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Reihe I · Teil 4 von 9
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Teil 4 – Lukas' großer Brief

Lukas blickt auf drei unvergessliche Treffen zurück – von Pokémon Go bis zum gemeinsamen Stadionbesuch.

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Lukas' Brief an Haaland Lieber Erling, es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, dass wir uns zum ersten Mal begegnet sind. Doch die Zeit vergeht so schnell, und nun sitze ich hier und schreibe dir diesen Brief, in dem ich unsere drei großen Treffen noch einmal Revue passieren lasse. Ich hoffe, es geht dir gut, und dass du diesen Brief mit Freude liest. Unser erstes Treffen – 30 unvergessliche Tage Ich weiß noch genau, wie alles begann. Es war ein ganz normaler Tag für mich, bis du plötzlich in mein Leben getreten bist. Damals hatte ich nie gedacht, dass ein berühmter Fußballspieler wie du sich mit mir anfreunden würde. Doch du hast mich eines Besseren belehrt. Gleich am ersten Tag habe ich dir gezeigt, wie man Pokémon GO spielt. Ich erinnere mich noch, wie du am Anfang verwirrt warst, aber dann richtig Feuer und Flamme für das Spiel geworden bist. Wir sind durch die Straßen gezogen, haben Arenen eingenommen und PokéStops gedreht. Ich glaube, du hast an einem Tag mehr Kilometer zurückgelegt als in so manchem Fußballspiel. Ich hatte dir auch meine Schule gezeigt – ein Ort, der für mich oft schwierig war, weil ich mich dort oft nicht verstanden fühlte. Doch du warst neugierig, hast Fragen gestellt und mich zum Lachen gebracht. Es war das erste Mal, dass ich mich in der Schule nicht so allein gefühlt habe. Ein Moment, den ich nie vergessen werde, war der Tag, als wir diesen Mann beim Jonglieren gefilmt haben. Wir hatten gar nicht erwartet, dass er so wütend werden würde. Als er uns entdeckte, sind wir gerannt, so schnell wir konnten! Ich weiß noch genau, wie wir uns vor Lachen kaum auf den Beinen halten konnten, als wir es endlich in Sicherheit geschafft hatten. Ein weiteres Highlight war die Wasserrutsche. Ich hatte immer Angst davor, aber du hast mich ermutigt. Mit dir an meiner Seite habe ich es gewagt – und es war ein unglaubliches Gefühl. Ich habe es tatsächlich geschafft! Doch unsere gemeinsame Zeit endete damals nicht nur mit schönen Erinnerungen. Ich hatte große Probleme mit falschen Freunden, die mich nur ausgenutzt haben. Dann war da noch das Gericht, das mich für etwas verantwortlich machte, wofür ich nichts konnte, weil das Arbeitsamt mich im Stich gelassen hatte. Doch du warst für mich da und hast mich unterstützt. Und am Ende hast du mich sogar zurück nach Manchester gebracht – obwohl mir der Abschied unglaublich schwerfiel. Unser zweites Treffen – Die 90 besten Tage meines Lebens Ich hätte nie gedacht, dass wir uns so bald wiedersehen würden – und dann sogar für ganze 90 Tage! Diese Zeit war so intensiv, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Zusammen sind wir zur Autismus-Therapie und Ergotherapie gegangen. Für mich war das ein wichtiger Schritt, weil ich gelernt habe, mich selbst besser zu verstehen. Du warst bei jeder Sitzung dabei, hast mich motiviert und warst einfach nur ein echter Freund. Wir haben so viele tolle Dinge erlebt. Ich habe dich mitgenommen auf die Hochschule in Mainz, und du hast sogar mit mir gelernt – obwohl du wahrscheinlich nicht gedacht hättest, dass du mal in einem deutschen Hörsaal sitzen würdest. Die Fußballspiele waren ein weiteres Highlight. Wir waren gemeinsam im Stadion, haben Mainz 05 angefeuert und später in der Kneipe die Spiele vom HSV verfolgt. Mainz hat den Klassenerhalt geschafft, aber der HSV ist nicht aufgestiegen – das war eine große Enttäuschung für mich. Aber du hast mich aufgemuntert, und dafür bin ich dir dankbar. Wir hatten auch wieder einige verrückte Momente. Erinnerst du dich an die Frau auf dem Friedhof? Wir hatten versehentlich einen Brunnen zum Überlaufen gebracht, und sie hat uns dabei gefilmt! Wir sind losgerannt und haben uns schließlich in einem Hochhaus versteckt. Doch dann waren wir in einem Garten eingesperrt und mussten klettern, um rauszukommen. Das war echt wie in einem Actionfilm!

Eine schwere Zeit für mich war, als ich krank wurde. Die Blasenentzündung hat mich richtig mitgenommen, und ich musste sogar einen Katheter und Rollstuhl benutzen. Du hast dich um mich gekümmert, mich zum Lachen gebracht, und mir geholfen, mich nicht nutzlos zu fühlen. Doch dann kamen wieder die falschen Freunde. Sie haben mich wortwörtlich auf die Bowlingbahn geschmissen, und ich habe mich so verletzt, dass ich kaum noch stehen konnte. Du hast mich sofort aus dieser Situation geholt und mir gezeigt, wer meine wahren Freunde sind. Unser drittes Treffen – Ein überraschendes Wiedersehen in Barcelona Dieses Treffen war etwas ganz Besonderes, denn wir hatten es gar nicht geplant. Zufällig haben wir uns im Urlaub in Barcelona getroffen – und dann haben wir gleich die ganze Zeit zusammen verbracht! Ich hatte meine Familie dabei, und du hast dich einfach perfekt integriert. Wir haben gemeinsam den Urlaub genossen, am Strand entspannt, gutes Essen probiert und einfach mal das Leben genossen. Es war eine unvergessliche Zeit. Doch das Beste kam danach: Du hast mich mit zu dir nach Hause genommen – für ganze 25 Tage! Es war unglaublich, dich in deinem gewohnten Umfeld zu erleben und Zeit mit deiner Familie zu verbringen. Leider gab es auch hier wieder schwierige Momente. Mein Vater hatte sich plötzlich nach einer Handyabholung über zwei Wochen lang nicht mehr mit mir unterhalten. Das hat mich sehr verletzt. Doch am Ende hat er wieder mit mir geredet, und ich hoffe, dass wir irgendwann ein besseres Verhältnis haben werden. Der Abschied – und die Hoffnung auf ein Wiedersehen Lieber Erling, ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber ich denke, du weißt, wie viel mir diese drei Treffen bedeutet haben. Ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen – vielleicht sogar noch dieses Jahr. Bis dahin wünsche ich dir alles Gute und hoffe, dass du mir bald antwortest. Dein Freund, Lukas Eine Woche später – Die Antwort von Haaland Lieber Lukas, dein Brief hat mich sehr berührt. Es war schön, all diese Erinnerungen noch einmal durch deine Augen zu erleben. Ich bin so froh, dass wir uns begegnet sind, und ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich unsere gemeinsame Zeit geschätzt habe. Du hast mir so viel beigebracht – nicht nur Pokémon GO, sondern auch, wie man die Welt auf eine andere Art und Weise sieht. Deine Stärke und dein Mut haben mich inspiriert. Ich verspreche dir, wir werden uns bald wiedersehen! Ich plane schon etwas – aber das bleibt erstmal eine Überraschung. Halte dich bereit, denn unser nächstes Treffen wird mindestens genauso unvergesslich wie die letzten drei! Bis bald, mein Freund! Erling 1. Dezember 2024 – Ein unerwartetes Klopfen an der Tür Es war ein kalter Dezembermorgen, und Lukas saß an seinem Schreibtisch, als er den Brief von Haaland noch einmal las. Er hatte ihn nun schon unzählige Male durchgelesen und konnte jedes Wort fast auswendig. Der Brief bedeutete ihm viel – es war die Bestätigung, dass ihre Freundschaft echt war und dass Haaland ihn nicht vergessen hatte. Draußen fiel der erste Schnee des Jahres, und die Straßen waren von einer weißen Schicht überzogen. In der Nachbarschaft leuchteten bereits die ersten Weihnachtsdekorationen, und es lag eine besondere Stimmung in der Luft. Lukas liebte diese Zeit – doch in diesem Jahr fühlte er sich einsam. Er vermisste die gemeinsamen Erlebnisse mit Haaland, die Abenteuer, die sie erlebt hatten, und das Gefühl, verstanden zu werden.

Plötzlich riss ihn das laute Klingeln der Tür aus seinen Gedanken. Es war nicht nur ein einmaliges Klingeln – nein, es war ein hektisches, ungeduldiges Drücken auf die Klingel. Lukas zuckte zusammen und fragte sich, wer um diese Zeit an einem Sonntagmorgen so dringend etwas von ihm wollte. Zögernd stand er auf und ging zur Tür. Als er sie öffnete, blieb ihm fast die Luft weg. Vor ihm stand ein Mann, völlig eingewickelt in eine dicke Winterjacke, mit einer Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Sein Gesicht war von der Kälte gerötet, und seine Hände zitterten. „Lukas… ich brauche deine Hilfe“, sagte der Mann mit leiser, rauer Stimme. Lukas brauchte einen Moment, um die Stimme zu erkennen – doch als er es tat, riss er die Augen auf. „Erling?! Was machst du hier?“ Haaland zog die Kapuze zurück, und tatsächlich – es war Haaland, doch er sah anders aus als sonst. Seine Haare waren leicht verwuschelt, sein Gesicht wirkte müde, und seine Augen verrieten, dass er eine anstrengende Zeit hinter sich hatte. „Ich… ich kann nicht zurück nach Manchester. Ich brauche eine Pause, und ich brauche einen Ort, an dem mich niemand findet. Kann ich für eine Weile bei dir bleiben?“ Lukas’ Herz raste. Er hätte nie gedacht, dass Haaland eines Tages so dringend seine Hilfe brauchen würde. „Natürlich! Komm schnell rein, bevor dich jemand sieht“, sagte Lukas und zog ihn ins Haus. Haaland trat ein und zog langsam seine nassen Schuhe aus. Lukas führte ihn ins Wohnzimmer, wo es warm war. „Erzähl mir, was los ist“, sagte Lukas besorgt. Haaland seufzte und strich sich mit einer Hand durch die Haare. „Es ist… alles zu viel. Der Druck, die Erwartungen, die Medien – ich brauche einfach eine Pause. Ich will für ein paar Monate einfach nur ein normales Leben führen, verstehst du?“ Lukas nickte. Er verstand das nur zu gut. „Dann bist du hier genau richtig.“ Er wusste noch nicht, was die kommenden Monate bringen würden – aber eines war klar: Dieses Weihnachten würde unvergesslich werden. 1. Dezember 2024 – Ein unerwarteter Gast und ein besonderes Fußballspiel Nachdem Haaland am frühen Morgen überraschend vor Lukas’ Tür aufgetaucht war, hatte sich die anfängliche Aufregung langsam gelegt. Lukas hatte ihm ein Gästezimmer hergerichtet, und Haaland hatte sich endlich etwas ausruhen können. Seine Flucht aus Manchester war ihm anzusehen – er wirkte erschöpft, aber auch erleichtert, hier zu sein. Mittagszeit – Auf zum Stadion! Nach einem warmen Mittagessen, das Lukas’ Mutter gekocht hatte – Kartoffelbrei mit Bratwurst und Sauerkraut –, kam das nächste große Highlight des Tages: das Heimspiel von Mainz 05 gegen die TSG Hoffenheim. Lukas war voller Vorfreude. Mainz stand überraschend gut in der Tabelle und hatte die Chance, sich für die UEFA Europa Conference League zu qualifizieren – eine Sensation für den Verein! „Erling, willst du mitkommen? Wir haben noch eine Karte übrig“, fragte Lukas vorsichtig. Haaland überlegte kurz. „Meinst du, das geht? Ich meine, wenn mich jemand erkennt…“ Lukas grinste. „Keine Sorge! Ich hab eine Idee.“ Kurze Zeit später stand Haaland vor dem Spiegel und betrachtete sich. Er trug eine dicke, rote Mainz-05-Winterjacke mit Kapuze, dazu einen Mainz-Schal und eine schwarze Sonnenbrille. „Sieht das nicht etwas auffällig aus?“ fragte Haaland skeptisch. „Nein, du siehst aus wie ein normaler Fan, der sich vor der Kälte schützen will. Außerdem – wer würde erwarten, dass du ausgerechnet hier im Mainz-Block stehst?“, lachte Lukas. Haaland seufzte und zuckte dann die Schultern. „Na gut, probieren wir es.“

Gemeinsam mit Lukas’ Mutter machten sie sich auf den Weg zum Stadion. Die Straßen waren voller Mainz-Fans, die in Scharen zur MEWA Arena strömten. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung – überall hörte man Fangesänge und sah rot-weiße Schals und Fahnen. „Das ist schon was anderes als in Manchester“, murmelte Haaland beeindruckt, als sie sich durch die Menschenmenge bewegten. „Aber genauso leidenschaftlich!“, sagte Lukas stolz. Am Stadion angekommen, wurden ihre Tickets gescannt, und sie betraten die Ränge. Lukas hatte perfekte Plätze ergattert – direkt in der Fankurve! Das Spiel beginnt! Die Atmosphäre war elektrisierend. Mainz brauchte einen Sieg, um sich in der Tabelle weiter nach oben zu kämpfen. Die Fans sangen lautstark, und die Mannschaft kam mit viel Energie aus der Kabine. Von Anfang an war es ein hart umkämpftes Spiel. Hoffenheim hatte mehr Ballbesitz, aber Mainz kämpfte leidenschaftlich und ließ kaum Chancen zu. Dann, in der 38. Minute, kam die große Gelegenheit: Mainz bekam einen Freistoß aus etwa 20 Metern Entfernung. Der Kapitän trat an – Schuss! Der Ball drehte sich um die Mauer herum und schlug unhaltbar im Netz ein! 1:0 für Mainz! Das Stadion explodierte. Die Fans sprangen auf, rissen die Arme in die Luft und schrien vor Freude. Haaland konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. „Nicht schlecht!“, rief er Lukas zu. Nach der Halbzeitpause blieb es spannend. Hoffenheim drückte auf den Ausgleich, doch Mainz hielt dagegen. Dann, in der 82. Minute, kam die Entscheidung: Ein schneller Konter, eine perfekte Flanke in den Strafraum – Kopfball, Tor! 2:0 für Mainz! Jetzt gab es kein Halten mehr. Die Fans tobten, und selbst Haaland ließ sich mitreißen. Er sprang auf, klatschte begeistert in die Hände und jubelte mit den anderen Fans. Als der Schlusspfiff ertönte, stand fest: Mainz hatte gewonnen und war nun offiziell auf einem Platz, der für die UEFA Europa Conference League reichte! „Das ist unglaublich!“, rief Lukas überglücklich. „Wir spielen nächstes Jahr in Europa!“ Haaland lachte. „Vielleicht treffen wir uns dann sogar auf dem Platz.“ Die Feier nach dem Spiel Nach dem Spiel zogen die Fans singend durch die Straßen. Lukas, seine Mutter und Haaland beschlossen, noch auf dem Weihnachtsmarkt vorbeizuschauen, um den Sieg zu feiern. Dort gab es Glühwein (für die Mutter), heißen Kakao (für Lukas) und eine große Bratwurst für Haaland. „Ich muss sagen, das war eines der coolsten Fußballspiele, die ich als Fan gesehen habe“, sagte Haaland grinsend. Lukas strahlte. „Siehst du? Mainz kann auch große Momente haben!“ Der Tag hatte so viele Überraschungen gebracht – und es war erst der Anfang. Was würde die nächsten Monate wohl noch bringen? 2. Dezember 2024 – Tarnung und ein neuer Tag in Mainz Der nächste Morgen begann ruhig. Lukas wurde vom sanften Licht geweckt, das durch die Gardinen seines Zimmers fiel. Draußen war alles von einer dünnen Schneeschicht bedeckt – es hatte über Nacht weitergeschneit. Die Luft war kühl, aber in seinem Zimmer war es angenehm warm. Er streckte sich und blickte auf die Uhr. 08:30 Uhr. Er konnte bereits Geräusche aus der Küche hören – seine Mutter bereitete offenbar das Frühstück zu. Doch bevor er aufstand, fiel ihm wieder ein, dass Haaland nun bei ihm wohnte. Neugierig, ob sein prominenter Gast schon wach war, schlich er sich zum Gästezimmer und klopfte vorsichtig. Keine Antwort. Also öffnete er die Tür einen Spalt und sah, dass Haaland noch tief und fest schlief. „Er braucht das wohl“, dachte Lukas und ließ ihn weiterschlafen.

Frühstück und erste Gedanken zur Tarnung In der Küche duftete es bereits nach frischen Brötchen und Rührei. Seine Mutter hatte liebevoll den Tisch gedeckt. „Guten Morgen, Lukas“, sagte sie und schenkte ihm ein warmes Lächeln. „Hast du gut geschlafen?“ „Ja, war ein langer Tag gestern. Und Erling schläft immer noch“, sagte Lukas grinsend. Seine Mutter nickte. „Kein Wunder. Ich denke, er braucht wirklich diese Auszeit. Aber wir müssen uns überlegen, wie wir verhindern, dass er erkannt wird. Du hast ja gestern gesehen, dass es fast passiert wäre.“ Lukas nahm einen Schluck Kakao und überlegte. „Stimmt. Die Fans im Restaurant haben ihn fast enttarnt. Ich glaube, wir müssen seine Tarnung verbessern.“ Gerade in diesem Moment hörten sie Schritte. Haaland betrat mit zerzausten Haaren die Küche und rieb sich verschlafen die Augen. „Morgen…“, murmelte er und setzte sich an den Tisch. Lukas’ Mutter schob ihm ein Brötchen zu. „Morgen, Erling. Hast du gut geschlafen?“ Haaland nickte und griff sofort zu Butter und Marmelade. „Ja, endlich mal ohne Stress.“ Lukas nutzte die Gelegenheit und sprach die Tarnung an. „Du hast gestern gesehen, wie knapp es war. Wir müssen sicherstellen, dass dich keiner erkennt. Ich denke, wir sollten dein Aussehen ein bisschen verändern.“ Haaland kaute auf seinem Brötchen und dachte nach. „Okay… was schlägst du vor?“ Die Verwandlung beginnt Nach dem Frühstück machten sie sich an die Arbeit. Sie suchten Kleidung aus, die nicht sofort auffällig war. Haaland zog statt seiner markanten Sportjacken eine einfache, schwarze Winterjacke an. „Die Haare sind ein Problem“, überlegte Lukas. „Vielleicht eine Mütze oder eine andere Frisur?“ Lukas’ Mutter hatte eine Idee und holte eine Schere. „Ich könnte dir die Haare etwas kürzer schneiden, dann siehst du nicht mehr so aus wie auf all den Bildern in den Medien.“ Haaland überlegte kurz, dann zuckte er die Schultern. „Warum nicht? Die wachsen ja nach.“ Lukas staunte, als seine Mutter tatsächlich begann, Haalands Haare etwas zu kürzen. Es war kein radikaler Schnitt, aber genug, dass er nun nicht mehr sofort als der berühmte Stürmer erkannt werden würde. Danach zog er eine dunkle Beanie-Mütze über den Kopf, kombinierte sie mit einem Schal, und schließlich setzte er eine normale Brille ohne Sehstärke auf. Lukas musterte ihn kritisch. „Jetzt siehst du echt aus wie ein ganz normaler Student oder Tourist. Perfekt!“ Haaland grinste. „Dann kann ich ja jetzt unerkannt durch Mainz laufen.“ Erster Test: Ein Spaziergang durch die Stadt Um die Tarnung zu testen, beschlossen sie, in die Stadt zu gehen. Sie schlenderten durch die weihnachtlich geschmückten Straßen von Mainz. Die Weihnachtsmärkte hatten bereits geöffnet, und überall duftete es nach gebrannten Mandeln und Glühwein. Immer wieder liefen Fans mit Mainz-05-Schals an ihnen vorbei, aber niemand erkannte Haaland. „Ich glaube, es funktioniert!“, sagte Lukas begeistert. „Das fühlt sich echt seltsam an“, meinte Haaland. „Normalerweise kann ich keine zehn Minuten irgendwo hingehen, ohne erkannt zu werden.“ Sie genossen den Spaziergang, blieben hier und da an Ständen stehen und gönnten sich einen heißen Kakao. Lukas wusste, dass das nur der Anfang war. Haaland hatte für mehrere Monate bei ihm Unterschlupf gesucht – und es würden sicher noch viele Abenteuer auf sie warten. 3. Dezember 2024 – Ein besonderer Besuch im Tierheim

Der dritte Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück. Lukas, seine Mutter und Haaland saßen zusammen am Tisch und genossen den ruhigen Morgen. Seit Haaland da war, hatte sich die Stimmung im Haus verändert – es war lebhafter, aber auf eine gute Art. Während sie aßen, kam Lukas auf eine Idee. „Ich habe gehört, dass das Tierheim in Mainz heute einen Probetermin für potenzielle ehrenamtliche Helfer anbietet. Normalerweise darf man nicht einfach so rein, aber vielleicht könnten wir uns anmelden?“ Haaland hob eine Augenbraue. „Tierheim? Was genau macht man da?“ Lukas’ Augen leuchteten. „Man kann mit den Tieren Zeit verbringen, ihnen helfen, sich um sie kümmern. Und das Beste: Sie haben einen Katzenraum, wo man mit den Katzen kuscheln kann!“ Haaland grinste. „Katzen kuscheln? Klingt nach einem entspannten Plan.“ Lukas‘ Mutter nickte zustimmend. „Das ist eine tolle Idee, Lukas. Du liebst Tiere – das wäre vielleicht sogar etwas für dich langfristig.“ Treffen mit der Assistentin Bevor sie losgingen, traf sich Lukas mit seiner persönlichen Assistentin, Frau Schneider, die ihn bei vielen alltäglichen Dingen unterstützte. Sie wusste, dass Haaland da war, hielt sich aber diskret zurück und behandelte ihn einfach wie einen normalen Besucher. „Ich habe angerufen“, sagte sie, als sie Lukas begrüßte. „Das Tierheim macht heute tatsächlich einen Probetermin. Normalerweise nur für eine Person, aber weil du Interesse gezeigt hast, dürfen ausnahmsweise auch zwei Begleitpersonen mitkommen.“ „Perfekt!“, sagte Lukas begeistert. „Dann lasst uns losgehen!“ Ankunft im Tierheim Mainz Das Tierheim lag etwas außerhalb der Stadt, umgeben von Wiesen und Bäumen. Der Wind war kalt, aber die Sonne schien, und der Schnee von gestern knirschte unter ihren Schuhen, als sie das Gelände betraten. Am Empfang wurden sie von einer freundlichen Mitarbeiterin begrüßt. „Willkommen im Tierheim Mainz! Ihr seid die, die sich für das Probe-Volunteering angemeldet haben, richtig?“ Lukas nickte. „Ja, genau. Ich habe großes Interesse daran, hier zu helfen.“ Die Mitarbeiterin lächelte. „Das freut uns! Normalerweise nehmen wir keine Gruppen, aber heute machen wir eine Ausnahme. Ihr bekommt eine kurze Führung, und dann dürft ihr eine halbe Stunde mit den Katzen im Streichelzimmer verbringen.“ Lukas‘ Herz schlug schneller. Er liebte Tiere, besonders Katzen. Und jetzt hatte er die Möglichkeit, mit ihnen zu arbeiten! Die Führung durchs Tierheim Die drei folgten der Mitarbeiterin durch das Gebäude. Sie zeigte ihnen zuerst die Hundezwinger, wo einige neugierige Hunde mit ihren Schwänzen wedelten. „Viele unserer Tiere kommen aus schwierigen Verhältnissen. Wir versuchen, ihnen hier ein gutes Leben zu ermöglichen, bis sie adoptiert werden.“ Haaland betrachtete die Hunde nachdenklich. „Ich hätte nie gedacht, dass so viele Tiere Hilfe brauchen.“ Lukas nickte. „Deshalb will ich helfen.“ Nach einem kurzen Rundgang erreichten sie den Katzenbereich – einen ruhigen, warmen Raum mit Kratzbäumen, Kuschelhöhlen und gemütlichen Decken. „Willkommen im Katzenzimmer“, sagte die Mitarbeiterin. „Hier könnt ihr euch einfach hinsetzen und warten – die Katzen kommen von selbst zu euch.“ Kuschelzeit mit den Katzen Kaum hatten sie sich hingesetzt, kam eine schwarz-weiße Katze schnurrend auf Lukas zu und sprang auf seinen Schoß. „Wow, sie mag dich!“, rief Haaland begeistert.

