Ja, ich erinnere mich an "Haalands Verwandlung Teil 1." Nun werde ich die Geschichte erweitern, indem der junge Mann, Lukas, einen Brief an Haaland schreibt und seine vergangenen Erinnerungen, Abenteuer sowie seine persönlichen Herausforderungen teilt, einschließlich seiner baldigen Reise nach Barcelona.
Haalands Verwandlung Teil 2 – Der Brief von Lukas Zwei Wochen waren vergangen, seitdem Lukas und Haaland sich zum zweiten Mal getrennt hatten. Der Abschied war hart, aber Lukas wusste, dass Haaland zurück zu seiner Mannschaft musste. In dieser Zeit hatte Lukas viel nachgedacht. Er fühlte sich immer noch stark verbunden mit Haaland, trotz der Distanz, die sie nun trennte. Eines Nachts, während er in seinem Zimmer saß, entschied sich Lukas, einen Brief an seinen alten Freund zu schreiben. Er nahm ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand, setzte sich an seinen Schreibtisch und begann, seine Gedanken niederzuschreiben.
Lieber Erling, es ist schon eine Weile her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Ich wollte dir unbedingt schreiben, um dir zu sagen, wie viel unsere gemeinsame Zeit mir bedeutet hat. Erinnerst du dich noch an die Abenteuer, die wir zusammen erlebt haben? An die Tage, als wir durch die Straßen gezogen sind, frei und voller Lebensfreude? Diese Momente werde ich niemals vergessen. Aber ich möchte dir auch etwas erzählen, was ich dir damals nicht gesagt habe. Vielleicht hast du es gespürt, vielleicht auch nicht, aber ich habe schon lange mit mir selbst zu kämpfen. Ich habe ADHS und bin Autist – das hat mein Leben immer auf besondere Weise geprägt. Manchmal fühle ich mich, als würde ich in einer anderen Welt leben, in der alles schneller oder lauter ist als für die anderen. Das macht es schwer, aber gleichzeitig sehe ich die Welt anders, vielleicht intensiver. Die Zeit, die wir zusammen verbracht haben, hat mir geholfen, mich selbst besser zu verstehen. Du hast mich immer so akzeptiert, wie ich bin, ohne zu urteilen. Das ist etwas, was nicht jeder kann, und dafür danke ich dir. Du hast mir gezeigt, was wahre Freundschaft bedeutet, und ich weiß, dass ich das nie vergessen werde. Vielleicht erinnerst du dich an den Moment, als wir in der Stadt waren und über die Zukunft gesprochen haben. Ich habe dir von meinen Träumen erzählt, aber auch von meinen Ängsten. Du hast mir damals gesagt, dass es okay ist, Angst zu haben, solange man nicht aufhört, weiterzumachen. Diese Worte begleiten mich bis heute. In zwei Wochen fliege ich übrigens nach Barcelona. Es wird mein erster großer Urlaub seit langer Zeit. Ich bin ein bisschen aufgeregt, aber auch froh, mal aus dem Alltag rauszukommen. Vielleicht kannst du ja irgendwann auch nach Barcelona kommen, und wir treffen uns dort. Stell dir das mal vor – wir beide in einer der schönsten Städte der Welt, wieder zusammen, wie früher.
Ich hoffe, dir geht es gut, und du kannst dich auf das nächste große Spiel konzentrieren. Ich werde dir von meinem Urlaub berichten, und wer weiß, vielleicht sehen wir uns schon bald wieder. Pass auf dich auf, mein Freund. Herzlichst, dein Lukas
Lukas las den Brief mehrmals durch, bevor er ihn behutsam in einen Umschlag steckte. Er fühlte sich erleichtert, all seine Gedanken und Gefühle endlich aufgeschrieben zu haben. Es war, als hätte er ein Stück seines Herzens mit Haaland geteilt. Er schickte den Brief ab und konnte es kaum erwarten, eine Antwort zu bekommen. Doch egal, was kommen würde, Lukas wusste, dass ihre Freundschaft stark genug war, um jede Distanz zu überbrücken. Und während er an seinen bevorstehenden Urlaub nach Barcelona dachte, träumte er von neuen Abenteuern – vielleicht auch wieder mit seinem Freund Haaland an seiner Seite.
So endet diese Erweiterung der Geschichte. Lukas hat in dem Brief seine innersten Gedanken und Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Haaland geteilt und ihm von seiner bevorstehenden Reise nach Barcelona erzählt. Zwei Wochen später stand Lukas in seinem Zimmer, die Sonne schien durch das Fenster, und der Duft des nahenden Sommers lag in der Luft. Es war der Tag vor seiner Reise nach Barcelona. Schon in wenigen Stunden würde er in den Flieger steigen, und die Aufregung hatte ihn längst erfasst. Der Koffer stand offen auf dem Bett, und überall im Zimmer lagen Kleidungsstücke, Schuhe und verschiedene Gegenstände verteilt. Es war ein Chaos, aber ein geordnetes Chaos. Lukas ging durch die Sachen, überlegte, was er noch brauchte, und stopfte alles in den Koffer. Er konnte kaum glauben, dass die zwei Wochen so schnell vergangen waren. Der Brief, den er an Haaland geschrieben hatte, war seitdem immer wieder in seinen Gedanken gewesen. Haaland hatte ihm nicht sofort geantwortet, aber Lukas wusste, dass sein Freund beschäftigt war. Wahrscheinlich bereitete er sich auf das nächste große Spiel vor. Das war in Ordnung für Lukas. Es ging ihm nicht darum, unbedingt eine schnelle Antwort zu bekommen – er wollte einfach, dass Haaland seine Gedanken kannte. „Okay, was fehlt noch?“ murmelte Lukas vor sich hin, während er auf seine Checkliste schaute. Sonnencreme, Badehose, Sonnenbrille – alles schon eingepackt. Er grinste, als er an die Strände Barcelonas dachte. Die Vorstellung, in der Sonne zu liegen, das Meer rauschen zu hören und einfach mal die Seele baumeln zu lassen, erfüllte ihn mit Vorfreude. Barcelona würde ihm guttun. Er war noch nie dort gewesen, aber er hatte so viel über die Stadt gehört – die Architektur, das Essen, die Kultur. Es würde ein Abenteuer werden. Sein Handy vibrierte auf dem Nachttisch. Ein Blick darauf verriet ihm, dass es eine Nachricht von Haaland war. Ein kurzes „Viel Spaß in Barcelona, Kumpel! Lass es dir gut gehen. Wir sehen uns bald. Grüße, Erling.“ Lukas grinste breit. Es tat gut, von ihm zu hören, auch wenn es nur ein paar Zeilen waren. Es zeigte ihm, dass Haaland an ihn dachte. Mit neuer Energie packte Lukas den Rest seiner Sachen zusammen. Es war schon spät am Abend, und er wusste, dass er bald ins Bett gehen musste, um vor dem Flug am nächsten
Morgen ausgeschlafen zu sein. Er ging nochmal die Liste durch, um sicherzugehen, dass er nichts vergessen hatte: Pässe, Tickets, Handy-Ladekabel – alles war dabei. Schließlich schloss er den Koffer, setzte sich auf sein Bett und starrte einen Moment lang auf seine Reisetasche. „Das wird großartig,“ sagte er sich selbst leise. Aber es war nicht nur die Vorfreude auf Barcelona, die ihn erfüllte, es war auch die Tatsache, dass er sich auf dieser Reise selbst ein Stück näherkommen wollte. Er wollte nachdenken, reflektieren – über die vergangenen Monate, seine Krankheit, seine Beziehung zu Haaland und die Herausforderungen, die vor ihm lagen. Nachdem er den Koffer in die Ecke gestellt hatte, ging Lukas ins Bad, putzte sich die Zähne und machte sich bettfertig. Er spürte die Müdigkeit in seinen Knochen, die Aufregung des Tages hatte ihn erschöpft. Doch bevor er ins Bett schlüpfte, öffnete er noch einmal das Fenster und blickte in den klaren Nachthimmel. Die Sterne funkelten, und eine leichte Brise wehte ins Zimmer. Lukas atmete tief ein und schloss die Augen für einen Moment. „Morgen beginnt ein neues Abenteuer“, flüsterte er. Dann legte er sich ins Bett, zog die Decke über sich und ließ die Gedanken an die bevorstehende Reise und all die Möglichkeiten, die sie mit sich bringen würde, durch seinen Kopf gleiten. Es dauerte nicht lange, bis er in einen tiefen, friedlichen Schlaf fiel, träumend von Barcelona, den Stränden, den bunten Straßen und vielleicht sogar einem Wiedersehen mit Haaland in einer fernen Zukunft. Der nächste Tag würde etwas Besonderes sein, das wusste Lukas. Und während er schlief, breitete sich in ihm eine stille Vorfreude aus, die ihm das Gefühl gab, dass das Leben voller Abenteuer war – und er bereit, sie zu erleben. Am nächsten Morgen erwachte Lukas früh, das Sonnenlicht flutete durch die Vorhänge seines Zimmers. Die Aufregung in seinem Bauch hatte ihn schon vor dem Wecker wach gemacht. Heute war es endlich soweit: Der Tag, an dem er nach Barcelona fliegen würde. Er stand auf, zog sich an und schleppte seinen Koffer zum Frühstückstisch, wo seine Eltern bereits warteten. "Bereit für dein großes Abenteuer?" fragte sein Vater mit einem breiten Lächeln. Lukas nickte, obwohl er innerlich noch nervös war. Die Reise würde aufregend sein, aber auch eine Herausforderung, da er nicht wusste, was ihn erwartete. Doch er war entschlossen, diese Gelegenheit zu nutzen, um sich zu entspannen und neue Erfahrungen zu machen. Nachdem er sich ein schnelles Frühstück gegönnt hatte, machten sich Lukas und seine Eltern auf den Weg zur Straßenbahnhaltestelle. Der Koffer rollte schwer über das Kopfsteinpflaster, aber Lukas fühlte sich leicht und voller Vorfreude. Die Straßenbahn kam pünktlich, und sie stiegen ein. Sie fuhren durch die Straßen von Mainz, vorbei an den vertrauten Ecken, die Lukas jeden Tag sah. Er lehnte sich zurück und starrte aus dem Fenster, während die Stadt an ihm vorbeizog. Der Gedanke an Barcelona ließ ihn lächeln – die Sonne, das Meer, die fremde Sprache. Seine Eltern saßen neben ihm, plauderten über die Reise und fragten, ob er alles eingepackt hatte. Lukas nickte nur abwesend, die Gedanken schon bei den Stränden Barcelonas. Nach einer Weile kamen sie am Hauptbahnhof an und stiegen in die S-Bahn Richtung Frankfurt. Der Zug war voller Menschen – Reisende mit Koffern, Pendler, die zur Arbeit eilten. Lukas’ Herz schlug schneller, je näher sie dem Flughafen kamen. In weniger als zwei Stunden würde er im Flugzeug sitzen und ein neues Abenteuer beginnen. Als sie am Frankfurter Flughafen aus der S-Bahn stiegen, herrschte reges Treiben. Menschen strömten in alle Richtungen, und Lukas versuchte, sich nicht von der Menge überwältigen zu lassen. Sie machten sich auf den Weg zum Check-in-Schalter. Doch bevor sie dort ankamen, geschah etwas Unerwartetes. "Lukas?" Eine tiefe Stimme rief seinen Namen, und Lukas drehte sich überrascht um. Vor ihm stand ein Mann in lässiger Kleidung – Jeans, ein einfaches T-Shirt und eine Sonnenbrille. Er wirkte
vertraut, aber gleichzeitig fremd. Lukas runzelte die Stirn, als er versuchte, sich zu erinnern, woher er den Mann kannte. Die Stimme... sie klang bekannt. „Erling?“ fragte Lukas zögernd. Der Mann nahm die Sonnenbrille ab, und da war er: Erling Haaland, doch er sah anders aus als damals, als sie sich das letzte Mal gesehen hatten. Sein Haar war kürzer, er trug einen Drei-Tage-Bart, und seine ganze Erscheinung war lässiger und unauffälliger, als Lukas es von ihm gewohnt war. "Ja, ich bin's," antwortete Haaland mit einem breiten Grinsen. „Lange nicht gesehen, oder?“ Lukas starrte ihn für einen Moment verblüfft an. „Ja, das kann man wohl sagen... Was machst du hier?“ fragte er schließlich, noch immer überrascht, dass er seinen alten Freund hier, am Flughafen von Frankfurt, traf. „Ach, ich bin nur unterwegs, du weißt schon. Muss auch mal raus und ein bisschen die Welt sehen,“ antwortete Haaland und lachte, als ob es das Selbstverständlichste der Welt wäre, dass ein weltberühmter Fußballstar einfach so am Flughafen auftaucht. „Und du? Was hast du vor?“ Lukas erzählte ihm von seiner Reise nach Barcelona, von seinen Plänen, sich zu entspannen und die Stadt zu erkunden. Haaland hörte aufmerksam zu, nickte ab und zu und lächelte. Es war, als hätten sie nie eine Pause in ihrer Freundschaft gehabt. Die Vertrautheit zwischen ihnen fühlte sich gut an. „Klingt nach einer großartigen Reise,“ sagte Haaland schließlich. „Ich bin sicher, du wirst dort eine tolle Zeit haben.“ Lukas nickte, aber irgendetwas ließ ihn stutzen. Warum war Haaland hier? Er wollte ihn nicht direkt fragen, wo er hinflog – das schien unhöflich, und er wollte ihn auch nicht in Verlegenheit bringen. Vielleicht war es ja nur ein Zufall, dass sie sich hier trafen, dachte Lukas. Trotzdem spürte er eine leichte Neugier, die er aber zu unterdrücken versuchte. „Vielleicht laufen wir uns ja nochmal über den Weg,“ sagte Haaland mit einem Augenzwinkern, als sie sich langsam auf den Weg zu den Check-in-Schaltern machten. Lukas lachte. „Ja, wer weiß?“ Die beiden verabschiedeten sich kurz darauf, und Haaland verschwand in der Menge. Lukas konnte nicht anders, als über das unerwartete Treffen nachzudenken. Es war so typisch für Erling, einfach aufzutauchen und genauso schnell wieder zu verschwinden. Doch dass sie sich ausgerechnet hier am Flughafen begegneten, ließ Lukas nachdenklich zurück. Er zog den Koffer hinter sich her, während er und seine Eltern endlich zum Check-in-Schalter gingen. Der Gedanke an Barcelona lag ihm schwer im Kopf, doch nun mischte sich auch die Erinnerung an das Treffen mit Haaland darunter. Was, wenn es kein Zufall war? Aber Lukas entschied sich, nicht weiter darüber nachzudenken. Er hatte ein Abenteuer vor sich, und das war jetzt das Wichtigste. Nachdem sie eingecheckt hatten, ging Lukas mit seinen Eltern durch die Sicherheitskontrolle. Bald würden sie im Flugzeug sitzen, und das Abenteuer Barcelona konnte beginnen. Doch tief in seinem Inneren fragte sich Lukas, ob er Haaland wirklich so zufällig getroffen hatte – und ob ihr nächstes Wiedersehen vielleicht näher war, als er dachte. Lukas saß mit seinen Eltern im Warteraum des Frankfurter Flughafens, gespannt und voller Vorfreude. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen, das Boarding hatte begonnen, und nun war es endlich soweit. Die Durchsage ertönte, dass die Passagiere für den Flug nach Barcelona einsteigen durften. Lukas stand auf, nahm seinen Koffer und folgte seinen Eltern zum Gate. Sie gingen durch den langen Gang, der sie direkt ins Flugzeug führte. Lukas spürte die Aufregung in seinem Magen, eine Mischung aus Nervosität und Vorfreude. Es war lange her, dass er geflogen war, und obwohl er sich auf das Abenteuer freute, war da immer ein kleiner Teil in ihm, der sich vor dem Fliegen fürchtete. Seine Eltern gingen voran, und er folgte ihnen
in die enge Kabine des Flugzeugs. Sie wurden zu ihren Plätzen geführt, in einer Reihe, nahe am Fenster. „Das wird schon, Lukas,“ sagte seine Mutter beruhigend, als sie sich anschnallten. Lukas nickte und versuchte, ruhig zu bleiben. Seine Hände waren leicht feucht vor Aufregung, doch er lächelte tapfer. Das Flugzeug war voll, und um ihn herum saßen die anderen Passagiere, die wie er auf das große Abenteuer warteten. Der Lärm der Stimmen vermischte sich mit dem leisen Summen der Motoren. Lukas blickte aus dem Fenster und sah, wie sich das Flugzeug langsam zur Startbahn bewegte. Dann ertönte die Durchsage des Piloten, und das Flugzeug begann an Fahrt aufzunehmen. Lukas spürte, wie sein Herz schneller schlug, als die Maschine in die Luft abhob. Der Druck auf seine Ohren nahm zu, aber es war nichts Ungewöhnliches. Seine Eltern neben ihm lächelten beruhigend, und er versuchte, die Nervosität beiseite zu schieben. Der Start verlief reibungslos. Das Flugzeug stieg höher und höher, bis sie die Wolken durchbrachen und über den blauen Himmel schwebten. Lukas atmete tief durch und lehnte sich in seinen Sitz zurück. Ein leichter Druck schmerzte in seinen Ohren, aber es war erträglich. Die Aussicht aus dem Fenster war atemberaubend – der endlose Himmel und die kleinen Wolken, die wie Wattebäusche unter ihnen lagen. Er lächelte leicht und entspannte sich. Die ersten Stunden des Fluges verliefen ohne Probleme. Lukas lehnte sich zurück, trank etwas Wasser und versuchte, die Zeit zu vertreiben, während er aus dem Fenster starrte. Seine Eltern sprachen leise miteinander, und alles schien gut zu laufen. Doch als das Flugzeug begann, den Landeanflug auf Barcelona einzuleiten, änderte sich das Gefühl in Lukas' Kopf. Er spürte, wie der Druck in seinen Ohren zunahm, je näher sie der Landung kamen. Anfangs war es nur ein leichtes Unbehagen, ähnlich dem, was er beim Start gespürt hatte. Doch als das Flugzeug begann, an Höhe zu verlieren und tiefer zu sinken, wurden die Schmerzen in seinen Ohren intensiver. Er schluckte mehrfach, versuchte, den Druck auszugleichen, doch es half nicht. „Alles in Ordnung, Lukas?“ fragte sein Vater, als er bemerkte, wie sein Sohn sich an die Schläfen fasste. „Ja, es geht schon,“ murmelte Lukas, obwohl die Schmerzen immer stärker wurden. Mit jedem Meter, den das Flugzeug tiefer sank, wurde der Druck in seinem Kopf unerträglicher. Es fühlte sich an, als würde etwas in seinen Ohren platzen, und er kämpfte gegen das stechende Gefühl an. Seine Hände zitterten, und er spürte, wie ihm heiß wurde, obwohl die Kabine kühl war. Seine Mutter sah ihn besorgt an. „Schluck mehrmals, das hilft,“ sagte sie, aber Lukas hatte das Gefühl, dass es nicht besser wurde. Der Schmerz breitete sich weiter aus, von seinen Ohren bis in seine Stirn. Es fühlte sich an, als würde sein Kopf unter einem enormen Druck stehen. Das Flugzeug setzte zur Landung an, und Lukas' Schmerzen erreichten ihren Höhepunkt. Er presste die Augen zusammen, seine Zähne aufeinander, und versuchte, durch den Schmerz hindurch zu atmen. Es war, als ob sich der Druck in seinem Schädel festsetzte und nicht nachgab. Seine Hände griffen fest in die Armlehnen, und er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Der Lärm des Landemanövers, das Rauschen der Turbinen, das Gefühl des sinkenden Flugzeugs – alles verstärkte das unangenehme Gefühl. Seine Eltern warfen sich besorgte Blicke zu, aber es war nichts, was sie in diesem Moment tun konnten. Sie waren alle angeschnallt, und der Flugbegleiter hatte die Passagiere angewiesen, sich auf die Landung vorzubereiten. Als das Flugzeug schließlich auf der Landebahn aufsetzte, wurde der Schmerz fast unerträglich. Lukas spürte, wie das Flugzeug mit einem Ruck auf die Piste aufschlug, und in
diesem Moment schien der Druck in seinem Kopf zu explodieren. Es war ein stechender Schmerz, der ihn für einen Moment völlig überwältigte. Doch dann, ganz plötzlich, als die Räder des Flugzeugs endgültig den Boden berührten und die Maschine langsamer wurde, ließ der Schmerz allmählich nach. Es war, als ob der Druck sich löste, aber die Nachwirkung der Schmerzen blieb. Lukas atmete tief ein, die Augen noch immer zusammengepresst, und lehnte sich erschöpft in seinen Sitz zurück. Seine Ohren pochten, und er fühlte sich benommen, aber es ging ihm besser als noch vor wenigen Minuten. Seine Mutter legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Es ist vorbei, Lukas. Du hast es geschafft.“ Lukas nickte schwach und öffnete die Augen. Die Lichter des Flughafens von Barcelona blitzten draußen auf der Landebahn auf. Sie hatten es geschafft. Doch obwohl die Schmerzen nachließen, blieb ein dumpfes Pochen in seinem Kopf, und Lukas fragte sich, ob er die restliche Reise so fortsetzen könnte. Aber für den Moment saß er noch immer im Flugzeug, atmete tief durch und versuchte, sich von dem Schock der Schmerzen zu erholen. Barcelona lag vor ihm, doch er brauchte einen Moment, um wieder zu sich zu kommen. Nachdem das Flugzeug endlich zum Stillstand gekommen war und die Anschnallzeichen erloschen, begannen die Passagiere, ihre Sachen zu packen und aufzustehen. Lukas blieb einen Moment länger sitzen, seine Hände fest auf den Armlehnen. Der dumpfe Schmerz in seinen Ohren und seinem Kopf war zwar abgeklungen, aber er fühlte sich immer noch benommen und leicht schwindelig. Seine Mutter beugte sich zu ihm und sah ihn besorgt an. „Alles in Ordnung, Lukas? Geht es dir besser?“ Lukas nickte langsam, obwohl er sich nicht wirklich sicher war. „Ja, es ist okay… Es tut nur noch ein bisschen weh,“ murmelte er und versuchte, ruhig zu bleiben. Er wollte den Urlaub nicht gleich mit Beschwerden beginnen lassen. „Wir gehen jetzt raus, frische Luft wird dir guttun,“ sagte sein Vater und half ihm, langsam aufzustehen. Lukas griff nach seinem Rucksack und folgte seinen Eltern den schmalen Gang entlang in Richtung der Flugzeugtür. Schritt für Schritt bewegten sie sich vorwärts, während die anderen Passagiere ebenfalls das Flugzeug verließen. Als sie endlich durch die Tür traten, spürte Lukas die warme, mediterrane Luft, die ihn umhüllte. Der Flughafen von Barcelona war riesig und lebendig, und die Geräusche von Menschen, Durchsagen und rollenden Koffern füllten die Luft. Doch trotz der Erleichterung, endlich aus dem Flugzeug herauszukommen, schmerzten Lukas' Ohren immer noch, und er fühlte sich etwas benommen. Sie folgten den Schildern zur Gepäckausgabe, zusammen mit den anderen Passagieren des Fluges. Der lange Weg durch die Gänge des Flughafens schien Lukas endlos, und er spürte, wie ihm langsam die Energie ausging. Die Spannung und der Schmerz hatten ihm mehr zugesetzt, als er erwartet hatte. Seine Eltern schienen das zu bemerken und blieben dicht bei ihm, um sicherzugehen, dass es ihm gut ging. Als sie schließlich die Gepäckausgabe erreichten, stellten sie sich an das Band, das schon mit Koffern beladen war. Menschen drängten sich um die Bänder, und jeder wartete ungeduldig darauf, sein Gepäck in die Hände zu bekommen. Lukas lehnte sich gegen eine Säule und massierte leicht seine Schläfen. Der Druck auf seinen Ohren hatte zwar nachgelassen, aber die Nachwirkungen machten ihm noch immer zu schaffen. „Mach dir keine Sorgen, Lukas. Sobald wir im Hotel sind, kannst du dich ausruhen,“ sagte seine Mutter und legte ihm eine Hand auf den Arm. „Ich hoffe, es dauert nicht zu lange,“ murmelte Lukas und blickte auf das Gepäckband. Koffer nach Koffer drehte sich an ihnen vorbei, aber ihrer war nicht dabei. Die Minuten vergingen,
und Lukas wurde immer ungeduldiger. Die Müdigkeit setzte ihm zu, und er wünschte sich, einfach nur in das Taxi zu steigen und ins Hotel zu fahren. Doch die Zeit verstrich, und ihr Koffer kam einfach nicht. Lukas seufzte und ließ seinen Kopf ein wenig hängen. Die Schmerzen hatten sich mittlerweile in ein dumpfes Pochen verwandelt, das bei jedem Geräusch im Hintergrund stärker zu werden schien. Er wollte nur, dass dieser Teil der Reise endlich vorbei war. Nach etwa 30 Minuten, als fast alle anderen Passagiere ihre Koffer bereits abgeholt hatten, tauchte endlich ihr Gepäckstück auf dem Band auf. Der große, schwarze Koffer rollte langsam auf sie zu. „Da ist er!“ rief sein Vater erleichtert und griff nach dem Koffer, als er vorbeikam. Lukas fühlte sich ein wenig erleichtert, aber er war immer noch erschöpft von der Wartezeit und dem langen Flug. „Jetzt schnell zum Taxi,“ sagte seine Mutter. Sie wollten so schnell wie möglich aus dem Flughafen heraus und ins Hotel fahren, um endlich zur Ruhe zu kommen. Sie folgten den Schildern zum Ausgang und fanden bald die Schlange für die Taxis. Der Abend war warm, und obwohl es schon spät war, war der Flughafen immer noch belebt. Lukas hatte das Gefühl, dass die Stadt nie schlief. Überall waren Menschen, und die Hektik des Ankommens und Abreisens lag in der Luft. Nach kurzer Zeit stiegen sie in ein Taxi, das sie direkt zum Hotel bringen würde. Lukas setzte sich auf den Rücksitz und lehnte seinen Kopf gegen das Fenster. Der Fahrer sprach Spanisch mit seinen Eltern, die ihm die Adresse des Hotels erklärten. Lukas hörte nur mit halbem Ohr zu, seine Gedanken waren bei den Schmerzen, die ihn immer noch leicht plagten, und bei der Erschöpfung, die ihm die Augenlider schwer machte. Das Taxi setzte sich in Bewegung, und während sie durch die Straßen Barcelonas fuhren, sah Lukas die Lichter der Stadt an sich vorbeiziehen. Es war dunkel draußen, aber die Straßen waren erleuchtet, und das Leben in der Stadt schien immer noch in vollem Gange zu sein. Sie fuhren an hohen Gebäuden und belebten Straßen vorbei, doch Lukas konnte sich nicht wirklich darauf konzentrieren. Er wollte einfach nur ankommen. Während das Taxi durch die Straßen fuhr und sie sich ihrem Hotel näherten, schloss Lukas für einen Moment die Augen. Der Schmerz war immer noch da, aber er wurde schwächer, und das leise Summen des Autos und die ruhige Stimme des Fahrers im Hintergrund ließen ihn allmählich entspannen. Bald würde er im Hotel sein, und dann könnte er sich endlich ausruhen. Er wusste, dass er bald in einem weichen Bett liegen und die Strapazen des Tages hinter sich lassen würde, doch bis dahin musste er noch ein wenig Geduld haben. Der Gedanke daran half ihm, die letzte Strecke der Fahrt durchzuhalten. Während das Taxi durch die nächtlichen Straßen Barcelonas fuhr, bemerkte Lukas' Mutter, wie erschöpft und unwohl er aussah. Sie beugte sich zu ihm hinüber und sprach leise: „Lukas, ich habe hier noch ein Kaugummi für dich. Vielleicht hilft das, den Druck in deinen Ohren zu lindern.“ Lukas nickte dankbar, auch wenn er sich nicht sicher war, ob es noch etwas nützen würde. Doch er nahm das Kaugummi entgegen und begann langsam darauf zu kauen. Schon nach ein paar Minuten spürte er, wie der Druck in seinen Ohren ein wenig nachließ. Es war keine sofortige Linderung, aber der Schmerz wurde merklich leichter, und Lukas atmete erleichtert auf. „Danke, Mama,“ sagte er leise, während er aus dem Fenster schaute und die hell erleuchteten Straßen der Stadt an sich vorbeiziehen sah. Die Stadt erwachte erst jetzt richtig zum Leben, aber Lukas war zu erschöpft, um sich darüber Gedanken zu machen. Doch mit dem nachlassenden Schmerz und der wachsenden Vorfreude auf das Hotel fühlte er sich ein wenig besser. Nach einer Weile hielt das Taxi vor ihrem Hotel. Es war ein modernes Gebäude, mit einer eleganten Fassade und warmen Lichtern, die die Eingangstür umrahmten. Lukas und seine
Eltern stiegen aus, nahmen ihre Koffer aus dem Kofferraum und gingen zum Eingang. Die Müdigkeit hing schwer in der Luft, aber die Aussicht, bald im Hotelzimmer anzukommen, hielt Lukas wach. Im Inneren des Hotels empfing sie eine angenehm kühle Luft. Die Lobby war geschmackvoll eingerichtet, mit bequemen Sitzgelegenheiten und einem großen Empfangstresen. Sie gingen zum Check-in-Schalter, und Lukas' Vater erledigte den Papierkram, während seine Mutter sich nach dem Weg zu den Aufzügen erkundigte. „Wir sind im zweiten Stock,“ sagte sein Vater, nachdem sie die Schlüsselkarte für ihr Zimmer erhalten hatten. Lukas seufzte innerlich erleichtert, dass sie nicht allzu weit hoch mussten. Mit ihren Koffern und Taschen machten sie sich auf den Weg zum Aufzug. Als die Aufzugstüren sich öffneten, traten sie hinein und fuhren gemächlich in den zweiten Stock. Lukas lehnte sich gegen die Wand des Aufzugs und versuchte, seine Gedanken zu ordnen. Der Druck in seinen Ohren war jetzt fast verschwunden, dank des Kaugummis, und er begann, sich ein wenig zu entspannen. Es fühlte sich an, als wäre das Schlimmste des Tages überstanden, und jetzt war nur noch ein wenig Geduld nötig, bis sie sich endlich im Zimmer einrichten konnten. Die Türen des Aufzugs öffneten sich mit einem leisen Klingeln, und sie traten in den Korridor. Sie folgten den Schildern zu ihrem Zimmer, das sich am Ende des Flurs befand. Lukas' Vater schob die Schlüsselkarte durch das Lesegerät, und die Tür öffnete sich mit einem leisen Klicken. Sie betraten das Zimmer, und Lukas war sofort erleichtert von der friedlichen Atmosphäre. Das Hotelzimmer war gemütlich und modern eingerichtet, mit einem großen Fenster, das einen Blick auf die Straßen Barcelonas ermöglichte. Zwei bequeme Betten standen an der einen Seite des Raumes, und ein kleiner Tisch mit Stühlen füllte die andere Seite. Ein Fernseher hing an der Wand, und auf einem Regal standen einige frische Blumen. „Endlich,“ seufzte Lukas und ließ sich auf eines der Betten fallen. Er spürte, wie die Müdigkeit nach dem langen Tag langsam in seinem Körper aufstieg, doch es war noch zu früh, um schlafen zu gehen. „Bevor du dich ausruhst, sollten wir die Koffer auspacken,“ sagte seine Mutter sanft, während sie begann, die Taschen zu öffnen und ihre Sachen herauszuholen. Lukas nickte, setzte sich wieder auf und öffnete ebenfalls seinen Koffer. Obwohl er sich erschöpft fühlte, war es irgendwie beruhigend, seine Sachen zu ordnen und alles für die nächsten Tage bereit zu machen. Er legte seine Kleidung ordentlich in den Schrank, verstaute seine Toilettenartikel im Badezimmer und legte seine Reisesachen auf den kleinen Tisch neben dem Bett. Seine Eltern taten dasselbe, und bald war das Zimmer in ein sanftes Durcheinander aus Kleidungsstücken und persönlichen Gegenständen getaucht. Es war kein Chaos, sondern eher ein Zeichen dafür, dass sie sich langsam einrichteten und den Raum zu ihrem vorübergehenden Zuhause machten. „So, das wäre erledigt,“ sagte Lukas' Vater zufrieden, als sie endlich mit dem Auspacken fertig waren. „Jetzt können wir uns ein wenig ausruhen.“ Lukas war froh, dass sie sich nun nicht mehr um das Gepäck kümmern mussten. Er setzte sich auf den kleinen Sessel neben dem Fenster und schaute hinaus auf die Straßen von Barcelona. Die Stadt wirkte lebendig, und die Lichter funkelten in der Ferne. Er spürte, wie die Anspannung des Tages langsam von ihm abfiel, doch er wusste, dass noch mehr Abenteuer vor ihm lagen. Für den Moment war er jedoch einfach nur froh, im Hotel angekommen zu sein, und seine Ohren fühlten sich endlich wieder normal an. Nachdem die Familie im Hotelzimmer alles ausgepackt und sich kurz ausgeruht hatte, begann die Stimmung sich langsam zu heben. Lukas fühlte sich nach dem Flug und den Schmerzen in
seinen Ohren allmählich besser, und seine Eltern schienen ebenfalls wieder etwas Energie zu haben. „Wir sollten noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen gehen,“ schlug Lukas' Mutter vor. „Vielleicht etwas zu trinken und Snacks für den Abend und morgen früh.“ Lukas nickte. Er hatte Hunger, und ein wenig Bewegung würde ihm guttun. Außerdem war es eine gute Gelegenheit, die Umgebung des Hotels kennenzulernen. „Gute Idee,“ fügte sein Vater hinzu, „und vielleicht können wir ein wenig durch die Straßen schlendern und sehen, was es hier in der Nähe gibt.“ Die Familie setzte sich zusammen auf die Betten und zog eine Karte von Barcelona hervor, die sie an der Rezeption des Hotels bekommen hatten. Lukas’ Vater öffnete auch sein Handy, um einen Blick auf Google Maps zu werfen. „Hier,“ sagte er und deutete auf die Karte. „Es gibt ein paar kleine Geschäfte in der Nähe. Vielleicht ein paar Minuten zu Fuß von hier.“ „Wir sollten etwas in der Nähe suchen, damit wir uns nicht verlaufen,“ meinte Lukas und beugte sich vor, um auf die Karte zu schauen. Es gab mehrere kleine Läden und Supermärkte, die in der Nähe des Hotels eingezeichnet waren. Der Gedanke, durch die Straßen Barcelonas zu laufen, gefiel ihm, auch wenn er noch etwas müde war. „Schau mal, hier ist ein Supermarkt,“ sagte seine Mutter, die auf einen kleinen Punkt auf der Karte zeigte. „Das scheint nicht weit weg zu sein. Vielleicht gehen wir da hin.“ „Klingt gut,“ sagte sein Vater und legte die Karte zur Seite. „Dann machen wir uns gleich auf den Weg.“ Doch bevor sie aufbrachen, beschlossen sie, sich noch ein wenig zu informieren. Sie holten die Karten-Apps auf ihren Handys heraus und suchten nach dem Supermarkt, den sie gefunden hatten. Es war ein kleiner, lokaler Laden, der nur wenige Straßen vom Hotel entfernt war, etwa zehn Minuten zu Fuß. Perfekt für das, was sie suchten. „Das sollte einfach zu finden sein,“ sagte Lukas' Vater und zeigte auf den Bildschirm. „Es liegt nur ein paar Blocks weiter, und die Gegend sieht ganz angenehm aus.“ „Vielleicht finden wir unterwegs noch ein paar andere interessante Geschäfte,“ fügte Lukas’ Mutter hinzu, während sie sich die Route ansah. Sie genoss es, neue Orte zu erkunden und durch die Straßen zu schlendern, und Barcelona versprach, eine Stadt voller Leben und Energie zu sein. Lukas spürte, wie die Aufregung in ihm wuchs. Es würde sein erster richtiger Spaziergang durch Barcelona sein, und obwohl er noch etwas erschöpft war, freute er sich darauf, die Stadt zu entdecken. Seine Schmerzen waren fast vollständig verschwunden, und er hatte das Gefühl, dass die frische Luft und die Bewegung ihm guttun würden. „Also gut, dann los,“ sagte sein Vater schließlich und stand auf. „Lass uns den Laden finden.“ Sie nahmen ihre Taschen und verließen das Hotelzimmer. Lukas fühlte einen leichten Schauer der Vorfreude, als sie den Flur entlanggingen und sich auf den Weg machten. Der Aufzug brachte sie zurück in die Lobby, und als sie die Hoteltür öffneten, umfing sie die warme, mediterrane Nachtluft von Barcelona. Die Straßen waren belebt, und die Stadt wirkte, als ob sie niemals schlafen würde. „Okay, der Laden ist in diese Richtung,“ sagte Lukas’ Vater, als sie auf die Straße traten und den Weg einschlugen, der sie zum Supermarkt führen würde. Der Gedanke, sich durch die unbekannten Straßen zu bewegen, fühlte sich aufregend und gleichzeitig beruhigend an. Sie waren hier, in einer der schönsten Städte Europas, und obwohl sie nur einen kleinen Einkauf machen wollten, war es der erste Schritt in ein neues Abenteuer. Die Straßen waren gesäumt von Lichtern und Restaurants, und die Stimmen der Menschen erfüllten die Luft. Lukas konnte den Duft von gegrilltem Fleisch und Gewürzen riechen, der aus den nahegelegenen Restaurants kam, und sein Magen knurrte leise. Die Energie der Stadt wirkte ansteckend, und obwohl sie nur ein paar Sachen einkaufen wollten, fühlte es sich für Lukas an, als ob sie etwas Großes erleben würden.
