsApp-Gruppe. Er las die Nachrichten. Tatsächlich gab es Leute, die schrieben, dass dieser Junge bereits polizeilich gemeldet wurde – und dass es gefährlich sei, mit ihm Kontakt zu haben. Felix‘ Magen zog sich zusammen. Wie war er nur in so eine Gruppe geraten? „Lösch die Gruppe und blockier ihn“, sagte seine Mutter bestimmt. Felix nickte und tat genau das. Die Videos – Noch mehr unangenehme Themen
Doch dann seufzte seine Mutter erneut und schob ihr Handy in die Tasche. „Felix… wir müssen auch über etwas anderes reden.“ Felix sah sie fragend an. „Was denn?“ „Es geht um die Videos, die du in Gruppen geteilt hast.“ Felix‘ Magen zog sich zusammen. „Welche Videos?“ Seine Mutter verschränkte die Arme. „Die, in denen du in den Wasserkocher gespuckt hast.“ Felix wurde heiß im Gesicht. Oh nein… Er erinnerte sich plötzlich. Es war Monate her, er hatte es damals als dummen Scherz gesehen. „Und dann gibt es noch ein Video, in dem du deine Katheter in der Öffentlichkeit zeigst.“ Felix‘ Herz klopfte schneller. Er hatte nicht gedacht, dass das noch jemand thematisieren würde. „Mama, das war nicht so gemeint… ich hab nicht nachgedacht.“ „Genau das ist das Problem, Felix. Du postest Dinge, ohne nachzudenken. Und dann verbreiten sich solche Videos, und du kannst sie nicht mehr zurückholen.“ Felix schwieg. Er fühlte sich schrecklich. „Weißt du, wie peinlich das ist?“ fuhr sie fort. „Wie das aussieht, wenn du so etwas öffentlich machst? Es ist eklig, Felix. Und wenn das falsche Leute sehen, kann das große Konsequenzen haben.“ Felix schaute auf seine Hände. Er wusste, dass sie recht hatte. „Ich wollte nicht, dass das so endet…“ murmelte er. „Ich weiß, dass du das nicht wolltest“, sagte seine Mutter. „Aber du musst aufpassen, was du teilst. Das Internet vergisst nichts.“ Felix nickte langsam. Er hatte aus diesem Tag schon genug Lektionen gelernt – aber das hier war die nächste große. Er versprach sich selbst, in Zukunft besser nachzudenken, bevor er etwas postete. Denn manche Fehler ließen sich nicht mehr rückgängig machen. 12. Dezember 2024 – Ein Besuch bei der Autismus-Therapie Der Morgen begann ruhig. Felix fühlte sich immer noch erschöpft von den letzten beiden Tagen. Die Alkoholvergiftung, die Panik seiner Mutter und der Spieler, dann das unangenehme Gespräch über die WhatsApp-Gruppe und die Videos – all das lastete auf ihm. Aber heute musste er sich zusammenreißen. Denn heute hatte er Autismus-Therapie. Und er durfte nichts von den letzten zwei Vorfällen erzählen. Die Vorbereitung – Bloß nichts anmerken lassen Felix zog sich ruhig an und versuchte, seine Gedanken zu sortieren. Er wusste, dass seine Therapeutin ihn fragen würde, wie es ihm geht – aber er durfte nicht über das reden, was wirklich passiert war. „Ich sag einfach, dass alles normal ist.“ Messi bemerkte, dass Felix nachdenklich war. „Bist du bereit für die Therapie?“ Felix nickte. „Ja.“ Neymar musterte ihn. „Du siehst aus, als wäre dir nicht danach.“ „Mir geht’s gut“, sagte Felix schnell. Er musste überzeugend wirken. Ronaldo legte den Kopf schief. „Okay… aber wenn du reden willst, weißt du ja, dass wir da sind.“ Felix zwang sich zu einem Lächeln. „Danke.“ Dann machte er sich auf den Weg.
In der Therapie – Bloß keine falsche Miene zeigen Als er das Therapiezentrum betrat, atmete er tief durch. Hier musste er sich konzentrieren. Seine Therapeutin, Frau Berger, begrüßte ihn freundlich. „Hallo Felix! Schön, dass du da bist. Wie geht es dir heute?“ Felix setzte sich hin und nickte. „Gut.“ Frau Berger musterte ihn kurz, dann nahm sie ihr Notizbuch. „Hattest du eine gute Woche?“ Felix schluckte. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Er konnte nicht von dem Bierunfall erzählen. Er konnte nicht von dem Gespräch über die WhatsApp-Gruppe erzählen. Also log er. „Ja, es war eine ganz normale Woche.“ Frau Berger schrieb sich etwas auf. Sie schien zu merken, dass etwas nicht stimmte. „Gab es etwas, das dich gestresst hat?“ Felix zögerte. Er durfte nicht auffällig werden. „Nicht wirklich… na ja, ein bisschen die Weihnachtsvorbereitungen“, sagte er schnell. Seine Therapeutin nickte verständnisvoll. „Ja, die können für viele stressig sein. Sind es eher die vielen Menschen oder die Erwartungen?“ Felix spielte mit seinen Fingern. „Beides, glaube ich.“ Frau Berger schrieb weiter. Sie stellte noch einige Fragen, aber Felix hielt sich mit seinen Antworten vage und unauffällig. Er schaffte es, den gesamten Termin ohne eine einzige Erwähnung der letzten Tage hinter sich zu bringen. Nach der Therapie – Erleichtert, aber angespannt Als Felix das Gebäude verließ, fühlte er sich zwei Dinge gleichzeitig: Erleichtert und unruhig. Erleichtert, weil er es geschafft hatte, nichts zu verraten. Unruhig, weil er wusste, dass es nicht gut war, alles zu verdrängen. Aber was hätte er tun sollen? Manchmal war Schweigen einfacher als Erklären. Er zog sein Handy aus der Tasche und sah eine Nachricht von Neymar: „Alles gut gelaufen?“ Felix zögerte kurz – dann tippte er zurück: „Ja, alles gut.“ Aber tief in seinem Inneren wusste er: Es war nicht wirklich gut. Er hatte einfach nur gelernt, es zu verstecken. 12. Dezember 2024 – Ein Einkaufstrip, der länger dauert als geplant Nachdem Felix die Autismus-Therapie überstanden hatte, fühlte er sich zwar erleichtert – aber gleichzeitig auch unruhig. Er wusste, dass er Dinge verdrängte. Die Alkoholvergiftung, das schreckliche Gespräch über die WhatsApp-Gruppe, das unangenehme Gefühl in der Therapie. Er wollte allein sein. Also entschied er sich spontan, noch in die Stadt zu gehen, um ein paar Besorgungen zu machen. Einfach raus – Allein durch Mainz schlendern Felix nahm die Straßenbahn ins Stadtzentrum. Er wollte sich ablenken. Er schlenderte durch die Läden, kaufte ein paar Kleinigkeiten für Weihnachten und überlegte, was er noch für seine Mutter besorgen könnte.
Dann blieb er vor einem Schaufenster stehen. Es war ein kleiner Laden mit handgemachten Holzfiguren, Weihnachtsdeko und Kerzen. Er erinnerte sich daran, dass seine Ersatzoma, Frau Lehmann, sich auf dem Weihnachtsmarkt über eine Krippe gefreut hatte – und er hatte ihr eine gekauft. Doch was war mit seiner Mutter? Hatte sie nicht mal erwähnt, dass sie den Duft von Zimt und Vanille liebt? Er betrat den Laden und fand eine schöne Duftkerze mit Vanille-Zimt-Aroma. „Perfekt.“ Er kaufte sie und steckte sie vorsichtig in seine Tasche. Dann beschloss er, noch ein wenig durch die Stadt zu laufen. Die Zeit vergeht – Und Felix merkt es nicht Felix ging an mehreren Geschäften vorbei, setzte sich in ein kleines Café und trank eine heiße Schokolade. Er dachte nach. Über die letzten Tage. Über seinen Vater. Über die Angst seiner Mutter. Über sich selbst. „Bin ich wirklich so verantwortungslos gewesen?“ Er seufzte tief und starrte in seine Tasse. Er merkte nicht, wie schnell die Zeit verging. Zu Hause wächst die Sorge Während Felix in der Stadt nachdachte, begannen sich seine Mutter und die Spieler Sorgen zu machen. Es war schon dunkel – und Felix war noch immer nicht zu Hause. Messi saß auf dem Sofa und tippte eine Nachricht in die Gruppe: „Felix, wo bist du?“ Keine Antwort. Neymar stand am Fenster und schaute in die Straße. „Er hätte längst da sein müssen.“ Suárez runzelte die Stirn. „Ist er nach der Therapie noch irgendwo hingegangen?“ „Ich weiß es nicht“, sagte seine Mutter besorgt. „Er hat mir nicht gesagt, dass er noch länger wegbleibt.“ Ronaldo griff nach seinem Handy. „Ich rufe ihn an.“ Er wählte Felix‘ Nummer. Kein Klingeln. „Mist“, murmelte Ronaldo. „Sein Handy ist auf lautlos oder er ignoriert es.“ Felix merkt, dass er zu lange weg ist Felix schaute auf die Uhr und erschrak. Es war viel später, als er gedacht hatte. „Oh Mist… die machen sich bestimmt Sorgen!“ Er zog sein Handy heraus – und sah mehrere verpasste Nachrichten. • Messi: „Wo bist du?“ • Neymar: „Felix, sag bitte, dass alles okay ist.“ • Seine Mutter: „Felix, du hättest längst zu Hause sein sollen! Wo bist du?“ • Ronaldo: „Antworte uns, sonst kommen wir dich suchen.“ Felix atmete tief durch. Er hatte es nicht bemerkt – aber er hatte sich viel zu lange treiben lassen. Schnell tippte er eine Nachricht zurück: „Tut mir leid, ich war noch in der Stadt. Ich komme sofort nach Hause.“
Die Rückkehr – Und die Fragen Als Felix nach Hause kam, erwarteten ihn alle im Wohnzimmer. Seine Mutter war sichtlich erleichtert, aber auch besorgt. „Felix… warum hast du uns nicht Bescheid gesagt?“ fragte sie mit ernster Stimme. Felix zog seine Jacke aus. „Ich habe die Zeit vergessen… wirklich, es war keine Absicht.“ „Aber du hast unseretwegen dein Handy nicht einmal gecheckt?“ fragte Neymar skeptisch. Felix seufzte. Er wusste, dass sie es nur gut meinten. „Es tut mir leid. Ich wollte einfach ein bisschen allein sein.“ Messi nickte verständnisvoll. „Wir verstehen das. Aber nach den letzten Tagen… waren wir einfach besorgt.“ Seine Mutter trat näher und nahm seine Hand. „Felix… du musst uns einfach nur kurz Bescheid geben. Ich dachte schon, dir wäre etwas passiert.“ Felix nickte langsam. Er fühlte sich schlecht, dass er ihnen Sorgen gemacht hatte. „Okay… nächstes Mal sage ich früher Bescheid.“ Seine Mutter seufzte. „Gut. Und jetzt iss etwas, du hast bestimmt Hunger.“ Felix konnte nicht anders, als zu lächeln. Ja, er hatte Mist gebaut – aber er war froh, dass er Menschen hatte, die sich um ihn sorgten. 12. Dezember 2024 – Eine bittere Nacht nach dem Wolfsburg-Spiel Es war bereits spät, als Felix mit den Spielern und seiner Mutter im Wohnzimmer saß. Das Nachholspiel von Mainz 05 gegen den VfL Wolfsburg war gerade zu Ende gegangen – und die Enttäuschung lag in der Luft. Felix starrte auf den Fernseher, als ob er nicht glauben konnte, was er gerade gesehen hatte. „90+4… Jonas Wind… das kann doch nicht wahr sein…“** murmelte er frustriert. Mainz hatte drei Mal geführt – und trotzdem hatten sie das Spiel noch in der Nachspielzeit verloren. 4:3 für Wolfsburg. Es tat weh. Es tat richtig weh. Die Achterbahn des Spiels Ronaldo schüttelte den Kopf. „So ein Spiel zu verlieren, ist das Schlimmste. Drei Mal in Führung und dann in der 94. Minute…“ „Ja, das war bitter“, sagte Messi, der ebenfalls angespannt wirkte. Neymar ließ sich auf das Sofa fallen. „Ich hasse solche Last-Minute-Niederlagen.“ Suárez seufzte. „Paul Nebel hat zwei Tore gemacht, Burkardt hat getroffen – sie haben gut gespielt. Aber die Abwehr war am Ende zu schwach.“ Felix ballte die Fäuste. Es war so frustrierend. • Paul Nebel hatte Mainz früh in Führung gebracht. • Wolfsburg glich schnell aus. • Burkardt brachte Mainz wieder nach vorn. • Dann erneut der Ausgleich durch Tiago Tomas. • 66. Minute: Paul Nebel trifft zum 2:3 – Mainz jubelt. • 84. Minute: Wolfsburg gleicht durch Jonas Wind aus – 3:3. • Und dann… Nachspielzeit. 94. Minute. Jonas Wind. 4:3 für Wolfsburg. Felix ließ sich zurückfallen. Er war sprachlos. „Warum immer so?!“ rief er verzweifelt. Seine Mutter schüttelte den Kopf. „Mainz hätte es verdient gehabt, zu gewinnen.“ „Aber das ist Fußball“, sagte Messi ruhig. „Manchmal ist es grausam.“ Felix atmete tief durch. Er wusste, dass er das Spiel akzeptieren musste. Aber es war schwer.
Der Blick auf das nächste Spiel – Bayern wartet Nach ein paar Minuten sprach Felix leise. „In zwei Tagen kommt Bayern München nach Mainz…“ Alle sahen ihn an. „Wir haben keine Zeit, um uns lange zu ärgern. Es geht sofort weiter.“** Ronaldo nickte langsam. „Bayern wird noch härter. Die sind in Topform.“ Neymar grinste. „Aber vielleicht können sie sich rehabilitieren.“ Felix wusste, dass das Spiel gegen Bayern schwierig werden würde. Aber nach dieser bitteren Niederlage war die Motivation für Mainz 05 wahrscheinlich noch größer. Sie mussten kämpfen. Er atmete tief durch. „Jetzt erstmal schlafen. Morgen ist ein neuer Tag.“ Felix wusste: Es war nur ein Spiel. Aber es fühlte sich an wie eine verpasste Chance. Und gegen Bayern würde es noch härter werden. 13. Dezember 2024 – Ein Tag der Ruhe vor dem großen Spiel Nach der bitteren Niederlage gegen Wolfsburg war Felix noch immer enttäuscht. Doch er wusste, dass er sich nicht zu lange damit beschäftigen durfte – denn morgen stand das Spiel gegen Bayern München an. Und das bedeutete: Stadionbesuch. Doch nach den letzten chaotischen Tagen und seiner angeschlagenen Gesundheit war ihm heute nicht nach viel Action. Ein ruhiger Morgen – Einfach mal nichts tun Felix wachte spät auf. Sein Körper fühlte sich schwer an, und er wusste, dass er noch nicht wieder 100 % fit war. Die Alkoholvergiftung hatte ihm mehr abverlangt, als er zugeben wollte. Als er in die Küche schlurfte, saßen Neymar und Suárez bereits dort und tranken Kaffee. „Guten Morgen, Langschläfer“, grinste Neymar. „Morgen…“ murmelte Felix und ließ sich auf einen Stuhl fallen. Seine Mutter musterte ihn besorgt. „Wie fühlst du dich?“ Felix zuckte mit den Schultern. „Müde. Aber es geht.“ Messi kam mit einer Tasse Tee an den Tisch. „Hast du heute was vor?“ Felix schüttelte den Kopf. „Nein. Ich will mich einfach ausruhen. Morgen wird anstrengend genug.“ Ronaldo nickte zustimmend. „Das ist klug. Stadionbesuche können anstrengender sein, als man denkt.“ Felix nahm einen Schluck Tee. Er war froh, dass ihn heute niemand zu etwas drängte. Einfach nur entspannen Der Tag verging langsam. Felix lag die meiste Zeit auf dem Sofa und schaute alte Mainz-05Spiele an. Er versuchte, sich mental auf das morgige Spiel vorzubereiten. • Er wusste, dass Bayern eine der besten Mannschaften der Welt war. • Er wusste, dass Mainz krasser Außenseiter war. • Aber er wusste auch, dass Mainz immer wieder Überraschungen schaffen konnte. „Hoffentlich wird es morgen nicht so bitter wie gegen Wolfsburg“, murmelte er vor sich hin. Ronaldo, der sich zu ihm gesetzt hatte, grinste. „Hoffentlich nicht. Aber das ist Fußball. Du kannst nie wissen, was passiert.“ Felix nickte. Das war es ja, was den Fußball so besonders machte. Ein früher Abend – Energie für morgen sammeln
Nach einem entspannten Tag wollte Felix auch früh ins Bett gehen. Er wusste, dass er morgen fit sein musste. Seine Mutter kam zu ihm, als er sich schlafen legte. „Morgen wird ein schöner Tag, Felix. Ich freue mich, dass wir zusammen ins Stadion gehen.“ Felix lächelte. „Ja, ich auch.“ Während er sich ins Bett kuschelte, spürte er die Aufregung langsam wachsen. Morgen war ein großer Tag. Mainz gegen Bayern – und er war live dabei. 14. Dezember 2024 – Ein besonderer Stadionbesuch gegen Bayern München Der Tag war gekommen. Felix war seit dem frühen Morgen aufgeregt. Mainz 05 gegen Bayern München – ein Spiel, das er live im Stadion erleben würde! Nach den letzten stressigen Tagen fühlte es sich gut an, mal wieder etwas zu tun, auf das er sich richtig freuen konnte. Auf dem Weg zur MEWA ARENA Felix, seine Mutter und einer der Fußballstars – diesmal Neymar, der sich unauffällig gekleidet hatte, machten sich am frühen Nachmittag auf den Weg zur MEWA ARENA. Felix hatte sich bewusst für die barrierefreien Plätze entschieden, weil seine Mutter damit kostenlos ins Stadion durfte – und sein eigenes Ticket kostete nur 10 Euro. „Schon cool, dass Mainz so günstige Tickets für Leute wie uns hat“, sagte Felix, als sie das Stadion betraten. „Ja, das ist wirklich eine tolle Sache“, stimmte seine Mutter zu. Doch dann gab es eine Überraschung. Ein anderer Gast, der einen normalen Platz hatte, wollte tauschen – und so konnte Neymar sich zu ihnen setzen! „Ich hätte mich auch irgendwo da oben hingesetzt, aber das ist noch besser“, grinste Neymar. Felix freute sich. Jetzt konnten sie das Spiel gemeinsam erleben. Anpfiff – Die Spannung steigt Das Stadion war fast ausverkauft. Die Bayern-Fans waren laut, aber die Mainz-05Anhänger hielten stark dagegen. Felix blickte gespannt auf den Rasen, als die Spieler einliefen. „Bayern wird versuchen, das Spiel früh zu kontrollieren“, analysierte Neymar. Felix nickte. „Aber Mainz kämpft immer. Vielleicht gibt es eine Überraschung.“ Und dann begann das Spiel. Bayern hatte viel Ballbesitz, drückte nach vorne – aber Mainz verteidigte clever. Das erste Tor – LEE bringt Mainz in Führung! 41. Minute: Mainz spielte sich nach vorne, eine perfekte Flanke kam in den Strafraum – und dann stand plötzlich LEE frei! TOOOOOR! 1:0 für Mainz! Das ganze Stadion explodierte vor Jubel! Felix sprang auf und schrie begeistert. „YEEEEES!!!“ Neymar klatschte in die Hände. „Das war stark gespielt! Mainz hat Bayern kalt erwischt.“ Felix konnte sein Glück kaum fassen. Sie führten gegen den großen FC Bayern! Die zweite Hälfte – LEE schockt Bayern erneut! Bayern kam mit viel Druck aus der Kabine – aber Mainz blieb gefährlich. Dann passierte es: 60. Minute: Wieder LEE!
Nach einem schnellen Konter landete der Ball erneut bei ihm – und er ließ Neuer keine Chance. 2:0 für Mainz! Felix war komplett außer sich. „DAS GIBT ES NICHT!“ Neymar lachte. „Bayern ist geschockt! Sie wissen nicht, wie sie reagieren sollen.“ Die Fans von Mainz sangen lautstark, die Stimmung war unglaublich. Konnte Mainz das wirklich bis zum Ende halten? Die Schlussphase – Bayern schlägt zurück Felix wurde nervös. Mainz verteidigte tief – aber Bayern drängte immer weiter. Dann kam die 87. Minute: Sané schießt – TOR für Bayern! 2:1! Das Stadion wurde leiser. Felix‘ Herz raste. Bitte nicht jetzt noch ausgleichen… „Jetzt wird es nochmal richtig eng“, sagte seine Mutter besorgt. „Sie müssen ruhig bleiben und clever verteidigen“, meinte Neymar ernst. Abpfiff – Mainz besiegt Bayern! Die Nachspielzeit war die längste, die Felix je erlebt hatte. Jede Sekunde fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Und dann: ABPFIFF! MAINZ HAT BAYERN BESIEGT! Das Stadion bebte. Felix riss die Arme in die Luft, sprang herum und jubelte lautstark. „UNFASSBAR! WIR HABEN ES GESCHAFFT!“ Neymar lachte und umarmte ihn. „Das war ein unglaubliches Spiel. Mainz hat gekämpft wie die Löwen!“ Seine Mutter klatschte begeistert. „So eine Leistung! Das war Wahnsinn!“ Felix konnte es nicht glauben. Er hatte Mainz 05 live gesehen – und sie hatten Bayern München besiegt! Warten, bis das Stadion leer wird Nach dem Jubel blieben sie noch eine Weile sitzen. „Lass uns noch ein bisschen warten, bis es leerer ist“, schlug Felix‘ Mutter vor. Felix nickte. „Ja, ich will den Moment noch genießen.“ Sie sahen zu, wie die Fans langsam das Stadion verließen. Felix blickte auf das Spielfeld und grinste. „Das war einer der besten Tage meines Lebens.“ Und er wusste: Diesen Stadionbesuch würde er niemals vergessen. 14. Dezember 2024 – Ein Abend voller Freude und ein Blick auf die Tabelle Nach dem unglaublichen 2:1-Sieg von Mainz 05 gegen Bayern München war die Euphorie grenzenlos. Felix konnte es immer noch nicht fassen. Er hatte live im Stadion miterlebt, wie seine Mannschaft den amtierenden Meister geschlagen hatte! Nach dem Spiel waren er, seine Mutter und Neymar in bester Stimmung nach Hause gefahren. Messi, Ronaldo und Suárez hatten das Spiel am Fernseher verfolgt und warteten schon mit einem breiten Grinsen im Wohnzimmer. „DAS MÜSSEN WIR FEIERN!“ rief Neymar, kaum dass sie durch die Tür waren. Feierstimmung im Wohnzimmer Felix war voller Adrenalin. Er konnte nicht still sitzen, lief durch das Wohnzimmer und redete ununterbrochen über das Spiel. „LEE war einfach unglaublich! Zwei Tore gegen Bayern, und wie wir verteidigt haben – das war einfach perfekt!“
Seine Mutter lachte. „Ich glaube, du hast heute keine Stimme mehr, Felix.“ Ronaldo grinste. „Das war eine unglaubliche Leistung von Mainz. Ich habe nicht gedacht, dass sie es durchhalten würden – aber sie haben Bayern geschockt.“ „Bayern war nicht bereit für so einen Kampf“, fügte Messi hinzu. „Mainz hat sich den Sieg verdient.“ „Und das Beste kommt noch!“ sagte Neymar und deutete auf den Fernseher. „Schaut mal auf die Tabelle!“ Felix und seine Mutter setzten sich auf die Couch, und Neymar öffnete die aktuelle Bundesliga-Tabelle. Die Überraschung in der Tabelle Felix’ Augen wurden riesig. Mainz 05 war nach diesem Sieg tatsächlich auf Platz 7! Platz Verein Punkte 1. Bayern München 33 2. Bayer Leverkusen 29 3. Eintracht Frankfurt 27 4. RB Leipzig 27 5. SC Freiburg 24 6. VfB Stuttgart 23 7. Mainz 05 22 8. Borussia Dortmund 22 9. Werder Bremen 22 10. VfL Wolfsburg 21 11. Borussia M'gladbach 21 12. Union Berlin 16 13. FC Augsburg 16 14. TSG Hoffenheim 14 15. FC St. Pauli 11 16. 1. FC Heidenheim 10 17. VfL Bochum 5 18. Holstein Kiel 5 Felix sprang auf. „WIR SIND AUF PLATZ 7! WIR SIND ÜBER DORTMUND! WIR KÖNNTEN EUROPA ERREICHEN!“ Seine Mutter strahlte. „Wer hätte das gedacht?“ Suárez pfiff anerkennend. „Ich sag’s euch – wenn Mainz so weiterspielt, dann kann das eine magische Saison werden.“ Felix konnte nicht aufhören zu lächeln. „Ich wusste, dass wir gut sind – aber dass wir nach 15 Spieltagen auf einem Europapokal-Platz sind… das ist unglaublich!“ Feierabendessen – Ein Abend, den man nicht vergisst Messi klopfte Felix auf die Schulter. „So einen Sieg muss man feiern – wie sieht’s aus mit Essen?“ Felix grinste. „Ich habe so Hunger! Ich hab im Stadion gar nichts gegessen.“ „Dann bestellen wir was“, meinte Neymar. „Heute wird nicht gekocht – heute genießen wir den Moment.“
Sie entschieden sich für Pizza, und als das Essen ankam, saßen sie alle zusammen am Tisch und feierten diesen besonderen Abend. Felix wusste, diesen Tag würde er nie vergessen. Ein Sieg gegen Bayern. Platz 7 in der Tabelle. Und eine unvergessliche Nacht mit seinen Liebsten. Er war glücklich. So richtig glücklich. 15. Dezember 2024 – Ein weiterer Besuch auf dem Weihnachtsmarkt Nach der unvergesslichen Nacht des Sieges gegen Bayern München und dem unglaublichen Sprung auf Platz 7 in der Tabelle war die Euphorie in Felix’ Familie immer noch spürbar. Doch an diesem Tag ging es nicht nur um Fußball. Heute wollten sie noch einmal zusammen auf den Weihnachtsmarkt gehen. Felix, seine Mutter, sein Vater und die Spieler beschlossen, sich gemeinsam in der Mainzer Altstadt auf dem festlich geschmückten Markt zu treffen. Felix wusste, dass es vor allem mit seinem Vater nicht leicht werden würde – nach den vergangenen Spannungen. Doch vielleicht würde der Weihnachtsmarkt die richtige Atmosphäre schaffen, um sich wieder etwas anzunähern. Ankunft auf dem Markt – Lichter, Düfte und Musik Als sie am Abend den Weihnachtsmarkt betraten, wurde Felix sofort wieder von der magischen Atmosphäre ergriffen. Die funkelnden Lichter, der Duft nach Zimt, Glühwein und gebrannten Mandeln, die Weihnachtsmusik – es war wunderschön. Seine Mutter lächelte. „Ich liebe diese Zeit des Jahres.“ Messi sah sich beeindruckt um. „Deutsche Weihnachtsmärkte sind wirklich etwas Besonderes.“ Felix sah zu seinem Vater, der ruhig neben ihnen herlief. Er hatte sich nicht viel geäußert, aber zumindest war er dabei. Glühwein – Die erste Annäherung An einem Stand blieb die Gruppe stehen, um Glühwein und Kinderpunsch zu kaufen. Felix nahm sich einen heißen Punsch, während seine Mutter und sein Vater jeweils einen Wein bestellten. Ronaldo lehnte dankend ab. „Kein Alkohol für mich, aber ich nehme einen Tee.“ Suárez lachte. „Glühwein gehört doch dazu!“ Felix beobachtete seinen Vater genau. Nach den letzten Wochen hatte er keine Ahnung, was er erwarten sollte. Doch nach ein paar Schlucken Wein begann sein Vater tatsächlich zu reden. „Das war ein starkes Spiel von Mainz gestern.“ Felix war überrascht. Er hatte nicht erwartet, dass sein Vater über Fußball sprechen würde. „Ja“, sagte Felix vorsichtig. „Ich war im Stadion. Es war unglaublich.“ Sein Vater nickte. „Platz 7… hätte ich nicht gedacht.“ Es war kein großes Gespräch – aber es war das erste Mal seit Langem, dass sie ohne Streit miteinander redeten. Felix spürte, dass der Weihnachtsmarkt die richtige Entscheidung gewesen war. Eine kleine Geste mit großer Bedeutung Nach einer Weile kamen sie an einem Stand mit handgeschnitzten Holzfiguren vorbei. Felix sah, wie sein Vater sich eine kleine Holzfigur von Mainz 05 anschaute. „Die sieht schön aus“, meinte Felix.
Sein Vater zögerte kurz, doch dann nahm er die Figur und bezahlte sie. Felix war erstaunt. War das seine Art zu zeigen, dass er sich freute? Seine Mutter sah die Szene ebenfalls und lächelte sanft. Sie wusste, dass solche kleinen Momente oft mehr bedeuteten als lange Gespräche. Der perfekte Abschluss – Ein harmonischer Abend Nachdem sie noch eine Weile über den Weihnachtsmarkt geschlendert waren, entschieden sie sich, den Abend mit heißen Maronen und einem letzten Blick auf die festlich beleuchtete Stadt zu beenden. Felix war glücklich. Nicht nur, weil er wieder auf dem Weihnachtsmarkt war. Sondern weil er spürte, dass sich etwas in seiner Familie veränderte. Sein Vater hatte geredet. Nicht viel, aber genug. Er hatte sich nicht isoliert, sondern war Teil der Familie gewesen. Es war ein guter Tag gewesen. Und Felix hoffte, dass noch viele solcher Tage folgen würden. 16. Dezember 2024 – Ein plötzlicher Schreck: Die Notüberweisung Nach dem schönen Weihnachtsmarktbesuch am Vortag fühlte sich Felix eigentlich wohl. Die Familie hatte einen harmonischen Abend verbracht, sein Vater hatte sich nach langer Zeit mal wieder geöffnet, und es schien, als würde sich die angespannte Situation langsam verbessern. Doch der neue Tag brachte unerwarteten Stress mit sich. Der Morgen beginnt ruhig – doch dann kommt das Problem Felix saß mit seiner Mutter und den Spielern beim Frühstück. Es war ein entspannter Morgen. „Was steht heute an?“ fragte Neymar, während er sich sein Brötchen mit Marmelade bestrich. „Nichts Besonderes“, sagte Felix und nahm einen Schluck Tee. „Ich wollte ein paar Rechnungen durchsehen und vielleicht meine Weihnachtsgeschenke fertig planen.“ Seine Mutter nickte. „Das ist eine gute Idee. Weihnachten ist schneller da, als du denkst.“ Felix öffnete sein Handy und loggte sich in sein Online-Banking ein. Doch dann wurde ihm plötzlich schlecht. Sein Kontostand war viel niedriger als erwartet. Panik bricht aus – Das Konto ist fast leer! Felix‘ Hände wurden kalt. „Das kann nicht stimmen…“ Er überprüfte die letzten Buchungen und sah, dass eine große Summe abgebucht worden war – und das völlig unerwartet. Sein Magen zog sich zusammen. Hatte er etwas falsch gemacht? War es ein Fehler der Bank? Messi bemerkte Felix‘ ernsten Blick. „Alles okay?“ Felix sah auf. „Ich… ich glaube, ich habe ein Problem. Auf meinem Konto fehlt Geld.“ Seine Mutter wurde sofort aufmerksam. „Wie viel?“ Felix zeigte es ihr. „Das sind über 300 Euro, die ich nicht erwartet habe!“ Neymar pfiff durch die Zähne. „Das ist eine Menge Geld. War das eine Rechnung oder…?“ Felix schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht! Ich dachte, ich hätte alles im Blick.“ Ronaldo stand auf. „Dann musst du das sofort klären. Ruf deine Bank an.“ Die Notüberweisung – Der Kampf gegen die Zeit Felix nahm sein Handy und rief bei seiner Bank-Hotline an. Nach ein paar Minuten Wartezeit bekam er einen Berater ans Telefon.
„Hallo, mein Name ist Felix Zimmermann. Ich habe ein Problem mit meinem Konto. Mir wurden über 300 Euro abgezogen, und ich weiß nicht warum!“ Der Bankberater überprüfte seine Daten. Felix konnte spüren, wie sein Herz schneller schlug. Nach einer Weile sagte der Berater: „Herr Zimmermann, das Geld wurde als automatische Lastschrift für eine alte Rechnung eingezogen. Es sieht so aus, als wäre das eine verspätete Abbuchung eines Dienstes, den Sie mal genutzt haben.“ Felix runzelte die Stirn. „Aber ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet! Jetzt reicht mein Geld nicht mehr für den Rest des Monats!“ Der Bankberater überlegte kurz. „Wir können eine Notüberweisung machen – also das Geld vorübergehend zurückholen. Aber Sie müssen dann mit dem Dienstleister klären, ob es wirklich ein Fehler war oder ob es noch ausstand.“ Felix atmete erleichtert aus. „Ja, bitte! Ich kann mir nicht leisten, dass mein Konto jetzt komplett leer ist.“ „In Ordnung, wir veranlassen die Rückbuchung. Das Geld sollte spätestens morgen wieder auf Ihrem Konto sein.“ Felix sank in seinen Stuhl. „Danke… wirklich.“ Die Erleichterung nach dem Schreck Als Felix auflegte, sah er zu den anderen, die ihn gespannt beobachtet hatten. „Es war eine alte Rechnung, die verspätet abgebucht wurde. Aber die Bank kann das Geld zurückholen.“ Seine Mutter seufzte. „Mein Gott, Felix, das war ein Schreck.“ „Sag das nicht…“ Felix rieb sich über das Gesicht. „Ich muss echt besser auf meine Finanzen achten.“ „Vielleicht solltest du eine Übersicht führen“, schlug Messi vor. „Ich kann dir helfen, ein Budget zu planen.“ Felix nickte langsam. „Ja… ich glaube, das wäre eine gute Idee.“ Abends – Ein Moment zum Nachdenken Am Abend saß Felix in seinem Zimmer und überlegte. Er hatte Glück gehabt, dass die Bank das Geld zurückholen konnte. Aber es war ihm klar geworden, dass er besser aufpassen musste. Keine unnötigen Abbuchungen mehr. Keine vergessenen Rechnungen. Er beschloss, ab sofort jeden Monat seine Finanzen genau zu kontrollieren. Felix wusste: Das war eine Lektion, die er nicht noch einmal erleben wollte. 17. Dezember 2024 – Weihnachtsgeschenke und eine kleine Provokation Nach dem Finanzschreck des Vortages fühlte sich Felix heute viel entspannter. Das Geld war dank der Notüberweisung wieder auf seinem Konto, und er konnte sich endlich einer angenehmeren Aufgabe widmen: Weihnachtsgeschenke kaufen! Planung der Geschenke – Für die Mutter und eine Freundin in Bayreuth Felix hatte zwei besondere Personen, für die er unbedingt Geschenke besorgen wollte: 1. Seine Mutter – Sie hatte ihn in den letzten Wochen so sehr unterstützt, und er wollte ihr etwas Besonderes schenken. 2. Seine Freundin aus Bayreuth – Eine eingefleischte Bayern-Fan, mit der er sich oft kleine Fußball-Duelle lieferte. Für seine Mutter hatte er eine edle Idee: ✔ Dubai-Pralinen – Sie hatte ihm mal erzählt, dass sie etwas Exotisches probieren wollte, und was könnte edler sein als feine Schokolade aus Dubai?
Für seine Freundin in Bayreuth wollte er sich einen kleinen Spaß erlauben: ✔ Einen Mainz-05-Schal – Ein absoluter Kontrast zu ihrem geliebten FC Bayern. ✔ Einen Gutschein für eine Überraschung – einfach, um sie neugierig zu machen. ✔ Einen 1860-München-Schal – Das musste sein, einfach um sie zu ärgern. Er wusste, dass sie 1860 nicht mochte. ✔ Dubai-Schokolade – Damit sie wenigstens etwas Leckeres hatte. „Sie wird so sauer sein“, grinste Felix, während er die Liste durchging. „Sauer? Warum?“ fragte Neymar, der sich gerade auf das Sofa fallen ließ. Felix lachte. „Weil sie Bayern-Fan ist und ich ihr einen Mainz-Schal UND einen 1860Schal schicke!“ Messi grinste. „Das ist eine kreative Provokation. Ich mag es.“ Ronaldo lachte. „Hoffentlich bleibt sie trotzdem deine Freundin.“ Der Einkauf – Stress und Freude gleichzeitig Felix machte sich auf den Weg in die Stadt, um die Geschenke zu besorgen. Die Weihnachtszeit machte das Einkaufen zur Herausforderung. Die Läden waren voll, überall Menschen mit Tüten, Weihnachtsmusik in Dauerschleife – aber Felix ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Nach und nach fand er alle Geschenke: ✔ Den Mainz-05-Schal in einem Fanshop. ✔ Den 1860-Schal in einem Sportgeschäft. ✔ Die Dubai-Schokolade in einem Feinkostladen. ✔ Die Dubai-Pralinen für seine Mutter in einer edlen Confiserie. ✔ Den Gutschein in einem kleinen Geschenkeladen. Er sah sich seine Einkaufstaschen an und nickte zufrieden. Mission erfolgreich. Das Paket nach Bayreuth – Die Provokation wird verschickt Nachdem er alles gekauft hatte, ging Felix zur Poststation, um das Paket für seine Freundin zu verschicken. Er packte alles liebevoll ein, schrieb eine kleine Grußkarte dazu: „Frohe Weihnachten! Genieße die Geschenke – besonders den wunderschönen MainzSchal und den wundervollen 1860-Schal. Und die Dubai-Schokolade ist natürlich nur als Trostpreis dabei. Viel Spaß! Dein Lieblings-Mainz-Fan, Felix.“ Er konnte sich das Gesicht seiner Freundin schon vorstellen, wenn sie das Paket auspackte. „Das wird ein Spaß“, murmelte er grinsend, als er das Paket abgab. Der Postbeamte nahm es entgegen. „Soll es schnell ankommen?“ Felix überlegte kurz. „Ja, wäre gut. Ich will, dass sie sich so früh wie möglich ärgert.“ Neymar, der ihn begleitet hatte, lachte laut. „Du bist echt fies, Felix.“ Nach Hause – Geschenk für die Mutter vorbereiten Zurück zu Hause verstaute Felix die Dubai-Pralinen für seine Mutter sicher. Er überlegte kurz, ob er noch etwas Persönliches dazu legen sollte. Also nahm er eine kleine Karte und schrieb darauf: „Danke für alles, Mama. Ohne dich wäre ich verloren. Frohe Weihnachten! Ich hoffe, du genießt die Pralinen. Ich hab sie mit Bedacht ausgesucht.“ Als er fertig war, fühlte er sich glücklich. Er hatte an zwei besondere Menschen gedacht – und er freute sich darauf, ihre Reaktionen zu erleben. Jetzt konnte Weihnachten kommen. 18. Dezember 2024 – Eine Enttäuschung und ein neuer Weg
Der Morgen begann ruhig. Felix saß mit den Spielern am Küchentisch, während seine Mutter das Frühstück vorbereitete. Die Weihnachtsstimmung lag bereits in der Luft, doch heute hatte Felix etwas auf dem Herzen, das ihn schon lange beschäftigte. Er nahm einen tiefen Atemzug. Jetzt war der richtige Moment, es zu erzählen. „Ich wollte euch was sagen… es geht um mein Studium.“ Die gescheiterte Anmeldung – Ein Kampf gegen die Hochschule Messi schaute ihn interessiert an. „Oh, hast du Neuigkeiten? Hattest du dich doch für ein neues Studium eingeschrieben?“ Felix nickte langsam. „Ja… das wollte ich. Aber es hat nicht geklappt.“ Die anderen hörten aufmerksam zu. „Ich hatte mich an der Hochschule für ein neues Studium angemeldet. Doch irgendwie gab es ein technisches Problem – mein Status war die ganze Zeit als ‚gültig‘ markiert. Ich dachte, alles wäre okay, aber dann… wurde ich nicht zugelassen.“ Suárez runzelte die Stirn. „Wie kann das passieren?“ Felix seufzte. „Ich habe sogar Beweisfotos gemacht, auf denen man klar sieht, dass mein Status als gültig angezeigt wurde.“ „Also konntest du das nachweisen?“ fragte Neymar. Felix ballte die Fäuste. „Eigentlich ja… aber die Hochschule behauptet, ich hätte die Fotos gefälscht.“ Die Spieler tauschten entsetzte Blicke. „WAS?!“ Ronaldo konnte es nicht fassen. „Sie beschuldigen dich einfach so?“ Felix nickte bitter. „Ja. Sie sagen, dass das System nie Fehler macht und dass meine Fotos manipuliert sind. Aber ich weiß, dass ich alles richtig gemacht habe.“ Neymar schüttelte den Kopf. „Das ist so unfair.“ Felix zuckte mit den Schultern. „Ich hatte keine Chance. Ich konnte mich nicht mehr wehren, weil sie sich auf ihr System verlassen und mir nicht glauben.“ Ein neuer Plan – Der Kurs an der VHS Messi lehnte sich nachdenklich zurück. „Und was hast du dann gemacht?“ Felix lächelte schwach. „Ich habe mich entschieden, etwas anderes zu machen. Ich habe vor einem Monat mit einem VHS-Kurs angefangen – ich mache eine Ausbildung zum Buchhalter bei der IHK.“ Die Spieler sahen ihn überrascht an. „Echt? Das ist stark!“, sagte Suárez anerkennend. „Ja“, meinte Felix. „Ich wollte nicht wieder in der Luft hängen. Nach dem Chaos mit der Hochschule brauchte ich einen neuen Plan, und Buchhaltung ist ein sicherer Beruf.“ Seine Mutter, die zugehört hatte, lächelte stolz. „Felix hat eine kluge Entscheidung getroffen. Er wollte sich nicht unterkriegen lassen.“ „Und wie läuft der Kurs?“ fragte Ronaldo. Felix zuckte mit den Schultern. „Es ist viel Stoff, aber ich komme gut zurecht. Ich lerne viel über Finanzbuchhaltung, Steuerrecht und DATEV.“ Messi nickte anerkennend. „Das ist wirklich beeindruckend. Es ist nicht einfach, nach einer Enttäuschung direkt einen neuen Weg zu finden.“ Felix atmete tief durch. Es tat gut, es endlich erzählt zu haben. Ja, die Hochschule hatte ihn hängen lassen. Aber er hatte nicht aufgegeben. Er hatte einen neuen Weg eingeschlagen. Und diesmal würde er es bis zum Ende durchziehen. 18. Dezember 2024 – Ein Abend mit Koreanischem Essen
Nach dem langen Gespräch am Morgen über seine fehlgeschlagene Hochschulanmeldung und seinen neuen Weg als Buchhalter an der VHS hatte Felix das Gefühl, dass eine Last von seinen Schultern gefallen war. Doch nach einem Tag voller Gedanken und Planungen wollte er einfach nur entspannen – und was wäre da besser als gutes Essen? „Ich habe Lust auf etwas Besonderes heute Abend…“ murmelte er, während er auf dem Sofa lag. Neymar hob eine Augenbraue. „Oh? Und was schwebt dir vor?“ Felix grinste. „Koreanisches Essen! Ich hab schon ewig nicht mehr Korean Chicken gegessen!“ Messi nickte begeistert. „Oh ja, koreanisches Essen ist richtig gut.“ Suárez lachte. „Ich habe noch nie Korean Chicken probiert. Ist das so besonders?“ Felix setzte sich auf. „Ja, es ist perfekt! Knuspriges Hühnchen mit süß-scharfer Soße… dazu vielleicht noch ein paar Beilagen. Ihr werdet es lieben!“ „Dann los!“ sagte Ronaldo. „Heute gönnen wir uns was.“ Auf dem Weg zum Koreanischen Restaurant Sie entschieden sich, in ein bekanntes koreanisches Restaurant in Mainz zu gehen. Felix kannte den Laden, aber für die Spieler war es das erste Mal. Als sie ankamen, schlug ihnen sofort der Duft von frittiertem Hühnchen, würziger Soße und frisch gekochtem Reis entgegen. „Oh wow… das riecht verdammt gut“, sagte Suárez, während er sich umschaute. Felix grinste. „Wartet ab, bis ihr es probiert.“ Sie setzten sich an einen Tisch und bestellten eine große Platte mit verschiedenen Sorten Korean Chicken: ✔ Yangnyeom Chicken (süß-scharf) ✔ Soy Garlic Chicken (Knoblauch-Sojasoße) ✔ Honey Butter Chicken (leicht süßlich) ✔ Tteokbokki (scharfe Reiskuchen) ✔ Kimchi als Beilage „Das wird ein Festmahl“, lachte Neymar. Das erste Probieren – Begeisterung pur Als das Essen serviert wurde, sahen alle begeistert auf die knusprig frittierten ChickenStücke, die in glänzender Soße glitzerten. Felix nahm sich ein Stück Yangnyeom Chicken, biss hinein und schloss genüsslich die Augen. „Perfekt.“ Messi probierte als Erster nach ihm und sein Gesichtsausdruck sagte alles. „Oh mein Gott… das ist unglaublich!“ Suárez, der skeptisch gewesen war, nahm sich ein Stück Soy Garlic Chicken – und seine Augen weiteten sich. „Warum habe ich das noch nie gegessen?!“ „Ich sag’s doch!“ lachte Felix. Neymar und Ronaldo stürzten sich auf die verschiedenen Sorten, während Felix mit seiner Mutter anstieß. „Gute Entscheidung heute Abend.“ „Ja, das war mal etwas anderes“, sagte sie lächelnd. Gespräche bei gutem Essen Während sie aßen, unterhielten sie sich über Fußball, Weihnachten und das Leben.
Felix fühlte sich wohl. Es war einer dieser Abende, an denen einfach alles passte. Sie lachten über Neymars Begeisterung für das Honey Butter Chicken, sprachen über das nächste Mainz-Spiel und schmiedeten Pläne für die Feiertage. Messi sah Felix an und sagte: „Weißt du, es ist beeindruckend, wie du nach all den Rückschlägen weitermachst. Egal ob mit der Hochschule oder deinem neuen Kurs – du gibst nicht auf.“ Felix schluckte kurz, dann nickte er. „Ja… manchmal fühlt es sich schwer an. Aber ich weiß, dass ich für mich selbst weitermachen muss.“ Ronaldo klopfte ihm auf die Schulter. „Das ist die richtige Einstellung.“ Felix lächelte. Er war dankbar für diesen Moment. Ein perfekter Abschluss des Tages Nachdem sie sich satt gegessen hatten, blieben sie noch eine Weile sitzen und genossen die entspannte Atmosphäre des Restaurants. Felix lehnte sich zurück, nahm einen letzten Schluck Wasser und dachte: „Heute war ein guter Tag.“ Er wusste, dass noch viele Herausforderungen auf ihn warteten. Aber mit den richtigen Menschen an seiner Seite fühlte sich alles ein wenig leichter an. Und das allein war schon ein Grund zum Feiern. 19. Dezember 2024 – Ein neuer Haarschnitt vor Weihnachten Der Morgen begann ruhig. Felix hatte gut geschlafen, und nach dem großartigen Abend im koreanischen Restaurant fühlte er sich ausgeruht und bereit für den Tag. Heute stand etwas an, das er schon lange vor sich hergeschoben hatte – ein Friseurbesuch. „Es wird Zeit, dass ich mir die Haare schneiden lasse“, murmelte er, während er sich im Spiegel ansah. Seine Mutter grinste. „Ja, du könntest eine kleine Auffrischung vertragen.“ Messi schaute von der Couch auf. „Geht’s heute zum Friseur?“ Felix nickte. „Ja, ich hab einen Termin. Ich will vor Weihnachten noch ordentlich aussehen.“ Neymar lachte. „Sehr gute Entscheidung! Eine neue Frisur kann Wunder bewirken.“ „Gehst du alleine?“ fragte Ronaldo. Felix zuckte mit den Schultern. „Klar, ist ja nur ein Haarschnitt.“ „Dann wünschen wir dir viel Glück“, meinte Suárez schmunzelnd. „Und keine Sorge – auch wenn es schiefgeht, wächst es wieder nach.“ Felix lachte. „Ja, danke für die Motivation.“ Der Weg zum Friseur – Ein wenig Nervosität Felix machte sich auf den Weg zu seinem Stammfriseur in Mainz. Er mochte Friseurbesuche nicht besonders, weil er sich oft schwer tat, genau zu erklären, was er wollte. Er hasste es, wenn die Friseure ihn nicht richtig verstanden und am Ende etwas schnitten, das ihm nicht gefiel. Doch heute wollte er es einfach entspannt angehen lassen. „Nicht zu kurz, aber ordentlich“, dachte er sich. Als er ankam, setzte er sich in den Wartebereich und scrollte auf seinem Handy. Nach ein paar Minuten wurde er aufgerufen. Der Haarschnitt beginnt – Kommunikation ist alles „Hallo Felix! Was machen wir heute?“ fragte die Friseurin freundlich. Felix überlegte kurz. „Ich möchte es kürzer, aber nicht zu kurz. Es soll noch gut zu stylen sein. Und bitte keine abrasierten Seiten – eher sauber geschnitten, aber nicht zu extrem.“
Die Friseurin nickte. „Alles klar, dann machen wir eine saubere Übergangsfrisur mit etwas Volumen oben. Passt das?“ Felix atmete erleichtert aus. „Ja, das klingt perfekt.“ Dann begann der Schnitt. Während sie die Haare schnitt, unterhielten sie sich über Weihnachten, die kalte Jahreszeit und natürlich über das große Spiel gegen Bayern. „Ich hab gehört, du warst im Stadion!“, sagte die Friseurin. Felix grinste. „Ja, das war unglaublich. So eine Stimmung hab ich noch nie erlebt!“ „Mainz spielt echt eine starke Saison“, meinte sie. „Ich hoffe, sie schaffen es nach Europa.“ Felix nickte. „Ich hoffe auch. Aber es ist noch ein langer Weg.“ Das Ergebnis – Zufriedenheit pur Nach etwa 30 Minuten war der Schnitt fertig. Die Friseurin hielt Felix einen Spiegel hin, damit er das Ergebnis sehen konnte. „Was sagst du?“ Felix betrachtete sich von allen Seiten. Der Schnitt war genau, wie er es wollte – frisch, sauber, aber nicht zu kurz. „Perfekt! Genau so hab ich es mir vorgestellt.“ „Freut mich! Dann wünsche ich dir schöne Weihnachten“, sagte sie und nahm den Umhang ab. Felix zahlte, gab ein Trinkgeld und verließ zufrieden den Friseursalon. Nach Hause – Die Reaktion der Spieler Als Felix nach Hause kam, warteten Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez bereits auf ihn. „Na, wie sieht’s aus?“ fragte Neymar grinsend. Felix drehte sich kurz. „Was sagt ihr?“ Messi nickte anerkennend. „Sehr sauber. Steht dir gut.“ „Sieht professionell aus“, meinte Ronaldo. „Guter Schnitt.“ Suárez grinste. „Ich hatte ja Angst, dass du mit einer Katastrophe zurückkommst – aber das ist echt gut geworden.“ Felix lachte. „Danke, Jungs. Jetzt bin ich bereit für Weihnachten.“ Er fühlte sich erfrischt, neu und bereit für die Feiertage. Ein einfacher Haarschnitt – aber ein großer Schritt für sein Selbstbewusstsein. 20. Dezember 2024 – Ein stressiger Morgen beim VHS-Kurs Felix war früh wach, doch er fühlte sich müde und unkonzentriert. Nach dem Friseurbesuch am Vortag hatte er sich eigentlich vorgenommen, pünktlich und vorbereitet zu seinem VHS-Kurs zu gehen – doch wie so oft hatte er sich am Morgen einfach zu viel Zeit gelassen. Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez hatten ihn gefragt, ob sie ihn heute ausnahmsweise begleiten konnten, um zu sehen, wie sein Kurs ablief. Felix fand die Idee lustig und sagte „Warum nicht?“ Doch dann begann das Chaos. Ein verschlafener Start – Die Zeit läuft gegen ihn Felix stand mit den Spielern in der Küche und trank in aller Ruhe seinen Tee, als Neymar plötzlich auf die Uhr schaute. „Ähm, Felix… wie spät musst du eigentlich los?“ Felix runzelte die Stirn und zog sein Handy aus der Tasche. Als er die Uhrzeit sah, gefror ihm das Blut in den Adern. „SCHEISSE! ICH BIN VIEL ZU SPÄT DRAN!“ Ronaldo hob überrascht die Augenbrauen. „Was?! Wann beginnt dein Kurs?“
„In 10 Minuten!“ rief Felix panisch. Messi klopfte sich gegen die Stirn. „Und wie lange brauchst du dahin?“ „Mindestens 30 Minuten!“ „Oh Junge…“, murmelte Suárez. „Dann beeil dich, sonst gibt’s Ärger.“ Hektische Fahrt zur VHS – Alles schief gelaufen Felix schnappte sich seinen Rucksack, doch als er sich bereits aus der Tür rennen sah, hielt er plötzlich inne. Seine Unterlagen… WO SIND SEINE UNTERLAGEN?! „Mist! Ich hab meine Sachen vergessen!“ rief er und rannte zurück in sein Zimmer. Doch da war NICHTS. Er hatte seine gesamten Kursunterlagen nicht gepackt. „Oh nein… das kann nicht sein!“ „Lass es einfach!“, rief Neymar. „Wir müssen los, sonst kommst du noch später!“ Felix warf frustriert die Arme hoch, schnappte sich nur sein Notizbuch und rannte mit den Spielern aus der Wohnung. Doch die Katastrophe war längst nicht vorbei. Ankunft in der VHS – 30 Minuten zu spät! Als Felix mit den Spielern im VHS-Gebäude ankam, wusste er bereits, dass es nicht gut aussehen würde. Er war 30 Minuten zu spät. Und nicht nur das – er hatte seine Unterlagen vergessen. Als er den Raum betrat, unterbrach sein Dozent kurz die Stunde und sah ihn mit verschränkten Armen an. „Felix… du bist schon wieder zu spät.“ Felix schluckte. „Ja… es tut mir leid…“ „Das sagst du jedes Mal“, seufzte der Dozent. „Aber du kommst trotzdem immer wieder zu spät.“ Felix wollte sich gerade setzen, doch dann kam der nächste Schock. „Und wo sind deine Unterlagen?“** Felix fühlte sich, als hätte er gerade ein Eigentor geschossen. „Ähm… ich hab sie… vergessen.“ Der Dozent schüttelte langsam den Kopf. „Felix, das kann so nicht weitergehen.“ Felix wurde rot. „Ich weiß, ich weiß. Ich hab’s echt nicht extra gemacht…“ „Wir müssen das ernsthaft besprechen“, sagte der Dozent streng. „Wenn du noch einmal zu spät kommst und deine Unterlagen nicht dabei hast, müssen wir überlegen, ob du den Kurs weiter besuchen kannst.“ BUMM. Felix fühlte sich, als hätte jemand mit voller Wucht gegen seine Brust getreten. Die Spieler sind sprachlos Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez saßen in der letzten Reihe und hatten sich bisher zurückgehalten. Doch jetzt tauschten sie nervöse Blicke aus. „Das war… unangenehm“, flüsterte Suárez zu Ronaldo. „Ja“, murmelte Messi. „Das sieht nicht gut aus für Felix.“ Felix setzte sich auf seinen Platz und konnte nicht einmal aufblicken. Er hatte sich blamiert. Er hörte nichts mehr von dem, was der Dozent sagte – sein Kopf war voller Gedanken. „Ich darf den Kurs nicht verlieren. Ich muss das endlich in den Griff bekommen…“
Nach dem Kurs – Die Wahrheit akzeptieren Als die Stunde vorbei war, ging Felix langsam aus dem Klassenzimmer. Die Spieler folgten ihm schweigend. Erst als sie draußen auf der Straße waren, räusperte sich Ronaldo. „Felix… wir müssen reden.“ Felix seufzte. „Ich weiß. Ich hab Mist gebaut.“ Messi legte ihm die Hand auf die Schulter. „Schau, jeder macht Fehler. Aber du musst jetzt wirklich was ändern. Dein Dozent hat recht – wenn du nicht pünktlich kommst und deine Sachen vergisst, dann verlierst du vielleicht den Kurs.“ Neymar nickte. „Vielleicht brauchst du einen besseren Plan für deine Morgenroutine.“ Felix nickte langsam. „Ja… ich hab’s echt schleifen lassen. Aber ich will den Kurs nicht verlieren. Ich werd’s besser machen.“ „Dann fang morgen damit an“, sagte Ronaldo ernst. „Sei 15 Minuten vor Kursbeginn da. Und pack deine Unterlagen heute schon in die Tasche.“ Felix wusste, dass sie recht hatten. Er musste endlich Verantwortung übernehmen. Und dieses Mal würde er es wirklich tun. 20. Dezember 2024 – Ein folgenschwerer Fehler in der Pause Nach dem peinlichen Vorfall am Morgen fühlte sich Felix schlecht. Die Standpauke seines Dozenten hallte noch in seinem Kopf nach, und die Blicke der Spieler hatten ihn nur noch mehr frustriert. „Ich weiß, dass ich es verkackt habe… aber ich brauche jetzt einfach eine Pause.“ In der Mittagspause entschied er sich, einen kurzen Spaziergang zu machen, um den Kopf frei zu bekommen. Doch während er durch die Straßen lief, fiel sein Blick auf einen kleinen Kiosk an der Ecke. Und ohne groß nachzudenken, ging er hinein und kaufte sich ein Bier. „Nur eins… es entspannt mich ein bisschen.“ Er setzte sich auf eine Bank hinter dem Gebäude und nahm den ersten Schluck. Kühl. Bitter. Beruhigend. Doch dann passierte das Unerwartete. Erwischt! – Die Wut des Spielers Felix hatte gerade einen zweiten Schluck genommen, als plötzlich eine Stimme hinter ihm erklang. „Bist du eigentlich noch bei Verstand?!“ Felix erstarrte. Er drehte sich langsam um – und sah Ronaldo, der mit verschränkten Armen hinter ihm stand. Sein Blick war eisig. „Du hast es echt nicht gelernt, oder?“ Felix‘ Herz begann schneller zu schlagen. „Ronaldo… das ist nicht, was du denkst…“ „Ach, ist es das nicht?!“ Ronaldo nahm ihm das Bier einfach aus der Hand und schüttete den Rest auf den Boden. Felix sprang auf. „HEY!“ „Nein, Felix! Es reicht!“ Ronaldo war jetzt richtig wütend. „Du hast vor ein paar Tagen fast dein Leben riskiert wegen Alkohol! Wir alle hatten Angst um dich – und jetzt machst du genau denselben Mist?!“ Felix wurde rot. „Es ist doch nur eins…“ „Nein, Felix. Es geht nicht darum, ob es eins oder zehn sind – es geht darum, dass du es hinter unserem Rücken tust!“ Felix schluckte. Er wusste, dass Ronaldo recht hatte. Doch jetzt kam das nächste Problem.
„Ich werde es deiner Mutter sagen“, sagte Ronaldo entschlossen. Felix‘ Augen weiteten sich. „BITTE NICHT!“ „Warum nicht?“, fragte Ronaldo mit finsterem Blick. „Gib mir einen guten Grund, warum sie nicht erfahren sollte, dass du ausgerechnet heute – nach all dem Ärger – in deiner Kurs-Pause Bier trinkst?“ Felix hob die Hände. „Ronaldo, bitte… das würde nur alles noch schlimmer machen. Ich weiß, ich hab einen Fehler gemacht, okay? Ich verspreche, dass es nicht wieder vorkommt.“ Ronaldo sah ihn skeptisch an. „Das hast du nach deiner Alkoholvergiftung auch gesagt.“ Felix fühlte sich, als hätte er gerade sein eigenes Grab geschaufelt. Zurück zum Kurs – Und wieder zu spät! Felix war so in das Gespräch mit Ronaldo vertieft gewesen, dass er die Zeit völlig vergessen hatte. Als er auf die Uhr sah, erschrak er. „Oh scheiße… der Kurs hat schon angefangen!“ Er rannte los, Ronaldo folgte ihm langsam mit verschränkten Armen. Als Felix durch die Tür des Klassenraums stolperte, blickte ihn sein Dozent erneut genervt an. „Herr Zimmermann… wieder zu spät? Und diesmal sogar 6 Minuten.“ Felix keuchte. „Es… es tut mir leid.“ Der Dozent schüttelte den Kopf. „Setzen Sie sich. Und wir sprechen nach der Stunde.“ Felix ließ sich auf seinen Platz fallen. Sein Magen zog sich zusammen. Er hatte es schon wieder verbockt. Und das Schlimmste? Ronaldo wusste es. Und er war sich nicht sicher, ob er wirklich sein Wort halten würde… 21. Dezember 2024 – Ein besonderer Mittag mit Pokémon GO XXL Community Day in Bretzenheim Nach den turbulenten letzten Tagen hatte Felix beschlossen, sich heute einfach mal etwas Gutes zu tun. Heute war der erste XXL-Community Day in Pokémon GO, und er wollte ihn richtig genießen – ohne Stress, ohne Ärger. Doch dieses Mal war er nicht allein. Neymar hatte ihn gefragt, was er für den Tag geplant hatte, und als Felix von dem Pokémon GO Event erzählte, war Neymars Reaktion unerwartet: „Das klingt lustig. Ich komme mit!“ Felix hatte gelacht. „Echt jetzt? Du willst Pokémon jagen?“ „Ja!“, sagte Neymar grinsend. „Ich will sehen, was an diesem Spiel so besonders ist.“ Und so machten sich Felix und Neymar am Mittag auf den Weg nach Bretzenheim, wo viele Trainer zum Event unterwegs waren. Ankunft in Bretzenheim – Die Community ist versammelt Als sie in Bretzenheim ankamen, war die Stimmung sofort spürbar. Überall standen Gruppen von Pokémon GO-Spielern mit ihren Handys in der Hand, es wurde geredet, gelacht und gefachsimpelt. Neymar sah sich um. „Wow, das ist echt eine große Sache.“ Felix grinste. „Ja, bei so einem Event kommen immer viele Leute. Heute ist es besonders, weil es der erste XXL-Community Day ist.“ „Und was macht man genau?“ fragte Neymar neugierig.
„Man fängt so viele Pokémon wie möglich, macht spezielle Quests und kann manchmal richtig seltene Monster fangen. Außerdem gibt es Bonus-EP, extra Sternenstaub und andere Vorteile.“ Neymar nickte und öffnete die App auf seinem Handy. „Okay, dann zeig mir, wie es geht.“ Das erste Pokémon – Neymar entdeckt seinen Ehrgeiz Schon nach wenigen Minuten vibrierte Felix’ Handy. „Oh, ein shiny Bummelz!“ rief er begeistert. Er drehte sich zu Neymar um, der konzentriert auf sein Handy sah. „Ich hab… einen Flemmli! Ist das gut?“ Felix lachte. „Nicht schlecht! Aber warte, du musst deine Würfe verbessern. Versuche einen Curveball-Wurf.“ Felix zeigte Neymar, wie er den Pokéball drehen musste, um mehr Erfahrungspunkte zu bekommen. Nach ein paar Versuchen gelang Neymar ein großartiger Wurf, und das Flemmli war gefangen. „YES! Ich bin ein Naturtalent!“ Felix musste lachen. „Ja, ja, warte mal, bis du versuchst, ein legendäres Pokémon zu fangen.“ Gemeinsame Raids und Überraschungen Während sie durch Bretzenheim liefen, nahmen sie an mehreren Raids teil. „Das ist ja wie ein Bosskampf!“ sagte Neymar begeistert, als sie gemeinsam gegen ein legendäres Pokémon kämpften. „Genau“, erklärte Felix. „Je mehr Spieler, desto einfacher wird es.“ Nach einem besonders schwierigen Raid, bei dem sie gegen ein Regigigas kämpften, schaffte es Neymar tatsächlich, es zu fangen. „Ich bin der Beste!“, rief er stolz. Felix grinste. „Na warte, ich checke gleich deine IV-Werte.“ Neymar sah ihn verwirrt an. „IV-Werte?“ „Ja, die bestimmen, wie stark dein Pokémon wirklich ist.“ Felix überprüfte Neymars Regigigas – und fing an zu lachen. „Oh nein… 67%! Das ist ein ziemlicher Müll-Fang.“ „Was?!“, rief Neymar entsetzt. „Ich dachte, ich wäre gut?!“ „Naja, du hast es gefangen… das ist schon mal ein Erfolg“, sagte Felix schmunzelnd. Der Abschluss des Community Days – Ein perfekter Mittag Nach zwei Stunden intensiven Spielens setzten sie sich auf eine Bank und gingen ihre Fänge durch. Felix hatte einige starke Pokémon und mehrere Shinys gefangen – es war ein erfolgreicher Tag. Neymar sah auf sein Handy. „Ich hätte nie gedacht, dass Pokémon GO so süchtig machen kann.“ „Jetzt verstehst du es“, grinste Felix. Sie lachten, tauschten noch ein paar Pokémon und machten sich dann auf den Weg nach Hause. Ein entspannter Tag, ohne Stress, nur Spaß und gemeinsame Zeit. Felix wusste: Solche Tage brauchte er öfter. 21. Dezember 2024 – Ein unglaublicher Abend: Mainz schlägt Frankfurt und springt auf Platz 5! Nach dem entspannten Nachmittag beim Pokémon GO XXL Community Day hatte Felix sich auf einen ruhigen Abend gefreut.
Er hatte sich schon bequem aufs Sofa gelegt, als ihm plötzlich eine wichtige Sache einfiel. „Oh Mist! Mainz spielt ja heute gegen die Eintracht!“ Sofort sprang er auf und suchte nach der Fernbedienung. Neymar, der mit ihm in der Wohnung war, schaute ihn verwundert an. „Was ist los?“ „Das Mainz-Spiel! Wir müssen das sehen!“ Er schaltete den Fernseher ein – und das Spiel lief bereits! Ein überraschender Start – Mainz führt früh! 15. Minute: „Was zur Hölle?! Mainz führt schon?!“ Felix konnte es kaum glauben. Ein Eigentor von Kaua Santos hatte Mainz in Führung gebracht. „Das ist doch ein Traumstart!“, rief Neymar. Doch dann – 21. Minute. Rote Karte für Amiri! „NEEEIN!“, schrie Felix. „Warum? Warum so früh?!“ Messi, der ins Wohnzimmer gekommen war, sah auf den Bildschirm. „Das macht es jetzt natürlich richtig schwer für Mainz.“ „Typisch Mainz – sie können es nie einfach haben…“, murmelte Felix frustriert. Aber Mainz gibt nicht auf – Nebel schlägt doppelt zu! Trotz der Unterzahl spielte Mainz weiter mutig. 27. Minute: Mainz kontert – und Paul Nebel schießt das 2:0! Felix sprang auf. „JAAAAA! Was für ein Tor!“ „Das ist unfassbar“, meinte Neymar beeindruckt. „Mainz kämpft wie verrückt.“ Dann ging das Spiel in die zweite Halbzeit. Frankfurt drückte – aber Mainz schlug wieder zu. 58. Minute: Paul Nebel trifft erneut! 3:0 für Mainz! Felix war nicht mehr zu halten. „NEBEL IST EINE MASCHINE! WIR FÜHREN MIT 3:0 IN UNTERZAHL!“ Messi lachte. „Das ist eine echte Sensation. Frankfurt sieht gerade richtig schlecht aus.“ Der Anschlusstreffer – Wird es noch einmal eng? Frankfurt warf in der letzten halben Stunde alles nach vorne. 75. Minute: Kristensen traf für die Eintracht – nur noch 1:3! Felix biss sich auf die Lippen. „Bitte nicht jetzt einbrechen…“ Doch Mainz verteidigte mit allem, was sie hatten. Ronaldo, der nun auch das Spiel verfolgte, nickte anerkennend. „Das ist beeindruckend. Mit zehn Mann so zu kämpfen, das zeigt echten Teamgeist.“ Neymar grinste. „Ich glaub, Felix flippt aus, wenn sie das wirklich gewinnen.“ Abpfiff – Mainz holt drei unfassbare Punkte! Die Nachspielzeit lief. Frankfurt rannte weiter an – aber Mainz hielt stand. Dann ertönte der Schlusspfiff. MAINZ GEWINNT 3:1 BEI EINTRACHT FRANKFURT! Felix schrie vor Freude und sprang auf. „WIR HABEN ES GESCHAFFT! DREI PUNKTE! MIT EINEM MANN WENIGER! DAS IST UNGLAUBLICH!“ Die Spieler lachten über seine Begeisterung. „Mainz ist jetzt auf Platz 5, oder?“ fragte Messi. Felix rannte sofort an den Laptop und öffnete die aktuelle Bundesliga-Tabelle.
Platz Verein Punkte 1. Bayern München 36 2. Bayer Leverkusen 32 3. Eintracht Frankfurt 27 4. RB Leipzig 27 5. Mainz 05 25 6. Borussia Dortmund 25 7. Werder Bremen 25 8. Borussia M'gladbach 24 9. SC Freiburg 24 10. VfB Stuttgart 23 11. VfL Wolfsburg 21 12. Union Berlin 16 13. FC Augsburg 16 14. St. Pauli 14 15. Hoffenheim 14 16. Heidenheim 10 17. Holstein Kiel 8 18. VfL Bochum 8 Felix konnte es kaum fassen. „WIR SIND AUF PLATZ 5! DAS IST EIN TRAUM! WIR KÖNNTEN ES NACH EUROPA SCHAFFEN!“ Neymar klatschte. „Mainz ist die Überraschung der Saison. Das ist riesig.“ Messi grinste. „Jetzt muss nur noch die Rückrunde gut laufen.“ Felix war voller Glücksgefühle. „Ich kann es nicht glauben. Ich liebe diesen Verein!“ Ein perfekter Abschluss für einen aufregenden Tag. Und Felix wusste: Diese Saison könnte wirklich etwas ganz Besonderes werden. 22. Dezember 2024 – Der zweite Tag des Pokémon GO XXL Community Days Nach dem unglaublichen Sieg von Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt und dem sensationellen Sprung auf Platz 5 der Bundesliga war Felix immer noch in euphorischer Stimmung. Doch heute stand noch etwas anderes auf dem Programm: Der zweite Tag des Pokémon GO XXL Community Days! Nach dem erfolgreichen ersten Tag in Bretzenheim hatte Felix beschlossen, heute noch einmal loszuziehen – diesmal mit Messi. „Du willst wirklich mitkommen?“ fragte Felix grinsend, als Messi seine Jacke anzog. Messi nickte. „Ja. Neymar hat mir gestern erzählt, dass es ziemlich spaßig war. Ich will es selbst ausprobieren.“ Felix lachte. „Na dann, willkommen in der Welt der Pokémon!“ Los geht’s – Diesmal in der Innenstadt von Mainz Felix und Messi machten sich auf den Weg in die Mainzer Innenstadt, wo heute noch mehr Pokémon-Trainer unterwegs waren als am ersten Tag. Pokémon-Jagd zwischen historischen Gebäuden, Weihnachtsmarkt-Ständen und festlich geschmückten Straßen – es war die perfekte Atmosphäre. „Das fühlt sich an wie eine echte Schatzsuche“, sagte Messi, als sie am Gutenbergplatz standen und sich umschauten.