Lukas streichelte vorsichtig über das weiche Fell der Katze, die schnurrte und sich an ihn schmiegte. Für einen Moment vergaß er alles um sich herum. Haaland hingegen saß unsicher da. Eine getigerte Katze beobachtete ihn skeptisch von einem Kratzbaum aus. „Die mag mich nicht, oder?“, flüsterte er. Frau Schneider lachte. „Du musst einfach ruhig bleiben. Warte ab.“ Nach ein paar Minuten sprang die getigerte Katze schließlich auf Haalands Beine. Er blieb still und ließ sie an ihm schnuppern. „Okay, das ist echt entspannend“, gab er zu, während die Katze es sich auf seinen Knien gemütlich machte. Sie verbrachten fast eine halbe Stunde in dem Raum, streichelten die Katzen und ließen die ruhige Atmosphäre auf sich wirken. Für Lukas war es wie eine kleine Auszeit vom Stress des Alltags. Die Anmeldung als Ehrenamtlicher Als sie das Tierheim verließen, drückte die Mitarbeiterin Lukas ein Formular in die Hand. „Falls du wirklich helfen möchtest, kannst du dich hier offiziell anmelden. Wir freuen uns über jede Unterstützung.“ Lukas nahm das Formular und schaute es sich an. Die Idee gefiel ihm – es könnte ein guter Weg sein, regelmäßig Zeit mit den Tieren zu verbringen. Haaland klopfte ihm auf die Schulter. „Ich glaube, das wäre was für dich.“ Lukas lächelte. „Ja, ich denke, ich werde mich anmelden.“ Es war ein Tag voller neuer Erfahrungen gewesen – und es fühlte sich richtig an. Während sie nach Hause gingen, wusste Lukas, dass er mit diesem Schritt etwas gefunden hatte, das ihm wirklich Freude machte. 4. Dezember 2024 – Ein teurer Reparaturbesuch und eine neue Smartwatch Am Morgen des vierten Tages saß Lukas am Frühstückstisch und betrachtete die Smartwatch seiner Mutter, die seit einigen Tagen nicht mehr richtig funktionierte. Der Bildschirm flackerte, und manchmal reagierte sie gar nicht mehr auf Berührungen. Seine Mutter hatte sie schon seit fast zwei Jahren und war sehr an sie gewöhnt – sie nutzte sie für Nachrichten, zum Telefonieren und um ihre Schritte zu zählen. „Ich werde heute mal zum Reparaturservice fahren und schauen, ob man sie reparieren kann“, sagte Lukas. Seine Mutter lächelte dankbar. „Das wäre lieb von dir, aber mach dir keinen Stress. Falls es zu teuer wird, lassen wir es einfach.“ „Mal sehen“, murmelte Lukas und steckte die Smartwatch in seine Tasche. Unterwegs zur Reparatur – Haaland kommt mit Haaland, der gerade mit einem Kaffee in der Hand am Tisch saß, fragte neugierig: „Kann ich mitkommen? Ich hab heute eh nichts vor.“ Lukas nickte. „Klar, dann fahren wir zusammen.“ Kurze Zeit später machten sie sich auf den Weg in die Stadt. Es war kalt, aber die Sonne schien, und die weihnachtliche Stimmung war überall spürbar. Die Straßen waren voller Menschen, die Geschenke einkauften oder einfach nur durch die geschmückten Gassen schlenderten. Lukas hatte sich online über einen Reparaturservice informiert, der auf Smartwatches spezialisiert war. Als sie ankamen, betraten sie ein kleines Geschäft mit vielen Ersatzteilen, Displays und Akkus in Glasvitrinen. Die ernüchternde Diagnose Ein Mitarbeiter nahm die Smartwatch entgegen und untersuchte sie mit einem geübten Blick. „Hm… der Bildschirm ist beschädigt, und das Mainboard scheint auch Probleme zu haben“, sagte er nach ein paar Minuten. Lukas’ Herz sank. „Und kann man das reparieren?“

Der Mitarbeiter nickte. „Ja, aber es ist kein Garantiefall. Die Reparatur würde etwa 120 Euro kosten.“ Lukas runzelte die Stirn. 120 Euro waren viel Geld – fast so viel wie eine neue Smartwatch im Angebot. Er überlegte kurz und schüttelte dann den Kopf. „Nein, das ist zu teuer. Ich glaube, ich lasse es.“ Der Mitarbeiter zuckte mit den Schultern. „Kein Problem. Falls du es dir anders überlegst, kannst du jederzeit wiederkommen.“ Lukas und Haaland verließen den Laden, und Lukas seufzte enttäuscht. Eine neue Smartwatch als Weihnachtsgeschenk für sich selbst „Was machst du jetzt?“ fragte Haaland. Lukas überlegte kurz. „Eigentlich wollte ich mir sowieso eine neue Smartwatch zu Weihnachten kaufen… Vielleicht schaue ich mich mal um.“ Sie gingen in ein Elektronikgeschäft in der Nähe. Lukas stöberte durch die Auswahl an Smartwatches und entdeckte ein Modell, das ihm schon länger gefallen hatte – es war im Angebot für 150 Euro. Nach kurzem Überlegen entschied er sich, sie zu kaufen. „Ich gönn mir das einfach als Weihnachtsgeschenk“, sagte Lukas lächelnd. Haaland grinste. „Warum auch nicht? Du hast es dir verdient.“ Wo kann die alte Smartwatch repariert werden? Während sie aus dem Laden gingen, dachte Lukas erneut an die kaputte Uhr seiner Mutter. Er wollte sie nicht einfach aufgeben – vielleicht gab es eine günstigere Möglichkeit, sie zu reparieren? „Vielleicht finde ich irgendwo eine Werkstatt, die es billiger macht… oder jemand, der es privat reparieren kann“, überlegte er laut. Haaland nickte. „Lass uns später mal online suchen. Es gibt bestimmt günstigere Alternativen als den ersten Laden, den wir besucht haben.“ Lukas fühlte sich ein bisschen besser. Er hatte eine neue Smartwatch für sich, aber er wollte auch eine Lösung für seine Mutter finden. Weihnachten stand vor der Tür – vielleicht könnte er ihr die reparierte Smartwatch doch noch schenken? Mit diesem Gedanken im Kopf machten sie sich auf den Heimweg, während die ersten Schneeflocken wieder zu fallen begannen. 5. Dezember 2024 – Kontrolltermin beim Psychiater und ein entspanntes Mittagessen Der Morgen begann ruhig. Lukas saß am Küchentisch und trank langsam seinen Kakao. Draußen lag eine dünne Schneeschicht auf den Dächern, und die Straßen waren noch ruhig. „Was hast du heute vor?“ fragte Haaland, der sich gerade ein Brot mit Marmelade schmierte. „Ich habe heute einen Kontrolltermin bei meinem Psychiater“, antwortete Lukas. „Nichts Besonderes, nur eine Routineuntersuchung, ob alles in Ordnung ist.“ Haaland nickte verständnisvoll. „Soll ich mitkommen?“ Lukas überlegte kurz, schüttelte dann aber den Kopf. „Nee, das ist nicht nötig. Ist wirklich nur ein kurzer Termin.“ Der Termin beim Psychiater Nach dem Frühstück machte sich Lukas auf den Weg in die Praxis. Die Straßen waren jetzt voller Menschen, die zur Arbeit oder zur Schule gingen. Der Schnee knirschte unter seinen Schuhen, während er durch die kühle Morgenluft lief. Als er in der Praxis ankam, wurde er von der Sprechstundenhilfe freundlich begrüßt. „Hallo Lukas, du hast gleich deinen Termin. Setz dich kurz, der Doktor ruft dich gleich auf.“ Nach ein paar Minuten wurde er ins Sprechzimmer gerufen. Sein Psychiater, Dr. Meier, begrüßte ihn mit einem warmen Lächeln. „Hallo Lukas, schön dich zu sehen. Wie geht es dir?“ Lukas zuckte mit den Schultern. „Eigentlich ganz gut. Ich habe keine großen Probleme zurzeit.“

Dr. Meier nickte. „Das freut mich zu hören. Wie läuft es mit deiner Therapie und dem Alltag?“ Lukas erzählte ein wenig von den letzten Wochen, von der Autismus-Therapie und der Ergotherapie, die ihm geholfen hatten, mit Stresssituationen besser umzugehen. Auch von Haalands überraschendem Besuch berichtete er – allerdings ohne zu erwähnen, dass es sich wirklich um den Erling Haaland handelte. Dr. Meier hörte aufmerksam zu und nickte anerkennend. „Es klingt, als würdest du wirklich Fortschritte machen. Das ist großartig, Lukas! Falls du irgendwann wieder das Gefühl hast, dass es dir schwerfällt, mit bestimmten Situationen umzugehen, weißt du, dass du immer zu mir kommen kannst.“ Nach einem kurzen Gespräch über seinen aktuellen Zustand und seine Fortschritte war der Termin auch schon vorbei. Dr. Meier war zufrieden mit seiner Entwicklung, und es gab keine Probleme. „Wir sehen uns dann im nächsten Kontrolltermin“, sagte er und gab Lukas die Hand. Lukas fühlte sich erleichtert. Es war immer ein gutes Gefühl zu wissen, dass alles in Ordnung war. Ein kleines Mittagessen zur Belohnung Nach dem Termin hatte Lukas Hunger. Er überlegte kurz, wo er essen gehen könnte. In der Nähe gab es ein kleines Bistro, in dem er früher öfter war. Es war nicht weit von der Praxis entfernt, also entschied er sich, dort hinzugehen. Das Bistro war gemütlich, mit weihnachtlicher Dekoration und einer warmen Atmosphäre. Er bestellte sich eine große Portion Spaghetti Bolognese und einen Apfelsaft. Während er aß, dachte er darüber nach, was er den restlichen Tag machen könnte. Vielleicht sollte er sich wieder um die Smartwatch seiner Mutter kümmern und schauen, wo er sie günstiger reparieren lassen konnte? Oder einfach einen entspannten Nachmittag mit Haaland verbringen? Nach dem Essen bezahlte er und machte sich auf den Heimweg. Zurück zu Hause Als Lukas zurückkam, saß Haaland auf dem Sofa und schaute Fußball-Zusammenfassungen auf dem Handy. „Und? Alles gut beim Termin?“ fragte er. Lukas nickte. „Ja, alles in Ordnung.“ „Gut zu hören! Also, was machen wir heute?“ Lukas lehnte sich an den Türrahmen und grinste. „Mal sehen… aber wir sollten vielleicht endlich herausfinden, wo ich die Smartwatch meiner Mutter reparieren lassen kann.“ Haaland lachte. „Dann los – wir haben eine Mission!“ Mit einem guten Gefühl im Bauch begann ein neuer, entspannter Tag. 6. Dezember 2024 – Ein magischer Abend auf dem Weihnachtsmarkt Der Nikolaustag neigte sich langsam dem Ende zu, und die Straßen von Mainz waren in ein sanftes, goldenes Licht getaucht. Überall funkelten Weihnachtslichter, und die kalte Dezemberluft duftete nach gebrannten Mandeln, Glühwein und frischen Waffeln. Lukas hatte sich schon den ganzen Tag auf den Abend gefreut – denn heute stand ein besonderer Ausflug an. Gemeinsam mit seiner Mutter, seiner „Ersatzoma“ Frau Wagner und natürlich Haaland wollten sie den berühmten Mainzer Weihnachtsmarkt besuchen. Die Vorbereitung – Haaland bleibt undercover Bevor sie losgingen, zog Haaland wieder seine Tarnung an. Eine dunkle Winterjacke, eine Mütze tief ins Gesicht gezogen und dazu ein Schal, der einen Teil seines Gesichts verdeckte. „Glaubst du, das reicht?“ fragte er skeptisch. Lukas grinste. „Solange du nicht plötzlich einen Ball nimmst und jonglierst, sollte es kein Problem sein.“

Seine Mutter lachte. „Ihr zwei macht euch zu viele Gedanken. Auf dem Weihnachtsmarkt achtet doch keiner auf einen riesigen, eingemummelten Mann – die Leute sind viel zu sehr mit Essen und Glühwein beschäftigt.“ Damit hatte sie vermutlich recht. Ankunft auf dem Weihnachtsmarkt Als sie den Weihnachtsmarkt erreichten, wurden Lukas‘ Augen groß. Es war wunderschön! Der große Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz strahlte, überall standen liebevoll dekorierte Holzbuden, und Weihnachtsmusik spielte im Hintergrund. Frau Wagner, die ältere Dame, die Lukas seit Jahren wie eine zweite Oma kannte, nahm ihn liebevoll bei der Hand. „Weißt du noch, wie du als Kind immer nach den größten Lebkuchenherzen gesucht hast?“ Lukas lachte. „Ja, und am Ende habe ich es nie ganz geschafft, sie aufzuessen.“ Haaland schaute sich begeistert um. „Das ist echt schön hier. Ganz anders als die Weihnachtsmärkte in England.“ „Tja, deutsche Weihnachtsmärkte sind eben die besten“, sagte Lukas stolz. Die erste Station: Heiße Getränke und ein süßer Snack Sie steuerten als Erstes eine Glühweinbude an. Lukas nahm sich einen heißen Kakao mit Sahne, seine Mutter und Frau Wagner einen Glühwein, und Haaland entschied sich für eine große Tasse Kinderpunsch. „Ich will morgen nicht mit Kopfschmerzen aufwachen“, meinte er grinsend. Dazu gab es frische gebrannte Mandeln, die so heiß waren, dass Lukas sich fast die Finger verbrannte. „Autsch! Die sind ja wie Lava!“ rief er, während Haaland lachte und sich selbst eine in den Mund steckte. „Mhmm… aber sie sind verdammt lecker.“ Die zweite Station: Das Karussell und die Spielebuden Nach dem ersten Snack gingen sie weiter und blieben an einer Bude stehen, an der man mit kleinen Holzringen Flaschen treffen musste. „Das sieht einfach aus“, sagte Haaland selbstbewusst und legte ein paar Münzen hin. Er nahm einen Ring, zielte – und verfehlte. Lukas lachte. „Nicht so leicht, oder?“ „Noch mal!“ sagte Haaland entschlossen. Nach mehreren Versuchen und jeder Menge Gelächter traf er schließlich doch eine Flasche und gewann einen kleinen Plüsch-Weihnachtsmann. „Hier, für dich“, sagte er und drückte ihn Frau Wagner in die Hand. Die alte Dame lachte. „Danke, mein Großer. Den stelle ich zu meiner Weihnachtsdeko.“ Die dritte Station: Die große Weihnachtspyramide Am Ende des Marktplatzes stand die große, festlich beleuchtete Weihnachtspyramide. Die Figuren darauf drehten sich langsam, während Weihnachtslieder erklangen. „Das sieht aus wie eine riesige Spieldose“, sagte Haaland beeindruckt. „Ja, das ist eine der schönsten Traditionen hier“, erklärte Lukas. Sie standen eine Weile einfach nur da und genossen den Moment. Es war ein friedlicher, schöner Abend – voller Lachen, guter Gespräche und einer warmen, familiären Atmosphäre. Der Heimweg – ein Moment der Dankbarkeit Als es langsam spät wurde, machten sie sich auf den Heimweg. Frau Wagner nahm Lukas sanft an die Hand. „Weißt du, mein Junge, ich bin froh, dass du Menschen um dich hast, die dich unterstützen. Das ist das Wichtigste im Leben.“ Lukas nickte. Er war dankbar für seine Mutter, für Frau Wagner – und ja, auch für Haaland, der in den letzten Tagen mehr als nur ein berühmter Gast geworden war. „Danke, dass ihr alle da seid“, sagte er leise.

Und mit diesem Gedanken schlenderte er durch die kalte Nacht, umgeben von den Lichtern des Weihnachtsmarktes und dem Gefühl, nicht allein zu sein. 6. Dezember 2024 – Eine Nacht voller Musik und ein alter Schmerz Nachdem sie den Weihnachtsmarkt genossen hatten, war die Stimmung in der Gruppe ausgelassen. Haaland, Lukas, seine Mutter und Frau Wagner schlenderten durch die Straßen von Mainz, als Lukas plötzlich eine Idee hatte. „Ich hab gehört, dass heute in der Zur Goldenen Krone eine Live-Band spielt. Vielleicht könnten wir den Abend dort ausklingen lassen?“ Haaland grinste. „Ein Konzert? Klingt gut! Ich war schon ewig nicht mehr in einer kleinen Kneipe mit Live-Musik.“ Frau Wagner und Lukas‘ Mutter tauschten einen amüsierten Blick aus. „Na gut, aber nur, wenn wir nicht bis in die frühen Morgenstunden bleiben“, sagte seine Mutter lachend. Also machten sie sich auf den Weg zur Kneipe. Es war ein uriger Ort mit dunklen Holztischen und einer kleinen Bühne in der Ecke. Kerzen flackerten auf den Tischen, und die Atmosphäre war warm und gemütlich. Live-Musik und eine entspannte Atmosphäre Die Band spielte eine Mischung aus Rock und Pop, und das Publikum klatschte im Takt mit. Lukas fühlte sich wohl – die Musik vibrierte in seinem Körper, und die entspannte Gesellschaft ließ ihn für einen Moment alles vergessen. Haaland schien ebenfalls zu genießen, einfach mal ein normaler Typ in einer Bar zu sein. Niemand erkannte ihn in seiner Tarnung, und er lachte und unterhielt sich mit den anderen Gästen, als wäre er schon immer hier gewesen. Lukas bestellte sich eine Cola, während seine Mutter und Frau Wagner sich ein Glas Wein gönnten. Haaland entschied sich für eine Limonade. „Ich kann das hier wirklich genießen“, sagte Haaland und lehnte sich zurück. „Kein Druck, keine Medien, einfach nur ein normaler Abend.“ Lukas nickte. „Genau das macht Mainz aus. Es ist nicht so hektisch wie die großen Städte.“ Der plötzliche Stimmungswechsel – Der Vater taucht auf Doch dann wurde die ausgelassene Stimmung schlagartig zerstört. Die Tür der Kneipe flog auf, und eine vertraute, wütende Stimme donnerte durch den Raum. „Ach, hier seid ihr also! Feiern, lachen, Spaß haben – als ob ich nicht existieren würde!“ Lukas zuckte zusammen. Es war sein Vater. Sein Herz begann schneller zu schlagen. Der Mann stand im Türrahmen, die Hände in die Hüften gestemmt, sein Gesicht gerötet – ob vor Wut oder Alkohol, war unklar. Seine Augen fixierten Lukas‘ Mutter, dann wanderten sie über Haaland und schließlich zu Lukas. „Ihr sitzt hier und amüsiert euch, während ich allein zu Hause hocke? Ist ja mal wieder typisch! Ich bin immer der Böse, nicht wahr? Aber ihr seid die Heiligen! Pfui, einfach nur pfui!“ Die Kneipe wurde still. Die Band auf der Bühne hörte auf zu spielen, und die Gäste drehten sich verwirrt um. Lukas‘ Mutter versuchte ruhig zu bleiben. „Es ist Nikolausabend, wir wollten einfach einen schönen Abend verbringen. Du hättest ja mitkommen können.“ Doch das schien den Vater nur noch wütender zu machen. „Mitkommen? HA! Als ob ihr mich dabei haben wolltet. Ich bin ja immer der Außenseiter, nicht wahr?“ Lukas‘ Hände krampften sich um sein Glas. Er kannte diesen Tonfall. Diese wütende, laute Art, mit der sein Vater sich immer als das Opfer darstellte. Der zweite Angriff – Und dann verschwindet er einfach Nach ein paar Minuten angespannter Stille drehte sich der Vater plötzlich um und verließ wütend die Kneipe. Doch die Erleichterung währte nicht lange. Genau 20 Minuten später kam er wieder zurück. Diesmal noch lauter.

„Und? Habt ihr wenigstens darüber nachgedacht, was für eine Familie wir geworden sind? Jeder macht sein eigenes Ding, aber niemand denkt an mich! Ihr seid alle gleich – egoistisch! Ich hätte es wissen müssen!“ Seine Stimme hallte durch die Kneipe. Die Gäste schauten sich peinlich berührt an. Der Wirt trat vorsichtig näher, bereit, einzugreifen, falls es nötig wurde. Dann, ohne ein weiteres Wort, drehte sich Lukas‘ Vater um und stürmte hinaus. Lukas erstarrt – Erinnerungen an damals Lukas blieb wie eingefroren sitzen. Sein Herz hämmerte. Die Szene hatte ihn zurückgeworfen – zurück in die Zeit, als sein Vater zwei Wochen lang nicht mit ihm gesprochen hatte, nur weil Lukas ihn angeblich „beleidigt“ hatte. Damals war es schrecklich gewesen, ignoriert zu werden, als wäre er Luft. Jetzt spürte er die gleichen Gefühle wieder aufsteigen – Angst, Wut, Enttäuschung. Haaland, der die Situation bisher beobachtet hatte, legte ihm plötzlich beruhigend eine Hand auf die Schulter. „Hey… du bist nicht allein, okay?“ Lukas blinzelte, als wäre er aus einem Albtraum erwacht. Er atmete tief durch. Seine Mutter sah ihn besorgt an. „Lass uns nach Hause gehen. Ich denke, wir hatten genug für heute.“ Frau Wagner nickte verständnisvoll. „Ja, das ist wohl das Beste.“ Der Heimweg – Stille und Unterstützung Auf dem Heimweg sprach niemand viel. Nur das Knirschen des Schnees unter ihren Füßen war zu hören. Als sie ankamen, verabschiedete sich Frau Wagner mit einer warmen Umarmung. „Vergiss nicht, Lukas – du bist nicht schuld an seinem Verhalten.“ Lukas nickte stumm. Er wusste, dass sie recht hatte – aber es fühlte sich trotzdem nicht so an. Der Moment mit Haaland vor dem Schlafengehen Später, als Lukas sich fürs Bett fertig machte, klopfte es an seiner Tür. Haaland stand da. „Darf ich kurz reinkommen?“ Lukas nickte. Haaland setzte sich ans Fußende des Bettes und sah ihn ernst an. „Ich hab so eine Situation noch nie aus nächster Nähe erlebt“, sagte er ehrlich. „Aber ich kann sehen, dass es dich mitnimmt.“ Lukas schwieg. Nach einer Weile sagte Haaland: „Du bist ein starker Typ. Du hast Freunde, deine Mutter, deine Ersatzoma. Wir stehen hinter dir.“ Lukas schaute ihn an. Es war ungewohnt, solche Worte von jemandem zu hören, der ihn erst seit einer Woche kannte. Aber irgendwie fühlte es sich echt an. „Danke“, murmelte er schließlich. Haaland klopfte ihm auf die Schulter. „Wir sehen uns morgen früh. Versuch, etwas Schlaf zu bekommen.“ Als Lukas sich schließlich unter seine Decke kuschelte, war sein Herz noch schwer. Aber gleichzeitig fühlte er sich nicht mehr so allein wie damals. 7. Dezember 2024 – Ein ungewöhnliches Treffen mit dem Vater Der nächste Morgen war ruhig. Lukas hatte nicht besonders gut geschlafen – die Ereignisse des Vorabends gingen ihm immer noch durch den Kopf. Das Verhalten seines Vaters hatte ihn tief getroffen, und er hatte Angst, dass sich die alten Muster wiederholen würden. Als er am Frühstückstisch saß, klingelte plötzlich sein Handy. Er zuckte zusammen, als er auf das Display blickte: „Papa ruft an…“ Er überlegte kurz, ob er überhaupt drangehen sollte. Nach dem Drama von gestern hatte er eigentlich keine Lust auf eine neue Diskussion. Aber irgendetwas in ihm sagte, dass er es tun sollte. Das seltsame Gespräch
„Hallo?“ meldete sich Lukas vorsichtig. „Lukas…“, begann sein Vater mit ernster Stimme. „Hast du heute Abend Zeit? Ich möchte mit dir in die Kneipe gehen. Nur wir zwei.“ Lukas runzelte die Stirn. Das kam unerwartet. „Äh… okay?“, sagte er unsicher. „Gut. 19 Uhr im ‚Zum alten Fass‘“, sagte sein Vater knapp und legte auf, bevor Lukas noch etwas fragen konnte. Haaland, der am anderen Ende des Tisches saß, beobachtete ihn neugierig. „Alles okay?“ Lukas atmete tief durch. „Mein Vater will sich heute Abend mit mir treffen. Nur mit mir.“ Haaland zog eine Augenbraue hoch. „Das klingt… interessant. Denkst du, das wird gut?“ Lukas zuckte die Schultern. „Keine Ahnung. Aber ehrlich gesagt will ich nicht allein hingehen. Willst du mitkommen?“ Haaland grinste. „Na klar. Vielleicht hilft es, wenn jemand dabei ist.“ Am Abend in der Kneipe – Eine überraschende Wendung Pünktlich um 19 Uhr betraten Lukas und Haaland die Kneipe Zum alten Fass. Es war eine rustikale, aber gemütliche Bar mit Holzvertäfelung, kleinen Tischen und einer langen Theke. Die Luft roch nach Bier und Bratkartoffeln, und im Hintergrund lief leise Musik. Lukas entdeckte seinen Vater an einem Tisch in der Ecke. Er wirkte ruhig, aber irgendwie auch… nachdenklich. Als sie sich setzten, sah sein Vater Haaland kurz an, nickte aber nur und sagte nichts weiter zu seiner Anwesenheit. Dann blickte er Lukas direkt in die Augen und sagte leise: „Du magst mich.“ Lukas blinzelte verwirrt. „Was?“ „Du magst mich“, wiederholte sein Vater. „Ich sehe das. Du bist heute hier, obwohl ich mich gestern so verhalten habe.“ Lukas wusste nicht, was er darauf antworten sollte. Dann fiel ihm plötzlich etwas auf – diesmal war es genau andersherum als vor vier Monaten. Damals, als sein Vater ihn zwei Wochen lang ignoriert hatte, war Lukas derjenige gewesen, der verzweifelt versucht hatte, seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Jetzt war es sein Vater, der sich ausgeschlossen fühlte – doch diesmal ignorierte er nicht Lukas, sondern seine Mutter und Frau Wagner. Die Erkenntnis trifft Lukas hart Lukas‘ Herz schlug schneller. War das also sein Muster? Immer wenn sein Vater sich gekränkt fühlte, suchte er sich eine Person aus, die er ignorierte? Damals war es Lukas gewesen – jetzt waren es seine Mutter und Frau Wagner. Er spürte, wie Wut in ihm aufstieg. „Und Mama? Und Frau Wagner?“ fragte er schließlich ruhig. Sein Vater runzelte die Stirn. „Was ist mit ihnen?“ „Du ignorierst sie jetzt“, sagte Lukas. „Genau wie du mich vor vier Monaten ignoriert hast. Ich war das letzte Mal dein Opfer – jetzt sind sie es.“ Sein Vater schwieg. Haaland, der sich bisher zurückgehalten hatte, räusperte sich. „Ich bin vielleicht nicht der Richtige, um mich einzumischen, aber… Lukas hat einen Punkt.“ Sein Vater sah ihn an, als hätte er ihn gerade erst richtig wahrgenommen. „Du bist sein Freund, oder?“ Haaland nickte. „Dann sag mir: Wie würdest du dich fühlen, wenn du ignoriert wirst?“ fragte sein Vater plötzlich. Haaland lehnte sich zurück und dachte einen Moment nach. Dann sagte er langsam: „Ich habe in meiner Karriere schon oft erlebt, dass Leute mich ignorieren oder mir den Rücken kehren.

Aber ich kann dir sagen – es fühlt sich immer schlecht an. Vor allem, wenn es von Menschen kommt, die einem wichtig sind.“ Lukas‘ Vater senkte den Blick und schien darüber nachzudenken. Der Abschied – Und viele offene Fragen Nach einer Weile seufzte sein Vater und trank einen Schluck von seinem Bier. „Vielleicht hast du recht, Lukas. Ich muss darüber nachdenken.“ Lukas wusste nicht, ob das ein echtes Eingeständnis war oder nur eine Ausrede, um das Gespräch zu beenden. Als sie die Kneipe verließen, fühlte sich Lukas nicht besser, sondern eher… verwirrt. Haaland legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Das war ein wichtiger Schritt. Egal, was passiert – du hast dich nicht unterkriegen lassen.“ Lukas seufzte. „Ich hoffe nur, dass er dieses Mal wirklich etwas ändert…“ Die Nacht war kalt, aber die Gedanken in Lukas‘ Kopf waren noch viel kälter. 8. Dezember 2024 – Ein Tag der Ruhe und des Nachdenkens Nach den turbulenten letzten Tagen war es für Lukas an der Zeit, einen Gang runterzuschalten. Er war mental erschöpft – die Konfrontation mit seinem Vater in der Kneipe hatte ihn tief getroffen. Immer wieder gingen ihm die Worte seines Vaters durch den Kopf: "Du magst mich." Warum hatte er das gesagt? Warum hatte er plötzlich ihn in den Mittelpunkt gestellt, während er seine Mutter und Frau Wagner ignorierte? Lukas konnte es nicht verstehen. Ein ruhiger Morgen – Haaland versteht ihn Er blieb an diesem Morgen länger im Bett als sonst. Die Decke fühlte sich schwer an, aber gleichzeitig schützte sie ihn vor den Gedanken, die um ihn kreisten. Erst als es an seiner Tür klopfte, wurde er aus seinen Gedanken gerissen. „Hey, bist du wach?“ Es war Haaland. „Ja…“, murmelte Lukas. Haaland öffnete vorsichtig die Tür und lehnte sich gegen den Türrahmen. „Ich hab dir ein Frühstück gemacht. Na ja, eigentlich hat deine Mutter es gemacht, aber ich habe den Kakao für dich eingegossen. Das zählt doch, oder?“ Trotz seiner trüben Stimmung musste Lukas schmunzeln. „Ja, das zählt.“ Er stand langsam auf, zog sich eine bequeme Jogginghose und ein Hoodie über und trottete in die Küche. Dort wartete bereits ein warmes Frühstück: Brötchen, Rührei, Kakao – und sogar ein kleines Stück Schokolade, das Haaland neben den Teller gelegt hatte. „Weil Schokolade glücklich macht“, erklärte er grinsend. Lukas setzte sich an den Tisch, nahm einen Bissen und seufzte. „Ich weiß nicht, was ich von gestern halten soll“, sagte er schließlich. Haaland nickte. „Das verstehe ich. Dein Vater hat dich verwirrt, oder?“ Lukas sah ihn an. „Ja. Es ist, als würde er sich immer ein neues Opfer suchen, anstatt seine Fehler zu erkennen.“ Haaland nahm einen Schluck von seinem Tee. „Manche Menschen können nicht gut mit ihren Emotionen umgehen. Sie denken, wenn sie eine Person bestrafen, fühlen sie sich besser. Aber das ist nie die Lösung.“ Lukas dachte darüber nach. „Vielleicht… Aber ich kann nicht ändern, wie er ist.“ Haaland legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter. „Nein, aber du kannst ändern, wie du darauf reagierst.“ Ein Tag nur für ihn selbst Nach dem Frühstück beschloss Lukas, sich heute einfach nur auszuruhen. Keine Termine, keine großen Pläne – einfach nur entspannen. Er legte sich aufs Sofa, nahm sich eine Decke und machte es sich mit einem Buch gemütlich. Es war lange her, dass er einfach mal gelesen hatte, ohne Druck, ohne Ablenkung.