Bald würden sie das Geschäft finden und ihre ersten Schritte in dieser lebendigen Stadt unternehmen. Die Familie verließ das Hotel und trat hinaus in die warme Nacht Barcelonas. Die frische, mediterrane Brise wehte ihnen entgegen, und Lukas fühlte sich sofort belebt, obwohl er noch etwas erschöpft war. Sie standen auf dem Gehweg vor dem Hotel und sahen sich um, bereit, den kurzen Spaziergang zum Supermarkt zu machen, den sie auf der Karte entdeckt hatten. „Laut Karte sollte der Laden nur ein paar Straßen entfernt sein,“ sagte Lukas' Vater und zeigte in die Richtung, die sie einschlagen wollten. Seine Stimme klang zuversichtlich, und Lukas fühlte sich ebenfalls sicher, dass sie den Weg schnell finden würden. Sie begannen, die Straße entlang zu gehen, die vom Hotel wegführte. Die Stadt war lebendig: Menschen flanierten, lachten und genossen die laue Nacht. Überall waren die Fenster der Restaurants hell erleuchtet, und die Gerüche von frisch zubereitetem Essen und exotischen Gewürzen hingen in der Luft. Lukas’ Magen knurrte leicht, und er freute sich darauf, bald etwas zu essen zu kaufen. Doch je weiter sie gingen, desto mehr merkte Lukas, dass sie an keinem Geschäft vorbeikamen. Es war seltsam. Sie hatten gedacht, dass der Supermarkt gleich um die Ecke sei, aber die Straßen schienen nur aus Restaurants, Bars und Apartments zu bestehen. Kein einziges Schild deutete auf einen Laden hin. „Merkwürdig,“ murmelte seine Mutter, als sie sich umsah. „Hier sollte doch eigentlich ein Geschäft sein, oder?“ „Ja, es sah so aus,“ antwortete Lukas' Vater und zückte sein Handy erneut, um die Karte zu überprüfen. Er runzelte die Stirn und hielt an. „Das kann nicht stimmen. Laut Karte hätten wir schon längst da sein müssen.“ Lukas schaute sich ebenfalls um. Nichts deutete darauf hin, dass hier ein Supermarkt oder überhaupt irgendein Geschäft in der Nähe war. Die Straßen wurden enger, und die Gebäude um sie herum wirkten weniger einladend, als sie weitergingen. Es war nicht beängstigend, aber es schien, als würden sie sich immer weiter von dem entfernen, was sie suchten. „Vielleicht haben wir den falschen Weg genommen?“ schlug Lukas zögerlich vor. „Möglich,“ antwortete sein Vater. „Oder die Karte hat uns einen Streich gespielt.“ Er schaute sich um und überlegte. „Wir sollten der Straße folgen, die das Taxi genommen hat. Vielleicht finden wir dort noch etwas.“ Sie beschlossen, zurück zur Hauptstraße zu gehen, der sie mit dem Taxi vom Flughafen gefolgt waren. Es schien die logischste Option zu sein, da sie sich von dieser Richtung aus einigermaßen orientieren konnten. Die Familie ging nun etwas schneller, und Lukas spürte, wie sich seine Müdigkeit wieder bemerkbar machte. Doch er blieb tapfer, denn das Abenteuer, das die nächtlichen Straßen von Barcelona boten, ließ ihn nicht los. Als sie auf die Hauptstraße kamen, die heller und belebter war, fühlte sich Lukas sofort wohler. Hier war mehr Verkehr, und die Straßenlampen tauchten alles in ein warmes, goldenes Licht. Autos fuhren an ihnen vorbei, und die Stimmen der Passanten erfüllten die Luft. Es war eine pulsierende Energie, die die Familie wieder aufweckte. „Wir gehen einfach weiter diese Straße entlang,“ sagte Lukas' Vater entschlossen. „Irgendwo hier muss es ein Geschäft geben.“ Die Familie setzte ihren Weg fort, immer entlang der Route, die das Taxi zuvor genommen hatte. Der Lärm des Verkehrs und die Geräusche der Stadt halfen, die Stimmung zu heben, obwohl sie immer noch kein Geschäft fanden. Sie liefen an verschiedenen Gebäuden vorbei, doch keins davon schien der Laden zu sein, den sie suchten. Doch dann, als sie eine Kreuzung erreichten und sich kurz umsahen, entdeckte Lukas etwas in der Ferne: Ein Schild, das leicht in der Dunkelheit leuchtete. Es war nicht besonders groß, aber es sah so aus, als könnte es ein Hinweis auf ein Geschäft sein. „Schaut mal!“ rief Lukas und zeigte auf das Schild.
Seine Eltern folgten seinem Blick. „Das könnte es sein,“ sagte seine Mutter hoffnungsvoll. „Vielleicht finden wir dort den Laden.“ „Sieht so aus,“ antwortete sein Vater, ebenfalls erleichtert. „Lass uns hingehen und nachsehen.“ Mit neuer Zuversicht und einem Gefühl von Vorfreude setzte die Familie ihren Weg in die Richtung des leuchtenden Schilds fort. Sie waren dem Ziel näher, aber noch nicht da. Die Straßen Barcelonas boten ihnen eine Vielzahl von Eindrücken, und auch wenn der Weg länger geworden war als erwartet, fühlte es sich jetzt an, als wären sie auf der richtigen Spur. Die Familie setzte ihren Weg in Richtung des leuchtenden Schilds fort, das in der Ferne sichtbar war. Während sie die Straßen entlanggingen, bemerkte Lukas, dass die Umgebung sich veränderte. Die Häuser wurden höher, die Straßen breiter und belebter. Mehr Menschen strömten auf den Gehwegen, und die Straßenlaternen warfen ein warmes Licht auf die Szenerie. Es fühlte sich an, als wären sie in das Herz der Stadt gelangt, wo das Nachtleben pulsierte. Lukas’ Mutter blieb plötzlich stehen und sah sich um. „Hier ist es richtig lebendig,“ sagte sie lächelnd. „Vielleicht sollten wir überlegen, irgendwo essen zu gehen, bevor wir einkaufen.“ Lukas war von der Idee begeistert. Sein Magen knurrte bereits, und der Duft von gegrilltem Fleisch und Gewürzen, der aus den nahegelegenen Restaurants in die Luft stieg, machte es schwer, nicht an Essen zu denken. Die belebte Straße, auf der sie standen, war gesäumt von kleinen Cafés, Bars und Restaurants. Überall saßen Menschen draußen, lachten und genossen das warme Wetter. Die Atmosphäre war einladend, und die Lichter der Lokale blinkten in verschiedenen Farben. „Es wäre wirklich schön, hier etwas zu essen,“ sagte Lukas und schaute auf ein besonders einladend aussehendes Restaurant, wo die Tische draußen mit Kerzen beleuchtet waren. „Aber sollten wir nicht erst die Getränke und Snacks kaufen? Dann müssen wir uns später nicht mehr darum kümmern.“ Seine Mutter nickte zustimmend. „Guter Plan. Wir gehen erst in den Laden und holen alles, was wir brauchen, und dann können wir uns ein nettes Restaurant aussuchen.“ Die Familie beschloss also, erst noch ein Geschäft zu suchen, bevor sie sich ins Restaurant setzen würden. Sie schlenderten weiter die belebte Straße entlang, immer mit dem Gedanken, bald sowohl den Laden als auch ein leckeres Abendessen zu finden. Je weiter sie gingen, desto mehr bemerkten sie, dass die Straßen noch lebendiger wurden. Menschen gingen in alle Richtungen, und die Stadt schien nicht zur Ruhe zu kommen. Als sie sich der Stelle näherten, wo das leuchtende Schild in der Ferne zu sehen war, erblickten sie etwas Unerwartetes: Es war nicht nur ein einfaches Geschäft, sondern eine große Markthalle, deren helle Fenster und lebhafte Geräusche sofort ihre Aufmerksamkeit auf sich zogen. „Das sieht interessant aus,“ bemerkte Lukas’ Vater. „Vielleicht sollten wir dort nachsehen.“ Die Familie ging näher heran, und als sie durch die Eingangstür traten, wurden sie von einem lebendigen Markttreiben begrüßt. Es war eine große Halle, voll von kleinen Ständen, die frische Lebensmittel, lokale Produkte und allerlei bunte Waren anboten. Der Duft von frischem Obst, Gewürzen und gebackenem Brot lag in der Luft. Es herrschte ein geschäftiges Treiben, doch es war nicht überwältigend, sondern eher einladend und warm. „Wow, schau dir das an,“ sagte Lukas begeistert, während er die vielen Stände betrachtete. „Hier könnten wir ja auch was zum Essen mitnehmen.“ „Das ist eine gute Idee,“ meinte seine Mutter. „Aber wir sollten erst die Getränke und Snacks kaufen.“ Auf der anderen Seite der Markthalle, direkt neben den Ständen mit den frischen Lebensmitteln, befand sich ein kleiner Ladenbereich. Es war ein praktisches Geschäft, in dem sie genau das fanden, wonach sie gesucht hatten: Wasserflaschen, Softdrinks und kleine Snacks. Die Regale waren gut bestückt, und alles war übersichtlich angeordnet.
„Das passt perfekt,“ sagte Lukas’ Vater zufrieden. „Wir holen jetzt die wichtigsten Sachen, und dann können wir uns auf die Suche nach einem schönen Restaurant machen.“ Lukas schnappte sich eine Flasche Wasser, während seine Eltern Chips und einige Süßigkeiten in den Korb legten. Es war eine einfache Besorgung, aber in der lebhaften Atmosphäre der Markthalle fühlte es sich besonders an. Die Lichter, die Stimmen der Händler und die Geräusche der Kunden gaben dem Moment etwas Magisches. „Ich hätte nie gedacht, dass wir mitten in der Nacht in so einer schönen Markthalle landen,“ sagte Lukas, während sie an der Kasse standen und ihre Einkäufe bezahlten. „Barcelona ist voller Überraschungen,“ meinte seine Mutter lächelnd. „Und das ist erst der Anfang unserer Reise.“ Mit den Einkäufen in der Hand verließen sie die Markthalle und machten sich auf den Weg zurück in die belebte Straße. Jetzt, da sie alles besorgt hatten, konnten sie sich darauf konzentrieren, ein schönes Restaurant auszusuchen und den Abend in vollen Zügen zu genießen. Die warme Nachtluft und die energiegeladene Atmosphäre Barcelonas gaben Lukas das Gefühl, dass dies der Beginn eines unvergesslichen Abenteuers war. Nachdem die Familie ihre Einkäufe aus der Markthalle erledigt hatte, stand der nächste Schritt auf ihrem Plan: ein Restaurant für das Abendessen zu finden. Die belebten Straßen Barcelonas boten viele Möglichkeiten, doch Lukas hatte einen klaren Wunsch, der ihm schon seit einigen Minuten im Kopf herumspukte. „Wie wäre es, wenn wir zu McDonald's gehen?“ fragte Lukas plötzlich. Seine Augen leuchteten auf, als er an seine Lieblingsmahlzeit dachte: Chicken Nuggets und Pommes. „Ich habe echt Lust auf etwas Einfaches, und McDonald's ist immer gut.“ Seine Mutter schmunzelte. „McDonald's? Na gut, es ist vielleicht nicht das typisch spanische Essen, aber wenn du darauf Lust hast, warum nicht?“ Sein Vater nickte, war aber etwas unschlüssig. „Okay, das klingt nach einem Plan, aber vielleicht sollten wir erst die Einkäufe zurück ins Hotel bringen, bevor wir irgendwo essen gehen.“ Lukas zuckte mit den Schultern. „Aber wenn der McDonald's auf dem Weg liegt, können wir doch direkt dort vorbeigehen, oder? Dann müssen wir nicht zweimal laufen.“ Sein Vater dachte kurz nach und stimmte schließlich zu. „Na gut, das macht Sinn. Wir können die Schildern zum McDonald's folgen und ihn auf dem Weg finden. Danach bringen wir die Sachen ins Hotel.“ Mit den Einkäufen in der Hand machten sie sich auf den Weg. Sie folgten den Schildern, die ihnen den Weg zum nächstgelegenen McDonald's zeigten. Die Stadt schien unendlich groß, und obwohl die Schilder sie anfangs auf den richtigen Weg führten, begann die Suche bald komplizierter zu werden. Sie gingen mehrere Straßen entlang, doch jedes Mal, wenn sie dachten, sie wären dem McDonald's nahe, führte sie ein weiteres Schild in eine andere Richtung. „Das gibt’s doch nicht,“ murmelte Lukas' Vater schließlich genervt. „Diese Schilder führen uns im Kreis. Wir müssten den McDonald's doch längst gefunden haben.“ „Ja, das ist seltsam,“ stimmte Lukas zu, während er sich umsah. „Wir sind schon zwei Mal durch diese Straße gegangen.“ Die Familie ging weiter, doch es schien, als ob der McDonald's sich vor ihnen versteckte. Sie bogen in eine weitere Straße ein, die ihnen wieder den richtigen Weg versprach, doch auch hier war kein McDonald's zu sehen. Plötzlich hörte Lukas ein leichtes Reißen. Er blickte nach unten und sah, dass die Einkaufstasche, die sein Vater trug, an einer Ecke aufgerissen war. Eine der Wasserflaschen rollte heraus und landete mit einem dumpfen Schlag auf dem Boden. „Oh nein,“ seufzte sein Vater und hob die Flasche auf. „Die Tasche ist gerissen.“ „Wir hätten doch erst ins Hotel gehen sollen,“ sagte seine Mutter, während sie versuchte, die restlichen Einkäufe zusammenzuhalten. „Das ist einfach Pech.“
„Ja, aber es gibt Schlimmeres,“ sagte Lukas und lachte, obwohl die Situation ein wenig ärgerlich war. „Vielleicht sollten wir die Sachen jetzt wirklich ins Hotel bringen.“ Doch gerade als sie darüber nachdachten, den Rückweg zum Hotel anzutreten, fiel Lukas' Blick auf ein leuchtendes Logo in der Ferne. Er blinzelte, als er es erkannte. „Warte mal! Da vorne ist er – der McDonald's!“ Sein Vater sah in die Richtung, in die Lukas zeigte, und tatsächlich, zwischen den Gebäuden leuchtete das vertraute gelbe „M“ auf. „Endlich,“ sagte er erleichtert. „Dann lass uns jetzt da hingehen, bevor wir noch mehr Zeit verlieren.“ Die Familie machte sich auf den Weg zum McDonald's, nun endlich in der richtigen Richtung. Trotz der gerissenen Einkaufstasche schafften sie es, ohne weitere Zwischenfälle dort anzukommen. Als sie eintraten, spürte Lukas sofort die vertraute Atmosphäre. Die hell erleuchteten Tische, das Summen der Bestellungen und der Duft von frittierten Pommes erfüllten den Raum. „Ich wusste, dass wir ihn finden würden,“ sagte Lukas grinsend, während sie sich anstellten, um zu bestellen. Es dauerte nicht lange, bis er endlich seine Bestellung aufgeben konnte. „Chicken Nuggets und Pommes, bitte,“ sagte er glücklich zum Kassierer. Seine Eltern bestellten ebenfalls, doch Lukas konnte sich kaum auf ihre Auswahl konzentrieren. Er freute sich einfach darauf, seine Nuggets zu essen. Als sie ihre Tabletts mit dem Essen bekamen, setzten sie sich an einen der Tische und machten es sich bequem. Lukas biss in seine ersten Nuggets und schloss die Augen. Der vertraute Geschmack war genau das, was er gebraucht hatte, um den anstrengenden Tag abzurunden. Die Suche nach dem McDonald's war zwar länger gewesen, als sie erwartet hatten, aber am Ende hatte sich alles gelohnt. Während die Familie da saß und aß, spürte Lukas, wie die Müdigkeit des Tages langsam nachließ. Die Aufregung und der Trubel des Abends wichen einer angenehmen Zufriedenheit. Sie hatten den McDonald's gefunden, ihre Einkäufe waren fast unbeschadet, und der Urlaub in Barcelona hatte gerade erst begonnen. Nachdem die Familie ihr Abendessen bei McDonald's beendet hatte, fühlten sie sich gestärkt und zufrieden. Lukas war glücklich, seine Chicken Nuggets und Pommes gegessen zu haben, und seine Eltern sahen auch viel entspannter aus. Doch der Tag war lang gewesen, und die Müdigkeit setzte langsam wieder ein. „Es wird Zeit, zurück ins Hotel zu gehen,“ sagte Lukas’ Vater, als er den leeren Tablett zurückbrachte. „Aber diesmal müsst ihr mir helfen, die Einkäufe zu tragen. Die Tasche ist völlig gerissen.“ Lukas und seine Mutter nickten und teilten die verbliebenen Einkäufe unter sich auf. Seine Mutter nahm die Wasserflaschen, während Lukas ein paar der Snacks und kleinen Sachen in seine Jackentaschen steckte. Sein Vater trug den Rest, wobei er die gerissene Tasche vorsichtig balancierte, damit nichts herausfiel. „Das sollte so gehen,“ sagte Lukas, als sie den McDonald's verließen und sich auf den Weg zurück zum Hotel machten. Die Straßen von Barcelona waren um diese Zeit immer noch lebendig, aber es war ein angenehmes Gefühl, zu wissen, dass sie bald in ihr gemütliches Hotelzimmer zurückkehren würden. Die Familie ging die vertrauten Straßen zurück, diesmal ohne Umwege, und unterhielt sich dabei leise über den kommenden Tag. Sie waren alle neugierig auf das, was sie in Barcelona noch erleben würden, aber für den Moment freuten sie sich einfach darauf, sich im Hotel auszuruhen. Als sie das Hotel erreichten, traten sie in die kühle, beruhigende Lobby ein und nahmen den Aufzug zurück in den zweiten Stock. Lukas spürte, wie die Erschöpfung in ihm stieg, und er freute sich auf eine ruhige Nacht.
Im Zimmer angekommen, verteilten sie die Einkäufe und stellten die Getränke in den kleinen Kühlschrank, der im Zimmer stand. „Das war ein langer Tag,“ sagte Lukas’ Mutter und setzte sich aufs Bett. „Aber schön. Barcelona ist wirklich eine lebendige Stadt.“ „Ja,“ stimmte Lukas zu, während er sich aufs Bett fallen ließ. „Ich freue mich schon auf morgen.“ „Bevor wir schlafen gehen, wie wäre es, wenn wir noch einen Film schauen?“ fragte sein Vater und griff nach der Fernbedienung des Fernsehers. Lukas lächelte. „Gute Idee.“ Die Familie machte es sich gemütlich. Sie kuschelten sich in die weichen Hotelbetten, wählten einen leichten Film aus und ließen den Abend entspannt ausklingen. Das Summen der Klimaanlage, die sanften Geräusche der Stadt draußen und die Wärme der Betten gaben Lukas ein Gefühl von Geborgenheit. Er konnte kaum glauben, dass sie erst einen Tag in Barcelona waren – es fühlte sich schon so vertraut an. Der Film lief leise im Hintergrund, und die Familie genoss die Ruhe nach dem ereignisreichen Tag. Doch als der Film fast zu Ende war und sie sich langsam darauf vorbereiteten, ins Bett zu gehen, ertönte plötzlich ein lautes Klopfen an der Zimmertür. Lukas sprang überrascht auf und sah zu seinen Eltern. „Wer könnte das um diese Zeit sein?“ fragte er verwirrt. Es war schon spät, und sie hatten niemanden erwartet. „Ich weiß es nicht,“ antwortete seine Mutter, ebenfalls überrascht. Sein Vater stand langsam auf, ging zur Tür und öffnete sie vorsichtig. Als die Tür sich öffnete, erblickten sie zu ihrer großen Überraschung eine vertraute Gestalt, die lässig im Türrahmen stand – Erling Haaland. „Erling?“ fragte Lukas überrascht, als er die berühmte Figur in der Tür stehen sah. „Überraschung!“ sagte Haaland mit einem breiten Grinsen. „Ich habe doch gesagt, dass wir uns vielleicht nochmal über den Weg laufen.“ Lukas’ Mund klappte auf. Er konnte es kaum glauben. Haaland, sein alter Freund, stand tatsächlich vor ihrer Tür, und es schien, als wäre es kein Zufall gewesen. „Wie… was machst du hier?“ stammelte Lukas, immer noch völlig fassungslos. „Ich bin auf dem Weg nach Barcelona gewesen, wie du,“ sagte Haaland lachend. „Ich habe es geschafft, das gleiche Hotel zu buchen, nachdem ich deinen Brief gelesen hatte. Ich dachte, ich überrasche euch mal.“ Die Familie stand da, sprachlos und überrascht, während Haaland sie grinsend ansah. Es war wirklich eine unerwartete Wendung, die keiner von ihnen kommen sah. Doch in diesem Moment wusste Lukas, dass diese Reise nach Barcelona etwas ganz Besonderes werden würde – und das Abenteuer hatte gerade erst begonnen. Nachdem die anfängliche Überraschung über Haalands unerwartetes Auftauchen nachgelassen hatte, lud Lukas' Vater ihn ins Zimmer ein. Sie unterhielten sich noch ein paar Minuten, während sie sich über den Zufall amüsierten, dass sie sich in Barcelona wieder trafen. Haaland erzählte kurz von seiner Reise und erwähnte, dass er ein paar Tage in der Stadt verbringen wollte, bevor seine nächsten Verpflichtungen anstanden. Doch so sehr die Freude groß war, die Müdigkeit machte sich bei Lukas und seiner Familie bemerkbar. Lukas kämpfte mit dem Schlaf, und auch seine Eltern sahen erschöpft aus. „Es ist wirklich schön, dass du uns überrascht hast, Erling,“ sagte Lukas' Mutter lächelnd, „aber ich denke, wir sollten jetzt wirklich ins Bett gehen. Es war ein langer Tag.“ Haaland nickte verständnisvoll. „Natürlich, ihr seht müde aus. Ich wollte euch nur schnell überraschen. Wir können uns morgen wiedersehen, wenn ihr mögt.“ „Das klingt nach einem Plan,“ sagte Lukas' Vater, während er Haaland zur Tür begleitete. „Wir freuen uns, dich morgen wiederzusehen.“ „Ich auch,“ fügte Lukas mit einem müden Lächeln hinzu, während er sich auf seinem Bett zurücklehnte.
„Gute Nacht, Leute,“ sagte Haaland und winkte ihnen zum Abschied, bevor er das Zimmer verließ und die Tür hinter sich schloss. Als die Tür ins Schloss fiel, atmete Lukas tief durch. Der Tag war lang und voller unerwarteter Wendungen gewesen, und er spürte, wie die Müdigkeit ihn jetzt endgültig übermannte. Seine Eltern schauten ihn an, und sie lachten leise über die unglaubliche Begegnung. „Das war wirklich eine Überraschung,“ sagte Lukas' Mutter, während sie begann, die Kissen auf ihrem Bett zu ordnen. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir Erling hier treffen.“ „Ja, das hätte ich auch nie erwartet,“ fügte Lukas hinzu, während er sich in seine Decke kuschelte. Seine Augenlider wurden schwerer, und er spürte, wie sein Körper sich endlich entspannen konnte. „Gut, dann lasst uns jetzt schlafen,“ sagte sein Vater, während er das Licht ausschaltete. „Morgen wartet ein weiterer spannender Tag in Barcelona auf uns.“ Die Dunkelheit erfüllte das Zimmer, und die leisen Geräusche der Stadt draußen wurden durch die geschlossenen Fenster gedämpft. Lukas drehte sich auf die Seite und schloss die Augen. Die weichen Betten und die sanfte Stille des Zimmers gaben ihm das Gefühl, dass alles genau richtig war. Seine Eltern legten sich ebenfalls hin, und bald war das Zimmer in völlige Ruhe getaucht. Die Müdigkeit des Tages ließ die Familie schnell einschlafen. Lukas dachte noch einen Moment an das unerwartete Wiedersehen mit Haaland und freute sich darauf, was der nächste Tag bringen würde. Doch bevor er weiter über die kommenden Abenteuer nachdenken konnte, überkam ihn der Schlaf, und bald war das ganze Zimmer in eine friedliche Stille gehüllt. Die Familie schlief tief und fest, bereit für die neuen Erlebnisse, die sie am nächsten Morgen in Barcelona erwarten würden. Am nächsten Morgen, dem ersten richtigen Urlaubstag in Barcelona, erwachte Lukas durch die sanften Sonnenstrahlen, die durch die Vorhänge in das Hotelzimmer fielen. Er blinzelte, streckte sich und spürte die vertraute Schwere der Müdigkeit, die langsam von ihm abfiel. Die Erlebnisse des letzten Tages und vor allem die überraschende Begegnung mit Haaland blitzten noch einmal in seinen Gedanken auf. Doch jetzt freute er sich auf das, was der Tag bringen würde. „Guten Morgen,“ murmelte seine Mutter leise von der anderen Seite des Zimmers, als sie ebenfalls aufwachte. „Bereit für ein Frühstück?“ „Definitiv,“ antwortete Lukas, während er sich aufsetzte. Er hatte Hunger, und das Gefühl, in einer fremden Stadt ein erstes Frühstück zu genießen, ließ seine Vorfreude steigen. Sein Vater war auch schon wach, stand auf und zog die Vorhänge ganz auf, sodass das Zimmer in goldenes Sonnenlicht getaucht wurde. „Das Wetter ist perfekt,“ sagte er, während er aus dem Fenster auf die Stadt hinausblickte. „Zeit, den Tag zu beginnen.“ Die Familie machte sich frisch, zog sich an und packte ihre Sachen zusammen. Als sie fertig waren, verließen sie ihr Hotelzimmer und machten sich auf den Weg in den Frühstücksbereich des Hotels. Der Gang durch das Hotel war ruhig, die warme Morgensonne schien durch die großen Fenster, und die Stadt Barcelona erwachte gerade zum Leben. Der Frühstücksraum des Hotels war einladend und geräumig, mit großen Fenstern, die den Blick auf die Straßen der Stadt freigaben. Die Luft war erfüllt von dem verlockenden Duft von frischem Kaffee, warmem Gebäck und frisch gebratenen Eiern. Die Familie trat ein und wurde zu einem Tisch geführt, der direkt am Fenster lag. Von dort aus konnten sie das Treiben auf der Straße beobachten, während sie sich auf das Frühstück freuten. „Wow, das Buffet sieht toll aus,“ sagte Lukas, als er sich umsah. Die Auswahl war riesig: Es gab frisches Obst, Croissants, verschiedene Brotsorten, Käse, Aufschnitt, Joghurts und warme Speisen wie Rührei und Speck. Auch typisch spanische Leckereien wie Churros und Tortilla de Patatas fehlten nicht.
„Ich denke, wir werden heute gut gestärkt in den Tag starten,“ meinte sein Vater mit einem Lächeln, während sie sich alle zum Buffet begaben. Lukas schnappte sich einen Teller und begann, sich eine Auswahl zusammenzustellen. Er nahm sich einige Croissants, frisches Obst und ein wenig Rührei. Seine Mutter griff nach Joghurt und Müsli, während sein Vater sich für ein herzhaftes Frühstück mit Aufschnitt und Käse entschied. Nachdem sie ihre Teller gefüllt hatten, setzten sie sich wieder an ihren Tisch und begannen zu essen. Die Sonne strahlte durch die großen Fenster und wärmte den Raum angenehm auf, während die Familie das entspannte Frühstück genoss. Lukas biss in ein Croissant und spürte, wie die buttrige, weiche Konsistenz auf seiner Zunge zerging. Es schmeckte himmlisch, und das frische Obst gab ihm einen kleinen Energieschub. „Was machen wir heute als Erstes?“ fragte Lukas neugierig, während er einen Schluck von seinem frisch gepressten Orangensaft nahm. Seine Mutter überlegte kurz. „Ich denke, wir sollten uns zuerst die Sagrada Família anschauen. Es ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Barcelona, und es wäre ein guter Start für unseren Tag.“ „Das klingt gut,“ sagte sein Vater. „Vielleicht können wir danach ein bisschen durch die Stadt schlendern und die Atmosphäre genießen.“ Lukas nickte begeistert. Er hatte schon viel über die Sagrada Família gehört, und die Vorstellung, dieses beeindruckende Bauwerk endlich in echt zu sehen, ließ ihn aufgeregt werden. Während sie weiter aßen, plauderten sie über die verschiedenen Dinge, die sie an diesem Tag machen wollten. Die Energie der Stadt und die Vorfreude auf die bevorstehenden Erlebnisse schien jeden von ihnen zu beflügeln. Der Frühstücksraum füllte sich langsam mit anderen Hotelgästen, doch für Lukas fühlte es sich an, als ob dieser Morgen ganz allein ihrer Familie gehörte. Nachdem sie ihre Teller geleert und sich satt gegessen hatten, lehnte sich Lukas zurück und lächelte. „Das war wirklich ein perfektes Frühstück.“ „Ja, das war es,“ stimmte seine Mutter zu. „Jetzt sind wir bereit, Barcelona zu erkunden.“ Die Familie blieb noch einen Moment sitzen, genoss die Aussicht und die friedliche Morgenstimmung, bevor sie sich schließlich erhob und den Frühstücksraum verließ. Sie hatten den ersten Urlaubsmorgen in vollen Zügen genossen, und nun waren sie bereit, sich in das Abenteuer Barcelona zu stürzen – mit der Sagrada Família als erstem Ziel. Am Nachmittag ihres ersten Urlaubstages in Barcelona entschied sich die Familie, die berühmte "Hop-On Hop-Off"-Tour mit der blauen Linie zu machen. Diese Route führt durch die obere Stadtseite und bietet einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas. Auf ihrer Tour planten sie Stopps an ikonischen Orten wie der Sagrada Família, dem atemberaubenden Meisterwerk von Antoni Gaudí, dem Park Güell, einem weiteren Symbol der Kreativität des Architekten, und dem legendären Camp Nou, dem Stadion des FC Barcelona. Als sie den Bus bestiegen, herrschte eine aufgeregte Stimmung. Sie suchten sich Plätze auf dem Oberdeck, um die beste Aussicht zu haben. Kurz bevor der Bus losfuhr, trat jemand Vertrautes durch die Tür – zu ihrer Überraschung war es wieder Erling Haaland, der sie bereits am Vorabend im Hotel überrascht hatte. „Na, habt ihr Lust auf eine Sightseeing-Tour?“ scherzte Haaland, als er sich zu ihnen setzte. Die Familie lachte, und sie freuten sich auf eine weitere unerwartete Begegnung mit dem Fußballstar, der sich offenbar ebenfalls entschlossen hatte, die Stadt auf diese Weise zu erkunden. Zusammen genossen sie die Fahrt durch die Stadt, lauschten dem Audioguide und freuten sich auf die Entdeckungen des Tages. Am Abend des ersten Tages in Barcelona beschloss die Familie, zusammen mit Erling Haaland in ein besonderes Restaurant zu gehen. Sie entschieden sich für das Restaurant „Alt
Heidelberg“, das für seine deutsche Küche bekannt ist und eine gemütliche Atmosphäre bietet – perfekt, um den Tag ausklingen zu lassen. Als sie im Restaurant ankamen, wurden sie herzlich empfangen und an einen Tisch geführt. Lukas, der den ganzen Tag über viel erlebt hatte, verspürte großen Hunger. Als der Kellner kam, bestellte er sich ein deftiges Schnitzel, das hier eine Spezialität des Hauses war. Auch seine Eltern und Haaland gaben ihre Bestellungen auf, und die Gruppe begann, sich über den Tag zu unterhalten. Während sie auf das Essen warteten, sprachen sie über die Sehenswürdigkeiten, die sie auf der Hop-On-Hop-Off-Bus-Tour gesehen hatten – die Sagrada Família, den Park Güell und natürlich das berühmte Camp Nou. Haaland erzählte Anekdoten aus seinem Leben als Fußballprofi und wie es ist, in einer Stadt wie Barcelona zu spielen. Das Essen kam schließlich, und Lukas genoss sein Schnitzel in vollen Zügen. Es war perfekt zubereitet, knusprig und saftig zugleich. Auch die anderen waren mit ihren Speisen zufrieden, und das Gespräch ging in eine entspannte, freundschaftliche Richtung über. Haaland war locker und scherzte oft, und die Familie genoss die gemeinsame Zeit. Nach dem Essen entschlossen sie sich, den Abend ruhig ausklingen zu lassen und zurück ins Hotel zu gehen. Als sie das Restaurant verließen und durch die nun ruhigeren Straßen Barcelonas gingen, schlug Haaland plötzlich etwas vor. „Wie wäre es, wenn wir den Rest des Urlaubs zusammen verbringen?“ fragte er mit einem breiten Grinsen. „Es macht Spaß, mit euch die Stadt zu erkunden, und ich habe auch noch ein paar Tage Zeit.“ Lukas' Augen leuchteten auf, und seine Eltern sahen sich überrascht, aber erfreut an. „Das wäre toll,“ sagte Lukas begeistert. „Es war großartig, dich heute dabei zu haben!“ Seine Eltern nickten zustimmend, und so beschlossen sie, die nächsten Tage gemeinsam zu planen. Als sie das Hotel erreichten und sich voneinander verabschiedeten, gingen sie mit der Vorfreude ins Bett, dass sie den Rest der Reise mit einem unerwarteten und berühmten Freund verbringen würden. Am Morgen des zweiten Urlaubstages erwachte Lukas früh und spürte sofort eine Aufregung in sich aufsteigen. Heute würden sie zum ersten Mal gemeinsam mit Erling Haaland frühstücken. Es war eine merkwürdige, aber aufregende Vorstellung, Zeit mit einem so berühmten Fußballspieler zu verbringen, der sich ihnen angeschlossen hatte, um Barcelona zu erkunden. Die Familie machte sich fertig und ging hinunter in den Frühstücksraum des Hotels. Die Sonne schien bereits durch die großen Fenster, und der Raum war wieder mit dem angenehmen Duft von frisch gebrühtem Kaffee und warmen Croissants erfüllt. Als sie eintraten, sahen sie Haaland bereits an einem Tisch sitzen. Er begrüßte sie mit einem breiten Grinsen und winkte ihnen zu. „Guten Morgen! Bereit für einen weiteren spannenden Tag?“ fragte Haaland fröhlich, während sie sich zu ihm setzten. „Absolut,“ antwortete Lukas, der immer noch beeindruckt war, wie locker und freundlich der Fußballstar war. „Was hast du heute vor?“ „Ich dachte, wir könnten gemeinsam die Stadt weiter erkunden. Vielleicht gehen wir zu Montjuïc oder sehen uns das Meer an,“ schlug Haaland vor, während er sich einen Teller mit frischem Obst und Joghurt füllte. Die Familie machte sich ebenfalls auf, um das Frühstücksbuffet zu durchstöbern. Lukas entschied sich für ein weiteres Croissant, Rührei und etwas Obst, während seine Eltern sich ebenfalls mit einer Auswahl an Brötchen, Käse und Marmelade eindeckten. Haaland, der als Sportler immer darauf achtete, was er aß, wählte eine ausgewogene Kombination aus Proteinen und Vitaminen. Während sie aßen, plauderten sie über ihre Pläne für den Tag. Haaland erzählte von seinen Erfahrungen in verschiedenen Städten, in denen er gespielt hatte, und seine Geschichten
brachten die ganze Familie zum Lachen. Trotz seines Ruhmes blieb er bescheiden und zugänglich, was Lukas und seinen Eltern sehr gefiel. „Was haltet ihr von einer Tour durch den Montjuïc? Dort gibt es die Seilbahn, von der aus man eine großartige Aussicht auf die Stadt und den Hafen hat,“ schlug Haaland vor. „Das klingt super,“ sagte Lukas' Vater. „Wir könnten den Tag mit ein bisschen Sightseeing beginnen und dann am Nachmittag vielleicht zum Strand.“ „Perfekt,“ antwortete Haaland, „Ich freue mich darauf!“ Nach dem gemütlichen Frühstück machten sie sich auf den Weg, bereit für einen weiteren ereignisreichen Tag in Barcelona, der dank Haaland eine besondere Note bekam. Am Mittag des zweiten Urlaubstages beschloss die Familie, die rote Route des Hop-On HopOff-Busses zu erkunden, und natürlich schloss sich Erling Haaland ihnen wieder an. Die rote Linie des Barcelona Bus Turístic führt zu einigen der faszinierendsten historischen und kulturellen Orte Barcelonas. Zu den Highlights der Tour gehören unter anderem die Casa Batlló und La Pedrera, beides Meisterwerke des berühmten Architekten Antoni Gaudí. Außerdem passiert der Bus die Plaça d'Espanya, eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt, und führt zur Anella Olímpica auf dem Montjuïc, wo die Familie die Überreste der Olympischen Spiele von 1992 bewundern kann. Weitere sehenswerte Stopps sind das Poble Espanyol, ein charmantes Freilichtmuseum, und die Fundació Joan Miró, die Werke des berühmten katalanischen Künstlers präsentiert. Als die Familie und Haaland in den Bus stiegen, freuten sie sich auf eine entspannte Fahrt durch die Stadt. Während der Tour scherzte Haaland mit Lukas über den Fußball, und sie genossen gemeinsam die Aussicht auf die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, die sich vor ihnen auftaten. Nach einem langen und erlebnisreichen Tag in Barcelona beschloss die Gruppe – Lukas, seine Eltern und Erling Haaland – den Abend in einer Kneipe namens „Devil Kitchen“ ausklingen zu lassen. Sie hatten gehört, dass es dort gutes Essen und eine gemütliche Atmosphäre geben sollte, also machten sie sich auf den Weg dorthin. Allerdings stellte sich die Suche als schwieriger heraus, als sie erwartet hatten. Die Straßen von Barcelona waren voller Menschen, und obwohl sie eine grobe Vorstellung davon hatten, wo die Kneipe sein sollte, fanden sie nach über 40 Minuten immer noch nicht den richtigen Weg. Sie wanderten durch enge Gassen und belebte Straßen, fragten sogar einige Einheimische nach dem Weg, doch es schien, als würde sich „Devil Kitchen“ vor ihnen verstecken. Gerade als sie fast aufgeben wollten und überlegten, ein anderes Restaurant zu suchen, sah Lukas das Schild der Kneipe in einer kleinen Seitengasse aufleuchten. „Da ist es!“ rief er erleichtert, und die Gruppe machte sich schnell auf den Weg zur Tür. Im Inneren der Kneipe herrschte eine warme und einladende Atmosphäre. Es war etwas dunkel, mit roten und schwarzen Akzenten, und die Einrichtung wirkte modern, aber rustikal. Sie fanden einen Tisch und setzten sich, froh, endlich angekommen zu sein. „Das hat länger gedauert, als ich gedacht hätte,“ lachte Haaland, während sie die Speisekarten studierten. „Aber es hat sich gelohnt.“ Lukas entschied sich erneut für sein Lieblingsgericht – ein Schnitzel – und bestellte dazu Pommes und einen Softdrink. Auch der Rest der Gruppe fand schnell etwas Passendes auf der Karte, und schon bald war der Tisch mit leckeren Speisen gefüllt. Das Essen war hervorragend, und sie unterhielten sich über die Ereignisse des Tages, lachten und genossen die Zeit zusammen. Nachdem sie das Essen beendet hatten, entschied die Gruppe, dass es Zeit war, ins Hotel zurückzukehren. Sie verließen die Kneipe und machten sich auf den Rückweg, diesmal ohne Umwege. Die Straßen waren mittlerweile ruhiger geworden, und als sie das Hotel erreichten, verabschiedeten sie sich für die Nacht.