„Genau das ist es!“, grinste Felix. „Okay, lass uns direkt loslegen!“ Der erste Fund des Tages – Ein Shiny für Messi! Kaum hatte das Event begonnen, vibrierte Messis Handy. „Oh! Mein erstes Pokémon! Was ist das?!“ Felix schaute auf sein Display. „Warte… NEIN! DU HAST EIN SHINY KARPADOR!“ Messi blinzelte. „Ist das gut?“ „ES IST GOLDEN!“, rief Felix begeistert. „Das ist extrem selten!“ Messi grinste. „Dann muss ich es jetzt fangen, oder?“ Felix nickte eifrig. „Mach einen Curveball-Wurf mit einer goldenen Beere!“ Messi versuchte es – und das Karpador wurde gefangen! „YES! Ich bin ein Naturtalent!“ rief Messi stolz. Felix lachte. „Ich kann’s nicht glauben. Dein erstes Pokémon beim Event ist ein Shiny! Das ist unfassbar.“ Messi grinste. „Vielleicht bin ich einfach ein Pokémon-Meister?“ Gemeinsame Raids – Ein legendärer Kampf Nach der ersten erfolgreichen Stunde wollten sie sich an einem legendären Raid versuchen. „Okay, Messi, jetzt kommt die echte Herausforderung“, sagte Felix, als ein Rayquaza-Raid in der Nähe auftauchte. Messi war aufgeregt. „Rayquaza? Ist das ein starkes Pokémon?“ „Ja, es ist eines der besten Drachen-Pokémon im Spiel“, erklärte Felix. „Aber es ist schwer zu fangen.“ Zusammen mit 10 anderen Spielern stellten sie sich dem Raid – und gewannen! Jetzt kam der schwierige Teil: Rayquaza fangen. Felix atmete tief durch. „Okay, Messi, pass auf: Du musst den Ball ganz langsam drehen und warten, bis Rayquaza angreift. Dann wirfst du den Ball genau in den Kreis.“ Messi konzentrierte sich. Sein erster Wurf war daneben. Sein zweiter auch. „Das ist schwieriger als gedacht“, murmelte er. Doch dann – beim dritten Versuch – landete er einen großartigen Curveball-Wurf! „Drei… zwei… eins… GEFANGEN!“ Messi sprang vor Freude in die Luft. „ICH HABE EIN RAYQUAZA!“ Felix lachte und klatschte mit ihm ab. „Du hast echt Talent! Neymar wird neidisch sein!“ Ein perfekter Abschluss – Der beste Fund für Felix Nach ein paar weiteren Raids und Fangversuchen wurde es langsam dunkel. Felix war zufrieden mit seiner Ausbeute – doch dann passierte es. „Warte… nein… ist das…?“** Auf seinem Bildschirm tauchte ein Shiny Dragoran auf. Sein Herz raste. „MESSI, DAS IST EINES DER SELTENSTEN POKÉMON IM SPIEL!“ Messi grinste. „Dann fange es schnell, bevor es flieht!“ Felix konzentrierte sich, warf einen perfekten Curveball – und nach drei Wacklern war es drin. „YES! DAS IST DER BESTE FUND DES TAGES!“ Messi klopfte ihm auf die Schulter. „Dann hat sich der zweite Tag ja richtig gelohnt.“ Nach Hause – Ein perfekter Tag geht zu Ende Nachdem sie noch ein paar Pokémon getauscht hatten, machten sie sich auf den Heimweg. „Okay, ich gebe zu, das macht echt süchtig“, sagte Messi lachend.
Felix nickte. „Willkommen in der Welt von Pokémon GO.“ Als sie zu Hause ankamen, erwartete sie Neymar mit verschränkten Armen. „Messi, hast du etwa mein Shiny-Glück gestohlen?!“ fragte er mit gespielter Empörung. Messi grinste. „Ja, mein erstes Pokémon war ein Shiny!“ Felix lachte. „Und er hat ein Rayquaza gefangen.“ Neymar riss die Augen auf. „ICH BIN OFFIZIELL EIFERSÜCHTIG!“ Alle lachten, während sie sich ihre Fänge ansahen. Felix war glücklich – ein perfekter zweiter Community Day war zu Ende gegangen. Und er wusste: Das nächste Event würden sie wieder zusammen spielen. 22. Dezember 2024 – Ein alkoholfreies Bier zur Feier des Tages Nach dem erfolgreichen zweiten Tag des Pokémon GO XXL Community Days und den unglaublichen Fängen – darunter Messis erstes Shiny und Felix‘ Shiny Dragoran – kehrten sie voller Euphorie nach Hause zurück. Doch Felix spürte, dass er nach all der Action etwas Entspannung brauchte. Während sich Neymar und Messi weiter über ihre Pokémon-Glückssträhnen unterhielten, ging Felix in die Küche, öffnete den Kühlschrank und holte sich eine Flasche alkoholfreies Bier. „Ich hab jetzt richtig Lust auf etwas Erfrischendes.“ Messi sah auf und lachte. „Aber diesmal ohne böse Überraschungen, oder?“ Felix grinste. „Ja, ja… keine Sorge. Dieses Mal ist es wirklich alkoholfrei.“ Neymar beobachtete ihn skeptisch, nahm die Flasche und inspizierte das Etikett. „Hmmm… okay, du bist dieses Mal ausnahmsweise unschuldig.“** Er gab ihm die Flasche zurück.** Felix öffnete die Flasche mit einem leisen Zischen und nahm einen großen Schluck. „Perfekt. Genau das Richtige nach so einem langen Tag.“ Eine kleine Diskussion über alkoholfreies Bier Ronaldo, der in der Ecke des Raumes saß und gerade auf seinem Handy Nachrichten las, sah auf und runzelte die Stirn. „Alkoholfreies Bier? Ich verstehe das nicht. Warum trinkt man Bier, wenn kein Alkohol drin ist?“ Felix zuckte mit den Schultern. „Weil es gut schmeckt. Und weil ich nach meinem letzten Absturz lieber auf Nummer sicher gehe.“ Messi nickte zustimmend. „Eigentlich ist das eine gute Lösung. Du hast den Geschmack, aber keine Nebenwirkungen.“ Suárez, der gerade hereinkam, schüttelte grinsend den Kopf. „Ich sag’s euch, wenn Felix irgendwann mal wieder ausrutscht, war’s bestimmt aus Versehen.“ Felix lachte. „Nein, nein, diesmal nicht. Ich habe meine Lektion gelernt.“ Er nahm noch einen Schluck und lehnte sich entspannt zurück. „Außerdem… schmeckt es wirklich gut. Ihr solltet es mal probieren.“ Der Abend klingt gemütlich aus Während die Spieler weiter über Fußball, Weihnachten und Pokémon GO redeten, genoss Felix seinen ruhigen Moment mit dem alkoholfreien Bier. Nach den letzten chaotischen Tagen fühlte er sich endlich wieder ausgeglichen. Kein Stress, keine Sorgen – nur ein guter Tag mit guten Freunden. Er nahm den letzten Schluck und stellte die Flasche zufrieden auf den Tisch. „Heute war ein perfekter Tag.“ Und für den ersten Mal seit Langem fühlte er sich völlig im Reinen mit sich selbst. 23. Dezember 2024 – Die letzten Weihnachtseinkäufe
Der Tag vor Heiligabend war gekommen – und Felix wusste, heute musste er die letzten Besorgungen erledigen. Die Weihnachtsstimmung war in der Luft: Überall in Mainz hingen Lichterketten, die Straßen waren voll mit Menschen, und Weihnachtsmusik lief in den Geschäften. Felix hatte schon einige Geschenke besorgt, aber es gab noch ein paar Dinge, die er für die Feiertage kaufen musste – sowohl für seine Mutter als auch für die Festtage mit den Spielern. Morgenstress – Die Einkaufsliste steht Beim Frühstück schrieb Felix seine Einkaufsliste: ✔ Lebensmittel für das Weihnachtsessen ✔ Zusätzliche Geschenke für kleine Überraschungen ✔ Etwas Süßes für seine Mutter und die Spieler ✔ Lichterketten für das Wohnzimmer Seine Mutter sah ihn schmunzelnd an. „Weißt du, wie voll die Stadt heute sein wird?“ Felix seufzte. „Ja… aber es muss sein.“ Messi, der sich gerade einen Kaffee holte, schaute auf die Liste. „Brauchst du Hilfe? Ich könnte mitkommen.“ Felix überlegte kurz. „Ja, das wäre cool. Dann geht’s vielleicht schneller.“ „Ich komme auch mit“, sagte Neymar grinsend. „Ich liebe es, Weihnachtsmärkte und volle Geschäfte zu sehen.“ Ronaldo und Suárez schüttelten den Kopf. „Ihr seid verrückt. Ich bleibe lieber hier.“** meinte Ronaldo.** Felix lachte. „Okay, dann auf in den Wahnsinn!“ Chaos in der Stadt – Der Kampf um die letzten Geschenke Schon als sie in der Mainzer Innenstadt ankamen, war klar: Das würde kein entspannter Einkaufsbummel. Menschenmassen, lange Schlangen und überall hektische Käufer. „Das ist ja schlimmer als ein Champions-League-Finale!“ rief Neymar, während sie sich durch die Menge drängten. Messi grinste. „Willkommen im echten Leben.“ Felix konzentrierte sich auf seine Liste und begann mit den Lebensmitteleinkäufen. Fleisch für das Weihnachtsessen Frisches Gemüse und Beilagen Schokolade und Plätzchen für die Feiertage Doch dann kam die größte Herausforderung: Die kleinen Geschenke für die Spieler und seine Mutter. Last-Minute-Geschenke – Kreativität ist gefragt Felix wollte jedem eine kleine Überraschung machen, auch wenn es nichts Großes war. Nach einigem Stöbern entschied er sich für: ✔ Für seine Mutter: Eine wunderschöne Kerze mit Zimt-Vanille-Duft, die perfekt für gemütliche Abende war. ✔ Für Neymar: Ein Mini-Fußball, den er als Schlüsselanhänger benutzen konnte. ✔ Für Messi: Ein kleines Buch mit inspirierenden Fußballzitaten. ✔ Für Ronaldo: Eine edle Protein-Schokolade – passend zu seinem gesunden Lebensstil. ✔ Für Suárez: Ein witziges T-Shirt mit der Aufschrift „Bester Stürmer – fragt nach bei jedem Verteidiger.“
„Das sollte passen“, sagte Felix zufrieden. Messi sah das Buch an und grinste. „Das ist wirklich cool. Danke, Felix!“ Lichterketten – Ein Kampf um die letzte Packung Während sie durch den Laden gingen, erinnerte sich Felix an die Lichterketten, die er noch für das Wohnzimmer brauchte. Doch als er im Regal nachschaute, war nur noch eine Packung übrig. Er griff danach – und gleichzeitig streckte eine ältere Dame ihre Hand aus. „Oh…“ Felix hielt inne. Die Dame sah ihn an und lächelte. „Sie dürfen sie nehmen, junger Mann.“ Felix schüttelte den Kopf. „Nein, nein. Bitte nehmen Sie sie, wenn Sie sie brauchen.“ Sie lachte. „Dann teilen wir sie. Ich brauche nicht die ganze Packung.“ Felix lächelte. „Danke! Das ist wirklich nett.“ Er bezahlte, packte alles zusammen und fühlte sich zufrieden. Die letzten Geschenke waren besorgt. Jetzt konnte Weihnachten kommen. Zurück nach Hause – Der Abend vor Weihnachten Als sie nach Hause kamen, waren Ronaldo und Suárez gerade dabei, den Tisch für das Abendessen zu decken. „Na, habt ihr alles bekommen?“ fragte Suárez neugierig. Felix ließ sich auf das Sofa fallen. „Ja. Aber es war ein echtes Abenteuer.“ Neymar grinste. „Ich sag’s euch – Weihnachtsstress ist der wahre Endgegner.“ Messi holte die Geschenke aus der Tasche. „Wir haben auch noch ein paar kleine Überraschungen für euch.“ Ronaldo hob eine Augenbraue. „Oh? Ich bin gespannt.“ Felix sah sich um. Die Wohnung war festlich geschmückt, der Kühlschrank war gefüllt, die Geschenke waren verpackt. Er lächelte. Morgen war Weihnachten. Und es würde ein besonderes Fest werden. 24. Dezember 2024 – Heiligabend beginnt: Felix holt seine Ersatzoma ab Der Morgen des Heiligabends war angebrochen, und Felix spürte bereits beim Aufwachen die besondere Stimmung in der Luft. Heute war Weihnachten. Die Wohnung war bereits geschmückt, die Geschenke lagen unter dem Baum, und seine Mutter hatte in der Küche schon begonnen, die Vorbereitungen für das Festessen zu treffen. Doch bevor der Abend beginnen konnte, hatte Felix noch eine wichtige Aufgabe: Er musste seine Ersatzoma, Frau Lehmann, abholen. Die Abfahrt – Ein bisschen Nervosität Felix zog sich schnell an, nahm sich noch einen Schluck Tee und schnappte sich die Autoschlüssel. „Ich bin dann mal los, um Frau Lehmann zu holen!“ rief er. Seine Mutter steckte den Kopf aus der Küche. „Danke, mein Schatz! Pass gut auf, es ist viel Verkehr heute.“ Messi, der gerade auf dem Sofa saß, sah zu ihm auf. „Brauchst du Hilfe?“ Felix schüttelte den Kopf. „Nee, ist nur eine kurze Fahrt. Ich will sie nicht so lange warten lassen.“ Neymar grinste. „Sag ihr schöne Grüße von uns!“ Felix lächelte und verließ die Wohnung.
Auf dem Weg zu Frau Lehmann – Weihnachtschaos auf den Straßen Schon nach wenigen Minuten merkte Felix, dass die Straßen voller Autos waren. Die letzten Weihnachtseinkäufe, alle wollten noch irgendwohin – es war das übliche Heiligabend-Chaos. „Das hätte ich mir denken können…“ murmelte er, während er geduldig an einer Ampel wartete. Er wollte nicht zu spät kommen. Frau Lehmann war wie eine zweite Oma für ihn, und er wusste, dass sie sich sehr auf den Abend mit ihm, seiner Mutter und den Spielern freute. Nach etwa 20 Minuten kam er endlich an ihrer kleinen Wohnung an. Die Abholung – Eine emotionale Begegnung Als Felix an der Tür klingelte, öffnete Frau Lehmann mit einem breiten Lächeln. „Felix, mein Junge! Frohe Weihnachten!“ Felix grinste. „Frohe Weihnachten, Frau Lehmann! Sind Sie bereit für einen schönen Abend?“ Sie nickte glücklich. „Oh ja, ich habe mich so darauf gefreut. Es ist so schön, Heiligabend nicht allein zu verbringen.“ Felix half ihr dabei, ihre kleine Handtasche und eine Schachtel selbstgebackener Plätzchen ins Auto zu bringen. „Für euch alle“, sagte sie warm. „Ich hoffe, die Kekse schmecken euch.“ „Bestimmt!“, sagte Felix begeistert. „Die Jungs werden sich freuen.“ Die Rückfahrt – Ein Gespräch über Weihnachten Während sie zurückfuhren, schaute Frau Lehmann aus dem Fenster und sah die festlich geschmückten Straßen. „Weißt du, Felix, Weihnachten war für mich nicht immer einfach…“ Felix schaute kurz zu ihr. „Wirklich?“ Sie nickte. „Ich hatte viele Jahre, in denen ich allein gefeiert habe. Es war schwer, als meine Familie nicht mehr da war. Aber seit ich euch habe, ist Weihnachten wieder etwas Schönes für mich.“ Felix schluckte. Er wusste, wie viel es ihr bedeutete, nicht alleine zu sein. „Frau Lehmann, Sie sind ein Teil unserer Familie. Wir feiern das Fest zusammen – so wie es sein soll.“ Sie lächelte und tätschelte seine Hand. „Danke, Felix. Das bedeutet mir sehr viel.“ Ankunft bei Felix zu Hause – Die Freude ist groß Als sie zu Hause ankamen, öffnete Felix die Tür und rief: „Schaut mal, wen ich mitgebracht habe!“ Seine Mutter kam aus der Küche, wischte sich die Hände an ihrer Schürze ab und umarmte Frau Lehmann herzlich. „Schön, dass Sie da sind!“ Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez standen auf und begrüßten sie ebenfalls freundlich. „Oh mein Gott, so viele Fußballstars in meinem Wohnzimmer – ich bin wohl im falschen Film!“, lachte Frau Lehmann. Felix grinste. „Heute sind sie nur Gäste – keine Fußballstars.“ Suárez lachte. „Na gut, für Sie machen wir eine Ausnahme.“ Felix sah sich um. Alles war perfekt. Weihnachten konnte beginnen. 24. Dezember 2024 – Das traditionelle Fischessen vor der Bescherung Nachdem Felix seine Ersatzoma Frau Lehmann erfolgreich abgeholt hatte und sie herzlich von allen begrüßt wurde, war es nun Zeit für das traditionelle Weihnachtsessen.
In ihrer Familie war es üblich, an Heiligabend Fisch zu essen, da Felix und seine Mutter katholisch waren. Es war ein Brauch, den sie schon immer gepflegt hatten – und auch heute sollte es nicht anders sein. Während seine Mutter in der Küche die letzten Vorbereitungen traf, half Felix dabei, den Tisch festlich zu decken. „Heute wird es richtig schön“, sagte er zufrieden. Das Menü – Traditionell und festlich Der Tisch war wunderschön gedeckt mit roten Servietten, weißen Tellern und einer kleinen brennenden Kerze in der Mitte. Das Menü für den Abend: ✔ Gebackener Karpfen mit Kartoffelsalat ✔ Forellenfilet mit Zitronenbutter ✔ Kleine Schälchen mit Remoulade und Knoblauchsauce ✔ Frisches Brot mit Butter ✔ Als Nachtisch: Weihnachtliche Plätzchen von Frau Lehmann Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez setzten sich gespannt an den Tisch. „Ich habe noch nie an Heiligabend Fisch gegessen“, meinte Neymar neugierig. „Aber es riecht fantastisch!“ „In meiner Heimat ist das sehr verbreitet“, sagte Messi. „Wir haben früher oft Meeresfrüchte gegessen.“ Ronaldo, der normalerweise sehr streng auf seine Ernährung achtete, nickte anerkennend. „Fisch ist auf jeden Fall eine gesunde Wahl.“ Felix grinste. „Ja, aber heute geht’s nicht um Fitness – heute geht’s um Tradition!“ Das Essen beginnt – Ein ruhiger, festlicher Moment Als alle am Tisch saßen, nahm Felix’ Mutter kurz das Wort. „Ich bin sehr dankbar, dass wir heute alle zusammen sind. Weihnachten ist ein Fest der Familie, und es bedeutet mir sehr viel, dass wir diesen Abend gemeinsam verbringen.“ Frau Lehmann lächelte. „Ja, und ich bin froh, dass ich dabei sein darf. Weihnachten fühlt sich so viel schöner an, wenn man es mit Menschen teilt.“ Felix sah sich um und spürte eine warme, friedliche Stimmung. Dann begannen sie zu essen. Die Reaktionen – Begeisterung für das traditionelle Essen „Wow, der Karpfen ist unglaublich!“, sagte Neymar, nachdem er den ersten Bissen probiert hatte. „Der Kartoffelsalat ist genau richtig gewürzt“, lobte Messi. „Nicht zu sauer, nicht zu schwer.“ Frau Lehmann grinste. „Das Rezept ist alt – es gibt es in meiner Familie seit Jahrzehnten.“ Suárez, der sich normalerweise lieber große Fleischgerichte gönnte, war überrascht. „Ich hätte nicht gedacht, dass Fisch an Weihnachten so gut schmecken kann.“ Felix’ Mutter sah ihn schmunzelnd an. „Tja, vielleicht sollten wir dich öfter zu solchen Traditionen einladen.“ Felix genoss jeden Bissen. Es fühlte sich richtig an, den Abend so zu beginnen – wie in jedem Jahr. Nachdem sie alle satt waren, lehnte sich Ronaldo entspannt zurück. „Das war wirklich ein besonderes Essen. Danke, dass wir dabei sein dürfen.“ Felix nickte. „Es gehört zu Weihnachten einfach dazu. Und jetzt…“
Er sah mit einem Grinsen in die Runde. „Jetzt kommt die Bescherung!“ Die Augen aller leuchteten. Weihnachten war erst richtig begonnen. 24. Dezember 2024 – Die Bescherung: Geschenke, Überraschungen und zwei Bier von der Oma Nach dem wunderbaren traditionellen Fischessen saßen alle gemütlich im Wohnzimmer beisammen. Die Kerzen brannten, der Weihnachtsbaum leuchtete festlich, und die Stimmung war voller Vorfreude. Jetzt war es Zeit für die Bescherung. Felix konnte das Kribbeln in seinem Bauch spüren – obwohl er kein kleines Kind mehr war, freute er sich jedes Jahr auf diesen Moment. Seine Mutter stand auf und nahm das erste Geschenk vom Tisch. „Fangen wir an?“ Alle nickten begeistert. Die Bescherung konnte beginnen. Geschenke für Felix – Ein paar besondere Überraschungen Felix nahm das erste Geschenk, das mit seinem Namen beschriftet war. Es kam von seiner Mutter. Er öffnete es langsam – und sein Gesicht erhellte sich. ✔ Ein neuer, hochwertiger Rucksack für seinen VHS-Kurs und Pokémon GO-Ausflüge. ✔ Ein Set mit Pflegeprodukten, darunter ein Parfüm, das er sehr mochte. „Danke, Mama!“, sagte er glücklich und umarmte sie. „Ich dachte mir, du brauchst einen ordentlichen Rucksack – du trägst ja immer alles durcheinander.“ Alle lachten, und Felix musste zugeben, dass sie recht hatte. Dann kam ein Geschenk von Frau Lehmann, seiner Ersatzoma. Er öffnete es gespannt und fand zwei Flaschen Bier. Felix runzelte die Stirn und sah sie überrascht an. „Oma?! Ich dachte, nach meinem letzten Vorfall wäre das keine gute Idee…“ Sie zwinkerte ihm zu. „Das ist alkoholfreies Bier. Ich will doch nicht, dass du dich wieder übergibst!“ Alle lachten laut, und Felix schüttelte grinsend den Kopf. „Okay, das ist fair.“ Zusätzlich hatte sie ihm eine selbstgestrickte warme Mütze geschenkt. „Damit du nicht frierst, wenn du draußen Pokémon jagst“, sagte sie mit einem warmen Lächeln. Felix war gerührt. „Danke, Frau Lehmann, das bedeutet mir wirklich viel.“ Geschenke für die Spieler – Kleine, aber lustige Überraschungen Felix hatte sich auch für die Spieler kleine Geschenke überlegt – einfach, um ihnen zu zeigen, dass er sie schätzte. ✔ Für Neymar: Ein kleiner Mini-Fußball als Schlüsselanhänger. ✔ Für Messi: Ein Buch mit inspirierenden Fußballzitaten. ✔ Für Ronaldo: Eine edle Protein-Schokolade. ✔ Für Suárez: Ein T-Shirt mit der Aufschrift „Bester Stürmer – fragt nach bei jedem Verteidiger.“ Als Suárez sein Geschenk auspackte, brach er in lautes Lachen aus. „Das ist perfekt!“ Messi blätterte durch das Buch und nickte anerkennend. „Das ist ein richtig schönes Geschenk, danke Felix!“
Ronaldo probierte direkt ein Stück der Protein-Schokolade. „Nicht schlecht. Vielleicht kann ich dich doch noch zum gesunden Lebensstil überreden.“ Felix lachte. „Wir werden sehen!“ Das Highlight: Ein besonderes Geschenk für Felix Dann überreichten die Spieler Felix ein Geschenk. Er hatte nicht damit gerechnet. Als er es öffnete, starrte er ungläubig auf den Inhalt. ✔ Ein Original-Trikot von Mainz 05 – mit allen Unterschriften der Mannschaft! Felix konnte es nicht glauben. „Das… das ist ja unglaublich!“ Messi grinste. „Wir haben es extra für dich besorgt – als Erinnerung an diese besonderen Monate zusammen.“ Felix sah die Signaturen an und spürte eine Gänsehaut. „Das ist eines der besten Geschenke, die ich je bekommen habe. Danke, Leute!“ Er stand auf und umarmte sie nacheinander. Dieser Moment bedeutete ihm alles. Ein perfekter Abschluss des Heiligabends Nachdem alle ihre Geschenke ausgepackt hatten, saßen sie noch lange zusammen, tranken Tee, aßen Plätzchen von Frau Lehmann und redeten über Fußball, das vergangene Jahr und ihre Zukunftspläne. Felix hielt seine alkoholfreie Bierflasche hoch und sagte: „Auf ein tolles Weihnachtsfest – und auf eine noch bessere Zukunft!“ Alle prosteten sich zu, und Felix wusste: Das war eines der schönsten Weihnachten seines Lebens. 25. Dezember 2024 – Ein festliches Weihnachtsessen im Restaurant Nach dem wunderschönen Heiligabend mit der Familie, der Ersatzoma und den Spielern hatten alle eine ruhige Nacht verbracht. Doch der erste Weihnachtsfeiertag war ebenfalls ein besonderer Tag – und diesmal hatte Felix‘ Mutter etwas geplant: „Heute gehen wir alle zusammen ins Restaurant – ein richtig festliches Weihnachtsessen.“ Felix war begeistert. „Wohin gehen wir?“ „Ins ‚Zum goldenen Hirsch‘ – ein traditionelles Restaurant mit richtig gutem Essen.“ „Oh, das klingt gut“, sagte Messi. Frau Lehmann nickte freudig. „Das wird wundervoll. Ich liebe es, an Weihnachten essen zu gehen – das hat etwas Besonderes.“ Die Ankunft – Festliche Atmosphäre Am frühen Nachmittag machte sich die ganze Gruppe auf den Weg ins Restaurant. Felix, seine Mutter, Frau Lehmann, Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez – eine ungewöhnliche, aber harmonische Truppe. Das Restaurant war wunderschön geschmückt: Tannenzweige mit goldenen Kugeln an den Fenstern Kerzen auf den Tischen Ein großer Weihnachtsbaum in der Mitte des Raums „Wow, das sieht echt schön aus“, sagte Felix beeindruckt. Der Kellner führte sie zu ihrem Tisch, der ebenfalls liebevoll dekoriert war. „Ich habe für uns ein festliches Menü bestellt – also lasst euch überraschen!“ sagte Felix‘ Mutter lächelnd. Das Weihnachtsmenü – Ein Genuss für alle
Schon bald wurde das Essen serviert – und es war ein wahres Festmahl. Zur Vorspeise: ✔ Kürbiscremesuppe mit gerösteten Kernen ✔ Hausgemachte Gänseleberpastete mit Preiselbeeren 🍽 Hauptgerichte (jeder konnte wählen): ✔ Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen ✔ Rinderfilet mit Rosmarinkartoffeln ✔ Lachsfilet mit Zitronensauce und Gemüse Zum Dessert: ✔ Warmer Apfelstrudel mit Vanillesoße ✔ Lebkuchenmousse mit Zimt „Das ist das beste Weihnachtsessen, das ich je hatte!“, rief Neymar, während er ein großes Stück von seinem Gänsebraten aß. „Die Soße ist unglaublich“, meinte Messi. Frau Lehmann lächelte und genoss ihr Essen in vollen Zügen. „Ich bin so froh, dass ich Weihnachten nicht allein verbringen muss. Das ist wirklich etwas Besonderes.“ Felix nickte. „Es ist schön, mit euch allen hier zu sein. Weihnachten ist ein Fest der Familie – und ihr seid meine Familie.“ Seine Mutter nahm seine Hand und lächelte stolz. „Genau so ist es.“ Gespräche über das vergangene Jahr Während sie aßen, sprachen sie über das vergangene Jahr – über die Höhen und Tiefen, die schwierigen Momente, aber auch die schönen Erlebnisse. „Es ist verrückt, wie sich alles entwickelt hat“, sagte Felix. „Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich mit euch hier sitzen würde.“ „Und doch sind wir hier“, meinte Messi. „Manchmal passieren die besten Dinge, wenn man sie nicht erwartet.“ Ronaldo sah Felix ernst an. „Und du hast dich in dieser Zeit wirklich weiterentwickelt. Trotz aller Schwierigkeiten hast du deinen Weg gefunden.“ Felix fühlte sich glücklich. Er hatte eine Familie, Freunde und einen neuen Lebensweg. Er wusste, dass nicht immer alles perfekt sein würde – aber dieser Moment war es. Ein wunderschöner Abend endet Nach dem Essen blieben sie noch eine Weile sitzen, tranken Tee und plauderten weiter. Als sie schließlich das Restaurant verließen, war Felix‘ Herz voller Dankbarkeit. Er nahm Frau Lehmanns Hand und sagte: „Danke, dass Sie da sind. Sie sind ein wichtiger Teil meiner Familie.“ Sie strahlte und drückte seine Hand. „Und du bist wie ein Enkel für mich, Felix.“ Mit einem glücklichen Lächeln ging die Gruppe gemeinsam nach Hause. Es war ein perfekter erster Weihnachtsfeiertag. 26. Dezember 2024 – Zweiter Weihnachtsfeiertag: Der Besuch in der Bonifatiuskirche Nach den schönen und besinnlichen Tagen mit der Familie, der Ersatzoma und den Spielern stand an diesem Morgen ein weiteres wichtiges Weihnachtsritual an: Der traditionelle Kirchgang in die Bonifatiuskirche. Für Felix und seine Mutter war es selbstverständlich, an den Weihnachtstagen einen Gottesdienst zu besuchen, da sie katholisch waren. Auch Frau Lehmann begleitete sie jedes Jahr dorthin. Doch dieses Mal war die Runde größer – auch Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez wollten mitkommen.
„Ich bin neugierig auf den Gottesdienst hier“, meinte Messi, als sie sich alle fertig machten. „In Südamerika sind die Weihnachtsmessen immer sehr emotional“, fügte Neymar hinzu. „Ich will sehen, wie es hier in Deutschland ist.“ Felix‘ Mutter lächelte. „Es wird sehr festlich und ruhig. Ein schöner Abschluss für die Weihnachtszeit.“ Felix zog seinen warmen Mantel an und blickte in die Runde. „Dann lasst uns losgehen.“ Auf dem Weg zur Kirche – Eine besinnliche Atmosphäre Der Weg zur Bonifatiuskirche führte durch die festlich beleuchtete Mainzer Innenstadt. Überall hingen noch Weihnachtsdekorationen. Die Straßen waren ruhig, viele Menschen spazierten entspannt durch die Stadt. Die Glocken der Kirche begannen bereits zu läuten, als sie näher kamen. „Die Kirche sieht beeindruckend aus“, sagte Suárez, als sie das große, neugotische Bauwerk erreichten. Felix nickte. „Ich finde, sie hat etwas sehr Erhabenes.“ Als sie die Kirche betraten, umfing sie eine ruhige, feierliche Stimmung. Die großen Buntglasfenster ließen das Licht der Wintersonne in farbigen Mustern durchscheinen. Die Krippe war aufgestellt, Kerzen flackerten, und leise Orgelmusik erfüllte den Raum. Felix‘ Mutter nahm sich Weihwasser und bekreuzigte sich – Felix tat es ihr nach. „Ihr könnt euch einfach dazu setzen und zuhören“, sagte sie zu den Spielern. „Es geht nicht darum, katholisch zu sein – es ist ein Moment der Besinnung.“ Messi nickte verstehend. „Genau das mag ich an Weihnachten – es gibt einem Zeit zum Nachdenken.“ Die Weihnachtsmesse beginnt – Worte, die berühren Der Gottesdienst begann, und der Priester sprach über das Licht der Weihnacht, über Zusammenhalt und darüber, dass die Geburt Christi Hoffnung für die Menschen bringt. Felix hörte aufmerksam zu. Es war eine beruhigende, friedliche Atmosphäre. Als die Gemeinde gemeinsam das Lied „Stille Nacht“ anstimmte, konnte er nicht anders, als mitzusingen. Auch Frau Lehmann summte leise mit – und sogar Messi und Neymar versuchten, den Text zu verstehen. Felix war erstaunt, wie aufmerksam die Spieler den Gottesdienst verfolgten. Nach der Predigt und dem abschließenden Gebet segnete der Priester die Gemeinde und wünschte allen gesegnete Weihnachten. Nach dem Gottesdienst – Ein ruhiger Moment der Dankbarkeit Als sie aus der Kirche traten, blieben sie einen Moment stehen und blickten auf die Stadt. „Das war wirklich schön“, sagte Messi leise. Neymar nickte. „Ich mochte die Stimmung. Es war anders als in Brasilien, aber trotzdem sehr bedeutungsvoll.“ Frau Lehmann lächelte. „Es tut gut, sich daran zu erinnern, was Weihnachten wirklich bedeutet. Felix blickte auf die Kirche zurück und spürte eine tiefe Zufriedenheit in sich. „Ja. Es geht nicht nur um Geschenke oder Essen – es geht um Zusammenhalt, Familie und Hoffnung.“ Seine Mutter nahm ihn sanft in den Arm. „Und genau das haben wir.“
Mit warmen Herzen machten sie sich auf den Weg nach Hause, um den letzten Weihnachtsfeiertag in Ruhe ausklingen zu lassen. 26. Dezember 2024 – Ein festlicher Abend mit traditionellem Sauerbraten Nach dem besinnlichen Gottesdienst in der Bonifatiuskirche, der Felix und die gesamte Familie noch einmal daran erinnert hatte, worum es an Weihnachten wirklich geht, kehrten sie entspannt und mit warmem Herzen nach Hause zurück. Doch der Tag war noch nicht zu Ende – am Abend wartete das traditionelle Weihnachtsessen: Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen! Felix freute sich besonders darauf. Er liebte Sauerbraten, und es war eine Tradition in ihrer Familie, dieses Gericht am zweiten Weihnachtsfeiertag zu genießen. Die Vorbereitungen in der Küche – Ein besonderer Duft erfüllt das Haus Schon als sie die Wohnung betraten, breitete sich ein wunderbarer Duft in der Luft aus. Seine Mutter hatte den Sauerbraten schon am Morgen eingelegt und langsam geschmort. Der süß-säuerliche Geruch der marinierten Rinderbratenstücke, die in einer würzigen Soße aus Essig, Rotwein, Zwiebeln und Gewürzen köchelten, ließ Felix‘ Magen sofort knurren. „Oh mein Gott, das riecht unglaublich!“, sagte Neymar und zog tief die Luft ein. Messi grinste. „Ich liebe traditionelle Gerichte. Und das hier scheint etwas ganz Besonderes zu sein.“ Suárez sah interessiert in den Topf. „Wie lange kocht das schon?“ Felix’ Mutter lachte. „Lange genug, damit das Fleisch schön zart wird. Das ist das Geheimnis von gutem Sauerbraten.“ Das Menü – Eine wahre Festtafel Als alles fertig war, wurde der Tisch feierlich gedeckt, und die Familie setzte sich zusammen. Sauerbraten mit würziger Soße Hausgemachte Klöße, frisch aus dem heißen Wasser Rotkohl mit Apfel und Gewürzen Eine feine Bratensoße mit Rosinen für die Süße „Das sieht fantastisch aus!“, rief Ronaldo begeistert. Frau Lehmann lächelte. „Sauerbraten gehört zu den besten Gerichten, die Deutschland zu bieten hat. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt.“ Felix konnte nicht länger warten – er nahm sich ein Stück Fleisch, schnitt es auf und probierte den ersten Bissen. „Mmmh… perfekt! Die Soße ist genau richtig – nicht zu süß, nicht zu sauer!“ Die Reaktionen – Begeisterung am Tisch Messi nahm einen Bissen und nickte anerkennend. „Wow, das ist eine Geschmacksexplosion.“ „Ich hab noch nie so etwas gegessen“, meinte Neymar. „Aber ich liebe es! Vor allem mit der Soße.“ Suárez grinste. „Und diese Klöße – die sind echt genial.“ Ronaldo nahm einen zweiten Löffel Rotkohl und sagte: „Ich gebe zu, ich war skeptisch, aber das ist ein großartiges Gericht.“ Felix‘ Mutter lachte. „Na dann bin ich froh, dass es euch schmeckt.“ Während sie aßen, erzählten sie von früheren Weihnachtsfesten, tauschten lustige Anekdoten aus und genossen einfach die wärmende, familiäre Atmosphäre. Ein gemütlicher Ausklang – Die letzten Weihnachtsstunden genießen
Nach dem Essen lehnten sich alle satt und zufrieden zurück. „Ich glaube, das war das beste Weihnachtsessen, das ich je hatte“, sagte Neymar und strich sich über den Bauch. Felix grinste. „Ich sag’s doch – Sauerbraten ist das Beste!“ Frau Lehmann trank noch einen Tee und seufzte glücklich. „Das war ein wunderbarer Abschluss für Weihnachten. Danke, dass ich dabei sein durfte.“ Felix sah in die Runde und spürte eine tiefe Dankbarkeit. Diese Weihnachtstage waren anders gewesen als sonst – aber sie waren perfekt. Familie, Freunde, gutes Essen und schöne Erinnerungen. So sollte Weihnachten sein. 27. Dezember 2024 – Ein Tag der Ruhe und ein Weihnachtsbier für Felix Nach den festlichen Weihnachtsfeiertagen mit all ihren Traditionen, gutem Essen und besonderen Momenten war die Familie erschöpft. Heute sollte ein Tag der Ruhe werden. Kein großer Ausflug, kein Einkaufsstress – einfach entspannen und die letzten Tage des Jahres genießen. Felix wachte spät auf und schlurfte langsam in die Küche. Die Wohnung war still. Seine Mutter saß am Tisch und trank gemütlich einen Tee, während Frau Lehmann in einem Sessel saß und in einer Zeitschrift blätterte. „Morgen… oder eher guten Mittag.“ Felix gähnte und setzte sich. Seine Mutter lachte. „Na, die Feiertage haben dich wohl geschafft?“ Felix nickte. „Ja… ich hätte nicht gedacht, dass Essen und Feiern so anstrengend sein können.“ Ein ruhiger Tag für alle Der Vormittag verging langsam. Keiner hatte große Pläne, und das war genau das Richtige. Felix‘ Mutter sah sich einen Weihnachtsfilm an. Frau Lehmann las gemütlich ein Buch. Felix lag auf dem Sofa und daddelte auf seinem Handy herum. Die Spieler entspannten sich ebenfalls – Ronaldo machte ein leichtes Workout, während Neymar und Messi einfach auf dem Sofa saßen und quatschten. Es war ein Tag zum Durchatmen. Nach all den aufregenden Momenten der letzten Tage tat es gut, nichts tun zu müssen. Ein besonderes Getränk – Felix probiert sein Weihnachtsbier Am frühen Abend ging Felix in die Küche und erinnerte sich an das Geschenk von Frau Lehmann: Die zwei Flaschen Weihnachtsbier. „Jetzt ist der perfekte Moment, um es zu probieren.“ Er nahm sich eine der Flaschen, öffnete sie und roch daran. Es hatte einen würzigen, leicht süßlichen Duft – mit Noten von Zimt, Nelken und Karamell. Messi, der in der Küche stand, sah ihn neugierig an. „Was hast du da?“ Felix grinste. „Ein Weihnachtsbier von meiner Ersatzoma. Ich dachte, heute gönne ich mir eins.“ Messi nickte. „Ich bin gespannt, wie es dir schmeckt.“ Felix nahm den ersten Schluck – der Geschmack war kräftig, aber angenehm süßlich und malzig. „Mmmh… das ist wirklich gut. Nicht zu bitter, nicht zu schwer. Perfekt für so einen Abend.“
Seine Mutter kam in die Küche und sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Felix, trinkst du da etwa wieder Bier?“ Felix lachte. „Keine Sorge, Mama – diesmal in Maßen. Und es ist was Besonderes!“ Frau Lehmann kam ebenfalls dazu und schmunzelte. „Na, schmeckt es dir?“ Felix nickte begeistert. „Ja, das ist echt ein gutes Bier. Perfekt für einen ruhigen Abend.“ Ein gemütlicher Abend – Dankbarkeit und Zufriedenheit Nach dem Essen setzte sich Felix mit den anderen ins Wohnzimmer, das noch immer von den Weihnachtslichtern geschmückt war. Mit seinem Weihnachtsbier in der Hand lehnte er sich zurück und lächelte. „Das war ein schönes Weihnachten“, sagte er leise. Seine Mutter nickte. „Ja, das war es wirklich.“ Frau Lehmann lächelte warm. „Und das Beste ist – wir haben es gemeinsam verbracht.“ Felix sah in die Runde und spürte eine tiefe Zufriedenheit. Er hatte eine Familie. Er hatte Freunde. Er hatte schöne Erinnerungen. Und er wusste: Das neue Jahr konnte kommen – er war bereit dafür. 28. Dezember 2024 – Der Einkauf für Silvester: Böller und Raketen Nach dem ruhigen Tag gestern spürte Felix heute wieder etwas mehr Energie. Silvester rückte immer näher, und er freute sich darauf, das Jahr mit einem großen Knall zu verabschieden. Schon als er aufstand, hatte er eine Idee: Heute würde er mit Neymar Silvesterböller und Raketen kaufen. Die Idee – Feuerwerk muss sein! Beim Frühstück sah Felix Neymar an und grinste. „Hast du schon mal in Deutschland Silvester gefeiert?“ Neymar schüttelte den Kopf. „Nein, aber ich habe gehört, dass hier richtig viel geböllert wird.“ Felix nickte. „Oh ja! Ich liebe es, Feuerwerk zu zünden. Wir sollten uns heute Böller und Raketen holen!“ Neymar lachte. „Das klingt nach einer guten Idee. Ich bin dabei!“ Messi, der mit einer Tasse Tee am Tisch saß, schüttelte leicht den Kopf. „Ich verstehe nie, warum Menschen so viel Geld für Feuerwerk ausgeben.“ Felix zuckte die Schultern. „Es gehört einfach dazu. Es macht Spaß, das alte Jahr mit einem Knall zu beenden!“ Seine Mutter kam dazu und hob warnend die Augenbrauen. „Aber bitte passt auf, dass ihr nichts Gefährliches kauft!“ „Natürlich, Mama. Wir sind vorsichtig.“ Ronaldo mischte sich ein. „Ich brauche keinen Lärm, um das Jahr zu verabschieden. Ich bleibe lieber ruhig mit einem guten Essen.“ Felix grinste. „Tja, jeder feiert anders.“ Auf zum Feuerwerksladen Felix und Neymar machten sich auf den Weg zu einem Geschäft, das jedes Jahr in Mainz eine große Feuerwerksauswahl hatte. Schon als sie ankamen, sahen sie eine lange Schlange von Menschen, die alle dasselbe Ziel hatten: die besten Böller und Raketen sichern. „Wow, das ist ja verrückt“, meinte Neymar, als sie sich anstellten. „Ja, die Leute lieben es, sich für Silvester einzudecken“, sagte Felix. Als sie endlich an der Reihe waren, schauten sie sich die Auswahl an:
Raketen-Sets mit bunten Effekten China-Böller für laute Knalle Vulkanfontänen und Bodenwirbel Batteriefeuerwerke für eine lange Show Felix zeigte auf ein großes Raketen-Set mit goldenen und blauen Effekten. „Das nehme ich! Das wird richtig cool.“ Neymar grinste und nahm sich ein großes Batterie-Feuerwerk, das mehrere Schüsse hintereinander abfeuerte. „Ich will was, das richtig abgeht“, lachte er. Felix nahm noch ein paar kleine Böller für zwischendurch, und dann gingen sie zur Kasse. „Das wird ein geniales Silvester“, meinte Felix zufrieden. Neymar nickte. „Ich kann es kaum erwarten!“ Zurück nach Hause – Die Vorfreude steigt Als sie nach Hause kamen, stellte Felix die Feuerwerkskisten auf den Tisch. Messi sah sich die Raketen an und grinste. „Ihr habt es echt ernst gemeint.“ Felix lachte. „Natürlich! Wir machen keine halben Sachen.“ Seine Mutter kam dazu und seufzte. „Solange ihr nichts Dummes anstellt…“ „Versprochen, Mama. Wir machen das sicher und verantwortungsvoll.“ Die Vorfreude auf Silvester war jetzt noch größer. Felix konnte es kaum erwarten, das Jahr 2024 mit einem spektakulären Feuerwerk zu verabschieden. 29. Dezember 2024 – Ein letztes Mal Sauerbraten genießen Nach dem erfolgreichen Einkauf der Silvesterböller und Raketen am Vortag spürte Felix, dass das Jahr nun wirklich dem Ende entgegen ging. Doch bevor sie sich auf das große Silvesterfeuerwerk vorbereiteten, gab es noch eine letzte kulinarische Tradition: Noch einmal Sauerbraten essen – ein letztes Mal in diesem Jahr. Felix freute sich darauf. Er liebte Sauerbraten, und nach dem letzten Festessen wusste er, dass es noch Reste in der Küche gab. Seine Mutter hatte bereits angekündigt, dass sie die letzten Portionen warm machen würde – damit sie das Jahr mit einem richtigen Festmahl abschließen konnten. Die Vorfreude steigt – Die letzten Reste werden aufgewärmt Am frühen Abend versammelte sich die ganze Familie mit den Spielern in der Küche. „So, ihr Lieben – heute gibt es den letzten Sauerbraten des Jahres!“ rief Felix’ Mutter, während sie die Soße umrührte. „YES!“, rief Neymar und klatschte in die Hände. „Ich habe mich schon darauf gefreut.“ Messi lachte. „Ich habe noch nie so oft Sauerbraten gegessen wie in den letzten Tagen – aber ich bereue nichts.“ Ronaldo schüttelte den Kopf. „Schon wieder? Ihr esst ja mehr Sauerbraten als wir in Portugal Fisch.“ Felix grinste. „Man kann nie genug davon bekommen!“ Das letzte Sauerbraten-Festmahl Die letzten Reste des zarten, eingelegten Rinderbratens wurden auf Tellern angerichtet. Dazu gab es natürlich wieder: ✔ Kloß mit viel Soße ✔ Rotkohl mit Apfelstückchen ✔ Frisches Brot mit Butter
„Also, lasst es euch schmecken – das ist der letzte Sauerbraten für dieses Jahr!“ sagte Felix und hob seine Gabel. Alle griffen zu – und es war wieder einmal ein Genuss. „Diese Soße ist einfach ein Meisterwerk“, meinte Suárez begeistert. „Ich glaube, ich muss das Rezept mitnehmen“, fügte Neymar hinzu. „Vielleicht mache ich das nächstes Jahr zu Weihnachten in Brasilien.“ Felix’ Mutter lachte. „Gerne! Aber es braucht viel Geduld – guter Sauerbraten muss lange ziehen.“ „Dann lasse ich es einfach jemand anderen kochen“, grinste Neymar. Alle lachten. Ein letztes Mal genießen – Erinnerungen an ein tolles Jahr Während sie aßen, wurde Felix nachdenklich. „Dieses Jahr war echt verrückt“, sagte er. „Ich hätte nie gedacht, dass ich Weihnachten mal mit Fußballstars verbringe… und dass ich so viel über mich selbst lernen würde.“ Seine Mutter sah ihn stolz an. „Und du hast dich weiterentwickelt, Felix. Du hast Herausforderungen gemeistert und deinen Weg gefunden.“ Frau Lehmann nickte. „Du bist erwachsener geworden – und das ist das Wichtigste.“ Felix lächelte. „Ja… und ich bin dankbar für alles, was ich erlebt habe.“ Messi hob sein Glas. „Dann lasst uns darauf anstoßen – auf ein großartiges Jahr und ein noch besseres nächstes Jahr!“ Alle stießen an – mit Wasser, Saft oder Bier. Felix nahm den letzten Bissen Sauerbraten und wusste: Das Jahr war fast vorbei – aber die Erinnerungen daran würden bleiben. 30. Dezember 2024 – Ein letztes Mal in die Kneipe und ein Bier zum Jahresabschluss Das Jahr neigte sich dem Ende zu, und nach dem letzten Sauerbraten-Festmahl wusste Felix: Es war Zeit für einen weiteren kleinen Abschied. „Morgen ist Silvester… das bedeutet, heute ist unsere letzte Gelegenheit, noch einmal gemeinsam in die Kneipe zu gehen!“ Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez sahen ihn interessiert an. „Du meinst, wir machen einen letzten entspannten Abend vor dem großen Knall?“ fragte Messi. Felix nickte. „Ja! Einfach zusammen sein, auf das Jahr anstoßen und es ruhig ausklingen lassen, bevor morgen alle Raketen losgehen.“ Seine Mutter seufzte mit einem Lächeln. „Aber nicht wieder übertreiben, Felix.“ Felix hob die Hände. „Keine Sorge! Dieses Mal genieße ich einfach nur ein Bier – ohne Drama.“ Frau Lehmann schmunzelte. „Na dann viel Spaß, Jungs.“ Auf in die Kneipe – Ein Abschied vom alten Jahr Die Gruppe machte sich am Abend auf den Weg zu Felix‘ Stammkneipe – eine kleine, gemütliche Bar in Mainz, in der er gerne mit Freunden oder seiner Familie einkehrte. Die Straßen waren belebt, viele Menschen genossen die letzten Tage des Jahres in geselliger Runde. Als sie die Kneipe betraten, war die Atmosphäre warm und einladend: Der Duft von frisch gezapftem Bier lag in der Luft. Aus den Lautsprechern lief ruhige Rockmusik. Eine Lichterkette funkelte über dem Tresen. Felix und die Spieler setzten sich an ihren üblichen Tisch. „Das ist echt ein schöner Ort“, meinte Neymar. „Ja, hier kann man das Jahr gut abschließen“, fügte Messi hinzu.
Felix bestellte sich ein dunkles Weihnachtsbier, während Messi und Neymar ein alkoholfreies Bier wählten. Suárez entschied sich für ein Glas Wein, während Ronaldo wie immer bei Wasser blieb. „Auf das Jahr 2024!“ rief Felix und hob sein Glas. „Und auf ein noch besseres 2025!“ ergänzte Neymar. Alle stießen an und nahmen einen tiefen Schluck. Rückblick auf das Jahr – Die besten Momente Während sie ihr Bier genossen, sprachen sie über das vergangene Jahr. Felix lehnte sich zurück und dachte nach. „Wisst ihr, vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich heute hier sitzen würde… mit euch.“ Messi lächelte. „Das Leben hält immer Überraschungen bereit.“ „Ja“, sagte Felix. „Ich habe so viel erlebt – Höhen und Tiefen. Aber es war ein gutes Jahr.“ Neymar lachte. „Und Mainz ist auf Platz 5 der Bundesliga! Wer hätte das gedacht?“ Felix grinste. „Ich hoffe, wir schaffen es nach Europa!“ Ronaldo nickte. „Du hast gelernt, dich durchzusetzen – und trotzdem das Leben zu genießen. Das ist wichtig.“ Felix nahm einen Schluck von seinem Bier und ließ die Worte auf sich wirken. Ja, es war ein Jahr voller Herausforderungen gewesen – aber auch voller Wachstum, Freundschaft und besonderer Momente. Der letzte Kneipenabend des Jahres klingt aus Nach ein paar weiteren Gesprächen und einem zweiten Bier für Felix (diesmal wirklich in Maßen!) beschlossen sie, den Abend langsam ausklingen zu lassen. „Morgen wird groß gefeiert – da sollten wir heute nicht zu spät machen.“ meinte Messi. Felix nickte. „Ja, morgen geht’s rund – ich kann es kaum erwarten!“ Sie verabschiedeten sich vom Wirt und machten sich auf den Heimweg. Als Felix ins Bett fiel, fühlte er sich zufrieden. Ein letztes Bier, ein letzter entspannter Abend – jetzt konnte Silvester kommen. 31. Dezember 2024 – Silvesterabend: Feier im Restaurant und ein Rückzug ins Hotelzimmer Der letzte Tag des Jahres war gekommen – Silvester 2024. Felix hatte sich den ganzen Tag über auf den Abend gefreut, denn die Familie und die Spieler hatten beschlossen, das neue Jahr in einem schönen Restaurant zu begrüßen. Seine Mutter hatte einen Tisch in einem eleganten Silvester-Restaurant in der Mainzer Innenstadt reserviert, wo sie ein festliches Menü genießen und später gemeinsam auf das neue Jahr anstoßen wollten. Doch Felix wusste auch: Solche Feiern konnten anstrengend für ihn sein. Er mochte gesellige Runden – aber wenn es zu laut oder zu voll wurde, fühlte er sich schnell unwohl. Trotzdem wollte er es versuchen. Die Ankunft im Restaurant – Eine festliche Atmosphäre Als sie das Restaurant betraten, war es bereits voller Menschen, die in festlicher Stimmung waren. Lichterketten funkelten an den Wänden. Die Kellner servierten bereits Sekt und Cocktails. Live-Musik spielte im Hintergrund. „Wow, das ist wirklich schön hier“, sagte Neymar beeindruckt. Felix sah sich um. Ja, es sah toll aus – aber es war auch sehr eng.
Die Tische standen dicht beieinander, es war viel Bewegung im Raum, und die Gespräche der Gäste vermischten sich zu einem lauten Stimmengewirr. Felix nahm tief Luft. Er wollte es genießen. Sie wurden zu ihrem Tisch geführt, wo bereits das festliche Menü vorbereitet war: 🍽 Vorspeise: Lachs-Tatar mit Avocado Hauptgang: Rinderfilet mit Rotweinsauce oder vegetarisches Risotto Dessert: Mousse au Chocolat mit Himbeerspiegel Messi war begeistert. „Das ist echt ein perfektes Silvesteressen.“ Auch Felix‘ Mutter lächelte. „Ich wollte, dass wir das Jahr besonders abschließen.“ Felix nahm sich ein Glas Wasser und versuchte, sich zu entspannen. Doch je mehr Gäste kamen, desto unruhiger wurde es. Es wird zu eng – Felix fühlt sich unwohl Während alle zu essen begannen, spürte Felix, wie die Geräuschkulisse immer weiter anstieg. Menschen lachten laut. Gläser klirrten ständig. Die Musik wurde lauter. Felix’ Herz begann schneller zu schlagen. Er versuchte, sich auf sein Essen zu konzentrieren – doch sein Kopf wurde immer voller. Neymar bemerkte es zuerst. „Felix, geht’s dir gut?“ Felix nickte schnell. „Ja, ja, alles gut…“ Doch seine Hände fühlten sich kalt an. Es war einfach zu eng, zu laut – er konnte sich nicht mehr wohlfühlen. Seine Mutter legte ihm sanft die Hand auf den Arm. „Möchtest du vielleicht kurz rausgehen?“ Felix überlegte. Er wollte niemanden enttäuschen. Aber er wusste, dass er es nicht mehr lange aushalten würde. Er atmete tief durch und traf eine Entscheidung. „Ich gehe ins Hotelzimmer hoch – ich brauche kurz Ruhe.“ Seine Mutter nickte verständnisvoll. „Das ist völlig in Ordnung, Felix.“ Messi sah ihn an. „Möchtest du, dass jemand mitkommt?“ Felix schüttelte den Kopf. „Nein, genießt ihr die Feier. Ich komme später vielleicht wieder runter.“ Der Rückzug ins Hotelzimmer – Ein Moment der Ruhe Felix verließ das Restaurant und nahm den Aufzug nach oben in das Hotelzimmer, das sie für die Nacht gebucht hatten. Sobald die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, wurde es plötzlich ganz still. Keine lauten Gespräche. Keine Musik. Keine Enge. Felix atmete tief aus und setzte sich aufs Bett. Er fühlte sich sofort besser. Manchmal war es einfach wichtig, sich zurückzuziehen – und das war okay. Er nahm sein Handy und schrieb seiner Mutter eine Nachricht: „Alles gut bei mir. Genießt das Essen – ich komme später vielleicht wieder runter.“ Nach einer Weile legte er sich hin und hörte entspannte Musik über seine Kopfhörer. Er wusste, dass das neue Jahr kommen würde – aber er wollte es auf seine Weise begrüßen. 31. Dezember 2024 – Die Silvesternacht: Böllern auf dem Parkplatz
Nachdem Felix sich eine Weile im Hotelzimmer ausgeruht hatte, fühlte er sich wieder besser. Die laute, überfüllte Atmosphäre im Restaurant hatte ihn überfordert, aber nun – nach etwas Ruhe – spürte er wieder neue Energie. Er wusste, dass seine Mutter und die anderen noch feierten, doch er hatte für Mitternacht ganz eigene Pläne: Silvesterböller zünden! Er hatte sich mit Neymar bereits am 28. Dezember mit Raketen, Böllern und BatterieFeuerwerk eingedeckt, und jetzt wollte er das alte Jahr mit einem Knall verabschieden. „Jetzt oder nie“, dachte er und zog sich an. Er schnappte sich seine Feuerwerkskiste und verließ das Hotelzimmer. Treffen mit Neymar – Der perfekte Ort für Feuerwerk Unten vor dem Hotel angekommen, sah Felix Neymar bereits draußen warten. „Da bist du ja!“ Neymar grinste. „Ich dachte schon, du verpasst den Jahreswechsel.“ Felix schüttelte den Kopf. „Keine Chance! Ich bin bereit!“ „Wo wollen wir zünden?“ fragte Neymar und schaute sich um. Felix überlegte kurz und zeigte dann auf einen freien Parkplatz neben dem Hotel. „Da hinten! Der Platz ist groß genug, es stehen keine Autos, und wir stören niemanden.“ „Perfekt!“ rief Neymar. Zusammen gingen sie zum Parkplatz und packten ihre Böller und Raketen aus. Die ersten Böller – Der Spaß beginnt Felix nahm einen ersten Böller, legte ihn auf den Boden und zündete ihn mit seinem Feuerzeug an. BOOM! Neymar lachte. „Geil! Ich will auch mal!“ Er schnappte sich einen Chinaböller, zündete ihn und warf ihn nach vorne – ein lauter Knall hallte über den Parkplatz. Felix grinste. „Jetzt die Raketen!“ Er stellte eine Rakete in eine leere Flasche, zündete die Lunte an und trat zurück. Die Rakete schoss in den Himmel und explodierte in einem bunten, goldenen Regen! „WOOOOW!“ rief Neymar begeistert. Felix konnte nicht anders, als breit zu grinsen. „Das ist der Wahnsinn!“ Nach und nach zündeten sie mehr Feuerwerk: Wunderkerzen für coole Fotos Batterie-Feuerwerk mit mehrfarbigen Schüssen Bunte Leuchtkugeln, die langsam am Himmel verglühten Die Nacht war erfüllt von Farben, Licht und lauten Knallen. Mitternacht – Der große Moment 23:59 Uhr. Felix und Neymar sahen auf die Uhr. „Gleich ist es soweit!“, rief Neymar. Felix nahm eine seiner größten Raketen und stellte sie bereit. „Das wird unser krönender Abschluss.“ 10… 9… 8… Überall in Mainz begann das Feuerwerk – der Himmel leuchtete in allen Farben. 7… 6… 5… Felix zündete die große Rakete und trat zurück.
Die Rakete stieg hoch, hoch, hoch… und explodierte in einem riesigen, goldenen Glitzerregen! 4… 3… 2… Felix und Neymar rissen die Arme hoch. 1… BOOOOOM! „FROHES NEUES JAHR, FELIX!“ schrie Neymar. Felix lachte. „DIR AUCH, BRUDER!“ Ein perfekter Start ins neue Jahr Nachdem die größte Rakete verglüht war, sahen sie sich um. Überall in der Stadt explodierten bunte Raketen am Himmel. Goldene Funken regneten hinab. Silberne Lichtblitze zuckten durch die Dunkelheit. Ein neues Jahr hatte begonnen. Felix nahm eine letzte Wunderkerze, hielt sie hoch und grinste. „2025 wird ein geiles Jahr.“ Neymar klopfte ihm auf die Schulter. „Das war die beste Silvesternacht ever!“ Felix nickte zufrieden. Er hatte das alte Jahr mit einem Knall verabschiedet – und war bereit für alles, was kommen würde. 1. Januar 2025 – Eine schlaflose Nacht für Felix Nach der aufregenden Silvesternacht, in der Felix mit Neymar auf dem Parkplatz geböllert hatte, kehrte er schließlich ins Hotelzimmer zurück. Er war müde, aber sein Kopf war noch voller Eindrücke. Die lauten Knalle, die Lichter am Himmel, die Aufregung – all das hallte in ihm nach. Er legte sich ins Bett und zog die Decke bis zum Kinn. Doch sobald er die Augen schloss, spürte er eine unangenehme Härte unter sich. Das Bett war viel zu fest. Er drehte sich auf die Seite, zog die Knie an, streckte sich wieder aus – aber es half nichts. Die Matratze war steinhart, und egal, wie er sich bewegte, er konnte keine bequeme Position finden. Sein Kopf wurde immer unruhiger. Gedanken schossen durch seinen Geist. Was würde das neue Jahr bringen? Würde alles so weitergehen wie bisher? Würde er seine Ziele erreichen? Er öffnete die Augen und starrte an die Decke. Die Dunkelheit fühlte sich drückend an. Nach einer Stunde begann er, sich im Bett hin und her zu wälzen. Messi, der im Zimmer nebenan lag, bemerkte das Geräusch und rief leise: „Felix, kannst du nicht schlafen?“ „Nein… das Bett ist einfach zu hart“, murmelte Felix. „Geht mir genauso“, kam es von Neymar. „Ich bin es gewohnt, in weichen Betten zu schlafen. Das hier fühlt sich an wie eine Steinplatte.“ Felix seufzte. „Ich versuche es noch ein bisschen.“ Doch eine weitere Stunde verging, und sein Körper fühlte sich immer angespannter an. Schließlich hielt er es nicht mehr aus. Er stand leise auf, zog sich einen Pullover über und schlich sich aus dem Zimmer. Seine Füße fühlten sich kalt an, als er durch den dunklen Flur ging. Er wusste genau, wo er hinwollte. Er klopfte vorsichtig an die Tür des Zimmers seiner Mutter.
Nach ein paar Sekunden öffnete sie die Tür einen Spalt und blinzelte ihn verschlafen an. „Felix? Was ist los?“ Felix senkte den Blick. „Ich kann nicht schlafen… das Bett ist zu hart. Mein Kopf kommt einfach nicht zur Ruhe.“ Seine Mutter öffnete die Tür weiter und lächelte müde. „Komm rein, mein Schatz. Es ist ja nur eine Nacht.“ Felix legte sich neben sie ins Bett, das sich sofort wärmer und weicher anfühlte als seines. Seine Mutter strich ihm sanft über den Kopf. „Möchtest du reden, oder willst du einfach versuchen zu schlafen?“ Felix schloss die Augen und atmete tief durch. „Ich glaube, ich brauche nur ein bisschen Ruhe.“ „Dann ruh dich aus“, flüsterte sie. Und nach ein paar Minuten, in denen nur ihr ruhiger Atem zu hören war, fand Felix endlich den Schlaf, den er gesucht hatte. 1. Januar 2025 – Die Rückkehr nach Hause und ein weiteres Nickerchen Felix wachte spät am Morgen auf. Das Hotelzimmer war ruhig, nur ein leichter Lichtschein fiel durch die halb geöffneten Vorhänge. Er blinzelte und brauchte einen Moment, um sich zu orientieren. Dann erinnerte er sich wieder an die Nacht. Er war zu seiner Mutter gegangen, weil er in seinem eigenen Bett nicht hatte schlafen können. Jetzt lag er in ihrem Zimmer, eingekuschelt in die weiche Bettdecke, die ihm viel angenehmer vorkam als das harte Hotelbett. Seine Mutter war bereits wach und saß auf dem Bett, trank einen Tee und sah ihn mit einem sanften Lächeln an. „Guten Morgen, Felix. Gut geschlafen?“ Felix gähnte und streckte sich. „Ja, das war genau das, was ich gebraucht habe.“ Seine Mutter nickte. „Ich dachte mir, dass du noch ein bisschen Ruhe brauchst.“ Er richtete sich langsam auf und rieb sich die Augen. „Wie spät ist es?“ „Kurz vor elf. Die anderen sind auch schon wach. Wir fahren bald nach Hause.“ Felix nickte. Er freute sich darauf, wieder in sein eigenes Bett zu kommen. Die Rückfahrt nach Hause – Stille nach der Silvesternacht Nachdem alle sich fertig gemacht und das Hotelzimmer geräumt hatten, stiegen sie ins Auto. Die Fahrt nach Hause war ruhig. Nach der aufregenden Silvesternacht und der kurzen, unruhigen Nacht im Hotel war jeder müde und genoss die Stille. Felix lehnte sich im Sitz zurück und sah aus dem Fenster. Die Straßen waren ungewöhnlich leer, die meisten Menschen schliefen vermutlich noch ihren Silvesterkater aus oder verbrachten den Neujahrstag gemütlich zu Hause. Messi saß vorne und scrollte auf seinem Handy, Neymar hatte sich mit Kopfhörern in den Sitz gelehnt, und Felix‘ Mutter konzentrierte sich auf die Fahrt. Nach knapp 40 Minuten erreichten sie endlich die Wohnung. „Endlich wieder zu Hause“, murmelte Felix, als er ausstieg und tief durchatmete. Ein weiteres Nickerchen – Endlich richtig ausruhen Kaum hatte er seine Jacke ausgezogen, spürte er, wie müde er immer noch war. „Ich lege mich nochmal hin“, sagte er zu seiner Mutter, die gerade in die Küche ging. Sie lachte leise. „Mach das. Es war eine lange Nacht.“ Felix ging in sein Zimmer, ließ sich in sein weiches Bett fallen und zog die Decke über sich. Endlich wieder sein eigenes Bett.
Kein hartes Hotelbett, keine lauten Geräusche, keine Unruhe. Nur Ruhe. Innerhalb weniger Minuten war er eingeschlafen. 1. Januar 2025 – Ein ruhiger Abend mit einem Abstecher zu Burger King Felix hatte den ganzen Nachmittag tief und fest geschlafen. Das eigene Bett tat einfach gut, nachdem er die Nacht zuvor kaum Ruhe gefunden hatte. Als er am Abend langsam die Augen öffnete, fühlte er sich zwar immer noch etwas müde, aber auch hungrig. Er hörte Geräusche aus dem Wohnzimmer – seine Mutter schien in der Küche zu sein, und die Spieler unterhielten sich leise. Langsam stand er auf, zog sich eine Jogginghose an und schlurfte ins Wohnzimmer. Messi schaute von der Couch auf. „Na, wieder unter den Lebenden?“ Felix gähnte. „Ja… aber ich hab jetzt echt Hunger.“ Neymar grinste. „Ich auch! Wollen wir noch irgendwo was essen gehen?“ Felix überlegte kurz. Seine Mutter hatte heute nicht gekocht, und er hatte keine Lust auf ein großes Essen. Dann kam ihm eine Idee. „Lass uns zu Burger King gehen. Ich hab richtig Bock auf einen großen Burger.“ Ronaldo verzog leicht das Gesicht. „Fast Food?“ Felix lachte. „Ja, einmal im Jahr ist das okay.“ Neymar stand auf. „Bin dabei! Ich brauche Pommes und eine große Cola.“ Messi zuckte mit den Schultern. „Ich komme mit. Aber nur, um euch zuzusehen.“ Felix zog sich schnell eine Jacke über, und wenig später machten sie sich auf den Weg zu Burger King. Bei Burger King – Ein entspanntes Essen nach Silvester Als sie ankamen, war es relativ leer. Die meisten Leute hatten wohl genug vom Feiern und blieben zu Hause. Felix trat an den Tresen und bestellte: ✔ Einen großen Cheeseburger ✔ Eine große Portion Pommes ✔ Eine Cola Neymar bestellte sich das Gleiche, während Messi sich wirklich nur einen kleinen Salat nahm. „Ich will morgen nicht bereuen, was ich esse“, meinte er grinsend. Felix schüttelte den Kopf. „Manchmal muss man einfach genießen.“ Sie setzten sich an einen Tisch und fingen an zu essen. Neymar biss in seinen Burger und verdrehte die Augen. „Nach so einem Tag gibt es nichts Besseres.“ Felix stimmte ihm zu. „Perfekt, um das neue Jahr gemütlich zu starten.“ Während sie aßen, redeten sie über ihre Pläne für die nächsten Tage. „Und morgen?“ fragte Messi. „Was steht an?“ Felix zuckte mit den Schultern. „Mal sehen… ich will es langsam angehen lassen.“ Nachdem sie ihr Essen genossen hatten, machten sie sich auf den Rückweg. Felix fühlte sich satt, zufrieden und endlich wirklich angekommen im neuen Jahr. Heute hatte er genau das bekommen, was er brauchte – Ruhe, Entspannung und einen guten Burger. 2. Januar 2025 – Ein ruhiger Tag der Erholung Nach dem Burger-King-Abend am Neujahrstag und den vielen Erlebnissen der vergangenen Wochen, beschloss Felix am Morgen des 2. Januars, sich heute komplett zu schonen. Die letzten Tage waren voll gewesen – voller Menschen, Eindrücke, Lichter, Essen, Gespräche, Lärm, Emotionen.