Haaland ließ ihm seinen Freiraum, setzte sich aber in der Nähe aufs andere Sofa und scrollte durch sein Handy. „Wenn du was brauchst, sag Bescheid“, meinte er. Lukas nickte dankbar. Ein Spaziergang in der Kälte Am Nachmittag fühlte er sich ein wenig besser und entschied sich, eine Runde spazieren zu gehen. Haaland begleitete ihn. Die kalte Dezemberluft tat gut – sie klärte seinen Kopf. Sie liefen schweigend durch die Straßen, vorbei an den weihnachtlich geschmückten Häusern. Der Duft von frisch gebackenen Plätzchen lag in der Luft. Plötzlich blieb Lukas stehen und sah zu einem kleinen Spielplatz, auf dem Kinder lachend herumtobten. „Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind hier gespielt habe“, sagte er leise. Haaland schaute ihn an. „Warst du damals glücklich?“ Lukas überlegte. „Ja… zumindest meistens. Als Kind denkt man nicht so viel über Dinge nach. Man genießt einfach den Moment.“ Haaland lächelte. „Dann sollten wir das vielleicht öfter tun.“ Der Abend – Ein Gefühl von Frieden Als sie nach Hause zurückkamen, fühlte sich Lukas deutlich ruhiger. Er legte sich früh ins Bett, hörte leise Musik und ließ den Tag in Gedanken Revue passieren. Nicht jeder Tag musste voller Ereignisse sein. Manchmal war ein ruhiger Tag genau das, was man brauchte. Und mit diesem Gedanken schlief er friedlich ein. 9. Dezember 2024 – Ein produktiver Morgen im Büro der Assistenz Nach dem gestrigen Ruhetag fühlte sich Lukas ein wenig erholter. Doch er wusste, dass er heute etwas tun musste, das er schon lange vor sich hergeschoben hatte: Seine E-Mails sortieren und endlich die ganzen nervigen Newsletter abbestellen. Er hatte mittlerweile so viele ungeöffnete Mails, dass es ihn jedes Mal stresste, wenn er sein Postfach öffnete. Also entschied er sich, ins Büro seiner Assistenz, Frau Schneider, zu fahren, um dort in Ruhe alles durchzugehen. Abfahrt ins Büro – Haaland bleibt zurück Beim Frühstück erklärte er Haaland seinen Plan. „Ich fahre heute Morgen ins Büro von Frau Schneider und kümmere mich um meine E-Mails. Ich hab das viel zu lange schleifen lassen.“ Haaland grinste. „E-Mails sortieren? Klingt wie eine richtig spannende Aufgabe.“ Lukas verdrehte die Augen. „Nicht wirklich. Aber es muss sein.“ „Soll ich mitkommen?“ fragte Haaland. Lukas schüttelte den Kopf. „Nee, ich glaube, du würdest dich zu Tode langweilen. Außerdem hast du auch mal einen freien Vormittag.“ Haaland lehnte sich zurück und trank seinen Tee. „Dann genieße ich mal die Ruhe. Viel Erfolg mit den Mails!“ Ankunft im Büro – Der Kampf mit den Mails beginnt Lukas fuhr mit dem Bus in die Stadt und betrat das kleine, aber moderne Büro, in dem Frau Schneider arbeitete. Sie war bereits da, saß an ihrem Schreibtisch und lächelte, als Lukas hereinkam. „Guten Morgen, Lukas! Schön, dass du dir endlich die Zeit nimmst, dein Postfach zu sortieren.“ Lukas seufzte. „Ja… ich hätte das schon vor Monaten machen sollen.“ Sie führte ihn zu einem freien Schreibtisch mit einem Laptop. Lukas setzte sich, loggte sich in sein E-Mail-Konto ein und starrte für einen Moment entsetzt auf die Zahl der ungelesenen Nachrichten. 3.572 ungelesene E-Mails.

„Oh nein…“ murmelte er. Frau Schneider lachte. „Keine Panik. Ich helfe dir, das systematisch anzugehen.“ Die große Aufräumaktion Gemeinsam gingen sie die E-Mails durch. Zuerst filterten sie alle unwichtigen Newsletter heraus. „Schau mal, du bekommst ständig Werbung von Online-Shops, bei denen du vor Jahren mal was bestellt hast. Willst du das wirklich alles behalten?“ Lukas schüttelte den Kopf. „Nein. Kann weg.“ Nach und nach klickte er sich durch die Abmelde-Links. Jede Abbestellung fühlte sich an wie eine kleine Erleichterung. Dann sortierten sie wichtige E-Mails aus: Rechnungen, offizielle Schreiben und persönliche Nachrichten, die Lukas noch beantworten wollte. Ein merkwürdiger Absender taucht auf Plötzlich blieb Lukas an einer E-Mail hängen, die seine Aufmerksamkeit erregte. Absender: Unbekannt Betreff: Ich habe dich nicht vergessen. Ein komisches Gefühl stieg in ihm auf. Wer konnte das sein? Er zögerte einen Moment, dann klickte er auf die Mail. Doch der Inhalt bestand nur aus einem einzigen Satz: „Wir werden uns bald wiedersehen.“ Lukas‘ Hände wurden kalt. Er wusste nicht, warum, aber irgendetwas an dieser Nachricht ließ ihn frösteln. „Alles in Ordnung?“ fragte Frau Schneider besorgt, als sie sein nachdenkliches Gesicht sah. Lukas zögerte. „Ich… hab gerade eine komische Nachricht bekommen. Aber ich weiß nicht, von wem.“ Sie beugte sich vor. „Soll ich mal drüberschauen?“ Lukas überlegte kurz und nickte dann. „Ja, vielleicht ist es nur Spam.“ Frau Schneider prüfte die Mail-Adresse, konnte aber nichts Verdächtiges finden. „Hm. Keine Anhänge, keine Links… aber auch kein klarer Absender. Vielleicht nur ein schlechter Scherz?“ Lukas nickte langsam, aber in seinem Kopf ratterte es weiter. Auf dem Heimweg – Gedanken und Unsicherheit Nachdem er sein Postfach erfolgreich aufgeräumt hatte, verabschiedete er sich von Frau Schneider und machte sich auf den Heimweg. Doch die Nachricht ließ ihm keine Ruhe. Wer hatte ihm das geschrieben? Und warum klang es so, als würde ihn jemand kennen? Als er wieder zu Hause ankam, beschloss er, es Haaland zu erzählen. Vielleicht konnte sein Freund das Ganze etwas rationaler sehen… 9. Dezember 2024 – Ein Weihnachtskranz und eine unerwartete Fahrt nach Wiesbaden Nachdem Lukas am Vormittag erfolgreich seine E-Mails sortiert und eine mysteriöse Nachricht erhalten hatte, versuchte er, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Er wollte nicht zu viel über die E-Mail nachdenken – zumindest nicht, bis er mit Haaland darüber gesprochen hatte. Doch jetzt hatte er eine andere Mission: Einen schönen Weihnachtskranz für die Wohnung kaufen. Seine Mutter hatte ihn schon vor ein paar Tagen gebeten, sich darum zu kümmern, aber er hatte es immer wieder aufgeschoben. Heute war der perfekte Tag dafür. Die Fahrt ins Chaos beginnt Lukas stieg in den Bus, um zu einem großen Gartencenter am Stadtrand von Mainz zu fahren. Dort gab es eine riesige Weihnachtsabteilung, und er wollte einen schönen, traditionellen Kranz finden – mit roten Kerzen und Tannenzweigen.

Er setzte sich in den Bus, steckte seine Kopfhörer ein und ließ seinen Blick nach draußen schweifen. Die winterliche Landschaft zog an ihm vorbei, und er begann, sich zu entspannen. Doch nach einer Weile fiel ihm auf, dass er die Haltestellen nicht erkannte. Er nahm seine Kopfhörer ab und sah sich um. Oh nein. Er hatte nicht gemerkt, dass er in die falsche Buslinie eingestiegen war! Lukas‘ Herz schlug schneller. Er zog hastig sein Handy heraus und öffnete die Karten-App. „Standort: Wiesbaden.“ „Das kann doch nicht wahr sein…“ murmelte er. Die Zeit läuft davon Er schaute auf die Uhr: Es war bereits 16:30 Uhr. Das bedeutete, dass die meisten Geschäfte bald schließen würden. Er musste jetzt schnell handeln. Als der Bus an einer Haltestelle in Wiesbaden hielt, sprang Lukas heraus und suchte hektisch nach einem Blumenladen oder einer Gärtnerei. Nach fünf Minuten Laufen entdeckte er endlich einen kleinen Laden mit einem weihnachtlich dekorierten Schaufenster. „Blumen & Deko Weber“ Er stürmte hinein. Eine ältere Frau hinter der Theke blickte überrascht auf. „Guten Abend, junger Mann. Kann ich Ihnen helfen?“ Lukas schnappte nach Luft. „Haben Sie noch Weihnachtskränze? Ich brauche dringend einen!“ Die Frau lachte. „Glück gehabt! Ich habe genau noch zwei übrig. Kommen Sie, schauen Sie sich die an.“ Lukas atmete erleichtert aus. Er betrachtete die beiden Kränze – beide wunderschön, mit echten Tannenzweigen, verzierten Kugeln und vier großen Kerzen. „Ich nehme diesen hier!“, sagte er schnell und deutete auf den mit den roten Kerzen. Die Verkäuferin nickte. „Sehr gute Wahl. Dann packe ich ihn Ihnen ein.“ Während sie den Kranz in eine große Papiertasche legte, fragte sie neugierig: „Sind Sie aus Wiesbaden?“ Lukas lachte trocken. „Nein… eigentlich aus Mainz. Ich habe mich verfahren.“ Die Frau lachte herzlich. „Na, dann haben Sie jetzt wenigstens eine lustige Geschichte zu Ihrem Weihnachtskranz.“ Er zahlte schnell, bedankte sich und verließ den Laden mit seinem wertvollen Fund in der Hand. Die Heimfahrt – gerade noch geschafft Jetzt musste er nur noch zurück nach Mainz kommen. Er sprintete zur nächsten Bushaltestelle und sprang in den Bus, der glücklicherweise genau in Richtung Hauptbahnhof Mainz fuhr. Als er nach einer Stunde endlich wieder zu Hause ankam, war es bereits dunkel. Er trat mit dem Kranz in die Wohnung und rief: „Mission erfüllt!“ Seine Mutter drehte sich um und sah den Kranz in seinen Händen. „Oh, der ist wunderschön! Aber… warum siehst du so gestresst aus?“ Lukas ließ sich auf einen Stuhl fallen. „Lange Geschichte… sagen wir einfach, ich habe eine unfreiwillige Wiesbaden-Tour gemacht.“ Haaland, der auf dem Sofa saß, lachte. „Du bist nach Wiesbaden gefahren, nur um einen Kranz zu kaufen?“ Lukas verdrehte die Augen. „Nein, ich habe mich verfahren! Aber wenigstens habe ich den Kranz noch bekommen.“ Seine Mutter stellte den Kranz feierlich auf den Tisch und zündete die erste Kerze an. „Egal, wie du ihn bekommen hast – er ist wunderschön. Danke, Lukas.“

Lukas atmete tief durch. Es war ein chaotischer Nachmittag gewesen, aber am Ende hatte sich alles gelohnt. Und jetzt konnte Weihnachten offiziell beginnen. 9. Dezember 2024 – Ein ruhiger Abend nach einem turbulenten Tag Nachdem Lukas den Weihnachtskranz erfolgreich nach Hause gebracht hatte und sich von seinem unerwarteten Wiesbaden-Abenteuer erholt hatte, sehnte er sich nach einem ruhigen Abend. Die tägliche Routine – Medizin für die Epilepsie Kurz bevor er sich auf den Weg zum Abendessen machte, erinnerte ihn seine Mutter daran, seine Epilepsie-Medikamente zu nehmen. „Lukas, hast du deine Tabletten schon genommen?“ fragte sie aus der Küche. Lukas seufzte. Er hatte es fast vergessen, aber seine Mutter achtete immer darauf, dass er keine Dosis ausließ. „Nein, ich nehme sie jetzt“, rief er zurück. Er ging ins Badezimmer, nahm ein Glas Wasser und holte die Tabletten aus der Schachtel. Es war für ihn längst zur Routine geworden – zweimal täglich, morgens und abends. Manchmal fühlte es sich lästig an, aber er wusste, dass es wichtig war. Mit einem Schluck spülte er die Tabletten herunter und atmete tief durch. Burger King – Ein schnelles Abendessen Haaland, der sich inzwischen an sein gemütliches Leben in Mainz gewöhnt hatte, hatte einen Vorschlag für das Abendessen: „Wie wäre es mit Burger King? Ich habe Lust auf einen richtig großen Burger.“ Lukas lachte. „Echt jetzt? Du bist einer der besten Fußballspieler der Welt, aber du willst Fast Food essen?“ Haaland zuckte grinsend die Schultern. „Manchmal braucht man das einfach. Außerdem, wer wird mich hier schon kontrollieren?“ Lukas’ Mutter hatte nichts dagegen, also machten sich die beiden auf den Weg zum nächsten Burger King. Als sie ankamen, war es bereits dunkel und die Straßen glänzten leicht von der Feuchtigkeit des Tages. Das Restaurant war gut besucht, aber nicht überfüllt. „Ich nehme einen Double Whopper mit extra Käse und Pommes“, bestellte Haaland ohne zu zögern. Lukas überlegte kurz und entschied sich dann für einen normalen Whopper mit einer Cola. Während sie ihr Essen aßen, plauderten sie über alles Mögliche – Fußball, das Weihnachtsfest, aber auch über die mysteriöse E-Mail, die Lukas am Morgen bekommen hatte. „Es lässt mir keine Ruhe“, sagte Lukas und tunkte eine Pommes in Ketchup. „Wer schreibt mir so etwas? ‚Wir werden uns bald wiedersehen‘ klingt nicht gerade nach einem normalen Spam-Mail.“ Haaland kaute nachdenklich auf seinem Burger herum. „Vielleicht ein alter Bekannter? Oder jemand, den du nicht mehr auf dem Schirm hast?“ Lukas zuckte die Schultern. „Keine Ahnung… Ich hoffe nur, dass es nichts Schlechtes bedeutet.“ „Mach dir erstmal keinen Kopf“, sagte Haaland und nahm einen weiteren Bissen. „Falls es wirklich wichtig ist, wirst du es früh genug herausfinden.“ Lukas nickte. Vielleicht hatte Haaland recht. Zurück nach Hause – Zeit für Schlaf Nach dem Essen machten sie sich auf den Heimweg. Die kalte Nachtluft machte Lukas müde, und er merkte, wie langsam die Anstrengung des Tages in seine Knochen kroch. Als sie wieder zu Hause waren, verabschiedete er sich von Haaland und ging direkt ins Bad, um sich bettfertig zu machen.

Er putzte sich die Zähne, zog sich seinen gemütlichen Schlafanzug an und legte sich ins Bett. Sein Handy vibrierte kurz – eine neue Nachricht. Für einen Moment dachte er an die mysteriöse E-Mail, aber als er auf den Bildschirm schaute, sah er, dass es nur eine Werbebenachrichtigung war. Er atmete erleichtert aus, legte das Handy auf den Nachttisch und zog die Decke über sich. Trotz allem schlief er mit einem guten Gefühl ein. Der Tag war chaotisch gewesen, aber er war nicht allein – und das war das Wichtigste. 10. Dezember 2024 – Ein gemütlicher Filmabend mit einem Bier Nach einem langen Tag voller kleiner Erledigungen und ruhiger Momente hatte Lukas beschlossen, den Abend ganz entspannt zu verbringen. Er wollte sich einfach nur mit seiner Mutter zurücklehnen, einen Film schauen und sich ein kühles Bier gönnen. Haaland war heute Abend unterwegs – er hatte sich mit einem alten Freund in Mainz getroffen, den er noch aus Jugendzeiten kannte. Das bedeutete, dass Lukas und seine Mutter das Wohnzimmer für sich hatten und sich einen ruhigen Abend machen konnten. Die richtige Filmauswahl „Na, was wollen wir heute Abend schauen?“ fragte seine Mutter, während sie sich auf das Sofa setzte und die Fernbedienung in der Hand hielt. Lukas zuckte mit den Schultern. „Irgendwas Entspanntes. Kein Drama, kein Horror – einfach nur was zum Abschalten.“ Seine Mutter überlegte kurz und grinste dann. „Wie wäre es mit Kevin – Allein zu Haus? Der läuft ja zur Weihnachtszeit immer wieder.“ Lukas lachte. „Perfekt! Ein Klassiker.“ Während seine Mutter den Film startete, stand Lukas auf und ging in die Küche. Er öffnete den Kühlschrank und holte sich eine kühle Flasche Bier. „Willst du auch eins?“ fragte er seine Mutter. Sie schüttelte den Kopf. „Nein, danke, ich nehme lieber einen Tee. Aber du kannst dir ruhig eins gönnen.“ Lukas öffnete die Flasche, nahm einen Schluck und ließ sich dann gemütlich aufs Sofa fallen. Der Filmabend beginnt Als der Film startete, spürte Lukas, wie er langsam zur Ruhe kam. Die witzigen Szenen mit Kevin, der sich gegen die Einbrecher verteidigte, brachten ihn immer wieder zum Lachen. Seine Mutter saß neben ihm, eingekuschelt in eine warme Decke, und schmunzelte ebenfalls. „Ich liebe diesen Film einfach. Er erinnert mich immer an Weihnachten, als du noch klein warst“, sagte sie leise. Lukas nickte und nahm einen weiteren Schluck von seinem Bier. „Ja, damals war Weihnachten irgendwie… magischer.“ Seine Mutter sah ihn an. „Findest du, dass es heute weniger magisch ist?“ Lukas überlegte. „Nicht wirklich. Es ist nur anders. Früher ging es mehr um Geschenke und Aufregung, jetzt geht es mehr um das Zusammensein.“ Seine Mutter lächelte. „Und genau das ist das Wichtige.“ Ein Moment der Ruhe Der Film lief weiter, und Lukas merkte, wie er immer entspannter wurde. Er dachte an die letzten Tage – an die E-Mail, an das Treffen mit seinem Vater, an den chaotischen Kranz-Kauf in Wiesbaden. Es war viel passiert, aber jetzt war alles ruhig. Er lehnte sich zurück, nahm den letzten Schluck aus seiner Flasche und fühlte sich einfach nur… zufrieden. Einfach ein ruhiger Abend mit seiner Mutter – genau das, was er gebraucht hatte. 10. Dezember 2024 – Ein verhängnisvoller Abend Der Filmabend mit seiner Mutter verlief zunächst entspannt. Lukas genoss sein erstes Bier, lachte über Kevin – Allein zu Haus und fühlte sich vollkommen wohl. Doch während seine Mutter konzentriert auf den Bildschirm schaute, kam ihm eine Idee.

„Ein Bier reicht doch nicht… Ich probiere mal das stärkere.“ Er wusste, dass seine Mutter kein Problem damit hatte, wenn er mal ein Bier trank, aber ein 10%-Bier? Das würde sie ihm bestimmt nicht erlauben. Also entschied er sich, heimlich eine Flasche aus dem Kühlschrank zu nehmen. Das zweite Bier – ein folgenschwerer Fehler Er trank es schnell, ohne groß darüber nachzudenken. Es schmeckte ein bisschen anders als das erste, aber er merkte nichts. Zunächst. Nach ein paar Minuten fing sein Kopf an, sich leicht zu drehen. Nach 15 Minuten merkte er, dass sich der Boden unter ihm komisch anfühlte. Nach 30 Minuten lachte er über eine Szene, die gar nicht so lustig war – viel zu laut und viel zu lange. Seine Mutter drehte sich langsam zu ihm um. „Lukas… geht es dir gut?“ Lukas griente. „Maaama, ich… also Kevin ist sooo lustig! Warum habe ich den Film nicht schon gestern geschaut?“ Seine Mutter runzelte die Stirn. „Lukas… hast du noch was getrunken?“ „Nö… also… vielleicht… ein kleines bisschen?“ Er hielt Daumen und Zeigefinger nah beieinander und kicherte. Jetzt wurde seine Mutter ernst. „Was genau hast du getrunken?“ „Na ja… das Bier… das Starke…“ Seine Mutter seufzte und schüttelte den Kopf. „Oh nein… Lukas, du verträgst doch kaum Alkohol! Wie viel hast du davon getrunken?“ „N-nicht sooo viel…“ nuschelte er und wollte gerade aufstehen, als ihm plötzlich richtig schwindlig wurde. Die Katastrophe beginnt Er schwankte, verlor fast das Gleichgewicht und hielt sich am Tisch fest. „Oh… oh wow… das fühlt sich komisch an…“ Seine Mutter sprang auf. „Lukas, setz dich hin! Ich glaube, du hast zu viel getrunken.“ Doch Lukas schüttelte den Kopf. „Ich… ich will mir einen Tee machen. Tee hilft doch, oder?“ Er wankte in die Küche, griff nach der Teekanne – und musste plötzlich dringend auf die Toilette. Er rannte los, doch als er die Badezimmertür öffnete, verlor er die Kontrolle. Seine Beine fühlten sich wackelig an, sein Kopf drehte sich, und er merkte erst zu spät, dass ihm der Magen völlig umdrehte. Das schlimmste Chaos seines Lebens Er stürzte ins Bad, wollte sich sauber machen, doch in seiner Verwirrung verteilte er den Kot überall – an der Toilette, am Waschbecken, an seinen Klamotten. „Oh nein, oh nein, oh nein…“ murmelte er benommen. Doch das war noch nicht alles. Plötzlich überkam ihn eine Welle der Übelkeit. Er beugte sich nach vorne – und übergab sich heftig in die Badewanne. Gerade in diesem Moment stürmte seine Mutter ins Badezimmer, und als sie das Chaos sah, hielt sie sich schockiert die Hand vor den Mund. „Lukas!! Was hast du getan?“ Lukas konnte nicht mehr antworten. Sein Körper fühlte sich kraftlos an, sein Kopf drehte sich. Er wollte sich aufrichten, doch er glitt aus und landete halb auf dem Boden, halb über der Toilette. Haaland kommt hinzu – die Panik steigt Haaland, der gerade nach Hause gekommen war, hörte das Chaos und eilte sofort ins Badezimmer. Als er Lukas auf dem Boden sah, blass, völlig außer Kontrolle und mit Erbrochenem auf seinem Shirt, riss er erschrocken die Augen auf. „Was zur Hölle ist passiert?!“
„Er hat zu viel getrunken!“ rief seine Mutter verzweifelt. „Ich wusste nicht, dass er so ein starkes Bier hatte!“ Lukas murmelte irgendetwas Unverständliches und versuchte aufzustehen – doch er sackte sofort wieder zusammen. „Lukas, bleib wach!“ rief Haaland panisch. Lukas hörte ihn, aber alles wurde verschwommen. Sein Körper war schwer, sein Atem unregelmäßig. Er versuchte zu sprechen, aber stattdessen würgte er wieder. Dann, als er wieder im Bett lag, geschah das Schlimmste. Plötzlich überkam ihn erneut eine Welle der Übelkeit, doch er war zu schwach, um sich richtig aufzusetzen. Seine Mutter bemerkte es im letzten Moment. „Oh Gott, er kann sich nicht richtig drehen!! Er könnte ersticken!!“ Haaland reagierte sofort, packte Lukas vorsichtig an den Schultern und drehte ihn auf die Seite, gerade rechtzeitig, bevor er sich wieder übergab. Seine Mutter hielt panisch ein Handtuch bereit, während Haaland Lukas sanft auf die Seite hielt. Für ein paar Sekunden hatten sie beide Angst, dass er das Bewusstsein verlieren könnte. Doch langsam beruhigte sich sein Atem, und nach ein paar Minuten sank er erschöpft ins Bett zurück. Nachspiel und Sorgen um Lukas Lukas‘ Mutter saß mit einem feuchten Waschlappen neben ihm, während Haaland sich auf einen Stuhl setzte und erleichtert ausatmete. „Das war verdammt knapp“, sagte Haaland leise. Seine Mutter strich Lukas vorsichtig über die Stirn. „Ich wusste nicht, dass er sowas ausprobiert… Ich hätte es merken müssen.“ Haaland nickte. „Ich glaube, er wird morgen eine verdammt harte Lektion gelernt haben.“ Lukas murmelte etwas Unverständliches und fiel schließlich in einen unruhigen, erschöpften Schlaf. Seine Mutter und Haaland blieben noch lange an seinem Bett sitzen, um sicherzugehen, dass er stabil war. Keiner von ihnen wollte sich ausmalen, was hätte passieren können, wenn sie nicht da gewesen wären. 11. Dezember 2024 – Das bittere Erwachen Lukas fühlte sich, als würde sein Kopf in einem Schraubstock stecken. Alles war schwer, sein Körper, seine Augen, sein Geist. Ein dumpfer Schmerz pochte in seinem Schädel, und seine Kehle fühlte sich trocken und rau an, als hätte er Sand geschluckt. Langsam öffnete er die Augen – oder zumindest versuchte er es. Seine Lider waren schwer, seine Sicht verschwommen. Doch dann spürte er etwas Unangenehmes auf seinem Gesicht. Er tastete nach seiner Brille – und erstarrte. Sie war voller getrocknetem Erbrochenem. Ein kalter Schauer lief ihm den Rücken hinunter, als er realisierte, was das bedeutete. Sein Atem wurde schneller, sein Herz klopfte heftig in seiner Brust. Was war letzte Nacht passiert? Er versuchte sich aufzurichten, doch sein Körper fühlte sich wie Blei an. In diesem Moment bemerkte er, dass er nicht alleine war. „Hey… langsam, langsam!“ Lukas drehte den Kopf und sah Haaland und seine Mutter an. Beide saßen an seinem Bett, ihre Gesichter von Sorgen gezeichnet.

Seine Mutter sah müde aus, dunkle Augenringe lagen unter ihren Augen. Sie hatte offensichtlich kaum geschlafen. Haaland wirkte erleichtert, aber auch erschüttert. „Du bist wach“, sagte seine Mutter mit bebender Stimme. Lukas blinzelte und versuchte, sich an irgendetwas zu erinnern. „Was… was ist passiert?“ krächzte er, seine Kehle brannte. Haaland schüttelte den Kopf. „Bruder… du hättest letzte Nacht fast dein Leben verloren.“ Lukas‘ Atem stockte. „Was…?“ Seine Mutter nahm seine Hand. „Lukas… du hast dich letzte Nacht mit diesem starken Bier vergiftet. Du hast die Kontrolle verloren, dich im ganzen Badezimmer eingeschmiert, dich mehrmals übergeben… und dann…“ Sie brach ab, ihre Stimme versagte. Lukas sah zwischen ihr und Haaland hin und her. „Und dann was?“ Haaland sah ihn ernst an. „Und dann bist du fast erstickt, Mann.“ Lukas‘ Herz setzte einen Schlag aus. „Was?!“ Seine Mutter nickte, Tränen in den Augen. „Du warst so schwach, dass du dich nicht mehr richtig bewegen konntest. Wenn Erling dich nicht auf die Seite gedreht hätte…“ Sie schloss für einen Moment die Augen, atmete tief durch und sah ihn dann mit einem Ausdruck an, der Lukas das Herz zusammenschnürte. „Wir dachten, wir verlieren dich.“ Lukas wurde übel – nicht wegen des Alkohols, sondern wegen dieser Worte. Er versuchte, alles zu verarbeiten, aber es fühlte sich an, als wäre sein Verstand noch nicht bereit, die Wahrheit zu akzeptieren. Er blickte wieder auf seine Brille, die immer noch von den Spuren der letzten Nacht bedeckt war. Er hatte es völlig unterschätzt. Er hatte gedacht, ein starkes Bier sei harmlos. Er hatte nicht bemerkt, wie sein Körper sich immer weiter in eine gefährliche Lage gebracht hatte. Und jetzt saß er hier, mit einer Mutter, die um ihn geweint hatte, und einem Freund, der ihn gerettet hatte. Langsam hob er den Blick. „Ich… ich wollte das nicht. Es tut mir leid.“ Seine Mutter drückte seine Hand fester. „Lukas, es geht nicht um Schuld. Es geht darum, dass du verstehst, wie gefährlich das war. Wir hatten solche Angst… Ich hätte nicht gedacht, dass ich eines Tages zusehen muss, wie mein eigener Sohn um sein Leben kämpft.“ Haaland nickte ernst. „Das war nicht nur ein normaler Rausch, Mann. Das war eine Vergiftung. Dein Körper hat dich fast aufgegeben.“ Lukas schluckte hart. Er hatte noch nie einen solchen Schrecken erlebt – und jetzt, da die Wahrheit auf ihn einstürzte, spürte er die volle Wucht dessen, was passiert war. Er wollte etwas sagen, aber ihm fehlten die Worte. Alles, was er tun konnte, war zu nicken – und zu schwören, dass er so etwas nie wieder zulassen würde. 11. Dezember 2024 – Ein unangenehmes Gespräch über die WhatsApp-Gruppe Nach dem schweren Morgen und der Erkenntnis, dass er sich selbst beinahe umgebracht hätte, fühlte sich Lukas ausgelaugt. Er hatte noch Kopfschmerzen, und sein Magen rebellierte immer noch leicht.