Lukas fühlte sich müde, aber zufrieden. Der Tag war voller Abenteuer und Überraschungen gewesen, und er freute sich schon darauf, was der nächste Tag in Barcelona bringen würde. Am Morgen des dritten Urlaubstages wachte Lukas mit einem angenehmen Gefühl von Vorfreude auf. Die Sonne schien bereits durch das Fenster, und er spürte, wie die Wärme ihn durchdrang, als er sich langsam aus dem Bett schälte. Heute würde ein weiterer spannender Tag in Barcelona beginnen, und wie immer begann dieser mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Nachdem er sich frisch gemacht hatte, begab er sich zusammen mit seinen Eltern und Erling Haaland in den Frühstücksraum. Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und gebackenem Gebäck erfüllte die Luft, und Lukas spürte, wie sein Magen leise knurrte. Heute hatte er sich etwas Besonderes vorgenommen: Er wollte eines der spanischen Croissants probieren, die er bereits die letzten Tage auf dem Buffet gesehen hatte. Das Croissant, das typisch spanisch mit einer leichten Süße und einem goldenen Glanz versehen war, war anders als das, was er aus Deutschland kannte. Es war außen knusprig und innen wunderbar weich, fast buttrig zart. Lukas nahm einen Bissen und lächelte. „Das ist echt gut,“ sagte er mit vollem Mund, während seine Eltern ebenfalls das Frühstück genossen. Neben seinem Croissant hatte er sich noch frisches Obst und einen Orangensaft genommen, um den Tag gestärkt zu beginnen. Sie saßen am Tisch, redeten über die bevorstehenden Pläne und genossen das langsame Erwachen des Tages. „Was machen wir heute?“ fragte Lukas neugierig, während er sein Croissant fast aufhatte. „Wir könnten die Strände von Barceloneta besuchen und vielleicht ein bisschen schwimmen gehen,“ schlug Haaland vor, und die Idee fand bei allen großen Anklang. Mit einem gemütlichen Frühstück und der Aussicht auf einen weiteren sonnigen Tag in Barcelona war die Gruppe bereit, neue Abenteuer zu erleben. Lukas freute sich schon darauf, den Tag am Meer zu verbringen und sich in den belebten Straßen Barcelonas zu verlieren. Am Mittag des dritten Urlaubstages beschloss die Gruppe, eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas zu besuchen – die Sagrada Família, Antoni Gaudís unvollendetes Meisterwerk und eines der Wahrzeichen der Stadt. Sie fuhren mit dem Taxi dorthin, voller Vorfreude, die beeindruckende Kirche aus nächster Nähe zu sehen. Als sie jedoch am Eingang ankamen, wurden sie von einem Sicherheitsmitarbeiter informiert, dass die Besichtigung der Sagrada Família an diesem Tag erst ab 19 Uhr möglich sei. Die Familie und Haaland waren enttäuscht, aber sie beschlossen, das Beste daraus zu machen und ihre Pläne für den Nachmittag zu ändern. „Was jetzt?“ fragte Lukas ein wenig enttäuscht, aber hungrig. „Wie wäre es mit einem Mittagessen?“ schlug Haaland vor. „Vielleicht etwas Schnelles? Ich habe schon lange keine Chicken Nuggets mehr gegessen.“ Lukas lachte. „Dann lass uns zu Burger King gehen!“ Die Entscheidung war schnell getroffen, und sie machten sich auf den Weg zum nächsten Burger King. Dort angekommen, bestellte Lukas ein 9er Chicken Nuggets Menü, dazu Pommes und eine spanische Estrella, ein lokales Bier, das er ausprobieren wollte. Seine Eltern und Haaland bestellten ebenfalls ihre Menüs, und sie setzten sich in die gemütliche Sitzecke des Restaurants, um das Essen zu genießen. Lukas biss in seine Nuggets und warf einen Blick auf die belebten Straßen von Barcelona, die durch die Fenster des Restaurants zu sehen waren. „Das ist ein guter Plan B,“ meinte er zufrieden, während er an seiner Estrella nippte. Nachdem sie sich gestärkt hatten, beschlossen sie, den Nachmittag zu nutzen, um sich die umliegenden Geschäfte anzusehen. Sie schlenderten durch die Einkaufsstraßen, schauten in verschiedene Boutiquen und Läden und genossen die entspannte Atmosphäre. Lukas entdeckte einige interessante Souvenirs, während seine Eltern nach etwas Besonderem Ausschau hielten.
Der Tag verlief entspannt und gemütlich, und obwohl sie die Sagrada Família nicht wie geplant besichtigen konnten, war es dennoch ein gelungener Nachmittag. Die Familie und Haaland freuten sich darauf, am Abend zurückzukehren, um das beeindruckende Bauwerk in all seiner Pracht zu bewundern. Als der Abend des dritten Tages anbrach, kehrte die Familie zusammen mit Erling Haaland zur Sagrada Família zurück, um endlich das berühmte Bauwerk von innen zu besichtigen. Die Sonne begann gerade unterzugehen, und die Strahlen tauchten die beeindruckende Fassade der Basilika in ein warmes, goldenes Licht. Die lange Wartezeit hatte sich gelohnt – der Anblick der Sagrada Família am Abend war atemberaubend. Nachdem sie ihre Tickets eingelöst hatten, betraten sie die Kirche, und sofort wurden sie von der überwältigenden Architektur in den Bann gezogen. Das Innere der Basilika war ebenso faszinierend wie die äußere Fassade. Die hohen, von Gaudí entworfenen Säulen schienen den Himmel zu berühren, und das bunte Licht, das durch die kunstvollen Glasfenster fiel, tauchte den Raum in eine fast magische Atmosphäre. Lukas konnte kaum glauben, wie groß und beeindruckend alles war. Sie verbrachten einige Zeit damit, durch die Kirche zu schlendern, die Details zu bewundern und mehr über Gaudís visionäres Design zu erfahren. Jeder von ihnen war tief beeindruckt von der Kunstfertigkeit und der Symbolik, die sich in jedem Winkel der Basilika verbarg. Es war ein Moment der Ruhe und des Staunens nach einem ereignisreichen Tag. Als sie die Sagrada Família schließlich verließen, war es bereits dunkel, und die Lichter der Stadt funkelten um sie herum. Die Gruppe beschloss, zurück ins Hotel zu gehen und den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Im Hotel angekommen, machte sich jeder bequem. Sie entschieden sich, noch einen Film zu schauen, um den Tag gemütlich abzuschließen. Lukas war zufrieden, als sie es sich auf den weichen Betten des Hotelzimmers bequem machten und der Film begann. Der Tag war lang, aber voller besonderer Erlebnisse gewesen. Nachdem der Film zu Ende war, gingen sie alle müde, aber glücklich ins Bett. Der Tag in Barcelona hatte ihnen wieder einmal gezeigt, wie viel die Stadt zu bieten hatte, und Lukas freute sich schon auf den nächsten Morgen und die weiteren Abenteuer, die auf sie warteten. Bald schlief die ganze Gruppe tief und fest. Am Morgen des vierten Tages ihres Urlaubs erwachte Lukas gut ausgeruht und voller Vorfreude. Heute hatten sie geplant, einen entspannten Tag mit Shopping zu verbringen. Nach den Abenteuern der letzten Tage freuten sie sich darauf, durch die Einkaufsstraßen Barcelonas zu schlendern und ein paar Souvenirs und lokale Besonderheiten zu entdecken. Wie gewohnt ging die Familie zusammen mit Erling Haaland zum Frühstück hinunter. Der Frühstücksraum war wieder in angenehmes Sonnenlicht getaucht, und der vertraute Duft von frisch gebrühtem Kaffee und ofenwarmen Croissants lag in der Luft. Lukas entschied sich erneut für die köstlichen spanischen Croissants, während seine Eltern und Haaland sich ebenfalls ihre Lieblingsspeisen aussuchten. „Heute gehen wir shoppen,“ sagte Lukas' Mutter lächelnd, als sie sich an den Tisch setzten. „Ich habe einige Läden gesehen, die ich gerne besuchen möchte.“ Lukas nickte begeistert. Auch er hatte einige Geschäfte im Auge, in denen er nach Souvenirs für Freunde und vielleicht nach einem neuen Outfit schauen wollte. Doch kurz nachdem sie mit dem Frühstück fertig waren und sich bereit machten, loszugehen, bemerkte Lukas' Mutter, dass sie sich unwohl fühlte. „Ich habe plötzlich Schmerzen,“ sagte sie mit einer besorgten Miene und fasste sich an die Seite. „Ich weiß nicht, was es ist, aber es tut ziemlich weh.“ Die Stimmung änderte sich augenblicklich, und Lukas’ Vater und Haaland schauten besorgt zu ihr hinüber. Sie überlegten, ob sie einen Arzt aufsuchen sollten oder ob es vielleicht etwas Leichteres war, das bald vergehen würde.
„Vielleicht sollten wir das Shopping für später verschieben,“ schlug Lukas' Vater vor. „Es ist besser, dass du dich erst ausruhst.“ Lukas’ Mutter nickte zustimmend, obwohl sie ein wenig enttäuscht war, dass der Tag nicht wie geplant verlaufen würde. „Ja, das ist wahrscheinlich das Beste. Vielleicht geht es mir später besser, und wir können dann noch los.“ Die Familie entschied sich, zurück ins Hotelzimmer zu gehen, damit sich Lukas’ Mutter ausruhen konnte. Lukas und Haaland boten an, später etwas zum Mittagessen zu holen, während sein Vater bei ihr blieb. Der geplante Shopping-Tag musste warten, doch die Gesundheit ging vor. Am Mittag des vierten Tages, nachdem sich Lukas' Mutter etwas erholt hatte, entschloss sich die Familie doch, das Colosseum in Barcelona zu besuchen – ein moderner Veranstaltungsort, der oft mit dem antiken Kolosseum in Rom verwechselt wird, aber in Wirklichkeit Teil eines großen Freizeitzentrums ist. Sie dachten, es gäbe dort auch Geschäfte, in denen sie shoppen könnten. Als sie jedoch ankamen, stellten sie schnell fest, dass das Colosseum nicht das Einkaufsziel war, das sie erwartet hatten. Es war mehr auf Unterhaltung und Kultur ausgerichtet, mit Veranstaltungen und Aufführungen, aber keine Geschäfte, wie sie es sich erhofft hatten. „Tja, so viel zum Shopping,“ sagte Lukas' Vater mit einem leichten Lächeln, während sie durch den Ort gingen. „Aber wir können wenigstens etwas essen.“ Die Familie beschloss, sich in ein Restaurant in der Nähe zu setzen und das Beste aus der Situation zu machen. Sie fanden ein kleines Lokal, das typisch spanische Gerichte servierte, und setzten sich, um das Mittagessen zu genießen. Lukas bestellte sich eine Portion Patatas Bravas, während seine Eltern sich für gegrillten Fisch entschieden. Haaland, der ebenfalls hungrig war, bestellte eine Paella. „Das ist gar nicht so schlecht,“ sagte Lukas mit einem Lächeln, als er in die würzigen Kartoffeln biss. Die Stimmung war entspannt, und trotz des fehlgeschlagenen Shopping-Plans genossen sie das Essen. Nach dem Essen beschlossen sie, sich wenigstens die Geschäfte in den umliegenden Straßen anzusehen, da sie schon einmal in der Gegend waren. In den kleinen Boutiquen und Souvenirläden entdeckten sie einige interessante Kleinigkeiten, und Lukas fand schließlich ein paar Andenken, die er mit nach Hause nehmen wollte. Obwohl der Tag anders verlaufen war als geplant, hatten sie trotzdem einen schönen Mittag verbracht und freuten sich darauf, den Rest des Tages entspannt zu genießen. Am Abend des vierten Tages beschlossen Lukas und seine Familie, den Tag entspannt ausklingen zu lassen, indem sie in eine gemütliche Bar gingen, um etwas zu trinken und die Atmosphäre der Stadt aufzusaugen. Gemeinsam mit Erling Haaland machten sie sich auf den Weg in ein nahegelegenes, kleines Lokal, das draußen Tische hatte und eine einladende Stimmung ausstrahlte. Die warme Nachtluft Barcelonas und das leise Murmeln der Stadt um sie herum machten den Abend besonders. Sie setzten sich an einen Tisch unter einem großen Sonnenschirm und ließen sich die Getränkekarten bringen. Lukas, der sich mittlerweile an das spanische Bier gewöhnt hatte, bestellte sich ein kühles Bier. Seine Eltern entschieden sich für Cocktails – seine Mutter wählte einen fruchtigen Sangria, während sein Vater sich einen erfrischenden Mojito gönnte. Haaland nahm ebenfalls ein Bier und stieß mit ihnen an. „Auf einen großartigen Urlaub!“ sagte Lukas' Vater und hob sein Glas. Die anderen stimmten ihm zu und prosteten sich lächelnd zu. Während sie ihre Getränke genossen, unterhielten sie sich über die Erlebnisse der letzten Tage, lachten über einige Missgeschicke und planten locker die Aktivitäten für die kommenden Tage. Lukas fühlte sich glücklich und entspannt, und er spürte, wie die gemeinsame Zeit mit seiner Familie und Haaland den Urlaub zu etwas Besonderem machte.
Nach den Getränken entschieden sie sich, noch einmal durch die umliegenden Geschäfte zu schlendern. In den Schaufenstern entdeckte Lukas einige Accessoires, die ihm gefielen – Armbänder und Ketten, die im typisch spanischen Stil gestaltet waren. Er entschied sich, ein Lederarmband als Andenken an Barcelona zu kaufen. Seine Eltern fanden ebenfalls ein paar kleine Accessoires, die sie an den Urlaub erinnern würden. Mit ihren neuen Errungenschaften machten sie sich schließlich auf den Rückweg zum Hotel. Der Abend hatte ihnen allen gutgetan, und die ruhige, entspannte Stimmung hielt an, als sie durch die abendlichen Straßen Barcelonas schlenderten. Zurück im Hotel angekommen, verabschiedeten sie sich voneinander und gingen in ihre Zimmer, bereit, sich auszuruhen und voller Vorfreude auf den nächsten Tag, der weitere Erlebnisse in dieser aufregenden Stadt bereithalten würde. Am Morgen des fünften Tages in Barcelona erwachte Lukas durch die sanften Sonnenstrahlen, die durch die Vorhänge seines Hotelzimmers schienen. Die Stadt, die nie wirklich zu schlafen schien, war bereits wach, und Lukas freute sich darauf, was der Tag bringen würde. Doch bevor sie sich ins nächste Abenteuer stürzten, war es Zeit für ein weiteres ausgiebiges Frühstück. Zusammen mit seinen Eltern und Erling Haaland machte er sich auf den Weg in den Frühstücksraum des Hotels. Die morgendliche Routine war mittlerweile vertraut geworden, aber das machte sie nicht weniger angenehm. Der Duft von frisch gebackenen Croissants, heißem Kaffee und warmem Rührei erfüllte den Raum, und Lukas spürte, wie sein Magen leise knurrte. „Heute probiere ich mal etwas anderes,“ sagte Lukas, während er sich zum Buffet begab. Dieses Mal entschied er sich für eine Mischung aus einem spanischen Frühstück mit Pan con Tomate – geröstetem Brot, das mit Tomaten und Olivenöl bestrichen war – und einem süßen Abschluss mit einem kleinen Schokocroissant. Dazu nahm er frisch gepressten Orangensaft und einen Joghurt mit Früchten. Seine Eltern und Haaland wählten ebenfalls ihre Favoriten. Haaland, der immer auf eine ausgewogene Ernährung achtete, wählte Obst, Müsli und ein Stück Vollkornbrot mit Käse. Lukas beobachtete ihn und konnte nicht anders, als zu schmunzeln. „Ich glaube, du bist der gesündeste Esser hier,“ scherzte er. Haaland lachte. „Man muss doch fit bleiben. Aber ich kann dir sagen, ich habe gestern die Paella sehr genossen.“ Die Familie setzte sich an ihren gewohnten Tisch am Fenster, von dem aus sie die geschäftigen Straßen Barcelonas überblicken konnten. Während sie aßen, sprachen sie über ihre Pläne für den Tag. Lukas war gespannt, wohin es heute gehen würde. „Vielleicht sollten wir uns heute etwas entspannen und ans Meer gehen,“ schlug Lukas’ Mutter vor. „Nach den letzten Tagen voller Sightseeing wäre ein bisschen Ruhe doch schön.“ „Das klingt gut,“ stimmte sein Vater zu. „Ein Tag am Strand würde uns allen guttun.“ Lukas nickte begeistert. Der Gedanke, am Strand zu entspannen, das Meer zu sehen und vielleicht sogar ein wenig zu schwimmen, machte ihn glücklich. Nach einem entspannten Frühstück fühlten sich alle gestärkt und bereit für den Tag. Die Familie beendete ihr Frühstück, nahm ihre Sachen und machte sich auf, um sich für den Tag am Strand vorzubereiten. Der fünfte Tag ihres Urlaubs versprach, ein ruhiger und erholsamer zu werden – genau das, was sie nach den ereignisreichen Tagen zuvor brauchten. Am Mittag des fünften Tages machte sich die Familie zusammen mit Erling Haaland auf den Weg zum berühmten Strand von Barceloneta. Die Sonne stand hoch am Himmel, und eine leichte Brise wehte vom Meer herüber. Lukas war begeistert, denn es war sein erster Tag am Strand in Barcelona, und er freute sich darauf, die warme Sonne und das kühle Wasser zu genießen. Als sie am Strand ankamen, wurden sie von der lebendigen Atmosphäre begrüßt: Menschen sonnten sich, spielten Beachvolleyball oder genossen einfach die Aussicht auf das funkelnde
Mittelmeer. Die Gruppe suchte sich einen schönen Platz nahe am Wasser, wo sie sich niederlassen wollten. Ein freundlicher Strandmitarbeiter kam auf sie zu und bot ihnen an, einen Sonnenschirm aufzustellen. „Möchten Sie einen Schirm? Es ist ziemlich heiß heute,“ fragte er lächelnd. Lukas’ Vater nickte. „Ja, das wäre großartig.“ Der Mitarbeiter brachte einen großen Sonnenschirm herbei, öffnete ihn und befestigte ihn geschickt im Sand, sodass er stabil stand und genügend Schatten bot. Die Familie und Haaland bedankten sich herzlich und begannen, ihre Sachen auszupacken. Sie breiteten ihre Handtücher aus, stellten eine kleine Kühltasche mit Wasser und Snacks bereit und machten es sich bequem. „Das ist perfekt,“ sagte Lukas, als er auf das Meer blickte. Die Wellen glitzerten im Sonnenlicht, und das sanfte Rauschen des Wassers war beruhigend. „Ich glaube, ich gehe als Erstes schwimmen,“ sagte Lukas entschlossen und zog sein T-Shirt aus. Er lief barfuß durch den warmen Sand bis zum Ufer. Das Wasser fühlte sich kühl und erfrischend an, als er seine Füße eintauchte. Ohne zu zögern, rannte er weiter ins Wasser und tauchte unter. Die kühle Umarmung des Meeres fühlte sich fantastisch an. Haaland, der am Strand blieb, lachte und rief ihm zu: „Wie ist das Wasser?“ „Perfekt!“ rief Lukas zurück und winkte, bevor er wieder untertauchte. Die Familie und Haaland beobachteten ihn, während er im Wasser schwamm und die Wellen genoss. Es war ein herrlicher Moment der Entspannung und Freude, und Lukas fühlte sich frei und glücklich. Der Strand war der perfekte Ort, um die Anstrengungen der letzten Tage hinter sich zu lassen und einfach den Moment zu genießen. Nach einer Weile kehrte Lukas zurück zum Schirm, ließ sich auf sein Handtuch fallen und griff nach einer Flasche Wasser. „Das war großartig,“ sagte er und grinste. „Ich könnte den ganzen Tag hierbleiben.“ Die Familie lachte und genoss die warme Sonne, während sie planten, den Nachmittag entspannt am Strand zu verbringen. Es war ein wunderschöner Urlaubstag, der ihnen allen die Möglichkeit bot, abzuschalten und die Schönheit Barcelonas auf eine andere Art zu erleben. Am Abend des fünften Tages, nach einem entspannten und erholsamen Tag am Strand, beschloss die Gruppe, den Tag gemeinsam bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen zu lassen. Sie suchten ein Restaurant in der Nähe ihres Hotels, das lokale Spezialitäten servierte, und wurden bald fündig: ein charmantes Lokal mit einer Terrasse, von der aus man die belebten Straßen Barcelonas beobachten konnte. Lukas war begeistert von der Karte und entschied sich, eine klassische Paella zu probieren – ein Gericht, das er bisher nur von Bildern kannte. Seine Eltern wählten ebenfalls typisch spanische Gerichte, wie Tapas mit Patatas Bravas, Chorizo und Meeresfrüchten, während Haaland sich für ein gegrilltes Stück Fleisch mit Gemüse entschied. Das Essen kam schnell, und der Duft der frischen Zutaten erfüllte die Luft. Lukas nahm den ersten Bissen seiner Paella und war begeistert. „Das schmeckt fantastisch!“ sagte er mit leuchtenden Augen, während er das Gericht genoss. Auch der Rest der Gruppe war mit ihrer Auswahl mehr als zufrieden, und sie verbrachten den Abend damit, sich über die Erlebnisse des Tages zu unterhalten und Pläne für die kommenden Tage zu schmieden. Nach dem Essen entschieden sie sich, noch ein letztes Mal an diesem Tag durch die Geschäfte zu schlendern, um ein paar Andenken zu kaufen. Sie fanden eine kleine Boutique, die wunderschöne handgemachte Souvenirs anbot. Lukas wählte ein Set mit bunten Keramikmagneten, die verschiedene Wahrzeichen Barcelonas darstellten, während seine Eltern eine handbemalte Schale kauften. Haaland entschied sich für eine kleine Figur des Sagrada Família, die ihn an den Urlaub erinnern sollte. Mit ihren neuen Errungenschaften machten sie sich auf den Rückweg zum Hotel. Die Straßen waren immer noch belebt, aber die warme Nachtluft und das leise Summen der Stadt hatten
eine beruhigende Wirkung. Zurück im Hotel verabschiedeten sie sich voneinander und gingen auf ihre Zimmer. Lukas fühlte sich erschöpft, aber glücklich, als er sich ins Bett legte. Die Erinnerungen an den Tag – das Schwimmen im Meer, das köstliche Abendessen und die Souvenirs – ließen ihn zufrieden lächeln. Kurz darauf fiel er in einen tiefen, erholsamen Schlaf, bereit für einen weiteren Tag voller Abenteuer in Barcelona. Die Stadt hatte noch so viel zu bieten, und Lukas konnte es kaum erwarten, es zu entdecken. Am Morgen des sechsten Tages wachte Lukas früh auf, fühlte sich ausgeruht und bereit für einen weiteren Tag in Barcelona. Es war der vorletzte Tag ihres Urlaubs, und langsam machte sich bei der Familie ein Gefühl der Wehmut breit. Doch bevor sie an die Rückreise dachten, wollten sie den Tag genießen und mit einem ausgiebigen Frühstück beginnen. Im Frühstücksraum des Hotels wählte Lukas diesmal ein klassisches Frühstück mit Rührei, Toast und frischem Obst. Seine Eltern und Erling Haaland entschieden sich ebenfalls für ihre Favoriten, und die Familie saß entspannt zusammen, während sie über die Ereignisse der letzten Tage sprach. Die Stimmung war gelöst, und sie freuten sich darauf, die verbleibende Zeit in der Stadt bestmöglich zu nutzen. Am Mittag suchte die Gruppe ein kleines Restaurant in einer ruhigen Seitenstraße, das für seine mediterranen Gerichte bekannt war. Lukas entschied sich, Hühnchen mit Gemüse zu bestellen, während der Rest der Gruppe andere Speisen wählte. Doch als das Essen serviert wurde, stellte Lukas enttäuscht fest, dass sein Hühnchen fast nur aus Knochen bestand. Es war schwierig zu essen, und der Geschmack ließ auch zu wünschen übrig. „Das ist leider nicht das, was ich erwartet habe,“ sagte Lukas, während er mit seinem Messer versuchte, etwas Fleisch vom Knochen zu lösen. Seine Eltern und Haaland lachten, versuchten ihn aber aufzumuntern, indem sie ihm etwas von ihren Gerichten anboten. „Nächstes Mal bestellen wir etwas anderes,“ meinte Haaland mit einem Grinsen. „Das passiert jedem mal.“ Nach dem etwas enttäuschenden Mittagessen kehrten sie ins Hotel zurück, um den Nachmittag damit zu verbringen, einige ihrer Sachen für den Heimflug am nächsten Tag zu packen. Lukas faltete seine Kleidung ordentlich zusammen, während seine Mutter sicherstellte, dass alle Souvenirs gut verstaut waren. Der Koffer begann sich langsam zu füllen, und es wurde ihnen klar, dass der Urlaub sich dem Ende zuneigte. Am späten Nachmittag entschied Lukas, dass er noch ein paar Süßigkeiten und Getränke aus Barcelona mitnehmen wollte, um sie mit seinen Freunden zu Hause zu teilen. Gemeinsam mit seinem Vater ging er in einen kleinen Supermarkt in der Nähe des Hotels. Dort wählte er lokale Köstlichkeiten wie Turrón – eine spanische Nougat-Spezialität – und einige Schokoladenriegel, die typisch für die Region waren. Außerdem nahm er ein paar Flaschen seines neuen Lieblingsgetränks mit, das er während des Urlaubs entdeckt hatte. Zurück im Hotel verstauten sie die Einkäufe sorgfältig im Koffer. Die Familie verbrachte den Abend damit, sich zu entspannen und die Erinnerungen an die Reise Revue passieren zu lassen. Sie planten, am nächsten Morgen früh aufzustehen, um den letzten Tag noch so gut wie möglich zu nutzen. Als die Nacht hereinbrach, gingen sie früh ins Bett, um für den letzten Urlaubstag ausgeruht zu sein. Lukas legte sich ins Bett und dachte an all die Abenteuer, die sie in Barcelona erlebt hatten. Mit einem zufriedenen Lächeln schlief er ein, bereit, die letzten Stunden in dieser wundervollen Stadt zu genießen, bevor es zurück nach Hause ging. Am Morgen des siebten und letzten Tages ihres Urlaubs in Barcelona wachte Lukas mit gemischten Gefühlen auf. Einerseits freute er sich darauf, bald wieder zu Hause zu sein, andererseits war er traurig, diese wundervolle Stadt und die gemeinsamen Abenteuer hinter sich zu lassen. Er wusste, dass dies der letzte Morgen war, um die besondere Atmosphäre Barcelonas zu genießen.