Und obwohl es schöne Tage gewesen waren, merkte Felix jetzt: Er brauchte einfach mal Ruhe. Als er aufwachte, war die Wohnung still. Er streckte sich, ging leise ins Wohnzimmer und sah Neymar auf dem Sofa liegen – mit einer Decke bis zur Nase und Kopfhörern in den Ohren. Felix musste grinsen. „Du auch?“ Neymar zog kurz einen Kopfhörer raus. „Was meinst du?“ „Heute einfach mal nichts tun. Kein Plan, kein Stress, kein Reden müssen.“ Neymar nickte langsam. „Ganz genau. Ich brauch einen Tag auf Stand-by.“ Felix verschwand kurz in der Küche, machte sich einen Tee und holte sich seine Kuscheldecke aus dem Zimmer. Dann legte er sich aufs Sofa gegenüber von Neymar. Sie sagten nichts weiter – und das war genau richtig. Stille Stunden – Zeit zum Durchatmen Der Tag verging in angenehmer, wohltuender Stille. Felix döste zwischendurch ein, las in einem Buch, das er zu Weihnachten bekommen hatte, hörte leise Musik und starrte einfach zwischendurch aus dem Fenster. Neymar wechselte zwischen Musik, YouTube-Videos und kurzen Nickerchen. Messi kam einmal ins Wohnzimmer, sah die beiden still auf ihren Sofas liegen, grinste und sagte: „Ihr seht aus wie zwei Koalas nach einer durchzechten Nacht.“ Felix hob nur den Daumen. Mehr wollte er gar nicht sagen. Seine Mutter ließ die beiden in Ruhe. Auch sie war froh, dass nach all der Trubel endlich ein Tag kam, an dem niemand etwas wollte. Später Nachmittag – Ein Moment zum Innehalten Am späten Nachmittag saßen Felix und Neymar auf dem Balkon, eingepackt in Decken, mit dampfenden Tassen Tee in der Hand. Die Luft war kalt, aber klar, und der Himmel färbte sich langsam orange. „Du, Felix…“ sagte Neymar plötzlich. „Hm?“ „Ich weiß nicht, wie lange wir noch hierbleiben. Aber ich wollte sagen – die Zeit mit dir war etwas ganz Besonderes.“ Felix sah ihn an und nickte. „Für mich auch. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so etwas erleben würde.“ Beide blickten eine Weile in den Himmel, ohne weiter zu sprechen. Sie mussten sich nicht viel sagen – sie hatten sich verstanden. Heute war ein Tag, an dem keine Action nötig war. Nur Ruhe. Nur durchatmen. Und genau das tat beiden gut. 3. Januar 2025 – Ein gemeinsamer Tag in der Stadt und ein geselliger Abend in der Kneipe Nach dem ruhigen Vortag, an dem Felix und Neymar sich einfach mal nur ausgeruht hatten, war heute wieder ein bisschen mehr Leben angesagt. Felix‘ Mutter schlug beim Frühstück vor: „Wie wäre es, wenn wir heute alle zusammen mal in die Stadt gehen? Einfach ein bisschen bummeln, was Warmes trinken und die frische Luft genießen?“ Felix überlegte kurz und nickte dann. „Ja, gute Idee. Wir waren seit Weihnachten nicht mehr wirklich unterwegs alle zusammen.“
Messi, Neymar, Ronaldo, Suárez – alle stimmten zu. Es war das erste Mal seit dem Fest, dass die ganze Familie und die Spieler wieder gemeinsam etwas unternahmen. Ein winterlicher Stadtbummel Am späten Vormittag machten sie sich auf den Weg in die Mainzer Innenstadt. Die Weihnachtsdeko war größtenteils noch da, aber die Straßen wirkten schon ruhiger als in der Adventszeit. In den Schaufenstern standen noch ein paar Weihnachtsartikel. Menschen gingen eingepackt in dicken Schals durch die Gassen. Es roch nach Glühwein und frischem Kaffee. Sie spazierten durch die Fußgängerzone, schauten in ein paar Geschäfte, kauften Kleinigkeiten – Felix fand z. B. einen neuen Schlüsselanhänger mit einem Mini-M05-Trikot. „Der passt gut zu deinem neuen Jahr“, meinte seine Mutter und lächelte. Messi kaufte sich ein Buch über die Geschichte von Mainz, während Suárez interessiert in einem Sportladen stöberte. Dann kehrten sie in ein Café ein, tranken Tee, heiße Schokolade oder Kaffee. Felix bestellte sich ein Stück Käsekuchen und ließ sich die winterliche Sonne ins Gesicht scheinen. „So ein einfacher Tag kann manchmal das Schönste sein“, sagte er zufrieden. Am Abend – Die erste gemeinsame Kneipentour Als sie am Abend wieder zu Hause waren, meinte Felix plötzlich: „Wir waren schon lange nicht mehr alle zusammen in der Kneipe. Warum nicht heute Abend mal?“ Seine Mutter zögerte kurz. „Na gut – aber nur eine Runde, ja?“ „Versprochen“, sagte Felix. So machten sie sich gegen 19 Uhr auf den Weg in Felix’ Lieblingskneipe, eine urige Bar mit Holzvertäfelung, Fußballposter an den Wänden und einem freundlichen Wirt, der Felix kannte, seit er das erste Mal dort war. „Da seid ihr ja wieder“, begrüßte der Wirt sie lachend. „Und diesmal mit voller Mannschaftsstärke.“ Sie setzten sich an ihren Stammplatz in der Ecke. Die Stimmung war ausgelassen, aber nicht zu laut – genau richtig. Felix bestellte sich ein alkoholfreies Weizenbier, seine Mutter trank ein Radler, Frau Lehmann bestellte sich einen Kräuterlikör, und die Spieler nahmen verschiedene Sachen – Ronaldo, wie gewohnt, ein Wasser. Ein Abend voller Gespräche, Lachen und Nähe Sie redeten über das vergangene Jahr, über Fußball, über das Wetter, über Pläne für 2025. Messi erzählte von seiner ersten Zeit in Mainz, Neymar imitierte einen Kellner aus dem Café, der besonders ernst gewirkt hatte, und Suárez lachte Tränen, als Felix über seine erste verpatzte Date-Erfahrung sprach. Ronaldo saß ruhig daneben und lächelte, ab und zu brachte er einen weisen Satz ein – aber er genoss sichtlich, dass die Gruppe so harmonisch zusammengewachsen war. Felix sah sich irgendwann um, nippte an seinem Bier und dachte: „Das hier… fühlt sich an wie eine echte Familie.“ Keiner spielte eine Rolle, keiner musste etwas beweisen. Sie waren einfach nur Menschen, die zusammen einen guten Abend hatten. Rückweg durch die Nacht
Gegen 22 Uhr machten sie sich wieder auf den Heimweg. Die Straßen waren leer und still, der Himmel klar. Felix ging in der Mitte der Gruppe, Hände in den Taschen, und fühlte eine tiefe Ruhe in sich. Seine Mutter legte kurz den Arm um ihn. „Ein schöner Tag, oder?“ „Einer der besten in letzter Zeit“, sagte Felix ehrlich. Zu Hause angekommen, war keiner mehr groß gesprächig. Jeder ging bald schlafen – zufrieden, ruhig und voller Dankbarkeit für einen dieser ganz normalen, besonderen Tage. 4. Januar 2025 – Die Familie wird krank Der nächste Tag begann ruhig. Die Sonne schien zaghaft durch die Gardinen, und in der Wohnung war es still. Zu still. Felix wachte spät auf, weil er in der Nacht unruhig geschlafen hatte. Sein Hals kratzte, sein Kopf fühlte sich schwer an und seine Nase war dicht. „Nicht jetzt…“, murmelte er, während er sich langsam aufsetzte. Er schleppte sich in die Küche – und dort saß seine Mutter mit einem dicken Schal um den Hals und einer Tasse heißem Tee in der Hand. „Morgen, mein Schatz… ich glaub, mich hat’s erwischt.“ Felix blinzelte sie an. „Ich auch… mein Kopf ist ein einziger Watteball.“ Im selben Moment kam Neymar ins Zimmer. Er sah ebenfalls mitgenommen aus, rieb sich die Stirn und murmelte auf halber Stimme: „Ich schwöre, mein Gehirn pocht… und meine Nase läuft wie ein Wasserfall.“ Messi erschien kurz darauf mit einem Taschentuchbündel in der Hand, seine Stimme nasal: „Was ist hier los? Sind wir alle krank?“ Und dann fiel der Verdacht sofort auf Frau Lehmann. Sie lag eingekuschelt im Sessel, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch, einer dicken Decke und dem typischen Rot an den Wangen, das jeder bei ihr kannte, wenn sie erkältet war. „Es tut mir leid, Kinder… ich dachte, es wäre nur ein kleiner Husten.“ Felix setzte sich neben sie. „Du brauchst dich nicht entschuldigen. Das passiert eben. Wir haben so viel zusammen gemacht, da war das fast unvermeidlich.“ Krankheitswelle in der ganzen Wohnung Im Laufe des Vormittags wurde klar: Alle – außer Ronaldo – hatten sich angesteckt. ✔ Felix hatte Halsschmerzen, Husten und Gliederschmerzen ✔ Seine Mutter fühlte sich fiebrig und matt ✔ Neymar und Messi husteten um die Wette ✔ Frau Lehmann schlief fast nur noch ✔ Suárez lag mit Wärmflasche im Bett und schnarchte ✔ Nur Ronaldo blieb fit und übernahm fast selbstverständlich die „Pflegeleitung“ „Ich hab es euch immer gesagt: Gesunder Lebensstil, viel Wasser, kein Alkohol“, meinte Ronaldo, als er allen Tee mit Honig kochte. Felix konnte nur müde lächeln. „Du hast gewonnen, Cristiano.“ Ronaldo verteilte Tabletten, Taschentücher, warme Socken und versuchte, in der Küche etwas zu kochen, was nicht sofort anbrennt. Es wurde ein Tag der dicken Decken, heißen Tees, Hustensäfte, Wärmeflaschen und Schlafpausen. Trotz Krankheit – ein Hauch von Nähe So unangenehm die Erkältung war, so entstand daraus auch etwas Schönes: Eine neue Form von Nähe. Keiner hatte mehr Kraft, um Streit, Stress oder Pläne zu machen. Stattdessen:
✔ Sie lagen gemeinsam auf dem Sofa und sahen leise einen Film ✔ Felix spielte Pokémon GO vom Bett aus und tauschte Geschenke mit Neymar ✔ Messi las aus seinem Mainz-Buch vor, während Frau Lehmann auf seinem Arm einschlief ✔ Suárez und Felix versuchten abwechselnd, ein Sudoku zu lösen ✔ Und Ronaldo kümmerte sich fast wie ein Vater um alle – geduldig, ruhig, zuverlässig Felix, obwohl krank, merkte: Es war okay, mal schwach zu sein. Es war okay, sich helfen zu lassen. Und es war schön, so etwas wie ein echtes, familiäres Zuhause zu spüren. Am Abend – Hoffnung auf Besserung Als es draußen dunkel wurde, lag Felix wieder auf dem Sofa, seine Stirn war ein bisschen kühler, der Husten etwas sanfter. Seine Mutter schlürfte langsam eine Suppe, die Ronaldo aus Brühe, Nudeln und viel Liebe gemacht hatte. „Ich glaube, morgen wird’s schon etwas besser“, flüsterte Felix heiser. Ronaldo nickte. „Ihr müsst euch einfach ausruhen. Ich passe auf euch auf.“ Und so endete der 35. Tag – nicht mit einem Ausflug oder einer Feier, sondern mit Taschentüchern, Tee und dem Gefühl, nicht allein zu sein. 5. – 6. Januar 2025 – Tage im Bett: Die ganze Familie liegt flach Die Erkältung, die sich von Frau Lehmann langsam durch die ganze Familie geschlichen hatte, hatte am 36. Tag voll zugeschlagen. Am Morgen des 5. Januar lag jeder im Bett – niemand kam mehr wirklich hoch. Felix wachte mit pochendem Kopf, schmerzenden Gliedern und einer Stimme auf, die kaum über ein heiseres Krächzen hinauskam. Die Nase war komplett zu, sein Hals brannte. Er fühlte sich, als hätte ihn ein Bus überrollt. Nebenan hörte er, wie seine Mutter hustete – tief und kratzend. Auch aus dem Zimmer von Neymar drangen seltsame Geräusche. Mal ein Husten, mal ein Jammern, mal ein halber Niesanfall. Im Wohnzimmer lag Frau Lehmann auf dem Sofa, dick eingepackt in eine Decke, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch und einer Teetasse in der Hand. Sie schlief immer wieder ein, der Kopf leicht zur Seite geneigt. 36. Tag – Der kranke Haushalt Cristiano Ronaldo war der Einzige, der sich noch halbwegs fit fühlte. Doch auch er wirkte jetzt blasser, sprach leiser und saß häufiger mit Stirn in der Hand. „Ich spüre es auch langsam… aber ich halte noch durch.“ Er kochte Tee, brachte Suppe in kleinen Schalen zu den Zimmern und kontrollierte, ob alle Fieber hatten. Felix lag eingekuschelt in seinem Bett, das Handy in der Hand, aber zu schwach, um es richtig zu benutzen. Selbst Pokémon GO ließ er heute links liegen – ein seltenes Zeichen dafür, wie kaputt er war. Keiner sprach viel. Die Wohnung war ungewöhnlich still. Nur Husten, Niesen, leises Stöhnen – und ab und zu das Klingeln der Mikrowelle, wenn Ronaldo eine weitere Wärmflasche aufwärmte oder Brühe zubereitete. Suárez hatte sich mit seiner Decke auf den Boden gelegt, weil er meinte, das Bett wäre zu warm.
Messi lag auf dem Rücken, ein kaltes Tuch auf der Stirn, und murmelte immer wieder auf Spanisch vor sich hin. Neymar rief einmal aus seinem Zimmer: „Ich glaube, mein Kopf platzt gleich.“ Felix antwortete heiser: „Wenn du leise bist, platzt er vielleicht langsamer.“ 37. Tag – Kein Fortschritt, nur Müdigkeit Der 6. Januar begann nicht besser. Keiner hatte wirklich geschlafen. Jeder war mehrmals aufgewacht – entweder wegen Hustenanfällen, Schweißausbrüchen oder weil jemand in der Nacht zur Toilette gewankt war und dabei fast gegen die Wand gelaufen war. Felix hatte sich einmal aufgesetzt, war dann aber direkt wieder in sich zusammengesackt. Die Wärme des Zimmers fühlte sich zu schwer an. Seine Mutter klopfte nur ganz leicht an seine Tür und fragte flüsternd: „Willst du Kamillentee oder Salbeitee?“ „Irgendeinen, der wirkt.“ antwortete er matt. Der Alltag in Auszeit Die Stunden des Tages verstrichen wie in Zeitlupe. ✔ Ein paar Suppen. ✔ Ein bisschen frische Luft durchs geöffnete Fenster. ✔ Medikamente, Tee, Taschentücher, Stirntücher, heiße Bäder für die Füße. Aber keiner war in der Lage, aufzustehen oder gar irgendetwas Sinnvolles zu tun. Sogar Ronaldo gab am Nachmittag zu: „Okay… ich bin offiziell krank. Ich lege mich jetzt hin.“ Felix hörte diesen Satz und wusste: Wenn sogar Ronaldo aufgibt, dann ist es wirklich ernst. Am Abend des 6. Januar – Ein Funken Hoffnung Kurz vor dem Einschlafen schickte Felix noch eine Nachricht an Neymar, Messi und seine Mutter in der Familiengruppe: „Wenn wir das überleben, machen wir nächste Woche einen Wellness-Tag. Alle zusammen.“ Neymar antwortete mit einem einzigen Wort: „Deal.“ Seine Mutter schickte ein müdes Herz. Messi schrieb: „Nur wenn es keine Kräutertees mehr gibt.“ Und dann kehrte wieder Stille ein. Eine kranke Familie – vereint durch Husten, Halsschmerzen und das Versprechen, dass es bald besser wird. 7. Januar 2025 – Ein misslungener Termin und ein neuer Drucker Am 38. Tag war die Erkältungswelle noch immer nicht ganz vorbei, aber zumindest ein bisschen abgeschwächt. Felix fühlte sich leicht benommen, aber er konnte endlich wieder klarer denken. Auch seine Mutter war zwar noch nicht gesund, doch sie schleppte sich tapfer durch den Tag. Gleich am Morgen, noch im Pyjama, saß sie mit geröteter Nase am Küchentisch und blätterte durch einen zerknitterten Zettel. „Ach Mist... ich hatte heute den Arzttermin um 9:30 Uhr.“ Felix, der gerade seinen Tee trank, stellte die Tasse ab und sah sie erschrocken an.
„Mama, es ist zehn Uhr.“ „Was?!“ Ihre Stimme klang erschrocken, aber schwach. Sie sprang auf, bekam einen Hustenanfall und sank dann mit hängenden Schultern wieder auf den Stuhl. „Das war ein wichtiger Termin… ich hab vergessen, ihn gestern abzusagen.“ Felix zuckte zusammen. „Ich hätte für dich anrufen sollen, ich hab’s auch vergessen…“ Sie schüttelte den Kopf. „Die berechnen mir das bestimmt jetzt. Das ist eine Privatpraxis – da kostet die versäumte Stunde locker 40 oder 50 Euro.“ Felix fühlte sich schuldig. Er hatte es gestern noch auf dem Schirm gehabt, aber mit Fieber, Schüttelfrost und Medikamenten war alles durcheinandergeraten. Ein kurzer Spaziergang – Frust und Technikprobleme Gegen Mittag, als die Kopfschmerzen nachgelassen hatten und beide sich etwas fitter fühlten, entschieden sie sich, kurz an die frische Luft zu gehen. Felix wollte das schlechte Gewissen loswerden und seiner Mutter etwas Gutes tun. „Komm, wir gehen ein bisschen raus. Ich geh mit dir ein paar Sachen erledigen, vielleicht kannst du dich so ablenken.“ Sie nickte langsam. „Aber wir müssen noch was drucken… ich wollte noch einen Antrag fürs Jobcenter fertig machen.“ „Kein Problem“, sagte Felix. „Ich schließe den Drucker an, sobald wir zurück sind.“ Doch zurück in der Wohnung kam die nächste Überraschung: Der Drucker funktionierte nicht mehr. Er blinkte, ratterte, warf ein leeres Blatt aus – dann erschien eine Fehlermeldung: „Druckerfehler – Tintensystem defekt.“ Felix versuchte alles: Strom raus, Treiber neu starten, Patronen kontrollieren. Nichts half. „Nicht dein Ernst… ausgerechnet jetzt.“ Seine Mutter war mittlerweile völlig erschöpft. „Ich hab echt keinen Nerv mehr. Das war ein richtig bescheidener Tag.“ Entscheidung: Ein neuer Drucker muss her Felix fasste einen Entschluss. „Wir fahren jetzt los und holen einen neuen Drucker. Einen einfachen, günstigen – Hauptsache, er funktioniert.“ Sie fuhren gemeinsam zum Elektronikmarkt. Felix schob einen kleinen Einkaufswagen, seine Mutter hielt sich an seinem Arm fest. Nach kurzer Beratung und einem Blick auf die Angebote entschieden sie sich für ein schlichtes Modell – kein Schnickschnack, aber zuverlässig und mit WLAN-Funktion. An der Kasse zahlte Felix. Seine Mutter wollte protestieren, aber er schüttelte den Kopf. „Lass mich das machen. Ist auch ein bisschen Wiedergutmachung für heute früh.“ Wieder zu Hause – Ein kleines bisschen Ordnung Zuhause angekommen, packte Felix den Drucker aus, schloss ihn an, richtete ihn ein – und tatsächlich: Beim ersten Versuch kam das Testblatt heraus. „Er funktioniert“, sagte er stolz. Seine Mutter lächelte schwach, aber dankbar. „Danke, Felix. Ehrlich.“ Am späten Nachmittag lag sie wieder im Bett, diesmal mit dem Gefühl, dass trotz allem doch noch ein bisschen was geklappt hatte. Felix setzte sich an den Tisch, trank seinen Tee und dachte über den Tag nach. Ja, sie waren krank. Ja, der Termin war schiefgelaufen. Ja, der Drucker hatte versagt. Aber trotzdem hatte er gehandelt. Er hatte geholfen.
Und manchmal waren das die kleinen Siege, die man brauchte, um nicht den Mut zu verlieren. 8. Januar 2025 – Der 39. Tag: Ein Gang zur Apotheke, weil die Erkältung nicht weichen will Obwohl die schlimmste Phase der Erkältung überstanden schien, war niemand in der Familie wirklich gesund. Am Morgen des 39. Tages war die Stimmung gedrückt. Die Hustenanfälle kamen noch regelmäßig, die Nasen waren weiterhin verstopft, der Kopf fühlte sich bei allen wie in Watte gehüllt. Und trotz Tee, Suppe und Ruhe: Es wurde einfach nicht richtig besser. Felix hatte sich mühsam aus dem Bett gequält. Beim Blick in den Spiegel erschrak er fast – blasse Haut, Augenringe, verquollenes Gesicht. Im Wohnzimmer saß Neymar mit einer Wärmflasche am Bauch und murmelte: „Ich hab vergessen, wie es ist, sich gesund zu fühlen.“ Messi zog sich mühsam seine Hausschuhe an. „Ich glaube, ich hab die ganze Nacht kein Auge zugetan. Mein Husten hat mich ständig geweckt.“ Felix' Mutter trank ihren Kamillentee und blätterte lustlos in einem Prospekt. „Wir müssen zur Apotheke. Das Zeug, was wir daheim haben, reicht nicht mehr. Und es bringt auch kaum was.“ Aufbruch zur Apotheke – Wie eine Mini-Expedition Gegen Mittag rafften sich Felix, seine Mutter und Messi auf. Neymar und Suárez blieben zu Hause, zu schwach für den Gang. Frau Lehmann hatte sich wieder aufs Sofa gelegt und hustete leise vor sich hin. Felix zog sich Schal, Mütze und dicke Jacke an. Seine Beine fühlten sich schwer an, aber er wollte mithelfen. „Wir holen Hustensaft, Halsschmerztabletten, Inhalationslösung, Nasenspray – alles, was sie haben“, sagte seine Mutter mit fester Stimme, obwohl sie selbst kaum sprechen konnte. Die Straßen waren nass und grau, feiner Nieselregen fiel auf die Gehwege. Schon der Weg zur nahegelegenen Apotheke fühlte sich an wie eine kleine Weltreise. Im Laden stand zum Glück keine lange Schlange. Die Apothekerin blickte erstaunt auf die blassen Gesichter. „Oh je, Sie sehen aber mitgenommen aus.“ Felix versuchte ein Lächeln. „Ja, wir haben uns wohl alle gleichzeitig etwas eingefangen.“ Die Einkaufsliste – Volles Erkältungsprogramm Sie erklärten der Apothekerin, was sie brauchten: ✔ Hustenlöser und Hustenstiller ✔ Halsspray ✔ Nasenspray für Erwachsene und Senioren ✔ Inhalationslösung mit Eukalyptus ✔ Kräuterbonbons ✔ Wärmepflaster für den Rücken (Suárez klagte über Gliederschmerzen) ✔ Vitamin-C-Brausetabletten ✔ Fieberzäpfchen für Frau Lehmann, die Tabletten nicht mehr gut vertrug „Sie nehmen quasi das ganze Erkältungsregal mit“, meinte die Apothekerin mit einem mitfühlenden Lächeln. „Wenn’s hilft, tragen wir das auch in Rucksäcken heim“, keuchte Felix. Zurück in die Wohnung – Hoffnung auf Besserung
Wieder zu Hause angekommen, wurden alle neu eingedeckt: Die Hustensäfte wurden verteilt, die Inhalationstöpfe vorbereitet, Frau Lehmann bekam sofort ein Fieberzäpfchen und legte sich danach mit geschlossenen Augen zurück. Ronaldo, der immer noch am wenigsten betroffen war, übernahm die Verteilung der Medikamente. „Drei Tropfen davon, eine Tablette alle sechs Stunden…“ murmelte er konzentriert, während er für jeden einen kleinen Zettel mit der Dosierung schrieb. Felix inhalierte mit einem Handtuch über dem Kopf über einer dampfenden Schüssel. Seine Mutter schlief nach dem Hustensaft endlich mal eine Stunde durch. Messi lag mit einer Wärmflasche und einem Halstuch still im Sessel. Ein Abend mit einem Hauch von Hoffnung Am Abend roch es im ganzen Haus nach Erkältungssalbe, Kamille und Eukalyptus. Die Stimmung war erschöpft, aber ruhiger. Felix schrieb in die Familiengruppe: „Apotheke geplündert. Morgen sind wir wieder Menschen.“ Neymar schickte ein Daumen-hoch-Bild mit Wärmflasche auf dem Bauch. Seine Mutter schrieb: „Gute Nacht, meine Lieben. Danke, dass ihr mitgegangen seid.“ Felix trank noch einen heißen Tee, zog sich die Decke bis zum Kinn und flüsterte zu sich selbst: „Ein Tag noch… dann wird’s besser.“ Und diesmal… glaubte er sogar daran. 9. Januar 2025 – Der 40. Tag: Alle bleiben zu Hause Es war der vierte Tag in Folge, an dem alle merklich angeschlagen waren – und obwohl die Medikamente langsam zu wirken begannen, war klar: Die Familie war noch nicht bereit, wieder in den Alltag zu starten. Felix wachte gegen halb neun auf, dieses Mal ohne Fieber, aber mit einem schweren Gefühl in den Gliedern. Sein Hals schmerzte nicht mehr so stark wie zuvor, doch die Nase war nach wie vor dicht, und der Husten meldete sich regelmäßig zurück. Er setzte sich auf, zog sich eine Decke über die Schultern und sah zur Uhr. „Heute bleib ich daheim. Und zwar den ganzen Tag.“ Langsame Morgenstunden Als Felix in die Küche kam, saß seine Mutter bereits dort – eingewickelt in einen dicken Pullover, mit einer Tasse Kräutertee vor sich. „Guten Morgen“, krächzte sie. „Morgen… Bleibst du heute auch noch daheim, oder willst du wieder was erledigen?“ Sie schüttelte energisch den Kopf. „Heute gar nichts. Kein Termin, kein Einkaufen, keine Bewegung. Ich bin froh, dass ich sitzen kann.“ Frau Lehmann kam kurz darauf mit Wärmflasche in der Hand aus dem Schlafzimmer und ließ sich stöhnend auf den Sessel sinken. „Die Tropfen haben etwas geholfen“, murmelte sie. „Aber mein Kreislauf spielt noch nicht mit.“ Die Spieler: Vom Spielfeld aufs Sofa Auch die Fußballstars waren weiter im „Krankmodus“. Messi lag im Wohnzimmer, halb unter einer Decke verschwunden, mit einem Buch in der Hand, das er nicht wirklich las. Seine Stimme war noch immer kratzig. Neymar hatte sich zwei T-Shirts übereinander angezogen, weil er trotz der Heizung fröstelte. „Ich bin eigentlich der Typ für Hitze, nicht für Erkältung“, murmelte er und trank den dritten Tee des Tages.
Suárez hustete leise und hatte sich auf eine Matratze vor dem Fernseher gelegt. Dort lief leise ein alter Fußballklassiker. Ronaldo – inzwischen auch nicht mehr ganz symptomfrei – saß mit einer Wärmflasche im Nacken auf einem Stuhl und versuchte, mit dem Laptop online ein paar Pläne für den nächsten Tag zu machen. „Ich gebe es zu“, sagte er irgendwann. „Auch ich bin jetzt offiziell erkältet.“ Felix grinste müde. „Willkommen im Club.“ Der Tag vergeht langsam – aber friedlich Niemand verließ heute das Haus. Es wurde: ✔ viel geschlafen ✔ Tee gekocht ✔ Medikamente eingenommen ✔ Serien geschaut ✔ leise geplaudert ✔ viel geschwiegen Felix half seiner Mutter beim Inhalieren, Ronaldo servierte gegen Nachmittag eine Brühe mit frischem Ingwer, und Frau Lehmann bestand darauf, abends für alle Hustenbonbons mit Thymian zu verteilen. „Die hab ich früher meinen Enkelkindern immer gegeben“, sagte sie mit einem schwachen Lächeln. Am Abend – Ein leises Gefühl von Aufbruch Gegen 20 Uhr saßen alle wieder im Wohnzimmer. Es war nicht laut, aber es war auch nicht bedrückt. Die Lampen warfen warmes Licht auf die Decken und Kissen, und jeder schien für einen Moment innerlich zur Ruhe zu kommen. „Ich glaub, morgen versuche ich mal eine kleine Runde draußen“, sagte Messi. „Vielleicht nur bis zum Briefkasten“, antwortete Felix. „Nicht direkt ein Halbmarathon.“ Alle lachten leise. Es war ein stiller Tag gewesen, aber ein notwendiger. Ein Tag der Regeneration. Und während draußen der Wind an den Fensterläden zupfte, spürte Felix: Die Erkältung hatte die Familie entschleunigt – aber nicht auseinandergebracht. Im Gegenteil. Sie waren mehr denn je zusammengewachsen. 10. Januar 2025 – 41. Tag: Der erste Kurstag im neuen Jahr beginnt… chaotisch Der Morgen des 41. Tages begann mit einem vorsichtigen Aufatmen: Die Familie war zwar noch etwas geschwächt, aber deutlich erholter. Die schlimmste Phase der Erkältung lag nun endlich hinter ihnen. Felix fühlte sich halbwegs fit, und obwohl er beim Aufstehen noch etwas wacklig auf den Beinen war, beschloss er: „Heute gehe ich zum Kurs. Es wird Zeit.“ Seine Mutter sah ihn skeptisch an, als er im Flur seine Jacke anzog. „Bist du sicher, dass du bereit bist? Du hustest noch.“ Felix nickte. „Ich muss das durchziehen. Ich war jetzt zu lange weg.“ Neymar und Messi begleiteten ihn – wie schon früher – als stiller Support. Beide waren noch etwas blass, aber ebenfalls motiviert, wieder mehr in Bewegung zu kommen. Der Aufbruch – Der Fehler beginnt früh
Felix wollte eigentlich um 9:15 Uhr an der VHS sein. Der Unterricht begann um 9:30 Uhr. Doch: ✔ Die Bahn kam später. ✔ Der Fahrkartenautomat war defekt. ✔ Er hatte sich beim Losgehen beeilt und… seine Kursunterlagen vergessen. Im Zug fluchte er leise. „Nicht dein Ernst… Ich hab die Mappe auf dem Schreibtisch liegen lassen.“ Neymar sah ihn mitleidig an. „Du kannst ja immer noch behaupten, du hast sie im Bus verloren.“ Felix seufzte. „Oder ich stehe einfach zu meinem Chaos.“ Als sie schließlich am Kurshaus ankamen, war es 9:52 Uhr. Genau 37 Minuten zu spät. Der Kursraum – Enttäuschung und Frustration Felix öffnete vorsichtig die Tür zum Raum. Der Dozent, ein älterer, streng wirkender Herr, unterbrach kurz seinen Vortrag. „Herr Zimmermann… Schön, dass Sie wieder da sind. Heute mal mit Verspätung?“ Felix rang sich ein entschuldigendes Lächeln ab. „Sorry… ich hab den Anschluss verpasst… und… ich hab auch meine Unterlagen vergessen.“ Der Dozent seufzte hörbar. „Ich hoffe, Sie nehmen das neue Jahr etwas strukturierter in Angriff. Wir sind jetzt mitten im Stoff.“ Felix nickte verlegen und setzte sich auf seinen Platz. Neymar klopfte ihm leise auf die Schulter, bevor er sich auf einen der Besucherplätze setzte. Er war da. Das zählte. Auch wenn alles schiefgelaufen war. Der Versuch, aufzuholen – mit wenig Erfolg Felix versuchte, sich in die Übungsaufgaben einzulesen, doch ohne seine Notizen fühlte er sich wie in einem fremden Film. Er verstand ein paar Begriffe – „Abschreibung“, „Buchungssatz“, „Skonto“ – aber alles war durcheinander in seinem Kopf. Messi flüsterte von hinten: „Du kriegst das wieder hin. Schritt für Schritt.“ Felix atmete tief durch und schrieb wenigstens mit, so gut er konnte. „Es war kein perfekter Start“, dachte er. „Aber wenigstens war es ein Start.“ Mittagspause – Ein Gespräch mit Konsequenzen In der Pause saß Felix draußen auf einer Bank, die Wintersonne schien ihm ins Gesicht, während er an einem belegten Brötchen kaute. Neymar setzte sich zu ihm. „Willst du das durchziehen?“ Felix nickte. „Ja. Auch wenn’s holprig war. Ich brauch diesen Abschluss… und ich will zeigen, dass ich das kann.“ Messi kam dazu. „Dann musst du dir was überlegen. Vielleicht jeden Abend eine Checkliste für den nächsten Tag.“ Felix lächelte schwach. „Checkliste. Erinnerungen. Wecker. Vielleicht sogar einen zweiten Ordner als Notfall-Backup.“ „So macht man’s im Profifußball auch“, meinte Neymar. „Man bereitet sich vor – damit man bei Spielbeginn nicht schon 1:0 hintenliegt.“ Felix nickte. Er hatte das Spiel heute nicht gewonnen – aber auch nicht verloren. Er war anwesend. Und bereit, sich ab morgen besser vorzubereiten. Und das war mehr, als er sich vor ein paar Tagen zugetraut hätte. 10. Januar 2025 – Fortsetzung des 41. Tages: Ein Getränk mit Folgen
Nach dem holprigen Start in den ersten Kurstag des neuen Jahres, den vergessenen Unterlagen und der Verspätung am Morgen, hatte Felix sich in der zweiten Kurseinheit ein klein wenig gefangen. Er schrieb mit, hörte zu, auch wenn er nicht alles verstand – aber er blieb dran. Das allein war für ihn schon ein kleiner persönlicher Sieg. Die Pause – Der Durst ruft Als gegen 11:15 Uhr die erste größere Pause angesagt wurde, streckte sich Felix erschöpft. Sein Hals war trocken vom Husten, seine Lippen spröde. Die mitgebrachte Wasserflasche war bereits leer – und jetzt sehnte er sich einfach nach etwas Kaltem, Frischem. „Ich hol mir schnell was zu trinken“, murmelte er zu Neymar, der wie ein stiller Beobachter in der hinteren Ecke des Raumes saß. „Pass auf die Zeit auf“, mahnte Messi mit einem leichten Grinsen. „Ich bin gleich wieder da. Nur fünf Minuten“, sagte Felix und schulterte seine Tasche. Der Weg zur Tankstelle – Eine Entscheidung mit Folgen Der Automat im Gebäude war mal wieder außer Betrieb. Felix überlegte nicht lange und lief zur kleinen Tankstelle zwei Straßen weiter – sie hatte eine gut sortierte Kühltheke mit Getränken. Er kaufte sich eine kalte Cola und einen Fruchtsaft für später. An der Kasse bildete sich jedoch plötzlich eine kleine Schlange. Drei Leute vor ihm, alle mit Lottoscheinen, zwei mit Zigarettenfragen, einer zahlte in Kleingeld. Felix wurde langsam unruhig. Er warf nervöse Blicke zur Uhr. „Mist… 11:35. Der Unterricht beginnt in zwei Minuten…“ Endlich war er dran. Er zahlte schnell, steckte das Rückgeld nur halb in die Tasche und rannte los – keuchend, Cola in der Hand. Rückkehr in den Kursraum – 7 Minuten zu spät 11:42 Uhr. Felix öffnete leise die Tür zum Kursraum. Der Dozent schaute kurz hoch – diesmal ohne ein Wort, aber mit einem vielsagenden Blick. Felix setzte sich kleinlaut auf seinen Platz. Neymar, der mit verschränkten Armen dasaß, sah ihn an und hob eine Augenbraue. „Sieben Minuten“, flüsterte er. „Nicht fünf.“ Felix verdrehte die Augen. „Der Automat war kaputt… und… ich hatte Durst.“ „Tja“, meinte Messi leise. „Du wirst’s überleben. Aber vielleicht überlebt’s dein Image beim Dozenten nicht.“ Die Stunde geht weiter – mit einem Lerneffekt Felix öffnete seine Cola leise unter dem Tisch, nippte daran und versuchte, sich wieder zu konzentrieren. Doch er wusste: Das war nicht ideal gelaufen. Zwei Verspätungen an einem Tag. Fehlende Unterlagen. Wenig Vorbereitung. Er war froh, dass Neymar und Messi dabei waren – nicht, um ihn auszulachen, sondern um ihn daran zu erinnern, dass man sich verbessern kann. Nach dem Unterricht sagte Messi zu ihm: „Morgen packst du deinen Ordner abends, stellst dir zwei Wecker, und trinkst deinen Saft vor dem Kurs.“ Felix nickte. „Abgemacht. Ich will das nicht nochmal.“
Neymar legte den Arm um seine Schulter. „Du bist nicht perfekt, Felix. Aber du tauchst auf. Und das zählt schon mal.“ Felix lächelte schwach. Es war ein chaotischer Tag gewesen – aber einer, der ihn ein Stück weitergebracht hatte. 10. Januar 2025 – Abend des 41. Tages: Ein Mittelalterkonzert in Frankfurt Nach dem eher anstrengenden Tag im VHS-Kurs, mit vergessenen Unterlagen, doppelter Verspätung und einer Cola, die teurer war als gedacht, hätte Felix eigentlich am liebsten nur seine Decke über den Kopf gezogen. Doch für den Abend war etwas ganz Besonderes geplant – ein Ausflug, auf den seine Mutter schon seit Wochen hinfieberte: Ein Mittelalterkonzert in einer alten evangelischen Kirche in Frankfurt. Sie hatte die Karten bereits vor Monaten bestellt – und obwohl noch alle ein wenig angeschlagen von der Erkältung waren, beschlossen sie: „Wir machen das. Heute gehen wir raus – aber richtig.“ Die Anreise – Zwischen Müdigkeit und Vorfreude Am späten Nachmittag machten sich Felix, seine Mutter und Neymar auf den Weg. Messi, Ronaldo, Suárez und Frau Lehmann blieben zu Hause, noch zu erschöpft vom Infekt. Die S-Bahn nach Frankfurt war angenehm leer. Felix saß am Fenster, schaute in die graue Abenddämmerung hinaus und nippte an einem Tee, den seine Mutter ihm in einem Thermobecher mitgegeben hatte. „Ich bin ehrlich gesagt gespannt, wie das wird“, murmelte Neymar und warf einen Blick auf das Plakat, das Felix auf seinem Handy geöffnet hatte. „Gregorianische Choräle, historische Instrumente, Kerzenlicht – das wird magisch.“ „Ich hoffe nur, ich muss nicht den ganzen Abend stehen“, sagte Felix leise. Seine Mutter schüttelte den Kopf. „Nein, das ist mit Sitzplätzen. Die Kirche hat sogar beheizte Bänke.“ Ankunft in der Kirche – eine andere Welt Als sie die Kirche in der Frankfurter Altstadt betraten, fühlte es sich an, als hätten sie eine andere Zeit betreten. Die großen Bogenfenster waren mit schweren dunklen Stoffen abgehängt. Überall standen Kerzen – echte, flackernde Kerzen, die den Innenraum in warmes, goldenes Licht tauchten. Rauch von Weihrauch hing in der Luft, und von der kleinen Bühne vorne klang bereits eine zarte Melodie: Dudelsack, Drehleier, Harfe und Flöte – live gespielt. Die Besucher sprachen leise, viele trugen lange Mäntel, einige sogar mittelalterliche Kleidung. „Wow“, flüsterte Neymar. „Das ist… komplett anders, aber irgendwie schön.“ Felix nickte. Er fühlte sich plötzlich ruhig – ganz anders als noch am Vormittag. Sie setzten sich auf ihre Plätze in der dritten Bankreihe. Die Bank war hart, aber beheizt, und ein kleines Kissen lag schon bereit. Das Konzert – Eine Reise durch Zeit und Klang Dann begann das Konzert. Die Musiker traten auf, gekleidet in einfache Gewänder, und begrüßten das Publikum in feierlichem Ton. Die Klänge waren fremd, aber berührend. Langsame, eindringliche Melodien, gregorianische Gesänge in Latein, tiefe Trommeln und helle Flöten, die in der Akustik der Kirche einen ganz besonderen Nachhall erzeugten. Felix schloss mehrmals die Augen.
Die Musik ging nicht nur in die Ohren – sie ging in den Bauch, in die Brust, in den Kopf. Sie war wie eine Zeitreise, als würde er für eine Stunde nicht im Jahr 2025 leben, sondern in einer anderen Welt. Seine Mutter hatte Tränen in den Augen. Neymar saß ungewöhnlich still – komplett versunken in den Klang. Nach dem Konzert – Leise Schritte zurück in den Alltag Als die letzten Töne verklungen waren, verbeugten sich die Musiker, und die Kirche wurde von einem ehrlichen, warmen Applaus erfüllt. Draußen hatte es leicht zu nieseln begonnen, und der Platz vor der Kirche lag still da – kaum ein Auto, kaum ein Mensch. Felix und die anderen gingen langsam zurück zur S-Bahn. „Ich glaube, das war eines der schönsten Konzerte, die ich je erlebt habe“, sagte seine Mutter leise. Felix nickte. „Ich hab für einen Moment alles vergessen – sogar den Kurs heute.“ „Ich auch“, sagte Neymar. „Und ich versteh kein Wort Latein.“ Alle lachten. Zuhause – Rückkehr in die Wärme Als sie spät am Abend wieder in Mainz ankamen, waren sie müde – aber erfüllt. Sie zogen sich leise aus, tranken noch einen heißen Kräutertee zusammen, bevor jeder in sein Zimmer ging. Felix setzte sich noch einen Moment ans Fenster, schaute in die Nacht und dachte: „Heute war ein seltsamer Tag. Erst Stress, dann Klang. Und am Ende… Frieden.“ Dann ging er ins Bett – nicht völlig gesund, nicht perfekt vorbereitet auf den nächsten Tag. Aber innerlich gestärkt. Und das war mehr wert als jede abgegebene Unterlage. 11. Januar 2025 – 42. Tag: Ein Fußballabend in der HSV-Fankneipe Der Samstag begann ruhig. Nach dem bewegenden Abend mit dem Mittelalterkonzert in Frankfurt war die Stimmung in der Familie entspannt, fast andächtig – aber mit einem Hauch Vorfreude. Denn heute war wieder Bundesligatag, und Mainz 05 spielte auswärts gegen den VfL Bochum. Felix hatte schon am Vormittag die Idee, das Spiel in einer besonderen Atmosphäre zu schauen: In der HSV-Fankneipe in Mainz, wo er früher öfter mit seinem besten Freund – einem HSV-Fan im Rollstuhl – Spiele geschaut hatte. Die Kneipe war rustikal, gemütlich, mit großer Leinwand und echter Fußballatmosphäre. Und obwohl es eine HSV-Kneipe war, wurde dort auch jedes Spiel der Bundesliga gezeigt – besonders wenn Mainz spielte. Die Vorbereitungen – Trikots und gute Stimmung Felix zog sein Mainz-05-Trikot an, das er zu Weihnachten bekommen hatte. Neymar, Messi, Suárez und sogar Ronaldo – der sonst kaum Fantrikots trug – bekamen jeweils ein rotes Mainz-Shirt aus Felix’ Sammlung. „Ich weiß nicht, ob ich rot tragen kann“, meinte Ronaldo mit einem schiefen Lächeln. Felix lachte. „Heute schon. Heute bist du ein 05er.“ Seine Mutter schloss sich an – mit einem Mainz-Schal, den sie elegant um den Hals legte. Frau Lehmann war zwar noch etwas geschwächt, blieb aber zu Hause im Warmen. Ankunft in der Kneipe – Zwischen HSV und Mainz 05 Am frühen Abend machten sie sich auf den Weg in die HSV-Fankneipe.
Drinnen war es warm, die Luft leicht verraucht, und die Stimmung aufgeregt. Die Kneipe war überraschend gut gefüllt. „Was machen so viele HSV-Fans hier, wenn Mainz gegen Bochum spielt?“ fragte Messi flüsternd. Felix grinste. „Die HSV-Fans sind halt treu – aber heute drücken sie Mainz die Daumen. Gegen Bochum kann jeder gewinnen.“ Sie bekamen einen langen Tisch in der Nähe der Leinwand. Getränke wurden bestellt – Wasser für Ronaldo, Apfelschorle für Felix, ein kleines Bier für Neymar und Messi. Die Spannung stieg, als der Moderator die Aufstellung vorlas. Felix war aufgeregt. Mainz hatte in den letzten Wochen eine Wahnsinnsform, und heute konnte man sich in der Tabelle noch fester oben festbeißen. Das Spiel – Mainz dominiert Bochum 1. Halbzeit Von Anfang an war Mainz das bessere Team. In der 16. Minute fiel das erste Tor: Lee traf nach einem Abpraller eiskalt – 1:0 für Mainz 05. Die Kneipe tobte. „Jaaaaa!“, rief Felix und schlug Neymar ab. Seine Mutter strahlte. „Was für ein Auftakt!“ Bochum hatte kaum Chancen. Mainz kombinierte sicher und druckvoll. 2. Halbzeit Nach der Pause machten die Rheinhessen dort weiter, wo sie aufgehört hatten. In der 62. Minute erhöhte Burkardt nach schöner Vorarbeit von Onisiwo auf 2:0. Der Jubel war riesig – selbst einige HSV-Fans klatschten anerkennend. „Das ist Champions-League-Fußball!“, rief jemand aus der Ecke. Felix fühlte sich, als wäre er im Stadion. Abpfiff und Tabellenblick – Mainz auf Platz 5 festgesetzt Nach 90 Minuten pfiff der Schiedsrichter ab. Endstand: VfL Bochum 0 – 2 FSV Mainz 05. Felix sprang auf und umarmte Messi. „Das war perfekt!“ Sie blickten gemeinsam auf die Tabelle, die nun wie folgt aussah: Platz 5 für Mainz 05 mit 28 Punkten – nur zwei Punkte hinter Frankfurt und Leipzig. Felix starrte auf sein Handy. „Wenn wir das durchziehen, spielen wir nächste Saison Europa!“ Ein Ausklang in echter Fan-Tradition Nach dem Spiel blieben sie noch etwas in der Kneipe. Es lief eine Wiederholung der Highlights, und Felix bestellte für die Runde eine Kleinigkeit zu essen – Pommes, Bratwurst, und für sich eine Cola. „Ich liebe solche Abende“, sagte Neymar. „Fußball, Freunde, gutes Essen – was braucht man mehr?“ Ronaldo lächelte. „Es hat was Reines… so eine Fußballkneipe. Kein Glamour, kein Theater – nur der Sport.“ Felix fühlte sich angekommen. Er war nicht nur Fan, nicht nur Zuschauer. Er war ein Teil davon. Als sie später gemeinsam durch die kalte Nacht zurück nach Hause gingen, sagte seine Mutter leise:
„Das war Mainz 05, wie ich es liebe.“ Felix nickte. „Und ich liebe es, dass wir das zusammen erleben.“ 12. Januar 2025 – 43. Tag: Die Geburtstagsfeier und eine unangenehme Begegnung Am Sonntag, dem 43. Tag dieser ungewöhnlich intensiven und bewegenden Wochen, stand wieder ein gesellschaftliches Ereignis an. Felix‘ Mutter hatte eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier eines Freundes der Familie bekommen, der an diesem Tag 35 Jahre alt wurde. Es war eine eher private Feier im großen Hinterraum eines Restaurants in der Mainzer Altstadt – mit einem kleinen Buffet, lockerer Musik und etwa dreißig Gästen. Felix begleitete seine Mutter, ebenso wie Neymar, der sich neugierig auf neue Erfahrungen freute. Messi und Ronaldo verzichteten, sie wollten den Sonntag lieber ruhig verbringen. Suárez war noch etwas erkältet und blieb ebenfalls zu Hause. Die Feier beginnt – Musik, Gespräche, gute Stimmung Die Atmosphäre war entspannt. In der Ecke spielte ein Mann Gitarre, Kinder liefen zwischen den Tischen herum, und das Buffet war reich gedeckt mit Salaten, Würstchen, Frikadellen, vegetarischen Quiches und kleinen Kuchenstücken. Felix begrüßte einige Bekannte aus der Familie seiner Mutter, dann zog er sich mit Neymar an einen Tisch am Rand zurück. „Ganz schön voll hier“, murmelte Neymar. Felix nickte. „Ich hab keine große Verbindung zu den meisten hier – aber Mama kennt fast alle.“ Nach einer Weile kam auch der Gastgeber vorbei, drückte Felix’ Mutter herzlich und begrüßte Felix freundlich. „Du bist aber groß geworden! Ich erinner mich noch an dich mit Zahnspange und Pokémon-TShirt.“ Felix lächelte höflich. „Ja, das ist schon ein paar Jahre her.“ Die Begegnung mit dem Cousin – Eine alte Wunde Gegen Abend – es war schon dunkel draußen und die Gäste etwas lockerer geworden – betrat jemand den Raum, den Felix sofort erkannte: Sein Cousin Leon. Er war vier Jahre jünger, zwei Köpfe kleiner, aber schon damals ein schwieriger Typ gewesen. Immer provozierend, laut, von sich überzeugt – und besonders gegenüber Felix respektlos. In ihrer Kindheit hatte Leon ihn oft verspottet, wegen seiner Art, seiner Interessen, seiner Unbeholfenheit in sozialen Dingen. Felix hatte seit Jahren nichts mehr mit ihm zu tun gehabt – aus gutem Grund. Doch heute stand Leon plötzlich wieder vor ihm. „Na, Felix. Immer noch in deiner kleinen Welt unterwegs?“ Felix starrte ihn an. „Hallo, Leon.“ Seine Stimme war ruhig, aber kurz. Leon grinste schief, schnappte sich ein Bier vom Tisch und setzte sich einfach dazu. „Und, was machst du so? Immer noch Pokémon und Rechnungen? Ich dachte, du studierst was Richtiges.“ Felix spürte, wie sein Körper sich anspannte. Neymar, der neben ihm saß, beobachtete die Situation aufmerksam. Felix blieb ruhig. „Ich mache einen Kurs zur Buchhaltung. Und ich spiele immer noch Pokémon GO, ja. Hast du ein Problem damit?“ Leon lachte laut. „Klar. Immer noch so sensibel, was?“ Neymar greift ein – Klare Worte
Neymar beugte sich nach vorne. Seine Stimme war ruhig, aber deutlich. „Ich glaube, du verwechselst deine Rolle hier. Felix ist hier mit seiner Familie. Du musst niemanden provozieren, nur um dich größer zu fühlen.“ Leon runzelte die Stirn. „Und wer bist du? Sein Bodyguard?“ „Nein“, sagte Neymar ruhig. „Ein Freund. Und jemand, der genug gesehen hat, um zu wissen, dass du gerade versuchst, alte Spielchen zu spielen. Die hier nicht funktionieren.“ Leon wollte etwas erwidern, doch Felix stand auf. „Weißt du was, Leon? Ich hab mich weiterentwickelt. Ich muss mich dir nicht mehr erklären. Und ich hab auch keine Lust, mir deinen Quatsch noch einmal anzuhören.“ Er wandte sich an seine Mutter. „Mama, ich geh kurz raus. Ich brauch Luft.“ Sie nickte sofort. „Ich komm mit.“ Frische Luft und ein starkes Gefühl Draußen war es kalt, aber ruhig. Felix atmete tief durch. Seine Mutter legte eine Hand auf seine Schulter. „Ich hab’s gesehen“, sagte sie leise. „Du hast das gut gemacht. Sehr erwachsen.“ Felix nickte. „Früher hätte ich geweint oder wäre in mich zusammengefallen. Aber diesmal... wusste ich, dass ich das nicht mehr muss.“ Neymar kam ebenfalls nach draußen. „Ich war stolz auf dich. Du hast ihn nicht weggeschrien. Du hast ihm gezeigt, dass du ihm überlegen bist.“ Felix lächelte ein wenig. „Ich weiß jetzt, wer ich bin. Und wer ich nicht mehr sein will.“ Ein ruhiger Abschluss Sie blieben noch ein wenig draußen, dann verabschiedeten sie sich leise von den Gastgebern. Leon ignorierten sie. Und das war in Ordnung. Als sie später wieder in der Wohnung ankamen, fühlte sich Felix nicht erschöpft – sondern innerlich gestärkt. Der 43. Tag hatte ihm eine Erinnerung gebracht – und gezeigt, wie weit er gekommen war. 13. Januar 2025 – 44. Tag: Morgenbesuch bei der Autismustherapie Der Montagmorgen war kalt, aber klar. Über Mainz lag ein feiner Nebel, der sich nur langsam von den Dächern und Bäumen hob. Die Straßen waren noch ruhig, als Felix aufwachte – und sich diesmal tatsächlich wach und bereit fühlte. Heute stand wieder ein Termin bei seiner Autismustherapie an. Es war der erste seit den Feiertagen, und nach so vielen emotionalen Ereignissen – von der Silvesternacht, über die Krankheit, bis hin zur unschönen Begegnung mit Leon auf der Geburtstagsfeier – gab es viel aufzuarbeiten. Der Morgen beginnt – mit Struktur und Rückhalt Felix frühstückte gemeinsam mit Neymar, der heute wieder an seiner Seite zur Therapie mitkommen wollte. Seitdem Neymar ihn an schwierigen Tagen unterstützt hatte – sei es bei Terminen, Arztbesuchen oder im Kurs – hatte sich zwischen den beiden eine besondere Vertrautheit entwickelt. „Bist du nervös?“ fragte Neymar, während er sich einen Apfel in Scheiben schnitt. Felix zuckte mit den Schultern. „Ein bisschen. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Es war so viel.“ „Dann fang mit dem an, was dir am meisten im Kopf geblieben ist.“ Felix nickte. „Vielleicht mit dem, was gestern auf der Feier passiert ist.“
Neymar sah ihn ernst an. „Gute Idee. Es hat dich beschäftigt – aber du bist gut damit umgegangen.“ Auf dem Weg zur Therapie – Gedanken im Kopf Sie nahmen die Straßenbahn in Richtung Therapiezentrum. Die Fahrt war ruhig. Felix starrte aus dem Fenster, sah die grauen Häuser, die Bäume ohne Blätter, die Menschen mit ihren Jacken und Taschen. In seinem Kopf sortierten sich langsam die Gedanken. Der Kursbeginn. Der Streit mit Leon. Die Stille der Mittelaltermusik. Das Feuerwerk. Und dann das Gefühl: Dass er gewachsen war – ohne dass es ihm richtig aufgefallen war. Im Wartezimmer – Vorbereitungen Im Therapiezentrum saßen ein paar andere Menschen im Wartebereich. Es roch nach frisch gewischtem Boden, und die Kaffeemaschine blubberte leise im Hintergrund. Felix meldete sich an, setzte sich dann mit Neymar in die kleine Sitzecke. Er nahm sein Notizbuch aus dem Rucksack – dort, wo er in unruhigen Momenten oft Gedanken aufschrieb, die er nicht direkt aussprechen konnte. Er blätterte durch einige Seiten, zeigte Neymar eine Zeichnung: ein Mensch, der mit ausgestreckten Armen auf einer Wiese steht, über ihm eine riesige, dunkle Wolke – doch darunter scheint ein Lichtstrahl direkt auf ihn. „Das war vor zwei Wochen“, sagte Felix leise. „Und wie sieht es heute aus?“ fragte Neymar. Felix blätterte weiter – zur letzten Seite. Dort war dieselbe Figur, aber die Wolke war kleiner geworden, und um den Menschen herum standen andere. „So fühlt es sich jetzt an.“ Neymar nickte. „Genau das solltest du heute sagen.“ Die Sitzung beginnt – Raum für Reflexion Kurz darauf wurde Felix aufgerufen. Neymar wartete wie gewohnt draußen. Im Therapieraum saß seine Therapeutin bereits an ihrem Platz, die Hände ruhig im Schoß, ein offener, erwartungsvoller Blick im Gesicht. „Willkommen zurück, Felix. Wie fühlst du dich heute?“ Felix überlegte. Dann setzte er sich hin, atmete tief durch – und begann: „Viel ist passiert. Gutes… Schwieriges… aber ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr derselbe bin wie vor einem Monat.“ Und dann erzählte er. Vom Kurs. Vom Chaos. Von der Krankheit. Vom Konzert. Vom Feuerwerk. Und von Leon. Und von dem Gefühl, dass er nicht mehr klein ist. Nicht mehr hilflos. Seine Therapeutin hörte ihm ruhig zu, machte sich gelegentlich Notizen. Als er geendet hatte, sagte sie: „Ich bin beeindruckt, wie klar du dich selbst beschreiben kannst, Felix. Du hast erlebt, dass Veränderung möglich ist – durch dich selbst. Und dass Menschen, die dich ernst nehmen, einen Unterschied machen können.“ Felix lächelte vorsichtig. „Ich hab das früher nie geglaubt. Aber jetzt spür ich's.“ Nach der Stunde – Ein stiller Moment der Erkenntnis
Als Felix aus dem Raum kam, stand Neymar auf und sah ihn fragend an. Felix nickte. „Es war gut. Es war wichtig.“ „Willst du reden?“ „Nicht viel. Nur das: Ich glaube, ich weiß jetzt besser, wer ich bin. Und wo ich hinwill.“ Neymar legte ihm die Hand auf die Schulter. „Dann bist du weiter als viele andere.“ Ein Schritt weiter – auf leisen Sohlen Sie verließen das Gebäude. Der Morgen war vergangen, die Sonne kämpfte sich nun durch den Himmel. Felix spürte: Der heutige Tag war kein lauter, kein dramatischer – aber einer, der etwas in ihm verschoben hatte. Ein neuer Abschnitt. Ein bisschen mehr Klarheit. Und vor allem: Ein bisschen mehr Frieden mit sich selbst. 13. Januar 2025 – 44. Tag: Eine stille Besichtigung im Mainzer Dom Nach der intensiven Therapiesitzung am Vormittag, bei der Felix sich zum ersten Mal seit Langem offen und tief mit seinen Erlebnissen auseinandergesetzt hatte, verspürte er am Mittag keinen Drang nach Trubel oder Ablenkung. Im Gegenteil – er suchte Ruhe, einen Ort, an dem er die Gedanken nachklingen lassen konnte. Als sie das Therapiezentrum verließen, sagte Neymar leise: „Was hältst du davon, wenn wir noch ein bisschen durch die Stadt laufen? Einfach ohne Ziel.“ Felix nickte. „Ich will eh nicht gleich heim. Ich fühl mich so… durchlüftet.“ Sie gingen durch die Gassen der Altstadt, vorbei an kleinen Cafés, Läden, dem Rheinuferrand. Irgendwann standen sie auf dem weiten, offenen Platz vor dem Mainzer Dom, dessen Türme mächtig in den Himmel ragten. Felix blieb stehen. „Ich war da ewig nicht drin. Früher nur mit der Schule. Willst du mit reingehen?“ Neymar schaute hoch zur Fassade. „Unbedingt. Ich liebe solche alten Gebäude. Sie sind wie ruhige Zeitmaschinen.“ Der Eintritt – Eine Welt aus Stein und Stille Sie traten durch das schwere, hölzerne Portal in den Mainzer Dom ein. Drinnen umfing sie sofort eine ganz andere Welt: Kühle Luft Der Duft von altem Stein und Kerzen Das gedämpfte Echo von Schritten auf dem Steinboden Es war kaum jemand da – nur ein paar ältere Touristen, ein Priester im Hintergrund, der sich in einem Seitenschiff bewegte, und zwei Personen, die in einer Bank saßen und beteten. Felix und Neymar schritten langsam zwischen den massiven Säulen hindurch. „Das ist beeindruckend…“, flüsterte Neymar. „Wie still es hier ist. Als würde man automatisch langsamer atmen.“ Felix nickte. „Ich mag das… hier denkt keiner an Leistung oder Pläne. Hier darf man einfach nur sein.“ Der Kreuzgang – Worte in Stein gemeißelt Sie schlenderten in den Kreuzgang, wo auf Steinplatten alte Inschriften eingelassen waren. Felix blieb an einer stehen, die kaum noch lesbar war. „Hundert Jahre. Zweihundert. Und ich sorge mich, wenn ich bei der VHS sieben Minuten zu spät komme.“
Neymar grinste. „Der Dom hat auch mal klein angefangen. Irgendwer hat auch da den ersten Stein gesetzt – vermutlich schief.“ Beide lachten leise. Dann setzten sie sich auf eine der steinernen Bänke, die im Randbereich des Kreuzgangs standen. Ein Moment ohne Pläne, ohne Zeitdruck. „Ich glaube, ich verstehe jetzt, warum meine Therapeutin von ‚Schutzräumen‘ gesprochen hat“, murmelte Felix. „Für manche ist es ein Gespräch. Für andere ein Ort. Heute war beides.“ Neymar sah ihn ernst an. „Und du bist für mich manchmal auch so ein Ort geworden. Nur, dass du halt sprechen kannst.“ Felix schaute ihn überrascht an, dann musste er lächeln. „Danke. Du bist auch ziemlich dom-haft geworden in den letzten Wochen.“ „Majestätisch?“ „Nein, kalt, steinern und alt…“ Beide kicherten kurz – und genau in dieser Mischung aus Würde, Ernst und Lachen fand Felix etwas ganz Besonderes: eine Art innerer Frieden. Aufbruch – mit leichterem Herzen Nach einer Stunde verließen sie den Dom wieder. Die Sonne hatte sich nun ganz durchgesetzt, und über dem Marktplatz lag helles Licht. Felix atmete tief ein. „Ich glaube, ich hab heute was verstanden.“ „Was denn?“ „Dass Stille nicht Leere ist. Manchmal ist sie einfach nur… Raum für uns selbst.“ Neymar legte ihm den Arm locker um die Schulter. „Dann war das heute dein wichtigster Spaziergang seit Langem.“ Und Felix wusste, dass das stimmte. 13. Januar 2025 – Abend des 44. Tages: Ein dunkler Moment im Einkaufszentrum Nach dem ruhigen, nachdenklichen Tag – erst die Autismustherapie, dann der stille, kraftvolle Besuch im Mainzer Dom – hätte Felix sich gewünscht, dass der Abend ebenso friedlich verlaufen würde. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Der Weg ins Einkaufszentrum – Eigentlich nur eine kleine Besorgung Am frühen Abend entschloss sich Felix, noch einmal loszugehen. Er wollte im Einkaufszentrum an der Römerpassage noch ein paar Kleinigkeiten besorgen: ein paar Süßigkeiten, neue Kopfhörer, und vielleicht etwas zu trinken. Neymar und die anderen waren zu Hause geblieben – nach dem langen Tag war auch bei ihnen die Luft raus. Felix ging allein. Er fühlte sich eigentlich sicher. Es war noch hell, viele Menschen waren unterwegs, und das Einkaufszentrum war belebt. Doch dann, als er gerade bei einem Getränkestand stand und überlegte, ob er sich einen kalten Eistee holen sollte, geschah es. Die zwei Jugendlichen – Der Angriff beginnt schleichend Zwei etwa 16-jährige Jugendliche, beide in schwarzen Hoodies, kamen aus der Nähe der Rolltreppe langsam auf ihn zu. Zunächst wirkten sie, als würden sie einfach nur laut sprechen, lachen, sich über irgendetwas amüsieren. Doch dann standen sie direkt neben Felix – und es wurde sofort unangenehm. „Ey, guck mal, wie der guckt! Als wär er ausm Heim!“ „Oder aus so ’nem Behindertenwohnheim, weißt du?“
Felix zog sich zurück, spürte sofort, wie sein Körper in Alarmbereitschaft ging. Die alte Reaktion – Schock, Starre, Herzrasen. Einer der Jugendlichen begann laut auf seinem Handy ein Techno-Lied mit absurden Geräuschen zu spielen – eine Mischung aus Kinderschreien, Kirmesmusik und verzerrten Stimmen. Der andere begann, laut die deutsche Nationalhymne zu singen, dann schrie er in verzerrtem Tonfall wie ein schlechter Hitler-Imitator herum. Menschen drehten sich um – doch viele sahen schnell wieder weg. Felix stand wie angewurzelt. Er wusste nicht, was er sagen oder tun sollte. Alles in ihm war angespannt. Doch dann – wie durch ein inneres Erinnern an das, was er in den letzten Wochen gelernt hatte – drehte er sich langsam um und ging zügig zur Informationstheke. Die Spieler reagieren – und werden wütend Was Felix nicht wusste: Die Spieler – Messi, Ronaldo, Neymar und Suárez – hatten per Standortfreigabe auf dem Handy gesehen, dass Felix lange im Einkaufszentrum war. Neymar hatte es zufällig entdeckt. „Ich geh mal rüber und schau, ob alles okay ist“, hatte Ronaldo gesagt. Gerade, als sie die Passage betraten, sahen sie Felix, der sichtlich aufgewühlt zum Info-Point ging – und weiter hinten die beiden Jugendlichen, die ihm nachschauten und immer noch lachten. „Was war da los?“ fragte Neymar sofort, als er bei ihm war. Felix zeigte mit zitternder Stimme auf die Jugendlichen. „Die da… haben mich beleidigt… mit Hitlerstimme, Musik, Witzen. Ich… ich weiß nicht, warum. Einfach so.“ Ronaldo drehte sich sofort um. „Wir regeln das.“ Messi blieb bei Felix, während Neymar und Suárez die Jugendlichen ansprachen – ruhig, aber mit ernster Miene. „Was genau glaubt ihr, was ihr hier macht?“ fragte Neymar. Die Jugendlichen stotterten, wurden plötzlich kleinlaut. Als sie merkten, wer da vor ihnen stand, verzogen sie sich schnell – auch, weil sich nun mehr Menschen einmischten. Verlust und Wiederfund – Der Spiner ist weg Als Felix sich etwas beruhigt hatte, atmete er tief durch – und bemerkte dann mit einem Schlag: „Mein Spinner ist weg… Mein Handspinner. Ich hatte ihn in der Jackentasche. Ich… ich glaub, ich hab ihn fallen lassen.“ Das Ding war zwar klein, aber bedeutete ihm viel – ein beruhigendes, vertrautes Objekt, das er oft dabei hatte, um sich zu regulieren. Die Spieler halfen ihm beim Suchen. Sie gingen gemeinsam noch einmal den Weg ab, den Felix gegangen war. Nach zehn Minuten fand Suárez den kleinen, schwarzen Spinner tatsächlich – unter einem Regal bei einem Drogeriemarkt. „Da ist er. Alles wieder da.“ Felix nahm ihn zitternd entgegen, hielt ihn fest in der Hand – und für einen Moment kamen ihm fast die Tränen. Nicht wegen des Spinners. Sondern weil ihm klar wurde: Er war heute nicht allein. Nach Hause – Erschöpft, aber nicht gebrochen Als sie die Passage verließen, war es bereits dunkel. Die Kälte stach auf der Haut, aber in Felix brannte etwas anderes – ein stilles, festes Licht. Zu Hause angekommen, setzten sie sich in die Küche, tranken Tee, und seine Mutter hörte sich alles an – ruhig, aber betroffen.
„Du hast genau das Richtige gemacht“, sagte sie. „Du bist nicht geflohen. Du bist nicht ausgerastet. Du hast gehandelt. Und du warst nicht allein.“ Felix nickte langsam. „Früher hätte ich mich versteckt. Heute bin ich hingegangen und hab's gesagt. Das war neu für mich.“ Und als er später im Bett lag, den Spinner in der Hand, wusste er: Manche Abende machen einem Angst – aber sie zeigen auch, wie stark man geworden ist. 14. Januar 2025 – Später Mittag des 45. Tages: Ein Schritt in Richtung Selbstständigkeit Der nächste Tag begann ruhig. Felix hatte sich von dem aufwühlenden Abend im Einkaufszentrum langsam wieder gefangen. Er hatte länger geschlafen als sonst, war aber mit einem klaren Gefühl im Kopf aufgewacht. Nach dem Frühstück mit Neymar – Toast, Honig, ein Becher heißer Kakao – meinte er: „Heute hab ich zwei Sachen zu erledigen. Ganz einfache Dinge. Aber sie bedeuten mir was.“ „Was steht an?“ fragte Neymar neugierig. „Ich muss noch die Überweisung für das Weihnachtsgeschenk einwerfen. Und ich will das Geld, das ich für Mama ausgelegt habe, endlich auf mein Konto zurückzahlen.“ Es waren kleine, praktische Dinge. Aber für Felix bedeuteten sie Verantwortung, Ordnung – und ein bisschen Stolz. Der Weg zur Bank – Schritt für Schritt Gegen 14:30 Uhr machten sich Felix und Neymar gemeinsam auf den Weg. Die Überweisung hatte Felix schon zu Hause ausgefüllt – sorgfältig mit schwarzem Kugelschreiber, in Druckbuchstaben: Ein kleines Geldgeschenk für eine Freundin, das er zu Weihnachten versprochen hatte. „Ich hätt’s früher fast vergessen“, murmelte er beim Gehen. „Aber ich will das richtig machen.“ „Du machst das gerade sehr richtig“, antwortete Neymar ruhig. Sie gingen zur Postfiliale in der Nähe des Römischen Theaters. Der Briefkasten stand draußen neben dem Schaufenster. Felix holte den Umschlag heraus, sah ihn sich noch einmal an – und ließ ihn dann langsam und bewusst in den Schlitz gleiten. „Erledigt.“ Ein leises Klicken, das für ihn bedeutete: Aufgabe abgeschlossen. Zur Bank – Das eigene Geld im Blick Danach ging es weiter zur Bankfiliale. Felix hatte vor ein paar Tagen für den Wocheneinkauf seiner Mutter mit Karte bezahlt – sie hatte ihm das Geld bar gegeben, und heute wollte er es endlich wieder auf sein Konto einzahlen. Es war kein großer Betrag – 42,60 Euro –, aber für Felix war es wichtig. „Früher hätt ich das Geld einfach behalten und vergessen, woher es kam“, sagte er nachdenklich. „Jetzt will ich Ordnung. Es fühlt sich gut an.“ An der Bankfiliale war es nicht sehr voll. Felix zog sein Kärtchen, wartete kurz, dann trat er selbstbewusst an den Automaten. Neymar blieb etwas abseits stehen und ließ ihn machen. Felix sortierte die Scheine, legte sie ein, bestätigte den Betrag. Ein paar Sekunden später zeigte der Automat: „42,60 Euro erfolgreich eingezahlt. Ihr neuer Kontostand lautet…“ Felix nickte zufrieden, nahm die Quittung. Ein stiller Moment des Stolzes
Draußen vor der Bank, im kalten Wind, standen sie noch kurz nebeneinander. „Ich weiß, das klingt doof“, sagte Felix, „aber solche Sachen – Überweisung, Einzahlung – das sind für mich echte Erfolge.“ „Warum sollte das doof sein?“ Neymar legte ihm kurz die Hand auf die Schulter. „Du übernimmst Verantwortung. Du wächst. Und du machst’s nicht nur für dich, sondern auch für deine Mutter. Ich finde das stark.“ Felix lächelte. Der 45. Tag war keiner mit großen Erlebnissen. Keine Musik, keine Kämpfe, kein Drama. Aber einer mit kleinen Schritten, mit Struktur, mit Stolz. Und manchmal waren es genau diese Tage, die am meisten Bedeutung hatten. 14. Januar 2025 – Abend des 45. Tages: Fußball in Bretzenheim – bittere Niederlage in letzter Sekunde Nach dem ruhigen, strukturierten Mittag, an dem Felix zusammen mit Neymar zuerst die Überweisung eingeworfen und dann das Bargeld für seine Mutter auf sein Konto eingezahlt hatte, war der Abend für etwas ganz anderes reserviert: Fußball. Mainz 05 gegen Bayer Leverkusen. Ein Auswärtsspiel – und zwar ein ganz wichtiges. Felix hatte sich mit Neymar verabredet, das Spiel in einer kleinen Kneipe in MainzBretzenheim zu schauen. Die beiden hatten bereits ein paar Mal dort Fußballabende verbracht – in einer urigen Gaststätte mit Holzvertäfelung, einem alten Fernseher in der Ecke und einer Theke, an der Geschichten erzählt wurden, die so alt waren wie das Wappen des Vereins selbst. Ankunft in der Kneipe – Eine rot-weiße Atmosphäre Gegen 19:45 Uhr betraten Felix und Neymar die Kneipe. Der Wirt kannte Felix bereits, begrüßte ihn mit einem Nicken und einem lauten: „Na, wieder mit deinem Brasilianer unterwegs? Das letzte Mal hat er Glück gebracht.“ Felix grinste. „Hoffen wir, dass das heute auch so ist.“ Die Kneipe war nicht voll, aber gut besucht. Einige Fans hatten sich mit Mainz-Schals an den Tisch gesetzt, auf dem ein kleiner Fernseher stand. Die Stimmung war konzentriert – man wusste, Leverkusen war ein starker Gegner. Felix setzte sich mit Neymar an einen Tisch mit guter Sicht. Er bestellte eine Apfelschorle, Neymar ein stilles Wasser. Die erste Halbzeit – Stark angefangen, hart umkämpft Mainz begann konzentriert. Die Mannschaft stand tief, verteidigte kompakt und ließ Leverkusen kaum zur Entfaltung kommen. Felix saß angespannt auf seinem Stuhl. „Wenn wir heute einen Punkt holen, wäre das schon ein Erfolg.“ Neymar, der sich in den letzten Wochen mit der Bundesliga vertraut gemacht hatte, nickte. „Die sind bissig heute. So hab ich Mainz noch nicht oft gesehen.“ Es gab zwei gute Chancen – eine durch Burkardt, der den Ball knapp übers Tor schoss, und eine durch Onisiwo, dessen Kopfball gehalten wurde. Leverkusen kam nur selten gefährlich vor das Tor – und wenn, war Dahmen zur Stelle. Mit 0:0 ging es in die Halbzeitpause. „Ich nehm das sofort“, sagte Felix. „Ein Punkt in Leverkusen? Gold wert.“ Die zweite Halbzeit – Die Spannung steigt
Nach Wiederanpfiff erhöhte Leverkusen den Druck. Mainz verteidigte leidenschaftlich, Ronaldo, der per Sprachnachricht aus der Wohnung mitfieberte, schrieb: „Das sieht gut aus – sie haben Kampfgeist.“ Minuten verstrichen, und Felix wurde nervöser. In der 82. Minute verpasste Burkardt eine Konterchance nur um Zentimeter. Dann kam die Nachspielzeit. Felix’ Herz pochte. Neymar saß inzwischen ganz vorne auf der Bankkante. 90+3. Minute. Ein letzter Angriff der Leverkusener. Eine scharfe Flanke von rechts. Der Ball kommt zu Frimpong. Direktabnahme. Tor. 1:0 für Bayer Leverkusen. Stille. In der Kneipe ein kollektives Seufzen. Felix ließ den Kopf auf die Tischplatte sinken. Neymar schüttelte fassungslos den Kopf. „So kurz vor Schluss… das ist grausam.“ Nach dem Abpfiff – Bittere Realität Die Spieler sanken auf dem Rasen zusammen. Der Wirt schüttelte langsam das Haupt. „So ist Fußball. Du kämpfst 90 Minuten und dann… BAM.“ Felix starrte auf die Tabelle: Platz Team Punkte 1 Bayern München 42 2 Leverkusen 38 3 Frankfurt 33 4 Leipzig 30 5 Stuttgart 29 6 Mainz 05 28 Mainz bleibt Sechster, aber Wolfsburg, Freiburg und Bremen sitzen ihnen im Nacken. Heimweg durch die Nacht – Mehr als nur ein Spiel Beim Verlassen der Kneipe sagte Felix leise: „Das fühlt sich schlimmer an, als es ist. Aber irgendwie… ist es auch okay. Ich hab sie kämpfen sehen.“ Neymar antwortete ruhig: „Sie waren ein Team. Du auch, heute. Du hast heute deine Aufgaben gemacht. Verantwortung übernommen. Dann Niederlage akzeptiert. Das ist Erwachsensein, Felix.“ Felix nickte. Es war ein bitteres Spiel. Ein Abend, der wehtat. Aber auch ein Abend, der zeigte: Manchmal wächst man nicht im Sieg – sondern in der Art, wie man eine Niederlage annimmt. 15. Januar 2025 – 46. Tag: Wenn das Immunsystem Pause macht Der nächste Morgen begann mit einem tiefen Seufzen. Schon beim Aufwachen wusste Felix: Etwas stimmte nicht. Sein Hals kratzte erneut, die Nase war verstopft, der Kopf schwer wie Blei. Als er sich langsam aus dem Bett schälte und ins Wohnzimmer tappte, bestätigte sich sein Verdacht: Die gesamte Familie war wieder krank.