Trotzdem schaffte er es irgendwann aufzustehen, sich frisch zu machen und in die Küche zu gehen. Seine Mutter hatte ihm eine leichte Brühe gekocht, die er langsam löffelte. Doch während er aß, sah er, dass seine Mutter ihn immer wieder musterte – als wollte sie noch über etwas anderes sprechen. Schließlich atmete sie tief durch und legte ihr Handy auf den Tisch. „Lukas, es gibt noch etwas, worüber wir reden müssen.“ Lukas legte den Löffel hin. Er hatte das ungute Gefühl, dass ihm das Gespräch nicht gefallen würde. „Was denn?“ fragte er vorsichtig. Seine Mutter öffnete WhatsApp und zeigte ihm eine Gruppe, in der er Mitglied war. „Diese Gruppe. Ich habe gehört, dass es da große Probleme gibt. Es gibt da einen dicken Jungen, von dem viele glauben, dass er… na ja, dass er pädophil ist. Und er hat wohl schon eine Anzeige deswegen.“ Lukas‘ Augen weiteten sich. „Was?! Wer sagt das?“ „Es wurde darüber gesprochen. Und viele haben gesagt, dass du besser aus dieser Gruppe rausgehen und diesen Jungen blockieren sollst.“ Lukas war schockiert. Er hatte mitbekommen, dass der Junge seltsame Dinge in die Gruppe schrieb, aber dass es so schlimm war, hatte er nicht gewusst. „Und dann gibt es da noch etwas anderes…“ Seine Mutter zog erneut ihr Handy hervor und zeigte ihm Screenshots von der Gruppe. Lukas erkannte sie sofort – sie waren von ihm selbst. Ein unangenehmes Gefühl breitete sich in seiner Brust aus. „Das… das sind doch alte Videos“, murmelte er. Seine Mutter nickte. „Ja. Aber trotzdem wurden sie herumgeschickt. Videos, in denen du in einen Wasserkocher gespuckt hast… und dann das mit dem Katheter.“ Lukas fühlte sich plötzlich eiskalt. Er hatte diese Videos damals nicht ernst genommen. Er hatte sie aus Spaß in die Gruppe geschickt, ohne nachzudenken. Doch jetzt, wo sie ihm so präsentiert wurden, schämte er sich zutiefst. „Lukas… wieso hast du das gemacht?“ fragte seine Mutter mit besorgter Stimme. Lukas schluckte. „Ich… keine Ahnung. Ich dachte, es wäre lustig. Ich habe nicht drüber nachgedacht, dass das mal ein Problem werden könnte.“ Haaland, der gerade in die Küche gekommen war und das Gespräch mitbekommen hatte, setzte sich neben ihn. „Lukas… ich sag das als dein Freund. Aber das war echt keine gute Idee. Wenn solche Videos einmal im Internet sind, kannst du sie nicht mehr kontrollieren.“ Lukas spürte, wie seine Ohren heiß wurden. Er hatte Mist gebaut. Er wollte sich rausreden, sagen, dass es doch nicht so schlimm sei – aber tief in sich wusste er, dass es doch schlimm war. „Was soll ich jetzt tun?“ fragte er leise. Seine Mutter seufzte. „Erstens verlässt du diese Gruppe. Sofort. Und du blockierst diesen Jungen.“ Lukas nahm sein Handy und tat, was sie sagte. „Und zweitens… du denkst in Zukunft nach, bevor du sowas postest.“ Haaland nickte. „Ehrlich, Lukas – das hätte noch viel schlimmer ausgehen können. Zum Glück hat dir deine Mutter das früh genug gesagt.“ Lukas fühlte sich schrecklich. Er war schon fast gestorben wegen des Alkohols, und jetzt merkte er, dass er sich auch im Internet fast sein eigenes Grab geschaufelt hätte. Es war einer der schlimmsten Tage seines Lebens.

Aber vielleicht, nur vielleicht, konnte er daraus lernen. 12. Dezember 2024 – Ein schwerer Gang zur Autismus-Therapie Lukas war noch immer müde und fühlte sich geschwächt, als er an diesem Morgen aufstand. Die letzten zwei Tage hatten ihn mental und körperlich ausgelaugt – zuerst die Alkoholvergiftung, dann das unangenehme Gespräch über die WhatsApp-Gruppe und die peinlichen Videos. Doch heute stand etwas an, das er nicht vermeiden konnte: Seine Autismus-Therapie. Normalerweise fühlte er sich dort sicher – es war ein Ort, an dem er über seine Gedanken und Gefühle sprechen konnte, ohne verurteilt zu werden. Aber heute war es anders. Denn seine Mutter hatte ihm gestern deutlich gesagt: „Sag nichts von den Vorfällen. Das würde nur unnötige Probleme machen.“ Lukas verstand das. Wenn seine Therapeutin von der Alkoholvergiftung oder dem InternetProblem erfuhr, könnte das bedeuten, dass sie eine Krisensitzung anordnen oder es sogar irgendwo melden musste. Und das wollte seine Mutter um jeden Preis verhindern. Die Fahrt zur Therapie – Ein beklemmendes Gefühl Nach einem kleinen Frühstück zog Lukas sich warm an und machte sich mit dem Bus auf den Weg zur Therapie-Praxis. Haaland hatte ihm noch einen aufmunternden Klaps auf die Schulter gegeben und gesagt: „Bleib ruhig, du schaffst das.“ Doch Lukas fühlte sich alles andere als ruhig. Er starrte aus dem Busfenster und versuchte sich darauf einzustellen, ganz normal zu wirken – als wäre nichts passiert. Er hasste es zu lügen. Aber heute musste er schweigen. Das Gespräch mit der Therapeutin Als er in der Praxis ankam, wurde er von Frau Berger, seiner Therapeutin, freundlich begrüßt. „Hallo Lukas, schön, dass du da bist. Wie geht es dir heute?“ Lukas setzte ein müdes Lächeln auf. „Ganz okay… ein bisschen erschöpft, aber sonst nichts Besonderes.“ Frau Berger nickte. „Gut, dann lass uns mal schauen, worüber wir heute sprechen können.“ Sie stellte ihm ein paar Routinefragen über seinen Alltag, seine Gefühle und seinen Umgang mit Stress. Lukas gab so normale Antworten wie möglich – ohne zu viel zu erzählen. Aber innerlich fühlte es sich an, als hätte er ein riesiges Geheimnis, das schwer auf seiner Brust lag. Er wollte ihr sagen, dass er fast erstickt wäre. Er wollte ihr sagen, dass er so dumme Videos gepostet hatte. Er wollte ihr sagen, dass er sich schlecht fühlte. Aber er durfte es nicht. Also spielte er seine Rolle – als wäre alles in Ordnung. Ein innerer Kampf „Lukas, du wirkst heute ein bisschen… angespannt. Ist irgendetwas passiert?“ fragte Frau Berger schließlich. Sein Herz schlug schneller. „Sag nichts.“ „Nein, nicht wirklich“, log er. Sie musterte ihn einen Moment lang, als würde sie spüren, dass da etwas war.

Doch schließlich nickte sie langsam. „Okay. Falls doch etwas ist, du weißt, dass du es mir immer sagen kannst, oder?“ Lukas zwang sich zu nicken. „Ja… ich weiß.“ Doch als die Sitzung vorbei war und er wieder draußen stand, fühlte er sich nicht erleichtert. Er fühlte sich, als hätte er sich selbst betrogen. Er wusste, dass er nicht ewig schweigen konnte. Aber heute musste es sein. 12. Dezember 2024 – Ein ungeplanter, langer Einkaufsbummel Nachdem Lukas seine Autismus-Therapie überstanden hatte, fühlte er sich irgendwie leer. Er hatte den ganzen Termin über nicht die Wahrheit sagen dürfen, und das hatte ihn belastet. Er hatte geschwiegen, als ob nichts passiert wäre – dabei war in den letzten Tagen so viel passiert. Er wollte einfach mal raus. Alleine sein. Also entschied er sich, noch ein bisschen in der Stadt zu bleiben und ein paar Einkäufe zu erledigen. Weihnachten rückte näher, und er hatte noch keine Geschenke für seine Mutter oder Haaland besorgt. Der Einkauf beginnt – Ablenkung oder Flucht? Er schlenderte durch die Fußgängerzone von Mainz, vorbei an den weihnachtlich dekorierten Schaufenstern. Überall hingen Lichterketten, und Weihnachtsmusik dudelte aus den Lautsprechern der Geschäfte. Eigentlich mochte Lukas diese Atmosphäre. Sie war irgendwie beruhigend. Er ging zuerst in ein Buchgeschäft und suchte nach einem Geschenk für seine Mutter. Sie las gerne Romane, also stöberte er durch die Bestseller. Nach einigem Überlegen entschied er sich für einen historischen Roman, den sie mögen könnte. Dann überlegte er, was er für Haaland kaufen könnte. „Was schenkt man jemandem, der schon alles hat?“ murmelte er vor sich hin. Nach einigem Überlegen entschied er sich für eine Mainz-05-Tasse mit dem Vereinslogo und einem witzigen Spruch: „Nur wahre Fußballgötter verstehen die Magie von Mainz 05!“ „Perfekt“, dachte Lukas und lachte leise. Aber anstatt nach Hause zu gehen, ließ er sich treiben. Er ging in ein kleines Café, setzte sich mit einem Kakao an ein Fenster und starrte einfach nur nach draußen. Er wollte nicht nach Hause. Nicht, weil er seine Mutter oder Haaland nicht mochte – sondern weil er wusste, dass sie ihn mit Fragen löchern würden. „Wie war die Therapie?“ „Geht es dir besser?“ „Warum warst du so lange weg?“ Und darauf hatte er keine Lust. Die Sorgen wachsen – Wo bleibt Lukas? Während er weiter durch die Stadt bummelte, begann seine Mutter sich Sorgen zu machen. Sie sah auf die Uhr. 18:30 Uhr. Er hatte gesagt, dass er nach der Therapie direkt nach Hause kommen würde. Aber jetzt war es schon Stunden später – und sie hatte nichts von ihm gehört. Also rief sie ihn an. Doch Lukas drückte den Anruf weg. „Nicht jetzt…“ murmelte er und steckte das Handy wieder in die Tasche. Dann rief Haaland an. Lukas seufzte, zog sein Handy wieder raus und überlegte. Sollte er rangehen? Aber er fühlte sich einfach nicht danach. Also ließ er es klingeln.

Die Mutter und Haaland werden nervös Zu Hause saß Haaland mit Lukas’ Mutter auf dem Sofa. „Er geht nie einfach ohne Bescheid zu sagen weg…“, sagte seine Mutter nervös. Haaland nickte. „Vor allem nicht nach den letzten Tagen. Denkst du, es ist was passiert?“ „Ich hoffe nicht…“ Sie beschlossen, ihm eine Nachricht zu schreiben: Mama: Lukas, wo bist du? Wir machen uns Sorgen! Bitte melde dich. Haaland: Ey Bruder, geht’s dir gut? Schreib wenigstens kurz. Doch Lukas antwortete nicht. Der Heimweg – Er merkt seinen Fehler Irgendwann, als er aus einem kleinen Souvenirladen kam, schaute Lukas doch auf sein Handy. Er sah die verpassten Anrufe und Nachrichten – und plötzlich spürte er ein schlechtes Gewissen. Er hatte sich einfach treiben lassen, aber nicht daran gedacht, dass sich seine Mutter und Haaland Sorgen machen könnten. Er schrieb schnell zurück: Lukas: Sorry, bin noch in der Stadt. Bin auf dem Heimweg. Seine Mutter antwortete fast sofort: Mama: Gott sei Dank! Warum hast du nicht früher Bescheid gesagt? Haaland: Alter, du hast uns einen Schreck eingejagt! Komm schnell heim. Lukas seufzte. Er hatte nicht darüber nachgedacht, wie das auf die anderen wirken könnte. Endlich zu Hause – Eine Mischung aus Wut und Erleichterung Als er die Tür aufschloss und ins warme Wohnzimmer trat, erwartete ihn eine Mutter mit verschränkten Armen und ein Haaland, der ihn skeptisch musterte. „Wo warst du so lange?!“ fragte seine Mutter sofort. „Ich war nur ein bisschen einkaufen…“, sagte Lukas und hob die Tüten. „Ich wollte Weihnachtsgeschenke besorgen.“ Seine Mutter schüttelte den Kopf. „Du hättest uns einfach Bescheid sagen müssen! Nach allem, was in den letzten Tagen passiert ist, hatten wir Angst, dass etwas passiert ist.“ Lukas nickte langsam. „Es tut mir leid. Ich habe nicht darüber nachgedacht.“ Haaland klopfte ihm auf die Schulter. „Alles gut, Bruder. Aber nächstes Mal schreib wenigstens kurz. Wir dachten schon, du liegst irgendwo im Schnee.“ Lukas zwang sich zu einem Lächeln. „Ich hab’s kapiert… nächstes Mal melde ich mich.“ Seine Mutter atmete tief durch. „Na gut… Hauptsache, du bist da.“ Er fühlte sich schuldig, aber auch erleichtert, dass sie sich um ihn kümmerten. Und er schwor sich, in Zukunft besser darauf zu achten, dass er andere nicht unnötig beunruhigte. 12. Dezember 2024 – Die Nacht des verschobenen Spiels gegen Wolfsburg Nach dem langen Einkaufsbummel, der Aufregung um sein Verschwinden und dem klärenden Gespräch mit seiner Mutter und Haaland, fühlte sich Lukas erschöpft. Er wollte eigentlich nur noch ins Bett – doch dann fiel ihm ein: Heute Nacht war das verschobene Spiel von Mainz 05 gegen Wolfsburg! Das Spiel hätte eigentlich schon am 8. Dezember stattfinden sollen, war aber wegen einer technischen Störung verschoben worden. Jetzt lief es endlich – doch Mainz musste schon in zwei Tagen wieder ran, und zwar gegen Bayern München! Lukas schnappte sich sein Handy und setzte sich mit Haaland auf die Couch. „Schauen wir das Spiel?“ fragte Haaland, während er sich gemütlich zurücklehnte. Lukas nickte. „Ja, aber ich hab ein schlechtes Gefühl… Wolfsburg ist nicht leicht auswärts.“ Haaland grinste. „Du wirst sehen, Mainz überrascht immer wieder.“ Ein wildes Spiel in Wolfsburg

Schon nach 11 Minuten explodierte Lukas vor Freude. Paul Nebel trifft! 0:1 für Mainz! „Jaaaaaa! Genau so!“ rief er und sprang auf. Doch die Freude hielt nicht lange. Schon 8 Minuten später, in der 19. Minute, fiel der Ausgleich durch Mohamed Amoura. „Verdammt… das ging zu schnell“, murmelte Lukas. Das Spiel ging hin und her, aber dann – in der 39. Minute – kam der nächste Schock für Wolfsburg: Jonathan Burkardt bringt Mainz wieder in Führung! 1:2! „Jaaaaa! Burkardt ist zurück!“ schrie Lukas und riss die Arme in die Luft. Haaland lachte. „Bruder, du gehst völlig ab.“ Die erste Halbzeit endete mit der knappen Führung für Mainz, doch Lukas wusste: Wolfsburg würde nicht aufgeben. Und er behielt recht. 57. Minute: 2:2! Tiago Tomas gleicht aus. „Ahhhh, das gibt’s doch nicht! Unsere Abwehr schläft!“ fluchte Lukas und schlug die Hände vors Gesicht. Doch Mainz gab nicht auf. Paul Nebel, der Held des Spiels, schlug wieder zu! 66. Minute: 2:3 für Mainz! Lukas drehte fast durch. „Wir haben’s! Wir haben’s!“ Aber Wolfsburg hatte Jonas Wind. 84. Minute: 3:3! „Nein! Nicht so kurz vor Schluss!“ rief Lukas verzweifelt. Jetzt musste Mainz alles halten – nur noch ein paar Minuten. Doch dann… das Schlimmste. 90+4. Minute: Jonas Wind trifft zum 4:3 für Wolfsburg. Stille. Lukas starrte fassungslos auf den Bildschirm. Dann ließ er sich langsam zurück auf die Couch sinken. „Nein… nein… das darf nicht wahr sein.“ Mainz hatte es fast geschafft – und in letzter Sekunde doch noch verloren. Nach dem Spiel – Ernüchterung und Angst vor Bayern Lukas war sprachlos. „Das war so unnötig…“ murmelte er. „Wir hatten es in der Hand.“ Haaland legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Es ist bitter, aber Mainz hat gekämpft. Das war kein schlechtes Spiel.“ Lukas seufzte tief. „Ja… aber wir hätten wenigstens einen Punkt mitnehmen können.“ Dann fiel ihm etwas noch Schlimmeres ein. „In zwei Tagen kommt Bayern.“ Er und Haaland tauschten einen Blick. Mainz musste jetzt ausgerechnet gegen die Bayern spielen – nach dieser kräftezehrenden Niederlage. Lukas lehnte sich zurück und rieb sich die Schläfen. „Das wird verdammt schwer…“ Und mit dieser düsteren Vorahnung schlief er irgendwann erschöpft ein, während der Fernseher noch lief. 13. Dezember 2024 – Ein Tag der Ruhe vor dem großen Spiel Nach der bitteren 4:3-Niederlage gegen Wolfsburg fühlte sich Lukas völlig ausgelaugt. Er war spät in der Nacht auf der Couch eingeschlafen, und als er am nächsten Morgen aufwachte, lief auf dem Fernseher immer noch eine Wiederholung des Spiels.

Er gähnte und rieb sich die Augen. Die Enttäuschung über das verlorene Spiel saß noch tief – aber er wusste, dass er sich jetzt auf das nächste große Ereignis vorbereiten musste: Mainz gegen Bayern München. „Morgen ist es soweit…“, dachte er. Seine Mutter hatte Tickets für ihn und Haaland besorgt – sie würden das Spiel im Stadion live sehen. Doch bevor er sich auf das Fußballfest freuen konnte, brauchte er einen Tag Ruhe. Ein langsamer Start in den Tag Lukas stand auf, streckte sich und schlurfte in die Küche. Dort saß bereits Haaland, der gemütlich an einer Tasse Tee nippte. „Guten Morgen, Schlafmütze“, begrüßte er ihn mit einem Grinsen. Lukas gähnte. „Guten Morgen… oder eher, bittersüßer Morgen nach diesem Spiel gestern.“ Haaland nickte verständnisvoll. „Ja, das war hart. Aber weißt du was? Morgen ist ein neuer Tag, und Mainz kann immer überraschen.“ Lukas setzte sich an den Tisch und nahm sich ein Brötchen. „Ich hoffe es… aber gegen Bayern wird das schwer.“ Seine Mutter kam gerade in die Küche. „Lukas, ich möchte, dass du dich heute ausruhst. Morgen wird anstrengend – wir müssen früh los, und du brauchst Energie für das Spiel.“ Lukas nickte. „Ja, ich habe eh keine großen Pläne.“ „Gut“, sagte sie zufrieden. „Dann wird heute ein richtiger Ruhetag.“ Ein Tag nur für ihn selbst Nachdem er gefrühstückt hatte, beschloss Lukas, sich einfach einen entspannten Tag zu machen. Er legte sich aufs Sofa, zog sich eine warme Decke über und spielte eine Runde FIFA auf seiner Konsole. Er wählte natürlich Mainz 05 und spielte das Bayern-Spiel in der Simulation vorab. Haaland schaute zu. „Na, was sagt FIFA? Gewinnt Mainz?“ Lukas lachte. „Gerade habe ich 2:1 gewonnen. Hoffentlich passiert das morgen auch in echt.“ „Dann sag den Mainz-Spielern, dass sie sich an deinem Spielstil orientieren sollen.“ Lukas verdrehte die Augen und grinste. Nachmittags – Ein bisschen Bewegung Am Nachmittag beschloss Lukas, trotz Ruhetag eine kleine Runde spazieren zu gehen. Haaland begleitete ihn. Die beiden schlenderten durch die Stadt, vorbei an den weihnachtlich geschmückten Straßen und Geschäften. Lukas spürte, dass die Bewegung ihm guttat. Die frische Luft klärte seinen Kopf, und er konnte den Stress der letzten Tage langsam loslassen. Sie machten einen kurzen Stopp an einem kleinen Café, wo Lukas sich einen heißen Kakao bestellte. „Ich bin echt gespannt auf morgen“, sagte er nachdenklich. Haaland nickte. „Es wird ein besonderes Spiel. Die Bayern sind stark, aber Mainz hat schon oft gezeigt, dass sie überraschen können.“ Lukas lächelte. „Ich hoffe, dass wir morgen ein gutes Spiel sehen – egal, wie es ausgeht.“ Abends – Vorfreude und Nervosität Als sie wieder zu Hause waren, machte sich Lukas früh fertig. Er legte sein Mainz-05-Trikot schon bereit, damit er es morgen direkt anziehen konnte. Dann kuschelte er sich mit einer Decke aufs Sofa und schaute noch ein paar Highlights von alten Mainz-gegen-Bayern-Spielen. Seine Mutter kam kurz zu ihm. „Geht’s dir gut, mein Schatz?“ Lukas nickte. „Ja… Ich freue mich auf morgen. Aber ich bin auch ein bisschen nervös.“ Seine Mutter lächelte und setzte sich neben ihn. „Egal, was passiert – wir genießen einfach den Stadionbesuch. Das ist das Wichtigste.“

Er nickte langsam. Kurz bevor er ins Bett ging, checkte er nochmal die Tabelle der Bundesliga. Mainz brauchte dringend Punkte, um nicht wieder unten reinzurutschen. „Morgen wird wichtig…“ murmelte er, als er langsam die Augen schloss. Er wusste, dass der morgige Tag unvergesslich werden würde – egal, wie das Spiel ausging. 14. Dezember 2024 – Mainz 05 vs. Bayern München: Ein unvergesslicher Stadionbesuch Der Tag war endlich gekommen. Mainz 05 gegen den FC Bayern München – live in der MEWA Arena. Lukas war aufgeregt. Nach der knappen 4:3-Niederlage gegen Wolfsburg war dieses Spiel enorm wichtig für Mainz. Die Bayern waren ein harter Gegner, aber es war bekannt, dass Mainz sie zu Hause immer wieder überraschen konnte. „Vielleicht passiert heute ein Wunder…“, dachte er, während er sein Mainz-05-Trikot überzog. Ankunft im Stadion – Barrierefreie Plätze für alle Zusammen mit seiner Mutter und Haaland machte er sich früh auf den Weg zur MEWA Arena. Die Straßen waren voller Fans, überall hörte man „Mainz! Mainz! Mainz!“ und sah rot-weiße Schals. „Das fühlt sich immer wieder besonders an“, sagte seine Mutter lächelnd, als sie das Stadion betraten. Lukas hatte sich für barrierefreie Plätze entschieden, weil er wusste, dass seine Mutter sich dort wohler fühlte. Sein Ticket hatte nur 10 Euro gekostet, seine Mutter durfte umsonst rein – und Haaland? Der hatte eigentlich einen Platz woanders, aber ein freundlicher Zuschauer war bereit, mit ihm zu tauschen, sodass er sich zu ihnen stellen konnte. „Perfekt! Jetzt schauen wir das Spiel zusammen“, sagte Lukas zufrieden, während sie sich auf ihre Plätze setzten. Haaland grinste. „Ich bin gespannt, ob Mainz die Bayern wieder ärgert.“ Die erste Halbzeit – Mainz überrascht! Das Spiel begann ausgeglichen. Die Bayern hatten wie immer viel Ballbesitz, doch Mainz verteidigte leidenschaftlich. Die Fans spürten, dass hier heute etwas Besonderes möglich war. Dann kam die 41. Minute. Tor für Mainz! LEE trifft zum 1:0! Das Stadion explodierte! Lukas sprang auf, riss die Arme in die Luft und schrie vor Freude. „JAAAA! WIR FÜHREN!“ Haaland lachte. „Das war stark gespielt! Die Bayern sind schockiert!“ Seine Mutter klatschte begeistert. „Ich kann es nicht glauben, wir führen gegen die Bayern!“ Mit dieser Führung ging es in die Halbzeitpause. Die zweite Halbzeit – Die Sensation nimmt Form an Nach der Pause kamen die Bayern mit viel Druck zurück, doch die Mainzer verteidigten mit Herz und Leidenschaft. Dann die 60. Minute. Wieder LEE! 2:0 für Mainz! Jetzt gab es kein Halten mehr. Das ganze Stadion tobte, und Lukas konnte es kaum fassen. „ZWEI ZU NULL GEGEN BAYERN! DAS IST UNREAL!“ Haaland pfiff beeindruckt. „Das ist unglaublich. Mainz zeigt heute echten Kampfgeist!“ Die Bayern drückten weiter, doch Mainz hielt stand – bis zur 87. Minute. Tor für Bayern! Sané verkürzt auf 2:1. Plötzlich wurde es nochmal spannend. „Oh nein… Halten sie das jetzt noch?“ fragte Lukas nervös.

Haaland verschränkte die Arme. „Die müssen jetzt einfach clever verteidigen.“ Die letzten Minuten waren eine Zitterpartie. Die Bayern warfen alles nach vorne, doch Mainz verteidigte mit allem, was sie hatten. Dann der Schlusspfiff. MAINZ GEWINNT 2:1 GEGEN DIE BAYERN! Nach dem Spiel – Ein Moment für die Ewigkeit Lukas konnte es nicht glauben. Mainz hatte es wirklich geschafft! „Wir haben die Bayern geschlagen!“ rief er und fiel seiner Mutter um den Hals. Haaland grinste. „Ich habe es gesagt: Mainz kann überraschen!“ Die Spieler feierten auf dem Platz mit den Fans, während die Bayern enttäuscht vom Feld gingen. Doch Lukas und seine Mutter blieben nach dem Spiel noch sitzen. Sie wollten nicht sofort in den vollen Fanmassen das Stadion verlassen – also warteten sie, bis sich die Ränge langsam leerten. Lukas schaute sich um und ließ alles auf sich wirken. Ein Sieg gegen Bayern – und er war dabei gewesen. Es war ein Tag, den er niemals vergessen würde. 14. Dezember 2024 – Mainz feiert den Sensationssieg! Nach dem unglaublichen 2:1-Sieg gegen Bayern München war ganz Mainz in Feierlaune. Lukas, seine Mutter und Haaland verließen das Stadion mit einem breiten Grinsen im Gesicht und machten sich auf den Weg in die Stadt. „Ich kann es immer noch nicht glauben“, sagte Lukas kopfschüttelnd. „Wir haben wirklich die Bayern geschlagen.“ Haaland grinste. „Und das Beste: Mainz steht jetzt auf Platz 7 in der Tabelle!“ Lukas zog sein Handy heraus und checkte die aktuelle Bundesliga-Tabelle: Aktuelle Tabelle nach dem 14. Spieltag: 1. Bayern München – 33 Punkte 2. Bayer Leverkusen – 29 Punkte 3. Eintracht Frankfurt – 27 Punkte 4. RB Leipzig – 27 Punkte 5. SC Freiburg – 24 Punkte 6. VfB Stuttgart – 23 Punkte 7. Mainz 05 – 22 Punkte 8. Borussia Dortmund – 22 Punkte 9. Werder Bremen – 22 Punkte 10. VfL Wolfsburg – 21 Punkte 11. Borussia Mönchengladbach – 21 Punkte 12. Union Berlin – 16 Punkte 13. FC Augsburg – 16 Punkte 14. TSG Hoffenheim – 14 Punkte 15. FC St. Pauli – 11 Punkte 16. 1. FC Heidenheim – 10 Punkte 17. VfL Bochum – 5 Punkte 18. Holstein Kiel – 5 Punkte Lukas‘ Augen wurden groß. „Wir sind auf einem Europapokalplatz!“ Seine Mutter strahlte. „Wenn die Saison so weiterläuft, könnte Mainz vielleicht wirklich international spielen!“ „Das wäre unfassbar“, sagte Lukas begeistert. Feier in der Stadt – Mainz lebt! Da sie nicht direkt nach Hause wollten, beschlossen sie, den Sieg mit den anderen MainzFans zu feiern.