Die Familie machte sich ein letztes Mal auf den Weg in den Frühstücksraum des Hotels. Lukas entschied sich, wie gewohnt, für ein abwechslungsreiches Frühstück. Er wählte frisches Obst, ein spanisches Croissant und etwas Joghurt. Seine Eltern und Haaland taten es ihm gleich, und sie genossen die entspannte Stimmung, während sie über die Highlights der Reise sprachen. „Das war wirklich ein großartiger Urlaub,“ sagte Lukas' Vater, während er seinen Kaffee trank. „Ich glaube, Barcelona wird uns lange in Erinnerung bleiben.“ „Definitiv,“ stimmte Lukas zu und biss in sein Croissant. „Aber es fühlt sich auch gut an, bald wieder nach Hause zu kommen.“ Nachdem sie ihr Frühstück beendet hatten, kehrten sie in ihr Zimmer zurück, um die letzten Vorbereitungen für die Abreise zu treffen. Jeder überprüfte, ob er alles eingepackt hatte, und die Koffer wurden ein letztes Mal kontrolliert. Lukas verstaute seine Souvenirs und Süßigkeiten sorgfältig, während seine Mutter sicherstellte, dass nichts vergessen wurde. Gegen späten Vormittag checkte die Familie aus dem Hotel aus. An der Rezeption verabschiedeten sie sich freundlich vom Personal und bedankten sich für den angenehmen Aufenthalt. Das Hotel hatte während ihrer Reise eine wichtige Rolle gespielt und war für sie ein zweites Zuhause geworden. Vor dem Hotel wartete bereits das Taxi, das sie zum Flughafen bringen würde. Die Koffer wurden verstaut, und die Familie stieg ein. Während sie durch die Straßen Barcelonas fuhren, schaute Lukas aus dem Fenster und nahm die Eindrücke der Stadt noch einmal in sich auf – die lebhaften Straßen, die freundlichen Menschen und die warme Sonne, die durch die Häuserfluchten schien. Die Fahrt zum Flughafen verlief ruhig, und Lukas dachte über die vergangenen Tage nach. Die Erlebnisse, die sie geteilt hatten – vom Sightseeing über das Schwimmen im Meer bis hin zu den gemeinsamen Mahlzeiten – hatten den Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Nun war es Zeit, Abschied von Barcelona zu nehmen und sich auf die Heimreise vorzubereiten. Am Mittag des siebten Tages erreichte die Familie den Flughafen von Barcelona. Die Atmosphäre war geschäftig, voller Reisender, die an- oder abreisten. Während sie ihre Koffer durch die Hallen rollten, bemerkte Lukas’ Mutter, dass sie die Postkarten, die sie während des Urlaubs geschrieben hatten, noch nicht abgeschickt hatten. „Die müssen wir noch abgeben,“ sagte sie und zeigte auf die Postkarten, die sie aus ihrer Tasche zog. „Aber ich habe keinen Briefkasten gesehen.“ Lukas’ Vater nickte und suchte mit den Augen nach einer Lösung. Schließlich sprach er einen Polizisten an, der in der Nähe stand. Der Mann lächelte freundlich, als er ihnen erklärte, dass er die Karten gerne entgegennehmen und dafür sorgen würde, dass sie in den nächsten Briefkasten gelangen. Dankbar übergaben sie ihm die Karten, und die Familie setzte ihren Weg zum Check-in fort. Am Schalter angekommen, gaben sie ihre Koffer auf und erhielten ihre Bordkarten. Während Lukas' Eltern sich zum Warten in den Bereich neben dem Abflugschalter begaben, entschied Lukas sich, noch ein letztes Mal den Barcelona-Fanshop zu besuchen, der sich in der Nähe befand. „Ich komme gleich zurück,“ rief er und lief in Richtung des Shops. Im Fanshop war es ruhig, und Lukas hatte Zeit, sich umzusehen. Die Regale waren voll mit Trikots, Schals, Mützen und allerlei anderen Fanartikeln. Sein Blick fiel auf einen blau-roten Schal des FC Barcelona, der ihm sofort gefiel. Er griff danach und nahm ihn mit zur Kasse. Als er bezahlte, lächelte die Kassiererin und überreichte ihm eine kleine Tüte mit dem Logo des Vereins und einen Anhänger in Form eines Miniatur-Fußballs. „Das ist ein Geschenk,“ sagte sie freundlich. „Vielen Dank für Ihren Einkauf.“
Lukas freute sich über die kleine Geste und bedankte sich höflich. Er war begeistert von seinem neuen Schal und dem Anhänger und verstaute beides in der Tüte, während er den Shop verließ. Plötzlich vibrierte sein Handy in der Tasche. Es war ein Anruf von seiner Mutter. „Lukas, das Flugzeug ist da. Komm schnell zum Eingang des Schalters, wir sind bereit zum Boarding!“ „Ich bin schon unterwegs,“ rief Lukas in den Hörer, während er sich beeilte, zurückzulaufen. Mit der Tüte in der Hand rannte er durch die Hallen des Flughafens und erreichte schließlich den Schalter, wo seine Eltern bereits warteten. „Da bist du ja!“ sagte seine Mutter lächelnd. „Hast du alles bekommen, was du wolltest?“ Lukas nickte, außer Atem, aber glücklich. „Ja, und ich habe sogar ein Geschenk bekommen.“ Die Familie machte sich bereit für das Boarding und wartete gespannt auf den nächsten Schritt ihrer Reise – den Flug zurück nach Hause. Trotz der Wehmut, Barcelona zu verlassen, freuten sie sich darauf, all die Erinnerungen und Erlebnisse mit nach Hause zu nehmen. Am späten Mittag des siebten Tages war es endlich Zeit für die Familie, ins Flugzeug zu steigen. Nachdem sie das Boarding abgeschlossen hatten, betraten sie die Maschine und suchten ihre Plätze. Lukas setzte sich ans Fenster, wie er es immer bevorzugte, während seine Eltern die Sitze neben ihm einnahmen. Erling Haaland hatte sich bereits am Morgen verabschiedet und war früher zu seinem nächsten Ziel aufgebrochen. Das Flugzeug rollte langsam zur Startbahn, und Lukas spürte ein leichtes Kribbeln der Aufregung. Der Start verlief ruhig, und als die Maschine in die Luft abhob, schaute er ein letztes Mal aus dem Fenster, um einen Blick auf die sich entfernende Stadt zu erhaschen. Barcelona lag in der goldenen Nachmittagssonne, und Lukas fühlte sich ein wenig wehmütig, die Stadt zu verlassen. Während des Flugs spürte er dieses Mal nur einen leichten Druck in den Ohren, ganz anders als bei der ersten Landung. Er kaute vorsorglich ein Kaugummi, was half, den Druck auszugleichen. „Das ist viel besser,“ sagte er erleichtert zu seiner Mutter, die ebenfalls froh war, dass es ihm besser ging. Nach einigen Stunden Flug setzte das Flugzeug sanft auf dem Rollfeld ihres Heimatflughafens auf. Lukas lächelte, als er die vertraute Landschaft sah. Die Ankunft verlief reibungslos, und bald darauf hatte die Familie ihr Gepäck in der Hand und machte sich auf den Weg zur S-Bahn-Station. Sie stiegen in die S-Bahn, die sie zurück nach Mainz bringen würde. Die Zugfahrt war ruhig, und Lukas lehnte sich zurück, während er aus dem Fenster schaute. Die Erinnerungen an Barcelona flogen durch seinen Kopf – die Sagrada Família, die Spaziergänge durch die belebten Straßen, die Tage am Strand und die überraschende Freundschaft mit Erling Haaland. Es war ein Urlaub gewesen, den er nie vergessen würde. Als sie schließlich ihr Zuhause erreichten, fühlten sie sich müde, aber glücklich. Lukas stellte seinen Koffer ab, ließ sich auf sein Bett fallen und seufzte zufrieden. Der Urlaub war vorbei, aber die Erinnerungen daran würden ihn noch lange begleiten. Und wer wusste schon, wann das nächste Abenteuer auf ihn wartete? Am Abend des Tages, als Lukas und seine Familie wieder zu Hause ankamen, fühlte er sich müde, aber auch hungrig. Nach der langen Reise hatte er keine Lust zu kochen oder etwas aufwendig vorzubereiten. Stattdessen entschied er sich, sein Lieblingsgericht von einem nahegelegenen koreanischen Restaurant zu bestellen – koreanisches Hühnchen. „Ich hole mir noch etwas zu essen,“ sagte er zu seinen Eltern, die gerade dabei waren, ihre Sachen auszupacken. „Ich bestelle Hühnchen beim Koreaner.“ Seine Mutter lächelte. „Das klingt nach einer guten Idee. Hol dir ruhig etwas.“ Lukas griff nach seinem Handy, suchte die Nummer des Restaurants und bestellte ein Menü mit knusprigem Hühnchen, dazu eine kleine Portion Kimchi und eine Limonade. Es dauerte nicht lange, bis die Bestellung fertig war, und Lukas machte sich auf den Weg, um sie abzuholen.
Die frische Abendluft fühlte sich angenehm an, als er durch die vertrauten Straßen ging. Das koreanische Restaurant war nur ein paar Minuten entfernt, und der köstliche Duft von gebratenem Hühnchen, der aus der Tür strömte, empfing ihn schon von Weitem. Er holte seine Bestellung ab, bedankte sich und eilte zurück nach Hause, voller Vorfreude auf sein Abendessen. Wieder zu Hause ließ er sich am Esstisch nieder und packte das Hühnchen aus. Der goldene, knusprige Mantel des Hühnchens sah perfekt aus, und der erste Bissen bestätigte seine Erwartungen. „Das ist genau das, was ich gebraucht habe,“ murmelte er zufrieden, während er aß. Die Mischung aus süß-scharfer Soße und der leichten Schärfe des Kimchis war einfach köstlich. Nachdem er das Essen beendet und die Verpackungen weggeräumt hatte, fühlte Lukas sich angenehm gesättigt und entspannt. Der Tag war lang gewesen, und die Rückkehr nach Hause hatte ihn müde gemacht. Er beschloss, früh ins Bett zu gehen, um sich auszuruhen. Er zog sich um, legte sich in sein Bett und dachte noch einmal an die schönen Momente seines Urlaubs in Barcelona. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen schloss er die Augen, und die Erinnerungen an die Stadt begleiteten ihn in einen tiefen, erholsamen Schlaf. Es war der perfekte Abschluss eines unvergesslichen Urlaubs. Am nächsten Tag, nachdem die Familie sich nach dem Urlaub etwas erholt hatte, wachte Lukas früh auf. Er fühlte sich erfrischt und bereit, den Tag zu genießen. Während des Frühstücks kam sein Vater mit einer Idee auf ihn zu. „Was hältst du davon, wenn wir heute ins Kino gehen?“ fragte er. „Es läuft ein neuer Film, von dem ich gehört habe. Ein guter Abschluss für unseren Urlaub, oder?“ Lukas’ Augen leuchteten auf. Er liebte es, ins Kino zu gehen, vor allem mit seinem Vater. „Das klingt super! Welcher Film läuft denn?“ „Ein Actionfilm, der ziemlich spannend sein soll,“ antwortete sein Vater und zeigte Lukas den Trailer auf seinem Handy. Lukas war sofort begeistert. Nach dem Frühstück beschlossen die beiden, ins Kino zu gehen. Sie schauten online nach den Vorführungszeiten und entschieden sich für eine Vorstellung am frühen Nachmittag. Nachdem sie sich angezogen hatten, machten sie sich auf den Weg. Das Kino war nicht weit von ihrem Zuhause entfernt, und als sie ankamen, spürte Lukas sofort die vertraute, aufregende Atmosphäre: der Geruch von frischem Popcorn, das Summen der Besucher und die großen Filmplakate an den Wänden. Sie kauften ihre Tickets und holten sich natürlich auch eine große Tüte Popcorn und zwei Softdrinks. „Das gehört einfach dazu,“ sagte sein Vater lachend, als sie ihre Snacks an der Theke abholten. Sie gingen in den Kinosaal und suchten sich Plätze in der Mitte aus – perfekt, um den Film in vollen Zügen zu genießen. Als die Lichter ausgingen und der Film begann, lehnte sich Lukas entspannt zurück. Die große Leinwand, der Sound und die spannende Handlung zogen ihn sofort in den Bann. Der Film war voller Action, mit spektakulären Szenen und überraschenden Wendungen. Lukas und sein Vater tauschten zwischendurch ein paar flüsternde Kommentare aus, lachten bei den witzigen Momenten und genossen die gemeinsame Zeit. Es war ein toller Nachmittag, und als der Abspann lief, waren beide begeistert. „Das war echt gut,“ sagte Lukas, als sie den Saal verließen. „Danke, dass du mich mitgenommen hast.“ „Hat Spaß gemacht,“ antwortete sein Vater lächelnd. „Das machen wir bald wieder.“ Nach dem Kino gingen sie noch ein Stück spazieren und redeten über den Film, bevor sie nach Hause zurückkehrten. Es war ein entspannter und schöner Tag, und Lukas fühlte sich glücklich, Zeit mit seinem Vater verbracht zu haben. Der Urlaub in Barcelona war vorbei, aber die gemeinsamen Erlebnisse setzten sich fort, und das Kinoerlebnis war ein weiterer besonderer Moment, den er nicht vergessen würde.
Am Abend des Tages, nachdem Lukas mit seinem Vater im Kino gewesen war, beschloss er, noch einen Spaziergang durch die ruhigen Straßen seiner Nachbarschaft zu machen. Die frische Luft und die leeren Straßen halfen ihm, die Ereignisse der letzten Tage Revue passieren zu lassen. Der Urlaub in Barcelona war voller Abenteuer gewesen, aber jetzt genoss er die vertraute Umgebung seines Zuhauses. Nach dem Spaziergang kehrte Lukas in sein Zimmer zurück und entschied sich, noch eine Runde FC24 zu spielen. Er liebte es, sich in die virtuellen Fußballspiele zu vertiefen, besonders nach so einem erlebnisreichen Tag. Er stellte sein Team zusammen, spielte einige Matches und feierte ein paar Siege. Als die Uhr Mitternacht überschritt, beschloss Lukas, langsam ins Bett zu gehen. Doch das Spiel machte so viel Spaß, dass er sich selbst noch eine weitere Runde erlaubte. Schließlich war es 1 Uhr morgens, und Lukas schaltete seinen Controller aus. Er gähnte, stand auf und bereitete sich darauf vor, schlafen zu gehen. Doch gerade als er das Licht ausmachen wollte, klingelte es plötzlich an der Haustür. Das unerwartete Geräusch ließ ihn zusammenzucken. Wer würde um diese Uhrzeit an der Tür stehen? Verwirrt ging er in den Flur, wo seine Eltern ebenfalls aus ihren Zimmern kamen. „Wer könnte das sein?“ fragte seine Mutter besorgt. Sein Vater ging zur Tür und öffnete sie vorsichtig. Draußen stand eine Gestalt in einer dunklen Jacke, das Gesicht teilweise im Schatten verborgen. Die Person sprach leise, mit einem deutlichen ausländischen Akzent. „Entschuldigung, ich bin in einer schwierigen Situation. Könnten Sie mir bitte für 24 Tage Unterschlupf gewähren?“ Die Familie war überrascht und zögerte. Doch die Person sprach höflich und erklärte, dass sie vorübergehend einen sicheren Ort suchte. Lukas’ Vater, der ein mitfühlender Mensch war, entschied, dem Fremden zu helfen. „Kommen Sie herein,“ sagte er schließlich. „Wir werden sehen, was wir tun können.“ Die Gestalt trat ein und stellte ihren Rucksack ab. Lukas half dabei, ein Gästezimmer herzurichten, während die Person sich bedankte und erklärte, dass sie die Familie nicht stören wolle. Die Situation war ungewöhnlich, und Lukas konnte nicht anders, als die Stimme des Gastes vertraut zu finden. Doch in dem Moment war er zu müde, um weiter nachzudenken. Als er sich schließlich ins Bett legte und die Augen schloss, gingen ihm die Ereignisse des Abends durch den Kopf. Plötzlich schoss ihm ein Gedanke durch den Kopf. Die Stimme… die Haltung… konnte es sein? Es fühlte sich fast zu verrückt an, um wahr zu sein, aber Lukas war sich sicher: Der Gast war niemand Geringeres als Erling Haaland. Mit klopfendem Herzen und einer Mischung aus Unglauben und Vorfreude auf den nächsten Tag schlief Lukas schließlich ein, bereit herauszufinden, warum sein berühmter Freund plötzlich vor ihrer Tür aufgetaucht war. Am Morgen des ersten von 24 Tagen wachte Lukas nach einer unruhigen Nacht auf. Die Begegnung mit dem nächtlichen Gast beschäftigte ihn noch immer, und er war sich nicht sicher, ob es wirklich Erling Haaland war oder ob sein müdes Gehirn ihm einen Streich gespielt hatte. Er setzte sich auf und gähnte, während er sich fragte, ob der geheimnisvolle Gast schon wach sei. Lukas zog sich an und ging in die Küche, wo seine Mutter bereits das Frühstück vorbereitete. Der Duft von frischem Kaffee und Toast erfüllte den Raum. „Guten Morgen, Lukas,“ sagte sie lächelnd. „Hast du gut geschlafen?“ „Mehr oder weniger,“ antwortete Lukas und setzte sich an den Tisch. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass jemand mitten in der Nacht hier auftaucht und um Unterschlupf bittet.“ Seine Mutter nickte. „Ja, es ist ungewöhnlich. Aber er schien freundlich und höflich zu sein. Dein Vater spricht später noch mit ihm.“ Lukas beschloss, sich erstmal auf das Frühstück zu konzentrieren. Er nahm sich ein frisches Brötchen, Butter und Marmelade und goss sich ein Glas Orangensaft ein. Während er aß, ging
ihm die Stimme des Gastes wieder durch den Kopf. Wenn es wirklich Haaland war, was hatte ihn in eine solche Situation gebracht? Und warum war er ausgerechnet zu ihnen gekommen? „Weißt du, ob er schon wach ist?“ fragte Lukas neugierig, während er an seinem Saft nippte. „Ich glaube nicht,“ antwortete seine Mutter. „Aber ich denke, er wird bald aufstehen.“ Lukas beschloss, abzuwarten und zu sehen, wie sich der Tag entwickeln würde. Er wollte unbedingt herausfinden, ob seine Vermutung stimmte – und wenn ja, welche Geschichte hinter dem nächtlichen Besuch steckte. Mit einer Mischung aus Neugier und Aufregung bereitete er sich auf das vor, was der Tag bringen würde. Am Vormittag des ersten Tages der 24 Tage stand ein gemeinsamer Zahnarztbesuch für Lukas und seine Familie an. Es war ein routinemäßiger Termin, den sie alle gleichzeitig wahrnehmen wollten. Obwohl Lukas solche Arztbesuche nicht besonders mochte, war er zuversichtlich, da er sich immer gut um seine Zähne gekümmert hatte. Nach dem Frühstück machte sich die Familie auf den Weg zur Zahnarztpraxis. Der Gast aus der Nacht blieb im Haus, um sich weiter auszuruhen. Lukas konnte sich nicht zurückhalten, kurz zu überlegen, ob er nach dem Zahnarzttermin mehr über den mysteriösen Besucher herausfinden würde. In der Zahnarztpraxis angekommen, wurden sie nacheinander aufgerufen. Lukas war als Erster dran und setzte sich entspannt in den Behandlungsstuhl. Der Zahnarzt untersuchte seine Zähne gründlich, machte ein paar Notizen und lächelte schließlich. „Perfekte Zähne,“ sagte der Arzt lobend. „Du machst alles richtig. Weiter so.“ Lukas war erleichtert und zufrieden, dass er keine Probleme hatte. Er verließ den Behandlungsraum mit einem breiten Lächeln und wartete im Wartebereich auf seine Eltern. Die nächsten Patienten waren seine Eltern, und es stellte sich schnell heraus, dass ihre Untersuchung nicht so reibungslos verlief. Der Zahnarzt bemerkte bei beiden einige Probleme – kleine Kariesstellen, Zahnstein und bei Lukas’ Vater auch eine beginnende Zahnfleischentzündung. „Es wird nicht allzu schlimm, wenn wir das jetzt angehen,“ erklärte der Zahnarzt freundlich, aber bestimmt. „Ein paar Behandlungen sind nötig, um alles wieder in Ordnung zu bringen.“ Lukas’ Eltern nahmen die Nachricht gelassen, auch wenn sie wussten, dass sie in den nächsten Wochen ein paar zusätzliche Zahnarzttermine haben würden. Sie scherzten später mit Lukas: „Deine Zähne sind besser als unsere – aber warte nur, wenn du in unserem Alter bist!“ Als die Familie die Praxis verließ, fühlte sich Lukas stolz, dass er mit seinem Zahnpflegeverhalten alles richtig machte. Der Vormittag war zwar nicht besonders aufregend gewesen, aber er freute sich, dass er diesen Punkt auf seiner Liste abhaken konnte. Nun war er gespannt, was der Rest des Tages bringen würde – und welche Antworten er vielleicht noch über ihren mysteriösen Gast erhalten würde. Nachdem der Zahnarzttermin beendet war und die Familie wieder zu Hause angekommen war, beschloss Lukas’ Mutter, dass es Zeit für einen Lebensmitteleinkauf war. „Wir haben nicht mehr viel da,“ sagte sie. „Lasst uns zum Rewe gehen und ein paar Sachen für die Woche besorgen.“ Lukas, sein Vater und seine Mutter machten sich gemeinsam auf den Weg zum Supermarkt. Die Sonne schien, und die frische Luft tat allen nach dem Vormittag gut. Im Supermarkt angekommen, schnappte sich Lukas einen Einkaufswagen und folgte seiner Mutter durch die Gänge. Die Familie erstellte unterwegs eine improvisierte Einkaufsliste. Lukas half, Getränke einzuladen – eine Kiste Wasser und ein paar seiner Lieblingssäfte. Seine Mutter konzentrierte sich auf frisches Obst und Gemüse, während sein Vater nach Snacks Ausschau hielt. „Wir sollten auch noch etwas fürs Abendessen holen,“ schlug Lukas vor und deutete auf die Fleischabteilung. Gemeinsam entschieden sie sich für Zutaten, um am Abend ein einfaches Gericht mit Nudeln, Gemüse und Hähnchen zuzubereiten.
Während sie durch die Gänge schlenderten, entdeckte Lukas ein Regal mit Sonderangeboten für Süßigkeiten. Er griff nach ein paar seiner Lieblingsriegel und fügte sie zum Wagen hinzu. „Man kann nie genug Süßes haben,“ sagte er grinsend. Nach etwa einer Stunde hatten sie alles, was sie brauchten, und gingen zur Kasse. Lukas half dabei, die Waren auf das Band zu legen, während seine Mutter die Bezahlung übernahm. Nach dem Einkauf packten sie die Tüten ins Auto und fuhren nach Hause. Wieder daheim, verstauten sie gemeinsam die Einkäufe in der Küche. Es war ein produktiver Vormittag gewesen, und Lukas war zufrieden, dass sie alles erledigt hatten. Nun war er gespannt, wie der Tag weitergehen würde und ob er endlich mehr über den mysteriösen Gast erfahren würde, der noch immer bei ihnen war. Am Mittag, nach dem Einkauf und einem produktiven Vormittag, beschloss Lukas, sich ein wenig zu entspannen. Der Vormittag beim Zahnarzt und das Einkaufen hatten ihn etwas müde gemacht, und er wollte die freie Zeit nutzen, um wieder Energie zu tanken. Zurück zu Hause zog er sich in sein Zimmer zurück, schaltete leise Musik ein und setzte sich an seinen Schreibtisch. Dort begann er, die Andenken und kleinen Mitbringsel aus Barcelona noch einmal durchzusehen. Die Erinnerungen an den Urlaub ließen ihn lächeln, und er dachte an die spannenden Momente, die er dort erlebt hatte. Nach einer Weile legte er sich auf sein Bett, schnappte sich sein Handy und scrollte durch Fotos, die er während der Reise gemacht hatte. Die Bilder von der Sagrada Família, den Tagen am Strand und den gemeinsamen Mahlzeiten mit seiner Familie und Haaland brachten ihn zum Schmunzeln. „Das war wirklich ein großartiger Urlaub,“ dachte er bei sich. Nachdem er genug in Erinnerungen geschwelgt hatte, entschied Lukas sich, ein paar Kapitel aus einem Buch zu lesen, das er angefangen hatte. Die ruhige Atmosphäre und die bequeme Umgebung halfen ihm, vollkommen abzuschalten. Er genoss die Stille des Nachmittags und fühlte sich erfrischt und bereit, den Rest des Tages anzugehen. Am Abend beschloss Lukas’ Familie, nach einem ruhigen Tag gemeinsam essen zu gehen. Sie hatten ein nettes Restaurant in der Nähe ausgesucht, das für seine herzhaften Gerichte bekannt war. Doch Lukas hatte wenig Lust auf die angebotenen Speisen und entschied sich, etwas anderes zu essen. Kurzerhand bestellte er sich ein Essen bei einem seiner Lieblingsimbisse und nahm es in einer Tüte mit. Als die Familie im Restaurant ankam, wusste Lukas, dass es nicht gern gesehen wäre, mit eigenem Essen am Tisch zu sitzen. Um die Situation nicht unangenehm zu machen, entschied er sich, das Essen irgendwo ungestört zu genießen. Er fand eine Treppe, die in den Keller führte, und hoffte, dort einen Platz zu finden, an dem er in Ruhe essen konnte. Doch als er die Treppe hinunterging, stellte er fest, dass der Kellerraum abgeschlossen war. Ohne eine bessere Idee zu haben, setzte er sich auf die Treppenstufen, öffnete seine Tüte und begann, sein Essen zu genießen. Es war nicht die bequemste Situation, aber Lukas fand es irgendwie lustig, so versteckt zu essen. Er hörte leise die Geräusche aus dem Restaurant und nahm sich vor, die Familie bald wieder oben zu treffen. Nachdem er mit dem Essen fertig war, warf er die Verpackung in einen Mülleimer und ging zurück nach oben. Dort setzte er sich zu seiner Familie an den Tisch und bestellte sich ein Bier, um den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Sie unterhielten sich über den Tag und die Pläne für die kommenden Tage, und die Stimmung war wie immer fröhlich und ausgelassen. Nach dem Essen kehrte die Familie gemeinsam nach Hause zurück. Lukas war zufrieden mit dem Tag, auch wenn er einen kleinen Umweg für sein Abendessen gemacht hatte. Es war wieder ein ungewöhnlicher, aber dennoch angenehmer Abend in einer Reihe von besonderen Momenten, die er in letzter Zeit erlebt hatte. Nachdem Lukas am späten Abend zurück nach Hause gekommen war und sich gerade auf den Weg in sein Zimmer machen wollte, hörte er, wie sich die Tür des Gästezimmers öffnete. Der
Gast, der seit der letzten Nacht bei ihnen war, trat heraus, und im schwachen Licht des Flurs erkannte Lukas plötzlich das Gesicht. Er hielt inne, sein Herz begann schneller zu schlagen. Jetzt war er sich sicher: Es war Erling Haaland. Die Unsicherheit, die ihn den ganzen Tag über beschäftigt hatte, war wie weggeblasen. „Erling?“ fragte Lukas, immer noch etwas ungläubig. Haaland lächelte leicht. „Du hast es erkannt, hm? Ich wollte es dir nicht direkt sagen. Aber ja, ich bin’s.“ Lukas konnte seine Überraschung kaum verbergen. „Was machst du hier? Warum bist du mitten in der Nacht zu uns gekommen?“ Haaland deutete auf das Wohnzimmer. „Wollen wir uns setzen? Ich erkläre dir alles.“ Die beiden setzten sich auf die Couch, und Haaland begann zu erzählen. Es stellte sich heraus, dass er sich eine Auszeit nehmen wollte, um nachzudenken, fernab des Rampenlichts. „Ich habe mich an dich erinnert, Lukas. Wir hatten damals diese besonderen Begegnungen – das erste Mal, als du mit deinen angeblichen Freunden in Schwierigkeiten warst und ich zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Ich erinnere mich, wie du so ehrlich über deine Situation gesprochen hast, deine Herausforderungen mit deiner Ausbildung und wie du trotzdem nie aufgegeben hast.“ Lukas nickte, während die Erinnerungen an dieses erste Treffen wieder hochkamen. „Das war eine schwierige Zeit für mich. Aber du hast mir damals gezeigt, dass es immer weitergeht, auch wenn es hart ist.“ Haaland lächelte. „Und dann haben wir uns später wieder getroffen, als du dich verletzt hattest und ich dir geholfen habe. Du hattest so viele Verletzungen, körperlich und emotional, aber trotzdem hast du gekämpft. Diese Entschlossenheit hat mich beeindruckt.“ „Ja,“ sagte Lukas nachdenklich. „Das zweite Treffen hat mir viel bedeutet. Du hast mir damals wirklich geholfen, mich wieder zu motivieren.“ Haaland sprach auch über ihr unerwartetes Wiedersehen im Urlaub. „Ich habe deinen Brief bekommen, in dem du von deinem Leben und deinen Plänen erzählt hast, und ich wusste, dass ich dich sehen musste. Der Urlaub in Barcelona war für mich genauso besonders wie für dich.“ Lukas lächelte. „Es ist verrückt, wie sich unsere Wege immer wieder kreuzen.“ Die beiden sprachen noch eine Weile über ihre Erlebnisse, die Herausforderungen des Lebens und die Bedeutung von Freundschaft und Durchhaltevermögen. Es war ein ehrliches und tiefgründiges Gespräch, das Lukas noch lange in Erinnerung bleiben würde. Schließlich, als die Uhr weit nach Mitternacht zeigte, verabschiedeten sie sich für die Nacht. Lukas ging in sein Zimmer, fühlte sich erfüllt von den Erinnerungen und der besonderen Verbindung, die er mit Haaland teilte. Mit einem leichten Lächeln schlief er ein, gespannt darauf, was die kommenden Tage mit seinem unerwarteten Gast bringen würden. Am zweiten Tag nach der Ankunft des besonderen Gasts begann der Morgen für Lukas und seine Familie ruhig. Nach einem entspannten Frühstück zu Hause beschlossen sie, den Tag für Besorgungen zu nutzen. Gemeinsam fuhren sie in ein Einkaufszentrum, um sowohl Lebensmittel als auch ein paar andere Dinge für den Alltag einzukaufen. Vormittag: Einkaufen Im Supermarkt war die Familie gut organisiert. Lukas schnappte sich einen Einkaufswagen und half seiner Mutter, die Liste abzuarbeiten. Sein Vater kümmerte sich um frisches Obst und Gemüse, während Lukas sich um die Getränkeabteilung kümmerte. Der Gast, Haaland, begleitete sie ebenfalls und zog einige Blicke auf sich, blieb aber unauffällig. „Ich glaube, ich brauche noch ein paar Snacks,“ sagte Lukas, während er nach einer Packung Chips griff. Haaland lachte und legte ebenfalls ein paar Schokoriegel in den Wagen. „Man muss vorbereitet sein,“ meinte er grinsend. Die Atmosphäre war entspannt, und die Familie genoss den gemeinsamen Einkauf, auch wenn es nur ein Alltagsbesuch war.
Nachdem sie den Einkauf abgeschlossen hatten, fuhren sie zurück nach Hause, verstauten die Lebensmittel und gönnten sich eine kurze Pause. Abend: Besuch der Kneipe Am Abend schlug Lukas’ Vater vor, die örtliche Kneipe zu besuchen. Es war eine gemütliche kleine Bar, in der sie schon oft gewesen waren, und sie dachten, dass ein Bier und ein entspannter Abend genau das Richtige wären. Auch Haaland war sofort dabei. „Ich könnte ein Bier vertragen,“ sagte er lachend, und so machten sie sich gemeinsam auf den Weg. In der Kneipe war die Atmosphäre lebhaft, aber nicht zu laut. Die Familie und Haaland setzten sich an einen Tisch in einer Ecke und bestellten ihre Getränke. Lukas entschied sich für ein kühles, lokales Bier, während seine Eltern sich für Weizenbier entschieden. Haaland probierte ebenfalls ein lokales Bier, was ihm offensichtlich gut schmeckte. „Das ist besser, als ich erwartet hatte,“ meinte er und stieß mit der Familie an. Während sie ihre Biere genossen, unterhielten sie sich über verschiedene Themen – von den Erlebnissen des Urlaubs bis hin zu den Geschichten aus Haalands Karriere. Die Zeit verging wie im Flug, und die Stimmung war ausgelassen. Nach ein paar Stunden beschlossen sie, den Abend zu beenden und nach Hause zu fahren. Lukas fühlte sich entspannt und zufrieden, als sie zurückkehrten. Der Tag war zwar einfach gewesen, doch die gemeinsamen Momente mit seiner Familie und Haaland machten ihn besonders. Mit einem Lächeln ging Lukas ins Bett und war gespannt, was der nächste Tag bringen würde. Am Morgen des dritten von 24 Tagen schlief Lukas länger als sonst. Die letzten Tage waren vollgepackt mit Aktivitäten und Ereignissen gewesen, und er nutzte die Gelegenheit, sich richtig auszuschlafen. Als er schließlich am frühen Nachmittag aufwachte, fühlte er sich erfrischt und bereit für den Tag. Ein spätes Frühstück Nachdem er sich angezogen hatte, ging Lukas in die Küche, um etwas zu essen. Er machte sich ein schnelles Frühstück, das eigentlich mehr ein Mittagessen war – ein belegtes Brötchen mit Käse und Schinken, dazu ein Glas Orangensaft. Während er aß, dachte er an den bevorstehenden Besuch bei seiner Tante, die ihn und die Familie in ihr Restaurant eingeladen hatte. „Ich sollte mich langsam fertig machen,“ murmelte Lukas zu sich selbst, während er seinen Teller wegräumte. Vorbereitung für das Restaurant Er zog sich etwas Schickeres an als gewöhnlich – eine dunkle Jeans und ein sauberes Hemd – und überprüfte sein Aussehen im Spiegel. Lukas wollte einen guten Eindruck machen, besonders da seine Tante großen Wert auf gepflegte Kleidung legte. Nachdem er sich fertig gemacht hatte, setzte er sich für einen Moment hin, um auf seine Eltern und den Gast zu warten, die ebenfalls mitkommen wollten. „Bereit für einen guten Abend?“ fragte Haaland, der ebenfalls bereit war und sich mit einem lockeren, aber stilvollen Outfit zeigte. Lukas nickte und lächelte. Er freute sich darauf, Zeit mit seiner Familie zu verbringen und die gute Küche im Restaurant seiner Tante zu genießen. Der Nachmittag verlief ruhig, und die Vorfreude auf den Abend wuchs. Bald würde es Zeit sein, sich auf den Weg zu machen. Hier ist die Fortsetzung der Geschichte: Am Mittag des dritten Tages machten sich Lukas und Erling Haaland auf den Weg zum Restaurant von Lukas’ Tante. Es war ein besonderes Ereignis für Lukas, da er selten die Gelegenheit hatte, seine Tante zu besuchen, die ein kleines, aber bekanntes Lokal in der Stadt
führte. Die Sonne schien, als sie die Straße entlanggingen, und Lukas freute sich auf das Treffen. Doch je näher sie dem Restaurant kamen, desto unwohl fühlte er sich. Sein Magen krampfte, und ein leichtes Schwindelgefühl machte sich bemerkbar. Er blieb kurz stehen, nahm einen tiefen Atemzug und hoffte, dass es besser werden würde. „Alles in Ordnung?“ fragte Haaland besorgt, als er bemerkte, dass Lukas langsamer wurde. „Ja, ja, alles gut,“ sagte Lukas und zwang sich zu einem Lächeln. „Ich glaube, ich habe nur etwas Falsches gegessen oder nicht genug getrunken.“ Haaland musterte ihn skeptisch, sagte aber nichts weiter. Als sie das Restaurant erreichten, wurden sie von Lukas’ Tante herzlich begrüßt. Sie war eine energiegeladene Frau mit einem warmen Lächeln, und sie freute sich offensichtlich sehr, ihren Neffen zu sehen. „Lukas! Und wer ist dein Freund?“ fragte sie neugierig und sah Haaland an. „Das ist Erling,“ antwortete Lukas, wobei er bewusst nicht näher auf Haalands Bekanntheit einging. „Er ist für ein paar Tage bei uns.“ „Willkommen! Ihr seid gerade rechtzeitig – ich habe einen Tisch für euch vorbereitet,“ sagte sie und führte sie ins Restaurant. Drinnen war es gemütlich und einladend, mit holzverkleideten Wänden und warmem Licht. Sie nahmen an einem Tisch in der Ecke Platz, und Lukas bemühte sich, sich so normal wie möglich zu verhalten, obwohl er sich zunehmend unwohl fühlte. Seine Tante brachte ihnen die Speisekarten, doch Lukas hatte Mühe, sich auf die Gerichte zu konzentrieren. „Du siehst ein bisschen blass aus,“ bemerkte Haaland leise, als sie allein am Tisch saßen. „Wenn es dir nicht gut geht, können wir jederzeit gehen.“ Lukas schüttelte den Kopf. „Nein, ich möchte bleiben. Meine Tante würde sich Sorgen machen, und ich will den Tag nicht verderben.“ Haaland nickte, respektierte Lukas’ Wunsch, behielt ihn aber im Auge. Lukas’ Tante kehrte zurück, um die Bestellung aufzunehmen, und Lukas wählte schließlich ein leichtes Gericht, obwohl er nicht sicher war, ob er viel essen konnte. Während sie warteten, versuchte Lukas, sich in die Gespräche zu vertiefen und die Aufmerksamkeit von seinem Unwohlsein abzulenken. Das Essen wurde serviert, und Lukas nahm ein paar kleine Bissen. Trotz seines Unwohlseins war er froh, die Zeit mit seiner Familie und Haaland zu verbringen. Der Geschmack des Essens war hervorragend, und er hoffte, dass das gute Essen ihm vielleicht sogar helfen würde, sich besser zu fühlen. Haaland, der bemerkte, dass Lukas nur wenig aß, übernahm den größten Teil des Gesprächs und lenkte so geschickt die Aufmerksamkeit von Lukas ab. Die Situation war zwar nicht ideal, aber Lukas fühlte sich durch die Unterstützung seines Freundes etwas erleichtert. Lukas fühlte sich nach dem Essen etwas besser und entschied sich, mit seiner Tante und Erling ein Bier zu trinken. Doch nach ein paar Schlucken spürte er, dass sein Unwohlsein zurückkehrte. Der Druck in seinem Bauch und das leichte Schwindelgefühl wurden stärker, und es fiel ihm schwer, sich auf das Gespräch zu konzentrieren. Haaland bemerkte sofort, dass mit Lukas etwas nicht stimmte. „Hey, alles okay?“ fragte Haaland leise, während er sich zu Lukas hinüberbeugte. Lukas schüttelte schwach den Kopf. „Mir geht’s nicht so gut,“ murmelte er. „Ich glaube, ich sollte mich hinlegen.“ Haaland nickte, stellte sein Bier beiseite und stand auf. „Komm, ich bring dich zurück ins Hotelzimmer,“ sagte er entschlossen. Ohne weitere Diskussion half er Lukas aufzustehen, legte eine stützende Hand auf seinen Rücken und führte ihn vorsichtig aus dem Restaurant. Lukas’ Tante blickte besorgt hinterher, doch Haaland versicherte ihr, dass er sich um Lukas kümmern würde. Im Hotelzimmer angekommen, half Haaland Lukas, sich hinzulegen. Er setzte sich auf einen Stuhl neben das Bett und beobachtete ihn, während Lukas langsam zur Ruhe kam. Haaland erinnerte sich daran, wie er Lukas zum ersten Mal auf der Bowlingbahn gesehen hatte, als er
im Rollstuhl saß. Damals war Lukas aufgrund einer Blasenentzündung und der notwendigen Nutzung eines Blasenkatheters eingeschränkt gewesen. Dieses Bild blieb ihm im Gedächtnis, und er spürte die gleiche Sorge wie damals. „Weißt du noch, wie du damals auf der Bowlingbahn warst?“ fragte Haaland leise, während er eine Flasche Wasser öffnete und sie Lukas reichte. „Du hast mir erzählt, wie schwer es war, aber auch, wie du dich zurückgekämpft hast.“ Lukas nickte schwach. „Ja, das war eine harte Zeit. Aber ich habe es überstanden.“ „Deshalb mache ich mir Sorgen,“ sagte Haaland ehrlich. „Du bist ein Kämpfer, das weiß ich. Aber wenn etwas nicht stimmt, musst du es sagen. Ich bin hier, um zu helfen.“ Haaland blieb bei Lukas, sorgte dafür, dass er genügend Wasser trank und sich ausruhte. Er erinnerte sich daran, wie beeindruckt er damals von Lukas’ Stärke gewesen war und fühlte sich verantwortlich, jetzt für ihn da zu sein. Die Nacht verging ruhig, und Haaland blieb an Lukas’ Seite, bis er schließlich einschlief. In den frühen Morgenstunden des vierten Tages, als die Uhr gerade einmal 1:00 Uhr zeigte, wurde Lukas langsam wach. Er fühlte sich immer noch erschöpft, aber sein Unwohlsein hatte sich etwas gelegt. Das sanfte Licht des Hotelzimmers flackerte schwach, und er hörte das leise Summen der Klimaanlage. Neben ihm saß Erling Haaland, der wach geblieben war, um sicherzustellen, dass es ihm besser ging. „Wie fühlst du dich?“ fragte Haaland leise, als er bemerkte, dass Lukas die Augen öffnete. Lukas rieb sich müde die Stirn. „Besser als vorher… aber immer noch nicht ganz fit,“ murmelte er. Haaland nickte. „Deine Eltern haben mich vorhin angerufen. Sie machen sich Sorgen um dich. Ich hab ihnen gesagt, dass ich dich sicher nach Hause bringe.“ Lukas wollte zuerst protestieren, aber tief in sich wusste er, dass es das Beste war, nach Hause zu fahren und sich richtig auszuruhen. Haaland half ihm, sich aufzusetzen, und reichte ihm eine Flasche Wasser. Langsam nahm Lukas ein paar Schlucke, bevor er sich aus dem Bett erhob. „Lass uns losfahren,“ sagte Haaland mit ruhiger Stimme. Er griff nach Lukas’ Jacke und half ihm, sich fertig zu machen. Gemeinsam verließen sie das Hotelzimmer und gingen hinaus in die kühle Nacht. Die Straßen waren fast menschenleer, nur ein paar vereinzelte Autos fuhren an ihnen vorbei. Die Luft war frisch und tat Lukas gut. Draußen warteten bereits Lukas’ Eltern im Auto. Seine Mutter sprang sofort aus dem Wagen, als sie ihren Sohn sah. „Geht es dir besser, Schatz?“ fragte sie besorgt und legte eine Hand auf seine Schulter. „Ja, es geht,“ antwortete Lukas und zwang sich zu einem kleinen Lächeln. Seine Mutter musterte ihn prüfend, bevor sie erleichtert seufzte. Haaland öffnete die Beifahrertür und half Lukas, sich ins Auto zu setzen. Dann stieg er selbst auf den Rücksitz. Lukas lehnte sich gegen die Fensterscheibe und schloss für einen Moment die Augen, während sein Vater den Motor startete. Die Fahrt nach Hause verlief ruhig. Niemand sprach viel, denn alle waren müde. Lukas spürte, wie ihn die Erschöpfung wieder einholte, während das monotone Summen des Autos ihn langsam in einen Halbschlaf versetzte. Gegen 2:00 Uhr morgens erreichten sie schließlich das Zuhause der Familie. Sein Vater parkte das Auto vorsichtig, und Lukas stieg langsam aus. Seine Beine fühlten sich schwer an, aber er war froh, wieder daheim zu sein. „Komm, leg dich sofort ins Bett,“ sagte seine Mutter sanft. „Morgen reden wir in Ruhe.“ Haaland klopfte Lukas leicht auf die Schulter. „Schlaf gut, Kumpel. Wir sehen uns morgen.“ Lukas nickte müde, murmelte ein „Danke“ und schleppte sich ins Haus. Kaum lag er im Bett, schloss er die Augen, und noch bevor er sich weitere Gedanken machen konnte, war er eingeschlafen.