Rückfall – Die Erkältung ist zurück Frau Lehmann lag mit Wärmflasche auf dem Sofa, ein kalter Waschlappen auf der Stirn. Seine Mutter saß in dicken Wollsocken am Küchentisch, eine dampfende Tasse Tee in der Hand, die Stimme kaum hörbar. „Es hat mich wieder erwischt…“, krächzte sie mit müder Stimme. Auch Messi lag mit Kopfschmerzen und Fieber im Sessel, während Neymar im Schlafanzug durch den Flur schlurfte und leise fluchte: „Das kann doch nicht wahr sein… Ich hab doch gestern noch Inhaliert!“ Suárez hustete im Takt eines alten Heizlüfters, der im Hintergrund vor sich hin schnurrte. Und sogar Ronaldo – der Fels in der Brandung der letzten Wochen – saß blass und still da, mit einer Decke über den Schultern. Felix war selbst angeschlagen, aber immerhin noch halbwegs funktionstüchtig. Ein Tag der Pflege – aber mit Grenzen Eigentlich hätte Felix heute in seinen VHS-Kurs gehen sollen. Doch nach einem kurzen Blick durch die Wohnung und einem Gespräch mit seiner Mutter war klar: Niemand war in der Lage, irgendetwas zu leisten. Felix atmete durch, schnappte sich das Fieberthermometer, den Medikamentenkorb aus dem Badezimmer und übernahm notgedrungen die Rolle des Krankenpflegers. ✔ Tee kochen ✔ Frische Taschentücher verteilen ✔ Wärmflaschen füllen ✔ Tabletten ausgeben ✔ Suppen erwärmen Zwischendurch wankte er selbst erschöpft durch die Wohnung, setzte sich immer wieder für ein paar Minuten hin, bevor er weitermachte. „Ich fühl mich wie eine wandelnde Apotheke“, murmelte er einmal zu Neymar, der ihm dankbar ein Hustenbonbon abnahm. Ruhe, Licht, Stille – eine Wohnung im Schlafmodus Der Fernseher lief leise mit Naturdokumentationen, während alle in Decken gehüllt in verschiedenen Ecken der Wohnung dösten. Der Kater der Erkältung hing wie ein dicker Nebel über allem. Niemand hatte Kraft für Gespräche. Selbst die Pokémon-Go-App blieb heute geschlossen. Felix saß am Nachmittag für einen Moment allein im Wohnzimmer, trank seinen Kamillentee und sah zu, wie ein Sonnenstrahl durch die Gardine fiel. „So fühlt sich Stillstand an…“, dachte er. Aber kein Stillstand der schlechten Sorte – eher wie eine Zwangspause, ein erzwungener Rückzug. Der Abend – Ein Hoffnungsschimmer Gegen Abend richtete Felix eine kleine Mahlzeit für alle her: Toastsuppe, Zwieback, etwas Apfelmus. „Das wird kein Festessen“, sagte er, „aber vielleicht bleibt es drin.“ Ein paar Lächeln huschten über die erschöpften Gesichter. Die Stimmung war schwach, aber nicht trostlos. Sie waren krank – ja. Aber sie waren gemeinsam krank. Und irgendwie verband selbst das. Felix vor dem Schlafengehen – Gedanken im Bett
Als er endlich in sein Bett sank, den Hals voller Salbeitee, den Kopf noch leicht pochend, flüsterte er in die Dunkelheit: „Manchmal ist es okay, nichts zu tun. Einfach nur… durchhalten.“ Der 46. Tag war kein Tag für große Geschichten. Kein Spiel, kein Fortschritt, kein Drama. Aber es war ein Tag, an dem sich zeigte, dass Felix gewachsen war – leise, im Hintergrund, durch Fürsorge, durch Präsenz. Und das reichte. Heute. 16. Januar 2025 – 47. Tag: Ein kleines Spiel mit großen Momenten Am Morgen des 47. Tages lag noch eine gewisse Müdigkeit in der Luft. Die Erkältungswelle hatte die Familie hart getroffen, aber sie begann sich endlich zu lichten. Felix war der Erste, der heute ohne verstopfte Nase und ohne Kopfschmerzen aufwachte. Er streckte sich, stand auf und merkte: Die Kraft kehrte zurück. In der Küche saß Neymar mit einem Toast in der Hand. „Du siehst heute viel frischer aus als gestern“, sagte er mit einem müden Lächeln. „Ich fühl mich auch so“, antwortete Felix. „Vielleicht können wir heute mal wieder ein bisschen rausgehen?“ Neymar hob eine Augenbraue. „Was hast du im Kopf?“ Felix zögerte kurz. Dann grinste er. „Wie wär’s mit ein bisschen Fußball? Nicht richtig, einfach ein bisschen kicken. Unten auf dem Platz.“ Der Bolzplatz ruft Nur wenige Straßen entfernt lag ein kleiner, etwas in die Jahre gekommener Bolzplatz mit zwei kleinen Toren, der bei gutem Wetter von Kindern, Jugendlichen – und manchmal auch von Erwachsenen – genutzt wurde. Heute war es zwar kühl, aber trocken. Der Boden fest, ein leichter Wind wehte. Ideal für eine kleine Runde. Gegen Mittag machten sich Felix, Neymar, Messi, Ronaldo und Suárez auf den Weg. Alle waren noch nicht ganz fit, aber die Lust, den Körper endlich wieder zu bewegen, war größer als die letzte Müdigkeit. Felix trug seine alte Mainz-05-Trainingsjacke, die er seit Jahren nicht mehr ausgeführt hatte. „Heute gibst du den Zehner?“ fragte Messi grinsend. „Eher den, der die Bälle einsammelt“, antwortete Felix lachend. Anstoß – und plötzlich war alles ganz leicht Sie teilten sich spontan in zwei Teams auf: Team 1: Neymar & Suárez Team 2: Messi & Felix Ronaldo übernahm die neutrale Rolle – als laufender Schiedsrichter, Passgeber, Kommentator und manchmal sogar Tormann. Der Ball war alt, etwas platt, aber er rollte. Und das reichte. Zunächst war Felix noch unsicher – die Bewegungen ungewohnt, der Atem schwer. Doch dann merkte er, wie sich sein Körper erinnerte. Er hatte nie im Verein gespielt, war nie besonders gut gewesen – aber das Gefühl, einen Pass zu spielen, sich frei zu laufen, kurz zu lachen, wenn ein Schuss daneben ging… das war da. Messi spielte mit viel Gefühl. Neymar dribbelte mit einem Lächeln. Suárez provozierte spaßig. Und Ronaldo lobte die Aktionen lautstark: „Starker Pass, Felix! Schau mal, wie du dich verbessert hast!“
Sie spielten nicht lange – vielleicht 40 Minuten – aber in dieser kurzen Zeit entstand etwas Besonderes: ein Moment von Freiheit, Normalität, Lebensfreude. Der letzte Treffer – und ein Erinnerungsfoto Das Spiel endete mit einem kuriosen Treffer: Felix bekam den Ball von Messi, versuchte aus der Distanz zu schießen – traf den Außenpfosten, von dort prallte der Ball Neymar ans Knie… und kullerte ins Tor. Alle brachen in schallendes Gelächter aus. „Und das war das goldene Tor!“, rief Ronaldo dramatisch. „Felix bringt den Sieg!“ Sie fielen sich in die Arme, außer Atem, verschwitzt, aber glücklich. Neymar zog sein Handy aus der Tasche. „Warte. Wir machen ein Foto. Das ist ein Moment, den wir behalten müssen.“ Alle stellten sich nebeneinander – Messi den Arm um Felix, Ronaldo mit verschränkten Armen wie ein stolzer Trainer, Neymar mit breitem Grinsen, Suárez mit zerzausten Haaren. Click. Ein einfacher Tag. Ein kleiner Platz. Ein alter Ball. Aber für Felix war es ein großer Tag. Zuhause – Die Erschöpfung kommt zurück, aber das Lächeln bleibt Am späten Nachmittag saßen sie wieder in der Wohnung. Felix lag auf dem Sofa, der Körper müde, die Beine schwer – aber das Herz leicht. Seine Mutter kam herein, warf einen Blick auf seine roten Wangen und sagte mit einem Lächeln: „Du siehst aus, als wärst du wieder ganz bei dir.“ Felix nickte. „Heute hab ich einfach nur gelebt.“ Der 47. Tag war kein großer Meilenstein auf dem Papier. Aber ein Tag, der bewies: Manchmal heilt Bewegung mehr als jedes Medikament. 17. Januar 2025 – 48. Tag: Ein holpriger Start in den Kurstag Nach dem wunderschönen, energiegeladenen Fußballnachmittag am Vortag war Felix am Morgen des 48. Tages eigentlich guter Dinge. Er hatte zwar Muskelkater in den Beinen, aber das Lächeln vom Vortag war noch spürbar. Doch wie es manchmal ist – wenn man denkt, man ist im Rhythmus, dann holt einen der Alltag doch wieder ein. Und heute war einer dieser Tage. Der Morgen – Verschlafen und Chaos pur Felix hatte seinen Wecker zwar gestellt… Aber vergessen, dass es nur auf „lautlos“ war. Statt um 7:30 Uhr wachte er erst um 8:39 Uhr auf. „Nein… bitte nicht…“, murmelte er, als er auf die Uhr sah. Der Kurs begann um 9:00 Uhr. Neymar, der ebenfalls verschlafen hatte, rief aus dem Nebenzimmer: „Felix?! Wie spät ist es?“ „Zu spät!“ rief Felix zurück. In aller Eile schmiss er sich in frische Klamotten, trank im Stehen einen Schluck kalten Tee von gestern, schob sich ein trockenes Brötchen in die Jackentasche und hetzte mit Neymar gemeinsam zur Bahn.
Im Flur – fast schon an der Haustür – erstarrte Felix. „Die Unterlagen… schon wieder!“ Sein Kurshefter lag ordentlich auf dem Wohnzimmertisch – und er hatte keine Zeit, zurückzulaufen. Die Ankunft – Noch mehr Verspätung Die Bahn hatte natürlich 2 Minuten Verspätung. Dann mussten sie an der Haltestelle noch durch eine Schülergruppe durchdrücken. Als sie endlich im Gebäude der VHS ankamen und vor dem Kursraum standen, war es 9:44 Uhr. Felix atmete schwer, klopfte an die Tür, öffnete sie vorsichtig. Der Dozent blickte auf. „Herr Zimmermann. Heute… 44 Minuten.“ Felix trat ein, setzte sich ohne ein Wort. Neymar blieb hinten im Raum stehen, mit verschränkten Armen und dem typischen „es war eine harte Anreise“-Blick. Felix fühlte sich wie ein Schüler, der zum dritten Mal dieselbe Entschuldigung bringen müsste – und keine hätte. Im Unterricht – Mit halbem Material und vollem Willen „Ich hab meine Unterlagen vergessen… wieder…“, flüsterte Felix dem Sitznachbarn zu, der ihm stumm eine Kopie seiner Unterlagen reichte. Die Inhalte des Tages waren komplex: Buchung von Abschreibungen, Unterschiede zwischen Aufwand und Ausgabe, und ein neues Thema: Skonto-Berechnung mit Rückbuchung. Felix konnte nur bruchstückhaft folgen. Er versuchte mitzuschreiben, fragte leise, holte sich immer wieder Hinweise von Neymar, der sich ruhig im Hintergrund hielt. Am Ende der Unterrichtseinheit sagte der Dozent nichts mehr direkt – aber sein Blick, als Felix ging, sprach Bände: „Du musst jetzt anfangen, das ernst zu nehmen.“ Die Pause – Ehrliche Worte unter Freunden Draußen vor dem Gebäude setzte sich Felix auf eine Bank, den Kopf in den Händen. „Das war heute peinlich“, murmelte er. Neymar setzte sich neben ihn. „Ja. Aber es war auch menschlich.“ „Ich will das doch… warum krieg ich es nicht hin?“ Neymar antwortete leise: „Weil du lernen musst, dass Vorbereitung Teil des Erfolgs ist. Nicht nur der Wille. Ich weiß, dass du das kannst. Aber du musst es dir leichter machen. Nicht schwerer.“ Felix nickte langsam. „Ich mach mir heute Abend eine Liste. Pack die Tasche vorher. Zwei Wecker. Kein Risiko mehr.“ Am Nachmittag – Nachdenken im Stillen Zuhause schrieb Felix tatsächlich eine Liste. Er heftete sie an seine Zimmertür. Er packte seine Tasche mit den Unterlagen. Er stellte zwei Wecker – und ließ Neymar als „menschlichen Notfallwecker“ eintragen. Der 48. Tag war ein Rückschritt – aber einer, der auf ehrliche Weise zeigte, wo noch Arbeit nötig war.
Und Felix spürte: Scheitern ist keine Niederlage – wenn man daraus wächst. 17. Januar 2025 – Später Mittag des 48. Tages: Toilettenschlaf und Verspätung Nummer Zwei Nach dem mehr als holprigen Start in den Kurstag am Vormittag – mit 44 Minuten Verspätung und ohne Unterlagen – hatte sich Felix fest vorgenommen, den zweiten Teil des Tages besser zu machen. Am frühen Nachmittag saß er mit Neymar in der Cafeteria der VHS, trank einen Kakao und aß ein Käsebrötchen. „Diesmal komme ich pünktlich zurück. Kein Risiko mehr“, sagte Felix energisch. „Dann geh am besten jetzt schon Richtung Raum“, grinste Neymar, „dann bist du zehn Minuten zu früh.“ Felix lachte. „Ich geh vorher nur nochmal kurz aufs Klo – danach direkt rüber.“ Im Waschraum – Die Müdigkeit schlägt zu Er betrat die saubere, leicht nach Zitronenreiniger duftende Toilette im Untergeschoss des VHS-Gebäudes. Die Kabinen waren leer, es war angenehm ruhig. Felix fühlte sich plötzlich schwer und erschöpft. Die Woche war lang gewesen, und die Erkältung noch nicht ganz vorbei. Er setzte sich auf die geschlossene Klobrille, um einen Moment durchzuatmen. „Nur kurz die Augen zu… nur zwei Minuten…“, murmelte er. Dann wurde es schwarz. Das Aufwachen – Realisation und Panik Ein Klospülgeräusch aus einer Nachbarkabine riss ihn aus dem Schlaf. Felix blinzelte. Es war still. Kein Geräusch vom Flur. Er sah auf sein Handy – und erschrak: „15:15 Uhr.“ Die zweite Kurseinheit hatte um 15:00 Uhr begonnen. „Oh nein… nicht schon wieder!“ Er riss die Tür auf, wusch sich schnell das Gesicht mit kaltem Wasser, um wach zu werden, und rannte – die Jacke halb offen – den Flur entlang, die Treppen hoch, zwei Stufen auf einmal. Ankunft im Kursraum – Der Moment der Wahrheit Er klopfte vorsichtig an die Tür. Der Dozent drehte sich langsam um. „Herr Zimmermann…“ Ein Seufzen, das durch den Raum hallte. Felix senkte den Blick. „Es tut mir leid. Ich… ich bin eingeschlafen. Auf der Toilette.“ Einige im Raum kicherten, einer sagte trocken: „Auch mal was Neues.“ Der Dozent antwortete ruhig, aber bestimmt: „Bitte setzen Sie sich. Und sorgen Sie dafür, dass das nicht zur Gewohnheit wird.“ Felix nickte kleinlaut. „Wird es nicht.“ Er setzte sich neben Neymar, der ihn mit hochgezogenen Augenbrauen ansah. „Wirklich – Toilette?“ Felix flüsterte: „Ich war einfach durch…“ Nach der Stunde – Ein Gespräch mit sich selbst
Nach der zweiten Einheit verließen sie das Gebäude. Die Abenddämmerung legte sich über Mainz. Felix war still. Neymar sagte schließlich: „Willst du dich selbst fertig machen, oder soll ich’s übernehmen?“ Felix musste trotz allem lachen. „Ich weiß… es war dumm. Aber… ich versuch’s ja. Ich geb mir Mühe. Wirklich.“ „Das weiß ich. Aber du brauchst Struktur. Schlaf. Vorbereitung. Und du musst lernen, deine Energie einzuteilen.“ Felix nickte. „Ab heute: Kein Toilettenschlaf mehr. Versprochen.“ Zuhause – Erkenntnis und Selbstfürsorge Am Abend setzte er sich mit seiner Mutter zusammen. Er erzählte ihr alles – vom Einschlafen, vom Lachen der Kursteilnehmer, vom verständnisvollen, aber genervten Blick des Dozenten. Sie sagte nur: „Du bist nicht gescheitert. Du kämpfst. Aber vielleicht solltest du auch lernen, wann du Pause brauchst. Wirkliche Pause.“ Felix spürte: Heute hatte er nicht einfach einen Fehler gemacht. Er hatte eine Grenze erreicht. Und jetzt wusste er: Stärker zu werden heißt nicht nur, weiterzumachen – sondern manchmal auch, rechtzeitig anzuhalten. Der 48. Tag endete mit Tee, Wärmflasche und einem frühen Zubettgehen. Nicht aus Schwäche. Sondern aus neuem Verständnis für sich selbst. 18. Januar 2025 – 49. Tag: Ein ungeplanter Moment mit dem Vater bei McDonald's Der 49. Tag begann ruhig, fast unscheinbar. Felix hatte beschlossen, heute keine großen Pläne zu machen – kein Kurs, keine Termine, kein Stress. Er war noch immer ein wenig erschöpft vom Vortag, an dem er in der Toilette eingenickt und zu spät zum VHS-Kurs gekommen war. Am Vormittag half er seiner Mutter ein wenig beim Aufräumen, sortierte Unterlagen für den nächsten Kurstag und machte sich dann am frühen Nachmittag allein auf den Weg – einfach nur, um ein wenig rauszukommen. Ziel: McDonald's – Einfach mal abschalten Gegen 14:00 Uhr betrat Felix die Filiale seines Stamm-McDonald's in der Nähe des Bahnhofs. Es war nicht sein erstes Ziel, aber irgendwie hatte er Lust auf Pommes, Cola und diese anonyme Ruhe, die man nur in Fast-Food-Restaurants unter Menschen finden kann, die einen nicht beachten. Er bestellte sich ein Menü mit einem McRib, Pommes und einer großen Cola – setzte sich an einen Tisch am Fenster und öffnete nebenbei sein Handy, um ein bisschen Pokémon GO zu spielen. Draußen fiel leichter Nieselregen, und die Straßen glänzten im grauen Nachmittagslicht. Eine überraschende Begegnung – Der Vater taucht auf Plötzlich hörte Felix eine bekannte Stimme. „Na, mein Junge. Allein unterwegs?“ Felix blickte auf – und da stand sein Vater. In der Hand ein Tablett mit einem Cheeseburger, Pommes und einem kleinen Bier vom Automaten.
„Darf ich mich dazusetzen?“ fragte er zögerlich. Felix war kurz überrascht, dann nickte er langsam. „Klar… kannst du.“ Es war das erste richtige Gespräch seit Weihnachten, bei dem sein Vater nicht nur an der Tür stand oder einen Spruch fallen ließ und dann verschwand. Das Gespräch – Einfach, ehrlich, vorsichtig Zunächst war es still. Sie aßen nebeneinander her. Felix nippte an seiner Cola, der Vater trank einen Schluck Bier. Dann sagte er plötzlich: „Ich hab gehört, du bist wieder im Kurs. Buchhaltung, richtig?“ Felix nickte vorsichtig. „Ja… ist anstrengend. Aber ich will’s durchziehen.“ Der Vater sah ihn einen Moment an. „Ich find das gut. Dass du’s versuchst. Nicht jeder zieht das durch.“ Felix sagte erst nichts. Dann fragte er leise: „Und… wie geht’s dir?“ Der Vater zuckte mit den Schultern. „So wie’s alten Männern halt geht. Rücken, Arbeit, das Übliche.“ Dann sah er Felix kurz an. „Ich hab in letzter Zeit viel nachgedacht. Vielleicht war ich in manchen Momenten… nicht der Vater, den du gebraucht hättest.“ Felix spürte, wie etwas in ihm eng wurde. Doch er sagte ruhig: „Ich hab dir früher oft die Schuld gegeben. Aber ich weiß, dass du auch nur dein Bestes versucht hast. Ich will nicht mehr rückwärts leben.“ Ein gemeinsames Bier – Zeichen der Annäherung Der Vater lächelte leicht und hob sein Bier. „Dann stoßen wir auf jetzt an.“ Felix überlegte kurz, stand dann auf und holte sich ebenfalls ein kleines Bier – alkoholfrei. Sie stießen an, vorsichtig, fast feierlich. „Auf heute“, sagte Felix. „Und auf morgen“, antwortete sein Vater. Der Abschied – Nicht endgültig, aber bedeutungsvoll Nach etwa einer halben Stunde standen sie auf, warfen die Tabletts weg. Draußen regnete es noch immer. „Ich bring dich noch ein Stück“, bot sein Vater an. „Okay“, sagte Felix. Sie liefen ein paar hundert Meter gemeinsam, dann verabschiedeten sie sich an einer Kreuzung. Ein kurzer Blick, ein Nicken. Keine Umarmung. Kein großes Wort. Aber etwas war anders. Zuhause – Ein Gefühl von Ruhe Als Felix wieder in der Wohnung war, fragte seine Mutter: „Und? War’s voll beim McDonald’s?“ Felix antwortete leise: „Ja… aber ich war nicht allein.“ Und als er sich in sein Zimmer setzte, spürte er: Heute war nichts passiert – und doch so viel. Der 49. Tag hatte keine große Geste gebracht, aber einen stillen Neuanfang. Und das reichte vollkommen.
19. Januar 2025 – 50. Tag: Ein Filmabend mit der ganzen Familie Der 50. Tag. Ein kleines Jubiläum – 50 Tage, seitdem die vier weltberühmten Fußballstars bei Felix und seiner Familie eingezogen waren. 50 Tage voller Aufregung, Rückschläge, Lachen, Tränen, Erfolge, Missverständnisse und echter Nähe. Niemand erwähnte das Jubiläum direkt, aber irgendwie spürte es jeder: Heute war ein besonderer Tag. Und als der Sonntag langsam ins Dämmern überging, schlug Felix vor: „Wie wär’s, wenn wir heute einfach mal alle zusammen einen Film schauen? So richtig klassisch: mit Popcorn, Decke und allem drum und dran.“ Die Vorbereitung – Jeder bringt etwas mit Die Idee wurde sofort begeistert aufgenommen. Felix’ Mutter brachte eine große Schüssel salziges Popcorn und selbstgemachte Nachos mit Käse. Frau Lehmann, inzwischen wieder gesund genug, schnitt Obst und verteilte ihre berühmten Hustenbonbons „für zwischendurch“. Neymar und Messi sorgten für Getränke – Apfelschorle, Cola, ein bisschen alkoholfreies Bier für die Erwachsenen. Ronaldo bestand darauf, Zitronenwasser zu servieren. „Für die Balance“, sagte er schmunzelnd. Suárez rückte das Sofa zurecht, verteilte Decken und Kissen, während Felix sich um die Technik kümmerte. Die Filmauswahl – Eine demokratische Abstimmung Die Auswahl des Films war, wie so oft in größeren Gruppen, eine kleine Herausforderung. Felix wollte einen Klassiker. Messi schlug ein Fußball-Drama vor. Suárez plädierte für etwas mit Action. Frau Lehmann wollte am liebsten etwas „mit Herz“. Neymar bestand auf Humor. Ronaldo wollte „etwas mit Inhalt“. Nach einer lebhaften Diskussion einigte man sich schließlich auf „The Blind Side“ – die Geschichte eines jungen Mannes, der aus schwierigen Verhältnissen kommt, von einer Familie aufgenommen wird und seinen Weg im American Football macht. „Passt irgendwie zu uns“, sagte Felix leise. Und alle nickten. Der Filmabend beginnt – Gemeinsamkeit auf der Leinwand und im Wohnzimmer Die Lichter wurden gedimmt, die Vorhänge zugezogen. Alle kuschelten sich in Decken, lehnten sich aneinander, schauten gebannt auf den Bildschirm. Von der ersten Minute an war es still. Nur gelegentlich hörte man das Knirschen von Nachos, ein Schlürfen aus einem Glas oder ein unterdrücktes Schniefen. Die Geschichte berührte sie – auf ganz unterschiedliche Weise: • Felix sah Parallelen zu sich selbst: jemand, der sich fremd fühlt, aber seinen Platz findet. • Seine Mutter erinnerte sich an all die Momente, in denen sie für Felix stark sein musste. • Frau Lehmann hatte Tränen in den Augen – sie verstand, was es heißt, jemanden einfach aufzunehmen.
Die Spieler – weltberühmt und doch gerade in einem ganz normalen Wohnzimmer – spürten, wie viel mehr ein Zuhause ist als Ruhm oder Titel.
Der Abspann – Stille und ein warmes Gefühl Als der Abspann lief, sagte niemand sofort Alle saßen still. Dann murmelte „Das war… genau richtig.“ Felix nickte. „Das war Familie.“ Seine Mutter sah ihn an, Neymar schlug ihm freundschaftlich auf die Messi reichte ihm eine letzte Suárez meinte: „Ich heule nicht. Das war der Käse in den Augen.“ Alle lachten.
etwas. Ronaldo: lächelte. Schulter. Nacho.
Der 50. Tag – Ohne Trubel, aber mit Bedeutung Es war kein Tag voller Action. Keine Verspätung, kein Streit, keine großen Reisen. Aber es war ein Tag, an dem alle zusammen waren. Ein Tag, der zeigte, wie viel Kraft in kleinen Momenten liegt. Felix dachte später im Bett darüber nach – während draußen der Regen leise an die Fensterscheibe klopfte. „Vielleicht ist das die größte Veränderung in meinem Leben… Dass ich nicht mehr allein bin.“ Und mit genau diesem Gedanken schlief er ein. Friedlich. Zufrieden. An Tag 50. 20. Januar 2025 – 51. Tag: Terminplanung und ein kleines Bier als Anerkennung Am 51. Tag begann die Woche für Felix ruhig, aber mit einem klaren Plan: Heute stand ein Gespräch mit seiner Assistenz an – ein Treffen, bei dem es darum ging, die nächsten Wochen zu strukturieren, Termine abzusprechen und Aufgaben zu sortieren. Nach den vergangenen Tagen, in denen einiges drunter und drüber gegangen war – zu spät zur VHS, Unterlagen vergessen, eingeschlafen auf der Toilette – war Felix selbst motiviert, es jetzt besser zu machen. Der Morgen – Vorbereitung mit Neymar Felix frühstückte gemeinsam mit Neymar, der ihn auch zu diesem Termin begleiten wollte. Seit Neymar häufiger an seiner Seite war, fühlte sich Felix bei solchen Treffen sicherer – nicht nur, weil er jemanden an seiner Seite hatte, sondern weil Neymar ein gutes Gespür dafür hatte, wann Felix reden sollte und wann nicht. „Was steht heute auf dem Zettel?“ fragte Neymar, während er sich ein Müsli machte. „Besprechung bei der Assistenz. Die nächsten Kurswochen, Therapietermine, Arzttermine und vielleicht ein bisschen Haushalt.“ Neymar grinste. „Und danach ein kleines Bier?“ Felix schmunzelte. „Wenn ich es gut mache – warum nicht.“ Der Termin bei der Assistenzstelle Gegen 10:00 Uhr kamen sie am Büro der Assistenzstelle an. Es war ein kleines Gebäude mit hellen Räumen, Pflanzen auf der Fensterbank und einer ruhigen Atmosphäre, in der Felix sich wohlfühlte.
Seine Bezugsperson, Frau B., begrüßte ihn freundlich. „Na, Felix. Bereit für ein bisschen Struktur in deinem Leben?“ Felix nickte. „Heute auf jeden Fall.“ Sie setzten sich gemeinsam an den Besprechungstisch. Neymar saß etwas abseits, hörte zu, machte sich sogar ein paar Notizen, als Felix mal ins Stocken kam. Die Planung – Klarheit auf Papier Gemeinsam arbeiteten sie die wichtigsten Punkte durch: ✔ VHS-Kurszeiten – mit klaren Absprachen, wann er losgehen muss, wann die Tasche gepackt wird ✔ Therapietermine – zwei neue Sitzungen in den nächsten drei Wochen ✔ Hausarztbesuch – zur Nachkontrolle der Erkältung ✔ Unterlagen-Organisation – jeden Sonntagabend wird der Ordner kontrolliert ✔ Freizeit – feste Zeitfenster für Spaziergänge, Pokémon GO, oder einfach „Nichts tun dürfen“ Frau B. lobte ihn am Ende: „Felix, das war heute echt stark. Du warst gut vorbereitet und hast dich getraut, ehrlich zu sagen, wo’s klemmt. Das ist Fortschritt.“ Felix wurde rot, aber in seinem Bauch wuchs ein warmes Gefühl. Es fühlte sich an wie: ernst genommen werden. Nach dem Gespräch – Ein stilles Ritual Nach dem Termin gingen Felix und Neymar noch ein kleines Stück zu Fuß durch die winterliche Mainzer Innenstadt. „Du warst heute richtig gut“, sagte Neymar leise. „Du hast alles gesagt, was wichtig war. Ohne zu stocken.“ Felix antwortete: „Ich fühl mich auch… klarer. So, als ob mein Kopf wieder ein bisschen mehr Platz hat.“ Neymar grinste. „Dann hast du dir das hier verdient.“ Er zog aus seiner Tasche ein kleines Flaschenbier – 0,25 Liter, alkoholfrei. „Kein Risiko. Aber ein Zeichen.“ Felix nahm es lächelnd an. Sie setzten sich auf eine Parkbank, öffneten beide ihre Flaschen und stießen leise an. „Auf Pläne, die halten.“ „Und auf Freunde, die helfen.“ Ein ruhiger Nachmittag – Mit Kraft zurück in den Alltag Wieder zu Hause, schrieb Felix in sein Notizbuch: Heute war kein besonderer Tag. Aber ein guter. Ich hab Verantwortung übernommen – und dafür ein kleines Bier bekommen. Es war das Beste Bier seit Langem. Der 51. Tag war ein Tag der Ordnung, der Struktur, der kleinen Siege. Und er bewies einmal mehr: Manchmal sind es die kleinen Gesten, die uns am stärksten machen. 21. Januar 2025 – 52. Tag: Ein FIFA-Duell mit den Größten Der 52. Tag begann ruhig. Draußen hing ein feiner Nebel über Mainz, und die Luft war klamm und kühl – genau das richtige Wetter, um einen Tag drinnen zu verbringen. Felix hatte keine Termine, keine VHS, keine Therapiesitzung. Ein freier Tag.
Am Frühstückstisch saß er mit Neymar, Ronaldo, Messi und Suárez. Seine Mutter war unterwegs, Frau Lehmann las im Wohnzimmer Zeitung. Felix rührte in seinem Kakao, schaute auf den Fernseher im Wohnzimmer und meinte plötzlich: „Heute ist perfekt für ein FIFA-Turnier.“ Neymar hob eine Augenbraue. „Du willst gegen uns spielen?“ „Nicht nur gegen euch. Ich will mit euch spielen.“ Felix grinste. „Aber ich such mir die Teams aus.“ Das Setup – Wohnzimmer wird zur FIFA-Arena Sie bauten die Konsole auf, schalteten den großen Fernseher ein, luden das neueste FIFA 24 und holten die Controller raus. Felix hatte das Spiel schon mit eigenen Teams modifiziert – er hatte sich sogar die Mühe gemacht, Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez in ein gemeinsames Dream-Team zu packen. Team 1: Felix & Neymar Team 2: Messi & Ronaldo (Suárez durfte als Kommentator fungieren – laut, witzig und parteiisch.) Erste Halbzeit – Spaß mit Schweiß Gleich im ersten Match wählte Felix sein Lieblingsteam: Mainz 05. Er selbst übernahm den linken Flügelspieler, Neymar den Mittelstürmer. Messi und Ronaldo lachten sich schlapp, als sie mit einem All-Star-Team aufliefen – voller Legenden wie Zidane, Pele und Maldini. „Wenn ihr gewinnt, ist das keine Kunst“, meinte Felix, „aber wenn wir gewinnen… dann ist es Geschichte!“ Der Anpfiff ertönte. Und das Wohnzimmer verwandelte sich in ein Stadion. Jubel, Rufe, Taktikbesprechungen, Schweiß auf der Stirn. Felix war voll konzentriert – Neymar motivierte ihn ständig: „Spiel kurz! Pressing! Drück R1!“ Zur Halbzeit stand es 2:2 – Felix hatte ein schönes Tor aus 25 Metern erzielt. Das Wohnzimmer jubelte. „Ich hab Ronaldo im Spiel ausgetanzt!“ rief Felix. Ronaldo schüttelte lachend den Kopf. „Nur virtuell, Junge. Nur virtuell.“ Zweite Halbzeit – Spannung bis zur letzten Sekunde Im zweiten Durchgang ging Messi mit einem Traumtor in Führung. Ronaldo jubelte auf und rief: „Und das war elegant wie in Wembley!“ Doch Felix antwortete mit einem Konter – Neymar drückte eiskalt ab: 3:3! Die letzte Minute. Noch ein Angriff. Felix läuft über links, passt in die Mitte – Neymar drückt ab. Pfosten! Der Abpfiff ertönt. Unentschieden. Aber alle jubeln. Ein ganz besonderes Erlebnis – Ein Kindheitstraum in echt Nach dem Spiel ließ sich Felix zurück in die Couch sinken. „Ich hab gerade mit Messi und Ronaldo FIFA gespielt… das glaubt mir keiner.“
Messi grinste. „Und du warst gar nicht so schlecht.“ Neymar lachte. „Wir sollten dich bei der nächsten E-Sports-WM anmelden.“ Ronaldo reichte ihm ein Handtuch. „Willkommen im Team.“ Suárez rief von der Küche aus: „Aber nächstes Mal will ich auch spielen – und nicht nur kommentieren!“ Der Abend – Ruhig und erfüllt Als später die Dunkelheit über Mainz fiel und Felix sich in seinem Zimmer hinlegte, dachte er zurück: Die Rufe, das Lachen, das nervöse Drücken auf die Schultertasten, das gemeinsame Jubeln. Das war mehr als nur ein Spiel gewesen. Es war Verbundenheit. Es war Freundschaft. Es war Alltag – aber mit einem Hauch von Kindheitstraum. Der 52. Tag ging zu Ende. Und in Felix’ Herzen hallte ein Gedanke nach: „Manchmal ist das schönste Stadion der Welt… das eigene Wohnzimmer.“ 22. Januar 2025 – 53. Tag: Ein Morgen in der Autismustherapie Der Morgen des 53. Tages begann leise. Die ersten Sonnenstrahlen schoben sich durch die Jalousien, der Himmel war klar, und die Stadt langsam erwachend. Felix saß bereits in der Küche, eine Tasse warmen Kamillentee in der Hand. Er war früher aufgestanden als sonst – nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil er vorfreudignervös war. Heute stand wieder ein Termin bei seiner Autismustherapie an. Seit dem letzten Gespräch, das tiefgründig und bewegend gewesen war, hatte sich in Felix viel getan: mehr Ordnung, mehr Bewusstsein, mehr Selbstvertrauen. Aber auch neue Unsicherheiten, neue Fragen. Und genau deswegen war er froh, dass Neymar ihn erneut begleitete. Vorbereitung – Der Rucksack und das Gespräch „Hast du alles?“ fragte Neymar, während er sich die Jacke überzog. Felix nickte. „Mappe, Fragenzettel, Wasserflasche. Und mein Spinner – sicher ist sicher.“ Neymar grinste. „Du bist heute besser vorbereitet als ich.“ Auf dem Weg zur Therapie sprachen sie über die letzten Tage. „Weißt du“, sagte Felix, „nach dem FIFA-Spiel hab ich gemerkt, wie gut es mir tut, wenn ich Spaß hab – aber danach kommt immer so ein Loch. Als würde mein Kopf dann zurückfallen in alte Gedanken.“ Neymar nickte. „Du hast so viel erlebt in den letzten Wochen. Das ist kein Loch – das ist Nachhall. Du brauchst Raum, um zu verdauen.“ Felix lächelte. „Genau das will ich heute sagen.“ Im Wartezimmer – Gedanken sortieren Das Therapiezentrum war wie immer ruhig. Im Wartezimmer standen drei Stühle, ein kleiner Tisch mit Prospekten, daneben eine Lampe, die ein warmes Licht verbreitete. Felix setzte sich, atmete tief durch, sah auf seinen Zettel: • Warum fühle ich mich nach guten Erlebnissen oft leer? • Wie kann ich besser mit Erwartungen umgehen – von mir und von anderen?
Wie erkenne ich, wann ich eine Pause brauche, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? Neymar reichte ihm wortlos einen Stift, und Felix ergänzte noch: • Warum ist es so schwer, stolz auf mich zu sein? Dann wurde er aufgerufen. •
Die Sitzung – Ehrliche Worte und neue Einsichten Drinnen erwartete ihn wie gewohnt seine Therapeutin, Frau K., mit ihrem ruhigen, offenen Blick. „Guten Morgen, Felix. Möchtest du erzählen, was dich gerade beschäftigt?“ Felix nickte, holte den Zettel aus der Mappe und begann langsam zu sprechen. Er erzählte vom FIFA-Abend, von dem Gefühl der Freude, das danach in eine seltsame Leere gekippt war. Von dem Tag, an dem er fast zusammengebrochen wäre, weil er zu viele Erwartungen auf einmal erfüllen wollte. Und dann sagte er mit leiser Stimme: „Ich hab Angst, dass ich nie so richtig reinpasse. Egal wie sehr ich mich bemühe.“ Frau K. nickte verstehend. „Das Gefühl kennen viele autistische Menschen. Aber Felix – 'passen' ist ein Konzept, das sich verändert, wenn man Menschen um sich hat, die einen nicht ändern wollen. Sondern verstehen.“ Sie arbeiteten zusammen an Bildern, wie Felix seine Energie einteilen konnte. Er stellte sich seinen Alltag wie einen Spielfeldrand vor – mit Zonen für Aktion, Regeneration und Rückzug. Nach dem Gespräch – Ein Schritt weiter Als Felix wieder in den Wartebereich trat, stand Neymar auf und fragte: „Und?“ Felix atmete tief durch. **„Es war gut. Es hat mich sortiert. Ich hab mehr verstanden – über mich.“ „Was nimmst du heute mit?“ Felix überlegte. Dann sagte er: „Dass ich nicht kaputt bin. Sondern empfindlich – wie ein gutes Mikrofon. Ich nehm mehr wahr. Und manchmal braucht das einfach länger.“ Neymar lächelte. „Dann bist du kein Problem. Du bist ein gutes Instrument.“ Zuhause – Ein neuer Blick auf den Tag Zurück in der Wohnung, legte Felix seine Mappe ordentlich ins Regal, nahm sich einen Tee und setzte sich an seinen Schreibtisch. Er schrieb in sein Tagebuch: Heute war kein lauter Tag. Aber in mir drin hat sich etwas leise verschoben. Ich verstehe mich ein bisschen besser. Und das reicht. Der 53. Tag war kein besonderer Tag im Kalender. Aber für Felix war es ein Schritt – nicht nach außen, sondern nach innen. Und das war mindestens genauso wertvoll. 22. Januar 2025 – Mittag des 53. Tages: Ein Einkaufsbummel mit neuer Klarheit Nach dem tiefgehenden, ehrlichen und ordnenden Vormittag in der Autismustherapie, in dem Felix viel über sich selbst reflektiert hatte, verspürte er einen Drang nach Bewegung, nach Draußensein, nach Alltag.
Als er mit Neymar das Therapiezentrum verließ, sagte er plötzlich: „Ich glaube… ich will ein bisschen in die Stadt. Einfach nur rumlaufen, schauen, vielleicht was kaufen.“ Neymar war sofort einverstanden. „Perfekt. Lass uns das nutzen – du bist klar im Kopf, jetzt kannst du mal wieder die Welt von außen aufnehmen.“ Durch die Mainzer Innenstadt – Schritt für Schritt Sie fuhren mit der Straßenbahn Richtung Schillerplatz und liefen dann weiter zu Fuß in die Altstadt. Die Sonne kam zwischen den Häuserfassaden hervor, das Licht spiegelte sich auf den nassen Pflastersteinen, und die Stadt war lebendig, aber nicht überfüllt. Felix fühlte sich leicht und ruhig. Er musste nicht viel denken, sondern einfach nur da sein. Der erste Halt war ein kleiner Buchladen, den Felix mochte. Er stöberte in der Manga-Ecke, sah sich dann einen Kalender für 2025 mit Katzenbildern an – schließlich kaufte er sich ein Notizheft mit linierten Seiten. „Für spontane Gedanken“, meinte er. „Oder schöne Sätze aus der Therapie.“ Neymar nickte zustimmend. „Ein Gedankenspeicher.“ Modegeschäft – Ein Schritt zu sich selbst Danach landeten sie in einem kleinen Modegeschäft in der Nähe des Brandplatzes. Normalerweise war Felix bei Kleidung eher vorsichtig, sogar zurückhaltend – zu viel Auswahl, zu viele Spiegel, zu viel Unsicherheit. Aber heute war es anders. Heute fühlte er sich offener. Er probierte einen weinroten Hoodie an – schlicht, aber weich, mit einem kleinen gestickten Motiv am Ärmel: ein stilisiertes Blatt. „Der steht dir“, sagte Neymar, ohne zu übertreiben. Felix drehte sich vor dem Spiegel. „Der fühlt sich auch gut an. Irgendwie… wie ein Kleidungsstück, das mich nicht anschreit.“ Er kaufte den Pullover und trug ihn sofort. Kleinigkeiten und ein kurzer Stopp In einem Schreibwarenladen kaufte Felix noch ein paar neue Stifte, darunter einen grünen Fineliner, den er „nur für gute Tage“ nutzen wollte. Sie holten sich einen Crêpe mit Zimt und Zucker von einem kleinen Stand am Gutenbergplatz, setzten sich auf eine Bank und schauten den Menschen zu. „Ich war heute nicht überfordert“, sagte Felix nach einer Weile. „Ich hab mich nicht verloren gefühlt. Ich war einfach… ein Teil von allem.“ Neymar legte einen Arm um seine Schulter. „Du bist nicht nur Teil. Du bist wichtig. In deinem Tempo. Auf deine Weise.“ Heimweg – Einkäufe, Wärme und Stolz Am frühen Nachmittag fuhren sie mit der Straßenbahn zurück. Im Beutel: ein Hoodie, ein Notizbuch, ein paar Stifte, und ein kleiner Stoff-Anhänger in Katzenform, den Felix an seinen Rucksack hängen wollte. Nicht viel – aber für Felix war es eine Erinnerung daran, dass er Entscheidungen treffen, sich zeigen und sich selbst etwas Gutes tun konnte. Zuhause angekommen, zeigte er seiner Mutter die neuen Sachen. Sie lächelte: „Du strahlst heute. Ich glaube, du bist dir heute selbst begegnet – und hast dich gemocht.“ Felix nickte.
Der 53. Tag war nicht spektakulär gewesen. Kein Drama, kein Nervenkitzel. Aber er war einer dieser seltenen Tage, an denen man merkt: Man lebt. Man wächst. Und man ist genug. 22. Januar 2025 – Später Mittag des 53. Tages: Ein Burger, ein Gespräch und ein gutes Gefühl Nach dem entspannten Einkaufsbummel durch die Mainzer Innenstadt – mit Hoodie, Notizbuch, Crêpe und viel innerer Ruhe – gingen Felix und Neymar langsam zurück Richtung Schillerplatz. Die Tüten baumelten leicht an ihren Händen, und obwohl sie bereits viel gelaufen waren, verspürte Felix noch keine Müdigkeit, sondern eher so etwas wie innere Wärme. Als sie an der Bushaltestelle standen, meinte Neymar plötzlich: „Sag mal… hast du nicht Lust, noch irgendwo was Richtiges zu essen? Ich meine, wir haben zwar Crêpe gegessen, aber das zählt nicht als Mahlzeit.“ Felix lachte. „Ich dachte, du bist der Ernährungspolizist in der Gruppe.“ „Heute nicht. Heute bin ich einfach nur hungrig.“ Felix überlegte kurz, dann zeigte er mit einem Finger schräg über die Straße. „Wie wär’s mit BK? Ich hab da Lust auf einen Long Chicken. Mit Mayo. Und Pommes.“ Ankunft im Burger King – Ein vertrauter Ort Der Burger King am Hauptbahnhof war wie immer gut besucht, aber nicht überfüllt. Das bekannte Piepen der Fritteusen, das Zischen der Cola-Automaten, das Murmeln der Gespräche – für Felix war das fast beruhigend. Er hatte früher oft hier gesessen. Mal allein. Mal mit seiner Mutter. Seltener mit Freunden. Heute war es anders. Heute war Neymar bei ihm. Sie bestellten: • Für Felix: Long Chicken Menü mit Cola Zero • Für Neymar: Double Whopper ohne Zwiebeln, Pommes, stilles Wasser Als sie sich in eine der Ecken setzten – direkt an einem Fensterplatz – meinte Neymar: „Weißt du, heute fühl ich mich irgendwie… angekommen. So ruhig wie lange nicht mehr.“ Felix biss in seinen Burger, kaute genüsslich und sagte dann: „Ich auch. Ich glaub, ich hab heute einfach mal nichts falsch gemacht.“ Ein Gespräch über Alltag und Fortschritt Während sie aßen, sprachen sie über ganz einfache Dinge: • Welche neuen Pokémon Felix bei seinem nächsten Spaziergang fangen will • Wie sich Ronaldo gestern beim FIFA-Spiel geärgert hatte • Warum Messi beim Crêpe-Stand immer nur Nutella nimmt • Und ob Suárez heimlich doch den Kühlschrank nachts plündert Dann wurde Felix einen Moment still. „Weißt du… Ich hab früher immer geglaubt, ich wäre anstrengend. Weil ich viel nachdenke, weil ich nicht immer mitkomme… oder weil ich schnell überfordert bin.“ Neymar sah ihn ruhig an. „Und heute?“ „Heute glaub ich… ich bin einfach nur anders. Und das ist okay.“ Neymar nickte. „Nicht nur okay. Sondern besonders. Und wichtig.“ Sie hoben ihre Becher, stießen an. Cola Zero gegen stilles Wasser. „Auf einen guten Tag“, sagte Felix. „Und auf viele, die noch kommen“, ergänzte Neymar.
Heimweg – Zufriedenheit in der Abendsonne Als sie aus dem Burger King traten, war die Sonne bereits im Begriff unterzugehen. Die Straßen glänzten golden, und die ersten Lampen gingen an. Felix schob die Hände in die Jackentaschen seines neuen Hoodies. Er fühlte sich wohl. Sicher. Nicht perfekt – aber ganz. Der 53. Tag ging mit vollem Magen, warmem Herzen und einem ruhigen Kopf zu Ende. Und während sie in die Straßenbahn stiegen, dachte Felix leise: „So fühlt sich Alltag an, wenn er richtig gut ist.“ 22. Januar 2025 – Früher Abend des 53. Tages: Ein besonderer Schluck in der Brauhaus-Kneipe Nach dem entspannten Bummel durch die Stadt und dem sättigenden Abstecher zum Burger King war Felix eigentlich schon auf dem Weg nach Hause gewesen – zufrieden, satt, ruhig. Doch als sie an der kleinen, urigen Kneipe vorbeikamen, die mitten in der Altstadt von Mainz lag und bekannt dafür war, ihr eigenes Bier zu brauen, blieb Neymar plötzlich stehen. „Warte mal… das ist doch dieser Laden, wo die selbst brauen, oder?“ Felix nickte. „Ja, das ist das Brauhaus Schoppestecher. Die haben richtig komisches, aber gutes Bier. Je nach Saison.“ Neymar grinste: „Ich finde, ein guter Tag verdient einen besonderen Abschluss.“ Er zwinkerte. „Und du bekommst heute eines mit Weihnachtsaroma. Mal sehen, ob du's schmeckst.“ Das Brauhaus – Holz, Hopfen, Heimeligkeit Als sie die Kneipe betraten, umfing sie sofort ein wohlig warmer Duft aus Bier, Brot und Gewürzen. Die Wände waren aus dunklem Holz, an den Decken hingen Kränze aus Hopfen, und die Bedienung trug noch echte Schürzen. In einer Ecke stand ein altes Braufass, auf dem stand in weißer Kreide: „Winterbier – bernsteinfarben, leicht süß, mit Zimt, Orange und Nelken. Nur solange der Vorrat reicht.“ „Da ist es“, sagte Neymar und zeigte auf die Tafel. Felix las und verzog leicht das Gesicht. „Zimt? In Bier?“ „Probier’s. Du musst ja nicht gleich das ganze Fass leer trinken.“ Der erste Schluck – und ein skeptischer Blick Sie setzten sich an einen kleinen Tisch im hinteren Teil der Kneipe. Die Bedienung brachte zwei Winterbier vom Fass, serviert in rustikalen Tonkrügen mit Schaumkrone. Felix hob den Krug, schnupperte daran – ein würziger Duft stieg ihm in die Nase: Orange, ein Hauch Zimt, eine warme Malznote. „Das riecht wie Weihnachten… aber schmeckt es auch so?“ Er nahm einen vorsichtigen Schluck… Kaute… Schluckte… Zog eine Braue hoch. „Hm… also… ehrlich? Ist nicht so meins.“ Neymar lachte. „Zu süß?“ „Zu… zimtig. Ich will Bier, kein flüssiges Lebkuchenhaus.“ Trotzdem trank Felix weiter – langsam, aber höflich. „Ich hab’s mir verdient“, sagte er. „Und du trinkst ja mit mir – also ertrag ich’s.“
Ein Abend mit Atmosphäre Während sie an ihren Krügen nippten, wurde es um sie herum gemütlich: Leises Stimmengewirr, Kerzenschein auf den Tischen, ein paar Musiker, die sich in der Ecke für ein kleines Live-Set aufwärmten. Felix lehnte sich zurück, sah sich um. „Weißt du, Neymar… Ich glaub, ich hab in meinem ganzen Leben nicht so viele gute Tage am Stück gehabt wie in den letzten Wochen.“ Neymar prostete ihm zu. „Und es werden noch mehr. Du baust dir dein Leben. Stück für Stück.“ Aufbruch mit einem Zwinkern Nach dem Bier – das Felix am Ende doch nicht ganz austrank – verließen sie das Brauhaus mit warmem Kopf und noch wärmerem Herzen. „Ich glaub, ich bleib beim normalen Bier. Oder bei Cola“, sagte Felix auf dem Weg zur Haltestelle. Neymar grinste. „Aber hey – du hast’s probiert. Und das zählt.“ Der frühe Abend des 53. Tages endete mit kalter Luft draußen, aber einer inneren Wärme, die blieb. Felix wusste: Nicht jedes Bier schmeckt – aber jeder Versuch macht ihn stärker. Und manchmal war allein das Erleben das größte Geschenk. 22. Januar 2025 – Abend des 53. Tages: Ein Rennen gegen die Zeit bei DM Nach dem Bier im Brauhaus, dem gemütlichen Sitzen mit Neymar in der rustikalen Kneipe und der Reflexion über einen gelungenen Tag, dachte Felix eigentlich schon daran, den Heimweg anzutreten. Doch kurz bevor sie an der Haltestelle ankamen, zuckte er zusammen. „Oh nein… ich muss noch zu DM! Ich brauch dringend Shampoo, Spülung und die Zahnspangentabs! Und Tee! Ich hab’s völlig vergessen!“ Neymar sah ihn überrascht an. „Jetzt noch? Es ist kurz vor Ladenschluss!“ Felix kramte sein Handy hervor, schaute auf die Uhr. „19:45 Uhr. Ich hab noch 15 Minuten!“ „Dann nichts wie los!“, lachte Neymar. Sie drehten um und eilten Richtung der nächsten DM-Filiale in der Innenstadt. Ankunft – aber die Bestellung fehlt Felix erreichte leicht außer Atem den Drogeriemarkt. Die Türen waren noch offen, die Lichter hell, Mitarbeiter begannen gerade, die Regale aufzuräumen. Er ging zügig zum Serviceschalter. „Ich hab was bestellt. Shampoo, Spülung, Tee und Zahnspangen-Tabs… für Felix Zimmermann.“ Die Mitarbeiterin suchte kurz in den Kisten, runzelte die Stirn. „Tut mir leid, Herr Zimmermann. Ihre Bestellung liegt nicht hier. Haben Sie sie vielleicht für eine andere Filiale bestellt?“ Felix erstarrte. „Oh nein… war das… die Filiale am Hauptbahnhof?“ „Ja, genau, da wurde sie hinterlegt.“ Er sah auf die Uhr. 19:46 Uhr. Der Laden am Hauptbahnhof hatte noch 14 Minuten offen. Felix sah Neymar an. „Wir schaffen das noch!“ Sprint durch die Stadt – Sekunden zählen
Sie stürmten los – an der Ampel vorbei, durch die Altstadtgassen, am Dom entlang, dann Richtung Bahnhof. Felix rannte vorneweg, Neymar keuchte hinterher. „Du bist heute fitter als beim Fußballspiel!“ rief Neymar. „Jetzt geht’s um Shampoo UND Ehre!“ keuchte Felix zurück. Um 19:56 Uhr betraten sie die DM-Filiale am Hauptbahnhof, atmeten schwer, aber erleichtert. Felix ging zielstrebig zum Abholschalter, nannte erneut seinen Namen. „Ah, ja. Hier ist Ihre Tüte. Shampoo, Spülung, Tee, Tabs. Alles da.“ Felix grinste. „Gerettet.“ Die Zahnbürste – fast vergessen Beim Rausgehen stoppte Felix plötzlich. „Moment… Ich brauch noch eine neue Zahnbürste!“ Er flitzte zum Regal, griff schnell zu einer – hellblau, weich – und zahlte an der Schnellkasse. Doch als er die Verpackung draußen ansah, fluchte er leise: „Mist. Die ist für Kinder mit Milchzähnen…“ 19:59 Uhr. Er schaute Neymar an. Neymar hob die Augenbrauen: „Du hast noch 1 Minute. GO!“ Felix drehte um, rannte zurück in den Laden. Der Sicherheitsmann wollte gerade die Tür schließen, aber Felix rief: „Nur eine Zahnbürste! Ich weiß sogar wo!“ Er flitzte zum Regal, tauschte blitzschnell die Bürste aus – diesmal die richtige: mittel, für Erwachsene, mit Sensitivkopf – und lief zur Kasse. 19:59:30 Uhr – er scannte den Artikel, bezahlte, bekam den Bon. Und dann schlossen sich hinter ihm die Türen. Rückweg – Atemlos, aber stolz „Du hast’s geschafft“, sagte Neymar, als sie draußen standen. „Du hast deinen Tee, deine Pflegeprodukte, deine Tabs… und sogar die richtige Zahnbürste.“ Felix lachte atemlos. „Ich hab heute mehr geschafft als an manch einem ganzen Kurstag.“ „Du hast heute gelebt, geplant, gespielt, gesprochen, geshoppt und gerannt.“ Felix grinste. „Und das alles mit Herz. Und Shampoo.“ Zuhause – Alles an seinem Platz Zurück in der Wohnung sortierte Felix zufrieden alles in sein Badregal: Shampoo neben Spülung, die Tabs ins Glas, die neue Zahnbürste in den Halter. Dann setzte er sich auf sein Bett, trank einen Schluck vom frisch gekauften Kamillentee und schrieb in sein Notizbuch: Heute war ein Tag voller Balance: Therapie für den Kopf, Einkaufen für den Körper, Freunde für die Seele. Und mit dieser Klarheit ging der 53. Tag zu Ende – turbulent, wild, aber vollkommen. 22. Januar 2025 – Später Abend des 53. Tages: Himbeer-Kreppel-Bier und heimliche Sorgen Es war schon nach 21:00 Uhr, als Felix – nach dem stressigen, aber erfolgreichen Einkaufsmarathon und der fast schon filmreifen Rettung seiner Zahnbürste – in seinem Zimmer saß, in den warmen Dampf seines neuen Kamillentees pustete und spürte, wie der Tag sich dem Ende neigte.
Eigentlich war er müde. Aber da war auch dieses kleine, lebendige Restgefühl in seinem Bauch. Eine Mischung aus Stolz, Erschöpfung und dem Wunsch, den Tag nicht einfach so sang- und klanglos enden zu lassen. Da klopfte es leise an seiner Zimmertür. Neymar steckte den Kopf rein. „Felix… Ronaldo hat gefragt, ob wir den Tag noch mit einem letzten Bier ausklingen lassen – wieder in der kleinen Braukneipe. Lust?“ Felix zögerte kurz. Dann nickte er. „Aber nur eins. Und nichts mit Zimt!“ „Keine Sorge“, lachte Neymar. „Heute gibt’s was Süßes. Neues Fass – mit Himbeer-KreppelAroma.“ Felix zog sich seinen neuen Hoodie über, griff nach seiner Mütze und sagte grinsend: „Okay. Dann trinken wir heute auf das verrückteste DM-Rennen meines Lebens.“ Zurück im Brauhaus – Fast leer, aber voller Stimmung Als sie das Brauhaus Schoppestecher zum zweiten Mal an diesem Tag betraten, war es fast leer. Nur noch zwei Gäste saßen am Tresen, und aus einer kleinen Lautsprecherbox erklangen leise Jazzklänge. Der Wirt erkannte sie sofort. „Ihr wollt das Neue, oder? Frisch aufgemacht heute. Himbeer-Kreppel-Bier. Süß, fruchtig, ein bisschen wie Fasching im Glas.“ Felix lachte. „Klingt verrückt. Passt zu meinem Tag.“ Sie nahmen am selben Tisch Platz wie am Nachmittag. Der Wirt brachte vier kleine Gläser – 0,2 Liter, aber mit Schaumkrone wie bei einem Riesling. Das Bier war roséfarben, leicht trüb, roch süß – tatsächlich ein wenig wie frisch gebackener Berliner mit Himbeermarmelade. Felix nippte daran. Seine Augen weiteten sich. „Wow… das schmeckt… wirklich wie Kreppel. Nur kalt. Und mit Alkohol.“ Die Spieler waren erstaunt. Neymar trank vorsichtig. Messi roch erst nur daran. Suárez nippte und verzog das Gesicht. „Das ist ein Dessert, kein Bier.“ Ronaldo runzelte die Stirn. „Ich trinke lieber Wasser. Aber Felix… wie fühlst du dich?“ Sorgen im Hintergrund Felix lehnte sich zurück, das halbe Glas leer. „Mir geht’s gut. Ich trink’s langsam. Es ist süß, aber irgendwie angenehm.“ Doch die Spieler warfen sich untereinander Blicke zu. Sie hatten den letzten Vorfall noch im Kopf – damals, als Felix sich an Silvester fast am eigenen Erbrochenen verschluckt hatte, als er zu viel getrunken hatte. Auch jetzt war das Bier süß, wirkte harmlos – aber sie wussten, wie sensibel Felix auf Alkohol reagierte. Und auch, dass er manchmal nicht spürte, wann genug war. Ronaldo sprach es als Erster aus, leise: „Wir sagen den Eltern lieber nichts, oder?“ Messi nickte langsam. „Solange es ihm gut geht…“ Suárez flüsterte: „Aber wir behalten ihn heute Nacht im Auge.“ Neymar sagte ruhig zu Felix: „Wenn du irgendwas merkst – Schwindel, Bauchweh, komisches Gefühl – sagst du sofort Bescheid, ja?“ Felix schaute ihn an und nickte. „Versprochen. Aber mir geht’s echt gut. Es ist nur dieses eine kleine Glas.“
Ein stiller Rückweg – Ein Stück Vertrauen Als sie wenig später auf dem Heimweg waren, sprachen sie nicht viel. Felix war ruhig, aber klar. Er schwankte nicht, er lachte, er erzählte noch von der Szene mit der Kinderzahnbürste im DM. Dennoch blieben die Spieler wachsam. Sie kannten ihn inzwischen. Und sie wussten, dass selbst kleine Dinge bei Felix manchmal große Wirkung haben konnten. Zuhause schlich er sich leise ins Bad, putzte sich die Zähne – diesmal mit der richtigen Bürste, grinste über sich selbst und ging dann ins Bett. Die Spieler saßen noch eine Weile zusammen im Wohnzimmer. Neymar sagte leise: „Er entwickelt sich. Er macht riesige Schritte. Aber wir müssen trotzdem auf ihn achten.“ Messi antwortete: „Weil er jetzt stark ist. Aber nicht unverwundbar.“ Späte Nacht – Alles in Ordnung Kurz vor Mitternacht schauten sie noch einmal leise in Felix’ Zimmer. Er lag unter der Decke, der Hoodie über dem Stuhl, das leere Teeglas am Nachttisch. Ruhiger Atem. Keine Unruhe. Kein Schwindel. Ein stiller Schlaf. Der späte Abend des 53. Tages war einer mit Nachgeschmack – süß, etwas zu künstlich, aber doch angenehm. Und in den Köpfen der Spieler blieb vor allem eines: Sorge, die aus Zuneigung entsteht. Und Verantwortung, die man freiwillig übernimmt, wenn einem jemand wirklich wichtig wird. 23. Januar 2025 – 54. Tag: Ein neues FIFA-Duell mit alten Freunden Der 54. Tag begann entspannt. Felix war früh aufgewacht, hatte gut geschlafen – trotz des süßen Himbeer-Kreppel-Biers vom Vorabend. Kein Schwindel, kein Magengrummeln. Alles war in Ordnung. Er war sogar ein bisschen stolz auf sich selbst, weil er zum ersten Mal seit Langem wieder bewusst mit Grenzen umgegangen war. Als er in die Küche kam, saß Neymar bereits am Tisch, mümmelte ein Marmeladenbrötchen und grinste. „Guten Morgen, FIFA-Champion. Bereit für Revanche?“ Felix schmunzelte. „Ich hab gestern im Traum schon gewonnen.“ Vormittagsruhe – Die Idee wächst Der Tag war nicht vollgepackt – kein VHS-Kurs, keine Therapie, keine Termine. Die Sonne schien mild durch die Fenster, das Frühstück war gemütlich, und die Stimmung in der Wohnung war friedlich. Messi, Ronaldo und Suárez kamen nach und nach dazu, und irgendwann sagte Ronaldo plötzlich: „Was machen wir heute eigentlich? Schon lange kein FIFA mehr gespielt.“ Felix hob den Kopf. **„Oh doch. Heute gibt’s das Rückspiel von vorgestern. Neymar und ich gegen euch drei.“
Messi grinste. „Ihr wollt’s wieder wissen, was?“ „Ja“, sagte Felix bestimmt. „Aber diesmal nehmen wir Mainz 05. Und ihr spielt mit Bayern. Wenn wir das gewinnen, müssen wir nie wieder was beweisen.“ Das Wohnzimmer wird zur Arena – Neue Teams, neue Spannung Die Konsole wurde angeschaltet, Controller verteilt, Getränke bereitgestellt. Felix setzte sich wieder neben Neymar, das Trikot von Mainz 05 über dem neuen Hoodie. Auf der anderen Couch: Messi mit Ronaldo und Suárez – konzentriert, aber gut gelaunt. Anpfiff. Das Spiel begann. Erste Halbzeit – Felix übernimmt Verantwortung Schon in den ersten Minuten merkte man: Felix hatte geübt. Er spielte ruhiger, gezielter, mit Übersicht. Neymar coachte ihn zwischendurch, aber meist ließ er ihn machen. In der 16. Minute: Ein langer Ball von Neymar – Felix zieht in die Mitte, täuscht den Verteidiger, schießt. Tor für Mainz. 1:0. Die Spieler klatschten, sogar Ronaldo nickte anerkennend. „Das war stark. Ruhiger Abschluss.“ Zur Halbzeit stand es 1:1 – Ronaldo hatte per Fernschuss ausgeglichen. Zweite Halbzeit – Kampfgeist und Spaß Die zweite Halbzeit wurde intensiver. Tacklings, Flanken, Pfostenschüsse. Neymar spielte einen genialen Steilpass in der 75. Minute – Felix lief allein aufs Tor zu. Kurzer Moment der Nervosität. Aber er blieb ruhig, legte den Ball am Torwart vorbei. 2:1 für Mainz. Felix schrie auf, sprang auf, riss die Arme hoch. „Jaaa! Das ist mein Spiel!“ Messi lachte. „Ruhig, kleiner Klopp. Ist noch nicht vorbei.“ Doch es blieb beim 2:1. Abpfiff. Sieg für Felix und Neymar. Nach dem Spiel – Applaus und Anerkennung Die Spieler klatschten. Ronaldo erhob sich, verneigte sich theatralisch. „Respekt, Felix. Heute hast du geführt.“ Messi grinste. „Und das mit Mainz gegen Bayern. Das muss dir erstmal einer nachmachen.“ Suárez warf ein Kissen. „Wir brauchen ein Rückspiel. Mit Schiedsrichter.“ Ein ruhiger Abschluss – Ein Moment des Stolzes Später saßen sie noch zusammen, aßen Kekse, tranken Tee und redeten über Fußball, Taktik, das nächste reale Mainz-Spiel. Felix fühlte sich stark. Nicht nur, weil er gewonnen hatte – sondern, weil er geführt hatte. Er war Teil gewesen, ernst genommen worden, gefeiert worden. Nicht wegen Mitleid, sondern wegen Leistung. In seinem Notizbuch schrieb er später: Heute war ich Kapitän. Nicht auf dem Rasen – aber in meinem Leben.
Der 54. Tag war ein Tag des Spiels – aber auch ein Tag des Wachstums. Und der Beweis, dass ein Controller manchmal mehr bewegen kann als tausend Worte. 23. Januar 2025 – Später Nachmittag: Auswärtsspiel gegen Union Berlin – eine bittere Niederlage Nach dem emotionalen FIFA-Spiel mit den vier Fußballstars am Vormittag, das Felix nicht nur Spaß, sondern auch einen enormen Schub an Selbstvertrauen gebracht hatte, war der Nachmittag für das nächste reale Spiel von Mainz 05 reserviert. Diesmal auswärts gegen den 13. der Tabelle: Union Berlin. Die Erwartungen waren klar: Mainz war Favorit. Union kämpfte ums Überleben im Tabellenkeller. Doch wie so oft im Fußball zeigte sich – Favorit sein heißt noch lange nicht, dass man auch gewinnt. Zu Hause vor dem Fernseher – Alle versammelt Felix, seine Mutter, die Ersatzoma, Neymar, Messi, Ronaldo und Suárez hatten sich am Nachmittag im Wohnzimmer versammelt. Chips standen auf dem Tisch, Getränke waren bereit, und alle trugen entweder Rot-Weiß oder einen kleinen Mainz-Schal. „Das ist ein Pflichtsieg“, sagte Suárez noch optimistisch, während Felix nervös an seiner Wasserflasche nippte. Anpfiff. Der Schock in der 1. Minute Das Spiel hatte kaum begonnen, da passierte es: 1. Minute – Union Berlin 1:0 Mainz 05 – Benedikt Holler Ein tiefer Pass in die Spitze, ein Stellungsfehler in der Mainzer Abwehr, und Holler schob eiskalt ein. „Was war das denn?!“ rief Neymar aufgebracht. Felix schlug die Hände vors Gesicht. „Nicht schon wieder so ein Start…“ Schnelle Antwort von Amiri Doch Mainz antwortete prompt. 5. Minute – Union Berlin 1:1 Mainz 05 – Nadiem Amiri Ein wunderschöner Freistoß aus knapp 25 Metern, direkt ins rechte Eck. Der Jubel im Wohnzimmer war groß – sogar die Ersatzoma rief: „Der war aber fein geschossen!“ Felix sprang auf. „Yes! Das ist das Mainz, das ich sehen will!“ 24. Minute – Der Rückschlag Doch dann wieder ein Rückfall in alte Muster. 24. Minute – Union Berlin 2:1 Mainz 05 – Robert Skov Ein Eckball, Unordnung im Strafraum, Skov steht völlig frei – und schiebt ohne große Mühe ein. Stille. Felix sackte in sich zusammen. „Wieso lassen die den da alleine stehen? Das war so unnötig…“ Ronaldo murmelte: „Die Körpersprache stimmt nicht. Die glauben nicht an den Sieg.“ Zweite Halbzeit – verkrampft und ideenlos
In der zweiten Halbzeit drückte Mainz zwar, hatte mehr Ballbesitz, einige Chancen durch Burkardt und Lee, aber es reichte nicht. Union verteidigte tief, war bissig, ließ nichts mehr zu. Felix wurde immer stiller. Er kaute nervös an seinen Fingernägeln, als in der 88. Minute die letzte Mainzer Ecke folgenlos blieb. Abpfiff. Niederlage. Union jubelte, Mainz stand bedröppelt auf dem Feld. Die neue Tabelle – Mainz fällt zurück Durch die Niederlage blieb Mainz bei 28 Punkten und fiel auf Platz 6, während Leipzig und Stuttgart durchzogen. Aktuelle Tabelle (Spitze): Platz Team Sp. Pkt. 1 Bayern München 18 45 2 Leverkusen 18 41 3 Frankfurt 18 36 4 Stuttgart 18 32 5 Leipzig 18 31 6 Mainz 05 18 28 7 Wolfsburg 18 27 8 Freiburg 18 27 Felix starrte lange auf die Tabelle. „Wir waren auf Platz 5… jetzt sind wir fast raus aus Europa.“ Neymar legte ihm die Hand auf die Schulter. „Du kannst nicht jeden Tag gewinnen – weder im Leben noch im Fußball.“ Messi nickte. „Das Wichtigste ist: Sie kämpfen. Und du auch. Heute war kein Rückschritt. Es war nur ein Stolpern.“ Der Abend – Frust wandelt sich in Reflexion Später saß Felix auf dem Balkon, in eine Decke gehüllt, Tee in der Hand, den Blick auf die Lichter der Stadt gerichtet. Der Frust war noch da – aber nicht so stark wie früher. Er wusste: Mainz würde wieder aufstehen. Und er auch – nach jedem schlechten Tag, jeder verpassten Chance. Der 54. Tag war kein Tag zum Jubeln. Aber ein Tag, um zu lernen, dass Verlieren nicht das Ende ist – sondern Teil jedes echten Weges. 23. Januar 2025 – Abend des 54. Tages: Eine wichtige Erinnerung Nach dem enttäuschenden 2:1 für Union Berlin und dem Absturz von Mainz 05 auf Tabellenplatz 6 war die Stimmung in der Wohnung gedämpft. Felix hatte den Rest des Spiels schweigend verfolgt, hin und wieder die Faust geballt, wenn eine Flanke ins Leere flog oder eine Ecke kläglich vergeben wurde. Er war danach früh in sein Zimmer gegangen. Nicht wütend. Nur leer. Er saß auf seinem Bett, zog sich die Decke über die Beine und starrte auf sein Handy. Immer wieder schaute er auf die Bundesliga-Tabelle, aktualisierte sie, obwohl er wusste, dass sich nichts mehr ändern würde.