Die Stadt war voller jubelnder Anhänger, überall hörte man Fangesänge: „Oh, wie ist das schön!“ „Europapokal, wir kommen!“ Lukas, seine Mutter und Haaland steuerten eine kleine Kneipe an, die voller Mainz-05-Fans war. „DAS erste Bier geht auf mich!“ rief Haaland grinsend und bestellte für sich und Lukas eine Runde – seine Mutter nahm einen Tee. „Hoffentlich bleibst du diesmal bei nur einem Bier“, sagte seine Mutter mit einem ernsten Blick zu Lukas. Lukas grinste verlegen. „Ja, ja… ich habe meine Lektion gelernt.“ Sie stießen an und genossen die ausgelassene Stimmung. Die Fans können ihr Glück kaum fassen Während sie in der Kneipe saßen, unterhielten sie sich mit anderen Mainz-Fans. „Das war einer der besten Mainz-Spiele seit Jahren!“ rief ein älterer Mann. „Ich war 2021 dabei, als wir die Bayern mit 3:1 geschlagen haben – aber heute war es noch emotionaler!“ „Und jetzt sind wir auf Platz 7!**“, fügte ein anderer hinzu. „Wenn wir so weitermachen, spielen wir nächstes Jahr in der Conference League oder sogar Europa League!“ Lukas‘ Augen funkelten. „Das wäre ein Traum.“ Ruhiger Abschluss des Abends Nach ein paar Stunden beschlossen sie, nach Hause zu gehen. Die Stadt feierte weiter, doch Lukas war erschöpft – es war ein langer, aufregender Tag gewesen. Auf dem Heimweg sagte Haaland: „Lukas, falls Mainz wirklich nach Europa kommt, müssen wir zusammen zu den Auswärtsspielen fahren!“ Lukas lachte. „Oh ja, das wäre der Wahnsinn!“ Seine Mutter schüttelte den Kopf. „Erstmal soll Mainz die Saison stabil zu Ende bringen. Aber ja – das wäre etwas ganz Besonderes.“ Zu Hause – Der letzte Blick auf die Tabelle Bevor Lukas ins Bett ging, schaute er nochmal auf die Tabelle. Mainz 05 – 22 Punkte – Platz 7. Er atmete tief durch und lächelte. „Wenn wir so weitermachen, wird das eine unvergessliche Saison…“ Mit diesem Gedanken schlief er ein – noch immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht. 15. Dezember 2024 – Ein unerwarteter Weihnachtsmarktbesuch mit dem Vater Nach dem unvergesslichen Sieg gegen Bayern München und der ausgelassenen Feier am Abend zuvor, fühlte sich Lukas am nächsten Morgen noch immer euphorisiert. Doch es war ein neuer Tag, und heute sollte es wieder auf den Weihnachtsmarkt gehen – diesmal aber mit einer unerwarteten Begleitung: seinem Vater. „Wirklich? Papa kommt mit?“ fragte Lukas überrascht, als seine Mutter es ihm beim Frühstück erzählte. Seine Mutter nickte. „Er hat sich von selbst gemeldet. Vielleicht will er sich nach dem ganzen Drama wieder annähern.“ Lukas war skeptisch. Sein Vater hatte in den letzten Wochen immer wieder Launen gehabt, sich mal beleidigt zurückgezogen und dann wieder versucht, Kontakt aufzunehmen. „Naja… ich bin gespannt, wie das läuft“, sagte Lukas vorsichtig. Haaland, der neben ihm saß, grinste. „Solange es keinen Streit gibt, wird’s bestimmt ein schöner Abend.“ Ankunft auf dem Weihnachtsmarkt Als sie am frühen Abend den Mainzer Weihnachtsmarkt erreichten, war die Atmosphäre wieder magisch. Die funkelnden Lichter, der Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein – es fühlte sich einfach nach Weihnachten an.

Lukas‘ Vater wartete bereits am Eingang des Marktes, in eine dicke Jacke eingepackt, mit den Händen in den Taschen. Als er die Gruppe sah, nickte er Lukas und seiner Mutter zu. „Schön, dass ihr da seid“, sagte er, etwas verlegen. Lukas erwiderte das Nicken, sagte aber erstmal nichts. Die erste halbe Stunde verlief ruhig. Sie schlenderten durch die Buden, Lukas probierte wieder einen heißen Kakao, seine Mutter nahm Glühwein und Haaland entschied sich für einen großen Lebkuchen. Sein Vater nahm sich ebenfalls einen Glühwein und wurde nach dem zweiten Becher langsam gesprächiger. Das Gespräch mit dem Vater – Ein vorsichtiger Schritt in die richtige Richtung Plötzlich drehte sich sein Vater zu ihm und seufzte. „Lukas… Ich weiß, dass die letzten Wochen nicht einfach waren. Und ich weiß, dass ich mich manchmal… naja… nicht gerade gut verhalten habe.“ Lukas sah ihn überrascht an. Es war selten, dass sein Vater Fehler zugab. „Ja… das kann man so sagen“, erwiderte Lukas vorsichtig. Sein Vater nahm einen Schluck von seinem Glühwein. „Ich bin nicht gut darin, Dinge richtig zu machen. Aber ich will versuchen, es besser zu machen. Es tut mir leid, dass ich dich manchmal ignoriert habe.“ Lukas wusste nicht genau, was er darauf antworten sollte. Es fühlte sich komisch an – aber auch gut. „Es wäre schön, wenn wir normal miteinander umgehen könnten“, sagte Lukas schließlich. Sein Vater nickte langsam. „Ich werde es versuchen“, murmelte er. Es war kein perfektes Gespräch, aber es war ein Anfang. Ein friedlicher Abschluss des Abends Nach dem Gespräch wurde die Stimmung etwas lockerer. Sie schlenderten weiter durch die Buden, probierten Maronen und genossen einfach den Abend. Lukas fühlte sich erleichtert. Es war nicht alles geklärt, aber heute hatte sich etwas verändert. Vielleicht war Weihnachten doch die Zeit für Wunder. 16. Dezember 2024 – Eine Notüberweisung und ein stressiger Tag Nach dem ruhigen Abend auf dem Weihnachtsmarkt und dem überraschenden Gespräch mit seinem Vater, startete Lukas am nächsten Morgen eigentlich entspannt in den Tag. Doch schon nach dem Frühstück wurde der Tag plötzlich stressig. Ein finanzielles Problem taucht auf Lukas saß gerade mit Haaland und seiner Mutter am Küchentisch, als seine Mutter plötzlich ihr Handy nahm und die Stirn runzelte. „Lukas… hast du mal auf dein Konto geschaut?“ fragte sie besorgt. Lukas runzelte die Stirn und zog sein eigenes Handy hervor. Als er sich in seine Bank-App einloggte, wurde ihm sofort schlecht. Sein Kontostand war viel niedriger als gedacht! „Was zur Hölle…?“ murmelte er und scrollte durch die letzten Buchungen. Plötzlich fiel es ihm auf: Eine größere Zahlung war nicht abgegangen – und sollte heute oder morgen fällig werden. Wenn er nicht sofort Geld überweisen würde, könnte es zu einer Rückbuchung oder Mahngebühren kommen! „Oh nein… ich muss eine Notüberweisung machen!“, sagte er hastig. Der Stress beginnt – Die Bank-App spinnt! Lukas versuchte sofort, eine Online-Überweisung über seine Banking-App zu machen, doch aus irgendeinem Grund funktionierte die App nicht richtig. „Technischer Fehler. Bitte versuchen Sie es später erneut.“

„Nicht jetzt!“, stöhnte Lukas frustriert. Haaland sah ihn an. „Brauchst du Hilfe?“ Lukas schüttelte den Kopf. „Ich muss das selbst klären.“ Er versuchte es mehrmals, aber jedes Mal stürzte die App ab. „Okay, das geht nicht… Ich muss zur Bank.“ Seine Mutter nickte. „Dann beeil dich, bevor sie schließen.“ Der Weg zur Bank – Die Zeit läuft Lukas schnappte sich seine Jacke und rannte fast zur nächstgelegenen Bankfiliale. Er wusste, dass er nur noch eine Stunde Zeit hatte, bevor sie schloss. Als er ankam, war dort bereits eine lange Schlange. „Das darf doch nicht wahr sein…“, murmelte er genervt. Er sah auf die Uhr. Noch 30 Minuten. Immer wieder schaute er auf sein Handy, während er in der Schlange stand. Noch 20 Minuten. Er konnte den Schalter schon sehen, aber die Leute vor ihm schienen ewig zu brauchen. Noch 10 Minuten. Jetzt wurde er nervös. „Los, los, los…“, murmelte er vor sich hin. Gerade noch rechtzeitig! Als er endlich an der Reihe war, war es fünf Minuten vor Geschäftsschluss. „Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?“ fragte die Bankangestellte freundlich. Lukas atmete tief durch. „Ich muss eine dringende Überweisung machen. Online klappt es nicht, und ich muss das heute noch erledigen!“ Die Frau nickte und nahm seine Daten auf. „Kein Problem, das bekommen wir hin.“ Lukas fühlte, wie eine Welle der Erleichterung durch ihn ging, als er endlich die Überweisung bestätigt sah. „Geschafft…“, murmelte er und lehnte sich zurück. „Das Geld sollte heute noch ankommen“, sagte die Mitarbeiterin und reichte ihm den Beleg. „Vielen Dank!“, sagte Lukas erleichtert. Zurück nach Hause – Ein stressiger, aber erfolgreicher Tag Als Lukas wieder nach Hause kam, warteten seine Mutter und Haaland bereits auf ihn. „Und? Hat es geklappt?“ fragte seine Mutter besorgt. Lukas nickte und ließ sich auf einen Stuhl fallen. „Ja. Aber das war vielleicht knapp!“ Haaland lachte. „Na, wenigstens weißt du jetzt, dass du in Stresssituationen schnell reagieren kannst.“ Lukas grinste müde. „Ja… aber so eine Aktion brauche ich erstmal nicht nochmal.“ Seine Mutter nickte. „Dann pass in Zukunft besser auf dein Konto auf, mein Schatz.“ Lukas wusste, dass sie recht hatte. Aber wenigstens war diese Krise überstanden. 17. Dezember 2024 – Weihnachtsgeschenke und ein kleiner Streich Nach dem stressigen Tag mit der Notüberweisung wollte Lukas sich heute um etwas viel Angenehmeres kümmern: Weihnachtsgeschenke kaufen. Er hatte bereits ein paar Ideen, aber jetzt musste er sie noch besorgen. „Ich brauche etwas für Mama und für meine Freundin in Bayreuth.“ Die Geschenke für seine Mutter – Dubai-Pralinen als besondere Überraschung Lukas wusste, dass seine Mutter süße Sachen liebte – aber nicht einfach irgendwelche Schokoladen. Sie mochte exotische Spezialitäten, die man nicht überall bekam. Also entschied er sich, ihr Dubai-Pralinen zu kaufen. In einem Feinkostladen in der Innenstadt von Mainz fand er eine edle Packung mit handgefertigten Pralinen aus Datteln, Karamell und Pistazien.
„Perfekt“, murmelte er zufrieden und ließ sie liebevoll als Geschenk verpacken. „Mama wird sich freuen.“ Geschenk für die Freundin aus Bayreuth – Ein frecher Streich für eine Bayern-Fanin Seine Freundin aus Bayreuth war großer Bayern-München-Fan. Lukas? Natürlich nicht. Deshalb wollte er ihr einen kleinen Streich spielen. Er holte sich einen schönen Mainz-05-Fanschal und ein Gutschein für einen bekannten Sportartikel-Laden. „Damit sie sich wenigstens etwas Richtiges kaufen kann“, dachte er grinsend. Doch das war noch nicht alles. Er wusste, dass sie Bayern mochte, aber 1860 München überhaupt nicht ausstehen konnte. Also besorgte er einen 1860-Schal – einfach nur, um sie ein bisschen zu ärgern. Zum Abschluss holte er noch eine edle Dubai-Schokolade, damit es nicht nur ein „Streich“ war, sondern auch ein echtes Geschenk. Er grinste, als er sich das Paket ansah. „Das wird ein Spaß, wenn sie das auspackt!“ Der Weg zur Post – Das Paket verschicken Nachdem er alle Geschenke beisammen hatte, ging er zur Post, um das Paket nach Bayreuth zu schicken. „Das wird ankommen, bevor sie Weihnachten feiert, oder?“ fragte er die Frau am Schalter. „Ja, das sollte pünktlich da sein“, bestätigte sie. Lukas grinste. „Perfekt.“ Er konnte es kaum erwarten, ihre Reaktion zu hören. Ein entspannter Abend – Weihnachtsstimmung kommt auf Als er nach Hause kam, stellte er die Pralinen für seine Mutter vorsichtig auf seinen Schreibtisch, damit sie nicht beschädigt wurden. Seine Mutter lächelte ihn an. „Na, hast du alles gefunden?“ Lukas nickte. „Ja. Und ich habe noch eine kleine Überraschung für meine Freundin in Bayreuth.“ Haaland, der auf dem Sofa saß, schaute neugierig hoch. „Oh, was hast du ihr geholt?“ Lukas setzte sich lachend zu ihm. „Einen Mainz-05-Schal, einen 1860-Schal und dazu ein bisschen edle Schokolade.“ Haaland prustete los. „Bruder, du bist fies! Bayern-Fans hassen 1860 doch!“ Lukas zuckte unschuldig mit den Schultern. „Genau deshalb. Ich stelle mir schon ihr Gesicht vor, wenn sie den Schal auspackt!“ Seine Mutter schüttelte lachend den Kopf. „Hoffentlich bleibt sie trotzdem deine Freundin.“ „Ach, sie wird’s mit Humor nehmen“, meinte Lukas grinsend. Fazit des Tages – Alles bereit für Weihnachten Mit den Geschenken erledigt und der Vorfreude auf die Reaktion seiner Freundin fühlte sich Lukas endlich in richtiger Weihnachtsstimmung. „Jetzt kann Weihnachten kommen.“ 18. Dezember 2024 – Ein ehrliches Gespräch mit Haaland über die gescheiterte Hochschule-Anmeldung Der Morgen begann ruhig. Lukas saß mit Haaland am Frühstückstisch, trank seinen Kakao und scrollte durch sein Handy. Doch innerlich fühlte er sich nicht ruhig. Heute wollte er endlich etwas erzählen, das ihn schon lange beschäftigte – etwas, worüber er bisher geschwiegen hatte. Er wusste nicht, wie Haaland reagieren würde. Aber er musste es loswerden. Nach ein paar Minuten des Schweigens nahm er einen tiefen Atemzug und begann: „Erling… ich muss dir etwas erzählen.“

Haaland legte sein Brötchen zur Seite und sah ihn aufmerksam an. „Was denn?“ Lukas schaute auf seine Hände, dann wieder zu Haaland. „Es geht um die Hochschule. Ich wollte eigentlich ein neues Studium anfangen… aber es hat nicht geklappt.“ Haaland runzelte die Stirn. „Warum nicht? Ich dachte, du wolltest dich neu einschreiben?“ Lukas nickte langsam. „Ja, das wollte ich. Aber… die Hochschule hat meine Anmeldung nicht richtig bearbeitet. Der Status stand die ganze Zeit auf ‚gültig‘, aber ich habe nie eine richtige Bestätigung bekommen. Ich habe Screenshots davon gemacht – als Beweis.“ Er nahm sein Handy und zeigte Haaland die Fotos, auf denen klar zu sehen war, dass der Anmeldestatus immer auf „gültig“ stand. Haaland betrachtete die Bilder und schüttelte den Kopf. „Und was haben die dazu gesagt?“ Lukas verzog das Gesicht. „Die behaupten, ich hätte die Beweise gefälscht.“ Haaland riss überrascht die Augen auf. „Was?! Wie können die das einfach so behaupten?“ Lukas seufzte. „Ich weiß es nicht. Ich habe mehrfach versucht, es zu erklären, aber sie haben mich abgewimmelt. Ich hatte keine Chance.“ Haaland lehnte sich zurück. „Das ist richtig unfair, Mann. Und was machst du jetzt?“ Lukas nahm einen Schluck Kakao und setzte sich aufrechter hin. „Ich hab’s aufgegeben. Stattdessen mache ich jetzt seit einem Monat einen Buchhalter-Kurs bei der VHS – mit IHK-Zertifikat.“ Haaland musterte ihn nachdenklich. „Und? Gefällt dir das?“ Lukas zuckte mit den Schultern. „Es ist anders als ein Studium. Aber vielleicht ist es genau das, was ich jetzt brauche. Wenigstens weiß ich, dass ich damit später einen Job finden kann.“ Haaland nickte langsam. „Ich finde es krass, dass du trotzdem weitermachst. Viele hätten einfach aufgegeben.“ Lukas schmunzelte. „Ich hatte keine Wahl. Ich will nicht ewig rumsitzen und nichts tun.“ Haaland klopfte ihm auf die Schulter. „Egal, ob Hochschule oder VHS – du gibst dein Bestes. Und das ist, was zählt.“ Lukas spürte, wie eine Last von ihm abfiel. Er hatte endlich darüber gesprochen, und es fühlte sich gut an, verstanden zu werden. Der Tag hatte gerade erst begonnen, aber er wusste: Heute würde er mit einem leichteren Gefühl weitermachen. 18. Dezember 2024 – Ein ehrliches Gespräch mit Haaland über die gescheiterte Hochschule-Anmeldung Der Morgen begann ruhig. Lukas saß mit Haaland am Frühstückstisch, trank seinen Kakao und scrollte durch sein Handy. Doch innerlich fühlte er sich nicht ruhig. Heute wollte er endlich etwas erzählen, das ihn schon lange beschäftigte – etwas, worüber er bisher geschwiegen hatte. Er wusste nicht, wie Haaland reagieren würde. Aber er musste es loswerden. Nach ein paar Minuten des Schweigens nahm er einen tiefen Atemzug und begann: „Erling… ich muss dir etwas erzählen.“ Haaland legte sein Brötchen zur Seite und sah ihn aufmerksam an. „Was denn?“ Lukas schaute auf seine Hände, dann wieder zu Haaland. „Es geht um die Hochschule. Ich wollte eigentlich ein neues Studium anfangen… aber es hat nicht geklappt.“ Haaland runzelte die Stirn. „Warum nicht? Ich dachte, du wolltest dich neu einschreiben?“ Lukas nickte langsam. „Ja, das wollte ich. Aber… die Hochschule hat meine Anmeldung nicht richtig bearbeitet. Der Status stand die ganze Zeit auf ‚gültig‘, aber ich habe nie

eine richtige Bestätigung bekommen. Ich habe Screenshots davon gemacht – als Beweis.“ Er nahm sein Handy und zeigte Haaland die Fotos, auf denen klar zu sehen war, dass der Anmeldestatus immer auf „gültig“ stand. Haaland betrachtete die Bilder und schüttelte den Kopf. „Und was haben die dazu gesagt?“ Lukas verzog das Gesicht. „Die behaupten, ich hätte die Beweise gefälscht.“ Haaland riss überrascht die Augen auf. „Was?! Wie können die das einfach so behaupten?“ Lukas seufzte. „Ich weiß es nicht. Ich habe mehrfach versucht, es zu erklären, aber sie haben mich abgewimmelt. Ich hatte keine Chance.“ Haaland lehnte sich zurück. „Das ist richtig unfair, Mann. Und was machst du jetzt?“ Lukas nahm einen Schluck Kakao und setzte sich aufrechter hin. „Ich hab’s aufgegeben. Stattdessen mache ich jetzt seit einem Monat einen Buchhalter-Kurs bei der VHS – mit IHK-Zertifikat.“ Haaland musterte ihn nachdenklich. „Und? Gefällt dir das?“ Lukas zuckte mit den Schultern. „Es ist anders als ein Studium. Aber vielleicht ist es genau das, was ich jetzt brauche. Wenigstens weiß ich, dass ich damit später einen Job finden kann.“ Haaland nickte langsam. „Ich finde es krass, dass du trotzdem weitermachst. Viele hätten einfach aufgegeben.“ Lukas schmunzelte. „Ich hatte keine Wahl. Ich will nicht ewig rumsitzen und nichts tun.“ Haaland klopfte ihm auf die Schulter. „Egal, ob Hochschule oder VHS – du gibst dein Bestes. Und das ist, was zählt.“ Lukas spürte, wie eine Last von ihm abfiel. Er hatte endlich darüber gesprochen, und es fühlte sich gut an, verstanden zu werden. Der Tag hatte gerade erst begonnen, aber er wusste: Heute würde er mit einem leichteren Gefühl weitermachen. 18. Dezember 2024 – Ein entspannter Abend mit Koreanischem Essen Nach dem intensiven Gespräch mit Haaland über seine gescheiterte Hochschulanmeldung und den neuen Kurs an der VHS fühlte sich Lukas erleichtert, aber auch ein bisschen erschöpft. Er hatte sich lange nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen – und jetzt, wo er es getan hatte, merkte er, wie viel Stress ihn das gekostet hatte. Deshalb beschloss er, sich heute Abend etwas zu gönnen. „Ich hab Hunger… und ich hab Lust auf etwas Besonderes.“ Er scrollte auf seinem Handy durch verschiedene Restaurants und Lieferdienste, bis ihm eine Idee kam. Koreanisches Essen! Seit einer Weile hatte er Lust darauf, aber er hatte sich nie die Zeit genommen, es auszuprobieren. Also bestellte er sich Korean Fried Chicken mit verschiedenen Soßen – darunter HonigKnoblauch, Gochujang (scharfe Chilipaste) und eine milde Sojasoße. Dazu nahm er noch ein paar kleine Beilagen wie Kimchi und eingelegten Rettich, einfach um mal zu testen, ob ihm das schmeckte. Haaland, der auf dem Sofa saß und gerade ein Fußballspiel auf dem Handy schaute, sah ihn neugierig an. „Was bestellst du da?“ Lukas grinste. „Koreanisches Fried Chicken. Ich wollte das schon lange mal probieren.“ Haaland lachte. „Oh, das ist richtig gut. Die Soßen sind der Hammer!“ Lukas nickte. „Ich bin gespannt. Hoffentlich ist es nicht zu scharf.“ Das Essen kommt an – und Lukas erlebt eine Geschmacksexplosion Nach etwa 40 Minuten klingelte es an der Tür – das Essen war da. Lukas packte die Boxen aus und der Geruch war himmlisch.

Das frittierte Hähnchen war goldbraun und knusprig, die Soßen glänzten verlockend, und die kleinen Beilagen sahen frisch und lecker aus. Haaland beugte sich vor. „Boah, das sieht gut aus. Gib mir ein Stück ab!“ Lukas lachte. „Nur, wenn du mir sagst, welche Soße die beste ist!“ Haaland nahm ein Stück, tunkte es in die Gochujang-Soße und biss hinein. „Mhh… Perfekt! Aber Vorsicht – die ist scharf.“ Lukas zögerte, nahm sich dann aber auch ein Stück und probierte die gleiche Soße. **„Oh, das schmeckt… wow… warte… AHHH ES BRENNT!“** Er schnappte sich hektisch seine Cola und trank schnell ein paar große Schlucke. Haaland lachte sich kaputt. „Ich hab’s dir gesagt! Aber ist geil, oder?“ Lukas hustete kurz, dann grinste er. „Ja… verdammt gut. Aber ich bleib erstmal bei der Honig-Knoblauch-Soße.“ Sie verbrachten den Abend damit, das Essen zu genießen, Fußball zu schauen und einfach mal abzuschalten. Für Lukas war es genau das, was er nach den ganzen Stress-Tagen gebraucht hatte – ein leckeres Essen, gute Gesellschaft und keine Sorgen für ein paar Stunden. „Das müssen wir öfter machen“, sagte er zufrieden, als er das letzte Stück Chicken aufaß. Haaland nickte. „Definitiv. Beim nächsten Mal probieren wir Bibimbap oder Korean BBQ!“ Lukas grinste. „Deal!“ Mit vollem Magen und guter Laune ließ er den Abend entspannt ausklingen. 19. Dezember 2024 – Zeit für einen Friseurbesuch Der Morgen begann mit einem Blick in den Spiegel – und Lukas wusste sofort: Es war Zeit für einen Friseurbesuch. Seine Haare waren mittlerweile viel zu lang und unkontrollierbar geworden. Die letzten Wochen hatte er es immer wieder aufgeschoben, aber jetzt konnte er es nicht mehr ignorieren. „Okay, heute ist der Tag.“ Haaland, der gerade am Frühstückstisch saß und sich einen Proteinshake mixte, schaute ihn grinsend an. „Bruder, deine Haare sehen aus, als wärst du in einen Sturm geraten.“ Lukas verdrehte die Augen. „Ja, ja, ich weiß… Deshalb gehe ich ja heute zum Friseur.“ Seine Mutter hörte das Gespräch mit und nickte zufrieden. „Das wurde aber auch Zeit! Du wirst Weihnachten doch nicht mit einer Zottelmähne verbringen?“ Lukas lachte. „Keine Sorge, ich komme nicht als Yeti zurück.“ Der Weg zum Friseur Nachdem er sich angezogen hatte, machte sich Lukas auf den Weg zum Friseursalon in der Innenstadt. Das Wetter war kalt, aber trocken – typisch Dezember. Die Straßen waren immer noch voller Weihnachtsbeleuchtung, und die Leute hetzten durch die Läden, um die letzten Geschenke zu kaufen. „Zum Glück habe ich meine Geschenke schon alle besorgt…“ dachte Lukas erleichtert. Nach etwa 15 Minuten Fußweg erreichte er den Friseursalon, den er seit Jahren besuchte. Als er die Tür öffnete, schlug ihm der vertraute Geruch von Shampoo, Haarspray und frisch geschnittenen Haaren entgegen. „Lukas! Lange nicht gesehen!“ begrüßte ihn seine Friseurin lächelnd. „Setz dich, wir machen dich wieder frisch!“ Lukas grinste. „Ja, es war mal wieder dringend nötig…“ Der Haarschnitt – Von Chaos zu Ordnung Er ließ sich auf den Stuhl fallen und nahm die Umhängekapuze entgegen. „Wie hättest du es gerne?“ fragte die Friseurin.

Lukas überlegte kurz. „Etwas kürzer, aber nicht zu extrem. Und die Seiten ein bisschen ausdünnen.“ Die Friseurin nickte. „Alles klar, vertrau mir, ich mache das perfekt.“ Während sie mit der Maschine die Seiten kürzte und mit der Schere an den oberen Haaren arbeitete, entspannte sich Lukas. Er mochte es eigentlich, zum Friseur zu gehen – es war immer ein bisschen wie ein Neuanfang. Nach 30 Minuten war der Haarschnitt fertig. „Und? Gefällt es dir?“ fragte die Friseurin und hielt ihm den Spiegel hin. Lukas betrachtete sich und nickte zufrieden. „Perfekt. Genau so wollte ich es.“ „Ich wusste es doch! Dann sehen wir uns das nächste Mal im neuen Jahr.“ Zurück nach Hause – Die Reaktion von Haaland und seiner Mutter Als Lukas nach Hause kam, warteten Haaland und seine Mutter schon im Wohnzimmer. „Na, wie sieht’s aus?“ fragte Haaland neugierig. Lukas nahm seine Mütze ab und zeigte seinen neuen Haarschnitt. Haaland nickte anerkennend. „Sieht fresh aus, Bruder! Jetzt bist du wieder fototauglich.“ Seine Mutter musterte ihn ebenfalls und lächelte. „Ja, das steht dir viel besser! Jetzt bist du bereit für Weihnachten.“ Lukas fühlte sich erleichtert. Ein Haarschnitt war vielleicht nur eine Kleinigkeit, aber er hatte das Gefühl, dass er wieder ein bisschen mehr Kontrolle über sein Leben hatte. Mit diesem Gedanken ließ er sich aufs Sofa fallen und atmete tief durch. „Okay, was machen wir jetzt?“ fragte er grinsend. Es war ein einfacher, aber guter Tag gewesen. 20. Dezember 2024 – Ein chaotischer Morgen auf dem Weg zum VHS-Kurs Lukas hatte sich vorgenommen, heute pünktlich zu seinem VHS-Kurs für Buchhaltung zu erscheinen. Er wusste, dass er in letzter Zeit zu oft zu spät gekommen war – und heute durfte das nicht wieder passieren. Doch dann kam Haaland ins Spiel. „Hey, Lukas… kann ich heute mal mitkommen und mir anschauen, was du da machst?“ Lukas war überrascht. „Du willst mit zu meinem VHS-Kurs?“ Haaland grinste. „Ja, warum nicht? Ich habe noch nie so einen Kurs besucht. Vielleicht lerne ich ja was über Buchhaltung – könnte ja nützlich sein.“ Lukas lachte. „Okay, aber dann müssen wir uns beeilen. Ich darf heute nicht zu spät kommen.“ Haaland nickte. „Alles klar, lass mich nur schnell meine Sachen holen.“ Das Chaos beginnt – Der Zeitdruck steigt Doch das war der Moment, in dem alles schiefging. Haaland brauchte viel länger, als Lukas gedacht hatte. Erst suchte er seine Jacke, dann sein Handy, und dann wollte er noch einen schnellen Snack essen. Lukas wurde immer nervöser. „Wir haben keine Zeit mehr! Wir müssen los!“ „Ja, ja…“, murmelte Haaland, während er noch einen letzten Bissen von seinem Brot nahm. Als sie endlich aus der Tür kamen, war es viel zu spät. Lukas schaute auf seine Uhr. „Mist! Wir sind jetzt schon 15 Minuten zu spät – und wir brauchen noch mindestens 20 Minuten bis zur VHS!“ Haaland zuckte die Schultern. „Ach, so schlimm wird’s schon nicht sein.“ Doch Lukas wusste, dass es schlimm werden würde. Ankunft in der VHS – Zu spät und ohne Unterlagen Sie hetzten durch die Straßen, nahmen einen Bus, rannten die letzten Meter zur Volkshochschule – aber es war bereits 30 Minuten nach Kursbeginn, als sie endlich an der Tür klopften.