Am Morgen des vierten Tages fühlte sich Lukas noch schlechter als in der Nacht zuvor. Schon als er die Augen öffnete, spürte er die bleierne Müdigkeit, die ihn niederdrückte. Sein Körper war schwer, und ein unangenehmes Ziehen breitete sich in seinem Unterbauch aus. Jede Bewegung fiel ihm schwer, und sein Kopf pochte, als hätte er Fieber. Er drehte sich zur Seite und merkte, dass ihm schwindelig wurde. Sein Mund war trocken, und obwohl er großen Durst hatte, fehlte ihm die Kraft, aufzustehen. Stattdessen blieb er einfach liegen, unfähig, sich zu motivieren. Nach einer Weile klopfte es leise an seiner Tür. Seine Mutter trat vorsichtig ein und setzte sich an die Bettkante. Ihr besorgter Blick verriet, dass sie wusste, dass es ihm schlechter ging. „Lukas, du siehst gar nicht gut aus,“ sagte sie sanft und strich ihm vorsichtig über die Stirn. „Du bist ganz warm. Hast du Schmerzen?“ Lukas nickte schwach. „Ja… mir tut alles weh. Mein Bauch, mein Kopf… und ich bin total müde.“ Seine Mutter seufzte. „Bleib einfach im Bett. Ich bringe dir etwas zu trinken und eine Wärmflasche für den Bauch.“ Er hörte, wie sie leise das Zimmer verließ, während er wieder die Augen schloss. Das leichte Licht, das durch die Vorhänge drang, war ihm schon zu hell. Er wollte einfach nur schlafen, doch das Unwohlsein ließ ihn nicht wirklich zur Ruhe kommen. Einige Minuten später kam seine Mutter mit einem Glas Wasser und einer Wärmflasche zurück. Sie half ihm, sich ein wenig aufzurichten, damit er trinken konnte, aber selbst das kostete ihn schon viel Kraft. „Ich glaube, wir sollten vielleicht einen Arzt rufen, wenn es nicht besser wird,“ sagte sie besorgt. Lukas wollte widersprechen, doch ihm fehlte die Energie. Stattdessen ließ er sich einfach wieder in die Kissen sinken. Kurze Zeit später kam Haaland leise ins Zimmer. Er blieb an der Tür stehen, sah ihn einen Moment lang an und zog dann einen Stuhl neben das Bett. „Mann, du siehst echt fertig aus,“ sagte er ernst, aber mit einem Hauch von Besorgnis in der Stimme. Lukas verzog das Gesicht. „Fühlt sich auch so an.“ Haaland lehnte sich zurück und musterte ihn. „Ich bleib hier, bis es dir besser geht.“ Lukas schloss die Augen. Die Stimmen von seiner Mutter und Haaland klangen gedämpft, während er in einen unruhigen Schlaf fiel. Sein Körper fühlte sich an, als würde er gegen sich selbst kämpfen, und ihm war klar, dass dieser Tag wohl nicht besser werden würde. Der nächste Tag begann für Lukas genauso schwer, wie der letzte geendet hatte. Sein Körper fühlte sich immer noch schlapp an, sein Kopf pochte, und er hatte kaum Kraft, um richtig aufzustehen. Als er sich langsam auf die Bettkante setzte, merkte er, dass ihm immer noch schwindelig war. Seine Grippe war nicht besser geworden. Seine Mutter kam ins Zimmer und setzte sich besorgt neben ihn. „Lukas, es wird Zeit, dass wir zum Arzt gehen. Du wirst einfach nicht gesund.“ Lukas nickte müde. Er hatte gehofft, dass er sich nach einem langen Tag im Bett besser fühlen würde, aber das war nicht der Fall. Seine Glieder schmerzten, und die Erkältung hatte ihn fest im Griff. Am Nachmittag machte sich Lukas mit seiner Mutter auf den Weg zum Hausarzt. Erling Haaland blieb zu Hause, um sich um andere Dinge zu kümmern, versprach aber, später nach ihm zu sehen. Beim Hausarzt Als Lukas in der Arztpraxis ankam, war das Wartezimmer gut gefüllt. Die Erkältungszeit schien voll im Gange zu sein. Nach etwa zwanzig Minuten wurde er aufgerufen und betrat das Behandlungszimmer.
Der Arzt, ein älterer Herr mit freundlichem Blick, begrüßte ihn und fragte nach seinen Symptomen. Lukas schilderte ihm, dass er seit Tagen krank war, starke Gliederschmerzen hatte und kaum Energie aufbringen konnte. „Haben Sie Fieber gehabt?“ fragte der Arzt, während er Lukas mit einem Stethoskop abhörte. „Gestern Abend hatte ich das Gefühl, ja,“ antwortete Lukas mit heiserer Stimme. Der Arzt nickte und schrieb sich etwas auf. Dann untersuchte er Lukas’ Hals und hörte seine Lunge erneut ab. „Du hast eine starke Grippe, wahrscheinlich auch eine bakterielle Infektion,“ stellte er fest. „Ich werde dir ein Antibiotikum verschreiben, damit dein Körper wieder in die Spur kommt.“ Lukas nickte erleichtert. Die letzten Male, als er ein Antibiotikum bekommen hatte, hatte es ihm schnell geholfen. Der Arzt erklärte ihm noch, wie er die Tabletten einnehmen sollte, und dann verabschiedeten sie sich. Besuch in der Apotheke Nach dem Arztbesuch gingen Lukas und seine Mutter direkt zur Apotheke, um das Rezept einzulösen. Die Apothekerin war freundlich und reichte ihnen die Antibiotika-Packung, während sie ihm noch einmal erklärte, dass er viel trinken und sich weiterhin ausruhen sollte. „Nimm die erste Tablette am besten gleich mit etwas Wasser,“ sagte seine Mutter, als sie aus der Apotheke kamen. Lukas tat, was sie sagte, und hoffte, dass er sich bald besser fühlen würde. Ein kleines Abendessen Nach der ganzen Anstrengung des Tages verspürte Lukas plötzlich Hunger. Obwohl er sich nicht topfit fühlte, wollte er wenigstens eine kleine Mahlzeit zu sich nehmen. „Lass uns noch etwas essen gehen,“ schlug seine Mutter vor. Sie suchten ein kleines Restaurant in der Nähe, das leichte Gerichte anbot. Lukas entschied sich für eine Hühnersuppe, die perfekt war, um seinen geschwächten Körper zu stärken. Seine Mutter wählte einen Salat, und sie aßen in ruhiger Atmosphäre. „Ich hoffe, dass das Antibiotikum bald wirkt,“ sagte Lukas leise und nahm einen Löffel der heißen Suppe. Seine Mutter lächelte beruhigend. „Das wird es. Morgen wirst du dich bestimmt schon ein wenig besser fühlen.“ Nach dem Essen machten sie sich auf den Heimweg. Lukas spürte, wie die Müdigkeit erneut über ihn kam, aber diesmal war er zuversichtlich, dass es mit den Medikamenten endlich bergauf gehen würde. Zuhause angekommen, legte er sich sofort ins Bett, nahm seine zweite Antibiotikatablette und ließ sich in den Schlaf sinken. Morgen war ein neuer Tag – und hoffentlich ein besserer. Am sechsten Tag fühlte sich Lukas noch immer schlapp und erschöpft. Trotz des Antibiotikums hatte sich seine Grippe noch nicht vollständig gebessert, und er verbrachte den Großteil des Tages weiterhin im Bett. Seine Glieder schmerzten, sein Kopf fühlte sich schwer an, und jede Bewegung war anstrengend. Seine Mutter kam am Morgen in sein Zimmer, brachte ihm eine Tasse Tee und fühlte seine Stirn. „Dein Fieber ist etwas gesunken, aber du brauchst noch viel Ruhe.“ Lukas nickte nur schwach und nippte an seinem Tee. Er hatte gehofft, dass die Tabletten schneller helfen würden, aber sein Körper kämpfte offenbar noch immer gegen die Infektion. Am Nachmittag klopfte es an seiner Tür, und Erling Haaland trat ein. „Na, wie geht’s dem Patienten?“ fragte er mit einem aufmunternden Lächeln, während er sich auf den Stuhl neben Lukas’ Bett setzte. „Mies,“ murmelte Lukas und zog die Decke etwas höher. Haaland schüttelte grinsend den Kopf. „Dann brauchst du Ablenkung. Ich habe eine Idee – wie wäre es mit einem Film? Nichts Anstrengendes, einfach etwas zum Abschalten.“
Lukas zuckte mit den Schultern. Eigentlich war ihm alles egal, solange er sich nicht bewegen musste. „Klingt gut.“ Haaland schnappte sich die Fernbedienung und scrollte durch die Streaming-Dienste. „Lass mich raten – keine Action heute? Vielleicht was Lustiges?“ Lukas nickte schwach. „Ja, ich hab keine Energie für Explosionen und Verfolgungsjagden.“ Nach kurzer Suche entschieden sie sich für eine leichte Komödie, die beide noch nicht gesehen hatten. Haaland lehnte sich zurück, während Lukas sich in seine Decke kuschelte. Der Film begann, und für eine Weile vergaß Lukas, wie schlecht er sich fühlte. Während der Film lief, griff Haaland nach einer Tüte Chips, die er mitgebracht hatte. „Willst du auch?“ fragte er. Lukas schüttelte den Kopf. „Kein Hunger… aber danke.“ „Alles klar,“ sagte Haaland und warf sich ein paar Chips in den Mund. Die Zeit verging, und während der Film lief, wurde Lukas allmählich müder. Seine Augen wurden schwer, und irgendwann schlief er mitten im Film ein. Haaland bemerkte es und schaltete den Ton leiser, ließ den Film aber weiterlaufen. „Er braucht einfach noch Ruhe,“ murmelte er leise zu sich selbst. Er blieb noch eine Weile sitzen, um sicherzugehen, dass Lukas tief und fest schlief, bevor er sich schließlich aus dem Zimmer schlich. Der Tag war ruhig verlaufen, aber Lukas brauchte immer noch Zeit, um sich vollständig zu erholen. Vielleicht würde es ihm morgen endlich besser gehen. Am siebten Tag fühlte sich Lukas zwar immer noch krank, aber immerhin ein kleines Stück besser als die Tage zuvor. Das Fieber war weiter gesunken, und die schlimmste Erschöpfung ließ langsam nach. Doch er war noch weit davon entfernt, wieder fit zu sein. Seine Glieder schmerzten immer noch, und jeder Gang ins Badezimmer fühlte sich an, als hätte er gerade einen Marathon hinter sich. Er lag den Vormittag über im Bett, trank viel Tee und nahm seine Medikamente, während seine Mutter ihn immer wieder ermahnte, sich weiter auszuruhen. Doch Lukas begann langsam, sich zu langweilen. Seit Tagen nur schlafen, liegen und nichts tun – das hielt er nicht mehr aus. Am Nachmittag klopfte es an seiner Zimmertür, und Erling Haaland trat mit einem schelmischen Grinsen ein. „Sieht so aus, als würdest du nicht mehr sterben,“ sagte er grinsend und setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett. Lukas verdrehte die Augen. „Fühlt sich aber immer noch so an,“ murmelte er und zog sich die Decke ein Stück höher. Haaland verschränkte die Arme. „Okay, genug Bettruhe. Ich hab was dabei, das dich ein bisschen aufmuntert.“ Er zog einen Controller hinter seinem Rücken hervor und hielt ihn Lukas hin. „Wie wär’s mit einer Runde FIFA 25? Oder bist du zu schwach, um gegen mich zu gewinnen?“ Lukas blinzelte. FIFA 25? Er hatte das Spiel zwar vorbestellt, aber es war erst vor ein paar Tagen erschienen, und er hatte es wegen seiner Krankheit noch nicht spielen können. „Du hast FIFA 25?“ fragte er überrascht und setzte sich langsam auf. Haaland grinste. „Natürlich. Ich hab’s mir besorgt, dachte, das wäre genau das Richtige für dich.“ Lukas konnte nicht anders, als zu lächeln. Seine Krankheit war für einen Moment vergessen, und er griff langsam nach dem Controller. „Okay… aber wenn ich dich schlage, musst du zugeben, dass ich der Beste bin.“ Haaland lachte laut. „Du? Gegen mich? Träum weiter!“ Er startete das Spiel, und sie wählten ihre Teams. Lukas entschied sich natürlich für Mainz 05, während Haaland grinsend Manchester City nahm.
„Oh, du nimmst Mainz? Dann darfst du dich nicht beschweren, wenn ich dich 5:0 abschieße,“ neckte Haaland ihn. Lukas verzog das Gesicht. „Warte nur ab.“ Das Spiel begann, und obwohl Lukas immer noch krank war, fühlte er sich zum ersten Mal seit Tagen wieder wie er selbst. Die beiden lieferten sich ein spannendes Duell, und trotz seiner Müdigkeit konzentrierte sich Lukas auf jede Bewegung. „Verdammt, das Spiel ist echt gut gemacht,“ murmelte er, als sein Spieler durch die Abwehr von Manchester City dribbelte. „Ja, aber du wirst trotzdem verlieren,“ lachte Haaland und grätschte einen seiner Angriffe ab. Die beiden spielten über eine Stunde lang, bis Lukas schließlich 3:2 gewann – sehr zur Überraschung von Haaland. „Das zählt nicht,“ sagte der Fußballstar lachend. „Ich hab dir nur Hoffnung gemacht, weil du krank bist.“ Lukas lehnte sich grinsend zurück. „Aha, sicher. Revanche?“ „Später,“ sagte Haaland und stand auf. „Du solltest dich nicht überanstrengen. Aber immerhin – du bist wieder ein bisschen lebendiger als gestern.“ Lukas nickte. Es stimmte. Obwohl er noch krank war, fühlte er sich zumindest ein bisschen besser. Vielleicht, nur vielleicht, würde es morgen endlich bergauf gehen. Am achten Tag, als Lukas endlich wieder genug Kraft hatte, um das Haus zu verlassen, stand etwas an, auf das er schon lange gewartet hatte: Er konnte endlich sein Haupthandy abholen. Seit Wochen hatte es in der Reparatur gelegen, und er hatte sich mit einem Ersatzgerät durchschlagen müssen, das ihn langsam aber sicher zur Verzweiflung gebracht hatte. Nun sollte er es endlich wiederbekommen. Er hatte mit seinem Vater besprochen, dass sie am Mittag in den Handyshop fahren würden. Nach dem Frühstück machte er sich langsam fertig, zog sich etwas Bequemes an und spürte zum ersten Mal seit Tagen wieder so etwas wie Vorfreude. „Hoffentlich haben sie es wirklich fertig,“ murmelte er, während er sich die Schuhe anzog. Erling Haaland grinste. „Klingt, als würdest du dein halbes Leben mit diesem Ding verbringen.“ „Glaub mir, wenn du nur so ein altes Ersatzhandy hast, würdest du genauso denken,“ erwiderte Lukas. Zusammen mit seinem Vater machte er sich schließlich auf den Weg. Die Fahrt verlief ruhig, und Lukas starrte währenddessen aus dem Fenster. Als sie endlich beim Handyladen ankamen, wollte er sofort hineinstürmen, doch sein Vater hielt ihn zurück. „Geduld, Lukas. Wir sind nicht die Einzigen hier.“ Doch Lukas war schon in Gedanken bei seinem Gerät. Endlich würde er wieder normal schreiben, seine Apps nutzen und vernünftige Bilder machen können. Drinnen angekommen, ging er direkt zur Theke und wollte gerade sagen, dass er sein Handy abholen wollte, als der Mitarbeiter ihn freundlich, aber bestimmt stoppte. „Einen Moment, bitte. Sie sind noch nicht dran.“ Lukas runzelte die Stirn. „Aber mein Handy ist fertig zur Abholung…“ „Ja, aber vor Ihnen ist noch jemand anderes dran,“ erklärte der Mitarbeiter mit ruhiger Stimme und deutete auf eine Kundin, die gerade an der Seite stand und noch eine Unterschrift leisten musste. Lukas unterdrückte ein genervtes Seufzen und trat einen Schritt zurück. Warum musste das immer so lange dauern? Währenddessen hatte sich sein Vater von der Theke entfernt und betrachtete die Ausstellungstücke der neuesten Smartphones. Er drehte ein Modell in der Hand, verglich es mit einem anderen und schien tief in Gedanken versunken zu sein. Die Kundin vor Lukas nahm sich weiterhin Zeit, und als dann auch noch ein anderer Kunde plötzlich dazukam, wurde Lukas ungeduldig. War das hier ein Witz?
Eben noch hatte er gedacht, jetzt bin ich dran, doch stattdessen musste er weiter warten. Er hasste es, wenn Dinge unnötig lange dauerten. In diesem Moment drehte er sich zu seinem Vater um, um mit ihm darüber zu reden – doch sein Vater war nicht mehr da. Lukas blinzelte verwirrt. Wann hatte er den Raum verlassen? Er hatte ihn doch gerade noch bei den Ausstellungshandys stehen sehen… „Wo ist er hin?“ murmelte er leise zu sich selbst und schaute sich um. Doch sein Vater war nirgendwo zu sehen. Sein Ärger über das Warten wurde plötzlich von einem merkwürdigen Gefühl überlagert. Warum war sein Vater einfach so verschwunden? Nachdem Lukas endlich an der Reihe war, gab ihm der Mitarbeiter sein repariertes Handy zurück. Er hatte so lange darauf gewartet, dass er es kaum abwarten konnte, es in die Hand zu nehmen. Doch als er das Display entsperrte und durch die Apps scrollte, machte sich plötzlich ein mulmiges Gefühl in ihm breit. Etwas stimmte nicht. Er ging in die Galerie und sah sofort, dass alle seine Fotos weg waren. Jedes einzelne Bild. Die ganzen Erinnerungen aus dem Tierpark, die heimlichen Aufnahmen, die er von seinem Opa gemacht hatte, als er ihn in einem ruhigen Moment gefilmt hatte – alles war verschwunden. Sein Herz pochte schneller, und sein Atem wurde flacher. „Das kann doch nicht wahr sein…“ murmelte er wütend und klickte durch alle Ordner. Nichts. „Entschuldigung, warum sind meine Daten nicht mehr drauf?“ fragte er scharf und schaute den Mitarbeiter direkt an. Der Mann hinter der Theke hob die Hände. „Die Daten wurden nicht gesichert, und es war notwendig, das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Das stand so in der Reparaturbestätigung.“ Lukas ballte die Fäuste. Er hatte unterschrieben, aber nicht gedacht, dass sie ALLES löschen würden! „Ich hatte wichtige Sachen drauf!“ sagte er aufgebracht. Der Mitarbeiter zuckte nur mit den Schultern. „Es tut mir leid, aber wir können da nichts machen. Wenn Sie kein Backup in der Cloud hatten, sind die Daten nicht wiederherstellbar.“ Lukas spürte, wie sich Wut in ihm aufstaute. Seine Erinnerungen waren einfach weg. Die Fotos, die er nie wieder machen konnte. Frustriert steckte er das Handy in die Tasche, nahm das Reparaturdokument und verließ ohne ein weiteres Wort den Laden. Draußen atmete er tief durch. Er musste mit jemandem reden. Er wählte die Nummer seines Vaters. Das Handy klingelte… doch dann wurde der Anruf abgelehnt. Lukas runzelte die Stirn. Vielleicht hatte sein Vater es nicht gehört. Also versuchte er es erneut. Wieder klingelte es… und wieder wurde der Anruf weggedrückt. Was war los? Er fühlte, wie seine Hände anfingen zu zittern. Sein Vater ging sonst immer ran, wenn er anrief. Warum legte er immer wieder auf? Ein ungutes Gefühl breitete sich in Lukas’ Magen aus. Er musste ihn finden. Schnellen Schrittes ging er zum Parkplatz, wo das Auto stand. Er schaute hinein und sah seinen Vater tatsächlich dort sitzen. Doch als Lukas an die Scheibe klopfte, reagierte sein Vater nicht. „Hey… was ist los?“ fragte Lukas, als er die Tür öffnete und sich auf den Beifahrersitz setzte.
Sein Vater starrte nur geradeaus, sagte aber kein einziges Wort. „Warum gehst du nicht ans Handy?“ fragte Lukas gereizt. Doch sein Vater schwieg. Lukas spürte, wie seine Frustration immer größer wurde. Er wollte Antworten. Doch anstatt mit ihm zu sprechen, startete sein Vater einfach den Motor und fuhr los. Wohin wollte er? Lukas sagte nichts mehr und beobachtete nur, wie sein Vater in die Richtung einer Kneipe fuhr. Als sie ankamen, stieg sein Vater wortlos aus und ging hinein. Lukas, der nicht wusste, was hier gerade passierte, entschied sich, ihm zu folgen. Drinnen war es laut, voller Menschen, die sich unterhielten und lachten. Sein Vater setzte sich an die Theke, bestellte ein Bier und trank es schnell aus – so, als würde er sich beeilen. Lukas setzte sich neben ihn. „Papa, was ist los?“ fragte er erneut, doch sein Vater reagierte wieder nicht. Dann plötzlich… stellte er sein leeres Glas ab, drehte sich um und ging einfach. Ohne ein Wort. Ohne eine Erklärung. Er ließ Lukas einfach sitzen. Lukas sah ihm fassungslos hinterher. Was zur Hölle ging hier vor sich? Nachdem Lukas einige Minuten fassungslos an der Theke der Kneipe gesessen hatte, stand er schließlich auf und verließ den Laden. Draußen war es bereits dunkel, die kühle Abendluft tat ihm gut, doch seine Gedanken rasten. Warum hatte sein Vater ihn einfach stehen lassen? Er wusste, dass sein Vater manchmal wortkarg sein konnte, aber so ein Verhalten war nicht normal. Ein paar Minuten später tauchte sein Vater doch wieder auf, als wäre nichts gewesen. Er sagte kein Wort, als er zu Lukas ans Auto ging und einstieg. „Fahren wir jetzt nach Hause?“ fragte Lukas leise, immer noch aufgewühlt. Sein Vater nickte nur und startete den Motor. Stille begleitete die Fahrt, bis sie endlich wieder zu Hause ankamen. Lukas fühlte sich wieder schlechter. Die Anstrengung des Tages hatte ihm zugesetzt, und er spürte, dass sein Körper noch nicht ganz fit war. Doch trotz seiner Erschöpfung wollte er mit Erling Haaland reden. Kaum war er in seinem Zimmer angekommen, klopfte es an der Tür, und Haaland trat ein. „Na, du siehst nicht gerade glücklich aus,“ bemerkte er sofort und ließ sich auf den Stuhl neben Lukas’ Schreibtisch fallen. Lukas seufzte tief. „Das war ein richtiger Scheißtag.“ Er begann, von allem zu erzählen. „Während ich heute auf mein Handy gewartet habe, habe ich meinem Vater gesagt, dass ich unbedingt nochmal Opa heimlich filmen will. Ich will noch eine Erinnerung an ihn haben, bevor es zu spät ist. Und dann habe ich auch noch gesagt, dass ich unbedingt nochmal in den Tierpark will…“ Haaland hörte aufmerksam zu. „Ich habe das immer wieder gesagt. Mehrmals. Und mein Vater hat irgendwann nur noch genervt reagiert. Ich weiß, dass ich mich oft auf Dinge fixiere, aber ich kann da nichts für. Das liegt an meinem Autismus. Ich brauche diese Dinge einfach, um mich sicher zu fühlen.“ Er blickte zu Haaland, als würde er nach Verständnis suchen. Haaland nickte langsam. „Ich verstehe. Es sind Dinge, die dir wichtig sind, und du kannst nicht einfach loslassen.“
„Genau!“ sagte Lukas. „Aber mein Vater war irgendwie komisch. Erst hat er mir nicht zugehört, dann ist er einfach weggegangen, als ich nochmal kurz nach vorne in den Laden bin. Ich habe ihn dann später angerufen, aber er hat mich immer weggedrückt.“ Er schüttelte den Kopf. „Und dann… als ich ihn endlich gefunden habe, hat er kein Wort mit mir geredet. Hat mich zur Kneipe mitgenommen, dort einfach schnell sein Bier ausgetrunken und ist dann abgehauen!“ Haaland runzelte die Stirn. „Klingt echt seltsam. So verhält er sich sonst nicht, oder?“ „Nein!“ Lukas schnaubte. „Klar, wir haben manchmal Meinungsverschiedenheiten, aber so…? Das war einfach anders.“ Dann erzählte er Haaland auch vom restlichen Tag – wie er sein Handy endlich bekommen hatte, nur um dann festzustellen, dass alle seine Erinnerungen gelöscht waren. „Ich hatte Fotos aus dem Tierpark. Ich hatte heimliche Videos von Opa. Alles weg.“ Seine Stimme klang brüchig. Er wollte nicht schwach klingen, aber es tat weh. Haaland sagte nichts, aber sein Blick verriet, dass er verstand. „Und das Schlimmste?“ Lukas lehnte sich erschöpft gegen die Wand. „Ich fühle mich schon wieder schlechter. Mir ist kalt, mein Kopf dröhnt, und ich hab das Gefühl, dass meine Grippe zurückkommt.“ Haaland musterte ihn. „Dann solltest du dich hinlegen und ausruhen. Dein Körper braucht noch Zeit.“ Lukas nickte müde. Doch dann passierte etwas, das alles noch merkwürdiger machte. Sein Vater verließ plötzlich die Wohnung. Ohne ein Wort. Er hörte die Tür ins Schloss fallen und setzte sich langsam auf. „Hast du das gehört?“ fragte Lukas leise. Haaland nickte. „Ja. Er hat nichts gesagt?“ „Gar nichts…“ Sie warteten. Eine Stunde verging. Dann zwei. Sein Vater kam nicht zurück. Lukas wurde immer unruhiger. Was zum Teufel war nur los mit ihm? Am nächsten Morgen wachte Lukas mit einem noch schlimmeren Gefühl auf. Sein Kopf pochte, sein Körper fühlte sich schwer an, und jedes Mal, wenn er versuchte, sich zu bewegen, schien jede seiner Muskeln gegen ihn zu arbeiten. Seine Grippe war zurück – und zwar schlimmer als zuvor. Er stöhnte leise und zog sich die Decke über den Kopf. Es war, als hätte ihn ein Lastwagen überfahren. Sein Hals war trocken, sein Kopf fühlte sich heiß an, und er spürte, wie ihm eiskalt wurde, obwohl er tief unter der Bettdecke lag. Langsam griff er nach seinem Handy auf dem Nachttisch und blickte auf die Uhr: 11:37 Uhr. Normalerweise hätte er längst etwas gegessen oder wäre zumindest aufgestanden, aber heute konnte er einfach nicht. Sein Körper streikte komplett. Plötzlich hörte er Geräusche aus der Küche. Seine Eltern waren also wach. „Mama…?“ rief Lukas schwach, doch seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Er wartete. Keine Reaktion. „Papa…?“ Wieder nichts. Langsam versuchte er, sich aufzurichten, doch schon nach wenigen Sekunden wurde ihm schwarz vor Augen, und er ließ sich schwer atmend zurück ins Bett fallen. Er konnte nicht mal richtig aufstehen, ohne dass sein Körper rebellierte. Irgendwann ging die Tür einen Spalt auf, und seine Mutter trat vorsichtig ein. Sie sah ihn und runzelte sofort die Stirn. „Oh Gott, Lukas, du siehst furchtbar aus!“ Sie trat schnell an sein Bett und fühlte seine Stirn.