Ein leichter Klopfer an der Tür. Dann steckte Neymar den Kopf herein. „Hey. Ich wollte dich nicht stören. Alles okay bei dir?“ Felix nickte nur schwach. „Ja… ich bin einfach enttäuscht. Ich weiß, es ist nur ein Spiel. Aber irgendwie… war heute so viel Hoffnung da.“ Neymar kam rein, setzte sich an den Schreibtischstuhl, lehnte sich zurück. Er schwieg einen Moment, dann sagte er ruhig: „Weißt du, Felix… du hast in den letzten Tagen viel für andere gegeben. Für deine Familie, für uns, für die Ordnung in deinem Alltag. Aber eine Sache darfst du nicht vergessen…“ Felix sah auf. Neymar deutete auf den Schreibtisch. „Der Kurs. Der Unterricht. Buchhaltung. Du hast gesagt, du willst dich verbessern. Du willst Verantwortung übernehmen. Also… wie wär’s, wenn du heute noch eine Viertelstunde investierst? Nicht um perfekt zu sein – sondern um dran zu bleiben.“** Felix sah auf den geschlossenen Ordner. Dann wieder auf Neymar. Und schließlich sagte er leise: „Ich wollte mich eigentlich davor drücken. Aber du hast recht.“ Ein kleiner Schritt zurück in die Struktur Er stand auf, setzte sich an den Schreibtisch, schlug den Ordner auf. Heute standen die Themen Skonto und Umsatzsteuer auf dem Plan. Zahlen, Tabellen, ein paar Beispiele, die Konzentration forderten. Neymar stand auf, ging zur Tür und sagte mit einem Zwinkern: „Wenn du fertig bist, hol ich dir einen Tee. Aber nur, wenn du mindestens zwei Aufgaben machst.“ Felix grinste. „Abgemacht.“ Der Abend endet mit einem Haken im Kopf Eine halbe Stunde später – mehr als er selbst geplant hatte – klappte Felix den Ordner wieder zu. Er hatte sich zwei Beispielbuchungen selbst ausgedacht, einmal richtig gerechnet, einmal einen Fehler gemacht – und ihn selbst erkannt. Er lehnte sich zurück und sagte leise zu sich selbst: „Ich kann das. Nicht alles. Aber ein Stück nach dem anderen.“ Und als Neymar ihm später tatsächlich noch einen warmen Tee brachte und sagte: „Siehst du? Du bist näher dran an deinem Ziel, als du denkst.“, lächelte Felix – ehrlich, müde und zufrieden. Der 54. Tag endete nicht mit Jubel über einen Mainz-Sieg. Aber mit einem leisen Sieg über sich selbst. Und einer Erinnerung: Dranbleiben ist manchmal der größte Erfolg von allen. 24. Januar 2025 – Früher Morgen des 55. Tages: Ein erneuter holpriger Start Der 55. Tag begann mit guten Absichten – wie so oft. Felix war am Vorabend früh schlafen gegangen, hatte sogar noch für den Kurs gelernt, und sich zwei Wecker gestellt: einen um 7:00 Uhr und einen um 7:10 Uhr. Trotzdem… als er die Augen aufschlug, war es bereits 7:42 Uhr. „Nein… nicht schon wieder!“ murmelte er, als er sich aufrappelte. Der Wecker war zwar gesprungen, aber Felix hatte ihn wohl im Halbschlaf ausgemacht.
Neymar, der schon angezogen in der Küche saß, hörte ihn fluchen und rief: „Willst du heute noch oder soll ich dir direkt 'ne Entschuldigung schreiben?“ Felix stolperte in die Küche, kaute hastig auf einem trockenen Brötchen herum und zog gleichzeitig seine Hose an. „Ich hab heute eigentlich keine Ausrede… Ich hab’s einfach wieder verpennt.“ Abmarsch in Eile – und das nächste Problem Um 8:05 Uhr verließen sie schließlich die Wohnung. Der Kurs begann um 8:30 Uhr. Wenn alles perfekt liefe, würden sie es gerade noch schaffen. Aber es lief natürlich nicht perfekt. Schon in der Bahn spürte Felix ein unangenehmes Ziehen im Bauch. Nicht schlimm, aber eindeutig: Er musste aufs Klo. Und zwar bald. „Nicht jetzt… nicht jetzt…“, murmelte er, während Neymar besorgt neben ihm saß. „Wenn du’s aushältst, schaffen wir’s vielleicht wenigstens mit 5 Minuten Verspätung.“ Felix schüttelte den Kopf. „Geht nicht… ich muss sofort.“ Notbremse vor dem Unterricht Statt direkt zur Kursraumtür zu gehen, bog Felix also links ab – in Richtung Toiletten im Erdgeschoss der VHS. Neymar blieb draußen und wartete. Minuten vergingen. Fünf… zehn… fünfzehn. Als Felix endlich wieder herauskam, war es 8:50 Uhr. „Es war dringend. Ich konnt nix dafür“, sagte er entschuldigend. Neymar nickte, aber sein Blick war ernst. „Ich sag gar nichts. Du weißt selbst, was Sache ist.“ Im Kursraum – der Dozent reagiert knapp Felix klopfte an die Tür. Der Dozent schaute von seinen Unterlagen auf, seine Miene war neutral. „Herr Zimmermann… zwanzig Minuten heute.“ Felix senkte den Blick. „Ich… hatte Probleme mit dem Kreislauf.“ Er setzte sich an seinen Platz, packte seine Unterlagen aus, während die anderen bereits mitten in der Gruppenarbeit waren. Neymar saß wie immer hinten im Raum, beobachtete, wie Felix sich sortierte, in sein Heft schrieb und versuchte, aufzuholen. In Felix’ Kopf – Scham und Selbstvorwürfe Während der Kurs weiterlief, kämpfte Felix nicht nur mit Buchhaltung – sondern mit sich selbst. „Wieso krieg ich das nicht hin? Ich hab’s vorbereitet. Ich wollte alles besser machen. Und trotzdem…“ Er kritzelte unbewusst auf sein Blatt. Ein kleines „X“. Dann noch eins. Dann ein Fragezeichen. Doch dann atmete er tief durch. Er erinnerte sich an das, was Neymar am Vorabend gesagt hatte: „Nicht perfekt sein. Dranbleiben.“ Und das tat er. Trotz Verspätung. Trotz Scham. Trotz Stress.
Der erste Teil des 55. Tages endet mit einem Blick nach vorn In der Pause sagte Neymar nichts Vorwurfsvolles. Er reichte ihm einfach eine Flasche Wasser und meinte: „Jetzt bist du hier. Das zählt.“ Felix trank, nickte und antwortete leise: „Ab morgen wird’s anders. Ich will das wirklich.“ Der 55. Tag begann mit Chaos – aber endete im ersten Teil mit dem kleinen Entschluss, sich nicht unterkriegen zu lassen. Und manchmal ist genau das der Anfang von Veränderung. 24. Januar 2025 – Zweiter Teil des 55. Tages: Noch eine Verspätung – und der Punkt, an dem es reicht Nach der Pause war Felix fest entschlossen gewesen, den zweiten Teil des Kurstages pünktlich zu beginnen. Er hatte sich sogar den Handywecker auf 13:55 Uhr gestellt, weil der Unterricht um 14:00 Uhr weitergehen sollte. Neymar hatte ihm in der Pause noch gut zugeredet: „Du warst eben ehrlich, du hast dich hingesetzt, weitergemacht. Jetzt bleib einfach drin. Nimm die zweite Hälfte als Neustart.“ Felix hatte genickt. Er wollte es wirklich. Aber dann… Ein Moment der Ablenkung Nach dem Gespräch mit Neymar hatte er sich noch kurz auf eine Bank draußen vor dem VHS-Gebäude gesetzt. Er öffnete Pokémon GO – nur „ganz kurz“, wie er sich selbst sagte –, denn in der Nähe war ein seltenes Pokémon gespawnt. Er tappte, warf Bälle, verpasste es zweimal, schaltete auf Hyperball um… Und merkte plötzlich, wie die Uhr 14:06 Uhr zeigte. „Nein! Nicht schon wieder!“ Er sprang auf, rannte durch den Flur, hoch in den Kursraum – wieder keuchend, wieder mit rotem Gesicht. Ankunft – die Geduld des Dozenten ist am Ende Als Felix die Tür öffnete, blickte ihn der Dozent dieses Mal nicht nur neutral, sondern spürbar ernst an. „Herr Zimmermann, ich notiere: acht Minuten zu spät – nach bereits zwanzig Minuten im ersten Abschnitt.“ Felix schluckte. Die Blicke seiner Mitlernenden ruhten auf ihm. Manche mitleidig. Manche genervt. Er sagte nichts mehr, setzte sich einfach hin, holte den Ordner raus und versuchte, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren. Doch in seinem Kopf tobte es. „Ich hatte’s doch geschafft… ich war wieder im Kurs. Wieso hab ich mich wieder ablenken lassen? Was ist los mit mir?“ Neymar reagiert ruhig – aber klar In der hinteren Reihe beobachtete Neymar die Szene mit ruhigem Blick. Nach weiteren zehn Minuten schrieb er Felix einen kleinen Zettel und schob ihn ihm über den Tisch zu. Darauf stand: „Du bist nicht dumm. Du hast ein Problem mit Zeitgefühl und Ablenkung.
Und das kann man lernen – aber nur, wenn du ehrlich Willst du Hilfe? Sag es. Ich bin da.“ Felix las die Zeilen, legte den Stift weg, atmete Er Nicht laut. Nur für sich. „Ja. Ich will Hilfe. Ich kann das nicht allein in den Griff kriegen.“
durch. nickte.
Ein kleiner, wichtiger Entschluss Als der Kurs zu Ende war, packte Felix seine Sachen nicht schweigend ein – wie sonst, wenn er sich schämte. Er ging zum Dozenten und sagte ruhig: „Ich hab heute versagt. Aber ich will es lernen. Ich hab Probleme mit Planung und Zeit. Ich geb mir Mühe – aber es reicht nicht. Ich hol mir jetzt Unterstützung. Ich bitte darum.“ Der Dozent schaute ihn an – erst überrascht, dann mit leiser Anerkennung. „Das ist der erste Schritt. Ich werde das vermerken – aber ich sehe, dass Sie kämpfen.“ Neymar legte später beim Rausgehen eine Hand auf Felix’ Schulter. „Heute war schwer. Aber du hast nicht verdrängt. Du hast erkannt. Und das macht alles anders.“ Der zweite Teil des 55. Tages – Schmerzhaft, aber ehrlich Felix war wieder zu spät gekommen. Er hatte versagt. Aber er hatte sich gestellt. Und dieser Moment, in dem er sich eingestand, dass er nicht einfach "faul" oder "unfähig" war, sondern dass sein Gehirn manchmal anders funktionierte – war der Moment, in dem die Veränderung wirklich beginnen konnte. Nicht mit einem neuen Stundenplan. Sondern mit einem Satz: „Ich will es lernen – bitte helft mir dabei.“ 24. Januar 2025 – Abend des 55. Tages: Döner, Ehrlichkeit und ein stilles Bier mit dem Vater Der Tag hatte Felix zugesetzt. Zweimal zu spät zum Kurs. Einmal, weil er zu lange auf der Toilette war. Einmal, weil er sich vom Handy ablenken ließ. Doch anstatt sich zu verkriechen wie früher, war er heute einen neuen Weg gegangen: Er hatte sich dem Dozenten gestellt, hatte offen gesagt, dass er Hilfe brauchte. Es war ein schwerer, aber mutiger Schritt gewesen. Und das spürte er auch. Am Abend – Hunger und ein kurzer Spaziergang Nach dem langen, emotionalen Tag sehnte sich Felix nach etwas Einfachheit. „Ich brauch was Richtiges zu essen. Etwas, das satt macht – und beruhigt“, murmelte er, als er seinen Hoodie überzog. Neymar, der gerade Tee trank, nickte. „Geh raus, hol dir einen Döner. Aber geh langsam. Denk dabei nach. Lass den Tag sacken.“ Felix ging also allein los – eine Seltenheit in den letzten Wochen. Er ließ sich Zeit, atmete tief, spürte die kalte Winterluft auf den Wangen.
Am Dönerladen seines Vertrauens, unweit vom Hauptbahnhof, bestellte er einen großen Döner mit allem – ohne scharf, nahm dazu einen Ayran und setzte sich ans Fenster. Jeder Bissen war wie ein Anker: Er war da. Er hatte durchgehalten. Und er wusste: Es würde weitergehen. Auch wenn es schwer war. Ein spontanes Treffen mit dem Vater Als er gerade aufstand, um den letzten Schluck Ayran zu trinken, vibrierte sein Handy. Eine Nachricht vom Vater: „Bin in der Kneipe in Bretzenheim. Wenn du magst – komm vorbei. Ich lad dich auf ein Bier ein.“ Felix starrte kurz auf das Display. Er zögerte. Dann schrieb er zurück: „Bin in 10 Minuten da.“ In der Kneipe – Schweigen, das nicht leer ist Die Kneipe war nicht laut, nicht voll – ein paar ältere Gäste, Sportsendungen auf dem Fernseher, der Geruch von Bier und Holz. Felix sah seinen Vater am Tresen, mit einem halbvollen Glas in der Hand. Er nickte nur, als Felix hereinkam. „Setz dich.“ Felix bestellte sich ein kleines Bier – er hatte heute genug auf sich genommen. Sie saßen eine Weile schweigend nebeneinander. Dann fragte der Vater: „Wie war dein Tag?“ Felix lachte leise. „Zwei Mal zu spät zum Kurs. Einmal wegen Klo, einmal wegen Pokémon GO. Und trotzdem war’s ein guter Tag.“ Der Vater hob eine Braue. „Klingt… widersprüchlich.“ „Ich hab mich nicht versteckt. Ich hab’s zugegeben. Ich will’s lernen – und ich hab’s laut gesagt. Früher hätte ich geschwiegen.“ Der Vater sah ihn lange an. Dann sagte er ruhig: „Du wirst langsam ein Mann. Nicht, weil du alles richtig machst – sondern, weil du ehrlich wirst.“ Sie stießen an. Still. Kein großes Gerede. Aber ein stiller Moment zwischen Vater und Sohn, der mehr heilte als jede Entschuldigung. Zuhause – Wärme trotz Müdigkeit Als Felix nach Hause kam, war die Wohnung ruhig. Er schlich in sein Zimmer, zog den Hoodie aus, setzte sich auf die Bettkante und schrieb: Heute war ich schwach. Aber ich war stark genug, es zu sagen. Und mit diesem Gedanken schlief er ein. Nicht stolz, aber ehrlich mit sich selbst. Und manchmal beginnt wahres Wachstum genau dort. 25. Januar 2025 – 56. Tag: Ein Tag zum Durchatmen und ein wichtiger Sieg für Mainz 05 Nach den turbulenten, emotionalen Tagen der vergangenen Woche – mit mehrfacher Verspätung, ehrlichen Gesprächen in der VHS, einem Dönerabend und dem Bier mit seinem Vater – beschloss Felix am 56. Tag ganz bewusst: Heute bleibe ich zuhause.
Es war ein Samstag. Kein Kurs. Kein Einfach mal Ruhe, Erholung Fußball. Denn heute spielte sein Mainz 05 zuhause gegen den VfB Stuttgart.
Zwang. und:
Ein ruhiger Morgen Felix wachte ohne Wecker auf. Er ließ sich Zeit, stand langsam auf, streckte sich und machte sich einen heißen Tee. In der Küche saßen schon Ronaldo und Neymar. „Heute schauen wir’s hier, oder?“ fragte Neymar. Felix nickte. „Ich brauch heute Sofa und Mainz. Keine Abenteuer.“ Er legte sich seine Fanartikel bereit: Schal, ein Mainz-Trikot von vor zwei Saisons, sein Lieblings-Kissen mit dem Vereinslogo. Alles war vorbereitet. Anpfiff – Zuhause vor dem Fernseher Um 15:30 Uhr saßen sie bereit: Felix, seine Mutter, Neymar, Messi und Suárez. Die Ersatzoma hörte mit halbem Ohr aus dem Nebenzimmer zu, während sie häkelte. Das Spiel begann konzentriert, Mainz stand kompakt und ließ Stuttgart wenig Raum. Felix war zunächst still, beobachtete, kommentierte mit einem kurzen „Oh oh“ bei riskanten Pässen oder einem leisen „Ja!“ bei Balleroberungen. Dann die 29. Minute: Mainz 05 – 1:0 – Nelson Weiper! Ein Konter über links, scharfe Hereingabe, Weiper setzt sich stark im Strafraum durch und verwandelt eiskalt. „TOOOOOOOR!“ schrie Felix auf, sprang auf, die Arme in die Luft gerissen. Neymar klatschte, Messi grinste. „Das war wichtig. Das war stark.“ Felix hüpfte fast durchs Wohnzimmer. „Der Junge ist erst 18! Der macht das eiskalt!“ Die zweite Halbzeit – Spannung und Erlösung Stuttgart wurde in der zweiten Hälfte offensiver, drückte mehr, hatte einige gefährliche Situationen – aber Mainz verteidigte leidenschaftlich. Felix kaute nervös auf seinem Teebeutel herum. „Wenn die jetzt noch einen machen… dann ist das Ding durch.“ Und dann – 86. Minute: Mainz 05 – 2:0 – Anthony Caci! Nach einer Ecke kommt der Ball abgefälscht zu Caci, der am zweiten Pfosten lauert und trocken einschiebt. „YES! JA! DAAAS ist Mainz!“ Felix sprang auf, drehte sich einmal im Kreis, fiel dann lachend aufs Sofa. „Wir sind zurück! Wir holen uns Europa!“ Der Blick auf die Tabelle – Mainz klettert Nach Abpfiff zückte Felix sofort sein Handy und aktualisierte die Tabelle. Er las laut vor: „Platz 6! Nur einen Punkt hinter Leipzig und Stuttgart! Und: 10 Tore Differenz! Wir sind sowas von im Rennen!“ Neue Tabelle nach 19 Spieltagen (Spitze): 1. Bayern – 48 Punkte 2. Leverkusen – 42 Punkte
3. Frankfurt – 37 Punkte 4. Stuttgart – 32 Punkte 5. Leipzig – 32 Punkte 6. Mainz 05 – 31 Punkte Neymar legte ihm den Arm um die Schulter. „Und morgen bist du auch wieder auf Platz 6 in deinem Kopf – oder vielleicht sogar auf Platz 1.“ Felix nickte. „Heute war ich Trainer, Fan und Zuschauer. Und ich hab alles richtig gemacht.“ Ein ruhiger Abend Felix beschloss, den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen. Keine Kneipe. Kein Stress. Nur ein warmer Tee, ein gutes Abendessen und vielleicht eine Folge seiner Lieblingsserie. Vor dem Einschlafen schrieb er in sein Notizbuch: Ich bin zuhause geblieben – und hab gewonnen. Nicht nur Mainz. Auch ich. Manchmal reicht ein Sofa, ein Spiel und ein bisschen Glaube, um sich stark zu fühlen. Der 56. Tag war ein stiller, kraftvoller Tag. Ein Spieltag, an dem Mainz drei Punkte holte – und Felix Zuversicht. 26. Januar 2025 – 57. Tag: Ein Abend beim Griechen – gutes Essen, warme Gespräche Nach dem souveränen 2:0-Heimsieg von Mainz 05 gegen Stuttgart am Vortag war die Stimmung in Felix' Umfeld rundum gelöst. Alle spürten: Felix war im Aufwind. Er hatte schwierige Kursmomente überstanden, war ehrlich mit sich selbst umgegangen und hatte sich nicht versteckt. Das Spiel war gewonnen – und mit ihm auch ein Stück Selbstvertrauen. Am Morgen des 57. Tages saßen Felix, seine Mutter, Neymar und Messi beim Frühstück. Ronaldo und Suárez schliefen noch. Der Tee dampfte, und draußen zeichnete sich ein klarer, kalter Wintertag ab. „Heute machen wir mal was Schönes für die ganze Familie“, sagte seine Mutter plötzlich. „Ich reserviere beim Griechen. Beim 'Mythos'. Du magst den doch so gern, Felix.“ Felix sah auf und strahlte. „Mit den Saganaki-Käsebällchen vorneweg?“ „Natürlich. Und mit allem, was dazugehört.“ Vorfreude den ganzen Tag Der Tag verlief ruhig. Felix ruhte sich aus, spielte eine kurze Runde FIFA gegen Messi (diesmal mit RB Leipzig gegen PSG – unentschieden), und schrieb am Nachmittag noch ein paar Gedanken in sein Notizbuch. Dort stand: „Ich freue mich auf heute. Ich fühle mich eingeladen, nicht nur mitgenommen.“ Gegen 17:30 Uhr machten sich alle fertig: Felix zog sich ein Hemd unter seinen Lieblingshoodie, Neymar parfümierte sich fast übertrieben, Suárez machte alberne Witze wie „Ich nehm das ganze Lamm“. Die Ersatzoma trug eine blaue Strickjacke mit goldenen Knöpfen – extra „für besondere Anlässe“, wie sie sagte. Das Restaurant – Herzlich und duftend nach Knoblauch und Oregano Im "Mythos" wurden sie herzlich begrüßt. Die Taverne war familiär eingerichtet – weiß-blaue Wände, Olivenzweige als Deko, Fotos aus
Griechenland an den Wänden. Ein Kaminfeuer brannte dezent auf einem Bildschirm in der Ecke. Sie bekamen einen langen Tisch am Fenster, Platz für alle. Der Wirt – ein stämmiger Mann mit dunklem Schnurrbart – erkannte Felix sofort. „Ah! Mein treuer Mainz-Fan! Willkommen zurück!“ Felix wurde rot, aber freute sich. „Heute mit Verstärkung.“ „Dann muss der Grill heißer laufen als sonst!“ Das Essen – voller Geschmack und Gespräche Die Vorspeisen kamen zuerst: Saganaki, Tzatziki, Oliven, gebackene Zucchini und frisches Fladenbrot. Alle griffen zu – selbst Ronaldo ließ sich zu einem Stück Käse überreden. Dann folgten die Hauptgerichte: • Felix: Gyros mit Metaxasoße und Pommes • Seine Mutter: Moussaka • Neymar: Souvlaki mit scharfem Reis • Messi: Lammfilet • Suárez: Ein gemischter Grillteller für zwei – nur für ihn • Die Ersatzoma: Gemüsepfanne mit Feta Zwischendurch wurde gelacht, erzählt, sogar ein paar Sätze Griechisch vom Wirt nachgesprochen – Felix sprach „Efcharistó“ mit fast perfektem Ton. „Das heißt Danke“, erklärte er stolz. „Und das tun wir heute alle“, sagte seine Mutter leise – „dir danken.“ Felix sah sie überrascht an. „Für deinen Mut in letzter Zeit. Dafür, dass du durchhältst. Und dass du uns mitziehst.“ Felix lächelte. Er wusste nicht, was er sagen sollte – also sagte er einfach: „Efcharistó.“ Abschluss mit Ouzo – und einem warmen Gefühl Am Ende des Essens kam der Wirt mit kleinen Gläsern. „Für die Erwachsenen ein Ouzo – für den jungen Mann ein Wassereis, auf griechisch!“ Alle stießen an. Es war laut, warm, voller Knoblauchgeruch und Lebensfreude. Felix spürte in diesem Moment: Hier bin ich richtig. Nicht weil ich perfekt bin. Sondern weil ich dazugehöre. Der Heimweg – Zufrieden durch die Kälte Sie gingen gemeinsam nach Die Luft war frisch, der Himmel sternenklar, der Atem Aber es war niemandem Weil das Herz wärmte. Felix sah zu „Das war der beste Abend seit Neymar antwortete nur: „Es war ein Abend für dich. Und mit dir.“
Hause. dampfte. kalt. Neymar. langem.“
Der 57. Tag war kein lauter Tag – aber ein Tag, an dem Familie und Freundschaft sich nicht erklären mussten. Sie waren einfach da. So wie Felix – endlich, fest und mit sich im Reinen. 27. Januar 2025 – 58. Tag: Ein ruhiger Tag zuhause mit den Spielern
Nach dem geselligen Abend beim Griechen, der allen in wohliger Erinnerung blieb, war der 58. Tag ein Kontrast in allerbester Form: Ein Montag ohne Termine, ohne Hektik, ohne Struktur von außen. Felix war froh darüber. Er spürte, dass sein Körper und sein Kopf eine Pause brauchten – keine großen Eindrücke, keine neuen Aufgaben. Der Morgen – Stille, Kaffee und Decken Als Felix aufwachte, war es kurz nach neun. Er ließ sich Zeit, zog sich bequeme Klamotten an, machte sich einen Tee und setzte sich mit seiner Kuscheldecke ins Wohnzimmer. Messi lag mit einem Buch auf dem Sofa, Neymar hatte sich eine Schale Müsli gemacht und kicherte über eine TikTok-Videoserie auf dem Handy. Suárez saß am Esstisch und schnitt Obst – konzentriert wie ein Bildhauer. Ronaldo kam kurz darauf mit einem grünen Smoothie aus der Küche. Alle waren da. Alle waren ruhig. Und Felix mittendrin – ganz selbstverständlich. Kein Stress, kein Plan – ein geschenkter Tag „Was steht heute an?“ fragte Neymar beiläufig. Felix zuckte mit den Schultern. „Nichts. Und das ist gut so.“ Messi nickte zustimmend. „Ein Tag ohne Erwartung ist manchmal der größte Luxus.“ Der Vormittag verging langsam: Felix las in einem Pokémon-Magazin, Ronaldo beantwortete Mails, Neymar spielte Switch, Suárez schlief zwischendurch auf dem Teppich ein. Es war ruhig, aber nie langweilig. Mittagessen – Gemeinsam kochen Gegen halb eins beschlossen sie spontan, etwas Einfaches zu kochen. „Keine Lust auf Lieferdienst“, sagte Felix. „Lasst uns was machen, wo jeder was übernimmt.“ Sie entschieden sich für: Pasta mit Tomatensoße, viel Gemüse und gebratenen Halloumi-Würfeln. • Neymar schnitt Zwiebeln (und heulte dabei übertrieben). • Messi war für das Würzen zuständig – und erwies sich als stiller Profi. • Ronaldo machte den Salat – natürlich ohne Fertigdressing. • Suárez testete die Nudeln – mehrfach. • Felix übernahm das Anrichten. Als sie gemeinsam aßen, sagte Felix leise: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mit Weltstars so… normal fühlen könnte.“ Neymar grinste: „Und wir hätten nie gedacht, dass Alltag so angenehm sein kann.“ Der Nachmittag – Einfach da sein Nach dem Essen legte sich Felix mit seiner Wärmflasche aufs Sofa. Die anderen verstreuten sich im Raum: Musik lief leise im Hintergrund, Ronaldo las Sportartikel auf seinem Tablet, Suárez blätterte durch ein Kochbuch, Messi telefonierte kurz mit seiner Familie. Es war ein Tag zum Atmen. Felix dachte über die letzten Wochen nach. Wie viel passiert war.
Wie oft er Und wie weit er trotzdem gekommen war.
Der Abend – Tee, Stille und Zufriedenheit Am Abend machten sie gemeinsam Tee. Kein Bier, keine Kneipe, keine Aufregung. Nur Kerzenlicht, eine Wolldecke und ein ruhiger Moment. Felix schrieb später in sein Notizbuch: Der 58. Tag war still. Aber manchmal ist genau das das Lauteste, was das Herz braucht. Er blickte auf die anderen, die entspannt in Decken eingemummelt auf dem Sofa lagen. Und zum ersten Mal seit langer Zeit dachte er: „Ich muss nichts leisten, um dazuzugehören. Ich darf einfach sein.“ Der 58. Tag war unspektakulär. Aber darin lag seine ganze Schönheit. 28. Januar 2025 – 59. Tag: Ein Döner-Abend mit den Spielern Nach dem ruhigen, beinahe meditativen Tag zuhause, an dem nichts getan werden musste und alles einfach sein durfte, erwachte Felix am 59. Tag mit etwas mehr Energie. Nicht aufgedreht – aber bereit für einen kleinen Ausflug, ein wenig Bewegung, ein bisschen Alltag außerhalb der Wohnung. Neymar bemerkte das sofort, als Felix sich bereits am frühen Vormittag duschte, sein Mainz05-Cap aufsetzte und sagte: „Heute will ich raus. Einfach was machen. Vielleicht spazieren gehen… und dann Döner essen.“ Suárez sprang sofort auf. „Döner? Ich bin dabei! Ich liebe das Zeug.“ Messi nickte zustimmend. Ronaldo hingegen verzog kurz das Gesicht, lachte dann aber: „Ich ess einfach den Salat raus. Aber klar – ich komm mit.“ Der Spaziergang durch Mainz – vertraut und entspannt Am frühen Nachmittag brachen sie zu Fuß auf. Es war kalt, aber sonnig. Die Straßen lagen still in der klaren Winterluft, und Felix genoss es, die Stadt langsam zu durchqueren, mit vertrauten Schritten, begleitet von den Menschen, die ihm mittlerweile mehr waren als Gäste. Sie sprachen über das nächste Mainz-Spiel, über die Tabelle, über alte FIFA-Versionen und Döner-Vorlieben. „Ich nehm immer mit allem – aber ohne scharf“, sagte Felix. „Ich nehm immer doppelt Fleisch“, sagte Suárez. „Ich will nur die Tomaten raus“, murmelte Messi. „Ich bin nur wegen euch dabei“, grinste Ronaldo. „Ich bestell einen Ayran und tu so, als wär’s Proteinshake.“ Ankunft beim Lieblings-Dönerladen Der Dönerladen war klein, aber gut besucht. Viele kannten Felix dort schon vom Sehen. Heute war es jedoch etwas Besonderes: Er kam mit vier Männern, die zwar Mützen tief ins Gesicht gezogen hatten, aber trotzdem irgendwie auffällig waren. Felix bestellte wie immer: Großer Döner mit allem – ohne scharf, Ayran dazu.
Die Spieler bestellten bunt durcheinander. Suárez probierte sogar einen "Dürüm mit extra Käse", Ronaldo blieb beim Salatteller mit Hähnchen, Neymar entschied sich spontan für Pommes mit Soße, und Messi nahm einen klassischen Döner klein – „damit er nicht tropft.“ Sie setzen sich draußen – in Decken gehüllt Der Ladenbesitzer brachte sogar extra vier Wolldecken raus. „Für die Herren Profifußballer – äh, ich meine Gäste!“ rief er mit einem Zwinkern, das andeutete: Er wusste ganz genau, wen er da vor sich hatte – aber er sagte nichts. Felix lachte. „Er hat’s durchschaut.“ „Egal“, meinte Neymar. „Heute sind wir einfach nur Freunde, die Döner essen.“ Sie setzten sich zusammen auf die Holzbänke, tranken Ayran, rissen Scherze und versuchten, sich nicht mit Soße zu bekleckern. Einfach Leben – und das genießen In diesem Moment spürte Felix wieder dieses wertvolle Gefühl: Normalität, aber mit Bedeutung. Nicht laut, nicht spektakulär. Aber genau richtig. Er sah zu den anderen, die über Fußball philosophierten, sich über Brotdicke stritten oder versuchten, sich gegenseitig Saucen zu klauen. Und er sagte leise: „Ich weiß, dass ich anders bin. Und ich weiß auch, dass ich dazugehör.“ Neymar hörte es und nickte. „Genau das ist das Ziel, Bruder. Kein Verstellen – einfach Du.“ Heimweg – Voller Bauch, volles Herz Später, auf dem Heimweg, liefen sie langsamer. Felix spürte, wie sein Bauch zufrieden gefüllt war, aber noch mehr: Wie sein Inneres ruhig war. Nicht leer. Nicht überfordert. Sondern warm. Zuhause angekommen, schrieb er in sein Notizbuch: Der 59. Tag hatte Döner. Aber vor allem hatte er mich – in meiner Mitte. Und mit diesem Gedanken fiel er abends in einen stillen, glücklichen Schlaf, in dem er nicht rannte, nicht kämpfte, nicht zweifelte – sondern einfach nur war. 29. Januar 2025 – 60. Tag: Ein verschlafener Tag mit wachrüttelnden Worten Am 60. Tag war Felix erschöpft. Nicht unbedingt körperlich – sondern innerlich. Die letzten Wochen waren intensiv gewesen: viele kleine Erfolge, Rückschläge, Ehrlichkeit, Lernphasen, Siege, Gespräche, Begegnungen. Und so schlief er – und schlief. Er hatte sich am Abend zuvor nach dem Dönerbesuch ins Bett gelegt, noch ein bisschen gelesen, und war dann einfach eingeschlafen. Er hörte den ersten Wecker nicht. Den zweiten auch nicht. Und den dritten überging er im Halbschlaf. Er drehte sich wieder um, zog die Decke über den Kopf – und blieb liegen. Stundenlang. Der Vormittag – Leises Unverständnis
Im Wohnzimmer war längst Bewegung. Neymar bereitete Frühstück zu, Suárez spielte auf dem Handy, Ronaldo machte Dehnübungen, Messi las in einer Zeitung. „Er ist immer noch nicht wach?“, fragte Messi gegen 11 Uhr. „Nein“, sagte Neymar. „Sein Licht war die ganze Nacht aus. Ich glaub, er braucht einfach Pause.“ „Aber der Kurs läuft. Der Rhythmus ist wichtig“, warf Ronaldo ein, während er sich nach vorne beugte. „Wenn du zu oft aussetzt, verlierst du die Struktur. Und irgendwann ist alles wieder wie vorher.“ Suárez brummte: „Ich hab Hunger. Und der, der sonst mit mir Döner holt, pennt einfach durch.“ 15:03 Uhr – Aufgewacht in einem Dämmerzustand Erst kurz nach 15 Uhr wurde Felix wach. Er blinzelte gegen das grelle Licht, das durch die halb geöffneten Jalousien fiel, und brauchte einige Sekunden, um sich zu orientieren. Sein erster Blick aufs Handy: Dutzende verpasste Nachrichten in der gemeinsamen Gruppe. Memes von Suárez, ein fragender Smiley von Messi, ein „Wach werden!!!“ von Neymar und ein knappes: „Zeit ist nicht rückholbar.“ – von Ronaldo. Felix stöhnte leise. Er fühlte sich schwer, wie unter einer dicken Decke aus Müdigkeit und schlechtem Gewissen. Im Wohnzimmer – enttäuschte Blicke Als er langsam in die Küche schlurfte, im Pyjama, zerzaust und noch halb benommen, wurde es kurz still. Dann sagte Neymar ruhig, aber deutlich: „Felix, du hast 17 Stunden geschlafen. So viel schläft nicht mal Messi nach einem Jetlag.“ Messi grinste gequält. Ronaldo sah ihn ernst an. „Was ist los? Das ist nicht einfach nur 'ich war müde'. Was drückt dich?“ Felix zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Ich war einfach… leer.“ Neymar stand auf, stellte ihm eine Tasse Tee hin. „Manchmal ist Schlaf Flucht. Und Flucht ist verständlich. Aber du darfst nicht vergessen, dass du auch jemand bist, der wachsen will. Und Wachstum passiert nicht unter der Bettdecke.“ Felix sah auf die dampfende Tasse. Er fühlte sich ertappt – aber nicht verurteilt. Ein ehrliches Gespräch – und neue Motivation „Ich fühl mich manchmal wie zwei Personen“, sagte er leise. „Der eine will alles richtig machen. Und der andere will einfach nur liegen, nichts fühlen, nichts tun.“ Ronaldo antwortete: „Der Trick ist: Du musst nicht jeden Tag 100 Prozent bringen. Aber du musst aufstehen. Auch wenn du nur 10 Prozent schaffst. 10 Prozent sind mehr als null.“ Felix nickte. „Heute war null.“
„Dann ist morgen „Und damit beginnt's wieder.“
10-Prozent-Tag“,
Ein stiller Abend – aber mit Klarheit Felix duschte, zog sich an, trank den Tee. Zum Abendessen aß er mit, redete nur wenig – aber er war da. Nicht zurückgezogen. Nicht abwesend. Er schrieb später in sein Notizbuch: Heute hab ich versagt. Aber ich wurde nicht weggeschickt. Ich wurde erinnert. Und das war wertvoller als jeder Plan. Der 60. Tag war ein Tiefpunkt – aber einer, an dem er nicht gefallen ist, sondern nur kurz liegen blieb. Und wer liegen bleibt, kann trotzdem wieder aufstehen. Morgen. 30. Januar 2025 – Morgen des 61. Tages: Ein Besuch im Tierheim und eine leere Box Nach dem langen, verschlafenen 60. Tag war Felix entschlossen, den neuen Tag anders zu beginnen. Er war bereits um 7:30 Uhr wach – nicht vom Wecker, sondern von sich selbst aus. Ein gutes Zeichen. Als Neymar beim Frühstück überrascht die Augenbrauen hob und meinte: „Na, wer hat denn da freiwillig den Sonnenaufgang begrüßt?“, antwortete Felix nur: „Heute will ich was tun. Heute ist kein Null-Tag.“ Der Plan: Ein weiterer Besuch im Tierheim Schon vor einigen Wochen hatte Felix mit seiner Assistenz, Frau Lenz, gemeinsam das Tierheim Mainz besucht – als Probetermin zum Katzenstreicheln. Es war ein besonderer Moment gewesen, damals durften sogar die Spieler mitkommen. Und genau das wollte er heute wiederholen. Diesmal mit mehr Entschlossenheit. Vielleicht mit einer Anmeldung für ehrenamtliche Unterstützung. Gegen 9:30 Uhr standen Felix, Frau Lenz und die Spieler – Neymar, Messi und Suárez – vor dem Eingang des Tierheims. Ronaldo war heute nicht mitgekommen. „Zu viel Tierhaar, zu wenig Training“, hatte er nur gesagt und sich in sein Morgen-Yoga zurückgezogen. Ankunft – und eine leise Enttäuschung Die Mitarbeiterin vom Tierheim erkannte Felix sofort. „Ah, schön, dass Sie wieder da sind. Aber heute… nun ja…“ Sie führte die Gruppe freundlich ins Gebäude, doch schon im Eingangsbereich hing ein handgeschriebener Zettel: „Alle Katzenzimmer aktuell belegt – keine Besuchszeiten möglich.“ Felix’ Herz sank ein wenig. „Wir haben im Moment mehrere scheue Tiere, die Ruhe brauchen. Und die wenigen zutraulichen Katzen sind in Vermittlungsgesprächen. Es tut mir wirklich leid. In zwei Wochen könnte es wieder besser aussehen.“ Frau Lenz nickte verständnisvoll. „Danke für die Info. Wir kommen einfach ein anderes Mal wieder.“
Felix stand still vor einer der Glastüren. Dahinter sah er eine schwarz-weiße Katze, zusammengerollt auf einem Kratzbaum, die sich nicht rührte. Er seufzte leise. Rückweg – Ein Spaziergang mit gemischten Gefühlen Auf dem Weg zurück zum Bahnhof sagte lange niemand etwas. Dann fragte Messi leise: „Bist du enttäuscht, Felix?“ Felix nickte. „Ein bisschen. Ich hatte mich gefreut. Nicht auf Streicheln… sondern auf Verbindung.“ Frau Lenz lächelte. „Weißt du, was mir an dir gefällt? Du suchst keine Ablenkung. Du suchst echte Begegnung. Das ist selten.“ Sie gingen durch die ruhigen Straßen zurück Richtung Stadtmitte. Felix beobachtete die Tauben am Brückengeländer, die sich putzten, als gäbe es nichts Wichtigeres. „Ich dachte heute Morgen, ich mach’s besser. Und dann sowas.“ Suárez warf ein: „Du bist aufgestanden. Du bist hingegangen. Was du geplant hast, ist nicht passiert – aber du bist trotzdem nicht stehen geblieben.“ Am Bahnhof – Reflexion in Bewegung Am Bahnhof verabschiedete sich Frau Lenz. „Ich schick dir nachher die Termine für nächste Woche, okay? Und wir schauen, wann das Tierheim wieder Zeit hat.“ Felix nickte, nahm ihre Hand dankbar. „Danke, dass du mitgekommen bist.“ Die Spieler schlugen vor, noch einen kurzen Abstecher zum Bäcker zu machen – ein warmer Kakao für Felix, Kaffee für die anderen. Sie setzten sich auf eine Bank im Bahnhofsvorraum. Felix hielt den Becher mit beiden Händen, sah hinaus durch die Fensterfront. „Weißt du, was das Tierheim mir gezeigt hat? Nicht jede Tür, die man sich wünscht, geht auf. Aber man muss trotzdem hinlaufen.“ Messi lächelte. „Und manchmal sieht die zweite Tür anders aus – aber führt zum selben Ziel.“ Der Morgen des 61. Tages war ruhig. Nicht erfüllt von Katzen, aber von Erkenntnissen. Und von dem Mut, nicht aufzugeben – auch, wenn eine Tür mal zu bleibt. 30. Januar 2025 – Mittag des 61. Tages: Ein Spaziergang am Rhein und ein stiller Trost Nachdem sich Felix am Vormittag enttäuscht vom Tierheimbesuch verabschieden musste – keine freien Räume, keine Katzen zum Streicheln, keine Verbindung, auf die er so sehr gehofft hatte – war er zunächst still. Nicht traurig im klassischen Sinn. Eher leer, innerlich zusammengesunken, aber nicht zerbrochen. Am Mainzer Hauptbahnhof verabschiedete sich seine Assistentin Frau Lenz freundlich und aufmunternd. „Meld dich, wenn du wieder etwas brauchst. Und wir bleiben dran – nächstes Mal klappt’s bestimmt.“ Felix nickte, bedankte sich, hob die Hand zum Abschied und blieb dann noch eine Weile mit Neymar am Gleis stehen.
Die Entscheidung: Kein Heimweg – sondern ans Wasser „Willst du direkt nach Hause?“ fragte Neymar vorsichtig. Felix schüttelte den Kopf. „Nein. Ich brauch Frischluft. Und Wasser.“ Neymar verstand sofort. „Rhein?“ Felix nickte. „Rhein.“ Sie machten sich also zu Fuß auf den Weg – durch die Bahnhofstraße, vorbei an Straßenbahnen und Touristen, bis sie unten am Rheinufer ankamen. Die Sonne stand flach über dem Fluss, die Luft war kalt und klar, Möwen zogen Kreise über den Anlegern. Der Spaziergang – Reden ohne Worte Die beiden liefen lange nebeneinander her, ohne viel zu sprechen. Nur das Knirschen des Kieses unter den Schuhen, das ferne Tuckern eines Schiffsmotors, das gelegentliche Quaken einer Ente. Felix sah aufs Wasser. „Ich wollte so gern heute was Gutes tun. Ich wollte da helfen. Und jetzt… fühl ich mich wie jemand, der sich was eingebildet hat.“ Neymar hielt kurz inne, drehte sich zu ihm. „Weißt du, was ich sehe? Jemanden, der aufgestanden ist, der rausgegangen ist, der sein Herz für Tiere öffnet. Das Tierheim hat zu – nicht dein Herz.“ Felix senkte den Blick. „Aber trotzdem war’s eine Enttäuschung.“ „Ja“, sagte Neymar. „Und genau deshalb darfst du dich jetzt auch mal trösten.“ Ein Bier zur richtigen Zeit Sie setzten sich auf eine freie Bank mit Blick aufs Wasser. Neymar zog sein Portemonnaie aus der Jacke und reichte Felix einen Fünf-Euro-Schein. „Da drüben ist ein Kiosk. Hol dir ein Bier. Ich gönn’s dir. Nicht als Flucht – sondern als stillen Trost.“ Felix zögerte. „Aber nach dem letzten Mal, wo ich fast erstickt bin—“ „Deshalb nur eins. Und du trinkst es mit mir. Nicht allein. Und wir reden vorher darüber, was du fühlst.“ Felix nickte langsam. Er ging zum Kiosk, holte sich ein kleines Flaschenbier – ein Helles mit leichtem Malzton, keine hohe Umdrehung – und kam zurück. Neymar hatte sich ebenfalls eine Apfelschorle geholt. Sie stießen an. „Auf enttäuschte Hoffnungen – und die Kraft, es trotzdem nochmal zu versuchen.“ Ein ruhiger Moment Felix trank langsam, in kleinen Schlucken. Das Bier wärmte kurz, aber es war nicht das Getränk, das ihn beruhigte. Es war das Gefühl, dass jemand neben ihm saß, der nichts von ihm wollte – außer, dass er sich wieder aufrichtete. Sie sprachen über Tiere, über frühere Tierheimbesuche, über Fehler, die keine echten Fehler waren.
Und Felix sagte irgendwann leise: „Es ist okay, traurig zu sein – aber nicht ewig. Ich merk das. Heute war schwer. Aber morgen wird’s neu.“ Neymar nickte. „Und wenn morgen auch wieder schwer wird?“ Felix grinste. „Dann gehen wir nochmal an den Rhein.“ Der Mittag des 61. Tages: Kein großer Sieg – aber ein echtes Gefühl Auf dem Rückweg war Felix wieder aufrechter. Das Bier war leer, das Herz war nicht voll – aber es war nicht mehr leer. In seinem Notizbuch schrieb er später: Heute hab ich nichts erreicht. Aber ich hab etwas erkannt: Nicht jede Enttäuschung ist ein Rückschritt. Manche sind einfach nur Pausen. Und an einer Pause kann man wachsen. Der 61. Tag war kein Highlight. Aber ein stiller, ehrlicher Moment zwischen Wasser, Winter und einem Freund, der nichts sagte – sondern da war. 31. Januar 2025 – Erster Teil des 62. Tages: Wieder zu spät – aber diesmal anders Am 62. Tag wachte Felix tatsächlich pünktlich auf. Er hatte sich am Abend zuvor früh schlafen gelegt, den Wecker doppelt gesichert – einmal auf dem Handy, einmal auf dem alten Wecker auf seinem Nachttisch, der immer leicht tickte. Er hatte sich vorgenommen: Heute mach ich’s besser. Und doch – als er in der Küche stand, sich seine Tasche packen wollte, fiel es ihm siedend heiß ein: Die Unterlagen. Wieder vergessen. Sie lagen noch auf dem Schreibtisch, unsortiert, ungeheftet, das Skript unbeachtet. „Nicht schon wieder...“, murmelte Felix, während Neymar, der ihm wie immer zur Seite stand, nur kurz die Augen schloss und ruhig sagte: „Dann nimm wenigstens einen Block und einen Stift mit. Und wir gehen jetzt. Du bist nicht perfekt. Aber du gehst hin.“ Ankunft in der VHS – wieder ein paar Minuten zu spät Sie erreichten die VHS um 8:35 Uhr – fünf Minuten nach offizieller Startzeit. Felix hetzte in den Raum, mit leicht zerzausten Haaren, ohne Frühstück im Magen, ohne die nötigen Papiere, aber mit einer Entschuldigung auf den Lippen. „Es tut mir leid… ich war zu spät dran und… meine Unterlagen hab ich… vergessen.“ Der Dozent blickte ihn dieses Mal nicht enttäuscht an – sondern sachlich, aber streng. Er sagte kein Wort. Stattdessen reichte er Felix einen Zettel, den er offenbar schon vorbereitet hatte. Der Zettel – Klare Ansage Felix las: Hinweis für Felix Zimmermann Aufgrund wiederholter Verspätungen und fehlender Kursunterlagen gelten ab sofort folgende Maßnahmen: 1. Anwesenheitspflicht 15 Minuten vor Kursbeginn (8:15 Uhr)
2. Mitbringen von: o Kursunterlagen (Skript, Fallbeispiel) o Schreibmaterial o Wasser/Getränk & kleine Verpflegung 3. Pause im Raum verbringen, um Verzögerungen danach zu vermeiden. Nächste Verspätung oder fehlende Materialien führen zu offizieller Verwarnung. Felix starrte auf den Zettel. Sein Herz schlug schneller. Nicht vor Angst – sondern vor Scham. Er setzte sich still an seinen Platz. Neymar saß hinten, beobachtete ihn. Er sagte nichts, nickte nur kurz – als Zeichen: „Ich bin da.“ Die erste Kursstunde – schweigend, aber konzentriert Felix bekam Ersatzunterlagen vom Dozenten – ein zweites Skript, ein frischer Ausdruck des Fallbeispiels. Er schrieb mit. Er sprach nichts. Er redete sich nichts schön. Aber er war da. Und er blieb. Pause – und diesmal: nicht raus Als die anderen zur Pause gingen, blieb Felix still sitzen. Er packte sein Brot aus, das Neymar ihm heimlich in die Tasche gesteckt hatte. Er trank Wasser. Er blickte aus dem Fenster. Messi, der später kurz reinkam, reichte ihm ein Bonbon und sagte leise: „Die Zettel tun weh. Aber sie helfen manchmal mehr als tausend Worte.“ Felix nickte. Er fühlte sich heute nicht wie ein Held. Aber auch nicht wie ein Versager. Er fühlte sich wie jemand, der endlich realisierte, dass Disziplin nichts mit Strenge zu tun hat – sondern mit Selbstrespekt. Der erste Teil des 62. Tages war unbequem. Aber er war ehrlich. Und er war ein Anfang. Ein Zettel kann wie ein Spiegel sein – wenn man bereit ist, hinzusehen. 31. Januar 2025 – Mittag des 62. Tages: Ein stilles Menü bei McDonald's Nach der ersten Kurshälfte am Morgen – mit der Verspätung, den fehlenden Unterlagen und dem klaren Hinweiszettel des Dozenten – war Felix nachdenklich geworden. Er hatte in der Pause im Raum gesessen, gegessen, getrunken, in sich hineingehorcht. Kein Ausbruch, kein Selbstmitleid. Aber auch keine Leichtigkeit. Nach Ende der Unterrichtseinheit packte er seine Sachen ein. Langsam, sorgfältig. Er faltete den Zettel des Dozenten nicht achtlos zusammen, sondern legte ihn in die Mappe – als Erinnerung, nicht als Strafe. Neymar trat an seine Seite. „Und, was jetzt?“
Felix zuckte mit den Schultern. „Ich glaub… ich brauch jetzt einfach was Salziges, was Warmes. Was… Normales.“ „McDonald’s?“ Felix nickte. „Ja. Einfach Pommes und Ruhe.“ Weg zum McDonald’s – kein Gespräch, nur Präsenz Sie liefen gemeinsam durch die Stadt. Es war windig, aber trocken. Die grauen Wolken zogen tief über Mainz hinweg, und die Straßen waren mittags noch ruhig. Neymar spürte, dass Felix nicht reden wollte – und das war okay. Manchmal sagt die Stille mehr über einen Tag als jedes Gespräch. Sie betraten das McDonald’s-Restaurant am Hauptbahnhof. Es roch nach Fritten, Burger und Ketchup – nach Alltagsleben. Felix bestellte: • Ein Big Mac Menü, mit Cola • Eine Apfeltasche zum Nachtisch • Extra Mayo für die Pommes Neymar nahm einen Chicken Wrap und stilles Wasser. Sie setzten sich ans Fenster, schauten auf die vorbeifahrenden Straßenbahnen. Zwischen Ketchup und Klarheit Felix starrte eine Weile auf den Burger in seiner Hand. Dann sagte er leise, ohne aufzusehen: „Ich bin nicht dumm. Aber ich bin oft zu langsam. Nicht im Kopf – sondern im Tun.“ Neymar antwortete ruhig: „Du brauchst manchmal zwei Anläufe. Manchmal drei. Aber du gehst hin. Das ist mehr, als viele schaffen.“ Felix schob ein paar Pommes mit der Gabel zusammen. „Ich hatte Angst, der Zettel vom Dozenten fühlt sich wie ein Rauswurf an. Aber er war… wie eine Grenze. Und ich bin noch auf der richtigen Seite.“ Neymar lächelte, nippte an seinem Wasser. „Und jetzt hast du noch Pommes. Das heißt, du bist ganz sicher auf der richtigen Seite.“ Apfeltasche und leise Hoffnung Die Apfeltasche war heiß, die Füllung klebrig-süß. Felix biss hinein und schloss kurz die Augen. Es war nicht mehr als ein kurzer Moment – aber er schmeckte nach Sicherheit. Als sie das Restaurant verließen, war Felix nicht euphorisch. Aber er war klarer. Wacher. Nicht zufrieden – aber bereit, weiterzugehen. Er sagte zu Neymar: „Wenn ich morgen wieder pünktlich bin… kannst du mir wieder eine Apfeltasche ausgeben.“ Neymar grinste: „Deal. Aber nur, wenn du auch deine Unterlagen dabei hast.“ Der Mittag des 62. Tages war kein großer Schritt nach vorn. Aber ein festes Weitergehen – mit Burger in der Hand und dem Gefühl, dass Fehler
nicht das Ende sind. Sondern Hinweise. Hinweise darauf, wo es langgeht, wenn man nicht aufhört. 31. Januar 2025 – Abend des 62. Tages: Niederlage in Bremen und bittere Stimmung in der Kneipe Nach dem anstrengenden Kurstag, der McDonald’s-Pause und dem Gespräch mit Neymar hatte Felix für den Abend nur einen Wunsch geäußert: „Ich will das Spiel sehen. Aber nicht allein. Und nicht daheim.“ Sein Vater, der in letzter Zeit wieder etwas offener und weniger launisch geworden war, hatte sofort reagiert: „Dann gehen wir in die Kneipe. Alte Tradition – Auswärtsspiele gucken wir da.“ So kam es, dass Felix, Neymar, Messi, Suárez und sein Vater um 20:15 Uhr gemeinsam in einer Kneipe in Bretzenheim saßen, wo das Spiel SV Werder Bremen gegen Mainz 05 live übertragen wurde. Die erste Halbzeit – verhaltener Optimismus Die Kneipe war gut gefüllt, die Wände hingen voller Trikots, Vereinswimpel und alten Fotos. Der Fernseher lief, die Lautstärke war genau richtig: man hörte die Kommentatoren, aber auch die Gespräche am Tisch. Felix hatte sich ein Cola-Bier bestellt, sein Vater trank ein helles, die Spieler – wie so oft – hielten sich an Wasser oder Apfelschorle. In der ersten Viertelstunde hielt Mainz gut dagegen. Bremen war bissig, aber die Nullfünfer standen kompakt. Doch dann, in der 27. Minute, der Schock: Tor für Bremen – 1:0 durch Leonardo Bittencourt. Ein schneller Angriff über rechts, Mainz kommt einen Schritt zu spät, Bittencourt nimmt Maß und trifft mit einem Flachschuss ins lange Eck. Felix schlug die Hände vors Gesicht. „Wieder so ein Ding… das hätten sie verteidigen müssen.“ Sein Vater grummelte: „Das war ein kollektiver Tiefschlaf. Da kannste gar nichts sagen.“ Die zweite Halbzeit – Mainz rennt, Bremen hält In der zweiten Hälfte war Mainz bemüht, kam zu Chancen, vor allem durch Weiper und Burkardt. Aber das Tor wollte nicht fallen. Felix rutschte auf seinem Barhocker hin und her. Messi starrte auf den Bildschirm, Suárez fluchte leise auf Spanisch. „Der letzte Pass fehlt einfach.“, murmelte Neymar. Felix nickte. „Es ist, als würden sie das Tor suchen – aber den Schlüssel nicht finden.“ Nachspielzeit – Kartenfestival, aber kein Ausgleich Dann wurde es kurios. In der 90. +3 Minute: Gelb-Rot für Niklas Stark (SVW) Eine Minute später: Gelb-Rot für Marco Friedl (SVW) Und in der 90. +8 Minute sogar: Gelb-Rot für SVW-Trainer Ole Werner wegen wiederholtem Protest. Die Kneipe tobte – allerdings nicht vor Freude, sondern aus Fassungslosigkeit. Felix schüttelte den Kopf. „Die haben sich komplett zerlegt – und trotzdem machen wir das Tor nicht.“ Sein Vater sagte nur trocken: „Wenn du gegen acht Mann plus Bank nicht triffst, brauchst du dich über Platz 6 nicht zu wundern.“
Abpfiff – Ernüchterung macht sich breit Endstand: SVW 1 – 0 M05 Felix saß still Die neue Tabelle flackerte über den Bildschirm: • Mainz bleibt bei 31 Punkten • Leipzig, Stuttgart und Frankfurt ziehen langsam davon • Bremen, Freiburg und Gladbach rücken gefährlich nah heran Mainz auf Platz 6 – aber nur noch mit einem Punkt Vorsprung.
Heimweg – Ein schweres Schweigen Auf dem Rückweg war die Stimmung gedrückt. Felix ging zwischen Neymar und seinem Vater. Keiner redete. Erst als sie kurz vor der Wohnung waren, sagte Felix leise: „Ich glaub… ich bin enttäuschter, als ich zugeben will. Nicht, weil sie verloren haben. Sondern weil sie es selbst verbockt haben. So unnötig.“ Sein Vater legte ihm die Hand auf die Schulter. „Dann weißt du jetzt, wie es ist, Fan zu sein. Es ist nicht immer stolz – oft ist es Wut. Aber du bleibst trotzdem. Und das macht’s echt.“ Neymar nickte nur und sagte ruhig: „Vielleicht liegt genau darin die größte Stärke. Nicht im Jubeln. Sondern im Dranbleiben, wenn es wehtut.“ Ein letzter Gedanke vor dem Einschlafen Später, im Bett, griff Felix noch einmal zu seinem Notizbuch. Er schrieb: Der 62. Tag war bitter. Auf dem Platz, im Kopf, im Herzen. Aber ich hab hingeschaut. Ich bin nicht weggelaufen. Und das ist vielleicht wichtiger als jedes 1:0. Manche Niederlagen zeigen, wie viel Kraft es braucht, weiter Fan – und weiter man selbst zu bleiben. 1. Februar 2025 – 63. Tag: Kein Fleischkäse – ein Zusammenbruch im Supermarkt Der 63. Tag begann eigentlich ruhig. Felix war einigermaßen ausgeschlafen, hatte sich vorgenommen, mit den Spielern den Wochenendeinkauf zu erledigen. Die Liste war geschrieben, der Plan stand: Ein bisschen Gemüse, etwas Obst, Getränke – und vor allem: Fleischkäse. Felix hatte sich die ganze Woche darauf gefreut. Fleischkäsebrötchen war für ihn nicht nur ein Essen, sondern ein Stück Sicherheit – ein kleines Ritual, das ihm half, Struktur und Genuss zu verbinden. Der Einkauf – erst routiniert, dann chaotisch Gemeinsam mit Neymar, Suárez und Messi fuhr Felix gegen 11:00 Uhr mit der Straßenbahn zum großen Supermarkt in der Nähe des Stadions. Die Stimmung war entspannt, sie lachten über Quatsch auf dem Handy, warfen sich unterwegs Sprüche zu. Im Markt verteilten sie sich:
Messi holte Joghurt und Käse Suárez kümmerte sich um Getränke Neymar blieb bei Felix, der zielstrebig zur Frischetheke ging Und dann – der Moment. • • •
Die Fleischkäse-Krise Felix trat zur Theke. Er schaute ins heiße Fach. Leeres Blech. Kein Fleischkäse da. Nicht mal eine Ecke. Nur ein Schild: „Leider ausverkauft – Lieferung verspätet“ Felix blinzelte. „Was?“, sagte er leise. Neymar trat an seine Seite. „Vielleicht kommt’s später? Oder wir fragen?“ Felix drehte sich wortlos um, ging ein paar Schritte – und blieb dann einfach stehen. Er ließ die Einkaufstasche fallen. Dann glitt er ohne Vorwarnung auf den Boden, setzte sich mitten in den Gang, zwischen die Kühltheken, die Knie angezogen, die Hände über dem Kopf. Ein vollständiger Zusammenbruch. Reaktion – kein Drama, sondern Halt Neymar blieb ruhig. Er kniete sich hin, sprach sanft: „Felix. Ich bin hier. Es ist okay. Du musst nicht aufstehen – aber du bist nicht allein.“ Kunden blieben stehen, einige schauten verwirrt, andere mitfühlend. Ein älterer Mann murmelte: „Der hat einfach die Nase voll. Kenn ich.“ Suárez kam dazu, Messi folgte mit dem Einkaufswagen. Messi stellte sich so hin, dass Felix vor Blicken geschützt war. Suárez sagte leise: „Er braucht keine Aufmerksamkeit. Er braucht Zeit.“ Nach etwa zwei Minuten begann Felix zu weinen. Nicht laut – eher wie ein Wasserhahn, den man nicht zudrehen kann. Neymar nahm ihn sanft am Arm. „Willst du raus an die frische Luft?“ Felix nickte. Sie halfen ihm auf – langsam, mit Respekt. Und sie verließen gemeinsam den Supermarkt, ohne die restlichen Einkäufe. Draußen – Luft holen, verstehen Draußen setzte sich Felix auf eine Bank. Er atmete tief durch, zitterte ein wenig. „Es war nur Fleischkäse… Ich weiß, wie albern das ist…“ Neymar unterbrach ihn ruhig. „Es war nicht der Fleischkäse. Es war der Tropfen. Der letzte. Und du musst dich dafür nicht schämen.“ Suárez reichte ihm eine Flasche Wasser. Messi klopfte ihm auf die Schulter. „Du warst stark. Weil du’s zugelassen hast.“, sagte Neymar. „Viele Menschen würden lieber schreien als weinen. Du hast geweint. Das ist echt.“
Rückweg – und doch ein kleiner Sieg Sie gingen gemeinsam langsam nach Nicht mit vollgepackten Taschen, aber mit einer Erfahrung mehr. Zuhause setzte sich Felix aufs Sofa, in seine Messi brachte ihm eine Scheibe Suárez machte leise Musik Neymar sagte nichts weiter – aber blieb einfach neben ihm sitzen.
Hause. Decke. Toast. an.
Später am Tag – ein kurzer Eintrag im Notizbuch Heute hab ich den Boden gespürt. Nicht den vom Supermarkt – sondern meinen eigenen. Und das war wichtig. Nicht schön. Aber wichtig. Der 63. Tag war roh. Aber auch ehrlich. Und manchmal ist das alles, was man braucht: Fallen dürfen. Und aufgefangen werden. 2. Februar 2025 – 64. Tag: Ein schwieriger Geburtstag mit Bohrmaschine und trockenem Humor Der 64. Tag begann für Felix ungewohnt. Seine Mutter, die sonst bei fast allen Familienbesuchen dabei war, hatte sich wegen Kopfschmerzen abgemeldet. „Fahrt ihr Männer mal alleine. Ich vertrau auf euch – und vor allem auf Felix“, hatte sie gesagt, bevor sie sich mit einer Wärmflasche aufs Sofa zurückzog. Felix war unsicher. Denn heute stand der Geburtstag seines Cousins Marvin an. Marvin – vier Jahre jünger, laut, überdreht, ein bisschen großkotzig und ständig darauf aus, Felix zu provozieren. Ein Pflichttermin, den Felix lieber vermieden hätte. Aber da sein Vater sagte: „Wir gehen da als Familie hin – und diesmal mit deinen Leuten. Die sehen den mal in echt.“, hatte Felix keinen Ausweg. Also ging er – mit Ronaldo, Neymar, Messi und Suárez, die sich bereit erklärt hatten, ihn zu begleiten. Nicht wegen des Geburtstags. Sondern wegen Felix. Die Geschenkidee – Eine Bohrmaschine mit Botschaft Beim Einkaufen am Vortag hatte Felix lange überlegt. Was schenkt man einem Cousin, den man nicht mag, aber nicht offen angreifen will? Neymar hatte irgendwann grinsend gesagt: „Schenk ihm was, das nervt. Aber praktisch ist.“ Suárez ergänzte: „Was Lautes.“ Am Ende war es eine mittelpreisige Bohrmaschine geworden – mit drei Aufsätzen und der Option, den Lautstärkepegel mit einem Knopfdruck zu variieren. Felix hatte beim Einpacken geflüstert: „Die passt gut zu seinem Ego.“ Ankunft auf der Party – Unbehagen in Reinform
Die Feier fand in der Wohnung von Marvins Mutter statt – also Felix’ Tante, die besonders stolz auf ihren Sohn war. Die Wohnung war laut, voll, mit Deko in grellen Farben und einem penetranten Duft von Räucherstäbchen. Felix’ Vater begrüßte alle mit fester Stimme. Die vier Fußballer blieben höflich, aber distanziert – wie Bodyguards, die nicht reden, aber alles sehen. Marvin kam auf Felix zu, breit grinsend. „Na, hast du dich mal wieder rausgetraut aus deiner Höhle? Kommen deine Stars mit, wenn du aufs Klo gehst?“ Felix sagte nichts. Er reichte ihm das Geschenk. Marvin riss es auf – und blieb kurz verdutzt stehen. „’Ne Bohrmaschine?“ Felix nickte. Dann lächelte er trocken und sagte laut genug, dass es die Tante hören konnte: „Ja. Kannst du direkt mal im Wohnzimmer deiner Mutter ausprobieren. Da merkt man dann, ob die Dübel halten.“ Für einen Moment war es still. Dann prustete Suárez los. Neymar schlug sich die Hand vor den Mund. Messi grinste. Ronaldo hob die Augenbrauen. Die Tante war sichtlich irritiert. Marvin verdrehte die Augen. „Boah, Alter. Du bist immer noch so schräg wie früher.“ Felix antwortete ruhig: „Und du immer noch laut. Aber jetzt wenigstens mit Werkzeug.“ Rückzug in die Küche – und ein kurzer Moment der Reflexion Später zog sich Felix mit den Spielern in die Küche zurück. Sie tranken Wasser, aßen ein paar Chips und beobachteten das Treiben aus der Ferne. „War das zu gemein?“, fragte Felix leise. Messi schüttelte den Kopf. „Es war ehrlich. Und du hast niemanden beleidigt. Du hast ihn mit Humor entwaffnet.“ Ronaldo fügte hinzu: „Du hast nicht provoziert – du hast reagiert. Das ist ein Unterschied.“ Neymar lachte. „Und ich bin gespannt, ob morgen das Wohnzimmer noch steht.“ Heimweg – mit mehr Stolz als Frust Auf dem Rückweg war Felix ruhig, aber nicht bedrückt. Er hatte eine Situation durchstanden, die ihn sonst gelähmt hätte – mit Haltung, mit Humor, mit Begleitung. Sein Vater klopfte ihm auf die Schulter. „Ich bin stolz auf dich. Du hast das heute souverän gelöst. Früher wärst du nach fünf Minuten rausgerannt.“ Felix lächelte. „Heute hatte ich eine Bohrmaschine. Und Leute, die mich nicht festhalten – sondern begleiten.“ Der 64. Tag war kein Geburtstag für aber ein Geschenk an sich Selbstbeherrschung, Wortwitz und der Mut, sich nicht zu verstecken.
3. Februar 2025 – 65. Tag: Ein Tag zuhause – Ruhe nach dem Sturm Nach dem turbulenten Geburtstag seines Cousins am Vortag, bei dem Felix sich trotz aller innerer Anspannung mit ruhigem Humor und einer symbolträchtigen Bohrmaschine behauptet hatte, spürte er am Morgen des 65. Tages: Heute bleibe ich einfach nur zuhause. Kein Kurs. Keine Begegnung. Kein sozialer Druck. Nur das, was er brauchte: Stille. Der Morgen – Schlaf, Tee und kein Zeitdruck Felix schlief aus – nicht bis in den Nachmittag wie an jenem kritischen Tag vor Kurzem, sondern einfach genau so lange, wie sein Körper es brauchte. Er wachte gegen halb zehn auf, streckte sich ausgiebig und ließ sich Zeit beim Aufstehen. In der Küche war es ruhig. Die Mutter war schon auf der Arbeit, der Vater unterwegs, und die Spieler hielten sich zurück – sie spürten: Felix wollte heute keinen Aktionismus. Er setzte sich mit einer großen Tasse Fencheltee an den Tisch, nahm sein Notizbuch und blätterte darin. Nicht um zu schreiben – sondern um zu lesen, was hinter ihm lag. Die Verspätungen, das Tierheim, die Niederlage gegen Bremen, der Zusammenbruch im Supermarkt, der Bohrmaschinen-Witz… Er las und staunte. „Ich war mittendrin in all dem. Und ich bin immer noch da.“ Der Tag – Langsamkeit als Kraftquelle Er verbrachte den Tag ganz bewusst in seinem eigenen Tempo. • Er machte sich ein einfaches Mittagessen: Nudeln mit Butter und geriebenem Käse. • Er hörte leise Musik – ein bisschen Filmmusik, dann sanften Rock aus den 80ern. • Er räumte sein Regal auf, sortierte alte Notizzettel und fand einen kleinen Zettel, auf dem nur stand: „Du musst nicht rennen. Nur losgehen.“ Am Nachmittag spielte er allein ein bisschen FIFA. Nicht um zu gewinnen – sondern, um zu lenken. Kontrolle zu spüren, ohne bewertet zu werden. Neymar schaute kurz rein, sagte nichts, nur ein Daumen hoch. Messi brachte ihm später ohne ein Wort eine Tasse Kakao. Suárez rief aus dem Flur: „Sag Bescheid, wenn du wieder reden willst.“ Felix lächelte. Das war Freundschaft. Nicht Lautstärke – sondern Raum. Der Abend – Tagebuch, Decke, Frieden Am Abend lag er in seiner Lieblingsdecke auf dem Sofa, der Fernseher lief leise im Hintergrund. Ein Doku-Stream über Tiere, beruhigende Stimmen, langsame Bilder. Er öffnete sein Notizbuch erneut und schrieb: 3. Februar 2025 – 65. Tag Heute habe ich niemanden gesehen, keine Aufgabe erfüllt, keinen Plan verfolgt. Aber ich habe mich gespürt. Und das war genug.
Ruhe ist Sie ist ein Teil davon.
Der 65. Tag war still. Aber in dieser Stille sprach alles, was wichtig war. Und manchmal heilt der Körper nicht durch Aktion – sondern durch Ankommen. 4. Februar 2025 – 66. Tag: Noch ein Tag zuhause – bewusste Wiederholung Der 66. Tag begann fast so wie der Tag davor – doch diesmal nicht aus Erschöpfung, sondern aus einer bewussten Entscheidung: „Ich brauche noch einen Tag. Nicht um mich zu verstecken. Sondern um mich zu sortieren.“ Felix stand gegen 9:30 Uhr auf, zog sich gemütliche Kleidung an, machte sich Haferbrei mit Banane und setzte sich an den Küchentisch. Die Spieler waren in ihren Zimmern, der Vater war unterwegs, die Mutter wie immer arbeiten – und Felix hatte das ganze Haus in ruhiger Atmosphäre für sich. Was anders war als gestern Obwohl auch dieser Tag ein Tag zuhause war, war er nicht identisch zum Vortag. Denn Felix fühlte sich klarer. • Er machte kein FIFA an, sondern öffnete stattdessen sein Buchhaltungs-Skript vom Kurs. • Er las zwei Seiten, machte Notizen – nicht, weil er musste, sondern weil er wollte verstehen. • Er hörte bewusst keine Musik, sondern ließ die leisen Geräusche der Straße draußen durch das Fenster in sein Zimmer dringen. Das Leben zog an ihm vorbei – und er spürte keinen Druck, mitzuziehen. Am Mittag kochte er sich Rührei mit Toast und Petersilie. Nichts Großes, aber etwas Selbstgemachtes. Er wollte sich heute nicht nur „über Wasser halten“. Er wollte kleine Dinge richtig machen. Am Nachmittag – Besuch im Zimmer Gegen 15 Uhr klopfte Messi steckte den „Wir gehen nachher spazieren. Willst du mit?“ Felix Dann schüttelte er „Nicht heute. Aber danke, dass ihr fragt.“ Messi nickte nur. Kein Drängen. Felix schätzte das sehr. Er schrieb danach in sein Notizbuch: Ich bin nicht rausgegangen, aber Das allein war Nach innen.
leise. herein.