Die Kursleiterin, Frau Meier, öffnete die Tür und sah nicht erfreut aus. „Lukas… schon wieder zu spät?“ Lukas keuchte. „Es tut mir leid… wir hatten Verzögerungen…“ Dann bemerkte sie Haaland. „Und wer ist das?“ Lukas wischte sich die Stirn ab. „Das ist ein Freund. Er wollte sich den Kurs mal anschauen.“ Frau Meier verschränkte die Arme. „Lukas, du kommst in letzter Zeit viel zu oft zu spät. Und heute bist du nicht nur spät dran – du hast auch deine Unterlagen vergessen, oder?“ Lukas‘ Magen zog sich zusammen. Verdammt. Er tastete seine Tasche ab – und tatsächlich, seine ganzen Unterlagen lagen noch zu Hause. „Äh… ja“, murmelte er kleinlaut. Die Kursleiterin atmete tief durch. „Lukas, das kann so nicht weitergehen. Wenn du diesen Kurs ernst nehmen willst, dann musst du dich besser organisieren. Das ist deine letzte Warnung. Beim nächsten Mal kann ich dich nicht mehr weitermachen lassen.“ Lukas senkte den Kopf. „Ich verstehe… es wird nicht mehr passieren.“ Frau Meier nickte und ließ ihn und Haaland schließlich rein. Nach dem Kurs – Eine ehrliche Unterhaltung mit Haaland Nachdem die Unterrichtsstunde vorbei war, gingen Lukas und Haaland schweigend aus der VHS. Erst nach ein paar Minuten sagte Haaland: „Sorry, Mann… ich hab dich heute echt aufgehalten.“ Lukas seufzte. „Ja… aber es war auch meine Schuld. Ich hätte einfach alleine losgehen sollen.“ Haaland klopfte ihm auf die Schulter. „Ich hab gemerkt, dass dir der Kurs echt wichtig ist. Ich will nicht, dass du da Ärger bekommst.“ Lukas nickte langsam. „Ich muss mich echt besser organisieren… das war eine Warnung, die ich ernst nehmen muss.“ Haaland grinste. „Beim nächsten Mal wecke ich dich lieber noch früher, damit du extra früh da bist.“ Lukas schüttelte lachend den Kopf. „Sehr witzig.“ Doch tief in sich wusste er, dass er seinen Kurs ernster nehmen musste – sonst würde er ihn verlieren. 20. Dezember 2024 – Ein Fehler in der Pause und Haalands Wut Nachdem Lukas von Frau Meier eine letzte Warnung für seine ständigen Verspätungen bekommen hatte, war ihm klar: Er musste sich zusammenreißen. Doch in der Mittagspause machte er einen Fehler. Ein sehr dummer Fehler. Die Pause – Eine „schnelle“ Entscheidung Lukas war genervt von sich selbst. Schon wieder zu spät, schon wieder Ärger… Er wollte irgendwie abschalten – und eine alte, dumme Gewohnheit schlich sich in seinen Kopf. „Ein kleines Bier… nur eins, um runterzukommen. Es wird schon nicht schlimm sein.“ Also ging er in der Pause schnell zu einem kleinen Kiosk in der Nähe der VHS und kaufte sich eine Flasche Bier. Er setzte sich auf eine Bank im Park, öffnete sie und nahm einen großen Schluck. Haaland erwischt ihn – und ist richtig sauer Plötzlich hörte er eine vertraute Stimme hinter sich. „Sag mir bitte, dass ich nicht sehe, was ich gerade sehe…“ Lukas drehte sich langsam um – und sein Herz setzte einen Schlag aus. Haaland stand da.

Mit verschränkten Armen, einem unfassbar wütenden Blick und absolut null Verständnis. „Ernsthaft, Lukas?! Nach all dem, was passiert ist?!“ Lukas wusste, dass er jetzt richtig tief im Schlamassel steckte. „Es ist doch nur eins… ich brauche das gerade.“ versuchte er sich zu verteidigen. Haaland kam näher und funkelte ihn an. „Brauchst das? Nein, du brauchst das nicht! Weißt du eigentlich, wie dumm das ist?! Lukas wich seinem Blick aus. „Bitte… sag es nicht meiner Mutter.“ Haaland schüttelte wütend den Kopf. „Bruder, ich sollte es ihr eigentlich sagen! Du hast doch fast dein Leben verloren wegen diesem Scheiß! Und jetzt sitzt du hier und trinkst – mitten in deiner Kurs-Pause?!“ Lukas war sprachlos. Er wusste, dass Haaland recht hatte. Aber er wollte es einfach nicht hören. „Es war ein Fehler… ich weiß. Aber bitte – behalt’s für dich. Ich geh jetzt zurück zum Kurs.“ Haaland schnaubte. „Du weißt, dass ich das nicht gut finde. Wenn du das noch einmal machst, dann sage ich es.“ Lukas nickte schnell. „Okay… ich verspreche es.“ Haaland schüttelte nur den Kopf und blieb stehen, während Lukas hastig die Bierflasche in einen Mülleimer warf und zurück zur VHS rannte. Zurück im Kurs – Wieder zu spät Als er ankam, war die Tür schon zu. Er schaute auf seine Uhr. „Scheiße… schon 6 Minuten zu spät.“ „Nicht schon wieder…“ Er atmete tief durch, klopfte vorsichtig an die Tür und betrat den Raum. Frau Meier sah ihn sofort. „Lukas… 6 Minuten. Warum schon wieder?“ Lukas schluckte. Er konnte schlecht sagen: „Ich habe mich mit meinem Freund gestritten, weil ich in der Pause heimlich ein Bier getrunken habe.“ Also log er. „Es gab eine lange Schlange an der Bäckerei… es tut mir leid.“ Frau Meier musterte ihn kurz, seufzte dann aber. „Setz dich. Aber das ist wirklich deine letzte Chance.“ Lukas setzte sich und versuchte, sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Doch in seinem Kopf schwirrte nur ein Gedanke: „Ich darf so eine dumme Aktion nie wieder machen.“ 20. Dezember 2024 – Pokémon GO XXL Community Day in Bretzenheim Nach dem chaotischen Morgen mit der Frisör-Panne, der erneuten Verspätung beim VHSKurs und der unangenehmen Auseinandersetzung mit Haaland, brauchte Lukas dringend eine Ablenkung. Und genau dafür war heute perfekt. Denn es war der erste XXL-Pokémon-GO-Community-Day in Bretzenheim! Lukas hatte sich den Termin schon lange vorgemerkt – und nachdem der Vormittag nicht gerade ideal gelaufen war, freute er sich umso mehr darauf, sich mit Haaland auf die Jagd nach seltenen Pokémon zu machen. Treffpunkt in Bretzenheim – Die Jagd beginnt Nachdem der VHS-Kurs vorbei war, trafen sich Lukas und Haaland an der Straßenbahnstation, um nach Bretzenheim zu fahren. „Na, bereit für ein bisschen Pokémon-Jagd?“ fragte Lukas grinsend. Haaland, der mittlerweile ein echter Pokémon-GO-Fan geworden war, nickte begeistert. „Auf jeden Fall! Ich will heute mindestens fünf Shinys fangen.“

Lukas lachte. „Dann musst du Gas geben. In Bretzenheim sind heute viele PokéStops aktiviert, und es gibt extra Boni!“ Als sie in Bretzenheim ankamen, merkte Lukas sofort die besondere Atmosphäre. Überall liefen Pokémon-GO-Spieler herum – junge, alte, Familien, Gruppen von Freunden. Die Straßen waren voller Leute, die auf ihre Handys starrten und versuchten, die besten Pokémon zu fangen. „Wow, das ist ja richtig groß hier“, sagte Haaland beeindruckt. „Ja, Bretzenheim ist ein Top-Spot für Community Days“, erklärte Lukas. „Hier gibt es viele Arenen und PokéStops – das macht das Event besonders gut spielbar.“ Die ersten Fänge – Ein legendärer Moment! Schon nach den ersten Minuten erschien ein seltenes Pokémon auf der Karte. „Oh mein Gott, ein Dragoran XXL!“ rief Lukas begeistert. Haaland starrte auf sein Handy. „Verdammt, das brauche ich noch! Schnell, fangen!“ Beide warfen ihre Hyperbälle – und nach ein paar nervösen Sekunden… „YES! Ich hab es!“ rief Haaland. Lukas grinste. „Ich auch! Das fängt ja gut an.“ Die nächsten Stunden verbrachten sie damit, durch Bretzenheim zu laufen, Pokémon zu fangen, an Raids teilzunehmen und sich mit anderen Spielern auszutauschen. Der Wettkampf zwischen Lukas und Haaland Natürlich entwickelte sich der Tag schnell zu einem kleinen Wettbewerb. „Okay, wie viele Shinys hast du schon?“ fragte Lukas. Haaland grinste. „Vier.“ Lukas überprüfte sein Handy. „Ich hab fünf. Sieht aus, als hätte ich die Nase vorn.“ Haaland lachte. „Noch ist der Tag nicht vorbei!“ Kurz darauf ploppte ein Shiny-Gengar auf. „OH MEIN GOTT!“ rief Lukas. Haaland versuchte es ebenfalls – doch seins floh! „Nein! Das kann doch nicht sein!“ rief er entsetzt. Lukas konnte sich das Lachen nicht verkneifen. „Tja, Pech gehabt, mein Freund!“ Haaland schüttelte den Kopf. „Das ist Betrug. Ich verlange eine Wiederholung!“ Beide lachten und spielten weiter. Der Abschluss – Ein erfolgreicher Tag Nach knapp drei Stunden Pokémon-Jagd beschlossen sie, eine Pause zu machen. Sie setzten sich in einen kleinen Park, aßen eine Kleinigkeit und checkten ihre PokémonSammlung. Lukas hatte insgesamt 8 Shinys gefangen – Haaland 6. „Na gut, du hast gewonnen“, gab Haaland zu. Lukas grinste. „Ich wusste es!“ „Aber nächstes Mal bin ich dran.“ „Wir werden sehen…“ Als sie langsam den Heimweg antraten, fühlte sich Lukas endlich entspannt. Der Tag hatte schlecht angefangen, aber der Pokémon-GO-Community-Day hatte ihn gerettet. Es war ein perfekter Nachmittag gewesen. 20. Dezember 2024 – Pokémon GO XXL Community Day in Bretzenheim Nach dem chaotischen Morgen mit der Frisör-Panne, der erneuten Verspätung beim VHSKurs und der unangenehmen Auseinandersetzung mit Haaland, brauchte Lukas dringend eine Ablenkung. Und genau dafür war heute perfekt. Denn es war der erste XXL-Pokémon-GO-Community-Day in Bretzenheim!

Lukas hatte sich den Termin schon lange vorgemerkt – und nachdem der Vormittag nicht gerade ideal gelaufen war, freute er sich umso mehr darauf, sich mit Haaland auf die Jagd nach seltenen Pokémon zu machen. Treffpunkt in Bretzenheim – Die Jagd beginnt Nachdem der VHS-Kurs vorbei war, trafen sich Lukas und Haaland an der Straßenbahnstation, um nach Bretzenheim zu fahren. „Na, bereit für ein bisschen Pokémon-Jagd?“ fragte Lukas grinsend. Haaland, der mittlerweile ein echter Pokémon-GO-Fan geworden war, nickte begeistert. „Auf jeden Fall! Ich will heute mindestens fünf Shinys fangen.“ Lukas lachte. „Dann musst du Gas geben. In Bretzenheim sind heute viele PokéStops aktiviert, und es gibt extra Boni!“ Als sie in Bretzenheim ankamen, merkte Lukas sofort die besondere Atmosphäre. Überall liefen Pokémon-GO-Spieler herum – junge, alte, Familien, Gruppen von Freunden. Die Straßen waren voller Leute, die auf ihre Handys starrten und versuchten, die besten Pokémon zu fangen. „Wow, das ist ja richtig groß hier“, sagte Haaland beeindruckt. „Ja, Bretzenheim ist ein Top-Spot für Community Days“, erklärte Lukas. „Hier gibt es viele Arenen und PokéStops – das macht das Event besonders gut spielbar.“ Die ersten Fänge – Ein legendärer Moment! Schon nach den ersten Minuten erschien ein seltenes Pokémon auf der Karte. „Oh mein Gott, ein Dragoran XXL!“ rief Lukas begeistert. Haaland starrte auf sein Handy. „Verdammt, das brauche ich noch! Schnell, fangen!“ Beide warfen ihre Hyperbälle – und nach ein paar nervösen Sekunden… „YES! Ich hab es!“ rief Haaland. Lukas grinste. „Ich auch! Das fängt ja gut an.“ Die nächsten Stunden verbrachten sie damit, durch Bretzenheim zu laufen, Pokémon zu fangen, an Raids teilzunehmen und sich mit anderen Spielern auszutauschen. Der Wettkampf zwischen Lukas und Haaland Natürlich entwickelte sich der Tag schnell zu einem kleinen Wettbewerb. „Okay, wie viele Shinys hast du schon?“ fragte Lukas. Haaland grinste. „Vier.“ Lukas überprüfte sein Handy. „Ich hab fünf. Sieht aus, als hätte ich die Nase vorn.“ Haaland lachte. „Noch ist der Tag nicht vorbei!“ Kurz darauf ploppte ein Shiny-Gengar auf. „OH MEIN GOTT!“ rief Lukas. Haaland versuchte es ebenfalls – doch seins floh! „Nein! Das kann doch nicht sein!“ rief er entsetzt. Lukas konnte sich das Lachen nicht verkneifen. „Tja, Pech gehabt, mein Freund!“ Haaland schüttelte den Kopf. „Das ist Betrug. Ich verlange eine Wiederholung!“ Beide lachten und spielten weiter. Der Abschluss – Ein erfolgreicher Tag Nach knapp drei Stunden Pokémon-Jagd beschlossen sie, eine Pause zu machen. Sie setzten sich in einen kleinen Park, aßen eine Kleinigkeit und checkten ihre PokémonSammlung. Lukas hatte insgesamt 8 Shinys gefangen – Haaland 6. „Na gut, du hast gewonnen“, gab Haaland zu. Lukas grinste. „Ich wusste es!“ „Aber nächstes Mal bin ich dran.“ „Wir werden sehen…“ Als sie langsam den Heimweg antraten, fühlte sich Lukas endlich entspannt.

Der Tag hatte schlecht angefangen, aber der Pokémon-GO-Community-Day hatte ihn gerettet. Es war ein perfekter Nachmittag gewesen. 20. Dezember 2024 – Mainz gewinnt in Frankfurt und klettert auf Platz 5! Nach dem ereignisreichen Tag – der VHS-Kurs-Panne, dem heimlichen Bier, dem XXLPokémon-GO-Community-Day – freute sich Lukas am Abend auf ein entspanntes Mainz05-Spiel. Heute spielte Mainz auswärts bei Eintracht Frankfurt, ein schweres Spiel, aber Lukas hoffte, dass seine Mannschaft die gute Form nach dem Sieg gegen Bayern fortsetzen konnte. Er machte es sich mit Haaland und seiner Mutter auf der Couch bequem. „Was denkst du? Holen wir was?“ fragte Haaland. Lukas atmete tief durch. „Frankfurt ist stark, aber ich glaube an Mainz!“ Seine Mutter stellte eine Schüssel mit Popcorn auf den Tisch. „Lasst uns einfach genießen und hoffen, dass es gut läuft.“ Der perfekte Start für Mainz! Das Spiel begann intensiv, Frankfurt machte Druck – aber Mainz verteidigte clever und lauerte auf Fehler. Dann die 15. Minute: EIGENTOR Frankfurt! 0:1 für Mainz! „Was?! Das gibt’s doch nicht!“ rief Lukas überrascht. Ein unglücklicher Rückpass von Kaua Satos landete im eigenen Netz – Mainz war aus dem Nichts in Führung! „Okay, das war glücklich… aber egal, wir nehmen das!“ lachte Haaland. Doch dann kam der erste Rückschlag… Rote Karte für Amiri – Mainz nur noch zu zehnt! Nur sechs Minuten nach der Führung passierte es: Nadiem Amiri ging mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf – und der Schiedsrichter zückte Rot! Lukas sprang auf. „Nein! Das ist doch übertrieben! Das war höchstens Gelb!“ Haaland schüttelte den Kopf. „Jetzt wird’s richtig schwer.“ Mainz musste nun über 70 Minuten in Unterzahl spielen. Aber anstatt einzubrechen, zeigten sie Charakter. Paul Nebel übernimmt das Spiel! 27. Minute: KONTER Mainz! Paul Nebel bekam den Ball nach einem schnellen Umschaltspiel, ließ einen Gegenspieler stehen und zog eiskalt ins lange Eck ab! 0:2 für Mainz – in Unterzahl! Lukas raste aus. „PAUL NEBEL! WIR SPIELEN MIT EINEM MANN WENIGER UND FÜHREN 2:0!“ Seine Mutter klatschte begeistert. „Ich kann es nicht glauben! Sie kämpfen so stark!“ Frankfurt war schockiert. Und es wurde noch besser… 58. Minute: Wieder ein schneller Angriff von Mainz. Eine perfekte Flanke von Widmer – und wieder ist es Paul Nebel! 0:3 für Mainz! „DAS IST EIN TRAUM!“ rief Lukas völlig außer sich. Haaland pfiff beeindruckt. „Bruder, das ist eine Machtdemonstration. In Unterzahl gegen Frankfurt 3:0 zu führen? Das ist riesig!“ Lukas konnte es kaum glauben. Mainz spielte mit Herz, Leidenschaft und Effizienz.

Frankfurt kommt zurück – aber es reicht nicht mehr! 75. Minute: Tor für Frankfurt! Kristensen trifft zum 1:3! „Oh nein… jetzt bloß nicht einbrechen“, murmelte Lukas nervös. Doch Mainz verteidigte klug und ließ nichts mehr zu. Dann endlich… ABPFIFF! Mainz schlägt Frankfurt mit 3:1 – und klettert auf Platz 5! Lukas riss die Arme hoch. „JAAAAA! WIR HABEN ES!“ Haaland lachte. „Das ist einfach unglaublich. Mit zehn Mann so ein Spiel abzuliefern… Respekt an Mainz!“ Dann öffnete Lukas die aktualisierte Bundesliga-Tabelle und sein Herz machte einen Hüpfer. Neue Tabelle nach dem Mainz-Sieg: 1. Bayern München – 36 Punkte 2. Bayer Leverkusen – 32 Punkte 3. Eintracht Frankfurt – 27 Punkte 4. RB Leipzig – 27 Punkte 5. Mainz 05 – 25 Punkte 6. Borussia Dortmund – 25 Punkte 7. Werder Bremen – 25 Punkte 8. Borussia Mönchengladbach – 24 Punkte 9. SC Freiburg – 24 Punkte 10. VfB Stuttgart – 23 Punkte 11. VfL Wolfsburg – 21 Punkte 12. Union Berlin – 16 Punkte 13. FC Augsburg – 16 Punkte 14. FC St. Pauli – 14 Punkte 15. TSG Hoffenheim – 14 Punkte 16. 1. FC Heidenheim – 10 Punkte 17. Holstein Kiel – 8 Punkte 18. VfL Bochum – 8 Punkte „EUROPA WIR KOMMEN?!“ Lukas starrte auf die Tabelle. „PLATZ 5! WIR SIND WIRKLICH OBEN MIT DABEI!“ Seine Mutter war sprachlos. „Ich kann es nicht glauben. Mainz spielt wirklich eine fantastische Saison!“ Haaland grinste. „Sag ich doch. Und jetzt wird’s richtig spannend!“ Feierstimmung bis in die Nacht! Lukas konnte vor Freude nicht still sitzen. Sie schauten sich noch einmal die Highlights an, diskutierten über die besten Szenen und sprachen darüber, wie weit Mainz in dieser Saison noch kommen könnte. Es fühlte sich fast surreal an. Mainz war FÜNFTER in der Bundesliga – und hatte gerade ein absolutes Statement gesetzt. Lukas wusste: Diese Saison würde etwas ganz Besonderes werden. 22. Dezember 2024 – Der zweite Tag des Pokémon GO XXL-Community-Events Nach dem unglaublichen Sieg von Mainz 05 gegen Frankfurt und dem sensationellen Sprung auf Platz 5 der Bundesliga, fühlte sich Lukas immer noch wie in einem Traum. Doch heute gab es ein anderes Highlight: Der zweite Tag des Pokémon-GO-CommunityEvents!

Nachdem der erste Tag in Bretzenheim bereits ein voller Erfolg war, wollte Lukas auch heute wieder auf die Jagd gehen – diesmal mit einer neuen Strategie. „Heute will ich noch mehr Shinys als am ersten Tag fangen!“ Haaland, der sich langsam aber sicher als Pokémon-GO-Fan entpuppte, grinste. „Und wo gehen wir heute hin? Wieder Bretzenheim?“ Lukas schüttelte den Kopf. „Nein, heute probieren wir die Innenstadt. Da gibt es noch mehr PokéStops und bessere Spawnpunkte.“ Haaland nickte. „Also gut, dann lass uns loslegen!“ Ankunft in der Mainzer Innenstadt – Das Event beginnt Schon als sie in der Innenstadt ankamen, merkte Lukas, dass noch mehr Spieler unterwegs waren als am ersten Tag. Am Marktplatz standen Gruppen von Trainern, überall hörte man Gesprächsfetzen wie: „Hast du schon ein Shiny Dragoran?“ „Wo ist der nächste Raid?“ „Mist, mir ist mein 100er Gengar geflohen!“ Lukas und Haaland aktivierten ihre Glücks-Eier und Rauch, um ihre Chancen zu verbessern. Dann öffneten sie ihre Spiele – und los ging’s! Die ersten Highlights des Tages Kaum hatten sie sich durch die ersten PokéStops gedreht, tauchte ein Shiny-Glurak auf! „OH MEIN GOTT, SHINY GLURAK!“ rief Lukas begeistert. Haaland schaute auf sein Handy. „Ey, bei mir ist keins! Unfair!“ Lukas grinste und fing es mit einem Hyperball. „Yes, got it!“ Doch nur zehn Minuten später hatte Haaland seinen eigenen Glücksmoment: „JAAAA! SHINY GENGAR!“ „Das gibt’s doch nicht!“ rief Lukas lachend. „Gestern ist dir eins geflohen – heute bekommst du die Revanche!“ „Gerechtigkeit!“ rief Haaland triumphierend. Shiny-Wettkampf – Wer hat am Ende mehr? Wie am ersten Tag entwickelte sich die Jagd schnell zu einem Wettkampf. „Wie viele Shinys hast du bis jetzt?“ fragte Lukas nach einer Stunde. Haaland checkte sein Inventar. „Fünf.“ Lukas grinste. „Ich hab sieben!“ „Das darf doch nicht wahr sein…“ murmelte Haaland. „Ich kann das nicht auf mir sitzen lassen!“ Die nächsten zwei Stunden rannten sie von PokéStop zu PokéStop, fingen Raid-Bosse und versuchten, ihre Shiny-Quote zu erhöhen. Am Ende des Tages stand das Ergebnis fest: • Lukas: 12 Shinys • Haaland: 10 Shinys „Na, wer ist der Pokémon-Meister?“ fragte Lukas grinsend. Haaland schüttelte den Kopf. „Ich gebe zu – du bist verdammt gut. Aber warte ab, beim nächsten Event hole ich dich ein!“ Der Abschluss – Noch ein legendärer Fang! Gerade als sie auf dem Rückweg waren, tauchte noch ein letzter Raid-Boss auf: Ein legendäres Mewtu! „Oh nein, das müssen wir noch machen!“ rief Lukas. Haaland nickte. „Definitiv! Wir dürfen Mewtu nicht verpassen!“ Sie traten dem Raid bei, kämpften gegen das mächtige Pokémon – und am Ende konnten beide es fangen. „Was für ein Abschluss des Events!“ rief Lukas begeistert. Zuhause – Der perfekte Pokémon-Tag

Als sie später nach Hause kamen, war Lukas total zufrieden. Zwei Tage Pokémon-GO-Community-Event, unzählige Fänge, viele Shinys und ein legendäres Mewtu – es hätte nicht besser laufen können. Während er sich aufs Sofa setzte, dachte er an den nächsten großen Tag. Morgen war Heiligabend… Und er wusste, dass die kommenden Tage mindestens genauso aufregend werden würden. 22. Dezember 2024 – Ein alkoholfreies Bier nach einem erfolgreichen Pokémon-Tag Nachdem Lukas und Haaland den zweiten Tag des Pokémon-GO-Community-Events erfolgreich abgeschlossen hatten, waren sie erschöpft, aber zufrieden. „Alter, das war vielleicht intensiv…“, sagte Lukas und ließ sich auf das Sofa fallen. Haaland lachte. „Ja, aber es hat sich gelohnt. Ich hab mein erstes Shiny Gengar und Mewtu gefangen!“ Lukas nickte stolz. „Und ich hab dich im Shiny-Wettbewerb geschlagen. Wieder.“ Haaland verdrehte die Augen. „Ja, ja… du bist halt der Pokémon-Meister.“ Ein Durstlöscher – Aber diesmal alkoholfrei! Lukas merkte, dass er nach dem ganzen Herumlaufen richtig durstig war. Er stand auf, ging in die Küche und öffnete den Kühlschrank. Dort fiel ihm eine Flasche alkoholfreies Bier ins Auge. Er zögerte einen Moment. Nach dem letzten Vorfall mit dem echten Bier wusste er, dass er vorsichtig sein musste. Aber alkoholfreies Bier? Das sollte okay sein. Also nahm er die Flasche heraus, öffnete sie und nahm einen Schluck. Haaland, der gerade ins Wohnzimmer kam, hob skeptisch eine Augenbraue. „Was trinkst du da?“ Lukas hielt die Flasche hoch. „Alkoholfreies Bier.“ Haaland setzte sich neben ihn und musterte ihn genau. „Und bist du sicher, dass es alkoholfrei ist?“ Lukas lachte. „Ja, ganz sicher! Ich hab keinen Bock, wieder so einen Fehler zu machen.“ Haaland nickte zufrieden. „Dann Prost.“ Lukas nahm noch einen Schluck und stellte fest, dass es eigentlich ganz gut schmeckte. Der Abend klingt entspannt aus Zusammen schauten sie sich noch einmal die Pokémon-GO-Statistiken an, redeten über ihre besten Fänge und planten schon das nächste Event. Lukas fühlte sich gut. Er hatte aus seinen Fehlern gelernt – und trotzdem konnte er sich etwas gönnen. Es war ein perfekter Abschluss für einen großartigen Tag. 23. Dezember 2024 – Der große Weihnachtseinkauf Der Tag vor Heiligabend war angebrochen – und das bedeutete für Lukas eine Menge Stress. Er hatte zwar die meisten Weihnachtsgeschenke schon besorgt, aber es fehlten noch ein paar Kleinigkeiten. Außerdem musste er mit seiner Mutter noch Essen und Getränke für die Feiertage einkaufen, bevor die Läden überfüllt waren oder alles ausverkauft war. „Okay, heute müssen wir wirklich effizient sein“, sagte Lukas, während er mit seiner Mutter die Einkaufsliste durchging. Haaland saß auf dem Sofa und beobachtete sie. „Braucht ihr einen Einkaufshelfer?“ Lukas‘ Mutter lächelte. „Wenn du Lust hast, kannst du mitkommen. Dann geht es schneller.“ Haaland stand auf und streckte sich. „Na gut, dann los!“ Der Wahnsinn im Supermarkt Als sie am Supermarkt ankamen, erwartete sie genau das, was sie befürchtet hatten: Menschenmassen, volle Einkaufswagen und lange Schlangen an den Kassen. „Oh nein… das wird die Hölle“, murmelte Lukas.