„Fieber,“ murmelte sie besorgt. „Du bist glühend heiß.“ Lukas schloss müde die Augen. „Ich fühl mich auch scheiße…“ „Hast du heute schon was getrunken?“ fragte sie sanft, während sie eine Wasserflasche vom Nachttisch nahm. Lukas schüttelte schwach den Kopf. Er hatte nicht mal die Kraft gehabt, daran zu denken. Seine Mutter reichte ihm das Wasser, und mit einiger Mühe nahm er ein paar kleine Schlucke. Dann fragte er vorsichtig: „Papa… ist er da?“ Seine Mutter zuckte kurz mit den Schultern. „Er ist zu Hause… aber er hat kaum was gesagt heute Morgen.“ Lukas‘ Herz zog sich zusammen. Also ignorierte er ihn noch immer? „Er… er redet gar nicht mit mir?“ murmelte er leise. Seine Mutter strich ihm vorsichtig über die Stirn. „Ich weiß nicht, was los ist, Lukas… aber er wirkt irgendwie… abwesend.“ Lukas spürte, wie sich Enttäuschung und Wut in ihm mischten. Warum zum Teufel ignorierte ihn sein eigener Vater einfach? Er war krank, konnte kaum aufstehen, fühlte sich beschissen – und sein Vater tat so, als gäbe es ihn nicht mehr? Seine Mutter versuchte, ihn zu beruhigen. „Mach dir keine Gedanken darüber. Ruh dich aus. Ich bring dir später etwas zu essen, okay?“ Lukas nickte müde, hatte aber längst keinen Appetit. Den ganzen Tag über blieb er im Bett, zu schwach, um sich zu bewegen. Ab und zu hörte er Geräusche aus dem Wohnzimmer – sein Vater war also da. Aber er kam nicht in sein Zimmer. Kein einziges Mal. Lukas lag einfach nur da, während die Stunden vergingen. Jedes Mal, wenn er die Stimmen seiner Eltern hörte, hoffte er, dass sein Vater vielleicht doch noch hereinkommen würde. Doch es passierte nicht. Der Tag zog sich endlos in die Länge, und die Realität traf ihn mit voller Wucht: Sein Vater ignorierte ihn. Und er wusste nicht warum. Am Morgen des 10. Tages wachte Lukas mit einem tiefen Gefühl der Erschöpfung und Frustration auf. Seine Krankheit hielt ihn noch immer fest im Griff – sein Kopf fühlte sich schwer an, sein Hals war trocken, und seine Glieder schmerzten. Doch heute fühlte sich etwas noch schlimmer an als die körperlichen Beschwerden: die Ignoranz seines Vaters. Seit Tagen hatte sein Vater nicht mit ihm gesprochen, ihn nicht gefragt, wie es ihm ging, ihn nicht einmal angesehen. Lukas wusste, dass er heute wieder seine Antibiotika und Medikamente nehmen musste, doch als er langsam aufstand und in die Küche schlurfte, war nichts vorbereitet. Kein Wasser, keine Tabletten auf dem Tisch, kein Tee – nichts. Sein Vater hatte wieder einmal gar nichts für ihn getan. Lukas schnaubte leise, während er in den Küchenschrank griff und sich selbst ein Glas Wasser einschenkte. Er konnte ja wohl auch alles allein machen. Seine Hände zitterten leicht vor Schwäche, als er die Verpackung der Antibiotika öffnete. Er fühlte sich allein gelassen – und das machte ihn wütend. Warum war sein Vater so? Warum ignorierte er ihn, obwohl er krank war? Er nahm die Tablette, trank sein Wasser in einem Zug aus und lehnte sich erschöpft an die Küchentheke. Später am Tag Nachdem er noch einmal geschlafen hatte, wurde er durch ein sanftes Klopfen an seiner Tür geweckt. Es war seine Mutter. „Lukas? Geht’s dir etwas besser?“ fragte sie sanft und setzte sich auf die Bettkante. Lukas rieb sich müde die Augen. „Geht so…“ Seine Mutter zögerte, bevor sie fortfuhr. „Ich… ich wollte dir was erzählen.“
Lukas blinzelte sie an. „Was denn?“ Sie seufzte tief. „Heute Morgen war ich mit Papa unterwegs… ich konnte einfach nicht mehr mit ansehen, wie er dich ignoriert. Also hab ich ihn gefragt. Ich hab ihn gefragt, warum er dich so behandelt.“ Lukas‘ Herz schlug schneller. Endlich. Endlich wollte sie ihm sagen, was los war. „Und? Was hat er gesagt?“ fragte Lukas gespannt. Seine Mutter sah ihn traurig an. „Er hat nichts gesagt… aber er hat geweint.“ Lukas‘ Magen zog sich zusammen. „Im Auto. Als ich ihn darauf angesprochen habe… er hat einfach angefangen zu weinen. Ich hab ihn noch nie so gesehen, Lukas.“ Lukas‘ Brust fühlte sich eng an. Sein Vater… hat geweint? „Und dann?“ fragte er leise. Seine Mutter schüttelte den Kopf. „Er hat nicht geredet. Hat sich einfach nur die Tränen weggewischt und mich gebeten, das Thema zu lassen.“ Lukas wusste nicht, was er sagen sollte. Sein Vater… ignorierte ihn nicht einfach nur. Er hatte anscheinend selbst ein Problem. Doch das machte es nicht besser. Er spürte, wie sich eine Mischung aus Wut und Traurigkeit in ihm breit machte. Warum konnte sein Vater ihm nicht einfach sagen, was los war? Warum musste er ihn stattdessen ignorieren und so tun, als würde er nicht existieren? „Ich verstehe es nicht…“ murmelte Lukas schließlich und drehte sich zur Seite. Seine Mutter seufzte. „Ich auch nicht. Aber ich wollte, dass du es weißt.“ Sie strich ihm kurz über die Schulter, bevor sie das Zimmer verließ. Lukas blieb einfach liegen. Sein Kopf war voller Gedanken, aber keine davon ergab einen Sinn. Warum… war sein Vater so? Am Mittag des 10. Tages ging es Lukas endlich besser. Sein Kopf fühlte sich nicht mehr ganz so schwer an, seine Glieder taten nicht mehr so weh, und er konnte sich zumindest wieder normal bewegen. Die Medikamente schienen langsam zu wirken, und das Fieber war gesunken. Endlich hatte er das Gefühl, auf dem Weg der Besserung zu sein. Seine Mutter schlug vor, dass sie zur Feier des Tages gemeinsam essen gehen sollten – zusammen mit Erling Haaland und der Ersatzoma, die sie vorher abholen wollten. Lukas freute sich darauf, mal wieder rauszukommen, doch tief in sich wusste er, dass ihn eine Sache den ganzen Tag über beschäftigen würde: Sein Vater. Warum hatte er gestern geweint? Warum redete er immer noch nicht mit ihm? Die Fahrt zur Ersatzoma Die Familie und Haaland fuhren gemeinsam zur Wohnung der Ersatzoma, die sich schon darauf freute, alle zu sehen. Die ältere Dame war wie eine zweite Großmutter für Lukas, und sie strahlte, als sie ins Auto stieg. „Junge, du siehst besser aus als die letzten Tage!“ sagte sie mit einem freundlichen Lächeln, als sie sich auf die Rückbank setzte. Lukas grinste leicht. „Ja… langsam wird’s wieder.“ Während der Fahrt unterhielten sich alle ausgelassen, nur sein Vater sagte kein Wort. Lukas spürte es. Er wusste, dass sein Vater immer noch Distanz zu ihm hielt. Ankunft im Restaurant Das Restaurant war ein gemütlicher, traditioneller Familienbetrieb mit dunklen Holztischen und einer warmen Atmosphäre. Lukas hatte wenig Hunger, also entschied er sich, nur eine Portion Pommes zu bestellen. „Echt jetzt?“ fragte Haaland grinsend, als er sah, dass Lukas sich nichts anderes aussuchte. „Nach all den Tagen, wo du kaum gegessen hast, bestellst du dir nur Pommes?“
Lukas zuckte mit den Schultern. „Ich hab nicht mehr Appetit… aber besser als gar nichts.“ Haaland lachte und bestellte sich ein Steak, während der Rest der Familie sich für größere Gerichte entschied. Das Anstoßen Als die Getränke kamen, hob Lukas sein Glas mit einem alkoholfreien Bier. Er war immer noch nicht ganz gesund, also wollte er nichts Starkes trinken. Seine Mutter, die Ersatzoma, Haaland und sein Vater bekamen ebenfalls ihre Getränke. Dann hob Lukas sein Glas, um mit allen anzustoßen. Alle stießen mit ihm an – außer sein Vater. Lukas sah es genau. Er wartete, bis alle angestoßen hatten, dann drehte er sich zur Seite und stieß nur mit den anderen an. Aber nicht mit ihm. Ein Stich zog sich durch Lukas’ Brust. Sein Vater konnte nicht mal für diesen einen Moment normal sein? Nicht mal für ein einfaches Anstoßen? Haaland bemerkte es. Alle bemerkten es. Doch keiner sagte etwas. Lukas spürte, wie sich eine Mischung aus Enttäuschung und Wut in ihm breit machte. Was zur Hölle war nur los? Sein Vater saß direkt neben ihm – aber es fühlte sich an, als wäre er nicht einmal da. Der Abend des 10. Tages Nachdem das Essen im Restaurant vorbei war, fühlte sich Lukas immer noch komisch. Die Sache mit seinem Vater ließ ihn einfach nicht los. Er hatte nicht mal mit ihm angestoßen. Das nagte an ihm. Auf dem Heimweg sagte seine Mutter plötzlich: „Vielleicht sollten wir noch in die Kneipe um die Ecke gehen. Nur für ein Getränk, bevor wir Oma nach Hause bringen.“ Lukas zögerte kurz. Eigentlich war er noch nicht ganz gesund, aber andererseits wollte er sich ablenken. Vielleicht würde sein Vater ja dort endlich mal mit ihm reden? Also stimmte er zu. In der Kneipe Die Kneipe war gemütlich, leicht rustikal, mit gedämpftem Licht und einer entspannten Atmosphäre. Es waren einige Gäste da, aber es war nicht zu laut. Lukas setzte sich mit der Familie und Haaland an einen Tisch. Er bestellte sich ein alkoholfreies Bier – und danach noch eines. Sein Vater saß direkt neben ihm. Aber er sprach kein Wort mit ihm. Nicht einmal ein flüchtiger Blick. Nicht einmal eine beiläufige Bemerkung. Lukas konnte es nicht fassen. Wie konnte sein eigener Vater ihn so konsequent ignorieren? Er versuchte es trotzdem. „Papa?“ sagte er plötzlich, während er an seinem Glas nippte. Keine Reaktion. „Papa?“ sagte er nochmal – diesmal ein wenig lauter. Sein Vater nahm einen Schluck von seinem Bier. Aber er reagierte nicht. Lukas‘ Hände ballten sich zu Fäusten. Er fühlte, wie seine Wut in ihm brodelte. Wie konnte sein Vater ihn einfach so behandeln? Doch er schluckte es runter. Er hatte keine Kraft mehr zu diskutieren. Also trank er sein Bier aus, stand auf und sagte knapp: „Lass uns gehen.“ Späte Nacht – Oma nach Hause bringen
Es war bereits Mitternacht, als sie die Ersatzoma nach Hause brachten. Die alte Dame war müde, aber sie lächelte, als sie sich verabschiedete. „Lukas, pass auf dich auf, ja?“ sagte sie warm und tätschelte seine Hand. Lukas nickte. „Mach ich.“ Sein Vater sagte nichts. Er verabschiedete sich von der Oma – aber wieder nicht von Lukas. Nach der Heimkehr – Ein Gespräch ohne den Vater Als sie nach Hause kamen, war sein Vater plötzlich verschwunden. Er hatte sich ohne ein Wort ins Schlafzimmer zurückgezogen. Lukas ließ sich seufzend auf die Couch fallen. Er hatte keine Kraft mehr, sich darüber aufzuregen. Doch dann hörte er, wie seine Mutter zur Ersatzoma sagte: „Ich weiß nicht, was mit ihm los ist. Er verhält sich so komisch in letzter Zeit.“ Lukas spitzte die Ohren. „Er hat geweint…“ fuhr seine Mutter leise fort. „Ich hab ihn gefragt, warum er Lukas ignoriert… aber er hat nur geweint und mir gesagt, ich soll nicht fragen.“ Lukas‘ Magen zog sich zusammen. Warum? Warum tat sein Vater das? Warum sprach er nicht mit ihm? Warum… weinte er deswegen? Lukas verstand es einfach nicht. Der 11. Tag – Ein weiteres Rätsel Lukas wachte am elften Tag mit einem dumpfen Kopfgefühl auf. Er war zwar auf dem Weg der Besserung, aber noch nicht ganz gesund. Sein Körper fühlte sich schwer an, und er wusste, dass er sich noch ein paar Tage ausruhen musste, um wieder vollständig fit zu sein. Als er langsam aufstand, spürte er, wie ihm kurz schwarz vor Augen wurde. Seine Muskeln waren noch schwach, sein Kreislauf wollte nicht so richtig. Doch er wusste: Er musste seine Medikamente nehmen. Er schlurfte in die Küche und stellte mit müden Bewegungen ein Glas Wasser auf die Arbeitsplatte. Seine Antibiotika standen immer noch dort, wo er sie gestern Abend hingelegt hatte. Sein Vater hatte sie wieder nicht für ihn vorbereitet. Nicht mal ein einfaches Glas Wasser. Nichts. Lukas biss sich auf die Lippe. Er hatte keine Lust mehr, sich aufzuregen. Er nahm seine Tabletten, trank das Wasser in einem Zug aus und lehnte sich erschöpft gegen die Küchentheke. Er wollte einfach nur gesund werden. Der Fernseher auf voller Lautstärke Gerade als er sich wieder ins Bett legen wollte, hörte er plötzlich ein lautes Dröhnen aus dem Wohnzimmer. Der Fernseher. Und nicht nur auf normaler Lautstärke – sondern extrem laut. Lukas zuckte zusammen. Der Bass vibrierte durch die Wände, und es fühlte sich an, als würde der ganze Raum beben. Er taumelte ins Wohnzimmer und sah seinen Vater auf der Couch sitzen. Er starrte einfach nur auf den Bildschirm, den Blick leer. Und er tat nichts anderes, als den Fernseher auf voller Lautstärke laufen zu lassen. Er ignorierte Lukas komplett.
Lukas presste die Lippen zusammen. Er war noch zu müde und zu krank, um jetzt eine Szene zu machen. Also drehte er sich wortlos um und ging zurück in sein Zimmer. Den ganzen Tag im Bett Lukas beschloss, den Rest des Tages einfach im Bett zu bleiben. Er wollte einfach nur gesund werden. Er hörte den Fernseher im Hintergrund dröhnen, während er versuchte, zu schlafen. Manchmal wurde die Lautstärke leiser, dann wieder lauter. Doch sein Vater kam kein einziges Mal in sein Zimmer. Kein „Wie geht’s dir?“ Kein „Brauchst du was?“ Gar nichts. Lukas zog sich die Decke über den Kopf und schloss die Augen. Er hatte keine Kraft mehr für dieses ständige Schweigen. Er wusste nur eins: Egal, was mit seinem Vater los war – es wurde immer merkwürdiger. Der 12. Tag – Routine und Ignoranz Am Morgen des zwölften Tages wachte Lukas auf und fühlte sich wieder ein kleines Stück besser. Seine Krankheit klang langsam ab, aber er war immer noch nicht ganz auf der Höhe. Trotzdem wusste er genau, dass er sich auch heute wieder selbst um seine Medikamente kümmern musste. Langsam stand er auf, sein Körper fühlte sich müde an, aber wenigstens war ihm nicht mehr schwindelig. Er ging in die Küche – und wie erwartet, war da wieder nichts vorbereitet. Keine Medizin, kein Wasser, keine Geste, dass sich sein Vater um ihn kümmerte. Lukas atmete tief durch. Er hatte keine Kraft mehr, sich darüber aufzuregen. Wenn sein Vater ihn weiter ignorieren wollte – bitte. Er nahm sich ein Glas, füllte es mit Wasser und schluckte seine Antibiotika herunter. Danach setzte er sich kurz an den Küchentisch und starrte ins Leere. Es war so ermüdend, diese Stille, dieses Desinteresse, diese Ungewissheit. Mittag – Der Vater verlässt wortlos das Haus Gegen Mittag kam sein Vater ins Wohnzimmer, zog sich an und nahm seinen Schlüssel vom Tisch. Lukas wusste, dass er jetzt die Wohnung verlassen würde. Vielleicht hätte er früher noch gefragt, wohin sein Vater geht. Vielleicht hätte er ihn gefragt, ob er etwas mit ihm machen will. Doch nicht mehr. Nicht nach all diesen Tagen. Er beobachtete ihn nur stumm. Sein Vater sah ihn nicht einmal an. Ohne ein Wort drehte er sich um und verließ die Wohnung. Die Tür fiel leise ins Schloss. Lukas ließ sich zurück in den Sessel sinken und starrte auf den Boden. Es war wie ein schlechter Film, der sich Tag für Tag wiederholte. Sein Vater ignorierte ihn einfach weiter. Kein „Wie geht’s dir?“ Kein „Brauchst du was?“ Kein „Ich bin gleich zurück.“ Gar nichts. Lukas wusste nicht, was schlimmer war – die Ignoranz oder das Wissen, dass sein Vater innerlich scheinbar selbst zerbrach, aber ihn nicht an sich heranließ.
Abend – Der erste Spaziergang nach der Krankheit Als es Abend wurde, fühlte sich Lukas das erste Mal seit Tagen fit genug, um rauszugehen. Er brauchte frische Luft. Bewegung. Abstand. Er zog sich eine Jacke über, schnappte sich sein Handy und verließ die Wohnung. Die kühle Luft tat gut. Es war ungewohnt, wieder draußen zu sein, nachdem er so lange im Bett gelegen hatte. Die Welt fühlte sich groß an, lebendig – aber irgendwie war er selbst innerlich taub. Er ließ sich treiben, lief durch die Straßen, ohne ein genaues Ziel. Doch irgendwann fand er sich vor einem „Burger King“ wieder. Er zögerte kurz, dann trat er ein. Er hatte plötzlich Hunger. Seit Tagen hatte er kaum richtig gegessen, sein Appetit war immer wieder weg gewesen. Doch jetzt? Jetzt wollte er endlich wieder etwas Vernünftiges essen. Er bestellte ein 9er Chicken Nuggets Menü mit Pommes, setzte sich an einen Fensterplatz und sah nach draußen. Als er in die erste knusprige Nugget biss, fühlte er sich das erste Mal seit Tagen wieder ein kleines bisschen normal. Hier in diesem Fast-Food-Restaurant gab es keine bedrückende Stille, keine Ignoranz, keine angespannte Atmosphäre. Nur ihn, sein Essen und ein paar andere Leute, die ihr eigenes Leben lebten. Er ließ sich Zeit, genoss den Geschmack und lehnte sich entspannt zurück. Es war der erste Moment seit Tagen, an dem er nicht an seinen Vater denken musste. Rückkehr nach Hause – Alles unverändert Nach dem Essen machte er sich auf den Heimweg. Der Spaziergang hatte gutgetan, aber als er wieder in die Nähe seines Hauses kam, spürte er wieder das gleiche beklemmende Gefühl. Was würde ihn diesmal erwarten? Er betrat die Wohnung. Es war still. Sein Vater war wieder da. Doch er sprach ihn nicht an. Lukas seufzte leise. Alles war genauso, wie er es verlassen hatte. Er zog seine Jacke aus, nahm sich eine Wasserflasche aus der Küche und ging einfach in sein Zimmer. Er hatte keine Kraft mehr, sich noch Gedanken zu machen. Es war wie immer. Der 13. Tag – Ein weiterer Tag voller Stille Lukas wachte an diesem Morgen mit dem gleichen Gefühl auf wie die letzten Tage. Schwere. Müdigkeit. Frustration. Sein Körper fühlte sich langsam wieder normal an, die Krankheit war fast vollständig abgeklungen. Aber seine innere Erschöpfung war geblieben. Er hatte gehofft, dass sich irgendetwas ändern würde. Dass sein Vater vielleicht wieder normal mit ihm sprechen würde. Dass er ihm wenigstens einen Blick zuwerfen würde, wenn er an ihm vorbeiging. Aber nichts hatte sich verändert. Morgenroutine – Die Ignoranz geht weiter Langsam stand er auf und ging in die Küche. Wie immer bereitete er sich selbst seine Medikamente vor. Wie immer war sein Vater in der Wohnung, aber tat so, als wäre er nicht da. Wie immer machte es Lukas wütend – aber noch viel mehr machte es ihn müde.
Während er sein Wasser trank, hörte er, wie sein Vater im Wohnzimmer herumging. Er konnte ihn hören. Er wusste, dass er da war. Aber er kam nicht in die Küche. Er sagte kein Wort. Nicht mal ein "Guten Morgen". Nichts. Lukas nahm einen tiefen Atemzug. Es war mittlerweile so lächerlich, dass es ihn nicht einmal mehr wütend machte. Es war einfach nur noch surreal. Mittag – Die gleiche Atmosphäre wie immer Lukas verbrachte den Großteil des Tages in seinem Zimmer. Er hatte keine Lust, nach draußen zu gehen. Was sollte er auch machen? Er wusste genau: • Wenn er ins Wohnzimmer ging, würde sein Vater da sein, aber ihn ignorieren. • Wenn er etwas fragte, würde er keine Antwort bekommen. • Wenn er irgendwo saß, würde sein Vater aufstehen und den Raum verlassen. Es war ein endloser Kreislauf. Und es änderte sich nicht. Während des Mittags hörte er, wie seine Mutter mit seinem Vater redete. Sie sprach mit ihm. Er antwortete ihr. Aber als Lukas später ins Wohnzimmer kam, verstummte sein Vater sofort. Als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Lukas tat so, als würde es ihn nicht stören. Aber es tat es. Abend – Die gleiche Stille Als es Abend wurde, überlegte Lukas, ob er nochmal rausgehen sollte. Aber wofür? Er blieb in seinem Zimmer, legte sich auf sein Bett und scrollte ziellos durch sein Handy. Draußen im Wohnzimmer lief der Fernseher. Wieder auf voller Lautstärke. Sein Vater saß da. Redete mit niemandem. Lukas hörte das dumpfe Geräusch der Stimmen aus dem Fernseher durch die Wand. Aber in dieser Familie sprach niemand mehr miteinander. Er schloss die Augen. Es war der gleiche Tag wie gestern. Und der gleiche wie vorgestern. Und er wusste nicht, wann – oder ob – sich das jemals wieder ändern würde. Der 14. Tag – Der letzte Tag der Erkältung Lukas wachte an diesem Morgen auf und fühlte sich endlich wieder gesund. Kein Kopfweh. Keine Gliederschmerzen. Keine Erschöpfung. Die Krankheit, die ihn so lange festgehalten hatte, war endlich so gut wie vorbei. Doch bevor er sich endgültig von seiner Erkältung verabschieden konnte, musste er ein letztes Mal seine Medikamente nehmen. Langsam stand er auf, ging in die Küche und holte sich ein Glas Wasser. Wie immer war nichts vorbereitet. Sein Vater war im Wohnzimmer. Und wie immer ignorierte er ihn. Lukas sagte nichts mehr dazu. Er hatte längst aufgegeben, darauf zu hoffen, dass sein Vater sich plötzlich wieder normal verhalten würde. Er nahm die letzte Tablette, trank das Wasser aus und stellte das Glas ab. Dann ging er einfach wieder zurück ins Bett.
Er wollte sich noch ein bisschen ausruhen, bevor er sich um das kümmerte, was als Nächstes anstand. Vorbereitung auf das Kanufahren Als er am frühen Nachmittag wieder wach wurde, war es endlich soweit: Er konnte sich wieder auf das Kanufahren vorbereiten. Seit Wochen hatte er sich darauf gefreut – doch dann war er krank geworden und hatte schon zwei Termine verpasst. Zweimal war er nicht dabei gewesen. Und heute wollte er auf keinen Fall noch einen verpassen. Er stand auf, zog sich bequeme Klamotten an und suchte seine Sporttasche zusammen. Während er alles zusammenpackte, wurde ihm bewusst, dass es sich gut anfühlte, endlich wieder etwas tun zu können. Etwas anderes, als nur in seinem Zimmer zu liegen und sich Gedanken über seinen Vater zu machen. Etwas, das ihm Spaß machte. Als er fertig war, atmete er tief durch und blickte auf die Uhr. Bald würde es losgehen. Bald würde er endlich wieder etwas Normalität haben. Auch wenn sein Zuhause noch immer nicht normal war. Der 14. Tag – Der späte Mittag: Unterwegs mit Haaland und ein bekanntes Essen Lukas konnte es kaum erwarten, endlich wieder rauszukommen. Nach zwei Wochen Krankheit und Stress zu Hause fühlte es sich gut an, sich auf etwas anderes konzentrieren zu können – auf das Kanufahren. Doch bevor es soweit war, entschied er sich, sich früher auf den Weg zu machen, um vorher noch etwas zu essen. Erling Haaland begleitete ihn, wie er es in den letzten Tagen oft getan hatte. Seit Lukas’ Vater ihn ignorierte, war der Fußballstar fast wie ein Bruder für ihn geworden – der Einzige, mit dem er wirklich normal reden konnte. „Lass mich raten,“ sagte Haaland grinsend, als sie durch die Straßen liefen. „Du willst wieder das gleiche Menü essen wie letztes Mal?“ Lukas lachte. „Ja, genau. 9er Nuggets mit Pommes bei BK. Es hat letztes Mal einfach perfekt gepasst.“ „Mann, du bist echt ein Gewohnheitstier,“ meinte Haaland kopfschüttelnd, aber mit einem Lächeln. Kurze Zeit später standen sie wieder vor Burger King, und Lukas bestellte genau das, was er beim letzten Mal auch hatte: • 9 Chicken Nuggets • Pommes • Eine Cola dazu Haaland bestellte sich ebenfalls etwas und setzte sich mit ihm an einen Tisch am Fenster. Während sie aßen, fühlte Lukas, wie sich seine Laune besserte. Er konnte endlich mal abschalten. Keine Ignoranz, keine angespannte Stille – nur ein gutes Essen und ein normales Gespräch. „Glaubst du, du bist fit genug für das Kanufahren?“ fragte Haaland, während er einen Pommes in Ketchup tunkte. Lukas nickte. „Ja. Ich hab zwei Wochen lang nichts machen können, aber jetzt fühle ich mich wieder gut. Ich will einfach nur raus auf’s Wasser.“ Haaland grinste. „Dann hoffe ich, dass du nicht direkt ins Wasser kippst.“ Lukas schnaubte. „Ach, und du wärst besser?“ „Ich bin ein Athlet. Natürlich wäre ich besser,“ lachte Haaland.
Lukas verdrehte die Augen, doch insgeheim war er froh, dass er sich nach all dem Stress der letzten Tage wieder normal fühlen konnte. Nachdem sie aufgegessen hatten, machten sie sich auf den Weg zum Kanufahren. Es war endlich Zeit, wieder etwas zu erleben – und nicht nur im eigenen Kopf gefangen zu sein. Der 14. Tag – Der späte Nachmittag: Die Kanufahrt beginnt Nach dem Essen fühlte sich Lukas bereit wie lange nicht mehr. Endlich konnte er wieder etwas Aktives machen, etwas, das ihn von all dem Stress zu Hause ablenken würde. Doch sie waren knapp in der Zeit. „Schnell, wir müssen rennen!“ rief Lukas, als er auf die Uhr schaute. Erling Haaland lachte. „Rennen? Mit dir? Ich kann dich notfalls auch tragen!“ „Haha, sehr witzig!“ erwiderte Lukas und zog ihn mit sich. Die beiden rannten los. Durch die Straßen, vorbei an Geschäften, über Ampeln – bis sie endlich die Stelle erreichten, an der das Kanufahren stattfand. Als sie ankamen, waren die anderen Teilnehmer bereits dabei, sich fertig zu machen. Lukas stützte sich keuchend auf seine Knie. „Wir haben’s… geschafft…!“ Ein Betreuer kam auf ihn zu. „Lukas! Schön, dass du wieder dabei bist. Wir sind gerade dabei, ins Wasser zu gehen!“ Doch dann sah er Haaland. „Und wer ist das?“ „Ein Freund,“ sagte Lukas schnell. „Kann er mitkommen?“ Der Betreuer kratzte sich am Kopf. „Eigentlich ist die Gruppe voll… aber wenn er einen kleinen Beitrag zahlt, kann er mit.“ Haaland grinste. „Wie viel?“ „10 Euro.“ „Okay, ich zahl‘ das für dich,“ sagte Haaland grinsend und zückte sein Portemonnaie. Lukas lachte. „Du bist echt ein Ehrenmann.“ Raus aufs Wasser Wenig später saßen sie beide in ihren Kanus. Die anderen Teilnehmer waren bereits losgepaddelt, und Lukas wollte sofort loslegen. Doch es gab ein Problem. Er kam nicht richtig vorwärts. Jedes Mal, wenn er paddelte, stieß er gegen irgendwas oder irgendwen. • Gegen die anderen Paddel. • Gegen die Seite des Kanus. • Manchmal sogar gegen sich selbst. „Lukas, das ist ein Kanu, kein Autoscooter!“ rief einer der Teilnehmer lachend. Haaland paddelte bereits ziemlich souverän neben ihm. „Willst du eigentlich mich oder das Wasser treffen?“ witzelte er. Lukas verzog das Gesicht. „Ich hab zwei Wochen lang nichts gemacht, okay? Lass mich erstmal reinkommen!“ Doch gerade in dem Moment verlor er die Kontrolle über sein Paddel, und es klatschte mit einem lauten Platsch! ins Wasser. Die anderen lachten. „Sauber, Lukas!“ rief der Betreuer, während er ihm half, das Paddel zurückzubekommen. Lukas seufzte. Das fing ja gut an. Doch trotz seiner Schwierigkeiten konnte er nicht anders, als zu grinsen. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte er sich wieder lebendig. Der 14. Tag – Der Abend: Die Rückreise wird komplizierter als gedacht
Nach fast zwei Stunden auf dem Wasser neigte sich die Kanufahrt langsam dem Ende zu. Die Sonne war bereits dabei, unterzugehen, und der Himmel färbte sich in einem warmen Orange-Rot, während das letzte Tageslicht auf das Wasser fiel. Lukas hatte sich mittlerweile etwas besser mit dem Paddeln zurechtgefunden, auch wenn er nicht wirklich elegant unterwegs war. Trotzdem war er froh, endlich wieder aktiv zu sein und etwas erlebt zu haben, das nichts mit seinem Zuhause und seinem Vater zu tun hatte. Doch dann passierte es. Als sie ans Ufer kamen und Lukas aus dem Kanu steigen wollte, rutschte er mit dem Fuß auf einem glitschigen Stein aus. „Whoa—!“ Mit einem lauten Platsch landete er voll im Wasser. Die anderen Teilnehmer lachten – Haaland eingeschlossen. „Glückwunsch, du hast es fast trocken ans Ufer geschafft!“ rief der Betreuer grinsend. Lukas schnaubte und zog sich, triefend nass, aus dem Wasser. „Ich hasse euch alle.“ Haaland konnte sich kaum halten vor Lachen. „Das war der perfekte Abschluss!“ „Ja, für dich vielleicht,“ murmelte Lukas, während er sich das Wasser aus den Klamotten schüttelte. Ein Problem – Keine Haltestelle in der Nähe Nachdem sich alle verabschiedet hatten, wollten Lukas und Haaland nach Hause fahren. Doch dann bemerkten sie ein Problem. Die nächstgelegene Bushaltestelle war in der Nacht nicht mehr in Betrieb. „Super,“ murmelte Lukas. „Und jetzt?“ Haaland zog sein Handy aus der Tasche und checkte die Karten-App. „Der nächste Bahnhof ist zwei Kilometer entfernt,“ sagte er schließlich. „Wir müssen laufen.“ Lukas, noch immer halb nass, verzog das Gesicht. „Zwei Kilometer? Echt jetzt?“ „Hättest du nicht ins Wasser fallen müssen, wär’s angenehmer,“ grinste Haaland. Lukas verdrehte die Augen. „Okay, dann los.“ Der lange Weg zum Bahnhof Es war spät, dunkel und still, als sie losgingen. Nur das entfernte Summen der Stadt und das Zirpen der Grillen war zu hören. „Ich kann nicht glauben, dass ich heute schon wieder peinlich gefallen bin,“ murmelte Lukas, während er in seinen nassen Schuhen lief. Haaland lachte. „Macht doch nichts. Dafür hast du wenigstens eine Story zu erzählen.“ Sie gingen eine Weile schweigend nebeneinander her. Der Weg zog sich, aber irgendwie fühlte es sich nicht unangenehm an. Nach etwa 25 Minuten sahen sie endlich die Lichter des Bahnhofs. „Da ist er!“ sagte Lukas erleichtert. Die Zugfahrt nach Hause Als sie den Bahnhof erreichten, hatten sie Glück – ein Zug in Richtung Stadt kam in zehn Minuten. Sie setzten sich auf eine Bank und warteten. Lukas zog seine Kapuze über den Kopf, um nicht mehr so nass auszusehen. „Wenn ich nach Hause komme, geh ich direkt duschen,“ murmelte er. Haaland nickte. „Und dann legst du dich schlafen und träumst von deiner großartigen Kanufahrtechnik.“ Lukas schnaubte. „Halt die Klappe.“ Als der Zug einfuhr, stiegen sie ein, suchten sich Plätze und fuhren endlich nach Hause.
Es war ein langer Tag gewesen – aber ein Tag, an dem Lukas endlich wieder das Gefühl hatte, am Leben zu sein. Der 15. Tag – Ein neuer Rhythmus nach der Krankheit Nachdem Lukas am Abend zuvor klatschnass und erschöpft nach Hause gekommen war, hatte er sich direkt unter die heiße Dusche gestellt und war dann ins Bett gefallen. Die letzten Tage waren voller Höhen und Tiefen gewesen – doch jetzt war er endlich wieder gesund und konnte sich wieder auf seinen Alltag konzentrieren. Heute hatte er ein wichtiges Treffen: Sein Assistent wollte sich mit ihm treffen, um nach seiner Krankheit wieder Struktur in den Tag zu bringen. Seit zwei Wochen hatte Lukas keine Termine mehr wahrgenommen, und nun war es an der Zeit, wieder aktiv zu werden. Mittag – Der 3-Brücken-Lauf mit dem Assistenten Am frühen Mittag traf sich Lukas mit seinem Assistenten am vereinbarten Treffpunkt in der Stadt. „Lukas! Schön, dich wieder draußen zu sehen,“ begrüßte ihn der Assistent mit einem freundlichen Lächeln. „Ja, Mann… ich hab echt lang genug rumgelegen,“ sagte Lukas grinsend. „Ich brauch Bewegung.“ „Perfekt,“ antwortete der Assistent. „Dann machen wir heute den 3-Brücken-Lauf.“ Lukas nickte. Er mochte diese Strecke – drei große Brücken, die über den Fluss führten, eine lange, aber schöne Route durch die Stadt. Sie starteten entspannt, liefen über die erste Brücke und genossen die kühle Luft. Lukas spürte, dass er noch nicht ganz auf seinem alten Fitness-Level war, aber das störte ihn nicht. Es fühlte sich gut an, sich zu bewegen. Auf der zweiten Brücke merkte er, dass seine Beine schwerer wurden, aber sein Assistent motivierte ihn. „Du hast zwei Wochen flachgelegen, das ist normal. Aber du hältst super durch!“ Lukas grinste. „Ich will einfach nur mal wieder was tun, das mir gut tut.“ Als sie schließlich die dritte und letzte Brücke überquerten, ließ sich Lukas auf eine Bank fallen und atmete tief durch. Geschafft. „Gut gemacht,“ sagte sein Assistent und setzte sich neben ihn. „Du bist auf einem guten Weg.“ Lukas nickte. Ja, das fühlte sich endlich wieder nach Normalität an. Abend – Besuch in der VHS Nachdem Lukas den Nachmittag ruhig verbracht hatte, entschied er sich am Abend, noch zur Volkshochschule (VHS) zu gehen. Das neue Programmheft war draußen, und er wollte sich anschauen, welche Kurse in der nächsten Zeit angeboten wurden. Er betrat das Gebäude, sah sich kurz um und nahm sich ein Heft vom Tresen. „Ah, Lukas!“ rief ihn eine Mitarbeiterin aus der VHS-Verwaltung freundlich. „Schön, dich mal wieder hier zu sehen.“ „Ja, ich wollte mir das neue Programm anschauen,“ antwortete Lukas und blätterte direkt neugierig durch die Seiten. Es gab einige interessante Angebote, aber er wollte sich später in Ruhe entscheiden. Nach einem kurzen Gespräch verabschiedete er sich und machte sich auf den Heimweg. Es war ein guter Tag gewesen – ein Tag, an dem er wieder ein Stück zurück in sein normales Leben gefunden hatte. Der 16. Tag – Ein weiterer Tag der Stille Nach dem gestrigen produktiven Tag fühlte sich Lukas heute ausgelaugt. Der 3-BrückenLauf hatte ihn mehr angestrengt, als er gedacht hatte, und auch wenn es sich gut angefühlt
hatte, wieder aktiv zu sein, merkte er, dass sein Körper sich noch nicht ganz an den normalen Rhythmus gewöhnt hatte. Also entschied er sich, heute einfach mal zu Hause zu bleiben. Kein Sport. Kein Rausgehen. Einfach nur Ruhe. Er ließ den Morgen langsam angehen, frühstückte in Ruhe und scrollte durch sein Handy. Der Fernseher war aus. Die Wohnung war leise. Seine Mutter war unterwegs, und sein Vater war in der Wohnung. Lukas hatte eigentlich nicht vorgehabt, mit ihm zu reden – was hätte er auch sagen sollen? Doch dann passierte es. Der Vater merkt, dass Lukas zu Hause bleibt Lukas saß am frühen Mittag in seinem Zimmer, als er hörte, wie sein Vater aus dem Wohnzimmer kam. Sein Vater ging in die Küche, machte sich etwas zu trinken – und dann wurde es still. Dann hörte Lukas, wie sein Vater in den Flur trat. Für einen Moment hielt Lukas den Atem an. Würde er jetzt vielleicht was sagen? Doch sein Vater sagte kein einziges Wort. Er merkte nur, dass Lukas zu Hause war. Und dann? Dann hörte Lukas den Schlüsselbund seines Vaters klirren. Ein paar Sekunden später: Die Tür öffnete sich. Und dann fiel sie ins Schloss. Sein Vater war einfach wortlos gegangen. Wieder. Lukas starrte an die Decke seines Zimmers. Er hatte gewusst, dass sein Vater ihn weiterhin ignorieren würde. Aber dass er einfach die Wohnung verließ, nur weil er merkte, dass Lukas da war? Das tat weh. Lukas nahm sich seine Kopfhörer und setzte sie auf. Er wollte nichts mehr hören. Er wollte nicht nachdenken. Er wollte nur vergessen, dass sein eigener Vater nicht mehr mit ihm leben wollte. Der 17. Tag – Ein besonderer Tag: Stadionbesuch bei Mainz 05 Heute war ein großer Tag für Lukas – endlich wieder ein Stadionbesuch bei Mainz 05! Nach all den schwierigen Wochen, der Krankheit und der angespannten Situation mit seinem Vater, war es genau das, was er brauchte: Ein Spiel, eine großartige Atmosphäre und Zeit mit Menschen, die ihm guttaten. Mit dabei waren: • Seine Tante • Ihr Sohn • Die Freundin seiner Tante • Seine Mutter • Und natürlich Erling Haaland, der sich das Spiel live anschauen wollte. Aber um sicherzugehen, dass sie einen guten Platz bekamen, mussten sie zwei Stunden vorher da sein. Der Grund? Eine Nazi-Oma, die immer Lukas’ Platz beanspruchte, obwohl er ihn aus gesundheitlichen Gründen brauchte. Lukas hatte Gleichgewichtsprobleme und benötigte einen bestimmten Platz, aber diese ältere Frau ignorierte das jedes Mal und setzte sich einfach hin, als hätte sie ein Recht darauf. Und heute?