überlegte. Kopf.
Kommentar. gefragt. Bewegung.
Am Abend – ein Moment mit Ronaldo Als es draußen dämmerte, kam Ronaldo in die Küche, als Felix gerade Tee aufbrühte. Er nahm sich wortlos eine Tasse, setzte sich dazu.
Nach einer Weile sagte er: „Zwei Tage daheim. Mancher nennt das Rückzug. Ich nenne das: Wurzel schlagen.“ Felix sah ihn an, überrascht. „Wurzel?“ Ronaldo nickte. „Du kannst nicht wachsen, wenn du ständig woanders bist. Manchmal brauchst du Erde. Zeit. Stille.“ Felix schrieb sich diesen Satz auf. Er war kein Rückfall. Er war ein Wachsen ohne Lärm. Der zweite Tag zuhause war keine Wiederholung. Er war eine Vertiefung. Ein inneres Aufräumen, ohne To-do-Liste. Und am Ende stand kein Produkt – aber Frieden. Und das war mehr als genug. 5. Februar 2025 – Morgen des 67. Tages: Rückkehr zur Struktur mit Energy und Verlässlichkeit Nach zwei stillen Tagen zuhause, die Felix ganz bewusst für sich genutzt hatte, war der 67. Tag eine Rückkehr in den Rhythmus. Doch diesmal fühlte es sich nicht wie ein Pflichtprogramm, sondern wie ein Schritt aus eigener Entscheidung an. Der Morgen – klare Vorbereitung, ruhige Energie Felix wachte schon um 7:15 Uhr auf. Ohne Wecker. Ohne Hektik. Nur mit dem Gefühl: „Heute ist wieder einer von den Tagen, an denen ich draußen was Gutes tun kann.“ Er frühstückte in Ruhe: zwei Scheiben Toast mit Frischkäse, ein Apfel, ein Glas Wasser. Als Neymar in die Küche kam und fragte: „Du gehst wieder zur Therapie?“, nickte Felix fest. „Ja. Und ich freu mich drauf.“ Auf dem Weg zur Autismustherapie Gegen 8:20 Uhr machten sich Felix und die vier Spieler – Neymar, Messi, Ronaldo und Suárez – gemeinsam auf den Weg zur Einrichtung. Sie kannten den Weg längst in- und auswendig, doch heute ging Felix voraus. Nicht hinterher. Nicht zögernd. Er führte die Gruppe mit klarem Schritt. Vor der Tür zur Praxis atmete er tief durch. „Ich bin wieder hier. Nicht weil ich muss. Sondern weil ich weiß, dass es mir hilft.“ In der Sitzung – Erkenntnisse, keine Erwartungen Die Stunde Felix erzählte von den letzten Tagen: • Vom Zusammenbruch im Supermarkt • Vom schwierigen Geburtstag
Von seinen zwei Tagen Rückzug Und davon, wie viel er trotzdem aus all dem gelernt hatte Seine Therapeutin hörte aufmerksam zu, nickte oft, stellte Am Ende sagte „Sie kommen nicht nur zurück – Sie kommen mit Haltung zurück.“ Felix „Ich glaube, ich fang an, mir selbst zu glauben.“ • •
Fragen. sie: lächelte.
Nach der Therapie – kleiner Genuss, große Symbolik Nach dem Termin gingen sie gemeinsam noch ein Stück Richtung Innenstadt. Felix hielt plötzlich an einem kleinen Kiosk. „Ich gönn mir was. Nur heute. Und bewusst.“ Er ging hinein und kam mit einer Dose Energy-Drink zurück – seine Lieblingssorte mit grünem Apfelgeschmack. Neymar grinste: „Brauchst du jetzt Superkräfte?“ Felix antwortete: „Nein. Nur einen kleinen Schub. Die echten Kräfte hab ich schon – ich wollt sie nur mal feiern.“ Er öffnete die Dose, trank einen Schluck, schüttelte leicht den Kopf wegen der Süße – und grinste. „Schmeckt wie zu viel. Aber genau richtig.“ Ein klarer Vormittag, ein noch klarerer Kopf Während sie weiterliefen, scherzten die Spieler, Felix wirkte leicht, wach, stolz. Nicht überdreht. Nicht aufgesetzt. Sondern bewusst präsent. Er schrieb später in sein Notizbuch: Ich war wieder da – und das Beste war: Ich hab mich da gefühlt, wo ich hingehöre. Der 67. Tag war keine Rückkehr – sondern ein Weitergehen. Mit Herz. Mit Klarheit. Und einer eiskalten Dose Mut. 5. Februar 2025 – Mittag des 67. Tages: Stadtbesuch mit Vorfreude und einem goldenen Kinoticket Nach dem intensiven, aber gelungenen Vormittag in der Autismustherapie und dem kleinen Energy-Drink-Moment als Symbol seiner zurückgekehrten Kraft, entschied Felix: „Ich will heute noch was Schönes planen – für morgen. Etwas, worauf ich mich freuen kann.“ Ein Ausflug in die Stadt Gemeinsam mit Neymar, Messi, Ronaldo und Suárez machte sich Felix gegen 12:30 Uhr auf in die Mainzer Innenstadt. Die Straßen waren belebt, aber nicht überfüllt. Die Sonne zeigte sich hin und wieder zwischen den Wolken, und in Felix’ Innerem fühlte sich der Tag wie ein leiser, aber stetiger Aufwärtstrend an. Sie schlenderten über den Marktplatz, gingen durch einige Läden, schauten in Schaufenster und sprachen über Filme, Serien und Kindheitserinnerungen. Messi schwärmte von argentinischen Kinos, Ronaldo erzählte von einer Vorstellung in Madrid, bei der der Becherhalter kaputt war und der ganze Drink auf seine Hose kippte.
Felix lachte – laut, herzlich. „Wisst ihr was? Ich glaub, ich will morgen ins Kino. Aber nicht einfach so. Richtig. Mit Komfort. Mit diesen Sitzen, wo man sich zurücklehnen kann und man Platz für Popcorn UND Beine hat.“ Die Entscheidung: Kinokarten mit Stil Sie gingen gemeinsam zum Kino in der Innenstadt – ein großes, modernes Lichtspielhaus mit einem separaten „LUXUS-Saal“, wie es auf einem goldenen Schild stand. Felix trat an den Ticketschalter. Die Dame dort erkannte ihn schon von früheren Besuchen. „Ich hätte gern zwei Karten für morgen – mit den bequemen Ledersitzen. Reihe E, Mitte, wenn möglich. Einmal für mich. Und einmal für meine Assistentin.“ Die Verkäuferin nickte. „Für den neuen Film mit dem Hund, der sprechen kann?“ Felix grinste. „Ganz genau. Leichtes Thema. Keine Dramen. Nur Herz.“ Er zahlte, bekam zwei goldfarbene Tickets, die sich fast wie Einladungen zu einer Premiere anfühlten. Er steckte sie vorsichtig in ein separates Fach seiner Jacke. Die Spieler – still beeindruckt Als sie das Kino verließen, sagte Ronaldo: „Ich war selten so stolz auf eine Kinokarte wie du gerade.“ Neymar klopfte ihm auf die Schulter. „Du schenkst nicht nur deiner Assistentin etwas – du schenkst dir selbst Vorfreude. Und das ist oft der halbe Weg zur Freude selbst.“ Felix nickte. „Morgen wird mein Tag. Nicht, weil etwas Großes passiert. Sondern weil ich ihn mir selbst erlaubt habe.“ Nachklang Auf dem Heimweg tranken sie gemeinsam noch einen Tee in einem kleinen Café. Felix sprach nicht viel – er war ganz bei sich. Aber er lächelte. Und sein Blick war ruhig. Später, zuhause, schrieb er in sein Notizbuch: Heute habe ich einen Platz reserviert – nicht nur im Kino, sondern in meinem Leben. Ein Platz mit Beinfreiheit, mit Sicht nach vorn. Und mit jemandem an meiner Seite. Der 67. Tag war nicht laut – aber er hatte ein goldenes Versprechen: Dass auch stille Momente Größe haben können. 5. Februar 2025 – Abend des 67. Tages: Ein kleiner Einkauf mit Bedeutung Nachdem Felix am Mittag mit den vier Spielern in der Stadt unterwegs war und voller Stolz Kinokarten für sich und seine Assistentin gekauft hatte, kehrte gegen Abend langsam Ruhe in seinem Kopf ein. Doch bevor es ganz nach Hause ging, blieb noch eine Sache zu tun. Er stand mit Neymar, Messi, Suárez und Ronaldo an der Haltestelle. Der Bus würde in acht Minuten kommen.
Plötzlich sagte Felix „Ich geh noch kurz in den Supermarkt. Ich brauch was Kleines für morgen.“ Die Spieler sahen sich Neymar „Wir warten draußen. Hol, was du brauchst.“
leise: an. nickte.
Der Einkauf – nicht viel, aber bewusst Felix betrat den kleinen Supermarkt an der Ecke. Die Luft war leicht kühl, das Licht künstlich grell – aber vertraut. Er ging ruhig durch die Gänge. Keine Eile. Keine Reizüberflutung heute. Er wusste, was er wollte: • Eine kleine Tüte Gummibärchen für die Kinovorstellung • Eine Flasche Apfelschorle • Eine Packung Reiswaffeln für später daheim • Und – fast wie ein Symbol – eine einzelne Rose aus dem Blumenständer am Eingang Nicht für jemand anderen. Sondern für sich selbst. An der Kasse – ein stiller Moment für sich Als er an der Kasse stand, sortierte er alles mit Bedacht aufs Band. Er betrachtete die Rose kurz, lächelte. Die Kassiererin fragte: „Soll ich die Blume einpacken?“ Felix antwortete ehrlich: „Nein danke. Ich trag sie offen. Ich hab sie für mich gekauft.“ „Für sich?“ „Ja. Ich hatte einen guten Tag. Und das darf ich mir ruhig mal zeigen.“ Die Frau lächelte nur und sagte leise: „Das machen viel zu wenige. Respekt.“ Zurück zu den Spielern – mit Haltung Als er wieder aus dem Laden kam, schwenkte er die kleine Tüte mit Gummibärchen und trug die Rose in der Hand. Suárez rief neckend: „Und? Für wen ist die Blume? Für Messi oder für Neymar?“ Felix grinste. „Für mich. Weil ich heute gut war.“ Die Spieler nickten. Niemand lachte. Im Gegenteil – sie verstanden. Zuhause – Ruhe nach einem vollen Tag Später zuhause räumte Felix seine Einkäufe weg, stellte die Rose in ein Glas Wasser und setzte sich dann mit einer Tasse Tee an den Küchentisch. Er schaute kurz auf die Kinokarten, dann auf die Rose. Dann schrieb er: Der dass
sondern auch in der Lage, mir selbst Und das ist vielleicht das größte Zeichen von Selbstachtung.
Der 67. Tag endete nicht laut. Aber mit einem letzten bewussten Schritt: Ein Einkauf, der mehr war als Versorgung – er war ein Zeichen. An mich selbst. 6. Februar 2025 – Mittag des 68. Tages: Ein geplatzter Plan und ein gemeinsamer Arztbesuch Der 68. Tag sollte eigentlich ganz besonders werden: Am Vormittag hatte Felix sich sorgfältig fertig gemacht, denn um 14:00 Uhr war das große Highlight geplant: Kinobesuch mit seiner Assistentin – in den Luxus-Ledersesseln, die er selbst am Vortag gebucht hatte. Er hatte seine Lieblingsjacke rausgelegt, die Gummibärchen eingepackt, die Tickets kontrolliert, sein Handy aufgeladen und sich vorgenommen: „Heute bin ich pünktlich. Heute klappt alles.“ Doch dann kam der Plan ins Wanken. Ein kurzfristiger Arzttermin – ausgerechnet heute Um 12:45 Uhr hatte Felix noch einen ärztlichen Kontrolltermin, den er schon seit Wochen vor sich hergeschoben hatte – Routine, aber wichtig. „Kein Problem“, dachte er. „Ich bin ja 15 Minuten früher da. Dann bin ich bis 13:30 spätestens raus.“ Er verabschiedete sich von den Spielern, die später direkt zum Kino gehen wollten, und machte sich auf den Weg zur Arztpraxis. Die Realität in der Arztpraxis Schon beim Betreten des Wartezimmers ahnte Felix: „Das wird eng.“ Drei Leute saßen noch vor ihm, und eine ältere Dame an der Anmeldung sagte: „Heute dauert's leider etwas länger – zwei Notfälle sind dazwischen.“ Felix schluckte. Er setzte sich hin, starrte auf die Uhr. 13:00. 13:10. 13:20. Er schrieb seiner Assistentin, dass er vielleicht ein paar Minuten später kommt. Um 13:25 Uhr bekam er endlich sein Aufgerufen. Routineuntersuchung, alles gut – aber das Gespräch dauerte, der Arzt war gründlich, freundlich, aber eben auch nicht schnell. Als Felix um 13:50 Uhr noch im Besprechungszimmer saß, bekam er eine Nachricht: „Ich bin gerade an der Kinokasse angekommen – wo bist du?“ Felix wurde nervös. Er tippte: „Bin noch beim Arzt. Es dauert zu lang. Es tut mir leid. Ich wollte alles richtig machen.“ Die Assistentin – Reaktion mit Verständnis Fünf Minuten später öffnete sich plötzlich die Tür – und seine Assistentin stand selbst in der Praxis. „Ich bin sofort gekommen, als du geschrieben hast. Ich will sehen, ob alles okay ist.“
Felix war sprachlos. „Aber der Film… die Tickets…“ „Vergiss den Film. Wenn du beim Arzt bist, ist das wichtiger. Und: Wir kriegen die Karten umgebucht, notfalls zahl ich sie nochmal. Du hast dich bemüht. Das zählt.“ Zusammen raus – gemeinsam stark Nach dem Gespräch mit dem Arzt verließen sie die Praxis gemeinsam. Draußen warteten die vier Spieler. Messi grinste: „Ihr habt’s spannend gemacht. Kino verschoben?“ Felix nickte. „Arzt war wichtiger. Aber ich bin nicht allein gewesen.“ Neymar legte ihm den Arm auf die Schulter. „Und du warst pünktlich – zum ersten Mal zu früh. Das war dein Sieg.“ Im Notizbuch am Abend Ich war Ich war Aber das Leben hatte Und trotzdem war Manchmal zeigt sich Stärke sondern im Reagieren, ohne zu brechen.
bereit. früh da. einen anderen Plan. ich nicht allein. nicht im Gelingen –
Der 68. Tag war nicht der Tag des Films – aber er war ein Film für sich: Mit Wendung, mit Haltung, und mit einem echten Happy End. Denn er zeigte: Wenn man fällt – und jemand mitkommt – steht man doppelt sicher wieder auf. 6. Februar 2025 – Später Mittag des 68. Tages: Ein geplatzter Versuch und dunkle Andeutungen Nachdem Felix' Arzttermin am Mittag deutlich länger als geplant gedauert hatte und dadurch der lang ersehnte Kinobesuch mit seiner Assistentin und den vier Spielern nicht wie geplant stattfinden konnte, entschieden sie sich am späten Nachmittag zu einem zweiten Versuch: Vielleicht lief der Film ja noch – vielleicht konnten sie wenigstens den Rest sehen. Weg zum Kino – mit Hoffnung im Herzen Felix, seine Assistentin und die vier Spieler machten sich gegen 16:40 Uhr gemeinsam auf den Weg zurück in die Innenstadt. Felix wirkte aufgeregt, aber vorsichtig optimistisch. Seine Worte waren leise, als er sagte: „Vielleicht… vielleicht geht ja noch was. Ich will nicht, dass der Tag ganz verloren ist.“ Suárez zwinkerte ihm zu. „Wenn nicht, kaufen wir einfach den Saal.“ Felix schmunzelte. „Oder wenigstens das Popcorn.“ Sie kamen gegen 16:55 Uhr am Kino an – der Film hatte schon um 16:30 Uhr begonnen. Felix’ Blick wanderte nervös zum Einlass. „Meint ihr, wir dürfen noch rein?“
Die Mitarbeiterin an der Kasse schüttelte bedauernd den Kopf. „Es sind Luxussitze, der Film hat schon fast 30 Minuten Laufzeit. Kein Einlass mehr – es stört die anderen Gäste.“ Felix seufzte tief. „Wieder nicht. Und ich hab mich so drauf gefreut.“ Dann – eine unerwartete Wendung Gerade als sich alle abwenden wollten, trat seine Assistentin einen Schritt zur Seite. Ihre Stimme wurde ruhiger, ernster. „Felix… Ich muss dir etwas sagen. Aber nicht jetzt. Und nicht hier. Es betrifft dich. Und deine Mutter.“ Felix fröstelte. „Was meinst du?“ Sie hob die Hand leicht. „Noch nicht. Ich muss es erst mit ihr besprechen. Und wir müssen dafür einen passenden Moment finden.“ Die Spieler blickten sie kurz überrascht an. Ronaldo fragte leise: „Ist es ernst?“ Sie antwortete nicht direkt. Nur ein kurzes, festes Nicken. Dann wandte sie sich wieder Felix zu. „Bitte sprich heute Abend noch nicht mit ihr. Ich kläre es zuerst mit ihr. Du wirst alles erfahren – aber in Ruhe. Und mit den richtigen Worten.“ Felix – verunsichert, aber gehorsam Felix senkte den Etwas in ihm zog Die zweite verpasste Kinogelegenheit Jetzt war da nur noch Etwas stimmte nicht. Aber er wusste nicht, was. Er nickte. „Okay. Ich warte. Ich sag nichts.“
Kopf leicht. sich zusammen. war nun nebensächlich. dieses mulmige Gefühl.
Heimweg – ohne Worte, mit Spannung in der Luft Sie gingen gemeinsam zurück zur Doch diesmal redete Die Straßen wirkten Die Lichter heller, aber Die Geräusche lauter. Felix hielt sich etwas zurück, ließ die anderen ein Stück In seinem Inneren formten sich Fragen – und Ängste. Abendnotiz – nur ein Satz Ich habe etwas nicht Und es fühlt sich schwerer an als alles, was ich bisher wusste.
Haltestelle. niemand. kälter. greller. vorauslaufen.
Der späte Mittag des 68. Tages brachte keine Kinobilder – aber eine Ahnung, dass etwas Unausgesprochenes die gewohnte Sicherheit ins Wanken bringen könnte. Und so wurde aus einem normalen Tag plötzlich einer, der etwas ankündigte, das noch keinen Namen hatte. 6. Februar 2025 – Abend des 68. Tages: Abschied bei Kerzenschein
Nach dem missglückten Kinobesuch und der rätselhaften Ankündigung durch seine Assistentin, dass es etwas zu besprechen gäbe – jedoch nicht sofort –, hing der restliche Tag für Felix in der Luft wie eine Frage, auf die keiner eine Antwort geben wollte. Und doch, der Abend kam. Und mit ihm die Entscheidung, noch gemeinsam essen zu gehen. Ein ruhiger Tisch in einem kleinen Restaurant Die Gruppe wählte ein ruhiges, etwas abgelegenes Restaurant mit warmem Licht, gedämpfter Atmosphäre und einem Kamin in der Ecke, der leise knisterte. Die Wände waren mit alten Weinflaschen und Bildern aus dem alten Mainz geschmückt. Felix saß zwischen Neymar und seiner Assistentin, gegenüber saßen Messi, Ronaldo, Suárez und sein Vater. Die Stimmung war ruhig, aber angespannt. Die Karte lag offen vor ihnen, aber niemand las. Alle warteten auf das, was kommen musste. Die Nachricht, die alles verändert Nach der Getränkebestellung – Felix hatte sich für eine Apfelsaftschorle entschieden – räusperte sich seine Assistentin. Sie legte die Serviette zur Seite, faltete die Hände auf dem Tisch. Dann sah sie Felix direkt an. „Felix… Ich hab lange überlegt, wie ich es dir sage. Aber du bist ehrlich zu mir, also will ich auch ehrlich zu dir sein.“ Er nickte langsam. „Okay…“ Sie atmete tief ein. „Ich werde vorerst meine Tätigkeit bei dir pausieren müssen.“ Ein kurzer Stillstand. Felix blinzelte. „Wieso?“ Die Assistentin schluckte schwer. „Mein Mann… also mein Ehepartner… hat Krebs. Wir haben es letzte Woche erfahren. Und es ist ernst. Ich muss für ihn da sein. Ich kann nicht beides leisten – dich gut begleiten und ihn durch diese Zeit tragen.“ Felix reagiert – anders als gedacht Es war, als hätte jemand die Hintergrundgeräusche ausgeblendet. Felix hörte nichts mehr – nur ihren Atem. Er öffnete den Mund, schloss ihn wieder. Dann sagte er leise: „Ist… ist er im Krankenhaus?“ Sie nickte. „Noch nicht dauerhaft. Aber bald. Und die Therapie beginnt nächste Woche.“ Felix spürte, wie sich eine Welle aus Trauer, Schock und Hilflosigkeit in ihm aufbaute – doch keine Wut. Keine Enttäuschung. Nur ein tiefer, trauriger Respekt. „Dann musst du bei ihm sein. Natürlich musst du das.“ Die Assistentin streckte die Hand über den Tisch. Felix legte seine vorsichtig darauf. „Ich werde dich vermissen“, sagte er leise. „Aber ich möchte, dass du dich um ihn kümmerst. So wie du dich um mich gekümmert hast.“
Ein neuer Weg – ein neuer Mensch Nach einem stillen Moment sprach sie weiter: „Du wirst einen neuen Assistenten bekommen. Ich habe mit deinem Träger gesprochen. Er oder sie wird sich in den nächsten Tagen bei dir melden. Ich verspreche dir: Ich helfe beim Übergang. Ich bin nicht plötzlich weg.“ Felix nickte. „Dann bringst du mich also sicher zur Tür – aber jemand anderes übernimmt den Heimweg.“ Ein kurzer Blickwechsel – und beide wussten, dass dieser Satz genau richtig war. Der Abend klingt aus Das Essen wurde bestellt. Niemand sprach über die Karte. Doch nach dem ersten Bissen kam langsam wieder Gespräch auf – über leichte Themen. Neymar erzählte einen dummen Witz, Messi reichte Felix das Salz, Ronaldo bestellte überraschend Nachspeise für alle. Aber die Stimmung war verändert. Nicht schlecht. Nur… ehrlicher. Später, daheim – ein Satz im Notizbuch Manchmal geht jemand nicht, weil er weg will – sondern weil er bleiben muss, nur woanders. Der 68. Abend war ein Abschied ohne Abschied – aber mit Wahrheit, mit Würde, und mit einem leisen Versprechen: Dass Verbindungen bleiben – auch wenn Wege sich trennen. 7. Februar 2025 – 69. Tag: Fast perfekt – und trotzdem stolz Der 69. Tag begann mit einem klaren Ziel: Heute würde Felix alles richtig machen. Nach der emotionalen Nachricht am Vorabend im Restaurant – dass seine langjährige Assistentin ihn aus persönlichen Gründen vorerst verlassen würde – war Felix entschlossener denn je, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern aus Respekt: für das, was sie ihm beigebracht hatte. Der Morgen – gut vorbereitet, motiviert Felix stand früh auf, duschte, frühstückte, packte seine Tasche. Zum ersten Mal hatte er alle Unterlagen dabei, sauber geordnet: • Das Skript • Das aktuelle Fallbeispiel • Zwei Stifte • Ein Block • Etwas zu trinken und ein kleines Pausenbrot Er überprüfte alles doppelt. Sogar seine Kleidung war durchdacht: Jeans, ein schlichter Pullover und sein Lieblingsschal – der mit dem kleinen Mainz-05-Logo in der Ecke.
Er verließ die Wohnung pünktlich, stieg mit Neymar in die Straßenbahn und erreichte die Volkshochschule exakt um 8:30 Uhr. „Ich hab’s geschafft. Ich bin pünktlich!“, sagte er zufrieden, als sie am Eingang standen. Doch da kam der Rückschlag. Nicht groß. Aber spürbar. Die Kleinigkeit, die fehlte: 15 Minuten vorher Als Felix in den Kursraum trat, blickte ihn der Dozent mit erhobenen Augenbrauen an. „Herr Zimmermann, schön, dass Sie pünktlich sind… aber wissen Sie noch, was wir besprochen hatten?“ Felix’ Herz sank kurz. Dann erinnerte er sich. „15 Minuten früher da sein...“ „Richtig. Es geht mir nicht ums Prinzip. Es geht ums Ankommen. Aber…“ – der Dozent hielt kurz inne – „…ich sehe, Sie haben alles dabei. Das ist ein großer Schritt.“ Felix atmete tief durch. „Ich hab’s fast geschafft. Heute war fast richtig.“ „Und das ‘Fast’ ist heute vollkommen in Ordnung“, erwiderte der Dozent freundlich. Im Kurs – konzentriert und fokussiert Felix setzte sich auf seinen Platz, breitete das Material aus, und zum ersten Mal seit Wochen hatte er das Gefühl: „Ich bin vorbereitet. Nicht nur technisch. Sondern auch innerlich.“ Während der Unterricht lief, machte er sich Notizen, stellte sogar eine kurze Rückfrage zum Fallbeispiel – seine Stimme war leise, aber klar. Suárez, der wie immer hinten im Raum saß und zuschaute, schrieb Neymar eine Nachricht: „Der Junge wächst gerade. Ohne großes Getöse. Aber er wächst.“ Pause – diesmal ohne Stress In der Pause blieb Felix wie vereinbart im Raum. Er trank etwas, aß sein Brot, und dachte nach. Nicht nervös. Nicht getrieben. Einfach ruhig. Messi kam kurz herein, reichte ihm kommentarlos eine Clementine. Felix grinste: „Ich glaub, ich hab’s verdient.“ „Du hast’s dir erarbeitet“, sagte Messi ruhig. Eintrag im Notizbuch am Nachmittag Ich war Und zum ersten Mal Denn fast perfekt heißt: Und ich sehe, wie weit ich schon gekommen bin.
fast reicht Ich
perfekt. das. unterwegs.
Der 69. Tag war kein Sieg über alles aber ein Beweis, dass sich Disziplin auch sanft anfühlen Und dass man stolz sein selbst wenn man das Ziel erst zwei Minuten nach Plan erreicht. 8. Februar 2025 – 70. Tag: Ein stilles Remis im Stadion
– kann. darf,
Der 70. Tag war ein besonderer Meilenstein für Felix. Nicht nur, weil er in runder Zahl in seinem Kalender stand, sondern weil er heute wieder das tun würde, was ihn immer schon tief verbunden hat: Ein Spiel von Mainz 05 im Stadion erleben. Und diesmal war er nicht allein. Er war umgeben von den vier Spielern – Neymar, Messi, Ronaldo und Suárez –, die mittlerweile nicht nur Gäste waren, sondern Teil seines Alltags, Teil seiner kleinen Welt. Vorbereitung – voller Vorfreude und Struktur Felix stand früh auf, bereitete sich sorgfältig vor. Er legte das rote Mainz-Trikot bereit, kontrollierte seine Stadionkarte, lud sein Handy auf und füllte seine Wasserflasche. Am Frühstückstisch sagte er leise, aber bestimmt: „Heute zählt nicht nur das Ergebnis. Heute zählt, dass ich 70 Tage lang durchgehalten habe. Und immer noch stehe.“ Die Spieler klatschten kurz. Ronaldo grinste: „Dann ist das heute dein Jubiläumsspiel. Holen wir dir ein gutes Ergebnis – oder zumindest Pommes mit viel Soße.“ Ankunft in der MEWA Arena – vertrauter Boden Die Gruppe traf gegen 14:30 Uhr ein. Die Sonne schien milde auf das Stadion, das voller rot-weißer Schals, Stimmen und Erwartung war. Felix spürte: Hier war er nie allein gewesen. Sie hatten wieder Plätze auf der barrierefreien Tribüne, direkt an der Mittellinie – gute Sicht, viel Platz. Die Spieler trugen Kappen tief im Gesicht, doch ein paar Fans schauten trotzdem doppelt hin. Felix sagte leise zu Neymar: „Auch wenn es niemand merkt, dass ihr hier seid – für mich seid ihr da. Das reicht.“ Anpfiff – Ein Spiel der verpassten Chancen Mainz 05 gegen FC Augsburg. Ein Spiel, das auf dem Papier nach drei Punkten roch – doch sich auf dem Rasen zäh anfühlte. • Die ersten 15 Minuten: kontrollierter Aufbau beider Teams. • Mainz hatte durch Burkardt zwei gute Chancen – vorbei. • Augsburg konterte mehrfach gefährlich, aber Zentner parierte stark. • Die zweite Hälfte: Viele Flanken, wenig Verwertung. • In der 72. Minute: Latte für Mainz nach Ecke. • Und dann… blieb’s beim 0:0. Das Gefühl nach dem Abpfiff – gemischt, aber nicht bitter Felix saß still da, als der Schlusspfiff ertönte. Er schaute auf die Anzeigetafel, dann auf die Spieler neben ihm. „Kein Tor. Kein Jubel. Aber auch keine Niederlage. Und das ist auch was wert.“ Suárez nickte. „Manchmal musst du einen Punkt mitnehmen. Und ihn als Grundlage sehen – nicht als Enttäuschung.“ Die Tabelle wurde schnell eingeblendet: Mainz bleibt auf Platz 7 mit 48 Punkten – direkt vor Werder und noch in Schlagweite zu Leipzig und Dortmund.
Felix spürte einen „Wir sind noch dran. Noch in Reichweite.“
Rückweg mit Tiefe Auf dem Heimweg war es ruhig. Nicht bedrückt – eher nachdenklich. Felix sagte irgendwann leise: „70 Tage… und heute nicht verloren. Vielleicht war das kein Fußballfest – aber ein Zeichen.“ Messi antwortete sanft: „Du hast durchgehalten. Und das zählt mehr als jedes Tor.“ Abendlicher Eintrag im Notizbuch 8. Februar – Ich hab 70 Nicht jeden perfekt. Heute haben wir Ein Punkt. Aber ich Und das ist mein Sieg.
Tag Tage Aber
jeden 0:0 Kein bin
70 geschafft. ehrlich. gespielt. Jubel. da.
Der 70. Tag brachte kein Tor, aber Stabilität. Kein Feuerwerk – aber Standhaftigkeit. Und manchmal ist das, was leise passiert, das, was uns am längsten trägt. 9. Februar 2025 – 71. Tag: Ein Tag zuhause – aus freier Entscheidung Nach dem emotionalen Spieltag zuvor – dem 70. Tag, an dem Mainz 05 gegen Augsburg ein torloses, aber kämpferisches 0:0 holte – entschied sich Felix ganz bewusst dazu, den folgenden Tag zuhause zu verbringen. Kein Kurs. Kein Stadion. Kein großer Ausflug. Einfach nur Felix-Zeit. Der Morgen – müde, aber ruhig Felix schlief etwas länger, wachte erst gegen 9:30 Uhr auf. Sein Körper war schwer, aber nicht krank – nur ausgelaugt. 70 Tage voller Ereignisse, Gespräche, Rückschläge und Erfolge – das merkte er jetzt. Er machte sich einen Kamillentee, toastete zwei Scheiben Brot und setzte sich im Schlafanzug ans Fenster. Draußen war es grau, aber trocken. Die Spieler merkten, dass es ein stiller Tag werden würde. Ronaldo trainierte im Wohnzimmer leise, Messi las, Neymar räumte die Küche auf und Suárez bastelte an einem Modellauto. Niemand fragte: „Was machen wir heute?“ Denn alle wussten – heute ist: gar nichts. Der Tag – kleine Aufgaben, keine Erwartungen Felix beschloss, wenigstens ein paar Dinge zu tun: • Er sortierte seine Unterlagen vom VHS-Kurs • Er räumte sein Nachttischkästchen auf
Er wusch seine Mainz-05-Schal mit der Hand Und er schrieb zwei E-Mails, die er schon lange aufgeschoben hatte Alles in seinem Ohne Ohne Ablenkung. • •
Tempo. Druck.
Kurzer Moment mit Neymar Am Nachmittag setzte sich Neymar kurz zu ihm. Er fragte nicht viel – er war einfach da. Nach ein paar Minuten sagte er: „Weißt du… Wenn ein Held 70 Tage kämpft, darf er am 71. mal die Rüstung ablegen.“ Felix lächelte. „Und morgen wieder anziehen?“ „Wenn du willst. Oder übermorgen. Aber heute… reicht’s, dass du atmest.“ Der Abend – mit sich im Reinen Zum Abendessen machte Felix sich einfache Maultaschen mit Brühe. Die Mutter kam später von der Arbeit und sah, wie ruhig er war. „Alles okay bei dir?“ Felix nickte. „Ich hab heute nichts gemacht. Aber ich glaub, das war genau richtig.“ Sie setzte sich zu ihm, ohne Worte. Und sie verstanden sich – in dieser Stille. Eintrag im Notizbuch 9. Februar Ich Zuhause. In meinem Nicht laut. Aber Und manchmal ist das alles, was zählt.
– war Körper.
Tag In Nicht
71 da. Kopf. produktiv. vollständig.
Der 71. Tag war ein stilles Luftholen – nach einer langen Strecke voller Schritte. Kein Rückzug. Keine Pause aus Angst. Sondern ein Zuhause-bleiben aus Kraft. 10. Februar 2025 – 72. Tag: Warten mit Uhrgefühl Der 72. Tag begann für Felix mit einem kleinen Frustmoment. Er hatte bemerkt, dass seine Smartwatch, die er sich erst vor zwei Monaten zu Weihnachten selbst gegönnt hatte, plötzlich nur noch einen Bruchteil des Tages durchhielt. Statt der üblichen zwei Tage Akkulaufzeit – war sie nun nach vier bis fünf Stunden leer. Und das, obwohl er kaum etwas daran verändert hatte. Keine neuen Apps, keine Helligkeitserhöhung. „Etwas stimmt nicht“, sagte er leise, als er die Uhr in der Hand drehte. „Und ich hab zu lang gehofft, es geht von allein weg.“ Der Plan: Reperatur – mit Geduld Gemeinsam mit den vier Spielern – Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez – machte sich Felix am späten Vormittag auf den Weg zum Elektronikladen in der Innenstadt, bei dem er die
Uhr gekauft hatte. Quittung, Garantiekarte und Verpackung hatte er schon am Vorabend zusammengesucht. „Heute bring ich sie weg. Auch wenn ich dafür warten muss“, sagte er entschlossen. Ankunft im Servicezentrum – und die bittere Nachricht Sie kamen um 11:15 Uhr an. Der Kundenbereich war voll. Am Empfang sagte die Mitarbeiterin mit bedauerndem Blick: „Aktuell beträgt die Wartezeit etwa zwei Stunden. Wollen Sie trotzdem bleiben?“ Felix zögerte. Sah zu den Spielern. Messi zuckte mit den Schultern. „Wir haben Zeit. Und du hast Geduld – mehr als du denkst.“ Felix nickte. Sie zogen eine Wartemarke – Nummer 174. Aktuell wurde Nummer 152 aufgerufen. Die Wartezeit – schwer, aber bedeutungsvoll Die ersten zwanzig Minuten vergingen schnell. Sie unterhielten sich, beobachteten Leute. Aber dann wurde es zäh. Felix begann unruhig auf seinem Stuhl zu wippen. Er kontrollierte sein Handy. Dann seine leere Uhr. Dann wieder das Handy. „Ich hasse es zu warten, wenn ich nichts tun kann.“ Neymar beugte sich vor. „Vielleicht musst du nicht tun – sondern einfach nur sein. Und das reicht.“ Sie versuchten sich die Zeit zu vertreiben: • Suárez erzählte eine absurde Geschichte über eine kaputte Kaffeemaschine in Uruguay • Ronaldo erklärte, wie man mit Disziplin auch im Warten Kraft findet • Messi zeichnete mit einem Kugelschreiber Linien auf ein Blatt Papier – still, beruhigend Nach 90 Minuten stand Felix auf, lief im Raum auf und ab. Dann sagte er: **„Ich weiß, dass es nervt. Aber ich bin froh, dass ihr hier seid. Allein hätte ich wahrscheinlich schon aufgegeben.“ Ronaldo nickte. „Deshalb geht man nicht allein.“ Endlich an der Reihe – mit Klarheit Um 13:20 Uhr wurde Felix’ Nummer aufgerufen. Er erklärte ruhig das Problem, zeigte alles vor. Der Techniker hörte geduldig zu und sagte dann: „Das klingt nach einem tiefen Akkuschaden. Wahrscheinlich ein Defekt im Ladechip. Wir schicken sie ein. Dauert etwa 10–14 Tage.“ Felix nickte. „Ist das ein Garantiefall?“ „Ja – Sie zahlen nichts.“ Heimweg – ohne Uhr, aber mit etwas mehr Ruhe Als sie das Geschäft verließen, trug Sein Handgelenk war
die Uhr ungewohnt
mehr. leicht.
Aber sein Schritt war ruhig. „Ich hab sie abgegeben. Weil ich mir das wert bin. Weil ich verdient hab, dass sie funktioniert – so wie ich selbst funktionieren will.“ Messi legte den Arm um seine Schulter. „Und du hast nicht weggeschaut. Nicht verdrängt. Du hast gehandelt. Und das ist Stärke.“ Eintrag am Abend 10. Februar – Ich habe heute nicht viel getan Aber im Warten habe dass meine Geduld Und dass ich wenn mir etwas nicht gut tut – selbst bei kleinen Dingen.
Tag außer ich gewachsen handeln –
72 gewartet. gespürt, ist. darf,
Der 72. Tag brachte keine Heldentat, aber einen stillen Sieg über Passivität. Und manchmal beginnt echte Verantwortung mit dem Mut, sich selbst ernst zu nehmen – sogar bei einer Uhr. 10. Februar 2025 – Abend des 72. Tages: Fleischkäse, Vorrat und ein verdienter Schluck Nach dem langen, geduldigen Nachmittag im Elektronikfachmarkt, in dem Felix seine defekte Smartwatch zur Reparatur gebracht hatte, war der Tag noch nicht ganz vorbei. Im Gegenteil – am Abend wartete noch eine ganz andere Art von Mission auf ihn: Wocheneinkauf. Und dieses Mal sollte es nicht nur Brot und Butter sein. Felix hatte etwas ganz Bestimmtes im Sinn – und diesmal wollte er sicherstellen, dass er bekommt, was er sich vornahm. Zurück in den Supermarkt – dieses Mal mit klarer Absicht Gegen 18:45 Uhr, kurz bevor die Geschäfte schließen würden, machte sich Felix mit Neymar und Suárez auf den Weg in den Supermarkt. Messi und Ronaldo blieben zuhause – Messi kochte Reis, Ronaldo wollte nach dem Training duschen. Felix sagte unterwegs: „Ich hab heute Geduld bewiesen. Jetzt belohn ich mich selbst. Und wenn alles klappt – gibt’s Fleischkäse. Diesmal ohne Drama.“ Neymar grinste. „Deal. Und wenn wieder keiner da ist – dann übernehmen wir die Wurstabteilung.“ Im Supermarkt – Treffer ins Herz (und in den Hunger) Als sie die Frischetheke erreichten, geschah es: Dampfender Fleischkäse. In dicken Scheiben. Frisch gebacken. Felix’ Augen glänzten. „Genau so hab ich ihn mir vorgestellt.“ Er bestellte zwei Scheiben für zuhause – plus drei frische Brötchen. Dazu wanderten in den Wagen: • Zwei Sorten Würstchen (Rinds- und Geflügelwurst) • Butter, Käse, Gurken
Eier, Nudeln, Milch Müsli und Honig Zwei Flaschen Saft Eine Tüte Chips Und – zwei Dosen Bier, für später Suárez schnappte sich noch eine Packung Schokocroissants für das Frühstück. Neymar flüsterte: „Falls du wieder 15 Minuten auf den Bus wartest, brauchst du was Süßes.“ Felix grinste. „Ich warte ab jetzt nicht mehr – ich plane.“ • • • • •
Zuhause – Abendbrot mit Geschmack und Stolz Wieder daheim deckten sie gemeinsam den Tisch. Der Fleischkäse wurde kurz in der Pfanne angebraten, die Brötchen aufgeschnitten, ein paar Gurkenscheiben dazu. Einfach. Herzhaft. Und genau das, was Felix heute verdient hatte. Nach dem Essen setzten sie sich auf den Balkon, dick eingepackt in Decken. Die Stadt war still. Die Lichter leuchteten weich durch den Dunst. Sie öffneten die beiden Bierdosen. Felix hob seine an. „Auf den Tag. Auf die Uhr. Auf den Fleischkäse.“ Suárez lachte. „Und auf Geduld, die sich lohnt.“ Sie stießen an. Eintrag im Notizbuch – ganz am Schluss 10. Februar – Ich hab heute Und danach Ohne Zwang. Ich habe gegessen, Gekauft, was Und getrunken, was mir schmeckt. Und das weil ich mir selbst vertraut hab.
Tag Dinge mich Ohne was ich
(Abend) geregelt. versorgt. Verzicht. wollte. brauchte. alles,
Der Abend des 72. Tages war kein Fest – aber ein Moment echter Selbstfürsorge. Mit Brötchen, Bier, und dem guten Gefühl: Ich kann für mich sorgen. Und das reicht. 11. Februar 2025 – 73. Tag: Vergessene Einkäufe und virtuelle Schlachten Der 73. Tag begann für Felix ruhig, fast schon unauffällig. Kein wichtiger Termin, kein dringender Arztbesuch, keine große Begegnung. Und doch wurde dieser Tag zu einem dieser „stillen Klassiker“ – ein Tag, der zwar keine Schlagzeilen verdient, aber im Herzen bleibt.
Denn an diesem Tag ging es um Ordnung schaffen und gemeinsam lachen.
Vormittag – ein leerer Kühlschrank, der es nicht sein sollte Felix wachte gegen 9 Uhr auf, frühstückte wie gewohnt, setzte sich dann mit Neymar auf die Couch. Als sie sich später den Einkaufszettel vom Vortag nochmal ansahen, stutzte Felix: „Verdammt... wir haben die Eier vergessen. Und auch die Butter. Und den Tee! Und – ich hab nichts zum Abendessen für morgen…“ Neymar sah ihn an. „Ich dachte, gestern war der große Einkauf?“ Felix seufzte. „War es auch. Aber offenbar nicht groß genug.“ Messi kam dazu, hörte mit und fragte trocken: „Und wann hast du’s gemerkt?“ „Gerade eben – als ich ein Omelett machen wollte und keine Eier da waren.“ Suárez grinste. „Dann weißt du, was jetzt kommt: Runde Zwei. Auf zum Markt.“ Der Weg zum Supermarkt – locker, wach, motiviert Gegen 11:00 Uhr machte sich Felix mit Neymar, Messi und Suárez erneut auf den Weg. Ronaldo blieb daheim – er hatte sich in ein Online-Buch über Ernährung und Muskelregeneration vertieft. Auf dem Weg sagte Felix: „Früher hätte ich mich geärgert. Heute ist’s mir fast egal. Ich krieg’s halt nicht immer hin. Aber ich kann’s nachholen.“ Messi nickte. „Du übernimmst Verantwortung – und das ist der eigentliche Fortschritt.“ Im Supermarkt – mit Humor und Überblick Diesmal hatte Felix den Zettel mit der Überschrift: „Das haben wir gestern VERGESSEN!“ Er las laut vor, während sie durch die Gänge gingen: • Eier – diesmal 10er-Pack! • Butter – ungesalzen UND gesalzen (weil die Mutter beides wollte) • Schwarzer Tee – English Breakfast • Nudeln – weil immer gut • Frische Petersilie – für das Mittagessen • Tiefkühlpizza – für Notfälle • Salzstangen – weil Suárez sie liebt Suárez grinste und steckte direkt zwei Packungen ein. „Wenn schon, denn schon.“ An der Kasse sagte Felix laut zu der Kassiererin: „Heute sind wir besser vorbereitet. Gestern war nur das Aufwärmen.“ Sie lachte. „Das ist mal ein Plan.“ Mittagessen und Auspacken – mit Struktur Zuhause angekommen, verteilten sie alles. Felix beschriftete die Butter im Kühlschrank mit einem Filzstift: • „Für Mama“ • „Für mich“ Die Eier wurden gleich in eine saubere Schale umgefüllt, der Tee wanderte in die Box, und Messi legte die Nudeln ordentlich ins Vorratsregal.
„Wie in einer Felix grinste. „Nur mit Weltstars.“
Nachmittag – FIFA-Zeit: Jetzt wird gespielt Gegen 16 Uhr, nachdem alles verstaut war, kam Ronaldo aus seinem Zimmer. „Und? Bereit für eine Runde FIFA?“ Felix nickte. „Aber nicht nur eine. Heute mach ich euch fertig. Ich bin der Trainer, ihr seid die Spieler.“ Sie bauten die PS5 auf, legten das aktuelle FIFA ein und starteten ein Turniermodus: • Felix spielte mit Mainz 05 • Ronaldo nahm Real Madrid • Neymar wählte Paris Saint-Germain • Messi natürlich Argentinien • Suárez überraschte mit Grêmio Porto Alegre Das Turnier – Emotionen, Spannung, Gelächter Im Wohnzimmer flogen die Emotionen: • Ronaldo verschoss in der 89. Minute einen Elfmeter • Messi traf per Fallrückzieher • Neymar machte zwei Hacken-Tore und prahlte, als wäre es WM-Finale • Suárez grummelte, weil der Controller „nicht richtig funktioniert“ • Felix jubelte, als er im Halbfinale Ronaldo aus dem Spiel warf – mit einem 2:1 durch Burkardt in der Nachspielzeit „SO fühlt sich Europa League an!“, rief Felix lachend. Im Finale standen Felix’ Mainz und Messis Argentinien. Es ging ins Elfmeterschießen. Und dann – Parade von Zentner, Tor von Lee – Sieg für Mainz! Die Spieler klatschten laut. Felix sprang auf, riss die Arme hoch. „ICH BIN TRAINER DES JAHRES! Holt mir den Vertrag!“ Abendstimmung – zufrieden und leicht Als der Tag langsam zu Ende ging, saßen sie gemeinsam auf dem Sofa. Die Controller lagen verstreut, leere Teetassen auf dem Tisch, das Licht war warm. Felix seufzte zufrieden. „Einkaufen, Ordnung schaffen, lachen und gewinnen. Was will man mehr an einem Montag?“ Messi antwortete: „Vielleicht: nochmal so einen Tag.“ Eintrag im Notizbuch 11. Februar Heute Aber Ich hab korrigiert, und gefeiert, Ordnung Zocken. Lachen. Und nicht mehr an mir zweifeln.
– war nicht was ich was
Tag vergessen ich
73 einfach. langweilig. hab – kann: schaffen.
Der 73. Tag war kein Abenteuer – aber ein Stück gelebte Normalität. Und manchmal ist genau das die schönste Form von Glück. 12. & 13. Februar 2025 – Tag 74 & 75: Technik, Hähnchen und ein letzter Besuch voller Gefühl Tag 74 – 12. Februar 2025: Elektronik und knuspriger Abschied Am 74. Tag hatte Felix einen festen Plan. Nach dem erfolgreichen FIFA-Turnier am Vortag und der strukturierten Nachholung seiner Einkäufe wollte er sich nun einem weiteren Thema widmen, das ihn seit Tagen beschäftigte: „Wenn meine Uhr schon in Reparatur ist, kann ich mir wenigstens ansehen, was es sonst so an Technik gibt.“ Vormittag – Abfahrt zu MediaMarkt Gegen 10:30 Uhr machte er sich mit Neymar, Suárez und Ronaldo auf den Weg in den MediaMarkt. Messi hatte sich an diesem Morgen einen stillen Tag verordnet. Felix hatte keine Einkaufsliste, nur Neugier. „Ich will einfach schauen. Nicht kaufen. Vielleicht ein bisschen träumen.“ Im Markt angekommen, durchstreiften sie zunächst die Smartwatch- und Handyabteilung. Felix probierte verschiedene Modelle an, ließ sich beraten, stellte Fragen. Doch er blieb standhaft: „Ich warte, bis meine Uhr zurück ist. Ich will nicht vorschnell tauschen.“ Sie schauten sich auch Bluetooth-Lautsprecher, Gaming-Zubehör und eine neue Espressomaschine an. Ronaldo war begeistert. „Die da nimmt deine Stimme wahr. Sie spricht mit dir.“ Felix lachte: „Ich will keinen Thermobecher mit Persönlichkeit.“ Am Abend – Hähnchen, warm und würzig Zurück zuhause gegen 18 Uhr roch es schon köstlich. Messi hatte gemeinsam mit Felix’ Vater im Backofen zwei große, gewürzte Hähnchen vorbereitet – knusprig, mit Kartoffelspalten, Ofengemüse und Rosmarin. Die Stimmung war gelöst. Beim Essen erzählte Felix von den Geräten im MediaMarkt, Ronaldo philosophierte über Küchentechnik und Neymar schwärmte von dem Gewürz, das Felix’ Vater auf das Fleisch gestreut hatte. Nach dem Essen saßen sie noch lange am Tisch. Felix sagte leise: „Ich glaub, ich hatte lange keinen so normalen Tag, der sich trotzdem besonders anfühlte.“ Tag 75 – 13. Februar 2025: Ein letzter Besuch im Tierheim Am nächsten Morgen, dem 75. Tag, war Felix früh wach. Heute stand etwas auf dem Plan, das ihm besonders am Herzen lag: Der letzte gemeinsame Besuch im Tierheim mit seiner langjährigen Assistentin. Vormittag – Fahrt mit gemischten Gefühlen Sie trafen sich gegen 9:30 Uhr. Es war kühl draußen, ein grauer Himmel legte sich über Mainz. Felix hatte einen Beutel mitgebracht: Katzenleckerlis, eine alte Stoffmaus, und ein kleines
Herz aus Pappe, „Danke für die Besuche – Felix.“ Die Spieler fuhren „Das ist euer Moment“, hatte Suárez gesagt.
stand: mit.
Im Tierheim – ein letzter stiller Rundgang Sie wurden herzlich begrüßt. Eine Mitarbeiterin führte sie zu den Katzen, wie jedes Mal. Viele Tiere erkannten ihn sofort – einige sprangen an das Gitter, andere rollten sich schnurrend auf dem Boden. Felix ging von Box zu Box, streichelte, sprach, lächelte. Doch heute war anders. Denn er wusste: Das ist das letzte Mal, dass er diese Tiere mit ihr zusammen sieht. In einem der Räume setzte er sich auf den Boden, eine graugetigerte Katze legte sich auf seinen Schoß. Seine Assistentin saß still daneben. „Ich werd dich vermissen“, sagte Felix leise. Sie nickte. „Ich dich auch.“ Dann fügte sie hinzu: „Aber ich geh nicht ganz. Ich bleib irgendwie… an deiner Seite. Du wirst das spüren.“ Beim Abschied – keine großen Worte, aber viel Gefühl Als sie das Tierheim verließen, reichte Felix ihr den kleinen Beutel mit dem Herz. Sie umarmten sich – zum ersten Mal in all den Monaten. Kein großes Drama. Nur echte Nähe. Eintrag im Notizbuch – Zwei besondere Tage 12. Februar – Heute habe ich Aber mir erlaubt Und das Hähnchen war perfekt. 13. Februar – Heute war Kein lauter. Aber ein Ich habe mich bedankt – bei Und auch bei mir.
Tag nichts zu
74 gekauft. schauen.
75 Abschied. plötzlicher. echter. den Tieren.
Tag 74 und 75 waren nicht laut, nicht spektakulär. Aber sie waren voller Wärme, Verbindung, und dem leisen Wissen, dass manche Abschiede keine Trennungen sind – sondern Übergänge. 14. Februar 2025 – 76. Tag: Ein pünktlicher Start und ein verdientes Mahl Der 76. Tag begann mit einer besonderen Mischung aus Aufregung und Konzentration. Felix hatte in den letzten Wochen vieles gelernt – über sich selbst, über Geduld, über Verantwortung. Doch eine Sache hatte er noch nicht ganz geschafft: pünktlich zum Kursbeginn bei der Volkshochschule zu erscheinen und dabei alle Unterlagen dabei zu haben.
Heute sollte Heute wollte er es endlich ganz schaffen.
Früher Morgen – mit Struktur und innerer Ruhe Felix stand um 6:30 Uhr auf – ungewöhnlich früh für ihn. Aber er hatte sich am Abend vorher alles bereitgelegt: • Tasche gepackt • Kleidung rausgelegt • Frühstück geplant • Wecker auf zwei verschiedene Zeiten gestellt Im Badezimmer sagte er beim Zähneputzen zu sich selbst: „Heute kein Stress. Kein Rennen. Kein zu spät.“ Um 7:25 Uhr war er fertig, frühstückte ruhig, ohne Hektik. Seine Mutter lächelte. „Du wirkst heute… vorbereitet.“ Felix nickte: „Ich bin es auch.“ Die Abfahrt – mit Teamgeist Gegen 7:45 Uhr trafen sich Felix und die vier Spieler – Ronaldo, Neymar, Messi und Suárez – wie verabredet am Hauseingang. Messi hielt eine Thermoskanne Tee in der Hand. „Für alle Fälle“, sagte er ruhig. Ronaldo checkte die Busverbindung und sagte: „Wenn wir den 8:01er nehmen, sind wir 15 Minuten früher da.“ Felix stieg ein, lächelte – diesmal nicht angespannt, sondern zufrieden. Die Fahrt verlief ruhig. Kein Verkehr, keine Umwege, keine Ablenkungen. Um 8:12 Uhr standen sie vor dem Gebäude der VHS – vollständig, vorbereitet, pünktlich. Im Kurs – ein neuer Eindruck Als sie den Raum betraten, war der Dozent gerade dabei, die Unterlagen auf dem Pult zu sortieren. Er blickte auf. Sah Felix. Sah die Uhr. „Herr Zimmermann, das ist das erste Mal, dass Sie nicht nur pünktlich, sondern vor mir da sind.“ Ein paar Teilnehmende lächelten. Felix wurde leicht rot, aber er grinste. „Heute ist ein guter Tag.“ Er setzte sich an seinen Platz, holte alle Unterlagen raus: • Block • Stifte • Fallbeispiel • Taschenrechner • Wasserflasche Unterricht – mit Fokus und Selbstwert Die Sitzung verlief ruhig, aber intensiv. Felix beteiligte sich sogar zweimal aktiv, fragte bei einer Berechnung nach, erklärte später seinem Sitznachbarn eine Aufgabe, die dieser nicht verstanden hatte.
Die vier Spieler warteten draußen, wie Sie sprachen später mit dem Dozenten, der „Er wird sicherer. Schritt für Und das heutige war kein kleiner Schritt – es war ein Sprung.“
gewohnt. meinte: Schritt.
Mittagessen – Belohnung und Genuss Nach dem Kurs – der um 11:45 Uhr endete – beschloss die Gruppe, gemeinsam essen zu gehen. Sie wählten ein kleines italienisches Bistro in der Nähe. Felix bestellte sich eine Lasagne mit Salat, die Spieler wählten Pizza, Pasta und Salate. Dazu gab es stilles Wasser, für Felix eine Apfelschorle. Während sie auf das Essen warteten, lehnte sich Felix zurück. Er sagte: „Ich war heute pünktlich. Zum ersten Mal richtig. Und ich hab nicht das Gefühl, es war Zufall.“ Neymar antwortete: „Weil du vorbereitet warst. Nicht nur äußerlich – sondern innerlich.“ Suárez hob das Glas. „Auf die Lasagne. Und auf den Mann, der’s geschafft hat.“ Alle stießen an – und Felix lachte laut. Ehrlich, aus tiefstem Herzen. Eintrag im Notizbuch 14. Februar – Ich war heute pünktlich. Nicht gehetzt. Nicht verloren. Ich war da – mit allem, Und mit dem Gefühl, dass ich mich auf mich verlassen kann.
Tag Richtig Nicht was ich
76 pünktlich. spät. brauche.
Der 76. Tag war ein stiller Triumph. Kein Applaus. Keine Medaille. Aber ein innerer Orden: Für Organisation, für Selbstwert, für Durchhalten. Und für eine Lasagne, die sich verdient anfühlte. 15. Februar 2025 – 77. Tag: Ein Abend in der Kneipe – einfach mal raus Der 77. Tag war ruhig. Kein Kurs. Kein großer Plan. Kein Ereignis, das den Tagesablauf bestimmte. Und das war für Felix völlig in Ordnung. Denn manchmal braucht man nach einem Erfolgstag wie dem gestrigen – an dem er zum ersten Mal komplett pünktlich im VHS-Kurs gewesen war – einen Tag zum Loslassen. Der Vormittag – unaufgeregt und frei Felix schlief etwas länger. Er frühstückte in Ruhe, scrollte durch Nachrichten, schrieb ein paar kurze Notizen in sein Heft, aber ohne Druck. Die Spieler hielten sich zurück. Ronaldo machte leises Krafttraining im Wohnzimmer, Neymar las, Messi war mit seiner Mutter einkaufen und Suárez saß am Esstisch mit Kopfhörern.
Gegen Mittag fragte ihn sein Vater beiläufig: „Woll’n wir heute Abend mal in die Kneipe? Just du und ich? Oder vielleicht einer von deinen Jungs mit?“ Felix dachte kurz nach – dann nickte. „Ja. Kein Fußballspiel, kein Anlass. Einfach raus. Einfach da sein.“ Abend – ein Ort, der vertraut ist Um 18:30 Uhr machten sich Felix, sein Vater und Neymar gemeinsam auf den Weg zur kleinen Kneipe um die Ecke. Nicht die große Fußballkneipe mit den Großbildschirmen, sondern die kleine urige Bar, wo man sich kannte, wo alles noch ein bisschen nach Holz roch und die Lichter nicht zu hell waren. Sie setzten sich an ihren Stammplatz, nah an der Wand, direkt unter einem alten Mainz 05Schal, der dort schon seit Jahren hing. Einfach sitzen, einfach reden Felix bestellte sich ein alkoholfreies Bier, Neymar ein Glas Wasser mit Zitrone, der Vater ein klassisches Pils. Sie redeten wenig – aber das war nicht unangenehm. Es war dieses stille Miteinander, das Felix besonders zu schätzen wusste. Ab und zu sprachen sie über belanglose Dinge: • Ein neuer Laden, der bald am Bahnhof eröffnen sollte • Die alte CD-Sammlung vom Vater • Die Frage, warum das Licht in der Kneipe eigentlich immer leicht flackert • Und natürlich, ganz kurz: „Wie läuft’s im Kurs?“ Felix antwortete: „Gestern war ich pünktlich. Komplett. Ohne Stress.“ Der Vater nickte, nahm einen Schluck und sagte: „Dann wird das jetzt deine neue Normalität. Ich glaub an dich.“ Später – auf dem Heimweg Gegen 20:30 Uhr machten sie sich wieder auf den Weg nach Hause. Die Straßen waren ruhig, nur vereinzelt hörte man Musik aus einem geöffneten Fenster. Felix ging zwischen Neymar und seinem Vater, beide ruhig, entspannt, bei sich. „Ich hab heute nichts erreicht. Und trotzdem fühl ich mich gut“, sagte Felix. Neymar antwortete leise: „Weil du gelebt hast. Ohne Ziel. Aber mit Gefühl.“ Eintrag im Notizbuch 15. Februar Heute war Kein Fortschritt. Heute war einfach: Ich. In der Und manchmal ist was ein Tag sein darf. Der Kein aber
Tag Kapitel eine Seite,
kein Kein Kneipe. Mit das ruhig,
77 Meilenstein. Rückschritt. denen, die bleiben. genau das,
weich, unaufgeregt. Ausrufezeichen – „Zuhause“ steht.
Mit Holzbank, Cola-Bier, und dem Gefühl, dass man dazugehört. 16. Februar 2025 – 78. Tag: Kneipenabend, Mainz-Sieg und große Tabellenfreude Nach dem ruhigen Kneipenbesuch mit seinem Vater zwei Tage zuvor, war der 78. Tag für Felix wieder ein richtiger Fußballabend. Ein Spieltag mit Bedeutung. Denn Mainz 05 musste auswärts bei Heidenheim ran – und es ging um viel: Festigung des 6. Platzes und die Hoffnung auf Europa. Schon am Mittag bereitete sich Felix mental auf den Abend vor. Die Stimmung war aufgeladen – aber nicht nervös. „Heute schauen wir nicht nur ein Spiel“, sagte er beim Zähneputzen, „heute holen wir drei Punkte.“ Abend – Aufbruch zur Kneipe mit den vier Spielern Gegen 19:15 Uhr verließ Felix das Haus gemeinsam mit Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez. Sie hatten in ihrer Stammkneipe Plätze reserviert, direkt vorne an der Leinwand, auf halber Höhe zwischen Lautsprecher und Tresen – perfekte Sicht, perfekte Akustik. Die Kneipe war schon gut besucht. Die meisten kannten Felix mittlerweile. Einige grüßten ihn freundlich, andere nickten kurz den Spielern zu, die wie immer dezent, aber präsent auftraten. Felix trug sein rot-weißes Mainz-Trikot, Nummer 10, auf dem Rücken stand: „BURKARDT“ Die gleiche Nummer hatte er beim FIFA-Spiel drei Tage zuvor. Ein Zeichen. Anpfiff – volle Konzentration, volle Hoffnung Die erste Halbzeit begann kampfbetont. Felix saß mit aufrechter Haltung, die Hände verschränkt, die Augen gebannt auf die Leinwand. Messi kaute langsam an einer Salzstange, Ronaldo hatte sein Wasser griffbereit. Und dann kam die 28. Minute: FCH 0:1 M05 – Jonathan Burkardt Felix sprang auf. „BURKARDT! DAS ist mein Mann!“ Die Kneipe tobte – zumindest die rot-weiße Ecke. Neymar klatschte ab, Suárez hob beide Daumen. Der Wirt grinste: „Jetzt geht’s los.“ Zweite Halbzeit – ein weiterer Höhepunkt Kurz nach Wiederanpfiff, 49. FCH 0:2 M05 – Nelson Weiper Felix stand schon, bevor der Ball im „Das war's. Das Ding nehmen wir mit nach Mainz.“ Die vier Spieler feierten verhalten, Ronaldo sagte „Diszipliniert. Effektiv. So spielt man, wenn man Europa will.“ Abpfiff – kollektive Freude
Minute: Netz
ehrlich. trocken:
Als der Schlusspfiff ertönte, stieß Felix mit seinem alkoholfreien Bier an. „Drei Punkte. Kein Gegentor. Und jetzt schaut euch diese Tabelle an!“ Er tippte auf sein Handy, öffnete die aktualisierte Tabelle und zeigte sie den Spielern: Pl. Team Sp. Pkt. 6 Mainz 05 33 51 7 RB Leipzig 33 51 8 Werder Bremen 33 48 „Torverhältnis! Wir stehen VOR Leipzig! Wenn wir das halten… sind wir nächste Saison in Europa dabei!“ Messi sah ihn an. „Und du warst dabei. Bei jedem Spiel. Mit dem Herzen – und mit dem Kopf.“ Rückweg – gelöste Stimmung Auf dem Weg nach Hause war Felix fröhlich, aber nicht überdreht. „Früher hätte ich das Spiel alleine geschaut – oder gar nicht. Jetzt bin ich Teil davon. Teil von allem.“ Neymar antwortete: „Und wenn Mainz weiter so spielt, sehen wir uns bald in Spanien – oder England – im Europapokal.“ Felix lachte. „Ich will nur eins: Dass dieser Verein das kriegt, was er verdient. Und ich? Ich nehm den Weg mit. Bis ganz oben.“ Eintrag im Notizbuch 16. Februar – Burkardt trifft. Weiper trifft. Und In der Kneipe. Mit Kein Rückzug. Kein Nur Stolz. Und der Traum von Europa lebt.
Tag ich meinen
78 da. Leuten. Zögern.
Der 78. Tag war ein Fußballfest – ohne Pyro, aber mit echtem Herz. Und für Felix mehr als nur ein Spiel: Es war ein weiterer Schritt auf seinem eigenen Weg zur Stabilität. Und vielleicht – zur Champions League der Selbstachtung. 17. Februar 2025 – 79. Tag: Ein ruhiger Tag zu Hause – Nachklang eines Sieges Nach dem euphorischen Abend in der Kneipe am Vortag, an dem Felix gemeinsam mit den vier Spielern den souveränen 2:0-Auswärtssieg von Mainz 05 gegen Heidenheim gefeiert hatte, spürte er am 79. Tag deutlich: Sein Akku war leer. Nicht körperlich. Nicht vollständig erschöpft. Aber emotional – das Adrenalin war abgeklungen, die Spannung gewichen. Was blieb, war eine stille Zufriedenheit, gemischt mit dem Wunsch, heute einfach nicht zu viel zu müssen. Der Morgen – langsam, weich, ohne Verpflichtung
Felix wachte ohne Wecker auf. Der erste Blick fiel nicht aufs Handy, sondern an die Decke. Kein Kurs. Kein Termin. Kein Spiel. Er stand auf, machte sich einen Kräutertee und setzte sich mit einem dicken Pullover ans Fenster. Draußen war es grau, aber trocken. Auf dem Fenstersims saß kurz ein Vogel – Felix beobachtete ihn minutenlang. „Du darfst auch einfach sitzen“, flüsterte er. „Ich auch.“ Die Spieler – leise Präsenz Die vier Fußballstars ließen ihm Raum. • Messi las im Wohnzimmer ein Buch über Achtsamkeit. • Suárez kochte sich still Mate-Tee. • Ronaldo dehnte sich auf dem Teppich, Kopfhörer in den Ohren. • Neymar sah sich alte Fotos auf dem Handy an, schickte Felix aber einen Daumenhoch-Emoji – wortlos, aber warm. Niemand drängte. Niemand fragte. Sie wussten: Heute war ein Tag zum Atmen. Der Nachmittag – ein bisschen Ordnung, ein bisschen Gedanken Felix räumte seine Schreibtischschublade auf, sortierte seine Unterlagen vom Kurs, warf leere Zettel weg und fand eine kleine Karte, die ihm seine alte Assistentin einmal heimlich zwischen zwei Blätter geschoben hatte: „Du musst nicht kämpfen, um stark zu sein. Du darfst auch ruhen. Stärke bleibt.“ Er legte die Karte auf seinen Schreibtisch – nicht mehr versteckt, sondern sichtbar. Später schrieb er zwei Zeilen in seine Lernunterlagen, aber mehr war nicht nötig. Sein Ziel für heute war nicht Fortschritt – sondern Bewahrung. Der Abend – mit Tee, Decke und Dankbarkeit Zum Abendessen gab es Gemüsesuppe mit Brot – einfach, wohltuend. Felix setzte sich danach auf das Sofa, wickelte sich in seine Lieblingsdecke und trank einen Kamillentee. Die Spieler setzten sich leise dazu. Es lief keine Musik. Kein Fernsehen. Nur gemeinsame Stille. Felix sagte irgendwann: „Gestern hab ich gejubelt. Heute atme ich. Und beides gehört zu mir.“ Eintrag im Notizbuch 17. Februar – Tag 79 Ich war nicht draußen. Ich war nicht laut. Aber ich war präsent. Ich hab gespürt, wie es ist, einfach zu sein – ohne Aufgabe, ohne Ziel, ohne Kampf. Und das war nicht nichts. Das war alles, was ich heute brauchte.
Der 79. Tag war kein Meilenstein – aber ein Moment der Erdung. Ein Tag zwischen Sieg und Bewegung. Ein Tag, der zeigte: Nicht jeder Schritt muss nach vorn gehen. Manche dürfen einfach stehen bleiben. 18. Februar 2025 – 80. Tag: Kneipenzeit mit der Ersatzoma und ein Schritt in Richtung Verantwortung Der 80. Tag begann unspektakulär – aber mit einem inneren Entschluss. Felix hatte die letzten Tage reflektiert: • Den Höhenflug des Mainz-Spiels • Die Ruhe danach • Und das wachsende Gefühl, nicht nur emotional, sondern auch praktisch für sich sorgen zu wollen. „Heute erledige ich etwas Wichtiges“, sagte er zu sich selbst beim Frühstück. „Und dann gönn ich mir einen Moment mit der, die immer für mich da war – der Ersatzoma.“ Der Vormittag – Planung und Vorbereitung Nach dem Frühstück setzte sich Felix an den Küchentisch. Er nahm sich vor, eine längst überfällige Überweisung zu tätigen – eine Rückzahlung, die mit einer alten Bestellung zu tun hatte, die er zunächst vergessen und dann lange vor sich hergeschoben hatte. Mit Hilfe von Neymar ging er nochmal alles durch: • Betrag • Verwendungszweck • IBAN und Name • TAN-Liste Felix zögerte kurz. Dann atmete er durch – und klickte „Überweisen“. Ein unscheinbarer Klick – und doch so bedeutend. „Ich hab’s erledigt. Und das fühlt sich gut an.“ Der Nachmittag – ein Treffen mit Herz Gegen 16:30 Uhr traf sich Felix mit seiner Ersatzoma, wie sie liebevoll genannt wurde. Eine ältere Dame aus der Nachbarschaft, die ihn seit Jahren kannte, ihm half, ihm zuhörte – und ihm oft mehr gab als mancher Verwandter. Sie verabredeten sich in einer kleinen, gemütlichen Kneipe, nicht weit von der Altstadt entfernt. Kein Fußballkneipenlärm, keine Monitore – ein Ort mit dunklem Holz, alten Gläsern und Geschichten, die in der Luft hingen. In der Kneipe – Gespräche mit Tiefe Felix bestellte sich eine Apfelschorle, die Ersatzoma einen Rotwein klein. Sie saßen in der Ecke, direkt unter einem Bild mit dem Titel „Mainz 1954“. Nach dem ersten Schluck sagte Felix: „Ich hab heute was überwiesen. Was Altes. Was, das ich lange ignoriert hab.“ Die Ersatzoma lächelte. „Du überweist nicht nur Geld, mein Junge – du überweist auch Verantwortung. Du zeigst dir selbst, dass du's kannst.“
Sie redeten über alte Zeiten, über das Wetter, über Fußball – aber irgendwann auch über das, was sie miteinander verband: Zuneigung ohne Bedingungen. Felix fragte leise: „Darf ich dich eigentlich wirklich Ersatzoma nennen?“ Sie nickte. „Du darfst mich nennen, wie du willst. Aber 'Ersatz' bist du für mich nie gewesen – du warst immer ein Geschenk.“ Auf dem Heimweg – eine stille Dankbarkeit Felix begleitete sie noch zur Bushaltestelle. Sie drückte seine Hand, sah ihn an. „Du wächst. Nicht, weil du größer wirst – sondern weil du mehr trägst.“ Er schaute ihr nach, als sie einstieg – und dann lief er langsam zurück, die Apfelschorle noch im Bauch, das warme Gefühl im Herzen. Eintrag im Notizbuch 18. Februar – Ich hab heute Geld. Verantwortung. Ich hab mit der Frau gesprochen, wenn ich mich nicht Und ich hab gespürt, selbst groß werden wenn man sie bewusst geht.
mich zeigen dass
80 überwiesen. Vertrauen. sieht – will. Schritte, kleine, können,
Der 80. Tag war kein neuer Anfang – aber ein stiller Beweis, dass Felix nicht nur träumt, sondern handelt. Mit Herz. Mit Verstand. Und mit einem Platz an der Seite von Menschen, die bleiben. 19. Februar 2025 – 81. Tag: Die neue Assistentin – ein vorsichtiger Neuanfang Der 81. Tag war einer, den Felix mit gemischten Gefühlen erwartete. Denn heute war es soweit: Die neue Assistentin, die seine langjährige Begleitung vorübergehend ersetzen sollte, würde zum ersten Mal erscheinen. Die alte Assistentin hatte es ihm sanft angekündigt, hatte erklärt, dass sie die Auswahl mit getroffen und auf einiges geachtet hatte: • Zuverlässigkeit • Ruhe im Umgang mit Reizüberflutung • Verständnis für autistische Bedürfnisse • Und: Sie mag Fußball – was für Felix fast schon ein eigenes Auswahlkriterium war Der Morgen – nervöses Warten Felix frühstückte kaum. Der Tee wurde kalt, der Toast halb gegessen. Er lief mehrmals zwischen Küche und Wohnzimmer hin und her, kontrollierte die Uhr, ging dann wieder zurück.