Seine Mutter atmete tief durch. „Wir teilen uns auf, dann geht es schneller.“ Lukas bekam die Aufgabe, sich um Getränke und Snacks zu kümmern, während Haaland sich um die Weihnachtsleckereien kümmerte. Die Einkaufsliste war lang: • Getränke (Cola, Wasser, Fruchtsäfte) • Weihnachtsschokolade & Plätzchen • Frisches Brot • Käse & Wurstplatten für die Feiertage • Gemüse & Obst • Zutaten für das Weihnachtsessen • Letzte Geschenke (Kleinigkeiten für Verwandte) Lukas kämpfte sich durch die Regale und versuchte, nicht mit anderen Einkaufswagen zu kollidieren. Als er die Getränkeabteilung erreichte, stellte er entsetzt fest: Die Cola war fast ausverkauft! „Nein, das kann doch nicht wahr sein!“ rief er und schnappte sich eine der letzten Flaschen. Ein anderer Kunde, ein älterer Herr, lachte. „Schnell sein lohnt sich! Morgen gibt es nichts mehr.“ Lukas grinste. „Ja, das merke ich auch…“ Haalands kleine Eskapade Während Lukas sich durch die Menschenmassen kämpfte, hörte er plötzlich Haalands Stimme aus der Schokoladenabteilung: „Oh mein Gott, sie haben noch Lindt-Schokolade mit Weihnachtsgewürzen!“ Lukas eilte hinüber und sah, wie Haaland mehrere Tafeln in seinen Korb legte. „Ich dachte, wir kaufen für Weihnachten ein, nicht für deine persönliche Schokoladensammlung?“ fragte Lukas grinsend. Haaland zuckte die Schultern. „Man kann nie genug Schokolade haben.“ Lukas schüttelte den Kopf. „Na gut, aber wenn du dich überfrisst, ist das nicht meine Schuld.“ Der Kampf an der Kasse Nachdem sie endlich alles zusammen hatten, mussten sie sich der letzten Herausforderung stellen: Der Kassenschlange. Es war die längste Schlange, die Lukas je gesehen hatte. „Wir stehen hier ewig…“, stöhnte er. Doch schließlich, nach fast 30 Minuten Warten, war es geschafft. Sie packten ihre Einkäufe ein, schleppten die Tüten zum Auto und atmeten erleichtert durch. „Nie wieder einen Tag vor Heiligabend einkaufen“, murmelte Lukas. Seine Mutter lachte. „Das sagst du jedes Jahr – und jedes Jahr passiert es trotzdem.“ Haaland grinste. „Aber es hat sich gelohnt. Wir sind jetzt bereit für Weihnachten!“ Ein erfolgreicher Tag – Alles ist vorbereitet Als sie wieder zu Hause waren, packten sie alles aus und verstauten die Lebensmittel. Lukas fühlte sich erleichtert. Die letzten Geschenke waren besorgt, das Essen für die Feiertage war da – jetzt konnte Weihnachten kommen. Er lehnte sich auf dem Sofa zurück und nahm sich eine der Schokoladen, die Haaland gekauft hatte. „Jetzt kann ich es kaum erwarten“, sagte er zufrieden. Morgen war Heiligabend – und das würde ein besonderer Tag werden. 24. Dezember 2024 – Die Ersatzoma für Heiligabend abholen

Der Morgen von Heiligabend begann für Lukas mit einer Mischung aus Aufregung und Vorfreude. Heute war der große Tag – Weihnachten stand endlich vor der Tür. Doch bevor es gemütlich werden konnte, hatte er noch eine wichtige Aufgabe zu erledigen: Er musste seine Ersatzoma abholen. Vorbereitungen am Morgen Schon beim Frühstück ging es nur um den Abend. Seine Mutter hatte eine Checkliste in der Hand und prüfte, ob alles vorbereitet war: ✔ Weihnachtsessen – Check ✔ Geschenke – Check ✔ Getränke – Check ✔ Weihnachtsbaum geschmückt – Check „Wir sind also perfekt vorbereitet“, sagte Lukas zufrieden und trank einen Schluck Kakao. „Nicht ganz“, erinnerte ihn seine Mutter. „Du musst noch die Ersatzoma abholen.“ Lukas nickte. „Ich weiß. Ich fahre in einer Stunde los.“ Haaland grinste. „Also bist du heute der Weihnachtsmann-Taxi-Service?“ Lukas lachte. „Ja, aber ohne Rentierschlitten.“ Die Fahrt zur Ersatzoma Gegen Mittag machte sich Lukas auf den Weg. Es war kalt, aber die Straßen waren trocken. Er mochte es, an Heiligabend durch die Stadt zu fahren – überall waren festlich geschmückte Häuser, und die Leute wirkten entspannter als sonst. Nach etwa 20 Minuten Fahrt erreichte er das Haus der Ersatzoma. Sie wartete schon an der Tür, eingepackt in einen dicken Mantel und mit einem kleinen Geschenk in der Hand. „Frohe Weihnachten, mein Junge!“ sagte sie mit einem warmen Lächeln. Lukas stieg aus, half ihr ins Auto und nahm ihr Geschenk vorsichtig entgegen. „Danke, dass du mich abholst“, sagte sie dankbar. „Gerne! Weihnachten ohne dich wäre doch kein richtiges Weihnachten“, sagte Lukas ehrlich. Die Ersatzoma strahlte. „Das ist das schönste Geschenk für mich – dass ich nicht alleine sein muss.“ Die Fahrt zurück – Erinnerungen und Vorfreude Auf der Rückfahrt unterhielten sie sich über alte Weihnachtserinnerungen. „Früher war Weihnachten anders“, erzählte die Ersatzoma. „Wir hatten nicht so viele Geschenke, aber wir hatten immer eine wunderschöne Zeit mit der Familie.“ Lukas nickte. „Ich glaube, genau darum geht es auch heute noch – nicht um die Geschenke, sondern darum, mit den Menschen zusammen zu sein, die man liebt.“ Die Ersatzoma lächelte gerührt. „Das hast du schön gesagt, mein Junge.“ Ankunft zu Hause – Weihnachten kann beginnen Als sie bei Lukas zu Hause ankamen, warteten seine Mutter und Haaland schon mit einer Tasse heißem Tee für die Ersatzoma. „Willkommen! Jetzt kann Weihnachten beginnen!“ sagte seine Mutter strahlend. Lukas spürte, wie sich eine wohlige Wärme in ihm ausbreitete. Alles war perfekt – die Familie war zusammen, das Essen war vorbereitet, und der Abend konnte wunderschön werden. Es würde ein ganz besonderes Weihnachtsfest werden. 24. Dezember 2024 – Traditionelles Fischessen vor der Bescherung Nachdem Lukas erfolgreich seine Ersatzoma abgeholt hatte und sie nun alle gemeinsam im warmen Wohnzimmer saßen, begann langsam die Weihnachtsstimmung. Doch bevor es zur Bescherung ging, stand noch eine wichtige Tradition an: Das gemeinsame Fischessen.

Da Lukas und seine Mutter katholisch waren, hielten sie sich an die alte WeihnachtsTradition, an Heiligabend Fisch zu essen, bevor die Feierlichkeiten begannen. Die festliche Tafel ist gedeckt Seine Mutter hatte den Tisch liebevoll gedeckt: Eine weiße Tischdecke Kerzen und kleine Weihnachtsfiguren als Deko Weihnachtsgeschirr, das nur einmal im Jahr benutzt wurde In der Küche duftete es bereits nach dem frisch gebratenen Fisch und den Beilagen. Das Menü für den Abend: Gebratener Zander mit Zitronen-Dill-Soße Kartoffelsalat nach Familienrezept Glasierte Möhren mit Honig Baguette und Butter als Beilage Haaland schnupperte begeistert. „Wow, das riecht richtig gut!“ Lukas grinste. „Ja, aber das ist nicht irgendein Essen – es ist unser traditionelles Weihnachtsgericht.“ Die Ersatzoma nickte zustimmend. „Das war schon immer so bei uns. Kein Fleisch an Heiligabend – nur Fisch. Das gehört dazu.“ Haaland lachte. „In Norwegen essen wir an Weihnachten oft Lamm oder Rippchen, aber ich bin offen für alles.“ Lukas‘ Mutter stellte die Teller auf den Tisch. „Dann hoffen wir, dass es euch schmeckt!“ Das gemeinsame Essen – Ein Moment der Ruhe Alle setzten sich an den festlich gedeckten Tisch, und bevor sie anfingen zu essen, hielt Lukas‘ Mutter einen kurzen Moment inne. „Lasst uns kurz dankbar sein für das, was wir haben – eine wunderbare Familie, Gesundheit und ein schönes Fest.“ Alle nickten zustimmend, und dann wurde der erste Bissen Fisch probiert. Haaland hob überrascht die Augenbrauen. „Oh wow… das ist richtig lecker!“ Lukas grinste. „Sag ich doch! Heiligabend ohne Fisch wäre für uns einfach komisch.“ Die Ersatzoma lachte. „Früher mussten wir den Fisch selbst fangen – heute wird er einfach aus dem Supermarkt geholt.“ Lukas‘ Mutter schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Aber die Tradition bleibt.“ Während des Essens redeten sie über schöne Erinnerungen, über frühere Weihnachten und über die lustigsten Geschenke, die sie je bekommen hatten. Es war ein Moment der Ruhe, des Zusammenseins und der Dankbarkeit – genau so, wie Weihnachten sein sollte. Nach dem Essen – Jetzt kann die Bescherung kommen Als alle satt und zufrieden waren, lehnte sich Haaland zurück. „Okay, ich verstehe jetzt, warum ihr das jedes Jahr macht. Das war echt gut.“ Lukas wischte sich den Mund ab und stand auf. „Und jetzt kommt das Beste – die Bescherung!“ Die Ersatzoma lachte. „Ja, die Kinder können es eben nie erwarten!“ Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht half Lukas, den Tisch abzuräumen, denn er wusste: Jetzt ging Weihnachten erst richtig los. 24. Dezember 2024 – Die Bescherung beginnt Nach dem leckeren Fischessen und einem Moment der Besinnlichkeit war es endlich soweit: Die Bescherung!

Lukas konnte es kaum erwarten. Obwohl er wusste, dass Weihnachten nicht nur um Geschenke ging, war dieser Moment trotzdem magisch – vor allem, weil es darum ging, anderen eine Freude zu machen. Die Familie versammelte sich rund um den geschmückten Weihnachtsbaum, unter dem bereits eine Menge Geschenke lagen. Die Lichterketten funkelten, und im Hintergrund lief leise Weihnachtsmusik. „Na gut, wer fängt an?“ fragte Lukas aufgeregt. Die Ersatzoma lächelte. „Wie wäre es, wenn du zuerst auspackst?“ Lukas‘ Mutter reichte ihm das erste Geschenk – ein weiches Paket. Die Geschenke für Lukas Er öffnete es gespannt und zog einen warmen, roten Mainz-05-Pullover heraus. „Oh wow, der ist perfekt! Danke, Mama!“ rief er begeistert. „Damit kannst du dich an kalten Spieltagen schön warmhalten“, sagte sie mit einem Zwinkern. Dann bekam er ein kleines Päckchen von der Ersatzoma. „Das ist etwas ganz Besonderes für dich, mein Junge“, sagte sie lächelnd. Lukas öffnete es – und darin waren zwei Bierflaschen! „Ehrlich jetzt?“ fragte er überrascht. Die Ersatzoma schmunzelte. „Ja, aber mit einer Bedingung: Nur eins heute, und nur unter Aufsicht!“ Lukas lachte. „Na gut, das kann ich akzeptieren.“ Doch das war noch nicht alles! Von Haaland bekam er ein Trikot von Borussia Dortmund – mit Haalands eigenem Namen drauf. „Ey, echt jetzt?!“ rief Lukas lachend. Haaland grinste. „Nur als Erinnerung, dass ich mal dort gespielt habe. Keine Sorge, du musst es nicht im Stadion anziehen!“ Die Geschenke für die anderen Lukas hatte natürlich auch Geschenke für die Familie vorbereitet. Für seine Mutter: Die Dubai-Pralinen, die er extra gekauft hatte. „Oh, die sehen köstlich aus! Danke, mein Schatz!“ sagte sie gerührt. Für die Ersatzoma: Ein Fotoalbum mit Erinnerungen an ihre gemeinsamen Zeiten. Sie wischte sich eine Träne aus den Augen. „Das ist so wunderschön, Lukas. Ich werde es immer bei mir haben.“ Und für Haaland hatte er sich einen kleinen Spaß erlaubt: Ein Mainz-05-Schal! Haaland schüttelte lachend den Kopf. „Du willst mich echt zum Mainz-Fan machen, oder?“ Lukas grinste. „Wer weiß, vielleicht trägst du ihn ja mal heimlich.“ Ein besonderer Moment mit Bier und Gesprächen Nachdem alle Geschenke verteilt waren, machten sie es sich gemütlich. Lukas nahm sich eine der Bierflaschen, öffnete sie und prostete seiner Familie zu. „Auf ein wunderschönes Weihnachten!“ sagte er strahlend. „Auf uns!“ stimmte seine Mutter zu. Sie saßen noch lange zusammen, erzählten Geschichten aus der Vergangenheit, lachten über alte Erinnerungen und genossen einfach die gemeinsame Zeit. Für Lukas war es ein perfektes Weihnachtsfest – voller Liebe, Freude und Überraschungen. Und während er an seinem Bier nippte, dachte er: „So fühlt sich echtes Weihnachtsglück an.“ 25. Dezember 2024 – Ein festliches Weihnachtsessen im Restaurant

Nach der gemütlichen Bescherung am Vorabend und einem wunderschönen Heiligabend stand heute der erste Weihnachtsfeiertag an. Lukas freute sich darauf, denn heute würde die ganze Familie zusammen mit der Ersatzoma in ein schönes Restaurant gehen, um den Tag entspannt zu genießen. Seine Mutter hatte schon vor Wochen einen Tisch in einem guten Restaurant reserviert, da es an den Feiertagen oft überfüllt war. Der Vormittag – Ein langsamer Start Lukas wachte etwas später als sonst auf und fühlte sich ausgeruht und zufrieden. Die Erinnerungen an den gestrigen Abend mit der Bescherung, den Geschenken und den gemeinsamen Gesprächen brachten ihm sofort ein Lächeln ins Gesicht. Haaland saß schon mit seiner Mutter am Frühstückstisch und trank Kaffee. „Na, gut geschlafen?“ fragte seine Mutter. Lukas nickte und nahm sich ein Croissant. „Ja, das war ein echt schöner Abend gestern.“ „Und heute geht es weiter! Ich hoffe, ihr seid hungrig – das Weihnachtsessen wird großartig“, sagte seine Mutter begeistert. Die Ersatzoma kam ebenfalls in die Küche und setzte sich lächelnd dazu. „Ich freue mich sehr darauf, mit euch essen zu gehen. Das ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagte sie gerührt. Lukas nickte. „Weihnachten ist schließlich die Zeit, in der man zusammen sein sollte.“ Die Fahrt zum Restaurant Am Nachmittag machten sie sich auf den Weg ins Restaurant, das nicht weit entfernt lag. Es war ein traditionelles, gemütliches Lokal mit einem weihnachtlich geschmückten Eingangsbereich. Überall hingen Lichterketten, und es duftete bereits nach köstlichem Essen. „Wow, das sieht richtig schön aus“, sagte Haaland beeindruckt. Sie wurden von einer freundlichen Kellnerin zu ihrem reservierten Tisch geführt, der ebenfalls liebevoll dekoriert war – mit kleinen Tannenzweigen, Kerzen und goldenen Servietten. Das festliche Weihnachtsessen 🍽 Als sie die Speisekarte aufschlugen, konnten sie sich kaum entscheiden. Die Auswahl war groß, aber am Ende bestellte jeder sein Lieblingsgericht: • Lukas nahm ein Rinderfilet mit Kartoffelgratin und Rotweinsauce • Haaland entschied sich für eine Weihnachtsgans mit Knödeln und Rotkohl • Seine Mutter wählte ein Lachsfilet mit Kräutersoße und Gemüse • Die Ersatzoma bestellte ein traditionelles Weihnachtsmenü mit Ente und Klößen Während sie auf das Essen warteten, genossen sie die festliche Atmosphäre und redeten über die schönsten Weihnachtserinnerungen. „Weißt du noch, Lukas, als du als Kind mal ein riesiges Geschenk bekommen hast und dachtest, es wäre ein Fahrrad – aber es war nur eine große Box mit vielen kleinen Geschenken drin?“ lachte seine Mutter. Lukas lachte mit. „Ja! Ich war so verwirrt – aber dann war ich trotzdem happy.“ Haaland grinste. „Ich glaube, du bist auch heute noch wie ein kleines Kind an Weihnachten.“ Lukas tat gespielt beleidigt. „Dafür habe ich dir einen Mainz-05-Schal geschenkt!“ Alle lachten, und genau in diesem Moment kam das Essen. Es sah nicht nur fantastisch aus – es schmeckte auch hervorragend. „Das ist wirklich perfekt“, sagte die Ersatzoma zufrieden. Ein besonderer Moment mit der Ersatzoma Während des Essens schaute die Ersatzoma lächelnd in die Runde. „Ich bin so glücklich, dass ich diesen Tag mit euch verbringen darf. Weihnachten war für mich früher oft einsam, aber mit euch fühle ich mich wie ein Teil der Familie.“

Lukas fühlte sich gerührt. „Du bist ein Teil der Familie!“ sagte er und nahm sanft ihre Hand. Seine Mutter nickte. „Und das wird sich auch nie ändern.“ Die Ersatzoma hatte Tränen in den Augen, doch es waren Freudentränen. Ein perfekter Abschluss des Tages Nachdem sie noch eine leckere Nachspeise genossen hatten, machten sie sich langsam wieder auf den Heimweg. „Das war eines der schönsten Weihnachtsessen, die wir je hatten“, sagte Lukas glücklich. Haaland nickte. „Definitiv. Und das Beste: Kein Abwasch zu Hause!“ Alle lachten. Zuhause angekommen, setzten sie sich noch einmal gemütlich zusammen, tranken einen heißen Kakao und ließen den Abend ausklingen. Lukas fühlte sich einfach glücklich. Weihnachten war in diesem Jahr einfach perfekt. 26. Dezember 2024 – Der zweite Weihnachtsfeiertag in der Bonifatiuskirche Nach den wunderschönen ersten beiden Weihnachtstagen mit Bescherung, festlichem Essen und viel gemeinsamer Zeit, stand am zweiten Weihnachtsfeiertag ein weiteres Highlight auf dem Plan: Der Weihnachtsgottesdienst in der Bonifatiuskirche. Da Lukas und seine Mutter katholisch waren, war es für sie Tradition, am 26. Dezember noch einmal gemeinsam in die Kirche zu gehen – diesmal zusammen mit der Ersatzoma und Haaland. Der Morgen – Ein feierlicher Start in den Tag Lukas wachte früh auf, weil seine Mutter ihn sanft an der Schulter rüttelte. „Aufstehen, mein Schatz. Wir müssen uns für die Kirche fertig machen.“ Lukas gähnte und rieb sich die Augen. „Schon so früh?“ Seine Mutter lächelte. „Es ist ein Feiertag, also fängt der Gottesdienst früher an als sonst.“ Haaland, der sich in den letzten Tagen mehr und mehr an die deutschen Weihnachtstraditionen gewöhnt hatte, kam aus seinem Zimmer und streckte sich. „Also gehen wir wirklich in die Kirche? Ich war seit Jahren nicht mehr in einem Gottesdienst.“ Lukas grinste. „Ja, und keine Sorge – du musst nicht mitsingen.“ Die Ersatzoma, die bereits fertig angezogen in der Küche saß, lachte. „Aber es wäre schön, wenn du es trotzdem tust.“ Nach einem schnellen Frühstück zogen sich alle festlich an: • Lukas trug eine schlichte schwarze Hose und ein weißes Hemd. • Haaland entschied sich für einen dunkelblauen Pullover und eine Jeans. • Seine Mutter trug eine elegante Winterjacke und einen Schal. • Die Ersatzoma hatte ein schönes, weihnachtliches Kleid an. Dann machten sie sich auf den Weg zur Bonifatiuskirche. Ankunft an der Bonifatiuskirche – Festliche Stimmung Die Bonifatiuskirche in Mainz lag mitten in der Stadt, und als sie ankamen, sah Lukas bereits die festliche Dekoration: Der große Weihnachtsbaum vor der Kirche, geschmückt mit Lichtern und goldenen Kugeln Die Krippe im Eingangsbereich mit der Darstellung der Geburt Jesu Die beleuchteten Kirchenfenster, die den Raum in ein warmes Licht tauchten „Wow, das sieht wunderschön aus“, sagte Haaland beeindruckt. „Ja, an Weihnachten ist es hier immer besonders feierlich“, erwiderte Lukas.

Sie gingen langsam hinein, suchten sich eine ruhige Bank in der Mitte der Kirche und ließen die Atmosphäre auf sich wirken. Der Gottesdienst – Besinnlichkeit und Frieden Der Gottesdienst begann mit einem feierlichen Orgelspiel. Dann trat der Pfarrer nach vorne und begrüßte die Gemeinde mit warmen Worten: „Willkommen am zweiten Weihnachtsfeiertag. Weihnachten ist die Zeit der Liebe, der Familie und des Friedens. Lassen Sie uns heute gemeinsam feiern, dass Christus für uns geboren wurde.“ Während des Gottesdienstes wurde viel gesungen – und zur Überraschung von Lukas summte Haaland leise mit. „Hey, doch noch zum Kirchenfan geworden?“ flüsterte Lukas grinsend. Haaland schmunzelte. „Es hat was Beruhigendes.“ Die Weihnachtsgeschichte wurde vorgelesen, und der Pfarrer erinnerte daran, wie wichtig es sei, in dieser Zeit füreinander da zu sein, gerade für Menschen, die einsam sind. Lukas warf einen Blick auf die Ersatzoma, die ruhig und gerührt auf der Bank saß. „Ich bin froh, dass sie dieses Jahr nicht alleine ist.“ Nach dem Gottesdienst – Ein Moment der Stille Nach dem feierlichen Gottesdienst blieben sie noch einen Moment in der Kirche sitzen. Die Ersatzoma seufzte zufrieden. „Das war wunderschön. Es erinnert mich an frühere Zeiten.“ Seine Mutter nickte. „Ich finde, ein Weihnachtsfest fühlt sich erst richtig vollständig an, wenn man gemeinsam zur Kirche geht.“ Lukas stand langsam auf. „Wollen wir noch eine Kerze anzünden?“ Sie gingen gemeinsam zum Kerzenständer und entzündeten jeder eine Kerze – für ihre verstorbenen Verwandten, für Gesundheit und für ein glückliches neues Jahr. Dann traten sie hinaus in die kühle Winterluft. Haaland atmete tief ein. „Ich muss zugeben – das war ein schöner Moment.“ Lukas grinste. „Siehst du? Manchmal tut so ein bisschen Besinnlichkeit gut.“ Sie beschlossen, auf dem Rückweg noch an einem kleinen Café anzuhalten, um sich aufzuwärmen. Ein gemütlicher Abschluss des Tages Wieder zu Hause angekommen, machten sie es sich mit heißem Kakao gemütlich und ließen den Tag langsam ausklingen. „Das war ein wunderschönes Weihnachtsfest“, sagte die Ersatzoma lächelnd. Lukas nickte. „Ja… und ich bin froh, dass wir es alle zusammen gefeiert haben.“ Es war ein perfekter Abschluss für die Weihnachtszeit – voller Liebe, Dankbarkeit und schöner Erinnerungen. 26. Dezember 2024 – Ein festlicher Abschluss mit Sauerbraten 🍽 Nach dem besinnlichen Weihnachtsgottesdienst in der Bonifatiuskirche und einem gemütlichen Nachmittag zu Hause war es nun Zeit für das letzte große Weihnachtsessen. Auf dem Menü für den zweiten Weihnachtsfeiertag: Sauerbraten nach Familienrezept Selbstgemachte Kartoffelklöße Rotkohl mit Apfelstückchen Eine leckere Bratensoße mit Rotwein Die Vorbereitungen – Ein köstlicher Duft liegt in der Luft Lukas‘ Mutter hatte den Sauerbraten schon Tage vorher eingelegt, damit das Fleisch schön zart wurde. Jetzt schmorte er in einer großen Pfanne, während sich der verführerische Duft in der ganzen Wohnung verbreitete. Lukas schnupperte und grinste. „Oh mein Gott, das riecht so gut!“

Haaland kam aus dem Wohnzimmer und zog ebenfalls die Luft ein. „Ich habe noch nie Sauerbraten gegessen… aber wenn es so gut schmeckt, wie es riecht, dann bin ich gespannt!“ Die Ersatzoma schmunzelte. „Dann wirst du heute eine richtige deutsche Spezialität kennenlernen.“ Während der Braten langsam garte, formten Lukas und seine Mutter die Kartoffelklöße, während Haaland half, den Tisch festlich zu decken. „Okay, wir brauchen Kerzen, das Weihnachtsgeschirr und… wo sind eigentlich die Servietten?“ fragte er. Lukas lachte. „Guck mal in der Schublade neben dem Kühlschrank.“ Nach und nach war alles fertig – und schließlich kam der große Moment: Der Sauerbraten war perfekt gegart. Die Mutter schnitt ihn vorsichtig in Scheiben, während die Soße mit einem Schuss Rotwein verfeinert wurde. „Jetzt noch schnell den Rotkohl und die Klöße auf die Teller – und dann kann das Festmahl beginnen!“ sagte sie fröhlich. Das Essen beginnt – Ein Fest für die Geschmacksknospen Alle setzten sich an den Tisch, und Lukas‘ Mutter verteilte die Teller. Haaland betrachtete sein Essen neugierig. „Also, wie isst man Sauerbraten richtig?“ Lukas grinste. „Ganz einfach: Nimm ein Stück Fleisch, etwas Soße drüber, dann ein bisschen Klöße dazu… und dann genießt du es!“ Haaland schnitt ein Stück ab, tunkte es in die Soße und probierte vorsichtig. Seine Augen weiteten sich. „Boah! Das ist ja unglaublich gut!“ Lukas lachte. „Hab ich doch gesagt! Und jetzt versuch mal die Klöße mit der Soße.“ Haaland tat, wie ihm gesagt wurde, und nickte zufrieden. „Ich verstehe, warum ihr das als Weihnachtsessen esst. Das ist echtes Soulfood!“ Die Ersatzoma lächelte. „Sauerbraten ist eine Tradition – und es freut mich, dass du es magst.“ Alle aßen genüsslich, während sie über die schönen Momente der letzten Tage sprachen. „Das war wirklich ein perfektes Weihnachtsfest“, sagte Lukas zufrieden. „Und ein leckeres noch dazu!“ fügte Haaland mit einem Lächeln hinzu. Nach dem Essen saßen sie noch eine Weile zusammen, tranken einen Tee oder einen Wein und genossen einfach die gemeinsame Zeit. Ein wunderschöner Abschluss der Weihnachtsfeiertage. 27. Dezember 2024 – Ein Tag der Ruhe und ein Weihnachtsbier Nach den festlichen Weihnachtsfeiertagen mit leckerem Essen, Bescherung und dem besinnlichen Gottesdienst in der Bonifatiuskirche, brauchte die Familie nun einen Tag der Ruhe. Lukas wachte an diesem Morgen später als sonst auf. Er fühlte sich angenehm müde – als hätte er sich die letzten Tage ordentlich verausgabt, aber auf eine gute Weise. Als er in die Küche schlenderte, saß seine Mutter bereits am Tisch und trank ihren Morgenkaffee. „Na, gut geschlafen?“ fragte sie schmunzelnd. Lukas gähnte und setzte sich. „Ja… aber ich glaube, ich bin noch immer voll vom Sauerbraten gestern.“ Die Ersatzoma kam kurz darauf in die Küche und setzte sich dazu. „So viel gutes Essen braucht seine Zeit, bis es verdaut ist!“ Haaland kam als Letzter herein, streckte sich und grinste. „Also, ich bin bereit für einen weiteren Festtagsschmaus.“ Lukas verdrehte die Augen. „Ich glaube, ich brauche heute einfach nur Ruhe.“ Ein entspannter Tag – Keine Verpflichtungen, nur Erholung

Die Familie entschied sich, den Tag ganz entspannt anzugehen. Niemand musste irgendwohin fahren oder einkaufen. Kein großes Essen vorbereiten – nur Reste von den Feiertagen. Einfach mal auf dem Sofa liegen und den Tag genießen. Lukas nahm sich eine kuschelige Decke, legte sich aufs Sofa und schaute einen alten Weihnachtsfilm. Haaland setzte sich dazu. „Welchen Film gucken wir?“ Lukas überlegte kurz. „Vielleicht ‚Kevin – Allein zu Haus‘?“ Haaland lachte. „Perfekte Wahl! Den habe ich ewig nicht mehr gesehen.“ Also verbrachten sie den Nachmittag damit, auf der Couch zu liegen, sich alte Weihnachtsklassiker anzuschauen und ab und zu ein paar Lebkuchen zu knabbern. Der Abend – Ein besonderes Weihnachtsbier Gegen Abend entschied sich Lukas, sich etwas Besonderes zu gönnen. Er erinnerte sich daran, dass er von seiner Ersatzoma zwei Weihnachtsbiere bekommen hatte. Er ging in die Küche, nahm eine der Flaschen aus dem Kühlschrank und betrachtete das Etikett: „Weihnachtsbier – Winterlich gewürzt mit feinen Aromen von Zimt und Karamell.“ „Das klingt interessant“, murmelte er und öffnete die Flasche. Seine Mutter sah ihn skeptisch an. „Denk dran, du hattest schon mal eine schlechte Erfahrung mit Bier…“ Lukas hob abwehrend die Hände. „Keine Sorge, Mama – diesmal trinke ich es langsam und mit Genuss.“ Er nahm einen vorsichtigen Schluck – und war sofort überrascht. **„Wow, das schmeckt echt gut! Ganz anders als normales Bier!“** Haaland, der gerade aus dem Wohnzimmer kam, grinste. „Was trinkst du da?“ Lukas zeigte ihm die Flasche. „Ein Weihnachtsbier. Willst du probieren?“ Haaland nahm die Flasche, roch daran und nahm einen kleinen Schluck. „Oh, das ist richtig mild und würzig“, sagte er beeindruckt. „Perfekt für einen gemütlichen Abend.“ Der perfekte Abschluss eines ruhigen Tages Die Familie saß später zusammen, trank Tee und Kakao, während Lukas sein Weihnachtsbier genoss. Es war ein ruhiger, entspannter Tag, genau das, was sie nach den stressigen Feiertagen gebraucht hatten. „So ein Tag ohne Verpflichtungen ist manchmal das Beste“, sagte die Ersatzoma zufrieden. Lukas nickte und nahm noch einen Schluck. „Ja… einfach mal entspannen und das Leben genießen.“ Und genau das taten sie. Ein perfekter, ruhiger Abschluss der Weihnachtszeit. 28. Dezember 2024 – Der große Silvester-Böller-Einkauf Nach den ruhigen Feiertagen, dem vielen Essen und den gemütlichen Abenden mit Filmen und heißem Kakao, kam langsam die Vorfreude auf Silvester. Lukas wusste: Nur noch drei Tage, dann beginnt das neue Jahr! Und was gehörte zu Silvester? Böller und Raketen! Der Plan: Böller kaufen! Beim Frühstück saß Lukas mit Haaland zusammen und scrollte auf seinem Handy durch verschiedene Feuerwerksangebote.