War es wieder genauso. Die Ankunft im Stadion – Warten auf den Platz Die Gruppe kam früh am Stadion an, um sicherzugehen, dass sie den richtigen Platz bekamen. Doch die Nazi-Oma war schon da. Sie saß seelenruhig auf Lukas‘ Platz, als hätte sie dort einen persönlichen Anspruch. Lukas spürte sofort, wie sein Magen sich zusammenzog. Nicht schon wieder. Sein Cousin, der Sohn seiner Tante, sah die Szene und wurde sofort wütend. Mit ironischer Stimme rief er laut in die Runde: „Ja, Mensch! Gut, dass wir hier so früh da sind! Ist ja wirklich überfüllt!“ Dann drehte er sich zu Lukas und fügte sarkastisch hinzu: „Danke für das lange Warten. Hat sich ja gelohnt, oder?“ Lukas biss die Zähne zusammen. Er hasste solche Situationen. Er wollte einfach nur das Spiel genießen, doch stattdessen musste er sich mit solchen Dingen herumschlagen. Was nun? Während die Minuten verstrichen, wurde die Situation unangenehm. Die Nazi-Oma blieb stur auf ihrem Platz sitzen, während Lukas und die Gruppe genervt darauf warteten, dass jemand vom Stadionpersonal das Problem löste. Würde sie dieses Mal endlich weichen müssen? Oder würde Lukas schon wieder benachteiligt werden, weil manche Menschen sich einfach über alles hinwegsetzten? Der Tag hatte eigentlich so gut angefangen… aber nun lag Spannung in der Luft. Der 17. Tag – Das Spiel beginnt, doch das Ergebnis ist enttäuschend Nach einer langen und unnötig komplizierten Wartezeit konnte Lukas endlich auf seinen Platz. Die Nazi-Oma hatte zwar lange diskutiert, aber das Stadionpersonal hatte schließlich eingegriffen und sie zum Umsetzen bewegt. Lukas war erleichtert, doch der Ärger saß noch tief. Aber jetzt konnte er sich auf das Spiel konzentrieren. Mainz 05 spielte am ersten Spieltag der Saison. Die Fans waren laut, die Stimmung war elektrisierend, und Lukas spürte endlich wieder diese Euphorie, die er am Fußball so liebte. Neben ihm saß Erling Haaland, der sich mit großem Interesse das Spiel anschaute. „Nicht schlecht, die Atmosphäre hier,“ sagte er anerkennend. Lukas grinste. „Ja, Mainz hat die besten Fans!“ Das Spiel begann vielversprechend, Mainz hatte in den ersten Minuten einige gute Chancen. Doch dann… wurde es frustrierend. Torchancen wurden vergeben, Fehlpässe häuften sich, und das Spiel kippte immer wieder in beide Richtungen. In der 70. Minute gelang Mainz schließlich ein 1:0-Treffer, und das Stadion explodierte vor Freude. Lukas sprang auf, riss die Arme in die Luft und jubelte lauthals. Doch kaum zehn Minuten später fiel der Ausgleich. 1:1. „Verdammt,“ murmelte Lukas. In den letzten Minuten drückte Mainz noch einmal, doch es reichte nicht mehr für ein weiteres Tor. Schlusspfiff. 1:1 – nur ein Unentschieden am ersten Spieltag.
„Naja, immerhin nicht verloren,“ meinte sein Cousin mit einem Schulterzucken. Lukas seufzte. „Ja… aber es fühlt sich trotzdem nicht gut an.“ Haaland grinste. „Gewöhnt euch nicht ans Unentschieden. Ich kenn das Gefühl.“ Lukas lachte. Trotz des enttäuschenden Ergebnisses war es schön gewesen, wieder im Stadion zu sein. Nach dem Spiel – Gemeinsames Essen Nach dem Spiel beschlossen sie, noch etwas essen zu gehen. „Ich hab Hunger,“ sagte Lukas’ Mutter. „Lasst uns in ein Restaurant gehen.“ Sie fanden ein nettes Lokal in der Nähe des Stadions, wo sie sich an einen großen Tisch setzten. Lukas bestellte sich Schnitzel mit Pommes, während Haaland sich für eine große Portion Pasta entschied. Während des Essens war die Stimmung gemischt – das Spiel hatte einige enttäuscht, aber andererseits war es nur der erste Spieltag. „Hoffentlich wird die Saison besser,“ sagte Lukas nachdenklich. „Ich denke schon,“ meinte sein Cousin. „Aber wir müssen effektiver werden.“ „Und du?“ fragte Lukas an Haaland gewandt. „Wie fandest du das Spiel?“ Haaland grinste. „Gute Fans. Gute Energie. Aber Mainz hätte gewinnen müssen.“ „Sag das mal der Mannschaft,“ lachte Lukas. Nachdem sie alle gegessen hatten, verabschiedeten sie sich voneinander und machten sich auf den Heimweg. Zuhause – Die gleiche Ignoranz vom Vater Als Lukas nach Hause kam, war es wie immer. Sein Vater war da – aber er sprach nicht mit ihm. Er saß einfach auf dem Sofa, den Fernseher an, aber kein einziges Wort. Lukas seufzte. Er hatte gehofft, dass sein Vater vielleicht fragt, wie das Spiel war… oder irgendetwas sagt. Aber nichts. Es war, als wäre er gar nicht da. Lukas sagte nichts mehr. Er hatte keine Kraft mehr, gegen diese Mauer des Schweigens anzukämpfen. Er zog sich um, legte sich ins Bett und dachte noch einmal an das Spiel. Es war nicht perfekt gewesen, aber es hatte sich gut angefühlt, wieder ein Stück Normalität zu erleben. Auch wenn sein Zuhause sich immer noch nicht normal anfühlte. Der 18. Tag – Ein weiterer Tag voller Stille Nach dem langen Tag gestern, der ganzen Aufregung im Stadion und dem späten Abendessen, fühlte sich Lukas ausgelaugt. Er hatte keine Energie, um früh aufzustehen, und blieb deshalb den ganzen Vormittag über im Bett. Er wachte zwischendurch kurz auf, drehte sich aber einfach wieder um und schlief weiter. Es gab keinen Grund, aufzustehen. Was sollte er auch tun? Sein Leben bestand gerade aus einem einzigen Muster: • Rausgehen, um sich abzulenken. • Nach Hause kommen und von seinem Vater ignoriert werden. • Schlafen, um die Stille zu vergessen. Mittag – Wieder kein Wort vom Vater Als Lukas gegen 13 Uhr endlich aufstand, war die Wohnung ungewohnt still.
Seine Mutter war vermutlich unterwegs, aber sein Vater war noch da. Lukas hörte ihn im Wohnzimmer. Er hätte einfach nur einen Satz sagen müssen. Ein einziges Wort. „Guten Morgen.“ Oder: „Wie geht’s dir?“ Oder wenigstens: „Hast du gut geschlafen?“ Aber nein. Nichts. Lukas stand kurz in der Küchentür und beobachtete, wie sein Vater auf den Fernseher starrte. Er wusste, dass sein Vater ihn bemerkt hatte. Aber er tat so, als wäre Lukas Luft. Lukas’ Magen zog sich zusammen. Es war immer noch genauso schlimm wie am ersten Tag. Er sagte nichts, nahm sich nur still ein Glas Wasser, trank es aus und ging wieder in sein Zimmer. Es machte keinen Unterschied. Sein Vater würde ihn sowieso nicht beachten. Also blieb er den restlichen Tag einfach im Bett. Denn was blieb ihm sonst übrig? Der 19. Tag – Ein Hoffnungsschimmer? Lukas wachte an diesem Morgen mit einem ungewohnten Gefühl auf. Die letzten Tage hatten sich alle gleich angefühlt – Ignoranz, Stille, Einsamkeit. Doch heute sollte es anders werden. Heute würde er mit Haaland und seinem Vater nach Wiesbaden fahren, um einkaufen zu gehen. Er war skeptisch, ob sein Vater wirklich mitkommen würde, aber seine Mutter hatte es ihm am Abend zuvor gesagt: „Er hat zugestimmt, mit euch zu gehen.“ Lukas hatte es kaum glauben können. Würde sein Vater nach fast drei Wochen endlich wieder mit ihm sprechen? Die Fahrt nach Wiesbaden – Immer noch Stille? Als sie zu dritt ins Auto stiegen, spürte Lukas die angespannte Atmosphäre. Haaland saß vorne auf dem Beifahrersitz, während Lukas hinten neben den Einkaufstaschen saß. Sein Vater fuhr – und sprach nicht. Die ersten zwanzig Minuten der Fahrt waren wie immer: • Sein Vater sagte nichts. • Lukas wagte nicht, etwas zu sagen. • Haaland war der Einzige, der zwischendurch ein paar Bemerkungen machte. „Wiesbaden ist ne schöne Stadt, oder?“ versuchte er, das Gespräch in Gang zu bringen. Doch Lukas‘ Vater antwortete nicht. Lukas senkte den Blick. Es würde also wieder genauso laufen wie immer. Die erste Worte – Ein Durchbruch? Als sie in Wiesbaden ankamen und durch die Stadt liefen, wurde die Spannung fast unerträglich. Doch dann – zum ersten Mal seit drei Wochen – sprach sein Vater. „Wohin wollt ihr zuerst?“ Lukas blieb wie angewurzelt stehen. Haaland drehte sich überrascht zu ihm um. Hatte er das gerade wirklich gehört?
Sein Vater hatte geredet. Es war nur ein Satz – aber nach Wochen der absoluten Stille war es wie ein Donnerschlag. Lukas‘ Herz pochte. Er wusste nicht, was er antworten sollte. Sollte er einfach so tun, als wäre nie etwas gewesen? Nach kurzem Zögern sagte er leise: „Ich wollte erst in die Sportabteilung…“ Sein Vater nickte nur. Kein weiteres Wort. Aber es war ein Anfang. Der Einkauf – Langsam taut er auf Während sie die ersten Läden durchstöberten, blieb die Situation ungewohnt ruhig. Doch immer wieder merkte Lukas, dass sein Vater auf kleine Dinge reagierte. • Als Lukas ihn fragte, ob sie später noch in einen Elektronikladen gehen konnten, antwortete er mit einem knappen „Ja“. • Als Haaland einen neuen Fußball anschaute und witzelte, dass Lukas sich lieber einen für Anfänger kaufen sollte, schmunzelte sein Vater kurz. Es war nicht viel. Aber es war mehr als in den letzten drei Wochen. Lukas wusste noch nicht, ob das Schweigen wirklich gebrochen war – oder ob es nur ein einmaliger Moment war. Aber in diesem Moment, in den Straßen von Wiesbaden, während sie Taschen voller Einkäufe in der Hand hielten, fühlte sich etwas anders an. Vielleicht – nur vielleicht – war das der Anfang von etwas. Der 19. Tag – Der Abend: Zurück in die Stille Nach einem langen Nachmittag in Wiesbaden waren sie endlich wieder zu Hause angekommen. Lukas hatte sich insgeheim Hoffnung gemacht, dass sein Vater nach dem heutigen Tag vielleicht wieder mit ihm sprechen würde. Doch er hatte sich geirrt. Kaum waren sie zurück in der Wohnung, war alles wieder wie vorher. Sein Vater sagte kein einziges Wort. Nicht mal ein „Das war ein guter Tag“, nicht mal ein „Danke fürs Mitkommen“ – nichts. Er setzte sich einfach auf die Couch, starrte in den Fernseher und tat so, als wäre Lukas gar nicht da. Lukas hatte es satt. Er konnte das nicht mehr ignorieren. „Papa?“ sagte er schließlich. Keine Reaktion. „Papa, was hast du heute eigentlich gemacht?“ fragte er diesmal direkter. Sein Vater atmete hörbar ein. Dann, zum ersten Mal seit sie zurück waren, drehte er sich zu Lukas um. Sein Gesicht war ausdruckslos. Doch dann kamen die Worte. „Du willst wissen, was ich gemacht habe?“ Seine Stimme war ruhig, aber eiskalt. Lukas schluckte. Irgendetwas stimmte nicht. „Ich hab drüber nachgedacht… darüber, dass du ja gar nichts gemacht hast, als du dein Handy abgeholt hast.“ Lukas blinzelte. Was? „Du hast nie was gemacht. Du machst nie was.“ Sein Herz setzte für einen Moment aus. Wo kam das jetzt her? „Du kannst ja nichts dafür.“ „Ist halt so.“
Dann stand sein Vater auf. Ging zur Tür. Und sagte, ohne sich noch einmal umzudrehen: „Ich geh raus.“ Dann fiel die Tür ins Schloss. Lukas stand einfach nur da. Er spürte, wie sich sein Magen zusammenzog. Sein Vater hatte ihn nicht nur ignoriert – er hatte ihm ins Gesicht gesagt, dass er nichts tun würde. Als wäre er wertlos. Sein Kopf war leer. Sein Herz schwer. Und die einzige Frage, die ihm blieb, war: Warum hasste sein Vater ihn so sehr? Der 20. Tag – Ein Gespräch beim Psychiater Lukas wachte mit einem Kloß im Hals auf. Der gestrige Abend hing ihm noch immer nach. Sein Vater hatte ihn zum ersten Mal direkt angesprochen, aber anstatt irgendetwas Positives zu sagen, hatte er nur kalt und abwertend über ihn gesprochen. „Du machst nie was.“ Diese Worte hallten in seinem Kopf nach. Heute hatte er einen Termin bei seinem Psychiater, und zum ersten Mal seit Langem wollte er wirklich über etwas reden. Der Termin – Alles rauslassen Als Lukas die Praxis betrat, saß er für einige Minuten still im Wartezimmer. Er wusste nicht genau, wie er es sagen sollte. Als er schließlich ins Sprechzimmer gerufen wurde, setzte er sich und schaute seinen Psychiater unsicher an. „Lukas, schön dich zu sehen. Wie geht’s dir?“ fragte der Psychiater ruhig. Lukas schnaubte. „Nicht gut.“ „Was ist passiert?“ Lukas atmete tief durch. Dann erzählte er. Er sprach über die letzten Wochen der Stille. Über die Ignoranz seines Vaters. Über das, was gestern Abend passiert war. Und schließlich sagte er den Satz, der ihm am meisten wehtat: „Ich weiß nicht mal, was ich gemacht habe.“ Sein Psychiater nickte langsam. „Du hast also das Gefühl, dass dein Vater dich ablehnt, aber du verstehst nicht, warum?“ Lukas nickte. „Ja. Ich habe keine Ahnung. Ich hab nichts falsch gemacht… oder?“ Der Psychiater legte die Hände zusammen. „Das klingt, als würde dein Vater mit etwas kämpfen, das gar nichts mit dir zu tun hat.“ Lukas blinzelte. „Aber warum ignoriert er dann mich? Warum ist er nur bei mir so?“ Der Psychiater überlegte. „Manchmal sind Menschen überfordert oder verletzt, und sie lassen es an den Menschen aus, die ihnen am nächsten stehen. Es muss nicht einmal eine bewusste Entscheidung sein – vielleicht weiß dein Vater selbst nicht, warum er so handelt.“ Lukas sah auf den Boden. „Also gibt es keine Lösung?“ „Ich denke, du kannst nur zwei Dinge tun: Erstens, darüber reden – wenn dein Vater irgendwann bereit ist, zu sprechen. Und zweitens, dich selbst schützen. Du darfst dir nicht die Schuld für etwas geben, das du nicht verstehst.“ Lukas schwieg.
Es fühlte sich nicht wie eine Lösung an. Aber wenigstens hatte er es ausgesprochen. Noch ein kurzer Einkauf Nach dem Termin fühlte sich Lukas schwer, aber gleichzeitig erleichtert. Er hatte noch ein bisschen Zeit, bevor er nach Hause wollte, also entschied er sich, noch kurz in einen Supermarkt zu gehen. Er wollte sich einfach ablenken. Er kaufte ein paar Snacks, eine Flasche Eistee und ein bisschen Obst. Nichts Besonderes, aber es gab ihm das Gefühl, dass er wenigstens ein kleines bisschen Kontrolle über seinen Tag hatte. Nachdem er bezahlt hatte, machte er sich auf den Heimweg. Zurück nach Hause – Alles wie immer Als Lukas durch die Tür trat, wusste er sofort, dass sich nichts verändert hatte. Sein Vater war zu Hause. Aber er sprach nicht mit ihm. Er tat so, als wäre Lukas gar nicht da. Lukas atmete tief durch, ging direkt in sein Zimmer und legte sich auf sein Bett. Er wusste nicht, wann – oder ob – das jemals besser werden würde. Der 21. Tag – Einladung nach Finthen und eine unangenehme Wahrheit Der nächste Tag begann für Lukas wie alle anderen in letzter Zeit – mit einer seltsamen Mischung aus Hoffnungslosigkeit und Frustration. Sein Vater sprach immer noch nicht mit ihm. Doch heute stand etwas anderes an: Die Hausärztin der Familie hatte Lukas, seine Eltern, Haaland und eine enge Freundin der Familie nach Finthen eingeladen. Es sollte ein entspannter Nachmittag werden – einfach mal rauskommen, etwas anderes sehen. Doch es gab ein Problem. Die Autofrage – Eine erneute Demütigung Als sie sich für die Fahrt nach Finthen bereit machten, stellte sich schnell die Frage, wer in welchem Auto mitfahren würde. Lukas war es gewohnt, mit seinen Eltern zu fahren, wenn es um solche Familienausflüge ging. Doch heute war es anders. Denn als die Freundin der Familie sagte: „Lukas, du fährst doch mit deinen Eltern, oder?“ Blieb sein Vater eiskalt. Ohne ihn auch nur anzusehen, sagte er knapp: „Nein. Er fährt nicht mit mir.“ Stille. Lukas‘ Herz rutschte in die Hose. Er spürte, wie alle anderen plötzlich verlegen wurden. Seine Mutter sah ihn besorgt an. Die Freundin der Familie zog verwirrt die Augenbrauen hoch. Und Haaland… sah einfach nur wütend aus. „Warte… was?“ fragte die Freundin fassungslos. „Ich will ihn nicht in meinem Auto haben,“ wiederholte sein Vater, ohne jede Emotion. Es war nicht einmal ein Streit. Nicht einmal ein Grund. Einfach nur pure Ablehnung. Lukas konnte nichts sagen.
Er wusste, dass sein Vater ihn ignorierte. Aber das? Das war etwas anderes. „Dann fährt er mit mir,“ sagte die Freundin entschieden und nahm Lukas‘ Tasche. „Komm, Lukas. Wir gehen.“ Lukas schluckte schwer. Er hatte keine Wahl. Sein Vater wollte ihn nicht. Also stieg er in das andere Auto. Schweigend. Der 21. Tag – Der unangenehme Mittag in Finthen Die Fahrt nach Finthen verlief für Lukas in bedrückendem Schweigen. Die Freundin der Familie, die ihn mitgenommen hatte, versuchte, die Stimmung aufzulockern, doch Lukas war zu sehr in seinen Gedanken gefangen. Sein Vater hatte ihn nicht in seinem Auto haben wollen. Er hätte erwartet, dass es wehtun würde – aber es tat noch viel mehr als das. Es war wie ein direkter Schlag ins Gesicht. Als sie endlich in Finthen ankamen, wartete die Hausärztin bereits vor der Tür. Sie war eine freundliche Frau, die Lukas schon lange kannte, und sie empfing alle mit einem herzlichen Lächeln. „Schön, dass ihr alle da seid!“ Sie begrüßte jeden mit einer warmen Umarmung – sogar Haaland, der sich als Gast eher im Hintergrund hielt. Doch bei Lukas‘ Vater war sie kurz irritiert. Er wirkte distanziert, kalt. Lukas merkte sofort, dass sie es bemerkte. Das Essen – Ein erneutes Zeichen der Ignoranz Drinnen setzten sich alle an den großen Tisch. Es gab leckeres Essen, die Hausärztin hatte sich viel Mühe gegeben. Doch für Lukas war die Atmosphäre vergiftet. Weil er wusste, was gleich passieren würde. Als die Gläser zum Anstoßen erhoben wurden, wusste er es genau. Sein Vater würde wieder nicht mit ihm anstoßen. Und genau so kam es. • Alle hoben ihre Gläser. • Alle stießen miteinander an. • Nur sein Vater ignorierte ihn wieder komplett. Lukas presste die Lippen zusammen. Warum tat er das? Warum vor allen Leuten? Doch dieses Mal konnte die Freundin der Familie es nicht mehr ignorieren. „Was ist hier eigentlich los?“ fragte sie plötzlich laut. Die Unterhaltung am Tisch verstummte. Alle schauten zu Lukas‘ Vater. Doch der stand einfach auf – ohne ein Wort zu sagen – und verließ den Raum. Lukas fühlte sich wie in einem schlechten Film. Die Frage, die Lukas nicht beantworten konnte Die Freundin der Familie atmete tief durch, bevor sie sich direkt zu Lukas drehte. „Lukas… sag mir bitte, was du gemacht hast.“ Alle Augen waren auf ihn gerichtet. Lukas‘ Kehle fühlte sich trocken an. Er wusste es nicht. Er wusste es einfach nicht. Langsam schüttelte er den Kopf.
„Ich weiß es nicht…“ Die Freundin der Familie sah ihn einen Moment lang an. Dann sagte sie etwas, das ihn völlig aus der Bahn warf: „Sowas darf man nicht sagen, Lukas. Sowas glaubt man nicht – auch wenn es so ist.“ „Aber ich weiß es wirklich nicht,“ flüsterte er. Doch sie legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Ich glaube dir. Und deine Mutter glaubt dir auch.“ Lukas wusste nicht, ob das ein Trost oder eine Bestätigung seines schlimmsten Alptraums war. Denn wenn er wirklich nichts gemacht hatte… Warum behandelte sein Vater ihn dann so? Der 21. Tag – Der späte Nachmittag: Die letzte Kanufahrt und ein erneuter Schlag vom Vater Nach dem unangenehmen Mittagessen in Finthen hatte Lukas gehofft, dass sich die Stimmung etwas bessern würde. Doch das Schweigen seines Vaters war erdrückend. Und es wurde noch schlimmer. Am späten Nachmittag musste Lukas zur letzten Kanufahrt, die er nach seiner Krankheit wieder aufnehmen wollte. Seine Mutter wusste, dass er vorher noch etwas essen musste, bevor er sich auf den langen und anstrengenden Sport einließ. Also verlangte sie von seinem Vater: „Bring Lukas bitte zur Kanufahrt. Er muss vorher noch was essen.“ Lukas‘ Herz pochte. Würde sein Vater es tun? Oder würde er ihn wieder ignorieren? Die Antwort kam schnell. Sein Vater schaute nicht einmal auf. „Nein.“ Ein einziges Wort. Kalt. Abweisend. Er wollte ihn nicht einmal zum Essen fahren. Nicht einmal das war ihm wichtig. Lukas spürte, wie ihm schlecht wurde. Seine Mutter funkelte seinen Vater wütend an. „Du kannst nicht einfach ‚Nein‘ sagen! Er muss etwas essen, bevor er Sport macht!“ Doch sein Vater blieb stur. „Ich fahre ihn nicht.“ Lukas konnte nicht mehr. „Schon gut.“ Seine Stimme war leise. „Ich fahr mit Erling.“ Haaland, der die ganze Zeit zugehört hatte, war sichtlich genervt. „Dann fahr ich ihn eben. Kein Problem.“ Lukas nahm seine Tasche, drehte sich um und verließ das Haus. Ohne sich noch einmal umzudrehen. Ein Essen ohne den Vater – Aber mit jemandem, der da war Zusammen mit Haaland setzte sich Lukas in ein Restaurant in der Nähe. „Was willst du essen?“ fragte der Fußballstar. Lukas schüttelte den Kopf. Er hatte keinen Hunger mehr. „Lukas, komm schon. Du brauchst was im Magen, bevor du paddeln gehst.“ Lukas atmete tief durch. Er hatte keine Lust auf Essen – aber er wusste, dass Haaland Recht hatte. „Nuggets mit Pommes,“ sagte er schließlich. Haaland grinste. „Du bist echt ein Gewohnheitstier.“
Sie bestellten und aßen, und für eine Weile versuchte Lukas, nicht an seinen Vater zu denken. Doch es war schwer. Er konnte nicht verstehen, warum sein Vater ihn so behandelte. Er wusste nur eines: Egal, was passiert – Haaland war für ihn da. Und das war im Moment das Einzige, was zählte. Der 21. Tag – Der Abend: Die letzte Kanufahrt und ein besonderer Moment Nachdem Lukas und Erling Haaland endlich etwas gegessen hatten, machten sie sich auf den Weg zur letzten Kanufahrt. Dieses Mal war Lukas bereit. Er wollte sich nicht mehr von der Wut auf seinen Vater runterziehen lassen. Heute ging es nur ums Wasser, ums Paddeln, ums Erleben. Als sie ankamen, war die Gruppe bereits versammelt, und der Betreuer begrüßte Lukas mit einem Lächeln. „Schön, dass du wieder dabei bist!“ Lukas nickte. „Ja, ich will es diesmal richtig machen.“ Eine längere Fahrt – Mehr Erfahrung, mehr Selbstvertrauen Dieses Mal war die Tour länger als sonst. Statt nur eine kleine Strecke zu fahren, paddelten sie entlang des Flusses viel weiter als die letzten Male. Und Lukas? Er kam endlich besser zurecht. • Er stieß nicht mehr so oft gegen andere Paddel. • Er hatte mehr Kontrolle über sein Kanu. • Er fühlte sich sicherer auf dem Wasser. Haaland, der sich inzwischen wie selbstverständlich in der Gruppe bewegte, grinste ihn an. „Na, heute nicht mehr so wackelig?“ Lukas lachte. „Sag nichts! Ich will's nicht verschreien!“ Der Betreuer beobachtete ihn und nickte anerkennend. „Du hast dich echt verbessert. Du wirst immer sicherer.“ Lukas spürte, wie Stolz in ihm aufstieg. Zum ersten Mal seit Tagen hatte er das Gefühl, wirklich etwas gut zu machen. Die letzte Herausforderung: Gegen die Strömung paddeln Am Ende der Strecke gab es noch eine letzte Prüfung: Alle mussten gegen die Strömung zurückfahren. Das Wasser war stärker als zuvor, die Wellen leicht unruhig. Lukas spürte die Anstrengung sofort. „Das ist hart,“ murmelte er und versuchte, sich mit aller Kraft vorwärtszukämpfen. Haaland paddelte neben ihm. „Dranbleiben, Lukas! Du packst das!“ Die Gruppe arbeitete sich Stück für Stück gegen die Strömung voran. Es war ein Kampf – aber keiner, der unmöglich war. Und schließlich… Schaffte Lukas es. Erleichtert atmete er durch, als er endlich wieder an der Startposition ankam. Ein perfektes Ende: Der Sonnenuntergang über dem Fluss Zum Abschluss der Fahrt hatten alle die Möglichkeit, vom Boot aus ein Bild vom Sonnenuntergang zu machen.
Die Sonne stand tief am Himmel, warf goldene und rote Lichtstrahlen über das Wasser. Lukas zog sein Handy aus der wasserdichten Tasche und machte ein Bild. Es war ein perfekter Moment. Ruhe. Schönheit. Freiheit. Er spürte, wie sich eine tiefe Zufriedenheit in ihm ausbreitete. Egal, was zu Hause war – hier war er glücklich. Die Einladung für die Zukunft Nach der Kanufahrt gab es noch eine kleine Feier für die Gruppe. Doch für Lukas war das keine Option. Wegen seiner Epilepsie musste er früh schlafen gehen. Bevor er sich verabschiedete, trat der Betreuer nochmal zu ihm. „Lukas, du hast heute richtig gute Fortschritte gemacht.“ Lukas lächelte müde. „Danke. Es hat echt Spaß gemacht.“ „Du solltest dich anmelden. Ich bin mir sicher, dass du das lernen wirst. Ich vertraue darauf, dass du es kannst.“** Lukas war kurz überrascht. Jemand glaubte an ihn. Jemand sah, dass er etwas gut konnte. Er nickte. „Ich denke drüber nach.“ Mit einem letzten Blick auf den Fluss drehte er sich um und ging. Heute hatte er etwas gelernt: Manchmal findet man das, was einem guttut – auch wenn das eigene Zuhause kein sicherer Ort ist. Der 21. Tag – Die Heimreise wird zum Abenteuer Nach der erfolgreichen Kanufahrt und dem schönen Moment beim Sonnenuntergang machte sich Lukas auf den Heimweg. Er fühlte sich müde, aber gleichzeitig auch zufrieden. Es war einer der wenigen Tage gewesen, an denen er sich gut gefühlt hatte – unabhängig davon, was bei ihm zu Hause passierte. Doch dann kam die erste Schwierigkeit. Der Zug fällt aus – Ein Umweg muss her Lukas checkte auf dem Handy seine Bahn-App, um zu sehen, wann sein Zug fuhr. „Zug fällt aus.“ Lukas blinzelte. „Was?“ Er aktualisierte die App – aber das Ergebnis blieb das gleiche. Sein Zug nach Hause war gestrichen. „Na toll…“ murmelte er genervt. Es war spät, und er wollte nur nach Hause. Doch jetzt musste er sich eine Alternative suchen. Er schaute in die App und sah, dass es eine Buslinie gab, die zum Hauptbahnhof fuhr. Von dort konnte er dann die S-Bahn nach Hause nehmen. „Okay, das geht.“ Also lief er zur Bushaltestelle und wartete auf den nächsten Bus. Ein dummer Fehler – Falsche Richtung Als der Bus kam, stieg Lukas entschlossen ein. Er setzte sich an ein Fenster und scrollte auf seinem Handy, um sich abzulenken. Doch nach etwa zehn Minuten Fahrt merkte er, dass etwas nicht stimmte. Er sah aus dem Fenster – und erkannte nichts.
„Moment… das ist doch nicht die Richtung zum Hauptbahnhof?“ Plötzlich wurde ihm klar: Er war in die falsche Richtung gefahren. „Ach, verdammt…“ murmelte er und rieb sich die Stirn. Er schaute auf den Busfahrplan und stellte fest, dass er bis zur Endhaltestelle fahren musste, bevor der Bus wieder zurückfuhr. Es gab keine andere Möglichkeit. Also blieb er sitzen. An der Endhaltestelle – Ein kleines Problem Nach etwa zwanzig Minuten kam der Bus schließlich an der Endhaltestelle an. Der Fahrer machte eine kurze Pause, bevor er die Rückfahrt begann. Lukas stieg nicht aus – er wollte einfach nur zurückfahren. Doch dann merkte er etwas. Er musste dringend auf die Toilette. Und es gab keine öffentliche Toilette an der Endhaltestelle. Lukas seufzte. „Ich hab keine Wahl…“ Er sah sich kurz um – niemand war in der Nähe. Also lief er schnell zu einem Gebüsch, wo er sich erleichtern konnte. Als er zurückkam, stieg er wieder in den Bus ein und wartete auf die Abfahrt. Es war eine unnötige Verzögerung – aber immerhin würde er jetzt endlich nach Hause kommen. Endlich am Hauptbahnhof – Und dann nach Hause Der Bus fuhr schließlich zurück in die richtige Richtung, und nach weiteren dreißig Minuten war Lukas endlich am Hauptbahnhof. Er atmete erleichtert auf. Von dort nahm er die nächste S-Bahn und fuhr endlich nach Hause. Es war spät, viel später als geplant. Als er die Haustür öffnete, war sein Vater bereits da. Lukas sah ihn im Wohnzimmer sitzen. Der Fernseher lief. Er wartete darauf, dass sein Vater irgendetwas sagte. Ein „Na, wo warst du so lange?“ Oder ein „Ist alles gut?“ Aber wie immer: Nichts. Sein Vater sagte kein Wort. Er beachtete ihn nicht einmal. Lukas seufzte tief, zog sich die Schuhe aus und ging direkt in sein Zimmer. Es war ein langer Tag gewesen. Ein Tag voller Erfolge, Herausforderungen und sogar einem kleinen Abenteuer. Doch zu Hause? War immer noch alles genau wie vorher. Der 22. Tag – Eine Überraschung am Morgen Lukas wachte an diesem Morgen unausgeschlafen und müde auf. Die gestrige Heimreise war eine einzige Katastrophe gewesen, und als er endlich im Bett lag, hatte er noch lange über alles nachdenken müssen. Doch dann, als er noch schlaftrunken sein Handy entsperrte, sah er eine neue Nachricht. Es war der Freund der Familie. Lukas blinzelte überrascht und öffnete die Nachricht.