„Was ist, wenn sie komisch ist? Was ist, wenn sie mich behandelt wie ein Kind? Was ist, wenn... ich sie nicht will?“ Ronaldo, der auf dem Sofa saß und Zeitung las, sagte ruhig: „Du musst heute nichts entscheiden. Nur zulassen. Begegnung ist kein Vertrag.“ Messi nickte. „Du darfst vorsichtig sein – aber du darfst auch hoffen.“ 10:00 Uhr – die Tür klingelt Felix stand wie erstarrt im Flur, als es klingelte. Neymar öffnete. Davor stand eine etwa 30-jährige Frau mit einem freundlichen, ruhigen Lächeln. Mittellange dunkle Haare, Brille, dezente Kleidung, kein aufgesetztes Verhalten. „Hallo, ich bin Jule. Ich freue mich sehr, dich kennenzulernen.“ Sie streckte Felix nicht gleich die Hand entgegen, sondern wartete auf sein Signal. Felix nickte zögernd. „Ich bin Felix… das sind Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez. Aber die bleiben heute im Hintergrund.“ Jule lächelte: „Gut zu wissen. Ich bin sehr leise, wenn ich neu bin. Und du darfst alles entscheiden, was heute passiert.“ Das erste Gespräch – Respektvoll und offen Sie setzten sich in die Küche. Felix erklärte ruhig, was ihm wichtig war: • Dass er nicht gedrängt werden will • Dass Ruhe und Übersicht ihm helfen • Dass er manchmal Fragen nicht sofort beantworten kann • Dass er Fußball liebt, aber nicht nur das Jule hörte einfach zu. Sie machte sich keine Notizen, unterbrach nicht, fragte erst, als Felix selbst ins Stocken kam. Dann sagte sie leise: „Ich will nicht dein Leben managen. Ich will mit dir Wege gehen, wenn du willst.“ Die Spieler – Beobachtung aus der Distanz Die vier Fußballstars hatten sich bewusst zurückgehalten. Aber nach dem Gespräch saßen sie mit Felix zusammen. Suárez fragte als Erster: „Und? Wie war’s?“ Felix zuckte mit den Schultern – ein zögerndes Lächeln. „Nicht schlecht. Besser, als ich dachte.“ Messi sagte: „Sie ist ruhig. Sie will nichts beweisen – das ist gut.“ Ronaldo nickte. „Aber entscheidend ist nicht der erste Eindruck – sondern ob sie bleibt, auch wenn’s nicht glattläuft.“ Felix sah aus dem Fenster. „Ich glaub, ich kann’s versuchen.“ Am Nachmittag – erste gemeinsame Aufgabe
Jule schlug vor, einmal gemeinsam zu überprüfen, was in der Woche noch an Terminen ansteht. Nicht mehr – keine Regeln, keine Strukturen – nur schauen. Felix erlaubte es. Sie setzten sich an seinen Kalender. Er schrieb langsam, Jule fragte nur, wenn er es wollte. Abendlicher Eintrag im Notizbuch 19. Februar Heute habe ich Und nicht Ich habe meine und jemand hat sie nicht bewertet. Vielleicht wird Vielleicht Aber heute Und das ist mehr als genug.
– jemanden sofort Welt
81 getroffen. weggestoßen. gezeigt –
bleiben. nicht. möglich.
Der 81. Tag war kein Neuanfang mit Feuerwerk – sondern eine vorsichtige Tür, die geöffnet wurde. Ein stiller Schritt in eine Zukunft, die noch nicht sicher ist – aber nicht mehr ganz fremd. 19. Februar 2025 – Abend des 81. Tages: McDonald's, Pommes und ein vertrautes Gefühl Nach dem spannenden und gefühlvollen Vormittag, an dem Felix zum ersten Mal die neue Assistentin Jule kennengelernt hatte, war der Rest des Tages ruhig und unaufgeregt verlaufen. Felix hatte das Gespräch mit ihr gut verarbeitet, war aber innerlich noch etwas angespannt – so wie immer, wenn sich in seinem Leben neue Dynamiken auftaten. Gegen Abend spürte er dann: „Ich brauch was Vertrautes. Etwas, das nicht neu ist, sondern bekannt. Etwas, das nicht erklärt werden muss.“ Er stand auf, ging ins Wohnzimmer und sah die vier Spieler dort sitzen – Neymar auf dem Teppich, Suárez in seinem typischen Schneidersitz, Messi mit dem Rücken an der Heizung, Ronaldo gerade beim Stretching. Felix sagte leise: „Gehen wir zu McDonald's?“ Reaktion – sofortige Bereitschaft Alle vier blickten auf – fast gleichzeitig. Suárez sprang direkt auf. „Sag das nicht zweimal!“ Messi grinste. „Du willst den doppelten Chickenburger, stimmts?“ Felix nickte. Ronaldo nahm sofort seine Jacke. „Solange du keinen Milchshake holst. Der Zucker bringt dein Energielevel durcheinander.“ Felix antwortete trocken: „Nur, wenn du mir vorher dein Pommes gibst.“
Neymar „Lasst uns einfach gehen. Es wird ein schöner Abend.“
Ankunft – Lichter, Ketchup, Gemeinschaft Sie kamen gegen 19:00 Uhr in der nahegelegenen McDonald’s-Filiale an. Es war belebt, aber nicht voll. Felix suchte sich seinen Lieblingsplatz – Ecke rechts hinten, am Fenster mit Blick auf den Parkplatz. Die Bestellung: • Felix: Doppel-Chicken-Burger, große Pommes, Apfelschorle • Messi: Filet-o-Fish und Salat • Neymar: Big Mac Menü mit Cola Zero • Suárez: 20 Chicken McNuggets mit drei Dips • Ronaldo: Wrap und Wasser – selbstverständlich Das Gespräch am Tisch – nicht tief, aber echt Sie redeten nicht über Therapie, nicht über Verantwortung. Nur über das, was gerade auf dem Tisch lag – über Pommes, Dips, über das absurde Verpackungsdesign und die Frage, warum McFlurryMaschinen so oft „außer Betrieb“ sind. „Manchmal ist das Leben wie ein McFlurry“, sagte Neymar. „Versprochen. Aber nie ganz verfügbar.“ Felix lachte. „Dafür schmecken die Pommes immer gleich.“ „Und manchmal ist das alles, was man braucht“, fügte Messi hinzu. Der Moment, in dem es still wurde Gegen Ende des Essens lehnte sich Felix zurück, die Hände auf dem Bauch. Er sah durch die Fensterscheibe, draußen zogen Autos vorbei. Dann sagte er leise: „Ich glaube, Jule ist okay.“ Alle schauten auf. „Ich weiß nicht, ob’s perfekt wird. Aber ich hatte heute keine Angst, ich selbst zu sein. Und das ist selten.“ Ronaldo nickte. „Du musst nicht sofort vertrauen. Du musst nur nicht wegrennen.“ Felix sah ihn an. „Ich bleib. Auch wenn’s schwer wird.“ Heimweg – leicht und friedlich Sie verließen das McDonald’s, liefen nebeneinander her durch die kühle Luft. Keiner redete. Aber keiner war allein. Eintrag im Notizbuch 19. Februar – Ich war Mit denen, Und ich hab nicht, weil sondern weil ich’s mir wert war.
(Abend) McDonald's. bleiben. gegessen – musste,
Und vielleicht ist das der dass Neues und Vertrautes nebeneinander bestehen dürfen.
Der Abend des 81. Tages war salzig, fettig, laut – aber auch warm, verbunden, echt. Manchmal braucht es kein großes Gespräch – nur ein Burger, vier Freunde und das Wissen: Heute war ich nicht allein. 20. Februar 2025 – 82. Tag: Die Rückkehr der Uhr und ein Ritual in Fleischkäse Der 82. Tag begann mit einer Mischung aus freudiger Erwartung und vorsichtiger Hoffnung. Denn heute sollte Felix endlich seine reparierte Smartwatch wieder abholen – die Uhr, die er sich selbst zu Weihnachten geschenkt hatte, die dann aber schon nach wenigen Wochen den Geist aufgab. „Heute kommt sie zurück – und diesmal hält sie durch.“ Der Morgen – Vorbereitung auf den Rückweg der Zeit Schon am frühen Morgen war Felix hellwach. Er frühstückte konzentriert, überprüfte zur Sicherheit dreimal die Quittung und die Serviceauftragsnummer, legte sein kleines Etui mit dem Uhr-Armband zurecht und zog sich seinen Lieblingspulli über. Messi, Neymar, Ronaldo und Suárez warteten bereits im Flur. „Bereit?“, fragte Suárez. Felix nickte. „Lasst uns meine Zeit zurückholen.“ MediaMarkt – ein vertrauter Ort Gegen 11:00 Uhr kamen sie beim MediaMarkt an. Felix ging direkt zum Serviceschalter. Die Mitarbeiterin lächelte: „Ah, Herr Zimmermann – Ihre Uhr ist zurück. Akku getauscht, Ladechip ebenfalls überprüft. Sie ist wieder voll funktionsfähig.“ Sie reichte ihm eine kleine, schlichte Box. Felix öffnete sie behutsam – und da war sie: Sein treuer, kleiner Begleiter. Aufgeladen, glänzend, bereit. „Ich hab dich vermisst“, murmelte Felix. Die vier Spieler standen daneben. Neymar sagte feierlich: „Willkommen zurück im Team.“ Nächster Halt – Fleischkäse, das Ritual Nach dem erfolgreichen Abholen der Uhr beschloss Felix: „Wenn etwas wieder funktioniert, dann feiert man das mit Fleischkäse.“ Also machten sie sich auf den Weg zu ihrer Lieblingsmetzgerei. Der Duft wehte ihnen schon beim Eingang entgegen. • Felix bestellte zwei Scheiben frischen Fleischkäse, • drei Laugenbrötchen,
und etwas süßen Senf. Die anderen holten sich ebenfalls kleine Leckereien – aber für Felix war es heute mehr als ein Imbiss. Es war ein Ritual. Sie setzten sich draußen auf eine Bank in der Wintersonne, teilten Brötchen und Lächeln. „Manchmal ist der beste Moment einer, der einfach nur schmeckt“, sagte Felix. •
Der Abend – Technik trifft Ordnung Wieder zuhause angekommen, legte Felix sich an den Schreibtisch, schaltete seine Uhr ein und begann mit der Neueinrichtung. • WLAN verbinden • Uhrzeit einstellen • Kalender synchronisieren • Schrittzähler aktivieren • Zifferblatt auswählen Messi setzte sich daneben, beobachtete ihn still. „Du machst das sehr genau.“ Felix nickte. „Wenn etwas zurückkommt, will ich ihm zeigen, dass ich’s ernst meine.“ Als die Uhr schließlich vollständig einsatzbereit war, legte er sie sich an. „So. Jetzt bist du wieder Teil meines Alltags.“ Er hob den Arm, aktivierte das Display – und lächelte. Eintrag im Notizbuch 20. Februar – Meine Uhr ist Und ich hab sie neu so wie ich mich selbst manchmal wenn ich spüre, dass ich aus dem Takt geraten bin. Und dann war da Wie ein kleines Denkmal für die einfach funktionieren dürfen.
Tag eingestellt einstellen die
82 zurück. – muss,
Fleischkäse. Dinge,
Der 82. Tag war mehr als nur ein Techniktag – er war ein Tag der Wiederherstellung. Der Rückkehr eines Gegenstands, der ein Stück Ordnung symbolisiert. Und der Beweis, dass etwas, das einmal kaputt war, wieder seinen Platz finden kann – wenn man ihm Zeit gibt. 21. Februar 2025 – 83. Tag: Pünktlich, konzentriert – und belohnt mit Burger und Bier Nach dem emotionalen Uhrentag zuvor, an dem Felix endlich seine reparierte Smartwatch abgeholt und wieder eingerichtet hatte, begann der 83. Tag mit einer neuen Form von innerer Klarheit.
Die Uhr saß am Handgelenk, der Kalender war aktualisiert, die Erinnerung für den VHS-Kurs stand. Und Felix spürte: „Heute kommt es drauf an – nicht, ob ich gut bin, sondern ob ich mich selbst ernst nehme.“ Morgen – Struktur bringt Ruhe Felix stand pünktlich um 6:45 Uhr auf. Er frühstückte in Ruhe, trank einen Kräutertee, überprüfte seine Unterlagen: • Aktueller Fall • Gesetzbuch-Kopie • Block und zwei Stifte • Taschenrechner • Wasserflasche Gegen 7:45 Uhr traf er sich mit Ronaldo, der ihn heute zum Kurs begleiten wollte. Sie fuhren gemeinsam mit der Straßenbahn – ruhig, konzentriert, ohne Zeitdruck. Um 8:10 Uhr waren sie bereits am Gebäude der VHS. Felix lächelte: „Zehn Minuten vorher. Ich werd langsam Profi.“ Ronaldo grinste. „Du bist pünktlich – nicht, weil du dich beeilst, sondern weil du vorbereitet bist. Das ist der Unterschied.“ Im Kurs – Fortschritt auf Papier Im Unterricht setzte sich Felix wie immer auf seinen festen Platz. Er legte alles bereit, sagte dem Dozenten freundlich „Guten Morgen“ und begann dann – ohne zu zögern – mit der Bearbeitung seines aktuellen Falles. Der heutige Fall drehte sich um eine fiktive Buchung in der Finanzbuchhaltung mit einem ungewöhnlichen Zahlungseingang, der auf zwei Konten verteilt werden musste. Felix arbeitete konzentriert. Er rechnete, korrigierte, fragte zweimal höflich nach – und schaffte es, die Aufgabe selbstständig und vollständig zu lösen. Der Dozent nickte ihm anerkennend zu. „Sehr gut, Herr Zimmermann. Heute sieht man: Sie kommen an.“ Felix lächelte kurz. „Ich will verstehen, was ich tue. Nicht nur irgendwas abgeben.“ Nach dem Kurs – der vertraute Hunger ruft Nach dem Unterricht, gegen 11:50 Uhr, drehte sich Felix zu Ronaldo: „Ich brauch was Warmes. Irgendwas mit Soße. Und Pommes.“ Ronaldo lachte. „Das klingt nach McDonald's.“ Und so machten sie sich erneut – wie an vertrauten Tagen – auf den Weg zur Filiale in der Nähe. Diesmal bestellte Felix: • McChicken • große Pommes • Apfelschorle • und – eine Dose Bier für später, die er sich im Kiosk nebenan kaufte
Ronaldo holte sich einen Salat „Alibi-Gesundheit“, meinte Felix lachend.
Mineralwasser.
Gemeinsames Essen – und ein Moment zum Innehalten Sie setzten sich ans Fenster. Die Sonne schien schwach auf das Tablett, die Pommes dampften leicht. Felix nahm den ersten Bissen, kaute langsam, dann sagte er: „Heute war ich pünktlich. Und ich hab was verstanden. Früher hätte ich mich dafür belohnt, indem ich gar nichts mehr mache. Jetzt belohn ich mich – aber bleib in Bewegung.“ Ronaldo prostete ihm mit seiner Wasserflasche zu. „Genau das ist Entwicklung. Nicht immer mehr leisten – aber besser wissen, warum man tut, was man tut.“ Später – das Bier zum Abschluss Am Abend saß Felix mit den Spielern in der Küche. Er öffnete seine kleine Bierdose, die er kühl gestellt hatte. Ein leichtes, helles Bier – keine große Wirkung, aber ein warmer, vertrauter Geschmack. Er nahm einen Schluck, lehnte sich zurück und sagte: „Ich hab heute wirklich gelebt. Nicht nur funktioniert.“ Die Spieler schwiegen – aber sie nickten. Und das reichte. Eintrag im Notizbuch 21. Februar – Ich war pünktlich. Ich Ich habe gerechnet – Dann hab ich gegessen, Und mich nicht verloren. Und das ist vielleicht Zu lernen – und sich trotzdem zu behalten.
Tag war und getrunken, das
83 konzentriert. verstanden. geatmet. Ziel:
Der 83. Tag war ein Balanceakt zwischen Pflicht und Genuss. Und Felix bewies sich selbst: Man kann wachsen und genießen. Rechnen und lachen. Und am Ende des Tages mit Pommes, Bier und einem Lächeln ins Bett gehen – ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. 22. Februar 2025 – 84. Tag: Stadionstimmung, Tabellenfreude und ein Fest bei der Ersatzoma Der 84. Tag war ein Tag voller Fußball, Familie, Freunde – und tiefem Stolz. Denn heute ging es für Felix, seine Mutter, die vier Spieler und ihn selbst ins Stadion der Herzen: Die MEWA Arena, Heimat von Mainz 05. Ein Heimspiel gegen den FC St. Pauli stand auf dem Programm. Felix war nicht nur nervös, sondern voller Vorfreude. „Wir haben die Chance, Leipzig zu überholen. Wir können FÜNFTER werden!“
Die letzten Wochen hatten gezeigt: Mainz 05 war in Form. Und Felix war wieder mittendrin – im Leben, im Kurs, im Alltag. Heute wollte er alles genießen. Der Weg ins Stadion – gemeinsam, geschlossen, bereit Am frühen Nachmittag machten sie sich auf den Weg. Felix trug sein rotes Heimtrikot, seine Mutter hatte ihren Mainz-Schal um den Hals gelegt. Die Spieler kleideten sich unauffällig, aber erkennbar gut gelaunt – jeder hatte mittlerweile seine Lieblingsmütze, mit der er in Mainz nicht mehr auffiel. Am Stadion angekommen, ging es wie immer auf die barrierefreien Plätze, die Felix dank seiner Registrierung immer rechtzeitig beantragt hatte. Die Stimmung war gespannt, freundlich, fast familiär. Die erste Halbzeit – Chancen, Spannung, kein Tor Das Spiel begann Mainz dominierte, St. Pauli Felix biss an den Nägeln, Neymar kommentierte Messi schrieb sich taktische Beobachtungen in sein Notizbuch. Zur Halbzeit: 0:0. Felix „Wir brauchen Geduld. Aber wir Wir sind die Mannschaft, die will.“ Ronaldo „Dann kommt das Tor. Wenn Wille da ist, folgt das Spiel.“
lebendig. stand tief. leise jede Flanke,
seufzte. besser. sagte:
Die zweite Halbzeit – Erlösung und Ekstase 67. Minute: Mainz 05 – 1:0 – Jae-sung Lee Ein schneller Doppelpass über Gruda und Barreiro – Lee steht frei im Strafraum und schiebt flach ein. Felix sprang auf, schrie aus vollem Herzen: „LEEEEEEEE!!!“ Die Tribüne tobte. Seine Mutter klatschte laut in die Hände, Suárez und Neymar umarmten sich, Messi grinste nur – still, zufrieden. 90+5. Minute: Mainz 05 – 2:0 – Paul Nebel Ein Konter in der letzten Szene – und Nebel macht alles klar. Felix sank auf seinen Platz: „Das war’s. Wir sind FÜNFTER! Europa ist nicht nur ein Traum. Es ist Realität.“ Blick auf die Tabelle – ein Höhepunkt des Tages Nach dem Abpfiff schaute Felix sofort auf sein Handy: Pl. Team Sp. Pkt. 5 Mainz 05 23 38 6 RB Leipzig 23 38 7 Stuttgart 23 36
„Wir haben das bessere Torverhältnis. Wir stehen VOR Leipzig!“ Die Spieler klatschten, seine Mutter war den Tränen nahe. „So eine Saison… hätte niemand gedacht. Aber ich wusste es!“, sagte Felix. Abschluss bei der Ersatzoma – warm, feierlich, vertraut Nach dem Stadion fuhren sie direkt zur Ersatzoma, die bereits angekündigt hatte, „etwas Warmes und etwas Süßes“ vorbereitet zu haben. In ihrer kleinen, gemütlichen Wohnung duftete es nach Käsekuchen, und auf dem Herd stand ein großer Topf Linsensuppe mit Würstchen. Sie lachten, erzählten, aßen – und Felix wurde nachdenklich. „Weißt du… ich war heute Teil von allem. Vom Spiel. Von der Tabelle. Vom Jubel. Aber auch vom Abend. Von der Wärme.“ Die Ersatzoma legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Du warst schon immer Teil. Du merkst es jetzt nur klarer.“ Eintrag im Notizbuch 22. Februar – Tag 84 Ich hab Mainz gewinnen sehen. Ich hab meine Mannschaft feiern sehen. Ich hab mit der Frau gegessen, die mir beigebracht hat, dass Zuhause kein Ort ist – sondern ein Gefühl. Und ich weiß: Ich bin angekommen – nicht irgendwo. Sondern in mir. Der 84. Tag war nicht nur ein Spieltag. Er war ein Festtag. Ein Moment, an dem alles passte: Verein, Familie, Freundschaft, Gefühl. Und vielleicht… war das der Tag, an dem Felix mehr als Zuschauer wurde. Er wurde Teil der Geschichte. 23. Februar 2025 – 85. Tag: Demokratie, Frühlingsspaziergang und Essen am Fluss Der 85. Tag begann mit einer ganz besonderen Verantwortung. Heute war Bundestagswahl – und Felix wusste: „Ich will wählen. Ich darf wählen. Ich kann etwas mitentscheiden.“ Früher hätte er sich vielleicht davor gedrückt – zu viele Menschen, zu laut, zu chaotisch. Doch diesmal war alles anders: Er hatte sich vorbereitet. Seine Wahlbenachrichtigung lag bereit, der Personalausweis war griffbereit. Und an seiner Seite standen: Seine Mutter, sein Vater, und die vier Spieler – Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez. Der Morgen – Verantwortung in der Wahlkabine Schon um 10:00 Uhr machten sie sich gemeinsam auf den Weg zum Wahllokal. Es war in der Nähe der Grundschule, die Felix früher einmal besucht hatte – das allein machte ihn nervös. Doch die Sonne schien, der Himmel war hellblau – und sein Schritt war fest.
Seine Mutter legte ihm kurz die Hand auf die Schulter. „Du weißt, du musst nichts sagen. Aber du darfst wählen. Und das zählt.“ Im Wahllokal wurde er freundlich begrüßt. Ein Helfer fragte, ob er Hilfe bräuchte. Felix schüttelte den Kopf. „Ich kann das. Ich habe mich informiert.“ In der Kabine kreuzte er mit Bedacht an. Nicht überstürzt, nicht unsicher. Er wählte – mit Klarheit. Als er seinen Stimmzettel faltete und in die Urne warf, atmete er tief durch. „Ich habe gewählt. Ich habe mitgestaltet.“ Ronaldo lächelte. „Demokratie beginnt damit, dass man sich selbst ernst nimmt.“ Nach der Wahl – Spaziergang im Volkspark Nach dem erfolgreichen Besuch im Wahllokal schlug seine Mutter vor: „Gehen wir noch ein bisschen in den Volkspark? Die Sonne ist schön.“ Felix stimmte zu – und alle machten sich auf den Weg. Im Volkspark war es lebendig, aber nicht überfüllt. Kinder spielten an den Spielplätzen, ältere Leute saßen auf Bänken, und in der Luft lag dieser erste Hauch von Frühling. Sie spazierten gemütlich entlang der Wege, redeten über alles und nichts: • Ronaldo erzählte von seiner ersten Wahl in Portugal • Messi verglich das mit dem politischen System in Argentinien • Felix fragte leise: „Glaubt ihr, man kann mit einer Stimme wirklich etwas bewegen?“ Suárez antwortete: „Nur, wenn viele glauben, dass sie zählt – kann sich was ändern. Und du hast heute dazu beigetragen.“ Der späte Mittag – Essen in Ginsheim am Wasser Nach dem Spaziergang fuhren sie mit zwei Autos nach Ginsheim – einem Ort, den Felix mochte, weil er ruhig war, direkt am Fluss lag und immer ein bisschen nach Urlaub roch. Sie setzten sich in ein Restaurant mit Blick auf den Altrhein. Die Luft war frisch, aber mild, man konnte draußen sitzen – mit Decken. Felix bestellte sich ein Schnitzel mit Bratkartoffeln, seine Mutter nahm Fisch, die Spieler probierten regionale Spezialitäten: • Ronaldo bestellte „Spundekäs“ aus Neugier • Neymar aß einen Flammkuchen • Messi nahm Maultaschen in Brühe • Suárez wollte einfach nur Pommes – „die schmecken hier besser als in Barcelona.“ Während sie aßen, beobachtete Felix die Sonne, die sich auf dem Wasser spiegelte. Er sagte leise: „Heute war so… normal. Aber irgendwie bedeutend.“ Messi lächelte. „Das ist vielleicht das Schönste am Leben: Wenn das Normale sich plötzlich wie ein kleines Wunder anfühlt.“ Abendlicher Eintrag im Notizbuch
23. Februar Ich habe heute gewählt. Ich Und ich habe gespürt, dass sondern Teil von allem. Und wenn man weiß Man gehört dazu.
– habe mein
spaziert. Platz das
Tag Ich nicht
85 gegessen. ist – fühlt, man:
Der 85. Tag war politisch – aber auch persönlich. Er war ruhig – aber nicht still. Ein Tag, an dem Felix nicht nur sein Kreuz gesetzt hat, sondern auch ein weiteres – auf der Landkarte seiner eigenen Selbstständigkeit. 25. Februar 2025 – 87. Tag: Struktur, Verbindung und ein Einkauf mit Geschmack von Zuhause Der 87. Tag war für Felix wieder ein Tag der Routine mit Bedeutung – einer dieser Tage, die auf dem Papier gewöhnlich aussehen, aber für ihn viel mehr sind. Denn heute ging es: 1. zur Autismustherapie, 2. und danach – gemeinsam mit seiner Mutter – in den polnischen Lebensmittelladen, den sie nur alle paar Wochen besuchen, wenn sie Zeit und Kraft dafür finden. Der Vormittag – Rückkehr in die Tiefe Gegen 9:30 Uhr machte sich Felix mit Messi und seiner Smartwatch am Handgelenk auf den Weg zur Autismustherapie. Messi begleitete ihn wie immer schweigend bis zur Tür des Therapiezentrums. Dort blieb er draußen sitzen, las ein Buch und wartete. Drinnen wurde Felix von seiner Therapeutin freundlich empfangen. Heute ging es um ein Thema, das für ihn besonders sensibel war: „Wie gehe ich mit Veränderungen in Beziehungen um?“ Felix sprach über die neue Assistentin Jule, über die Momente, in denen er sich unsicher fühlte, ob er sich zu viel an sie gewöhnte – oder zu wenig. Er sagte: „Ich hab oft Angst, dass ich jemanden plötzlich vermisse, der vielleicht gar nicht bleibt. Aber ich kann auch nicht aufhören, Nähe zuzulassen.“ Die Therapeutin nickte verständnisvoll und gab ihm ein Bild: „Man darf Türen offen lassen – ohne sich selbst zu verlieren. Und du machst das gerade sehr bewusst.“ Felix schrieb sich den Satz auf seinen Block. „Türen offen lassen. Aber nicht verlieren.“ Nach der Stunde fühlte er sich ruhig, etwas erschöpft – aber gestärkt. Mittag – kurzer Moment für sich Wieder zuhause aß Felix nur eine Kleinigkeit – ein Käsebrot und einen Apfel. Er trank stillen Tee und schrieb ein paar Sätze in sein Notizbuch, bevor ihn seine Mutter ansprach: „Wollen wir nachher noch zusammen zum polnischen Laden? Ich brauch ein paar Sachen für die nächste Woche.“
Felix „Ja. Ich Da riecht’s immer ein bisschen wie früher bei Oma.“
nickte. das.
Nachmittag – Einkauf in einem Stück Heimat Am frühen Nachmittag fuhren Felix und seine Mutter in einen kleinen polnischen Lebensmittelladen in einem Nachbarstadtteil. Er war überschaubar, familiär, mit Regalen, die dicht gepackt waren mit Produkten, die Felix sonst nie sah: • Piroggen in verschiedenen Sorten • Krakauer Würste • eingelegte Gurken in großen Gläsern • Dosen mit Barszcz (rote Borschtsch-Suppe) • süße Milchbrötchen, wie Felix sie als Kind geliebt hatte • und „Ptasie Mleczko“ – weiche Schaumpralinen, die seine Mutter immer für besondere Anlässe aufhob Felix übernahm heute selbst den Einkaufswagen, schob ihn ruhig und bedacht durch die engen Gänge. Er sprach wenig, aber nahm sich Zeit bei den Produkten, roch, las Etiketten, lächelte einmal ganz sacht, als er ein altes Markenlogo erkannte. Seine Mutter fragte irgendwann: „Willst du dir was aussuchen?“ Felix griff zögerlich zu einem Glas „Kompott wiśniowy“ – Sauerkirschkompott. „Das hab ich bei Oma mal mit Grießbrei gegessen…“ Seine Mutter nickte. „Dann machen wir das morgen.“ Heimfahrt – stilles Einvernehmen Im Auto war Die Einkaufstüten im Kofferraum, der Er blickte aus dem Fenster, die Sonne stand tief. Dann sagte „Ich hab heute gemerkt, dass ich Nicht laut. Aber innen drin.“ Seine Mutter „Ich seh das jeden Tag ein bisschen mehr.“ Eintrag im Notizbuch 25. Februar – Ich habe heute über und Nähe Ich habe etwas gekauft, das Und einen der so leise war, dass man er wäre Aber in Wahrheit war er alles. Der aber Ein und
war der Gespräch,
es Kompott mutiger
ruhig. Schoß.
er: früher. antwortete:
Tag gesprochen
nach Kindheit Moment fast hätte denken
kein viel das
87 – gespürt. schmeckt. gehabt, können, nichts.
großer Schritt – getragen hat: ein Einkauf, Gefühl:
Ich darf wachsen, und trotzdem bleiben, wie ich bin. 26. Februar 2025 – 88. Tag: Abschied und Anfang – Zwischen zwei Welten Der 88. Tag war keiner, der laut begann. Im Gegenteil: Schon beim Aufstehen war Felix stiller als sonst, etwas langsamer, zurückhaltender. Nicht, weil es ihm schlecht ging – sondern weil er wusste, was heute anstand. Ein Abschied, der wehtat. Ein Neuanfang, der Mut forderte. Und dazwischen: Er selbst, begleitet wie so oft von einem der vier Spieler – heute war es Messi, der ihn unterstützte. Vormittag – Letztes Treffen mit der bisherigen Assistentin Um 9:45 Uhr klingelte es an der Tür. Felix öffnete selbst. Draußen stand seine bisherige Assistentin, mit einem ruhigen, etwas traurigen Lächeln. In der Hand hielt sie eine kleine, schlichte Papiertüte. „Für dich“, sagte sie leise. „Ich hab nichts Großes, aber etwas, das bleibt.“ Felix bat sie hinein. Sie setzten sich an den Küchentisch, Messi machte ihnen Tee. Dann öffnete Felix die Tüte. Darin lag ein Notizbuch – leer, aber auf der ersten Seite stand handschriftlich: „Für all das, was du noch wirst – und für das, was du längst bist.“ Felix schaute sie lange an. „Du hast nie versucht, mich zu ändern. Du hast einfach mit mir gegangen.“ Sie nickte. „Und du bist viel weiter gegangen, als du selbst glaubst.“ Dann wurde es still. Kein großes Drama. Ein Händedruck, ein letzter Blick. Ein stilles „Danke“. Und sie ging. Mittag – Vorbereitung auf das neue Kapitel Kurz vor 12 Uhr wurde Felix dann merklich nervös. Heute war auch das offizielle Abschlusstreffen mit der neuen Assistentin Jule – gemeinsam mit Messi als Begleitung. Jule kam pünktlich. Sie brachte keine Geschenke, kein Symbol – aber sie hatte etwas dabei, das viel wichtiger war: Zuhören. Sie setzten sich zusammen ins Wohnzimmer. Felix redete von sich aus – über seine Ängste, seine Unsicherheiten, seine Hoffnung, dass nicht alles „anders“ werden müsse. Jule sagte ruhig: „Ich bin nicht hier, um etwas zu ersetzen. Ich bin hier, um mit dir zu schauen, was für dich passt – ab jetzt.“ Das Gespräch – zwischen Abschied und Ankommen
Felix erzählte auch von der alten Assistentin, von gemeinsamen Momenten, von stillen Erfolgen. Dann zeigte er Jule das neue Notizbuch. Messi mischte sich nur ein einziges Mal ein, und sagte: „Es ist nicht leicht, zwei Wege in sich zu tragen. Einen, der zu Ende geht – und einen, der noch unklar ist. Aber du gehst sie beide mit Würde.“ Felix sah ihn an. „Ich will niemanden vergessen – aber ich will auch nicht stehen bleiben.“ Jule nickte. „Dann tun wir genau das: Wir gehen. Schritt für Schritt. Und du sagst, wie schnell.“ Nachmittag – ein stiller Spaziergang zur Verarbeitung Nach dem Gespräch schlug Messi vor, einen kleinen Spaziergang zu machen – einfach um Luft zu bekommen. Felix willigte ein. Sie gingen durch die Nebenstraßen von Mainz, am Winterhimmel vorbei, sprachen wenig – aber spürten viel. Felix sagte einmal leise: „Ich glaub, ich bin bereit. Nicht für alles. Aber für das, was jetzt kommt.“ Eintrag im neuen Notizbuch 26. Februar – Tag 88 Ich habe heute zwei Türen geöffnet. Eine, um jemandem zu danken, der mich ein Stück getragen hat. Und eine, um jemanden hereinzulassen, der mir zutraut, selbst zu gehen. Ich bin zwischen zwei Welten – aber ich stehe nicht mehr dazwischen. Ich bin mittendrin. Der 88. Tag war ein Tag der Übergänge – leise, ehrlich, mit Tiefe. Felix hat gelernt: Nicht jeder Abschied schließt etwas ab – manche öffnen auch. Und wer beides zulässt, ist nicht verloren – sondern bereit. Rückblick auf den 86. Tag – 24. Februar 2025: Ein stiller Spaziergang und das Nötigste zur rechten Zeit Der 86. Tag hatte auf den ersten Blick keinen großen Anlass. Kein Spiel. Kein Kurs. Kein Besuch bei der Therapeutin.
Und doch war es ein Tag, der im Rückblick für Felix ruhiger, aber wichtiger war, als er es zunächst wahrgenommen hatte. Denn manchmal sind es nicht die lauten Ereignisse, die prägen – sondern die stillen Momente, in denen man einfach existiert und funktioniert, ohne überfordert zu sein. Der Morgen – ein grauer Himmel und wenig Motivation Felix war spät wach geworden, das Wetter war trüb. Es nieselte leicht, der Himmel war bleigrau. Er fühlte sich etwas antriebslos, nicht traurig, aber auch nicht wach. „Heute ist so ein Tag, an dem man einfach durchhängt“, murmelte er beim Tee. Messi, der ihn an diesem Tag begleitete, antwortete ruhig: „Dann ist es vielleicht genau richtig, rauszugehen. Kein Ziel, nur gehen.“ Felix überlegte kurz – dann zog er sich eine warme Jacke über, setzte die Mütze auf, die ihm die Ersatzoma letztes Jahr gestrickt hatte, und sagte leise: „Lass uns einfach ein Stück gehen. Vielleicht wird’s dann heller.“ Der Spaziergang – leere Straßen, volle Gedanken Sie gingen einfach los. Ohne Route. Nur die Beine bewegen. Den Kopf atmen lassen. Sie liefen durch kleine Seitenstraßen, vorbei an Gärten mit nassem Laub, an leeren Bushaltestellen, an verschlossenen Cafés. Felix sagte irgendwann: „Ich glaube, ich muss heute gar nichts klären. Ich muss nur merken, dass ich lebe.“ Messi antwortete: „Und das merkt man manchmal erst, wenn der Regen auf die Jacke tropft.“ Der Notfall-Einkauf – plötzlich fehlt etwas Gegen Mittag, zurück auf dem Heimweg, fiel Felix plötzlich ein: „Mist. Wir haben keinen Reis mehr. Und kein Toilettenpapier.“ Er blieb abrupt stehen. „Und morgen ist Sonntag. Da kriegen wir nichts mehr.“ Messi grinste. „Dann ist das hier vielleicht doch noch ein Missionstag.“ Sie bogen in einen kleinen Supermarkt ein, den Felix sonst eher mied, weil er dort oft überfordert war. Doch diesmal war es ruhig. Kein Gedränge, keine Musik, keine Schlange. Felix konzentrierte sich: • Reis – • Toilettenpapier – • Zahnpasta (fast leer) – • Brot fürs Frühstück – • Und als Bonus: ein kleines Quarktascherl, das er sich selbst gönnte An der Kasse schaute ihn Messi an. „Du hast das gut gemacht. Ohne Liste. Ohne Stress.“ Felix zuckte mit den Schultern – aber er lächelte. Zuhause – warm, einfach, verdient
Wieder daheim packte Felix alles aus, räumte es ein, kochte sich eine kleine Portion Reis mit Butter und Salz. Nichts Besonderes. Aber: selbst gemacht, zur richtigen Zeit. Er aß langsam. Und als Messi ihn fragte, ob er aufschreiben wolle, wie sich dieser Tag angefühlt habe, nickte Felix. Er nahm sein Notizbuch und schrieb: Nachträglicher Eintrag im Notizbuch – 24. Februar (Tag 86) Es hat Ich hatte nichts Ich hätte auch liegenbleiben Aber ich bin Einfach so. Ohne Und am Ende hatte ich Reis, frische Luft und dass ich mich selbst nicht verloren habe. Manchmal ist das ein den niemand sieht aber den man selbst spürt.
geregnet. vor. können. gegangen. Ziel. das Gefühl, Erfolg, –
Der 86. Tag war kein Höhepunkt. Aber er war eine kleine Erinnerung daran, dass es nicht immer laut sein muss, um wichtig zu sein. Und dass ein Spaziergang durch graue Straßen manchmal mehr heilt als jede Antwort. 27. Februar 2025 – 89. Tag: Spazieren mit vier Freunden – Gedanken sortieren auf leisen Wegen Der 89. Tag begann mit einer seltenen Klarheit im Kopf. Felix wachte früh auf, ohne dass der Wecker klingelte. Die Luft im Zimmer war kühl, frisch. Durch das Fenster fiel ein erster Sonnenstrahl. „Heute ist ein Tag für draußen“, sagte er leise zu sich selbst, als er sich langsam aus dem Bett schälte, die Jacke schon griffbereit am Haken sah und das vertraute Summen von Neymar in der Küche hörte. Vormittag – der Entschluss zum Gehen Beim Frühstück – eine Schale Müsli, ein Apfeltee, drei ruhige Gesichter – schaute Felix auf seine Smartwatch. Kein Kurs. Keine Termine. Keine Verpflichtung. Er hob den Blick, sah die vier Spieler – Messi, Ronaldo, Neymar, Suárez – an und sagte: „Gehen wir? Einfach so? Keine Strecke, kein Ziel. Nur gehen.“ Messi schmunzelte: „Gehen ist gut. Besonders, wenn man nichts muss.“ Mittagszeit – Aufbruch ins Ungeplante Sie zogen ihre Jacken an, warfen noch einen Blick in leicht bewölkt, aber trocken – und verließen gemeinsam das Haus. Felix hatte keine Er ließ sich einfach
Route. treiben.
Der Weg führte sie durch die Straßen der vorbei an alten Schulhöfen, durch kleine an geschlossenen Läden und offenen Fenstern mit flatternden Vorhängen.
Oberstadt, Parks,
Unterwegs – Gespräche im Fluss Die vier Spieler hielten sich zunächst zurück. Sie wussten, dass Felix manchmal Zeit brauchte, um überhaupt Worte zu finden. Aber nach einigen Minuten war es Felix selbst, der sagte: „Ich glaube, ich hab gelernt, nicht mehr ständig überlegen zu müssen, ob ein Tag gut oder schlecht ist. Manchmal ist ein Tag einfach… da.“ Suárez antwortete leise: „Und du bist da auch.“ Sie redeten über alles Mögliche – über Musik aus der Kindheit, über verrückte Schulmomente, über das, was man sich traut – und das, was man heimlich für sich behält. Ronaldo fragte irgendwann: „Glaubst du, du kannst jetzt leichter mit neuen Menschen umgehen?“ Felix antwortete ehrlich: „Ich hab weniger Angst davor, sie zu verlieren. Und ich glaube, das macht es einfacher, sie überhaupt reinzulassen.“ Pause am Feldrand – Blick in die Weite Sie setzten sich später auf eine kleine Holzbank am Rand eines Feldweges. Der Boden war noch feucht vom Regen der letzten Tage, aber die Luft war klar, fast vorfrühlingshaft. Felix schaute in die Ferne. Die Felder lagen ruhig da, zwei Vögel kreisten am Himmel. Er sagte leise: „Ich dachte früher, Spazierengehen ist nichts. Aber ich glaube, es ist eins der wenigen Dinge, bei denen man gleichzeitig denken und nicht denken kann.“ Messi lächelte. „Vielleicht ist das genau das, was man manchmal braucht.“ Rückweg – nicht schneller, aber leichter Auf dem Rückweg redeten Aber sie gingen langsamer, Felix blieb zwischendurch stehen, beobachtete der schief stand, aber fest verwurzelt war. „Ich will auch Nicht perfekt. Aber sicher.“ Eintrag im Notizbuch 27. Februar Heute bin ich gegangen. sondern in etwas hinein. Ich hab geredet Ich hab gesehen – und gespürt.
sie fast einen alten
kaum. achtsam. Baum,
geschwiegen.
Und ich Nicht jeder aber jeder Schritt braucht Mut.
hab braucht
verstanden: Ziel,
Der 89. Tag war ruhig, aber voller Bewegung – innerlich wie äußerlich. Felix ist nicht weit gegangen – aber er ist weitergekommen. Mit sich, mit den anderen, und mit dem Gedanken: Dass Einfachheit oft das Tiefste ist, was man erleben kann. 28. Februar 2025 – 90. Tag: Ein Spaziergang durch die Stadt und ein stilles Abendessen zum Abschluss Der 90. Tag – ein Tag, den Felix kaum glauben konnte. Neunzig Tage waren vergangen, seitdem Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez an einem kalten Morgen an seiner Tür geklingelt hatten, um für unbestimmte Zeit bei ihm und seiner Familie unterzukommen. Neunzig Tage, voller Gespräche, voller Entwicklung, voller Risse, die heilen durften – und voller Schritte, die Felix gegangen war. Nicht nur auf den Straßen von Mainz, sondern vor allem in sich selbst. Der Morgen – ein stilles Erwachen Felix stand früh auf. Er öffnete das Fenster, ließ die kalte Februarluft herein. In der Ferne hörte man schon die Stadt langsam erwachen: Straßenbahnen, Lieferwagen, frühe Fußgänger. Er blickte auf seine Uhr – die reparierte, vertraute Uhr, die seit ihrer Rückkehr keinen Tag mehr gefehlt hatte – und sagte leise: „Heute soll einfach... gut sein.“ Vormittag – Entschluss zum Spaziergang Nach dem Frühstück ging er zu Suárez, der an diesem Tag bei ihm im Wohnzimmer saß. Ronaldo war unterwegs zum Training mit einer Inklusionsgruppe, Messi schrieb an einem Blogartikel über mentale Gesundheit im Fußball, Neymar telefonierte mit seiner Schwester in Brasilien. Felix fragte: „Gehen wir zusammen in die Stadt? Nicht um was zu kaufen. Nur um zu gehen. Zu schauen. Zu leben.“ Suárez stand wortlos auf, nahm seine Jacke vom Haken, nickte – und Felix wusste: „Das wird gut.“ Nachmittag – ein Bummel ohne Ziel
Die beiden fuhren mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Sie schlenderten durch die Augustinerstraße, vorbei an Buchhandlungen, Cafés, alten Bäumen und kleinen Brunnen. Felix blieb hier und da stehen, betrachtete Schaufenster, roch an einer Tüte warmer Maronen, die ein Stand anbot, hörte Musikfetzen aus offenen Türen. In einem kleinen Antiquariat blätterte er in einem Buch über Architektur. Suárez lächelte. „Du schaust Gebäude an, wie andere Gesichter.“ Felix antwortete: „Weil sie Geschichten erzählen, ohne dass jemand sie laut aussprechen muss.“ Sie liefen weiter bis zum Rheinufer, setzten sich auf eine Bank und schauten dem Wasser zu. Nicht redend. Nicht schweigend. Einfach: zusammen. Abend – ein Essen mit Bedeutung Am Abend kehrten sie in ein kleines Restaurant in der Altstadt ein – nicht nobel, aber gemütlich, mit Holztischen und warmem Licht. Felix bestellte sich Käsespätzle mit Röstzwiebeln und einen Apfelsaft, Suárez nahm ein vegetarisches Gericht mit Linsen und Gemüse. Sie redeten wenig – doch kurz vor dem Dessert sagte Felix leise: „Ich weiß, dass ihr nicht ewig bleibt. Aber ich glaub, ihr habt etwas bei mir gelassen, das bleibt.“ Suárez nickte. „Und du hast in uns etwas zurückgelegt, das wir nicht vergessen.“ Dann hob Felix sein Glas. „Auf neunzig Tage. Auf Gespräche, die heilen. Auf Menschen, die bleiben – auch wenn sie irgendwann gehen.“ Eintrag im Notizbuch 28. Februar – Tag Ich bin durch die Stadt Nicht um irgendwo anzukommen sondern um mich zu dass ich schon längst unterwegs bin. Ich habe gegessen – nicht aus sondern aus Dankbarkeit. Und ich habe Verbindung ist nicht, wenn jemand immer sondern wenn man ihn auch wenn er geht. Der 90. Tag aber ein Ein Blick zurück die nie aber die alles verändert hat.
war stilles auf laut
kein eine war
90 gegangen. – erinnern, Hunger, erkannt: bleibt – spürt, Abschied, Innehalten. Reise, –
Und vielleicht, nur vielleicht, war das nicht das Ende – sondern der Anfang eines neuen Weges, den Felix jetzt selbst gehen kann. 1. März 2025 – 91. Tag: Pokémon GO-Tour in Frankfurt – Ein Tag voller Abenteuer, Pixel und echter Freude Der 91. Tag begann mit Kribbeln im Bauch, wie Felix es sonst nur vor einem Mainz-05-Heimspiel oder einem wichtigen Therapietermin kannte – aber diesmal war es anders. Es war Aufregung pur – voller Vorfreude. Denn heute startete der erste Tag der großen Pokémon GO-Tour 2025, und Felix hatte sich mit den vier Spielern Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez extra für Frankfurt entschieden. Nicht nur, weil es eine große Stadt war – sondern weil dort viel mehr Pokéstops, Arenen und Events auf sie warteten. Früher Morgen – Vorbereitung mit System Felix war um 6:30 Uhr Er hatte seine Kleidung am Abend vorher herausgelegt: • bequeme Sneakers • Pokémon-T-Shirt mit Pikachu und Glurak • Bauchtasche mit Powerbank, Kabel, Ersatzakku • und natürlich: sein Smartphone mit vollgeladenem Akku Die Spieler halfen beim letzten Check: • Messi kontrollierte den Fahrplan • Ronaldo packte Wasserflaschen ein • Suárez hatte Snacks dabei • Neymar „Wenn wir heute nicht Level-Ups kriegen, dann weiß ich auch nicht.“
Anfahrt – S-Bahn nach Frankfurt Um 8:17 Uhr stiegen sie gemeinsam in die S-Bahn Richtung Frankfurt Hauptbahnhof. Die Stimmung war entspannt, die Fenster beschlugen leicht vom kalten Morgen. Felix zeigte den anderen stolz seine vorbereitete Route: • Startpunkt: Palmengarten • Danach: Hauptwache – Römerberg – Mainufer • Abschluss: Skyline Plaza zum Ausruhen Während der Fahrt loggte sich Felix schon ein: „Shiny-Check beginnt JETZT!“ Die ersten Event-Spawns erschienen schon während der Fahrt: Icognito, Tropius, Panzaeron, und das neue legendäre Pokémon Diancie – exklusiv für Ticketbesitzer wie ihn. Ankunft in Frankfurt – ein Tag im Modus Sie kamen um 9:12 Uhr am Hauptbahnhof an, und sofort begann das große Fangen: Pokébälle flogen. Shinys blinkten auf dem Bildschirm. Trainer um sie herum riefen laut, wenn sie einen besonders seltenen Fang machten.
Felix fing nach wenigen Minuten bereits einen Neymar einen Glurak mit und Messi stand plötzlich da und „Ich glaube, das ist mein dritter Ist das normal?“ Felix „Heute ist nichts normal. Heute ist Glückstag.“
Karpador, Event-Hut, sagte trocken: Shiny heute. lachte:
Mittagspause – im Schatten des Doms Gegen 13:00 Uhr machten sie Pause am Römer. Felix hatte Brötchen dabei, die Spieler holten sich Würstchen von einem Stand. Trotz Mittagssonne hielten alle ihr Handy in der Hand – in der anderen ein Getränk, auf dem Schoß eine Liste mit Raid-Zeiten. Suárez rief: „Raid bei der Hauptwache in 6 Minuten!“ Felix stand auf, voller Energie: „Los, ich will das Diancie mit 96% IV – keine Kompromisse!“ Sie rannten. Lachten. Felix fühlte sich frei, verbunden, erlebt. Es war nicht nur ein Spiel. Es war ein Teil von ihm – und heute waren alle dabei. Abend – Erschöpft, aber erfüllt Gegen 18:00 Uhr ließen sie sich auf einer Bank am Mainufer nieder. Der Himmel war goldorange, das Display des Handys flimmerte noch vom langen Tag. Felix schaute auf seinen Bildschirm: • 41 Pokémon gefangen • 9 Shinys • 4 legendäre Raids • 12 Kilometer gelaufen • und eine neue Medaille „Ich glaube, ich habe noch nie so lang am Stück gespielt.“ Neymar nickte: „Und du hast noch nie dabei so gestrahlt.“ Heimfahrt – mit digitalen und echten Erinnerungen Auf der Rückfahrt in der S-Bahn war Sein Kopf lehnte an die sein Handy lag ausgeschaltet in der Tasche. Messi fragte „Wirst du morgen Felix antwortete mit geschlossenen „Ja. Aber heute war perfekt.“ Eintrag im Notizbuch 1. März Ich habe aber keine Angst gespürt.
müde. Scheibe,
leise: weitermachen?“ Augen: heute…
Tag gefangen
Ich bin durch die nicht aber ich habe mich darin zuhause gefühlt. Und ich dass Spiel und Leben wenn man sie teilt.
eine meine sich
Stadt ist habe berühren
gegangen, – können
Der 91. Tag war digital, aber tief. Er war pixelig, aber persönlich. Ein Tag, der zeigte: Man kann wachsen – selbst in einer Welt voller Glumandas. 2. März 2025 – 92. Tag: GO-Tour Tag 2, neue Dynamik, ein Umweg – und ein historischer Mainz-Sieg Nach dem gigantischen Auftakt der Pokémon GO Tour in Frankfurt am Vortag, hatte Felix kaum geschlafen – nicht wegen Unruhe, sondern vor lauter positiver Aufregung. Er wusste: Tag 2 würde anders sein. Nicht besser. Nicht schlechter. Aber taktischer, sozialer – und vielleicht sogar legendär. Der Morgen – bereit für Runde zwei Schon gegen 7:30 Uhr saßen Felix und die vier Spieler – diesmal begleitete ihn Neymar aktiv – beim Frühstück. Felix hatte Muskelkater in den Beinen, aber ein Grinsen im Gesicht. „Heute will ich Raid-Teams finden. Gestern hab ich gelevelt – heute will ich kämpfen.“ Neymar prostete ihm mit einem Kakaoglas zu: „Dann lass uns Trainer sein – und keine Touristen.“ Frankfurt – Tag 2 beginnt mit Dynamik Gegen 9:30 Uhr stiegen sie in die S-Bahn Richtung Frankfurt. Wieder gut gelaunt, wieder gerüstet mit Powerbanks, Snacks und Ladegeräten. Diesmal war es noch voller in der Stadt. Felix trug ein Bandana mit einem Glurak-Aufdruck, was ihm direkt Anerkennung von anderen Spielern einbrachte. Am Palmengarten, dem Treffpunkt für viele Community-Spieler, bildeten sich kleine Gruppen für Dyna-Kämpfe, die neue Art von Mehrspieler-Raids, bei denen Koordination, Ausdauer und Strategie gefragt waren. Felix zögerte zuerst – doch Neymar schubste ihn leicht: „Geh hin. Sag einfach: ‚Ich mach mit.‘ Mehr musst du nicht.“ Und Felix ging. Er stellte sich zu einer Fünfergruppe, sagte zaghaft: „Ich hab Amagarga auf Level 50.“ Ein Spieler mit Bart und Pikachu-Mütze grinste: „Reicht. Rein da.“ Der Nachmittag – Dynamax-Raids und neue Bekanntschaften Felix kämpfte stundenlang mit verschiedensten Spielern: • gegen Kyogre in Dynamax-Form,
gegen Mega-Turtok, und zum Schluss gegen das Event-exklusive „Titan-Mewtu“. Seine Pokémon wurden besiegt – aber er gab nie auf. In jeder Gruppe sagte jemand: „Du bist voll fokussiert. Gut, dass du dabei bist.“ Neymar filmte sogar einen seiner Raids für Instagram – ohne Felix vorher zu sagen, dass er ihn gerade aufnimmt. „Weil man manchmal sehen muss, wie stark man ist – auch wenn man’s selbst nicht merkt.“ • •
Die Rückfahrt – plötzlich kommt alles anders Gegen 19:30 Uhr wollten sie zurückfahren. Doch am Hauptbahnhof die Anzeige: „S8 und S9 fallen heute wegen Bauarbeiten aus.“ Felix starrte auf den Monitor. Früher hätte ihn das aus dem Konzept gebracht – vielleicht sogar überfordert. Heute sagte er nur: „Dann nehmen wir eben die RB Richtung Mainz-Kastel. Und dann mit dem Bus.“ Neymar grinste: „Und dann gönnen wir uns was.“ Spontan-Bier und Brettzenheimer Abschluss In der Nähe des Ausweichgleises entdeckten sie ein kleines nepalesisches Lokal, das sogar Craft-Bier aus Nepal führte. Felix bestellte sich eines – ein helles, leicht würziges Bier mit dem Namen „Everest Gold“. „Schmeckt wie Himalaya mit Malz“, sagte er lachend. Sie stießen an – erschöpft, aber stolz. Nach dem Umstieg in Kastel fuhren sie direkt nach Mainz-Bretzenheim, wo sie noch in eine kleine, ruhige Kneipe einkehrten. Der Wirt kannte Felix bereits vom letzten Besuch. Dort, um 22:45 Uhr, schaute Felix auf sein Handy – und hielt den Atem an: Mainz 05 schlägt Leipzig auswärts – 2:1 1. Min: RBL 1:0 M05 – Xavi Simons 52. Min: RBL 1:1 M05 – Amiri 58. Min: RBL 1:2 M05 – Burkardt Felix sprang fast vom Barhocker. „BURKARDT! WIR HABEN IN LEIPZIG GEWONNEN! WIR SIND VIERTER!“ Neymar sah auf die Tabelle. „Mainz in der Champions-League-Zone… glaubst du das?“ Felix antwortete mit glasigen Augen: „Ich glaub nicht. Ich fühl’s.“ Eintrag im Notizbuch 2. März – Tag 92 Ich habe gekämpft – in Pokémon und im Kopf. Ich habe andere Menschen gefunden – und mich nicht verloren. Ich bin umgestiegen, umgeleitet, umgedacht – und am Ende stand ich dort, wo ich hinwollte: Mit einem Bier in der Hand, und einem Traum im Herzen.
Und Hat mich dass auch kleine Vereine wenn sie sich nicht kleinmachen.
Mainz große
daran Schritte
05? erinnert, können –
Der 92. Tag war voll. Voller Kämpfe, voller Umwege, voller Glanz. Und am Ende dieses Tages wusste Felix: Manchmal gewinnt man nicht nur das Spiel. Sondern auch sich selbst. 3. März 2025 – 93. Tag: Der Mainzer Rosenmontagszug – Ein Tag voller Farben, Musik und Zusammenhalt Der 93. Tag war nicht irgendein Tag. Er war der zweite Höhepunkt des 4. Treffens – ein Tag, der für Felix symbolisch und emotional besonders wichtig war: Der Mainzer Rosenmontagszug stand an. Ein Ereignis, das seit seiner Kindheit in ihm eine Mischung aus Sehnsucht, Reizüberflutung und Hoffnung hervorrief. Früher war er oft nicht gegangen – zu laut, zu eng, zu chaotisch. Doch dieses Jahr war alles anders. Denn dieses Jahr war er nicht allein. Der Morgen – Vorbereitung wie bei einem Festakt Schon früh am Morgen herrschte in der Wohnung ein reges, aber geordnetes Treiben. Die Mutter hatte Krapfen gebacken, der Vater schraubte an einem kleinen Wagen für Getränke, und die Ersatzoma packte Süßigkeiten in eine Tasche – „für die Kinder am Zugrand“ hatte sie gesagt. Aber eigentlich wusste jeder: Sie meinte Felix. Felix stand vor dem Spiegel in seinem selbstgewählten Kostüm: Er war ein Dragoran-Trainer, mit orangener Weste, Drachenschwanz und passender Mütze. Er hatte das Kostüm seit Wochen vorbereitet. Die vier Spieler hatten sich natürlich ebenfalls verkleidet: • Ronaldo als Matrose mit Mainz-Schal • Messi als Cowboy mit Glitzerhut • Suárez als Clown mit roter Nase (und überraschend überzeugend) • Neymar im kompletten Mainz-05-Trikot, aber mit pinker Perücke – und Konfettikanone! Die Familie stand zusammen vor dem Spiegel und lachte. Felix sagte leise: „Heute bin ich nicht Zuschauer. Heute bin ich dabei.“ Ankunft in der Stadt – der Herzschlag der Fastnacht Gegen 10:00 Uhr machten sie sich auf den Weg in die Innenstadt. Sie hatten einen barrierefreien Platz in der Nähe der Schillerstraße, etwas abseits vom dichtesten Gedränge, aber mit gutem Blick auf die Zugstrecke. Die Stadt war ein Meer aus Farben: Rote, blaue, grüne Hüte, Perücken, Trillerpfeifen, bunte Wagen, laute Musik, und über allem: die Stimme des Moderators vom Fastnachtsverband Mainz.
Felix schaute sich um und trotz der Lautstärke, trotz der fühlte er sich sicher, gehalten und frei. Seine Mutter legte ihm die Hand auf den „Du machst das richtig gut. Ich bin stolz auf dich.“
– Masse, Rücken.
Der Umzug – Wurfmaterial, Musik, Gänsehaut Der Zug zog vorbei – langsam, gewaltig, prachtvoll. Prunkwagen mit Mainz-05-Spielern aus Pappmaché, Musikvereine aus Rheinhessen, Garden, Funkenmariechen, und immer wieder: „Helau! Helau! Helau!“ Felix bekam: • drei Gummibärchentüten • zwei Schokoriegel • einen Mini-Fußball • eine Kamelle-Packung direkt vom „Mainz bleibt Mainz“-Wagen Einmal flog ihm eine kleine Plüschfigur direkt in die Arme. Ein Schiggy mit Narrenkappe. Er hielt es fest. „Das bleibt.“, sagte er. Messi warf sich kurz ins Getümmel, fing drei Luftschlangen und band sie Felix um den Arm. Suárez filmte einen Moment, in dem Felix sich zum Takt der Musik bewegte – ein seltener, aber wertvoller Ausdruck von Leichtigkeit. Der Nachmittag – Suppe und Zusammenhalt Nach dem Zug fuhren sie zu der Ersatzoma, die traditionell an Rosenmontag immer eine große Kartoffelsuppe mit Würstchen kochte. Am Tisch saßen sie alle: Felix, seine Eltern, die Ersatzoma, die vier Spieler. Bunte Girlanden hingen über dem Fenster, und draußen hörte man noch die letzten Trommeln aus der Innenstadt. Felix sagte beim Essen: „Heute hab ich vergessen, dass ich mal Angst hatte. Heute war ich einfach… ich.“ Die Ersatzoma sah ihn an. „Du warst du – und du warst Teil. Und das ist das Schönste an diesem Tag.“ Abends – Zuhause und erfüllt Am Abend saß Felix mit Neymar noch kurz Sie schauten in den dunklen Draußen flogen letzte Raketen, leise Musik klang über die Dächer. Felix nahm sein Notizbuch. Eintrag im Notizbuch 3. März – Ich war auf dem Mit allem, was dazugehört: Konfetti, Musik, Farben – und Herz. Früher hab ich gedacht, Fastnacht ist Aber heute war sie für mich gemacht.
Fenster. Himmel.
93 Rosenmontagszug. für
Ich war verkleidet Und ich Man kann ohne sich zu verlieren.
trotzdem hab mittendrin
ich. gespürt: sein,
Der 93. Tag war mehr als ein Umzug. Er war ein Beweis. Dass Felix nicht nur feiern kann – sondern dass er angekommen ist: Im Leben, in der Stadt, und vor allem: in sich selbst. 4. März 2025 – 94. Tag: Geschlossene Türen, geöffnete Optionen und ein Teller voller Pommes Der 94. Tag begann wie ein gewöhnlicher Dienstag – ruhig, mild, mit einem leicht diesigen Himmel über Mainz. Felix hatte keinen Kurs, keine Therapie, keinen festen Plan. Er frühstückte spät, saß mit seiner Mutter auf dem Balkon und beobachtete, wie die Wolken langsam aufrissen. Am Mittag kam Ronaldo ins Wohnzimmer, setzte sich zu Felix und schlug vor: „Wie wär’s, wenn wir heute mal wieder essen gehen? Alle zusammen – du und wir vier. Vielleicht asiatisch?“ Felix überlegte kurz, dann nickte. „Wenn es nicht zu laut ist... Und wenn’s was mit Erdnusssoße gibt, bin ich dabei.“ Nachmittag – Aufbruch mit Appetit Gegen 16:45 Uhr verließen Felix, Ronaldo, Neymar, Messi und Suárez das Haus. Sie fuhren mit der Straßenbahn Richtung Innenstadt, zielstrebig auf ein kleines asiatisches Restaurant in der Nähe des Münsterplatzes zu – ein Laden, den Felix einmal mit seiner Mutter besucht hatte, und wo er sich sofort wohlgefühlt hatte wegen der ruhigen Atmosphäre und der schönen Lampions an der Decke. Doch als sie dort ankamen, standen sie vor verschlossenen Türen. Ein kleines Schild an der Scheibe: „Heute wegen technischer Probleme geschlossen – Wir bitten um Verständnis.“ Felix starrte auf das Schild. Ein kleiner Schock. Ein Rückschritt in alte Muster? Doch dann atmete er tief durch und sagte leise: „Okay. Dann eben Pizza.“ Plan B – Pizzeria mit Überraschung Nur ein paar Straßen weiter lag eine kleine, familiäre Pizzeria, die sie zufällig entdeckten, als sie durch die Altstadt liefen. Drinnen war es warm, der Duft von Käse, Basilikum und frischem Teig hing in der Luft. Sie setzten sich an einen Tisch in der hinteren Ecke, wo es ruhiger war und der Blick auf den Holzofen fiel. Der Kellner kam – freundlich, mit italienischem Akzent – und fragte, ob alle schon wüssten, was sie möchten. • Messi bestellte eine Pizza Funghi
Suárez nahm eine Diavolo mit extra Schärfe Neymar wählte Penne Arrabbiata Ronaldo bestellte einen großen Salat mit Thunfisch Und Felix? Er schaute in die Karte, blätterte, zögerte – dann legte er sie beiseite. „Ich nehme einfach Pommes.“ Der Kellner stutzte kurz – dann nickte: „Eine Portion Pommes? Extra groß?“ „Bitte. Und mit Ketchup.“ Die vier Spieler sagten nichts. Sie kannten Felix. Und sie wussten: Heute war kein Tag für Experimente. Heute war ein Tag für Verlässliches. Und manchmal ist das einfach eine Portion Pommes rot. • • •
Abendstimmung – kleine Dinge, große Wirkung Als das Essen kam, war Felix sofort Die Pommes waren heiß, goldgelb, leicht Der Ketchup kam in einer kleinen Schale, ordentlich angerichtet. Er aß still, aber mit Ein Bissen nach dem anderen kein hektisches Kauen, kein Nur er, die Pommes, und das warme Gefühl, dass alles okay ist.
zufrieden: gesalzen. Genuss. – Ablenken.
Auf dem Heimweg – Reflexion mit Ronaldo Als sie später zurück nach Hause liefen, ging Ronaldo neben ihm. „Du warst ruhig heute. Aber klar.“ Felix antwortete: „Ich hab gelernt, dass Pläne kaputtgehen dürfen. Wenn ich trotzdem was finde, das mir guttut, war der Tag nicht verloren.“ Ronaldo nickte ernst. „Manchmal ist 'Pommes essen' eine Entscheidung für sich selbst.“ Eintrag im Notizbuch 4. März – Tag 94 Ich wollte asiatisch essen – das ging nicht. Ich hätte früher enttäuscht aufgegeben. Aber heute hab ich einfach gesagt: Dann eben Pommes. Und das war mehr als Essen. Das war: Ich bleib. Ich dreh nicht um. Ich finde etwas. Manchmal reicht das völlig. Der Kein Aber Und dass
94. Turnier.
Tag war keine Kein Fastnachtsumzug. er war er war ein stiller Felix mittlerweile mit Unvorhergesehenem
große Kein Beweis umgehen
Reise. Stadiontag. echt. dafür, kann –
nicht perfekt, aber mutig. Und manchmal braucht es dafür nur eine Portion Pommes. 5. März 2025 – 95. Tag: Erstes Treffen mit der neuen Assistentin, ein Spaziergang durch Bretzenheim und ein ehrlicher Kneipenabend Der 95. Tag war für Felix ein weiterer Schritt in ein neues Kapitel. Ein Tag, den er innerlich seit Tagen spürte – nicht laut, nicht panisch, aber wie ein leichter Druck auf der Brust: Heute würde er zum ersten Mal seine neue Assistentin wirklich treffen – außerhalb der Vorstellung, außerhalb der Planung. Diesmal: nur sie und er. In Bretzenheim, seinem vertrauten Teil von Mainz, wo die Straßen kleiner, die Menschen ruhiger und die Erinnerungen tiefer waren. Der Vormittag – stille Nervosität Schon am Frühstückstisch war Felix Seine Mutter bemerkte es, legte ihm eine „Du musst heute nicht gefallen. Du musst nur du sein.“ Er „Ich weiß. Aber ich will, dass es kein Rückschritt wird.“
ruhiger als Hand auf den
sonst. Arm. nickte.
Treffen in Bretzenheim – vorsichtiges Annähern Um 11:00 Uhr stand Felix am verabredeten Treffpunkt: der kleinen Straßenbahnhaltestelle in Bretzenheim-Mitte, wo er oft mit seinen Eltern eingestiegen war, um zur Schule, zum Training oder zum Tierheim zu fahren. Jule, seine neue Assistentin, kam pünktlich. Schlicht gekleidet, mit einem warmen Lächeln. Kein aufgesetzter Smalltalk, kein hektisches Gestikulieren. Sie reichte ihm die Hand, sagte nur: „Schön, dass wir uns heute wirklich Zeit nehmen können.“ Sie gingen nebeneinander her – kein großes Ziel, kein Programmpunkt. Einfach spazieren. Sie redeten über kleine Dinge: • was Felix mag (strukturierte Abläufe, klare Sprache, Käsekuchen) • was er nicht mag (laute Menschen, Druck, plötzliche Änderungen) • was ihm hilft (Vorbereitung, Wiederholung, Verlässlichkeit) Jule hörte zu. Fragte nach – aber vorsichtig. Notierte sich Dinge in ein kleines Heft. Felix fragte irgendwann: „Machst du das bei jedem so?“ Sie antwortete ehrlich: „Nur bei denen, die mir wichtig sind.“ Mittag – gemeinsames Essen im kleinen Bistro Nach etwa einer Stunde kehrten sie in ein das Felix kannte – mit großen und einer Bedienung, die ihm vertraut war. Felix bestellte Kartoffelsuppe Jule nahm einen Salat
kleines, ruhiges Bistro ein, Fenstern, leiser Musik, mit mit
Brot, Kürbiskernen.
Sie aßen ruhig, ohne zu Doch am Ende sagte Felix: „Ich glaub… das war gut. Und das reicht mir.“ Jule „Und ich glaub, genau Nicht stillstand – aber achtsam.“
müssen. aber
gut. nickte. Tempo.
Abend – Kneipe mit den Spielern, ehrliche Gespräche Später am Abend traf sich Felix mit den vier Spielern in einer kleinen Kneipe in Bretzenheim, die sie inzwischen regelmäßig besuchten. Dort war es nicht zu laut, es gab dunkles Holz, Tischdecken mit Muster, und der Wirt grüßte ihn schon mit Namen. Felix bestellte ein alkoholfreies Bier, die Spieler ebenfalls – aus Solidarität. „Also, wie war’s?“, fragte Neymar. Felix trank einen Schluck, stellte das Glas ab, sah in die Runde. „Es war... ruhig. Aber nicht leer. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich spielen muss. Und sie hat nicht versucht, mich zu retten. Nur begleitet.“ Ronaldo nickte. „Dann ist das keine Hilfe. Dann ist das ein Mensch, der mitgeht.“ Eintrag im Notizbuch 5. März Ich habe heute Ich musste Ich war einfach – ich. Und jemand ist geblieben. Ich glaube, das Nicht, weil sondern weil es echt ist.
– niemanden
Tag beeindrucken nichts Anfang perfekt
95 müssen. leisten. Vertrauen. –
Der 95. Tag war kein Sprung. Aber ein klarer Schritt. Einer dieser Tage, an denen man merkt: Man muss nicht laut sein, um sich zu bewegen. Und manchmal reicht ein Spaziergang, eine Suppe – und ein alkoholfreies Bier, um zu wissen: Ich bin auf dem richtigen Weg. 6. März 2025 – 96. Tag: Ein Tag zuhause – Ruhe, Nähe und kleine Gespräche Der 96. Tag begann ohne Wecker, ohne Termin, ohne Druck. Ein seltener Tag, an dem alles still war – draußen wie drinnen. Keine Kurse, keine Verabredungen, kein Stadtbummel. Felix blieb zuhause.
Nicht aus Nicht aus Sondern, weil er spürte, Dass Stillstand heute sondern eine Form von Selbstfürsorge.