„Hey Lukas! Wir haben heute eine coole Aktion geplant: Boot fahren! Ich wollte fragen, ob du Lust hast, mitzukommen. Wir starten um 15 Uhr am Ufer. Bring deine Familie und deinen Kumpel mit!“ Lukas‘ Müdigkeit verschwand schlagartig. Boot fahren? Das klang nach Spaß. Nach den letzten Wochen voller Stress und emotionaler Rückschläge war das genau das, was er brauchte. Er antwortete sofort: „Ja, ich bin dabei! Ich frag die anderen.“ Die Familie einplanen – Und der Spieler kommt auch mit Lukas ging ins Wohnzimmer, wo seine Mutter bereits am Frühstückstisch saß. „Mama, wir wurden eingeladen, heute Boot zu fahren!“ sagte er, während er sich hinsetzte. Seine Mutter schaute überrascht. „Echt? Wer hat dich eingeladen?“ „Der Freund der Familie,“ erklärte Lukas. „Er hat mir gerade geschrieben. 15 Uhr am Ufer.“ Seine Mutter nickte nachdenklich. „Das klingt doch gut. Ich frag Papa.“ Lukas‘ Magen zog sich zusammen. Sein Vater. Er wusste nicht, ob er sich auf eine weitere Zurückweisung vorbereiten musste. Er sah zu, wie seine Mutter ins Schlafzimmer ging, um mit seinem Vater zu reden. Ein paar Minuten später kam sie zurück. „Er hat ja gesagt.“ Lukas musste kurz schlucken. Sein Vater kommt mit? Er hatte erwartet, dass er es wieder ablehnen würde. Aber anscheinend… war das heute anders. Er wollte nicht zu viel hineininterpretieren, aber vielleicht war das ein kleines Zeichen? Erling Haaland ins Boot holen Als nächstes musste Lukas noch mit Haaland reden. Er klopfte an die Tür seines Gästezimmers. „Moin,“ murmelte Haaland, als er öffnete. „Du bist aber früh wach.“ „Ich hab ne Nachricht bekommen – willst du heute mit Boot fahren?“ fragte Lukas direkt. Haaland rieb sich den Nacken. „Boot fahren? Klingt cool. Wer ist dabei?“ „Meine Familie und der Freund der Familie.“ Haaland nickte. „Warum nicht? Ich bin dabei.“ Lukas grinste. „Perfekt.“ Vorbereitung auf den Nachmittag Den Rest des Vormittags verbrachte Lukas damit, sich mental auf den Ausflug vorzubereiten. Er suchte passende Klamotten heraus, packte eine kleine Tasche mit Snacks und Getränken und freute sich insgeheim darauf, endlich mal wieder etwas mit der Familie zu unternehmen. Auch wenn er und sein Vater noch nicht miteinander gesprochen hatten, hatte er das Gefühl, dass dieser Tag vielleicht eine kleine Chance war, dass sich etwas ändern könnte. Um 15 Uhr machten sich schließlich alle auf den Weg zum Ufer. • Lukas • Seine Eltern • Die Freundin der Familie • Der Freund der Familie • Und natürlich Erling Haaland
Als sie das Wasser erreichten, sah Lukas, wie das Boot bereits für sie bereitstand. „Okay,“ dachte er, während er das Boot musterte. „Das könnte ein guter Tag werden.“ Der 22. Tag – Eine unerwartete Wendung auf dem Boot Um 15 Uhr machte sich die gesamte Gruppe auf den Weg zum Steg, wo das Boot bereits wartete. • Lukas • Seine Eltern • Die Freundin der Familie • Der Freund der Familie • Und natürlich Erling Haaland Lukas hoffte insgeheim, dass dieser Ausflug vielleicht etwas verändern könnte – dass sein Vater endlich wieder mit ihm redete, nach all den Wochen des Schweigens. Doch auf dem Weg zum Steg war alles wie immer. Sein Vater ging vor ihm, sprach mit der Freundin der Familie, als wäre alles normal – aber nicht mit ihm. Kein Wort. Kein Blick. Lukas wurde es langsam zu viel. Warum hatte sein Vater überhaupt zugestimmt, mitzukommen, wenn er ihn weiterhin ignorierte? Haaland bemerkte, wie Lukas niedergeschlagen hinterherlief, aber er sagte nichts. Er wusste, dass Lukas keine aufmunternden Worte wollte – er wollte Antworten. Doch die bekam er nicht. Auf dem Boot – Erst Distanz, dann eine Annäherung Als sie endlich am Steg ankamen, half der Freund der Familie allen nacheinander ins Boot. Das Wetter war perfekt – die Sonne schien, das Wasser glitzerte ruhig, und die Stimmung war gut. Alle waren entspannt. Alle – außer Lukas. Er hatte sich ganz hinten ins Boot gesetzt, weit weg von seinem Vater. Er hatte keine Lust auf weitere Zurückweisungen. Doch dann, nach etwa einer halben Stunde Fahrt, als das Boot an Geschwindigkeit aufnahm, geschah etwas Unerwartetes. Sein Vater drehte sich zu ihm um. Und winkte ihn nach vorne. Lukas zögerte. Hatte er sich verhört? War das wirklich an ihn gerichtet? Doch dann sagte sein Vater tatsächlich: „Komm nach vorne.“ Lukas stand auf und setzte sich zögerlich neben ihn. Zum ersten Mal seit Wochen saßen sie wieder zusammen. Sein Vater zeigte auf die vorbeiziehende Landschaft. „Schau dir das an.“** Seine Stimme klang freundlich. Fast… normal.** Lukas folgte seinem Blick und sah, wie die grünen Bäume sich im Wind wiegten, das Wasser in der Sonne funkelte und ein paar Vögel über den Fluss flogen. Es war ein wunderschöner Anblick. Und für einen kurzen Moment fühlte es sich an, als wäre alles wie früher. Kein Streit. Kein Schweigen. Nur ein Vater und ein Sohn, die zusammen die Aussicht genossen.
Die Wellen werden stärker – Ein weiterer Wendepunkt Doch plötzlich wurde das Wasser unruhiger. Ein anderes Boot war an ihnen vorbeigerauscht und hatte große Wellen hinterlassen, die nun direkt auf sie zukamen. Das Boot wackelte stark. Lukas klammerte sich an die Reling – doch seinem Vater schien das Ganze noch unangenehmer zu sein. Er hielt sich fest und rief nach vorne: „Fahr langsamer!“ Der Freund der Familie, der das Boot steuerte, nickte und drosselte das Tempo. Nach ein paar Sekunden wurde es ruhiger. Lukas bemerkte, wie sein Vater erleichtert ausatmete. Er konnte sich nicht erinnern, wann er ihn das letzte Mal so verletzlich gesehen hatte. Es war ein seltsamer Moment – aber irgendwie menschlich. Ankunft auf der Insel – Ein neuer Moment der Normalität Nach einer Weile erreichten sie eine kleine Insel mitten im Fluss. Dort war eine Sandbank, an der sie anlegen konnten. „Wir machen eine kurze Pause,“ sagte der Freund der Familie. „Ihr könnt euch die Beine vertreten.“ Lukas sprang als einer der Ersten aus dem Boot. Er fühlte sich besser. Nicht, weil alles geklärt war. Nicht, weil sein Vater sich entschuldigt hatte. Aber weil er endlich wieder mit ihm gesprochen hatte. Weil es sich – wenn auch nur für einen Moment – nach einem kleinen Schritt nach vorne angefühlt hatte. Der 22. Tag – Ein Abenteuer auf der Insel Nachdem das Boot sicher an der kleinen Insel angelegt hatte, stiegen alle aus und verteilten sich am Strand. Lukas fühlte sich frei. Es war lange her, dass er einfach mal einen Moment genießen konnte, ohne nachzudenken. Während die anderen sich in den Schatten setzten oder auf dem Boot blieben, entschied er sich, ins Wasser zu gehen. Das Wasser – Warm und angenehm Als Lukas langsam ins Wasser trat, war er überrascht. Es war ungewöhnlich warm. Er hatte erwartet, dass es kalt oder zumindest erfrischend sein würde, aber stattdessen fühlte es sich fast wie eine warme Badewanne an. Und das Beste: Es war nicht tief. Selbst wenn er weiter reinging, reichte es ihm nur bis zur Hüfte. Es war perfekt zum Entspannen. Er ließ sich nach hinten fallen und trieb auf dem Rücken, während die Sonnenstrahlen auf das Wasser fielen. Zum ersten Mal seit langer Zeit war er einfach glücklich. Er bewegte sich langsam vor und merkte plötzlich, dass seine Füße leicht im Sand einsanken. Das Gefühl war seltsam, aber angenehm. Jedes Mal, wenn er mit seinen Zehen wackelte, versank er ein bisschen tiefer. Es machte ihm Spaß.
Er spielte damit, ließ seine Füße immer wieder in den Sand sinken und genoss einfach die Ruhe des Moments. Erkundung der Insel – Ein Campingplatz mitten im Nirgendwo Nach einer Weile wurde Lukas neugierig. Was gab es noch auf dieser Insel? Er zog sich sein Shirt über und machte sich auf den Weg ins Innere der Insel. Der Boden war sandig, aber angenehm zu laufen. Trotz der Hitze war der Sand nicht brennend heiß, sondern eher kühl. Nach einigen Minuten entdeckte er etwas Unerwartetes. Einen kleinen Campingplatz. Es gab ein paar Zelte, eine Feuerstelle und sogar eine kleine Holzhütte mit einer Toilette. „Krass… hier campen wirklich Leute?“ murmelte er erstaunt. Es war surreal – mitten auf einer kleinen Insel im Fluss gab es tatsächlich einen funktionierenden Campingplatz. Lukas sah sich kurz um, bevor er die Gelegenheit nutzte, um auf die Toilette zu gehen. Es war nicht die modernste, aber es war besser als gar nichts. Nachdem er sich erleichtert hatte, entschied er sich, wieder zurück zum Strand zu gehen. Zurück am Strand – Noch ein bisschen spielen Als er wieder am Ufer ankam, sah er, dass Haaland mittlerweile auch ins Wasser gegangen war. „Na, was hast du gemacht?“ fragte der Fußballer. „Ich hab einen Campingplatz gefunden!“ erzählte Lukas begeistert. Haaland zog eine Augenbraue hoch. „Echt jetzt? Hier auf der Insel?“ „Ja, voll verrückt,“ grinste Lukas. Nach einem kurzen Gespräch beschloss Lukas, noch ein bisschen im Sand zu spielen. Er baute kleine Sandhügel, ließ seine Füße wieder einsinken und genoss einfach die Atmosphäre. Der Tag war perfekt. Und für einen Moment vergessen – vergessen waren die Probleme mit seinem Vater, das Schweigen, die Unsicherheit. Hier, auf dieser kleinen Insel, gab es nur Sonne, Wasser und Freiheit. Der 22. Tag – Der Abend: Die Heimfahrt und ein kleines Missgeschick Nach einem wunderschönen Tag auf der Insel war es nun Zeit, zurückzufahren. Der Freund der Familie hatte noch einen Termin, also mussten sie früher als geplant los. Lukas hätte gerne noch länger geblieben, aber er verstand, dass es nicht anders ging. Die Rückfahrt beginnt – Eine kleine Ausnahme Während alle sich zum Boot begaben, merkte Lukas plötzlich: Seine Hose war noch nass. Er hatte sie nach dem Schwimmen nicht richtig trocknen lassen und jetzt war sie klatschnass – unangenehm und kalt. „Das ist echt nervig…“ murmelte er. Da es langsam kühl wurde und er keine Lust hatte, die ganze Fahrt über mit einer nassen Hose zu sitzen, entschied er sich für eine kleine Ausnahme. Er zog einfach seine Hose aus und setzte sich nur in seiner Unterhose ins Boot. Seine Mutter warf ihm einen skeptischen Blick zu, aber als sie sah, wie unangenehm nass die Hose war, seufzte sie nur. „Okay, ausnahmsweise.“ Haaland lachte. „Nicht schlecht. Das ist echtes Urlaubsfeeling.“
Lukas grinste. „Solange keiner ein Foto macht…“ Unerwartete Mitfahrer Kurz bevor sie ablegten, kamen zwei andere Personen zur Gruppe. Sie mussten nach Mainz und fragten, ob sie vielleicht mitfahren könnten, da es keinen späten Bus mehr gab. Der Freund der Familie überlegte kurz, dann nickte er. „Klar, steigt ein. Solange ihr nicht seekrank seid.“ Die beiden stiegen ein, und das Boot wurde ein wenig voller, aber es war noch genug Platz für alle. Wieder Spaß mit dem Vater Während sie über das Wasser fuhren, merkte Lukas, dass sein Vater wieder entspannter war. Wie schon auf dem Hinweg sprach er wieder mit ihm, zeigte ihm die Umgebung und lachte sogar über einige Wellen, die das Boot ins Wanken brachten. Es fühlte sich fast normal an. Lukas wusste nicht, was in seinem Vater vorging – aber wenigstens war dieser Moment friedlich. Doch dann passierte ein kleines Problem. Ein Schutz geht verloren Gerade als sie fast wieder am Steg waren, bemerkte der Freund der Familie, dass etwas fehlte. Einer der vier Schutzpolster, die verhindern sollten, dass das Boot beim Anlegen Dellen bekam, war verschwunden. „Mist,“ murmelte er. „Das müssen wir holen. Sonst hab ich nachher ein Problem.“ Also drehten sie nochmal um und fuhren zurück. Doch trotz aller Mühe – sie fanden das verlorene Teil nicht mehr. „Tja, dann muss ich mir was anderes überlegen,“ meinte der Freund der Familie schließlich. „Shit happens.“ Alle zuckten mit den Schultern – es war ärgerlich, aber nicht das Ende der Welt. Also kehrten sie endgültig zurück. Zurück nach Hause – Ein Rätsel bleibt Als sie nach Hause kamen, merkte Lukas, dass sein Vater immer noch ruhig und entspannt war. Er hatte sich offenbar wieder beruhigt. Aber… Er hatte immer noch nicht gesagt, was eigentlich los war. Lukas wollte ihn fragen. Er wollte wissen, warum er ihn ignoriert hatte. Warum er ihn abgelehnt hatte. Aber er wusste, dass sein Vater nicht antworten würde. Zumindest noch nicht. Mit gemischten Gefühlen ging er schließlich ins Bett. Der Tag hatte gut geendet – aber die große Frage blieb. Der 23. Tag – Die Erkenntnis des Endes Der Morgen begann ruhig. Lukas lag noch halb verschlafen in seinem Bett, als er Stimmen aus der Küche hörte. Seine Eltern waren bereits wach und redeten miteinander – etwas, das in den letzten Wochen selten geworden war. Er gähnte, streckte sich und schlurfte dann langsam nach draußen.
Haaland saß bereits am Tisch und trank entspannt seinen Kaffee. „Morgen,“ murmelte Lukas, setzte sich hin und nahm sich ein Brötchen. „Morgen, Lukas,“ antwortete seine Mutter. Doch in ihrer Stimme lag eine Nachdenklichkeit, die ihn stutzig machte. Er sah, wie sein Vater auf die Kalender-App seines Handys schaute. Dann seufzte er. „Wir haben nur noch drei Tage frei.“ Lukas stockte. Drei Tage? Dann mussten seine Eltern wieder arbeiten – und das bedeutete… Er drehte sich langsam zu Haaland um. Der Fußballstar seufzte. „Ja… dann muss ich leider auch gehen.“ Lukas‘ Herz rutschte in die Hose. Er wusste, dass Haaland nicht ewig bleiben konnte – aber es fühlte sich an, als wäre die Zeit viel zu schnell vergangen. Stille am Frühstückstisch Keiner sprach. Lukas rührte lustlos in seinem Kakao, während sich eine komische Schwere über den Tisch legte. In den letzten drei Wochen war so viel passiert. • Sein Vater hatte ihn ignoriert. • Haaland war für ihn da gewesen. • Er hatte sich langsam wieder besser gefühlt. • Und jetzt… sollte das alles bald vorbei sein? Lukas wusste nicht, was er sagen sollte. Er wollte Haaland nicht einfach gehen lassen. Aber was sollte er tun? Das unausgesprochene Thema Seine Mutter räusperte sich. „Wir sollten die letzten Tage nochmal genießen.“ Lukas nickte langsam. Doch eine Frage brannte ihm auf der Zunge. Würde sein Vater wieder so werden wie vorher, wenn Haaland weg war? Würde er ihn wieder ignorieren? Oder hatte sich wirklich etwas verändert? Lukas wusste es nicht. Aber die Ungewissheit machte ihm Angst. Der 23. Tag – Ein ehrliches Gespräch mit Haaland Nachdem das Frühstück vorbei war, blieb Lukas noch eine Weile am Küchentisch sitzen. Seine Gedanken kreisten immer noch darum, dass Haaland bald gehen würde. Er hatte sich an seine Anwesenheit gewöhnt – an die Gespräche, die Ablenkung, die Normalität, die er in sein Leben gebracht hatte. Doch er wusste, dass er nicht ewig hierbleiben konnte. Seufzend nahm er sein Handy und scrollte durch seine Mails. Dabei fiel sein Blick auf eine Nachricht, die er eigentlich nicht lesen wollte. Seine Bewerbung für einen BWL-Studienplatz. Er schluckte. Es war Zeit, Haaland endlich zu sagen, was sich verändert hatte. Draußen auf der Terrasse – Ein offenes Gespräch
Haaland saß draußen auf der Terrasse, ein Glas Wasser in der Hand, als Lukas sich zu ihm setzte. „Hey… ich muss dir was erzählen.“ Haaland drehte sich zu ihm um und zog eine Augenbraue hoch. „Klingt ernst.“ Lukas zögerte kurz, dann holte er tief Luft. „Ich hab mein Informatikstudium abgebrochen.“ Ein kurzer Moment der Stille. Haaland nickte langsam. „Okay… das ist eine große Entscheidung. Warum?“ Lukas rieb sich den Nacken. „Es war zu schwer für mich. Ich hab’s versucht, aber ich hab irgendwann gemerkt, dass ich einfach nicht klarkomme. Es war zu viel.“ Er erwartete, dass Haaland irgendwie überrascht oder enttäuscht reagierte. Doch stattdessen sagte er nur: „Dann war es die richtige Entscheidung.“ Lukas sah ihn verwirrt an. „Du findest nicht, dass ich hätte weitermachen sollen?“ Haaland schüttelte den Kopf. „Nein, warum? Wenn etwas nicht das Richtige für dich ist, dann ist es besser, eine neue Richtung einzuschlagen. Es bringt nichts, sich durchzuzwingen.“ Lukas entspannte sich etwas. „Ich dachte, du würdest sagen, dass ich mich mehr anstrengen soll.“ Haaland lachte. „Ich bin Sportler, Lukas, ich hab auch mal in der falschen Position gespielt und musste mich umorientieren. Das gehört dazu.“ Lukas lächelte leicht. Dann sagte er: „Ich werde mich für BWL bewerben.“ Haaland nickte anerkennend. „Das klingt nach einem Plan. Denkst du, das liegt dir mehr?“ „Ja… ich mag Zahlen. Und Wirtschaft ist überall. Vielleicht ist das besser für mich.“ Haaland legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Dann geh deinen Weg, Mann. Es gibt keinen falschen oder richtigen. Nur das, was für dich funktioniert.“ Lukas spürte, wie sich ein Teil seiner Unsicherheit auflöste. Es war okay, einen neuen Weg zu gehen. Und vielleicht… war es sogar genau das, was er brauchte. Der 23. Tag – Ein besonderer Vormittag im Tierpark Nach dem ehrlichen Gespräch mit Haaland über sein abgebrochenes Studium fühlte sich Lukas leichter. Es war das erste Mal, dass er diese Entscheidung laut ausgesprochen hatte – und sie war okay. Jetzt wollte er den Kopf freibekommen, und dafür gab es keinen besseren Ort als den Tierpark. Dieses Mal begleitete ihn nicht nur Haaland, sondern auch seine Assistenz, die ihm dabei helfen sollte, sich zu strukturieren und seine Eindrücke besser wahrzunehmen. Ankunft im Tierpark – Eine perfekte Gelegenheit für Fotos Als sie ankamen, war das Wetter perfekt. Die Sonne schien, aber es war nicht zu heiß, und der Tierpark war nicht überfüllt. „Heute wird’s besser als letztes Mal,“ sagte Lukas, als er seine Kamera auspackte. „Ich will diesmal richtig gute Bilder machen.“ Beim letzten Besuch hatte er sich geärgert, dass viele Tiere sich versteckt hatten oder nur schwer zu sehen waren. Doch heute war alles anders. Die Tiere waren viel aktiver, und fast überall gab es großartige Fotomotive. Die ersten Fotos – Ein Volltreffer nach dem anderen Als sie zum Gehege der Raubtiere kamen, traute Lukas seinen Augen nicht.
Der Luchs lag nicht wie sonst irgendwo im Schatten versteckt – er saß direkt vorne und schaute in die Kamera. „Das ist perfekt!“ rief Lukas begeistert und drückte ab. Ein gestochen scharfes Foto. Haaland grinste. „Vielleicht hast du ja ein verstecktes Talent für Tierfotografie.“ Lukas lachte. „Vielleicht sollte ich’s als Plan B nehmen.“ Weiter ging es zu den Wölfen. Auch die waren sonst schwer zu sehen, aber heute standen sie direkt am Zaun und bewegten sich aktiv durchs Gehege. Lukas konnte sie perfekt einfangen. „Alter, die sehen aus wie aus einer Doku.“ Die Assistenz nickte. „Das sind richtig gute Bilder, Lukas. Du hast wirklich ein Auge für den richtigen Moment.“ Lukas‘ Brust füllte sich mit Stolz. Die Elefanten und der perfekte Schnappschuss Ein weiteres Highlight kam, als sie beim Elefantengehege ankamen. Gerade in dem Moment, als Lukas die Kamera hob, schnappte sich ein Elefant mit seinem Rüssel einen Ast und schleuderte ihn in die Luft. Klick. Das perfekte Foto. „Wow!“ sagte Haaland, als er einen Blick auf das Bild warf. „Das sieht aus wie von einem Profi.“ Lukas konnte nicht aufhören zu grinsen. Heute lief einfach alles richtig. Ein erfolgreicher Vormittag Nachdem sie sich noch einige weitere Tiere angesehen und fotografiert hatten, beschlossen sie, eine kleine Pause einzulegen. „Lukas, das war heute ein voller Erfolg,“ sagte seine Assistenz. „Ich hoffe, du speicherst die Bilder doppelt. Die sind echt wertvoll.“ Lukas nickte. „Ich werd sie gleich sichern.“ Er fühlte sich glücklich. Es war lange her, dass ein Tag so unbeschwert gewesen war. Haaland klopfte ihm auf die Schulter. „Weißt du was? Ich glaub, du solltest die Bilder mal irgendwo zeigen. Vielleicht in ’ner kleinen Ausstellung oder so.“ Lukas lachte. „Mal sehen… erstmal genieß ich den Moment.“ Und genau das tat er. Denn heute hatte er nicht nur Tiere gesehen – er hatte Erinnerungen für immer festgehalten. Der 23. Tag – Ein Besuch beim Friseur und ein kleiner Schock Nach dem erfolgreichen Vormittag im Tierpark entschied Lukas, dass es an der Zeit für einen neuen Haarschnitt war. Er hatte schon länger das Gefühl, dass seine Haare zu lang und unordentlich wirkten, und bevor Haaland abreiste, wollte er nochmal frisch aussehen. Dieses Mal ging er ohne seine Assistenz, nur mit Haaland, zu seinem gewohnten Friseur. „Mal sehen, ob dein neuer Look dich noch mehr wie einen Fußballstar aussehen lässt,“ witzelte Haaland, als sie durch die Straßen gingen. Lukas grinste. „Ich will einfach nur wieder ordentlich aussehen.“ Der Haarschnitt – Alles läuft gut, bis… Beim Friseur lief erstmal alles glatt.
Lukas setzte sich in den Stuhl, erklärte kurz, was er wollte, und genoss es, wie die Haare nach und nach fielen. Währenddessen unterhielt sich Haaland mit dem Friseur über Fußball, und Lukas hörte amüsiert zu. Nach etwa 30 Minuten war Lukas fertig. „Perfekt,“ sagte er zufrieden, als er sich im Spiegel betrachtete. Doch dann kam der Moment des Bezahlens. Lukas griff in seine Tasche, zog seine Geldbörse heraus und wollte einen 50€-Schein hervorholen. Doch er war nicht da. Sein Magen zog sich zusammen. „Moment… ich hatte doch noch 50 Euro dabei?“ Er durchwühlte seine Tasche, doch der Schein war verschwunden. Panik stieg in ihm auf. Wo war das Geld hin?! Er konnte sich nicht erinnern, dass er es ausgegeben hatte. Vielleicht hatte er es verloren? Vielleicht war es aus seiner Tasche gefallen? Er atmete tief durch, um sich zu beruhigen. Jetzt keine Panik. Zum Glück hatte er seine EC-Karte dabei und bezahlte schnell damit. Doch die Erleichterung hielt nicht lange. Die verzweifelte Suche – Ein unruhiger Weg zurück Kaum waren sie aus dem Friseursalon raus, begann Lukas sofort mit der Suche. Er ging den ganzen Weg zurück. Jede Straße, jede Ecke – er schaute überall, wo er gewesen war. Haaland folgte ihm, verstand aber nicht ganz, warum Lukas so nervös war. „Lukas, es sind nur 50 Euro,“ sagte er beruhigend. „Das ist ärgerlich, aber nicht die Welt.“ Doch für Lukas fühlte es sich anders an. Er leerte mehrmals seine ganze Tasche aus. Nichts. Er kontrollierte seine Jackentaschen, die Hosentaschen, jede noch so kleine Ecke. Immer noch nichts. „Verdammt…“ murmelte er und rieb sich gestresst über die Stirn. Es ließ ihm keine Ruhe. Er war sich sicher, dass er den Schein mitgenommen hatte – also wo war er?! Haaland legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Atme mal durch. Vielleicht liegt er noch irgendwo, oder jemand hat ihn gefunden.“ Lukas nickte mechanisch, aber in seinem Kopf ratterte es weiter. Er konnte es einfach nicht ertragen, etwas zu verlieren. Er wusste, dass es vielleicht keine große Summe für andere war – aber für ihn bedeutete es viel. Ein unruhiges Gefühl bleibt Nachdem sie nochmal den gesamten Weg abgesucht hatten und immer noch nichts gefunden hatten, blieb Lukas frustriert stehen. Es war weg. Haaland sah ihn an. „Lukas, manchmal passieren solche Dinge. Es ist blöd, aber du kannst es nicht ändern.“ Lukas seufzte tief. Er wusste, dass Haaland recht hatte.
Aber das Gefühl blieb. Etwas zu verlieren – egal was – war für ihn immer eine Katastrophe. Mit einem nervösen und enttäuschten Gefühl gingen sie schließlich nach Hause. Und Lukas fragte sich die ganze Zeit: „Wo ist das verdammte Geld nur hin?“ Der 23. Tag – Der späte Mittag: Die Suche wird zur Verzweiflung Zurück zu Hause angekommen, konnte Lukas es immer noch nicht akzeptieren. Das Geld musste irgendwo sein. „Ich hab es doch mitgenommen… Ich weiß es genau!“ murmelte er immer wieder vor sich hin, während er nervös in der Wohnung hin und her lief. Haaland saß auf dem Sofa und sah ihm dabei zu. „Lukas, du hast alles abgesucht. Niemand hat es gesehen. Vielleicht musst du es einfach abhaken.“ Aber Lukas konnte das nicht. „Nein, Mann! Es ist nicht einfach weg!“ rief er, während er seinen Rucksack erneut auf den Tisch warf. Er öffnete ihn, riss alle Fächer auf und schüttelte jede einzelne Tasche aus. • Sein Handy flog heraus. • Sein Schlüssel klirrte auf den Tisch. • Kaugummis, ein Ladekabel, ein Notizblock – alles lag verstreut herum. Aber kein Geldschein. „VERDAMMT!“ rief Lukas frustriert und stampfte laut auf den Boden. Sein Atem ging schwer. Er hasste dieses Gefühl. Dieses Gefühl, wenn etwas verschwunden war und er es nicht mehr kontrollieren konnte. Ein letzter Versuch: Der Anruf bei seiner Mutter Völlig frustriert schnappte er sich sein Handy und wählte die Nummer seiner Mutter. Nach ein paar Sekunden nahm sie ab. „Ja, Lukas?“ Er versuchte, ruhig zu bleiben, aber seine Stimme bebte leicht vor Wut. „Mama… Ich hab mein Geld verloren. Ich hatte einen 50€-Schein dabei, und jetzt ist er einfach weg!“ Am anderen Ende war es kurz still. Dann seufzte seine Mutter. „Hast du alles abgesucht?“ „JA!“ rief Lukas verzweifelt. „Ich hab meinen ganzen Rucksack ausgeleert, den ganzen Weg zurückgegangen, überall gesucht – es ist WEG!“ Seine Mutter seufzte erneut. „Lukas… Ich weiß, dass dich das wahnsinnig macht. Aber wenn es weg ist, ist es weg. Du kannst jetzt nichts mehr tun.“ Lukas schwieg. Das war genau das, was er nicht hören wollte. Doch dann sagte seine Mutter etwas Unerwartetes: „Ich geb dir ausnahmsweise 20 Euro zurück.“ Lukas blinzelte überrascht. „Echt?“ „Ja,“ sagte sie. „Aber pass nächstes Mal besser auf dein Geld auf, okay?“ Lukas spürte, wie sich ein Teil seines Frusts auflöste. Es war zwar nicht die 50€, die er verloren hatte, aber es war immerhin eine kleine Erleichterung. „Danke, Mama…“ murmelte er leise. „Kein Problem. Ich weiß, dass dich das fertig macht. Versuch dich jetzt zu beruhigen, okay?“ Lukas atmete tief durch. Er war immer noch genervt. Aber wenigstens war es jetzt nicht mehr ganz so schlimm. Der 23. Tag – Der Nachmittag: Abschalten nach dem Stress
Nachdem Lukas sich ein wenig von der Frustration über das verlorene Geld erholt hatte, entschied er sich, erst einmal etwas zu essen. Sein Magen knurrte bereits, und er wusste, dass er nach all dem Stress eine Pause brauchte. Ein einfaches, aber beruhigendes Essen Er machte sich ein schnelles Mittagessen – nichts Besonderes, aber etwas, das ihm ein wenig Ruhe gab. Ein Sandwich mit Käse und Salami, dazu ein kaltes Getränk. Er saß am Küchentisch, während Haaland sich mit seinem Handy beschäftigte, und ließ seinen Blick ins Leere schweifen. Er versuchte, nicht mehr an das verlorene Geld zu denken. Aber es war schwer. Jeder kleine Gedanke führte ihn wieder zurück zu der Frage, wo es sein könnte. „Vielleicht sollte ich mal raus…“ murmelte er schließlich zu sich selbst. Haaland blickte auf. „Gute Idee. Frische Luft wird dir guttun.“ Lukas nickte und entschied sich, eine Runde im Feld spazieren zu gehen. Spaziergang durchs Feld – Endlich ein Moment der Ruhe Als er das Haus verließ, war es noch angenehm warm, aber nicht mehr so heiß wie am Mittag. Die Felder lagen weit und offen vor ihm, ein endloser Horizont. Hier draußen war niemand. Keine Stadtgeräusche, kein Lärm – nur der Wind, der durch das hohe Gras strich, das Zirpen der Grillen und die sanfte Abendsonne. Lukas atmete tief durch. Hier konnte er abschalten. Hier gab es keine Probleme, keine offenen Fragen, keinen Druck. Er ließ sich Zeit, ging langsam die Feldwege entlang und beobachtete die Natur. Für ein paar Momente fühlte er sich wieder frei. Mit dem Bus zum Einkaufen Nachdem er eine Weile spaziert war, fiel ihm ein, dass er noch ein paar Sachen einkaufen musste. Also machte er sich auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle. Der Bus kam nach kurzer Wartezeit, und er fuhr ins Einkaufszentrum. Dort holte er sich: • Ein paar Snacks für den Abend • Neue Getränke für den Kühlschrank • Und ein kleines Notizbuch, um sich Dinge besser merken zu können Während er durch die Regale lief, merkte er, dass es gut tat, sich mit etwas anderem zu beschäftigen. Wieder zu Hause – Ein bisschen besser drauf Als Lukas schließlich wieder nach Hause kam, fühlte er sich leichter als zuvor. Der Spaziergang und das Einkaufen hatten ihn abgelenkt. Es war zwar kein perfekter Tag gewesen, aber zumindest hatte er einen Weg gefunden, sich besser zu fühlen. Er packte seine Einkäufe aus, setzte sich auf die Couch und ließ sich entspannt zurückfallen. Manchmal brauchte es einfach nur einen Moment in der Natur – und ein bisschen Abstand, um wieder klarzukommen. Der 24. Tag – Ein gemütlicher Nachmittag auf dem Weinfest
Nach den letzten turbulenten Tagen wollte Lukas einfach mal einen entspannten Tag verbringen. Heute stand etwas Besonderes an: Das Weinfest im Stadtpark. Seine Eltern, die Ersatzoma und Haaland hatten beschlossen, mit ihm dorthin zu gehen, um einfach mal wieder gemeinsam etwas zu unternehmen. Lukas war gespannt. Er war lange nicht mehr auf einem Weinfest gewesen. Ankunft im Stadtpark – Eine angenehme Atmosphäre Als sie gegen Mittag im Stadtpark ankamen, war die Stimmung angenehm ruhig. Überall waren kleine Stände mit Wein, Essen und Live-Musik. Die Bäume spendeten Schatten, und es roch nach frischen Flammkuchen, Bratwurst und süßen Crêpes. „Schön hier,“ sagte Haaland, als sie langsam über das Festgelände schlenderten. Die Ersatzoma lächelte. „Ich komme jedes Jahr hierher. Es ist immer eine schöne Atmosphäre.“ Lukas nickte. Ja, es war wirklich angenehm. Ein bisschen was probieren – Und eine kleine Überraschung Seine Eltern und die Ersatzoma probierten verschiedene Weine, während Lukas sich mit einem Traubensaft begnügte. Haaland hingegen schien alles ganz genau zu beobachten. „Ich bin ja eigentlich nicht so der Weintrinker…“ meinte er grinsend, „aber das hier sieht schon echt gemütlich aus.“ Lukas lachte. „Komm, dann holen wir uns wenigstens was zu essen.“ Zusammen kauften sie sich Flammkuchen, den sie sich auf einer Bank teilten. Während sie aßen, spielte eine kleine Live-Band auf der Bühne – sanfte Musik, die perfekt zur entspannten Stimmung passte. Für einen Moment vergaß Lukas all seine Sorgen. Zurück nach Hause – Ein gelungener Nachmittag Nach ein paar gemütlichen Stunden auf dem Weinfest entschieden sie sich, wieder nach Hause zu fahren. Lukas fühlte sich zufrieden. Es war nichts Aufregendes passiert – aber genau das hatte er gebraucht. Einfach ein normaler Tag. Ein Tag ohne Stress. Ein Tag mit Menschen, die ihm guttaten. Als sie nach Hause kamen, atmete Lukas tief durch. Morgen würde ein neuer Tag sein – aber heute? Heute war einfach gut gewesen. Der 25. Tag – Abschied am Bahnhof Der Morgen fühlte sich schwer an. Lukas wusste es schon, seit er aufgewacht war: Heute musste er sich von Haaland verabschieden. Die letzten 25 Tage waren wie eine Achterbahnfahrt gewesen – voller Höhen und Tiefen, voller Gespräche, Emotionen und Erlebnisse. Und jetzt? Jetzt war es vorbei. Der Weg zum Bahnhof – Ein letzter Moment zusammen
Lukas hatte beschlossen, Haaland persönlich zum Bahnhof zu bringen. Er wollte ihn nicht einfach so gehen lassen, ohne sich richtig zu verabschieden. Sie standen gemeinsam am Bahnsteig, während der Zug, der Haaland wegbringen würde, noch nicht eingetroffen war. „Das war jetzt unser drittes Treffen,“ sagte Lukas nachdenklich. Haaland nickte und lächelte leicht. „Ja… und wieder war es anders als die Male davor.“ Das erste Mal war eine völlig verrückte Situation gewesen – Lukas hatte sich damals in schwierigen Umständen wiedergefunden und Haaland hatte ihm geholfen. Das zweite Mal war von Verletzungen und Unsicherheit geprägt gewesen – doch auch da war Haaland für ihn da. Und jetzt? Jetzt hatte Lukas viel erlebt, viele Emotionen durchgemacht – doch vor allem hatte er wieder jemanden gehabt, der ihn verstanden hatte. Die letzten Worte – Ein Versprechen? Der Zug kam langsam in die Station gefahren. Lukas schluckte. Jetzt war es wirklich soweit. Haaland drehte sich zu ihm um und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Vergiss nicht, Lukas: Du musst nicht perfekt sein. Mach dein Ding, geh deinen eigenen Weg.“ Lukas nickte langsam. „Ich weiß… und danke, dass du da warst.“ Ein kurzes Schweigen. Dann sagte Haaland grinsend: „Und wer weiß? Vielleicht sehen wir uns ein viertes Mal.“ Lukas grinste leicht. „Ja… vielleicht.“ Mit diesen Worten drehte sich Haaland um, nahm seinen Rucksack und stieg in den Zug. Lukas blieb stehen und sah zu, wie die Türen sich schlossen. Der Zug fuhr langsam aus dem Bahnhof. Und mit ihm verschwand ein weiteres Kapitel seiner Geschichte mit Haaland. Doch tief in sich wusste Lukas: Das war nicht das letzte Mal.