Überforderung. Rückzug. er es durfte. Verlust war,
Morgen – Aufwachen mit Leichtigkeit Felix wachte gegen 9:30 Uhr auf. Er hatte tief geschlafen. Kein Traum, kein Grübeln. Er lag noch einige Minuten im Bett, beobachtete, wie sich der Sonnenschein langsam an der Wand entlang bewegte. Ruhe. Kein innerer Alarm. Kein Muss. In der Küche saß bereits Messi, mit einem Buch und einer dampfenden Tasse Tee. Er schaute auf, nickte ihm zu. „Heute kein Plan?“ Felix schüttelte den Kopf. „Heute nur ich. Und du.“ Messi antwortete leise: „Reicht.“ Vormittag – kleine Rituale Sie frühstückten gemeinsam. Felix bereitete sich ein Müsli mit Hafermilch, schnitt Banane dazu, und stellte alles ordentlich auf den Tisch. Sie redeten nicht viel. Ein paar Sätze über das Wetter, über das nächste Mainz-Spiel, über eine neue Pokémon-Generation, die bald veröffentlicht werden sollte. Dann räumten sie gemeinsam auf. Felix wischte die Arbeitsplatte ab. Messi trocknete das Besteck. Ein eingespieltes, ruhiges Team. Mittag – Zuhause bleiben als Entscheidung Statt sich zu zwingen, rauszugehen, blieb Felix einfach auf dem Sofa. Er zog sich eine Decke über die Beine, schaute eine alte Folge seiner Lieblingsserie. Messi las neben ihm weiter. Ab und zu tauschten sie kurze Blicke, ein stilles Lächeln. Keine Langeweile. Keine Schuldgefühle. Felix dachte kurz an die Zeit vor einem Jahr – als ein „zuhause bleiben“-Tag bedeutet hätte: Rückzug. Angst. Stress. Heute war es: Verankerung. Nachmittag – kleine Gespräche mit Tiefe
Gegen 15:00 Uhr machten sie sich Tee. Felix saß am Fenster, sah auf die Straße. Er sagte leise: „Weißt du, ich dachte lange, wenn ich nicht ständig Fortschritte mache, bin ich stehengeblieben. Aber heute fühl ich mich nicht wie ein Rückschritt. Sondern wie… ein Moment der Sammlung.“ Messi schloss sein Buch. „Du musst nicht rennen, um dich zu entwickeln. Manchmal wachsen Dinge, wenn man still daneben sitzt.“ Abend – Abschluss mit Tee und Blick in die Nacht Am Abend tranken sie noch einen Fencheltee. Der Himmel war klar, erste Sterne sichtbar. Felix legte sich früh ins Bett – nicht, weil er müde war, sondern weil der Tag genug war. Ein ruhiger Tag. Ein echter Tag. Eintrag im Notizbuch 6. März Ich war Nicht aus Angst. Sondern aus Entscheidung. Ich habe Aber ich dass ich mich verändert habe. Und das reicht.
Tag heute Nicht nichts habe
96 zuhause. Müdigkeit. verändert. gespürt,
**Der 96. Tag war nicht groß. Aber er war ganz. Ein Tag, der zeigte: Nicht jeder Tag braucht Bewegung – manche brauchen einfach nur Raum zum Atmen. 7. März 2025 – 97. Tag: Kneipenabend, Mainz-Sieg und ein Platz auf dem Podest Der 97. Tag war von Anfang an geladen mit Spannung. Nicht wegen eines Termins oder einer Therapiesitzung – sondern weil am Abend ein entscheidendes Auswärtsspiel anstand: Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FSV Mainz 05. Felix hatte den Tag über schon nervös auf die Uhr geschaut, ständig den Kicker-Ticker aktualisiert und die App der Bundesliga geöffnet. Mainz stand auf Platz 3 – doch Frankfurt und Freiburg lagen dicht dahinter. „Wenn wir heute gewinnen… sind wir richtig oben drin.“, sagte Felix mehrmals. Die vier Spieler wussten: Dieser Abend bedeutete ihm etwas. Der frühe Abend – Vorbereitung für den Spielabend
Schon gegen 18:00 Uhr machten sich Felix und Ronaldo, Neymar, Messi und Suárez auf den Weg in die Kneipe in Bretzenheim, die für sie mittlerweile fast wie ein zweites Wohnzimmer geworden war. Sie kamen früh genug, um noch einen guten Tisch zu bekommen – mit Blick auf den großen Fernseher, der schon das Vorspiel mit Zusammenfassungen zeigte. Felix bestellte sich ein alkoholfreies Bier, dazu eine Portion Pommes. Die Spieler ebenfalls leichte Getränke – heute zählte Konzentration. „Wir schauen nicht nur zu“, sagte Suárez, „wir feiern mit.“ Anpfiff – Spannung und Emotion 19:30 Uhr – Anstoß. Die Kneipe war gut Mainz-Fans mischten sich mit neutralen Die Stimmung war gespannt, nicht aber jeder spürte: Hier könnte heute etwas Historisches passieren.
gefüllt. Gästen. –
Spielverlauf – Die Tore, die Hoffnung, das Beben 39. Minute – Paul Nebel: 0:1 Felix sprang auf, beide Fäuste in die Luft. „NEBEL! Wieder er! Was für eine Saison!“ Neymar lachte: „Er spielt wie ein echter Star – unauffällig und dann BAM!“ 48. Minute – Dominik Kohr: 0:2 Die Kneipe explodierte. Felix fiel Ronaldo um den Hals. „Was passiert hier? Was macht Mainz da?!“ 73. Minute – Lainer: 1:2 Kurz wurde es ruhiger. Felix wurde still. Er trank langsam sein Bier, sagte nur: „Jetzt ruhig bleiben. Jetzt zusammenhalten.“ 77. Minute – Amiri: 1:3 Er sprang wieder auf. „AMIRI! DAS IST DIE ANTWORT! DAS IST CHARAKTER!“ Die ganze Kneipe tobte. Selbst Gäste, die sonst neutral waren, klatschten. Felix stand da, Tränen in den Augen – nicht aus Traurigkeit, sondern weil Mainz 05 auf dem Rasen etwas zeigte, was er in sich selbst wiedererkannte: Kämpfen. Überraschen. Wachsen. Nach dem Abpfiff – Die Tabelle, der Stolz, das Zittern Als der Schlusspfiff ertönte, griff Felix sofort zum Handy und aktualisierte die Tabelle: Pl. Team Sp. S U N Tore Diff. Punkte 1 Bayern München 25 19 4 2 74:23 +51 61 2 Leverkusen 25 15 8 2 55:30 +25 53 3 Mainz 05 25 13 5 7 42:26 +16 44 4 Frankfurt 25 12 6 7 51:39 +12 42
Felix war Messi legte ihm die Hand auf „Du hast ihnen das zugetraut, lange bevor sie es gezeigt haben.“
sprachlos. Schulter:
Auf dem Heimweg – Gespräche im Licht der Laternen Es war später Abend, als sie wieder in Bretzenheim die Straßen entlanggingen. Felix sagte leise: „Ich glaub, ich hab noch nie so stolz auf einen Verein gewesen… und gleichzeitig so sehr das Gefühl gehabt, dass ich dazugehöre.“ Suárez antwortete ruhig: „Vielleicht, weil ihr gemeinsam gewachsen seid. Mainz – und du.“ Eintrag im Notizbuch 7. März – Tag Mainz hat in Gladbach Nicht durch Zufall – durch Mut. Ich habe geschrien, gefeiert, Und ich habe Das ist mehr als Fußball. Das Glaube. Entwicklung. Und das nicht nur Fan zu sein sondern Teil von etwas Größerem.
97 gewonnen. gezittert. gespürt: ist: Gefühl, –
Der 97. Tag war voller Tore – aber auch voller Erkenntnis. Dass ein Verein wie Mainz 05 und ein Mensch wie Felix etwas gemeinsam haben: Man hat sie unterschätzt – und jetzt sind sie da. Ganz oben. 8. März 2025 – 98. Tag: Ein ruhiger Abend, ein seltsames Geräusch und das, was bleibt Der 98. Tag war ein Samstag ohne große Pläne, aber genau das war es, was Felix nach dem aufregenden Mainz-Sieg brauchte: Ein ruhiger Ausklang. Etwas Persönliches. Etwas Echtes. Und er wusste auch schon, mit wem. Am späten Nachmittag wandte er sich an einen der Spieler – und sprach ihn zum ersten Mal seit Wochen wieder bei seinem echten Namen an. „Leo…? Heute nur du und ich?“ Messi, der bis dahin wie selbstverständlich in seiner Deckidentität „Matías“ angesprochen wurde, blickte auf – überrascht, aber auch gerührt. „Ich würde mich freuen. Ehrlich.“ Der frühe Abend – Spaziergang durch das ruhige Mainz Felix und Lionel Messi machten sich zu zweit auf Es war mild, die Sonne stand tief, die Straßen in der Oberstadt waren leer. Sie redeten über:
das Spiel von gestern Felix’ alte Grundschule, an der sie vorbeikamen Messis erstes Auswärtsspiel als Jugendlicher in Rosario und darüber, wie sich Ruhe manchmal viel mutiger anfühlt als Kampf Felix sagte irgendwann: „Du musst dich nicht verstecken bei mir.“ Messi lächelte: „Und du dich bei mir nicht verstellen.“ • • • •
Abendessen – Pizza unter Freunden Sie gingen in eine kleine, kaum bekannte Pizzeria am Stadtrand, die Felix vor Jahren mal mit seiner Mutter entdeckt hatte. Dort war es ruhig, die Lichter warm, der Duft nach Steinofen vertraut. Felix bestellte sich wieder – wie immer – Pommes und Apfelsaft. Messi nahm eine einfache Margherita. „Das hier ist für mich wie eine sichere Zone,“ sagte Felix. „Ein Ort ohne Erwartungen.“ „Dann ist es für mich heute auch ein Zuhause“, erwiderte Messi. Die Suche nach der Musik – und das große Nichts Als sie sich gegen 21:45 Uhr auf den Heimweg machten, hörten sie plötzlich laute, rhythmische Musik in der Ferne. Es war nicht nah. Nicht klar. Aber präsent. Ein tiefer Bass, ein elektronisches Stampfen – als würde irgendwo ein verstecktes Konzert oder eine Techno-Party stattfinden. Felix blieb stehen. „Hörst du das auch?“ Messi nickte. „Lass uns rausfinden, was es ist.“ Sie liefen zwei Stunden durch die Gegend. Immer der Musik nach. Erst Richtung Oberstadt, dann zur Universität, sogar kurz bis zum Volkspark – doch je näher sie kamen, desto diffuser wurde der Klang. Mal links, mal rechts, dann plötzlich wieder weg. Kein Mensch, keine Bühne, keine Quelle. Gegen 23:50 Uhr standen sie an einer Kreuzung und gaben auf. Felix sah zum Himmel, der inzwischen klar war. „Vielleicht ist es einfach nur der Klang von etwas, das nicht für uns bestimmt ist.“ Messi legte ihm die Hand auf die Schulter. „Oder es war genau das, was wir heute gebraucht haben – eine Suche ohne Ziel, aber mit jemandem, der mitgeht.“ Eintrag im Notizbuch 8. März Heute war Aber ich
Tag lauter laut
98 Tag. gehört.
Musik, die ich nicht finden konnte. Vielleicht war sie in mir. Ich war mit Leo unterwegs – nicht mit einer Rolle. Und ich hab gespürt: Wenn du einem Menschen seinen echten Namen sagst, dann sagst du auch dir selbst, dass du bereit bist, echt zu sein. Und manchmal führt eine Suche zu keinem Ort – aber dafür zu einer Erinnerung, die bleibt. Der 98. Tag war still, dann laut, dann leer – und am Ende: vollkommen. Denn was zählte, war nicht, ob sie die Musik fanden – sondern dass sie sich fanden, ohne Maske, ohne Eile, einfach so. 9. März 2025 – 99. Tag: Fifa, Ehrgeiz und das Spiel im Spiel Nach dem besonderen, ruhigen Abend mit Messi am Vortag, an dem sie ziellos einer unsichtbaren Musik hinterhergelaufen waren, wachte Felix am 99. Tag mit einem anderen Gefühl auf: Spieltrieb. Wettkampf. Fokus. Kein Spaziergang, kein tiefes Gespräch, kein Rosenmontagszug oder Besuch im Stadion. Heute war ein FIFA-Tag. Der Morgen – Entscheidung aus dem Bauch heraus Felix frühstückte gemütlich, goss sich einen Tee ein und starrte auf den Controller, der auf dem Couchtisch lag. Er grinste. „Heute krieg ich euch.“ Die vier Spieler – Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez – saßen bereits im Wohnzimmer. Messi las, Neymar scrollte durch sein Handy, Ronaldo machte Dehnübungen (!), und Suárez futterte Trockenfrüchte. „FIFA?“, fragte Felix. „FIFA.“, antworteten sie fast gleichzeitig. Der Vormittag – Aufwärmen, Lachen, Revanche Felix entschied, dass heute im Turniermodus gespielt wird. Er hatte ein kleines Blatt Papier vorbereitet, auf dem er die Teams einzog: • Felix: Mainz 05 • Ronaldo: Real Madrid • Messi: Inter Miami • Neymar: PSG • Suárez: FC Barcelona Die ersten Matches waren voller Lachen, aber auch kleiner Sticheleien:
Suárez meckerte über einen Elfmeter: „Das war Ball, nicht Bein!“ • Neymar provozierte mit Skill-Moves • Messi blieb ruhig, aber eiskalt vor dem Tor • Felix… wuchs von Spiel zu Spiel Im Spiel gegen Ronaldo traf Felix mit Burkardt in der 87. Minute zum Sieg – und sprang auf: „ICH SCHLAG DICH MIT MAINZ, CR7!“ Ronaldo lachte laut: „Das war Glück. Aber okay, verdient.“ •
Der Nachmittag – Das große Finale Es kam, wie Felix gehofft Finale zwischen Felix (Mainz 05) und Messi (Inter Miami) Das Wohnzimmer war Selbst Neymar saß Suárez kommentierte wie ein „Und jetzt kommt Er legt AMIRI – TOOOOOOOOOOOOOR!“ Felix führte 2:1 – doch Messi glich in der 89. Verlängerung. In der 116. Ecke für Burkardt steigt Kopfball! TOR! 3:2! Felix ließ den Controller ließ sich aufs Sofa und stieß nur ein „YES!“ aus, das durch die Wohnung hallte. Der Abend – Reflexion nach dem Spiel Am Abend saßen sie Keine großen Pläne Nur noch Tee, Chips – und eine Playlist mit ruhiger Musik. Messi drehte sich zu „Du hast heute nicht nur FIFA Du hast dich getraut, uns auf Augenhöhe herauszufordern.“ Felix „Ihr seid für mich keine Ihr seid meine Und heute war ich der, der das Spiel gemacht hat.“ Eintrag im Notizbuch 9. März – Heute hab ich aber nicht nur das Spiel. Ich hab gezockt, Ich war ernst Ich war Spieler – nicht Zuschauer. Und ich Egal ob am Controller
Tag gewonnen
hatte: angespannt. still. Live-Reporter. Nebel… quer… Minute
Minute: Mainz. hoch… fallen, zurückfallen,
zusammen. mehr. Felix: gewonnen. grinste: Götter. Freunde.
gelacht, und
gestritten. albern.
gemerkt: Leben –
man muss Nur dann kann man auch gewinnen.
anzutreten.
Der 99. Tag war digital, aber real. Ein Spiel auf dem Bildschirm – aber ein echter Sieg für Felix: Über die Unsicherheit, über die Angst, nicht gut genug zu sein – und hin zu dem Gefühl: „Ich gehöre dazu.“ 10. März 2025 – 100. Tag: Ein Spaziergang am Rhein, Pokémon, Freundschaft und ein stiller Meilenstein Der 100. Tag. Ein Tag, den Felix nicht gezielt vorbereitet hatte, aber der sich beim Aufwachen irgendwie anders anfühlte. 100 Tage. Seitdem Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez an seiner Tür standen. Seitdem sein Alltag sich leise, aber tiefgreifend verändert hatte. Seitdem Felix nicht mehr allein kämpfte, sondern begleitet ging. Und heute? Heute wollte er einfach etwas machen, das ihm Spaß machte. Etwas, das ihm gehörte. Etwas, das ihn stärkte, ohne zu überfordern. Die Wahl war klar: Pokémon GO – am Rhein. Vormittag – Vorbereitung mit Ritualcharakter Nach dem Frühstück – Haferflocken mit Banane, dazu ein Tee mit Honig – holte Felix seine Powerbank, das Aufladekabel, Kopfhörer und den kleinen, alten Rucksack, in dem sein Notizbuch, ein Müsliriegel und eine Flasche Wasser lagen. Er sah die Spieler an: „Kommt ihr mit?“ Messi nickte sofort. Neymar grinste: „Wenn du mir endlich beibringst, wie man diese Mega-Energie effizient farmt, ja.“ Suárez fragte trocken: „Gibt’s heute wieder Glumanda oder neue Shinys?“ Und Ronaldo sagte einfach nur: „Ich laufe, solange du läufst.“ Mittagszeit – Losziehen, ohne Ziel, aber mit Neugier Sie fuhren mit der Straßenbahn bis zum Rheinufer in der Nähe der Theodor-HeussBrücke. Dort war es ruhig, nur vereinzelt waren andere Spaziergänger unterwegs. Die Sonne schien, es war kühl, aber klar. Das Wasser glitzerte. Und in der Luft lag diese besondere Stimmung, die nur an Tagen spürbar ist, an denen man nicht hetzen muss. Felix öffnete Pokémon GO. „Okay, wir gehen Richtung Winterhafen – viele Stops, viele Spawns.“
Er fing gleich einen Shiny Panflam, Ronaldo rief plötzlich: „Ich hab ein Dragoran auf der Karte – komm, wir rennen!“ Und Neymar hatte einen Fehler beim Werfen gemacht und sagte: „Ich brauch dringend wieder Wurftraining, Felix.“ Sie lachten. Sie gingen. Sie spielten. Sie lebten. Nachmittag – Gespräche im Laufen Zwischendurch redeten sie – aber nicht über Probleme. Nicht über Zukunftsangst oder Therapien. Sondern über das Spiel, über Kindheitserinnerungen, über Lieblingsstarter in Kanto und Hoenn, über Strategien bei Raids. Messi sagte irgendwann: „Weißt du, ich dachte nie, dass ich mich mal in einem Spiel so frei fühlen kann.“ Felix antwortete: „Ich dachte nie, dass ich mal im echten Leben so sicher sein kann – während ich ein Spiel spiele.“ Später Nachmittag – das besondere Erlebnis Gegen 16:00 Uhr, kurz vor dem spawnte ein legendäres Raid-Pokémon – Rayquaza mit Urform. Felix schrie „Jungs! Das ist ultra selten – nur noch heute im Spiel!“ Sie Fünf andere Spieler vor Ort schlossen Gemeinsam schafften sie den Felix war nervös – und warf: 1… 2… 3… GEFANGEN! Er drehte sich zu den Spielern, hob das Handy „Ich hab’s. Ich hab es wirklich Und dann – wie so oft – lächelte Nicht laut. Nicht Ein stilles, ehrliches Lächeln. Abend – Heimweg mit warmem Gefühl Auf dem Rückweg saßen sie Felix blickte aus Die Sonne ging Der Rhein schimmerte wie flüssiges Gold. Keiner sagte Denn niemand musste. Eintrag im Notizbuch
in der dem langsam
Winterhafen, auf: sich
rannten. an. Raid. Wackler.
die Luft: gefangen.“ er einfach. stolz.
Straßenbahn. Fenster. unter. etwas.
10. März – 100 100 100 Male, in denen ich hätte aber mich stattdessen bewegt habe. Heute hab ich ein Aber eigentlich hab ich in den viel Größeres Vertrauen. Freundschaft. Selbstrespekt. Und wenn ich dann sehe ich nicht mehr der Angst Ich sehe den, der Der Der lebt.
100 Tage. Schritte. können –
aufgeben Rayquaza letzten
gefangen. 100 Tagen gefangen:
zurückblicke, Jungen, hatte. läuft. spielt.
Der 100. Tag war keine große Feier. Aber ein stiller Triumph. Denn Felix wusste jetzt: Was zählt, ist nicht, wie laut ein Tag ist – sondern wie echt er sich anfühlt. Und dieser Tag war: echt. 11. bis 13. März 2025 – Tag 101 bis 103: Lernen gegen Hindernisse Nach dem wunderschönen 100. Tag am Rhein mit Pokémon GO, spürte Felix am Morgen des 101. Tages deutlich: Es war Zeit, sich wieder zu konzentrieren. Die Prüfung zum IHK-Buchhalter rückte näher. Und auch wenn er im Kurs oft Mühe hatte, sich alles zu merken, war für ihn klar: Er will es versuchen. Doch wie so oft, wenn Felix sich zu viel vornimmt, kamen nicht nur Zweifel – sondern auch technische Probleme. Und sie begannen direkt am ersten Tag. Tag 101 – Der Bildschirm flackert, der Plan wackelt Felix saß am Vormittag vor seinem Laptop. Er hatte sich vorgenommen, endlich die Prüfungsanmeldung zu machen – das Formular war schon offen, die Unterlagen lagen bereit. Doch als er auf „Anmelden“ klickte, lud die Seite… und lud… und lud… Dann: Verbindungsfehler. Felix schloss die Seite, öffnete sie erneut. Nichts. Er probierte es über einen anderen Browser. Dann über den Inkognito-Modus.
Dann über das Wieder nichts. „Warum jetzt?!“, rief Er knallte die Maus auf Der Bildschirm flackerte Kurz schwarz, dann wieder da – aber die Anzeige zuckte. Messi kam herein, „Tief atmen, Felix. Wir lösen das. Später, nicht sofort.“ Felix „Aber das ist wichtig. Ich will das schaffen.“ „Dann wirst du es auch. Aber nicht heute in 10 Minuten.“
Handy. er den sah
frustriert. Tisch. plötzlich. ihn. murmelte:
Tag 102 – Wieder der Bildschirm, wieder der Rückschlag Am nächsten Tag versuchte Felix es erneut. Er öffnete die Dateien, loggte sich ins E-Learning-Portal ein – doch schon nach wenigen Minuten: Der Bildschirm begann erneut zu flackern. Er flackerte heftig, bis der Browser einfach verschwand. „Schon wieder!“ Felix schlug mit der Faust auf den Tisch. „Warum funktioniert das bei allen – nur bei mir nicht?“ Er versuchte es dreimal. Jedes Mal dasselbe: Login – Video – flackernder Bildschirm – Logout. Neymar kam rein. „Du wirst nicht dümmer, nur weil der Laptop spinnt.“ Felix antwortete: „Aber ich fühle mich jedes Mal wie ein Anfänger.“ Neymar nickte. „Dann sei ein Anfänger. Aber sei einer, der nicht aufgibt.“ Tag 103 – Der Versuch, sich nicht unterkriegen zu lassen Am dritten Tag hatte Felix einen neuen Plan: Er wollte im Kursraum lernen – mit einem der PCs dort. Doch bis er sich aufgerafft hatte, war es spät. Er kam zu spät zur VHS, der Raum war schon belegt. Er fuhr enttäuscht nach Hause. Wieder öffnete er den Laptop. Er kam diesmal sogar ins Skript – doch nach zehn Minuten warf ihn das System automatisch raus. „Fehler beim Server-Timeout“ – stand dort. Felix starrte auf den Bildschirm. Er zitterte leicht. Nicht vor Wut – sondern vor dieser machtlosen Ohnmacht. Dieses Gefühl, etwas zu wollen, aber immer wieder blockiert zu werden. Von Technik.
Von Von sich selbst.
Am Abend des dritten Tages Ronaldo setzte sich „Hast du Felix schüttelte den „Nein. Ich hab’s versucht.“ „Eben. Scheitern ist, wenn du nicht mehr versuchst.“ Felix „Ich versuch’s morgen Vielleicht nicht am Laptop. Vielleicht auf Papier.“ Ronaldo „Dann ist es der erste richtige Schritt zum Bestehen.“ Eintrag im Notizbuch 11.–13. März – Ich wollte lernen. Ich Aber alles ist nicht durch Faulheit, sondern durch Technik. Früher hätte ich es als Heute sehe ich Und Widerstand zeigt, dass ich kämpfe. Ich hab mich Ich bin Ich hab’s Und ich werde es weiter tun.
nickte. wieder. lächelte.
Tag wollte gestört
ihm. versagt?“ Kopf.
mich worden
101–103 beweisen. –
Zeichen gesehen, darin:
aufzugeben. Widerstand.
gedrückt. geflohen. versucht.
Die Tage 101 bis 103 waren keine Siege. Aber sie waren Training. Für Geduld. Für Frustrationstoleranz. Für echten Willen. Denn wer trotz Rückschlägen weitermacht, gewinnt vielleicht nicht die Schlacht sofort – aber ganz sicher irgendwann den Krieg gegen das Aufgeben. 14. März 2025 – 104. Tag: Die Wahrheit im Klassenraum Der 104. Tag begann mit etwas, das für Felix in den letzten Wochen selten geworden war: Pünktlichkeit. Er hatte sich den Wecker früher gestellt, die Kleidung am Abend zuvor herausgelegt und sogar seine Unterlagen geordnet. Heute sollte er es anders machen als an den Tagen 101 bis 103, an denen ihn Technik, Fehler und Frust immer wieder aus der Bahn geworfen hatten. Heute wollte er auftauchen – vollständig. Morgen – Der Weg zur VHS Felix nahm den Bus zur VHS. Er hatte extra auf Schokolade verzichtet, um den Kreislauf stabil zu halten, hörte ruhige Musik über Kopfhörer und saß vorne im Bus, damit er möglichst früh aussteigen konnte. Der Himmel war bedeckt, aber sein Inneres klar.
Er betrat den Kursraum um Punkt 8:25 Uhr – fünf Minuten vor Beginn. Er grüßte, setzte sich ruhig, holte Stift und Block heraus. Die Dozentin – Frau Arnold – warf einen kurzen Blick auf ihn, blätterte ihre Unterlagen durch, und sagte nach dem Einstiegssatz mit Blick zu Felix: „Schön, dass Sie heute pünktlich sind, Herr Zimmermann.“ Kurze Pause. „Aber darf ich fragen: Warum haben Sie in den letzten zwei Wochen keine der vorbereiteten Aufgaben abgegeben?“ Die unangenehme Wahrheit Der Raum wurde kurz still. Die anderen Teilnehmer schauten neugierig auf. Felix schluckte. Er zögerte – dann sagte er ehrlich: „Ich hatte technische Probleme. Mein Laptop hat nicht funktioniert, und die Seiten sind immer wieder abgestürzt. Und irgendwann… hatte ich Angst, weiterzumachen.“ Frau Arnold nickte. „Gut, dass Sie es sagen. Aber das ändert nichts an den Tatsachen: In drei Wochen ist Prüfung. Und so, wie Sie im Moment vorbereitet sind – werden Sie sie nicht bestehen.“ Die Worte kamen nicht böse, nicht spöttisch, sondern sachlich. Klar. Ehrlich. Und genau das traf. Felix starrte auf sein Blatt. Er spürte ein Brennen in den Augen. Nicht wegen der Blöße. Sondern weil er wusste, dass sie Recht hatte. Die Entscheidung in der Pause In der Pause saß Felix auf der Bank vor Messi war mitgekommen, hatte draußen auf Er reichte ihm eine Apfelschorle. „Und?“, fragte er Felix sagte: „Sie hat gesagt, ich bestehe nicht. Wenn ich so weitermache.“ Messi blieb Dann sagte er: „Dann ist jetzt die beste Zeit, es nicht mehr so weiterzumachen.“ Felix schloss die Atmete „Ich will
Gebäude. gewartet. leise. still. Augen. tief. lernen.
Nicht Ich will bestehen.“ Messi „Dann Aber Ich helf dir.“
es. Schritt
nickte. perfekt. Schritt.
Nachmittag – Rückkehr ins Lernen Nach dem Kurs nahm Felix sich keine Pause. Er ging mit Messi nach Hause, legte seine Unterlagen auf den Tisch und machte sich einen Lernplan – mit echten Pausen, festen Wiederholungen, realistischen Zielen. Kein Sprint. Ein Marsch. Aber einer, den er führen wollte. Eintrag im Notizbuch 14. März – Tag Heute wurde mir die Wahrheit gesagt klar, direkt, ohne Schutz. Ich habe nicht genug Und ich habe das Gefühl Nicht Angst vor der Prüfung sondern Angst, dass ich wieder aufgebe. Aber das werde ich Nicht diesmal. Ich werde Nicht Aber echt.
104 – getan. erkannt: – nicht. lernen. perfekt.
Der 104. Tag war kein leichter. Aber er war ein ehrlicher Spiegel. Und manchmal beginnt Veränderung nicht mit Motivation, sondern mit dem Eingeständnis: „So wie bisher geht’s nicht weiter.“ Felix war bereit. 15. März 2025 – 105. Tag: 120 Jahre Mainz 05 – Ein Festtag mit Drama und Stolz Der 105. Tag war ein ganz besonderer – nicht nur für Felix, sondern für eine ganze Stadt. Denn an diesem Samstag feierte der 1. FSV Mainz 05 sein 120-jähriges Vereinsjubiläum. Ein Tag voller Erinnerungen, Emotionen, Stolz – und natürlich: Fußball. Für Felix war schnell klar: „Da muss ich hin. Egal was ist.“ Und er wollte es mit denen erleben, die in den letzten 105 Tagen wie eine Familie für ihn geworden waren: Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez. Der Vormittag – Aufbruch mit Vorfreude
Schon beim Frühstück trug Felix sein Mainz-Trikot mit der Nummer 05. Er hatte es extra gewaschen und gebügelt. Messi hatte eine Mainz-Schirmmütze auf, Neymar eine rot-weiße Wimpelkette um den Hals. Suárez meinte grinsend: „Heute geht’s nicht ums Gewinnen – heute geht’s ums Dabeisein.“ Felix schüttelte den Kopf: „Heute geht’s ums Herz. Und das schlägt in Rot-Weiß.“ Sie nahmen die Straßenbahn zur MEWA-Arena – die voller Fahnen, Lieder, Blaskapellen und fröhlicher Menschen war. Ein Festtag – für alle, die Mainz lieben. Vor dem Spiel – Emotionen pur Im Stadion liefen alte Vereinsvideos auf Felix sah Choreografien aus einen Clip von Jürgen Klopp und sogar ein Interview mit dem legendären Heinz Kubsch. Die Fans sangen: „Mainz bleibt Mainz, wie es singt Und wir feiern 120 Jahr’ in voller Pracht!“ Felix hatte Tränen in Er stand da, eingerahmt von den und zum ersten Mal fühlte er sich nicht sondern wie ein echter Teil des Vereins.
den den als und
Bildschirmen. 2000ern, Spielertrainer, lacht
den Augen. vier Spielern – wie ein Zuschauer,
Das Spiel – Drama, Karten, Tore 34. Minute – Burkardt trifft: 1:0! Felix sprang auf, schrie: „BURKI! Wie damals gegen Dortmund! Der ist zurück!“ Die ganze Tribüne vibrierte vor Euphorie. 43. Minute – Rote Karte für Kohr. Stille. Schock. Felix schüttelte den Kopf. „Warum? Ausgerechnet heute…“ 58. Minute – Ausgleich Freiburg: 1:1. Suárez sah Felix’ Schultern sinken. „Hey“, flüsterte er, „ein echter 05er bleibt auch stehen, wenn’s wackelt.“ 74. Minute – Olsen macht das 2:1 für Mainz! Felix war wieder auf den Beinen. Er warf die Arme hoch. „Das ist Mainz! Kämpfen – auch zu zehnt!“ 79. Minute – Freiburg gleicht aus: 2:2. Ein Schlag. Aber: Nicht der letzte Moment. Abpfiff – 2:2. Nach dem Spiel – Und doch ein Sieg
Die Fans Keiner Das Stadion sang: „Wir sind die Meenzer Jungs – und ob Aufstieg oder Abstieg, wir gehn Hand in Hand!“ Felix drehte sich zu „Ich wollte heute Aber ich glaube… ich hab mehr bekommen.“ Messi fragte „Was Felix antwortete: „Zugehörigkeit. Ich war heute Ich war Teil von etwas, auch wenn’s mal unentschieden ausgeht.“
blieben. ging. wir
Spielern: Sieg. leise: denn?“
Die Tabelle danach – Und trotzdem oben dabei Platz Verein Spiele S U N Tore Diff. Punkte 1 Bayern München 26 19 5 2 75:24 +51 62 2 Leverkusen 26 16 8 2 59:33 +26 56 3 Mainz 05 26 13 6 7 44:28 +16 45 Felix sah’s auf dem Heimweg „Noch immer Dritter. Noch immer ein Wunder.“ Eintrag im Notizbuch 15. März – 120 Jahre Und heute hab ich gefühlt, was das heißt. Nicht nur sondern dabei Nicht nur sondern Herz. Ich war Ich hab geschrien, Ich war nicht und ich war nicht klein. Ich war ein 05er.
Tag Mainz gewinnen Tore gezittert, allein
105 05. – sein. – da. gefeiert. –
Der 105. Tag war kein Sieg auf dem Papier. Aber ein Triumph im Herzen. Denn wer an einem solchen Tag „Wir“ sagen kann – der hat schon gewonnen. Genau wie Felix. 16. März 2025 – 106. Tag: Spaziergang durch Nieder-Olm – Ruhe, Weite und kleine Gedanken Nach dem emotionsgeladenen Jubiläumsspiel am Vortag, dem Remis gegen Freiburg und der Gänsehaut-Atmosphäre in der MEWA-Arena, brauchte Felix am 106. Tag einen Gegenpol: Ruhe. Abstand. Bewegung ohne Trubel.
Er wollte raus aber nicht in die nicht zwischen Bahnen, Lärm und Er wollte Und er wollte Luft. Also schlug er „Lass uns heute mal nach Nieder-Olm fahren und einfach… gehen.“ Die vier Spieler die inzwischen gelernt hatten, wann Felix Rückzug nickten „Wir gehen mit dir. Wohin du willst.“
– Stadt, Hektik. Weite. vor: – braucht – still.
Der Vormittag – Anreise mit Planlosigkeit Sie fuhren mit der Regionalbahn ab Mainz Hauptbahnhof. Felix hatte vorher noch belegte Brote geschmiert – eines mit Käse, eines mit Frischkäse und Gurke. Neymar hatte Müsliriegel in den Rucksack geworfen, Messi trug eine Thermoskanne mit Tee. Die Fahrt dauerte nur 12 Minuten – aber Felix genoss jede Sekunde davon. Der Blick aus dem Fenster: Felder, Reben, Windräder. Kein Verkehr, keine Baustellen. Als sie in Nieder-Olm ausstiegen, sagte er: „Hier ist alles... langsamer.“ Messi nickte. „Man hört hier sogar den Wind denken.“ Mittagszeit – Feldwege, Ruhe, echtes Gespräch Sie liefen Richtung Felder. Der Himmel war klar, die Luft kühl, aber angenehm. Vögel zwitscherten. Felix hatte seine Pokémon-GO-App zwar geöffnet, aber ließ sie nach kurzer Zeit wieder ausgeschaltet. „Heute fang ich nichts. Heute find ich mich.“ Sie kamen an einem kleinen Bach vorbei, an Streuobstwiesen, an einem umgestürzten Baumstamm. Felix stieg darauf, balancierte – und fiel am Ende mit einem Lachen in das Gras. Suárez half ihm hoch. „Du lachst. Das ist selten. Schön.“ Am Nachmittag – Gedanken, die nicht laut sein müssen Auf einer Bank am Waldrand machten sie Die Sonne stand inzwischen der Himmel war blau-golden. Felix sagte leise: „Früher hätte ich an so einem Tag ich verschwende
Pause. schräg, gedacht, Zeit.
Weil ich Nicht Nicht kämpfe.“ Ronaldo „Und heute?“ „Heute denke Und mein Herz auch.“
bin. lerne. fragte:
Der Rückweg – Zufriedenheit ohne Worte Auf dem Heimweg redeten sie Die Ruhe wollte niemand Es war ein Tag, an dem keine Ziele verfolgt aber vieles erreicht wurde. Als sie am Abend in Mainz wieder sagte Neymar: „Weißt du, was heute Das Gegenteil von Und trotzdem genauso wichtig.“ Felix „Vielleicht, weil gestern laut war und heute gehört mir.“ Eintrag im Notizbuch 16. März Heute war Kein Kein Ziel. Aber ich Nicht Nicht geflohen. Ich bin durch durch durch mich selbst. Und ich Man muss nicht um etwas zu fühlen.
kaum. stören. wurden, ankamen, war? gestern. lächelte. –
106 Spiel. Plan.
gegangen. gerannt.
– Weite, Stille, etwas
gemerkt: tun,
**Der 106. Tag war wie ein tiefer Atemzug. Kein Spektakel, kein Drama – aber dafür ein Tag, der zeigt: Manchmal ist das Größte, was man sich geben kann, einfach: Frieden. 17. März 2025 – 107. Tag: Die Ankündigung – Abschied auf Zeit Der Morgen des 107. Tages begann wie viele andere. Felix hatte sich eine Liste geschrieben, was er heute erledigen wollte: Vokabeln wiederholen, Rechnungswesen-Formulare sortieren, und am Abend gemeinsam mit den Spielern etwas kochen. Doch er spürte es schon beim Frühstück: Etwas lag in der Luft. Die vier Spieler saßen ungewohnt still am Tisch.
Kein lockeres Necken. Nur leise Löffelgeräusche und die schnell wieder in den Teetassen verschwanden. Felix merkte doch er wagte nicht zu fragen.
Kein FIFA-Gespräch. gelegentliche Blicke, es
Der Moment der Wahrheit – Worte, die wehtun Nach dem Abwasch bat Ronaldo, dass sie sich alle ins Wohnzimmer setzen. Felix setzte sich in den Sessel am Fenster, die vier Spieler standen – ungewöhnlich ernst – nebeneinander. Dann sprach Messi, leise und vorsichtig: „Felix… du weißt, wir sind schon eine ganze Weile hier. Mehr als drei Monate. Es war für uns eine besondere Zeit – und du bist ein Teil davon geworden.“ Felix blickte ihn an, das Herz schlug schneller. „Was meinst du damit…?“ Neymar übernahm: „Wir haben eine Nachricht bekommen. Unsere Vereine wollen uns zurückrufen. Wir müssen nächste Woche zurück ins Training. In unsere Welt.“ Suárez, der sonst nie leise war, sagte nur: „Es ist unsere letzte Woche mit dir.“ Der Schock – und das Schweigen Felix sagte nichts. Er blickte nur auf den Teppich. Der Rand seines Pullovers war in seinen Händen verknotet. Sein Magen zog sich zusammen. Die vertraute Enge im Brustkorb kam zurück. Der Atem stockte kurz. „Nur noch… eine Woche?“, flüsterte er. „Aber… ich bin doch noch nicht fertig mit euch.“ Ronaldo kniete sich vor ihn. „Und wir nicht mit dir. Aber es ist nicht das Ende. Es ist… ein Übergang.“ Felix schüttelte den Kopf. „Ich hab euch gebraucht. Ich brauch euch immer noch.“ Der Nachmittag – Versuch, stark zu bleiben Den Rest des Tages war Felix still. Sie gingen noch kurz spazieren, aber er lief langsam, schaute oft zu Boden. Die anderen ließen ihn. Sie wussten, dass echte Traurigkeit nicht laut ist. Sie schleicht, sitzt tief, und braucht Zeit.
Am Abend saßen sie gemeinsam im Wohnzimmer. Keine Filme, kein Spiel. Nur da sein. Einfach da sein. Felix sagte schließlich: „Ich wusste, dass es irgendwann passiert. Aber ich dachte, ich bin stärker, wenn’s soweit ist. Bin ich nicht.“ Messi legte ihm die Hand auf die Schulter. „Doch. Denn du fühlst. Und das ist wahre Stärke.“ Eintrag im Notizbuch 17. März – Sie Noch nicht aber Nächste Woche. Ich wusste, es Aber wissen schützt nicht vor Traurigkeit. Ich bin Ich bin Und ich will diese weil ich weiß, dass sie vergeht. Aber ich will Weil ich sonst nie was ich jetzt so schmerzhaft vermisse.
107 gehen. – bald.
nicht Woche
wütend. leer. erleben,
trotzdem gehabt
leben. hätte,
Der 107. Tag war nicht das Ende – aber das Vorbeben. Der Moment, an dem Felix verstand: Man kann etwas verlieren – und es trotzdem für immer behalten. In sich. Im Herzen. In den Tagen, die bleiben. 18. März 2025 – 108. Tag: Zwischen Lernen und Ablenken Der 108. Tag begann grau. Nicht nur der Himmel über Mainz war wolkenverhangen, auch Felix’ Stimmung lag schwer in der Luft. Die Ankündigung vom Vortag – dass Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez in einer Woche wieder gehen würden – wirkte nach. Nicht mit Tränen, nicht mit Wutausbrüchen, sondern mit dieser stillen Müdigkeit, die sich wie ein Schleier über alles legte. Aber Felix hatte sich trotzdem etwas vorgenommen: Heute wird gelernt. Der Vormittag – Lernen gegen die Leere
Er setzte sich gegen 9:30 Uhr an den Küchentisch. Ordnete seine Lernunterlagen. Stift. Block. Taschenrechner. Das IHK-Buch für Buchhaltung. Die vier Spieler ließen ihn in Ruhe, beobachteten ihn nur aus der Ferne. Ab und zu brachte Messi ihm Tee oder Neymar reichte eine Banane. Felix versuchte, sich auf das Thema Abschreibungen zu konzentrieren. Er las sich durch das Beispiel mit der linearen Methode, rechnete durch: Maschine kostet 12.000 €, Nutzungsdauer: 4 Jahre → Abschreibung pro Jahr: 3.000 €. Er verstand es. Nicht sofort, aber besser als letzte Woche. Nach drei Seiten seufzte er tief. Dann sagte er laut, fast zu sich selbst: „Ich will bestehen. Und ich weiß jetzt, warum: Weil ich will, dass sie stolz gehen können.“ Der Nachmittag – Wiederholung statt Aufgeben Er ging die alten Aufgaben nochmal durch. Diesmal ohne Druck, aber mit System. Immer 25 Minuten konzentriertes Arbeiten, dann 5 Minuten Pause. In der letzten Einheit lernte er für das Thema „Buchen mit Belegen“. Er erinnerte sich an den Tipp von Frau Arnold: „Immer zuerst: Was verändert sich? Aktiv? Passiv? Aufwand? Ertrag?“ Felix schrieb auf: • Kasse an Umsatzerlöse • Mietaufwand an Bank Die Welt der Buchungssätze war nicht seine – aber sie fühlte sich nicht mehr wie ein Feind an. Mehr wie ein stiller Gegner, den man mit Geduld zähmen konnte. Der Abend – Rückzug in die eigene kleine Welt Nach dem Abendessen – heute gab es Brot, Käse, Tomaten – setzte sich Felix mit seinem Handy ins Wohnzimmer. Die Spieler sahen fern, doch Felix tauchte in eine andere Welt ab. Er öffnete die „Football Manager“-App. Nicht FIFA – das war zu laut, zu schnell. Sondern etwas, wo man denken, planen, managen konnte. Er spielte den Karrieremodus mit Mainz 05. Er ließ Burkardt im Sturm, Nebel auf der 10, und holte einen jungen Spielmacher aus Belgien ins Team. Er baute. Strukturiert. Leise. Und als Mainz im Spiel in der 87. Minute das 2:1 gegen Dortmund erzielte, lächelte Felix. Nicht wegen des Spiels.
Sondern, weil er Etwas, das ihm sonst oft entglitt.
Später Abend – ein kurzer Austausch Messi setzte sich neben „Manager heute?“ Felix „Ich kann da ordnen, was in echt oft durcheinander ist.“ Messi sah ihn „Du hast heute mehr geordnet als nur dein Team.“ Felix Dann sagte er „Vielleicht. Aber bitte bleib so lange es geht.“
ihn. nickte. an. schwieg. leise: noch…
Eintrag im Notizbuch 18. März – Tag 108 Ich habe gelernt. Nicht perfekt. Aber ehrlich. Ich habe etwas verstanden, was ich nie gedacht hätte: Man kann auch dann lernen, wenn man traurig ist. Vielleicht lernt man dann sogar mehr – weil man wirklich fühlt, wofür man es tut. Und am Abend… war ich Manager. Nicht über Menschen. Sondern über meine Gedanken. Der 108. Tag war kein Heldentag. Aber ein Tag, an dem Felix sich stellte: Seinem Frust. Seiner Angst. Und seinem Willen. Er lernte. Und fand abends in einem Handyspiel etwas wie Trost. 19. März 2025 – 109. Tag: Ein ganzer Tag für den Willen Der 109. Tag begann mit einem Wecker, der schon um 7:30 Uhr klingelte. Felix hatte ihn am Abend zuvor selbst gestellt – nicht, weil es jemand von ihm verlangte, sondern weil er es selbst wollte. Heute sollte der ganze Tag dem Lernen gehören. Keine Ausreden, keine Ablenkung. Keine Spiele, keine Serien. Nur er, seine Unterlagen, sein Ziel. Morgen – Konzentration mit Struktur Felix frühstückte Müsli mit Banane, eine Dann baute er sich seinen Arbeitsplatz am Küchentisch auf: • IHK-Ordner „Finanzbuchhaltung“
ruhig. Kamillentee.
Taschenrechner Leuchtmarker in drei Farben Timer Block mit To-Do-Liste Er wählte die Lernmethode, die ihm Pomodoro-Technik – 25 Minuten lernen, Nach vier Einheiten: 30 Minuten große Pause. • • • •
besten Minuten
half: Pause.
1. Lernblock: Thema: Kontenrahmen und SKR03 → Welche Konten sind wo? Warum steht „Bank“ unter Aktiva? 2. Lernblock: Thema: Buchung von Abschreibungen → Lineare Methode, Restwert, Nutzungsdauer – er rechnet Beispielaufgaben durch. 3. Lernblock: Thema: Umsatzsteuer-Voranmeldung → Steuerkonten, Zahllast, Vorsteuerüberhang – Verständnis kommt langsam. In den kleinen Pausen ging er ans Fenster, atmete tief durch, trank Wasser, streckte sich. Messi kam einmal vorbei und legte ihm kommentarlos ein Stück Schokolade hin. Felix grinste. „Motivation angenommen.“ Mittag – Lernen geht weiter Statt sich mit etwas anderem abzulenken, setzte Felix sich nach dem Mittagessen (Reis mit Gemüse) wieder an den Tisch. Er schaltete sein Handy bewusst in den Flugmodus. Jetzt ging es um die Prüfungsvorbereitung: Wiederholungen, Prüfungsfragen, Multiple-Choice-Aufgaben. Einige Aufgaben klappten sofort. Bei anderen saß er minutenlang, fluchte leise, korrigierte, verstand – und schrieb dann die Lösung mit Bleistift in Druckbuchstaben ins Heft. „Ich kann das. Ich kann das wirklich lernen.“ Nachmittag – Tiefpunkt und neue Energie Gegen 15:30 Uhr kam der Tiefpunkt. Felix starrte auf eine Aufgabe zu Buchungen mit Skonto, verstand nichts mehr, der Kopf pochte, die Gedanken kreisten. Er schlug das Heft zu, legte den Kopf auf den Tisch. „Wozu mach ich das eigentlich…“ Da kam Ronaldo. Er sagte nichts. Er setzte sich ihm gegenüber, legte zwei Äpfel auf den Tisch und schob ihm einen mit einem Augenzwinkern rüber. „Weil du weißt, dass du kämpfen kannst. Weil du nicht mehr der bist, der gleich aufgibt.“ Felix nickte langsam. Dann stand er auf, wusch sich das Gesicht –
und „Noch eine Runde. Wenigstens eine.“
Abend – Letzte Lernrunde bei Kerzenlicht Am Abend zündete er eine kleine Kerze an, stellte leise Musik ein (klassische Klavierstücke), und setzte sich nochmal für 45 Minuten hin. Er las nicht mehr viel Neues, aber er schrieb sich die wichtigsten Begriffe in eine Übersicht: • Aktivtausch • Vorsteuer • Erfolgskonten • Rückstellungen • Rechnungsabgrenzungsposten Danach schloss er den Ordner. Atmete tief durch. Und sagte leise zu sich selbst: „Ich hab heute gelernt. Und ich hab’s nicht für andere getan. Sondern für mich.“ Eintrag im Notizbuch 19. März – Tag Ein ganzer Tag. Für mich. Für Nicht für die Prüfung sondern für den Beweis, dass wenn ich will. Es war Ich hatte Pausen, Rückschläge, Aber ich hab nicht aufgegeben. Und das ist mehr wert als jede Note.
meinen allein ich
109 Weg. – kann,
anstrengend. Kopfschmerzen.
Der 109. Tag war kein lauter Tag. Aber ein echter. Ein Tag, der zählt. Weil Felix ihn durchgezogen hat – nicht perfekt, nicht ohne Zweifel, aber mit Herz, mit Wille und mit echter Reife. Denn wer lernt, lernt nicht nur den Stoff – sondern auch sich selbst. 20. März 2025 – 110. Tag: Ein Essen, ein Wiedersehen, ein tiefer Moment Der 110. Tag begann ruhig, fast schon gewöhnlich – so wie viele Donnerstage in Felix’ Leben. Nach zwei intensiven Lerntagen wollte er sich heute eine Pause gönnen. Nicht mit Spielen oder Serien, sondern mit etwas, das mehr Herz hatte: Ein gemeinsames Abendessen mit den vier Spielern in seinem Lieblingsrestaurant in der Stadt.
Er hatte es am Vorabend selbst vorgeschlagen. „Lass uns heute einfach mal raus, gemeinsam essen, nicht reden über Prüfung, nicht über Abschied… einfach nur da sein.“ Und alle hatten zugestimmt. Der Abend – Ein Tisch, vier Gäste und ein Schicksal Das Restaurant war gut besucht. Ein kleines, aber gemütliches Lokal mit warmem Licht, offener Küche und großen Fenstern zur Straße. Felix, Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez bekamen einen runden Tisch in einer Ecke. Die Kellnerin kannte Felix – sie begrüßte ihn freundlich mit einem: „Schön, dich wiederzusehen! Wie immer Apfelsaft?“ Felix lächelte, „Wie immer.“ Er fühlte sich wohl. Nicht zuletzt, weil es einer der wenigen Orte war, wo er nie angestarrt oder falsch behandelt wurde. Er war hier einfach Felix. Doch dann, als er gerade seine Gabel zur Vorspeise hob, veränderte sich alles. Das Wiedersehen – Ein Freund, der geblieben ist Die Tür ging auf. Und Felix sah jemanden, den er seit Monaten nicht mehr gesehen hatte. Sein bester Freund. Der Junge, mit dem er Pokémon getauscht, FIFA gespielt, und unzählige Sommerabende im Park verbracht hatte. Doch diesmal… war er anders. Er wurde von einem Pflegehelfer im Rollstuhl hereingefahren. An der rechten Seite des Rollstuhls: ein kleiner, tragbarer Beatmungsgenerator. Ein dünner Schlauch führte zu seiner Nase. Sein Gesicht war blasser geworden, die Schultern hingen tiefer. Aber seine Augen – diese waren unverkennbar. Felix erstarrte. Er stand auf, ganz automatisch, wie von einer inneren Kraft hochgezogen. Er ging langsam zu ihm. Der Freund blickte zu ihm, und mit kaum hörbarer Stimme sagte er: „Felix... ich hab dich vermisst.“ Ein Moment, der mehr war als Worte Felix kniete sich legte vorsichtig seine Hand Tränen stiegen ihm
den seines die
Rollstuhl, Freundes. Augen,
aber sie kamen nicht aus Mitleid – sie kamen aus Verbindung. „Ich hab dich auch vermisst... Und ich… ich bin so froh, dass du hier bist.“ Der Freund lächelte schwach. „Ich wollte dich überraschen. Hab gehört, du bist nicht mehr allein.“ Felix blickte zu den vier Spielern. Alle hatten sich respektvoll zurückgehalten, doch nun kamen sie langsam näher. Ronaldo beugte sich leicht zu dem Freund: „Wir sind froh, ihn kennengelernt zu haben.“ Messi nickte: „Er ist etwas Besonderes.“ Der Freund, mit leiser Stimme: „Das war er schon immer.“ Gemeinsames Essen – anders, aber ehrlich Die beiden bekamen einen Der Pflegehelfer setzte sich ebenfalls Sie redeten über alte Zeiten über ihr erstes gemeinsames über das Stadionerlebnis in über den Moment, als sie zusammen im Regen barfuß durch Mainz liefen. Es wurde nicht über die Krankheit Nicht über Nicht über Ängste. Nur über was bleibt. Später Abend – Der Abschied des Abends Als der Freund verabschiedete er sich mit einem festen, ehrlichen Blick: „Du bist gewachsen, Nicht nur größer sondern aufrechter.“ Felix „Ich will, dass du das nächste Mal Wenn wir wieder ans Rheinufer gehen.“ Ein schwaches „Versprochen.“ Eintrag im Notizbuch 20. März – Ich hab heute Aber nicht nur Ich habe was wirklich zählt. Ein Freund, der auch wenn das Leben Ein Moment, der mehr sagt als tausend Prüfungsfragen.
Extratisch. dazu. – Pokémon, Frankfurt, gesprochen. Prognosen. das,
ging, Felix. – schluckte. mitkommst. Nicken.
110 gegessen. das. gesehen,
– schwächt.
Ich hab dass es nicht nur darauf ankommt, wie sondern wie ehrlich du in deiner Schwäche sein kannst. Und wie sehr andere dann „Ich bin da.“
gespürt, bist –
Der 110. Tag war kein normaler Abend. Es war ein leiser Triumph gegen die Vergänglichkeit – ein Erinnern daran, dass Freundschaft nicht an Kraft, Gesundheit oder Entfernung gebunden ist. Sondern an Herz. 21. März 2025 – 111. Tag: Der letzte Kurstag – Herausforderung, Hoffnung und ein Versprechen Der 111. Tag begann früh. Noch vor dem Wecker war Felix wach – ganz ruhig, aber mit einem festen Gedanken im Kopf: „Heute. Letzter Kurstag. Ich will zeigen, dass ich’s ernst meine.“ Er stand auf, duschte, zog sich ordentlich an, steckte seine Unterlagen ein – sorgfältig sortiert: Fallblätter, das IHK-Skript, Stifte, Taschenrechner. Sogar ein Apfel lag in seinem Rucksack, neben einem Müsliriegel. Diesmal war alles da. Nichts vergessen. Keine Ausrede. Kein Zu-spät. Vormittag – Der große Unterschied Um 8:20 Uhr betrat Felix den Kursraum. Er war nicht nur pünktlich – sondern als Erster da. Er setzte sich ruhig an seinen Platz, breitete sein Material aus und wartete. Nach und nach kamen die anderen. Einige nickten ihm freundlich zu, ein paar wirkten überrascht. Aber niemand sagte etwas. Dann kam Frau Arnold, die Dozentin. Sie blieb an seinem Tisch stehen, blickte auf seine aufgeschlagenen Unterlagen – und sagte mit ruhiger, aber deutlicher Stimme: „Herr Zimmermann. Wenn Sie diese Prüfung bestehen – obwohl Sie erst in den letzten zwei Wochen richtig gelernt haben und fast immer zu spät waren – dann… dann lade ich Sie persönlich zum Essen ein.“ Felix lachte überrascht, sah sie an und sagte: „Dann geb ich heute noch mal alles.“ Lernphase – Mehrere Fälle, echter Einsatz Der Kurstag bestand heute aus einer Mischung aus Wiederholungen, simulierten Prüfungsaufgaben und individuellen Fällen. Felix arbeitete konzentriert. • Er rechnete lineare Abschreibungen richtig durch.
Er buchte Geschäftsvorfälle mit Vorsteuer und Umsatzsteuer. Er erkannte den Unterschied zwischen Aufwendungen und Kosten. Immer wieder machte er sich Randnotizen, fragte gezielt nach, wenn er etwas nicht verstand. Messi hatte ihm vor dem Kurs leise gesagt: „Stell dir vor, du spielst heute das Finale – und der Gegner bist du selbst.“ Felix schrieb das oben auf sein Blatt. Und er verlor nicht. Er kämpfte – ruhig, wachsam, fokussiert. • •
Mittagspause – Gelöste Stimmung In der Pause saß er mit zwei Teilnehmern auf der Bank vor dem Gebäude. Sie sprachen über das Prüfungsformat, über das Gefühl, bald fertig zu sein. Felix sagte: „Ich hab spät angefangen. Aber ich hab mich nicht gedrückt.“ Einer der anderen grinste: „Besser spät als nie. Und besser motiviert als früh satt.“ Nach dem Kurs – Ein stiller Moment der Anerkennung Als der Kurs endete, ging Frau Arnold an Felix vorbei, klopfte ihm leicht auf die Schulter und sagte: „Egal wie die Prüfung ausgeht – heute war der Tag, an dem Sie bewiesen haben, dass man Charakter nicht an Pünktlichkeit misst – sondern an Veränderung.“ Felix schluckte. „Ich hoffe, Sie müssen mich wirklich einladen.“ Sie lächelte: „Ich hoffe das auch.“ Der Abend – Essen mit den vier Spielern Später am Abend, nach einer kurzen Pause zu Hause, ging Felix mit Ronaldo, Neymar, Messi und Suárez in eine kleine Trattoria in der Mainzer Altstadt. Ein Ort, den Messi ausgesucht hatte – „Weil das Essen hier simpel ist, aber mit Liebe gemacht“, wie er sagte. Felix bestellte Pasta mit Tomaten und Mozzarella, die anderen verteilten sich quer durch die Speisekarte. Bei der Vorspeise – Bruschetta und ein Salat – hob Neymar das Glas mit Apfelschorle: „Auf dich, Felix. Heute warst du der Spieler des Tages.“ Felix nickte, sah in die Runde und sagte nur: „Wenn ihr nicht gewesen wärt… wär ich heute nicht hier. Aber morgen? Da geh ich den nächsten Schritt alleine.“ Eintrag im Notizbuch 21. März Ich
111 pünktlich.
Ich war Ich war da. Nicht nur im sondern mit allem, was ich bin. Der letzte Kurstag war Aber kein Ein Jetzt beginnt das Spiel, auf das ich mich vorbereitet hab. Und ich weiß: Weil ich will.
vorbereitet. Raum wie
– Abpfiff. Ende. Signal: kann.
Der 111. Tag war ein Wendepunkt. Nicht, weil er spektakulär war – sondern, weil er zeigte, dass Menschen sich ändern können. Dass Einsatz nicht vom ersten Tag kommen muss – sondern vom Herzen. Und dass ein junger Mann aus Mainz vielleicht doch bald mit Stolz sagen kann: „Ich hab’s geschafft.“ 22. März 2025 – 112. Tag: Einkäufe, Abschiedsspiel und eine zufällige Begegnung mit Pfoten Der 112. Tag war ein Samstag. Ein stiller, klarer Tag mit leichtem Sonnenschein und dieser besonderen Frühlingsluft, die nach Neuanfang duftet – und zugleich nach Abschied. Felix wusste: Das vierte Treffen mit den Spielern näherte sich dem Ende. Die Woche, die ihm am Anfang so lang vorkam, war wie im Flug vergangen. Heute war der vorletzte volle Tag mit den vier Spielern, bevor sie wieder in ihre Rollen zurückkehren mussten – zurück zu ihren Vereinen, zurück in ihre Welt, zurück in die Öffentlichkeit. Und Felix wollte ihn bewusst erleben. Vormittag – Letzter Einkauf mit Plan Schon am Morgen schrieb sich Felix einen kleinen Einkaufszettel: • Apfelsaft • Joghurt • Toast • Nudeln • Seife • Chips für den Abend • und – ganz wichtig – eine Dose Katzenfutter „Vielleicht für später“, murmelte er leise, ohne es jemandem zu sagen. Messi und Suárez begleiteten Im Supermarkt nahm Felix sich blickte an den Regalen überlegte bei jeder Entscheidung.
ihn. Zeit, entlang,
Suárez kicherte, als Felix minutenlang zwischen „Du überlegst länger als ich beim Elfmeterschießen.“ Felix „Bei Toast geht’s eben auch um alles.“
Toastsorten
überlegte. grinste:
Nachmittag – Das letzte gemeinsame FIFA-Spiel Zuhause angekommen, beschloss Felix spontan: „Ein letztes Spiel. Nur ich und einer von euch.“ Die Wahl fiel auf Messi – nicht nur, weil er der stillste und ruhigste war, sondern weil er in den letzten Wochen der war, der am meisten einfach nur da gewesen war. Sie wählten FC Barcelona gegen Mainz 05. Felix spielte – natürlich – Mainz. Messi war sein einstiger Verein. Das Spiel war ausgeglichen, spannend, intensiv. Nach einem Eigentor in der 65. Minute stand es 2:2. In der 89. Minute schoss Felix mit Burkardt das Siegtor. Er schrie nicht. Er jubelte nicht. Er ließ nur den Controller sinken, sah Messi an – und beide lachten. „Du bist bereit für dein eigenes Spiel, Felix.“ Abend – Ein letztes Bier, ein letzter Spaziergang Am Abend saßen sie alle gemeinsam noch einmal auf der kleinen Bank vor dem Haus. Felix hatte für jeden ein Getränk organisiert – für sich selbst ein kleines Bier, nicht stark, aber bedeutungsvoll. Ein stilles Anstoßen. Nicht auf den Abschied. Sondern auf das, was war. „Auf euch.“ „Auf dich.“ Später Abend – Pokémon GO und ein kleiner Gast Als die Sonne fast untergegangen war, zog Felix allein nochmal los – mit seinem Handy, Powerbank und Kopfhörern. Pokémon GO war für ihn nie nur ein Spiel gewesen – es war Bewegung, Achtsamkeit, Zuflucht. Er fing ein paar Bisasam, drehte PokéStops, und lächelte, als er auf dem Display ein legendäres Ei sah – auch wenn er keinen Kampf mehr machte. Dann – kurz vor dem Heimweg – hörte er ein leises Miauen. Neben einem Baum saß eine kleine, grau getigerte Katze. Sie sah etwas mager aus,
aber nicht Eher: neugierig. Felix hockte sich hin, streckte die Hand aus. Und die Katze kam. Sie rieb sich an seinem ließ sich schnurrte leise. Er setzte sich auf die Bank legte seine Tasche und holte – fast feierlich die Dose Katzenfutter heraus. Die Katze fraß Dann sprang sie auf die legte sich neben und schlief ein während Felix in den Himmel und spürte: „Ich bin bereit. Für morgen. Für danach. Für mich.“ Eintrag im Notizbuch 22. März – Tag Ich hab Ich hab Ich hab gelacht. Und ich hab dass auch leise Tage laut sein können. Ich hab mich verabschiedet nicht mit sondern mit Taten. Und am Ende hat mir das Leben eine Katze um mir zu Du kannst Nähe Und du kannst sie annehmen. Und morgen… wird nicht das Ende Nur ein neues Kapitel.
Bein, streicheln, gegenüber, ab – gierig. Bank, ihn – sah
112 eingekauft. gespielt. gespürt, – Worten, geschickt, sagen: geben. sein.
Der 112. Tag war voller Kleinigkeiten – aber jede einzelne hatte Gewicht. Es war ein stiller Abschied in Etappen. Und Felix wusste: Man muss nichts festhalten, um es im Herzen zu behalten. 23. März 2025 – 113. Tag: Abschied am Flughafen – Ein Versprechen für die Zukunft Der Morgen des 113. Tages begann früh – mit einem Kloß im Hals und einem leichten Ziehen in der Brust. Felix war schon vor dem Wecker wach. Nicht aus Angst. Nicht aus Aufregung. Sondern aus einer stillen, tiefen Gewissheit: Heute würde er sie verabschieden. Ronaldo, Messi, Neymar und Suárez würden am Nachmittag vom Frankfurter Flughafen zurück in ihre Welt fliegen –
zurück zu ihren Und er würde Oder mit sich zu sein.
Profi-Fußball, lernen, besser
Welt. er… sein. gesagt:
Vormittag – Die letzten Stunden in Mainz Der Abschied begann nicht mit Koffern oder Taxis. Er begann beim Frühstück. Felix hatte Brötchen geholt – frisch vom Bäcker –, dazu Käse, Marmelade, Honig. Er hatte sogar kleine Zettel mit Namen auf die Plätze gelegt. Messi las seinen Zettel leise: „Danke, dass du mich gesehen hast, auch wenn ich oft nicht wusste, was ich zeigen soll.“ Neymar grinste, als er las: „Danke, dass du mich zum Lachen gebracht hast, auch wenn mir manchmal nicht danach war.“ Ronaldo hielt seinen Zettel still, sagte aber leise: „Ich merk’s mir.“ Suárez murmelte nur: „Ich auch. Mehr als du glaubst.“ Mittag – Fahrt zum Flughafen Die Autofahrt nach Frankfurt war ruhig. Keiner sprach viel. Sie hörten leise Musik. Felix saß am Fenster und blickte auf die Autobahn, die vorbeifliegenden Schilder, die Flugzeuge, die schon über ihnen kreisten. Am Terminal angekommen, standen sie vor dem Abflugbereich. Koffer. Pass. Bordkarten. Letzte Minuten. Felix umarmte Neymar, dann Suárez. Beide klopften ihm freundschaftlich auf die Schulter. „Mach weiter. Und gib nicht auf.“ Dann trat Messi vor ihn. Sie umarmten sich fest, wortlos. Nur ein Satz blieb hängen: „Wenn du jemanden brauchst, dann denk an unsere Bank am Rhein.“ Der Moment mit Ronaldo – Abschied unter Männern Ronaldo war der Letzte, der blieb. Er hatte den größten Koffer, aber auch den klarsten Blick. Er stellte sich vor Felix, sah ihm direkt in die Augen. „Du hast dich verändert. Du hast dich nicht über Nacht verbessert – aber du hast nie aufgegeben. Du bist aufgestanden. Immer wieder.“
Felix nickte. Die Augen feucht. „Weil ihr da wart.“ Ronaldo schüttelte den Kopf. „Nein. Weil du es wolltest. Wir waren nur der Wind. Aber du warst das Segel.“ Dann trat er näher, senkte die Stimme: „Und jetzt hör mir zu, Felix.“ „Wenn du dich bei der Prüfung wirklich anstrengst, wenn du durchziehst, nicht aufgibst – und sie bestehst... dann verspreche ich dir, dass ich irgendwann wiederkomme. Ein fünftes Mal. Vielleicht nur ich. Vielleicht alle. Aber ich komm zurück. Für dich.“ Felix wollte etwas sagen – doch er konnte nicht. Stattdessen nickte er langsam. Und in diesem Nicken lag alles. Rückweg – Allein, aber nicht leer Als der Flieger stand Felix noch am Er sah in den Nicht mit Trauer. Nicht mit Leere. Sondern mit einem stillen, inneren Befehl an sich selbst: „Ich werde sie Nicht nur für Für mich.“
startete, Terminal. Himmel. bestehen. euch.
Eintrag im Notizbuch 23. März – Tag 113 Heute habe ich sie gehen lassen. Nicht, weil ich sie nicht mehr brauche. Sondern, weil ich weiß, dass ich auch ohne sie weitergehen kann. Ronaldo hat mir ein Versprechen gegeben. Aber ich weiß, dass es nur dann wahr wird, wenn ich jetzt mein Versprechen an mich selbst halte. Lernen. Durchhalten. Bestehen. Nicht für Applaus. Sondern für meinen eigenen Weg. Der sondern Die aber bleibt.
Tag Spieler
war ein sind sie
Ende gegangen gegeben
– Übergang. – haben,
Und jetzt war er an der Reihe. Nicht als Begleiter. Sondern als Hauptfigur. 28. März 2025 – Tag 118: Die Rückmeldung an die Spieler Fünf Tage waren vergangen, seit Felix die vier Spieler am Frankfurter Flughafen verabschiedet hatte. Fünf Tage, die sich lang anfühlten – aber nicht leer. Denn in diesen Tagen hatte Felix gelernt, mit dem Echo zu leben. Dem Echo der Gespräche, des Lachens, der gemeinsamen Momente. Heute – am 28. März – war der Tag gekommen, an dem er ihnen schreiben wollte. Eine Nachricht. Ein Update. Ein Zeichen, dass er weitergeht. Der Tag beginnt – Unsicherheit im Magen Felix saß am Schreibtisch. Vor ihm: Sein Notizblock, sein Handy – und ein leerer Blick in die Straße. Die Prüfung war vorbei. Endlich. Aber sie hatte ihn nicht erleichtert zurückgelassen. Sondern mit einem seltsamen Gefühl zwischen Hoffnung und Zweifel. Er hatte nicht alles geschafft. Zwei Aufgaben waren ihm durch die Finger gerutscht, eine Buchung hatte er falsch begonnen, und bei einer Rechenfrage war der Taschenrechner abgestürzt. Er hatte improvisiert, aber er wusste nicht, ob es gereicht hatte. Nachmittag – Die Nachricht an die Spieler Er öffnete Die Gruppe mit Ronaldo, Messi, Neymar Stummgeschaltet, aber Denn Hoffnung löscht man nicht. Er begann zu tippen:
sein Suárez nicht
Handy. noch da. gelöscht.
Felix Hey ihr vier. Ich wollte euch sagen, dass die Prüfung jetzt durch ist. Ich hab’s geschafft, sie zu schreiben. Aber ehrlich? Ich weiß nicht, ob’s reicht. Ich hab gekämpft. Ich war pünktlich. Ich war vorbereitet – so gut es eben ging. Aber ich hab ein paar Sachen nicht ganz geschafft. Zwei Aufgaben… keine Ahnung, was ich da gemacht hab. Und eine Sache hab ich vermutlich komplett falsch gebucht.
Ich hab aber nicht aufgegeben. Ich bin geblieben. Bis zum letzten Satz. Und das war früher nie so. Ich hab eure Stimmen im Kopf gehabt. Eure Sprüche. Eure Blicke. Und ich wollte euch nur sagen: Danke. Wenn ich durchfalle – dann steh ich auf. Und wenn ich bestehe – dann komm ich euch irgendwann besuchen. Das war mein Versprechen. Und ich hab’s gehalten. Felix Er Dann drückte er auf Senden.
Abend – Die erste Antwort Gegen 20:43 Uhr Er sah Eine Sprachnachricht von Ronaldo. Er drückte Die Stimme war ruhig, fest, aber warm:
vibrierte es
Handy. sofort:
**„Felix. Du hast’s gemacht. Nicht, weil du alles richtig gemacht hast. Sondern weil du da warst, als es gezählt hat. Du bist nicht der Junge, der du vor 100 Tagen warst. Du bist jemand, der Dinge durchzieht. Und das ist größer als jedes Prüfungsergebnis.“** Später Abend – Die Reaktion der anderen Neymar schickte ein kurzes Video mit einem Daumen hoch und sagte grinsend: „Ich hab auch nicht alles gewusst in Mathe. Und jetzt spiel ich für Millionen. Du bist auf deinem Weg.“ Messi schrieb nur: „Nicht das Ergebnis zeigt, wer du bist. Sondern dass du den Weg gegangen bist. Ich bin stolz.“ Suárez kommentierte: „Ich will nicht hören, was du nicht geschafft hast. Ich will wissen, was du dir als Nächstes zutraust.“ Eintrag im Notizbuch 28. März – Ich weiß nicht, ob Aber ich weiß, dass ich mich verändert habe. Ich bin Ich habe Ich habe Ich habe mit
Tag bestanden
ich pünktlich Angst
gekommen. gelernt. durchgehalten. geschrieben.
Aber ich Ich war da. Und heute Den vier, die mich begleitet haben. Nicht Sondern als einer, Ehrlich. Und das zählt. Mehr als jede Note.
geschrieben.
Der 118. Tag war kein Aber ein Tag Und vielleicht ist genau in dem man am meisten wenn man nicht weiß, ob aber sicher ist, dass man gekämpft hat.
Ergebnisse. Wahrheit. der Moment, sich selbst lernt: gewonnen hat –
der das über man
Held. hat. Ganz.