„Alter, guck mal hier!“ sagte Lukas begeistert. „Die verkaufen richtige Profi-Raketen mit bunten Farb-Effekten!“ Haaland, der gerade seinen Tee trank, schaute auf den Bildschirm. „Also willst du Silvester mit einem richtigen Knall feiern?“ Lukas grinste. „Natürlich! Silvester ohne Feuerwerk wäre kein richtiges Silvester.“ „Na gut, dann besorgen wir uns heute was!“, entschied Haaland. Auf zum Feuerwerksverkauf Gegen Mittag machten sich Lukas und Haaland auf den Weg zum nächsten Baumarkt, denn dort gab es eine große Feuerwerksabteilung. Schon als sie ankamen, sahen sie die riesigen Werbeplakate: „MEGA-FEUERWERK! JETZT ZUGREIFEN!“ „SILVESTER-PAKETE AB 9,99 €!“ „NUR FÜR KURZE ZEIT! RAKETEN IM ANGEBOT!“ Lukas konnte es kaum erwarten. „Komm, wir schauen uns alles an!“ sagte er aufgeregt und zog Haaland in den Laden. Die Auswahl – Was soll man nur nehmen?! Drinnen gab es eine riesige Auswahl an Böllern, Raketen, Fontänen und Knallkörpern. Lukas war überwältigt. „Das ist wie ein Süßigkeitenladen für Erwachsene!“ sagte er begeistert. Haaland lachte. „Ich wusste nicht, dass du so ein Feuerwerks-Fan bist!“ Dann fingen sie an, die Angebote durchzugehen. Die Einkaufsliste: Das Feuerwerk für Silvester Nach langem Überlegen entschieden sie sich für folgendes Feuerwerk: Ein großes Raketen-Set mit 10 verschiedenen Effekten Ein Knaller-Paket mit Böllern in verschiedenen Größen Goldene und silberne Fontänen für schöne Lichteffekte Ein Batterie-Feuerwerk mit bunten Kometen „Das wird episch!“ sagte Lukas, während er die Sachen in den Einkaufswagen legte. Haaland grinste. „Aber wir sollten nicht alles auf einmal zünden – sonst ist es nach 5 Minuten vorbei.“ „Keine Sorge, ich plane das taktisch!“ sagte Lukas stolz. Zurück nach Hause – Vorfreude auf Silvester Als sie zurückkamen, zeigte Lukas stolz die Einkäufe seiner Mutter und der Ersatzoma. „Hoffentlich übertreibt ihr es nicht“, sagte seine Mutter mit einem strengen Blick. „Nein, nein, wir sind ganz vorsichtig“, sagte Lukas grinsend. „Solange ihr nicht unser Haus abfackelt…“, murmelte die Ersatzoma. Haaland lachte. „Versprochen, wir passen auf!“ Dann verstauten sie das Feuerwerk sicher in einer Ecke des Hauses und freuten sich auf den großen Tag. Lukas wusste: Silvester 2024 würde ein echtes Spektakel werden! 29. Dezember 2024 – Der letzte Sauerbraten des Jahres Nach dem erfolgreichen Feuerwerkskauf am Vortag und der steigenden Vorfreude auf Silvester, stand heute noch einmal etwas ganz Besonderes auf dem Speiseplan: Der letzte Sauerbraten des Jahres! Lukas wusste, dass nach Weihnachten immer ein paar Reste übrig blieben – und diesmal war es der köstliche Sauerbraten, den seine Mutter extra in einer Tupperdose aufbewahrt hatte. Und da heute ein ruhiger Tag war, beschlossen sie, den Braten gemeinsam als letztes großes Essen des Jahres zu genießen. Der Morgen – Ein gemütlicher Start

Lukas wachte spät auf. Er hatte endlich mal richtig ausgeschlafen. Als er in die Küche kam, saßen Haaland, seine Mutter und die Ersatzoma bereits am Tisch. „Na, Langschläfer?“ grinste Haaland. Lukas gähnte. „Ich hab’s mir verdient – bald ist Silvester, da muss ich ausgeruht sein.“ Seine Mutter lächelte. „Wir dachten, dass wir heute nochmal den restlichen Sauerbraten essen. Es wäre schade, ihn verkommen zu lassen.“ Lukas‘ Augen leuchteten. „Oh ja! Der war so gut!“ Die Ersatzoma nickte. „Es gibt nichts Besseres als einen richtig gut durchgezogenen Sauerbraten.“ Die Zubereitung – Noch besser als an Weihnachten? Da der Sauerbraten bereits vorgekocht war, musste er nur noch aufgewärmt werden. Die Mutter stellte den Topf auf den Herd und ließ das Fleisch langsam in der leckeren Bratensoße ziehen. Nebenbei wurden auch die Kartoffelklöße und der Rotkohl vorbereitet. Haaland stand neugierig in der Küche. „Kann ich helfen?“ Lukas grinste. „Du kannst den Tisch decken, damit wir direkt essen können.“ „Alles klar, Chefkoch!“ sagte Haaland lachend und legte sich ins Zeug. Als das Essen fertig war, duftete das ganze Haus nach herzhaftem Sauerbraten, Rotkohl und Klößen. Lukas konnte es kaum erwarten. Das Essen – Ein würdiger Abschluss des Jahres Alle setzten sich an den Tisch, und seine Mutter servierte jedem eine große Portion. Haaland nahm sich das erste Stück, tunkte es in die Soße und probierte vorsichtig. Dann hob er überrascht die Augenbrauen. „Ich glaube, das schmeckt noch besser als an Weihnachten!“ Die Ersatzoma nickte zustimmend. „Ja, das Fleisch hat noch mehr durchgezogen. Perfekt gewürzt!“ Lukas nahm einen großen Bissen und stimmte zu. „Das ist echt genial. Ich könnte das jede Woche essen!“ Während sie genüsslich aßen, redeten sie über die schönsten Momente der Weihnachtszeit und die Pläne für Silvester. „Morgen bereiten wir schon mal alles für die Feier vor“, sagte Lukas. „Wir haben ja eine Menge Raketen und Böller!“ Seine Mutter warf ihm einen strengen Blick zu. „Solange ihr nichts anzündet, bevor es Mitternacht ist…“ Haaland lachte. „Keine Sorge, wir machen das professionell!“ Die Ersatzoma schmunzelte. „Jungs und ihr Feuerwerk – das war schon immer so.“ Der Abend – Zufrieden und satt Nach dem Essen lehnten sie sich alle satt und glücklich zurück. Lukas seufzte zufrieden. „Das war der perfekte Abschluss für die Weihnachtszeit.“ Haaland nickte. „Ja, aber jetzt wird es Zeit für Silvester-Vorbereitungen!“ Seine Mutter lachte. „Ihr seid echt schon im Party-Modus, oder?“ Lukas grinste. „Natürlich! Das neue Jahr muss gebührend begrüßt werden.“ Mit diesem Gedanken ließen sie den Abend gemütlich ausklingen – bereit für den großen Silvester-Countdown. 30. Dezember 2024 – Der letzte Kneipenabend des Jahres Nach dem letzten Sauerbraten des Jahres am Vortag fühlte sich Lukas immer noch satt und zufrieden. Doch heute war der vorletzte Tag des Jahres, und es gab noch eine letzte Tradition, die sie einhalten wollten: Ein gemeinsamer Besuch in der Kneipe – das letzte Mal in diesem Jahr.

Lukas, Haaland, seine Mutter und die Ersatzoma hatten sich darauf geeinigt, den Abend in einer gemütlichen Kneipe in der Stadt zu verbringen, bevor morgen der große Silvesterabend anstand. „Wir stoßen schon mal auf das Jahr an, bevor wir es morgen mit Feuerwerk verabschieden“, sagte Lukas grinsend. Haaland nickte. „Gute Idee. Aber diesmal bitte kein Drama, okay?“ Lukas lachte. „Keine Sorge, ich trinke heute nur ein Bier.“ Seine Mutter schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Na gut, aber wirklich nur eins.“ Der Weg zur Kneipe – Letzte Vorbereitungen für Silvester Bevor sie zur Kneipe gingen, machten sie noch einen kurzen Spaziergang durch die Stadt, um die letzten Besorgungen für Silvester zu erledigen. Lukas kaufte noch ein paar Snacks für den morgigen Abend. Haaland holte eine extra Packung Wunderkerzen, weil er sie immer mochte. Die Mutter besorgte eine Flasche Sekt für Mitternacht. „Jetzt sind wir wirklich komplett vorbereitet“, sagte Lukas zufrieden. „Jetzt kann die Party kommen!“, fügte Haaland hinzu. Nachdem sie alles erledigt hatten, machten sie sich auf den Weg zur Kneipe, in die sie oft gingen. In der Kneipe – Ein letzter Abend voller Erinnerungen Die Kneipe war gut besucht, aber sie fanden noch einen gemütlichen Tisch in der Ecke. Die Atmosphäre war perfekt: Leise Musik im Hintergrund Gemütliches Licht mit Kerzen auf den Tischen Der Duft von frisch gezapftem Bier und warmem Essen „Das fühlt sich schon an wie ein kleines Vor-Silvester“, sagte Lukas zufrieden, als sie sich setzten. Der Kellner kam und nahm ihre Bestellungen auf. Lukas bestellte sich ein letztes Bier für das Jahr. Haaland entschied sich für ein dunkles Bier. Seine Mutter nahm ein Glas Rotwein. Die Ersatzoma bestellte einen Kräuterlikör – „für die Verdauung“, wie sie sagte. „Na dann“, sagte Lukas und hob sein Glas. „Auf ein tolles Jahr 2024 – und auf ein noch besseres 2025!“ „Prost!“, riefen alle und stießen an. Ein Abend voller Erinnerungen Während sie ihr Getränk genossen, sprachen sie über die schönsten Momente des Jahres. „Weißt du noch, als wir Mainz gegen Bayern gesehen haben?“, fragte Lukas. „Das war das beste Spiel der Saison!“ „Ja, und wir sind jetzt auf Platz 5!“, sagte Haaland stolz. Die Ersatzoma lächelte. „Und für mich war das Schönste, dass ich Weihnachten nicht alleine verbringen musste.“ Seine Mutter nickte gerührt. „Das war für mich auch ein besonderer Moment.“ Lukas nahm einen weiteren Schluck von seinem Bier und fühlte sich einfach glücklich. „2024 war ein verrücktes Jahr… aber es war eines der besten.“ Ein würdiger Abschluss des Jahres Nach ein paar Stunden beschlossen sie, wieder nach Hause zu gehen – schließlich stand morgen Silvester an, und dafür brauchten sie noch genügend Energie. „Das war ein perfekter letzter Kneipenabend“, sagte Lukas zufrieden. „Ja, nächstes Jahr wieder!“, meinte Haaland.

„Aber erst einmal begrüßen wir 2025 mit einem großen Knall!“, fügte Lukas grinsend hinzu. Mit diesem Gedanken gingen sie nach Hause – voller Vorfreude auf den großen letzten Tag des Jahres. 31. Dezember 2024 – Silvesterfeier im Restaurant – und eine Flucht ins Hotelzimmer Der letzte Tag des Jahres war endlich da – Silvester! Lukas freute sich eigentlich auf die Feier, aber er wusste auch, dass der Abend für ihn anstrengend werden könnte. Seine Mutter hatte bereits vor Wochen einen Tisch in einem edlen Restaurant mit Silvesterparty reserviert. Die ganze Familie, inklusive der Ersatzoma und Haaland, wollte dort gemeinsam feiern und um Mitternacht das neue Jahr begrüßen. „Das wird großartig!“ sagte seine Mutter begeistert. „Ich hoffe, es wird nicht zu voll…“, murmelte Lukas leise. Er wusste, dass er Probleme mit großen Menschenmengen und lauten Feiern hatte – und in einem vollen Restaurant mit Party-Musik konnte es schnell zu viel für ihn werden. Doch erst einmal wollte er es versuchen. Der Abend beginnt – Ankunft im Restaurant Am Abend zogen sie sich festlich an. Lukas trug eine elegante schwarze Jeans mit einem Hemd. Haaland entschied sich für einen schicken Pullover. Seine Mutter und die Ersatzoma trugen schöne Kleider. Dann machten sie sich auf den Weg zum Restaurant, das sich in einem schönen Hotel befand. Schon als sie ankamen, merkte Lukas, dass es voll war. Die Tische waren fast alle besetzt, überall wurde gelacht, geredet und angestoßen. Die Musik war laut, und Kellner huschten durch die Gänge, um Getränke und Essen zu servieren. „Boah, hier ist echt viel los“, murmelte Lukas nervös. Haaland sah ihn an. „Geht’s dir gut?“ Lukas zuckte mit den Schultern. „Ich versuch’s.“ Sie setzten sich an ihren reservierten Tisch, und das Silvestermenü wurde serviert: Vorspeise: Cremige Kürbissuppe mit Kräutern Hauptgang: Filetsteak mit Gemüse und Kartoffelgratin Dessert: Mousse au Chocolat mit Himbeeren Lukas wollte sich auf das Essen konzentrieren, aber er merkte, dass die lauten Stimmen, das Gedränge und die Musik ihm immer mehr zu schaffen machten. Der Rückzug – Ins Hotelzimmer flüchten Nach der Hauptspeise wurde es ihm zu viel. Die Gespräche um ihn herum verschwammen, die Geräusche wurden immer lauter, und er fühlte sich eingesperrt. Er lehnte sich zu Haaland und flüsterte: „Ich kann das nicht. Es ist mir zu eng hier.“ Haaland nickte sofort verständnisvoll. „Willst du raus?“ Lukas atmete tief durch. „Ja… ich brauche einen ruhigen Ort.“ Seine Mutter sah ihn besorgt an. „Geht es dir nicht gut?“ Lukas erklärte es ihr kurz, und sie verstand sofort. „Dann geh ins Hotelzimmer hoch und ruh dich aus. Wir kommen später nach.“ Er nickte dankbar und stand leise auf. Haaland klopfte ihm auf die Schulter. „Ich bring dir später ein Glas Sekt hoch, wenn Mitternacht ist.“ Lukas schmunzelte. „Deal.“ Ruhe im Hotelzimmer – Endlich durchatmen

Er verließ das Restaurant und nahm den Aufzug in die oberen Etagen des Hotels, wo seine Mutter ein Zimmer reserviert hatte, falls jemand übernachten wollte. Als er die Tür aufschloss, atmete er erleichtert durch. Ruhe. Keine lauten Stimmen, keine drängenden Menschen – nur er und ein weiches Bett. Er zog sich die Schuhe aus, setzte sich ans Fenster und sah auf die Stadt hinab. Überall blinkten schon die ersten Raketen, und die Lichter der Stadt funkelten in der Dunkelheit. „Das ist viel besser.“ Er wusste, dass die Familie bald nachkommen würde – und dass Haaland ihm tatsächlich ein Glas Sekt bringen würde. Aber in diesem Moment war er einfach froh, dass er seinen eigenen Rückzugsort hatte. Das neue Jahr konnte kommen – aber in seinem Tempo. 31. Dezember 2024 – Mitternacht auf dem Parkplatz: Böllern zum neuen Jahr Lukas saß noch immer im ruhigen Hotelzimmer, während unten im Restaurant die Silvesterfeier auf Hochtouren lief. Doch er wusste: Bald war Mitternacht. Er schaute auf die Uhr. 23:45 Uhr. „Jetzt wird’s gleich spannend.“ Kurz darauf klopfte es an der Tür. „Lukas? Ich hab dir deinen Sekt gebracht!“ hörte er Haalands Stimme. Lukas öffnete, und tatsächlich – Haaland hielt zwei Gläser Sekt in der Hand. „Na dann, auf das neue Jahr!“ sagte er grinsend. Lukas nahm das Glas und prostete ihm zu. „Auf ein großartiges 2025!“ Raus auf den Parkplatz – Zeit zum Böllern! Kurz vor Mitternacht gingen die beiden nach unten, wo sich die Leute bereits draußen vor dem Hotel versammelten. Seine Mutter und die Ersatzoma kamen auch mit – sie wollten sich das Feuerwerk von einem sicheren Platz aus ansehen. Doch Lukas hatte andere Pläne. „Ich geh mit Haaland auf den Parkplatz – wir zünden unser eigenes Feuerwerk!“ sagte er aufgeregt. Seine Mutter seufzte, aber sie wusste, dass Lukas sich darauf seit Tagen gefreut hatte. „Na gut, aber passt auf euch auf.“ „Versprochen!“ sagte Lukas und zog Haaland mit sich. Das große Feuerwerk beginnt Auf dem großen, leeren Parkplatz hinter dem Hotel hatten sich schon ein paar andere Leute versammelt, um ihre eigenen Raketen und Böller zu zünden. Lukas öffnete seine Tasche und holte die Raketen, Knaller und Fontänen heraus, die sie am 28. Dezember gekauft hatten. „Okay, lass uns loslegen!“ rief er aufgeregt. Die ersten Böller gingen los – es knallte laut über den Asphalt. Dann stellte Lukas die erste Rakete in die Abschussvorrichtung, zündete sie an und rannte zurück. ZISCHHHHH! Die Rakete schoss in den Himmel und explodierte in einem leuchtenden Goldregen! „WOOOOW!“ rief Haaland begeistert. „Jetzt die große Batterie!“ sagte Lukas aufgeregt und zündete das größte Feuerwerk in seinem Vorrat.

Es dauerte nur wenige Sekunden, bis ein ganzes Feuerwerk aus roten, grünen und goldenen Funken in die Luft schoss. „DAS IST DER WAHNSINN!“ rief Lukas. Die anderen Leute auf dem Parkplatz klatschten und jubelten. Mitternacht – Das neue Jahr ist da! Plötzlich ertönte das Läuten der Kirchenglocken – es war Mitternacht! 2025 war da! Die ganze Stadt explodierte in einem Meer aus bunten Lichtern, lauten Knallern und freudigem Jubel. Lukas und Haaland gaben sich eine feste Umarmung. „Frohes neues Jahr, mein Freund!“ sagte Haaland mit einem breiten Grinsen. „Dir auch!“ erwiderte Lukas glücklich. Seine Mutter und die Ersatzoma kamen dazu und stießen mit ihnen an. „Auf ein gesundes und glückliches neues Jahr!“ sagte seine Mutter feierlich. Sie genossen die nächsten Minuten, sahen das große Stadt-Feuerwerk an und ließen den Moment einfach auf sich wirken. Das perfekte Silvester Nachdem der größte Trubel vorbei war, zündeten Lukas und Haaland noch ein paar letzte Wunderkerzen und schauten zufrieden in den Himmel. „Das war das beste Silvester überhaupt“, sagte Lukas glücklich. Haaland nickte. „Ja – und nächstes Jahr machen wir es noch größer!“ Mit einem breiten Grinsen packten sie ihre Sachen zusammen und gingen zurück ins Hotel – bereit für ein neues Jahr voller Abenteuer. 1. Januar 2025 – Schlaflose Nacht im Hotelzimmer Nach der großen Silvesterfeier und dem spektakulären Feuerwerk fühlte sich Lukas eigentlich erschöpft. Er hatte sich darauf gefreut, nach all dem Trubel einfach ins Bett zu fallen und gut zu schlafen. Doch als er sich ins Hotelbett legte und die Decke über sich zog, merkte er sofort: Das Bett war viel zu hart. Er wälzte sich von einer Seite auf die andere, zog die Decke hoch, dann wieder runter, aber egal, wie er sich drehte – es wurde einfach nicht bequem. „Wie kann ein Hotel so harte Betten haben?“ murmelte er genervt und drehte sich erneut. Nebenan hörte er Haaland bereits leise schnarchen. „Na toll, er schläft wie ein Stein, und ich liege hier wach…“ Eine halbe Stunde verging. Dann eine ganze Stunde. Er versuchte, die Augen zu schließen, an etwas Schönes zu denken, tief durchzuatmen – doch nichts half. Langsam wurde er unruhig. Nach zwei Stunden Schlaflosigkeit hatte er genug. Er setzte sich auf, seufzte und wusste, dass er nicht die ganze Nacht so weitermachen konnte. „Ich geh zu Mama…“ Auf der Suche nach Geborgenheit Leise stand er auf, zog sich seinen Pullover über und schlich sich aus dem Zimmer. Im Flur war es still, die anderen Hotelgäste schliefen bereits. Er ging zur Tür seiner Mutter und klopfte vorsichtig. Nach ein paar Sekunden hörte er ein leises Rascheln, dann wurde die Tür geöffnet. Seine Mutter stand im Schlafanzug da und sah ihn verschlafen an. „Lukas? Was ist los?“ fragte sie leise. Er zuckte mit den Schultern. „Ich kann nicht schlafen. Das Bett ist viel zu hart.“

Seine Mutter seufzte und machte ihm Platz. „Komm rein.“ Lukas ging ins Zimmer und setzte sich auf den Rand ihres Bettes. „Ich hab’s versucht, aber es ging einfach nicht. Ich bin kein bisschen müde.“ Seine Mutter schmunzelte. „Das kenne ich. Hotelbetten sind immer entweder zu weich oder zu hart.“ Sie rückte ein Stück zur Seite und klopfte auf die freie Bettseite. „Leg dich her, aber wehe, du schnarchst.“ Lukas grinste und legte sich vorsichtig hin. „Ich schnarche nie.“ Seine Mutter lachte leise. „Na dann.“ Endlich Ruhe Kaum hatte er seinen Kopf auf das weichere Kissen gelegt, merkte er, wie die Anspannung nachließ. Es fühlte sich vertrauter an, sicherer. Seine Mutter strich ihm einmal kurz durchs Haar, wie sie es früher getan hatte, als er noch klein war. „Schlaf jetzt, mein Schatz. Es war ein langer Tag.“ Lukas nickte müde. Diesmal dauerte es keine fünf Minuten, bis seine Augen zufielen und er endlich einschlief. 1. Januar 2025 – Zurück nach Hause und endlich richtiger Schlaf Lukas wachte erst spät am Morgen auf. Das weiche Bett in seiner Mutter’s Hotelzimmer hatte ihm endlich die Ruhe gegeben, die er in der Nacht zuvor vergeblich gesucht hatte. Als er langsam die Augen öffnete, hörte er das leise Summen der Heizung und spürte die warme Decke über sich. Ein Blick zur Seite verriet ihm, dass seine Mutter schon längst wach war – ihr Bett war leer, aber ordentlich gemacht. Er streckte sich und setzte sich auf. „Endlich ausgeschlafen.“ Kurz darauf klopfte es an der Tür, und Haaland steckte seinen Kopf herein. „Na, gut geschlafen? Ich hab dich heute Nacht vermisst.“ grinste er. Lukas schüttelte lachend den Kopf. „Dieses Hotelbett war Folter. Ich bin irgendwann zu Mama geflüchtet.“ Haaland lachte. „Na dann, bist du bereit für die Heimfahrt? Deine Mutter hat gesagt, wir fahren bald los.“ Lukas nickte. „Ja, aber ehrlich gesagt… ich will nur noch nach Hause und mich wieder ins Bett legen.“ Die Rückfahrt – Müde, aber erleichtert Nach einem schnellen Frühstück packten sie ihre Sachen zusammen und checkten aus. Draußen war die Luft kalt und frisch – die Straßen waren noch ruhig, viele Leute schliefen vermutlich noch ihren Silvesterkater aus. Im Auto lehnte sich Lukas müde zurück. „Ich liebe es, unterwegs zu sein, aber nichts geht über das eigene Bett.“ Seine Mutter schaltete das Radio ein, und sie fuhren entspannt Richtung Heimat. Haaland, der auf dem Beifahrersitz saß, drehte sich grinsend zu ihm um. „Also, wie war dein erstes Abenteuer im neuen Jahr? Hotel, schlaflose Nacht, Flucht zur Mama… ein gelungener Start, oder?“ Lukas schüttelte den Kopf. „Ich sag’s dir, 2025 fängt auf jeden Fall ungewöhnlich an.“ Seine Mutter lachte. „Hauptsache, du bist jetzt nicht den ganzen Tag müde.“ „Ich werde mich zu Hause nochmal hinlegen. Ich brauche meinen richtigen Schlaf.“ „Das dachte ich mir schon“, meinte seine Mutter mit einem Lächeln. Zuhause – Endlich ins eigene Bett Als sie endlich zu Hause ankamen, ließ Lukas seinen Koffer einfach im Flur stehen und ging direkt in sein Zimmer.

Er schlüpfte aus seinen Schuhen, zog sich seine bequemste Jogginghose an und fiel ins Bett. „Perfekt.“ Noch bevor er richtig darüber nachdenken konnte, waren seine Augen bereits wieder geschlossen. Endlich Schlaf. Endlich Zuhause. 1. Januar 2025 – Ein entspannter Abend bei Burger King Nachdem Lukas sich am Nachmittag endlich in seinem eigenen Bett ausgeruht hatte, fühlte er sich langsam wieder wach und hungrig. Er gähnte, streckte sich und schaute auf die Uhr. 19:00 Uhr. „Okay, jetzt brauche ich was Richtiges zu essen.“ Seine Mutter war in der Küche und bereitete eine Kleinigkeit zu, aber Lukas hatte eine andere Idee. Er nahm sein Handy und tippte Haaland eine Nachricht: „Bock auf Burger King?“ Nur wenige Sekunden später kam die Antwort: „Bruder, ich warte nur darauf, dass du fragst. Lass los!“ Die Fahrt zum Burger King Lukas zog sich an, schnappte seine Jacke und machte sich mit Haaland auf den Weg zum nächstgelegenen BK-Restaurant. Es war draußen noch immer kalt, aber nach dem langen Tag im Bett tat es gut, ein bisschen an die frische Luft zu kommen. „Ich sag’s dir, ein guter Burger ist genau das, was ich jetzt brauche“, meinte Lukas, während sie durch die Stadt fuhren. „Und Pommes. Und eine große Cola“, fügte Haaland grinsend hinzu. Lukas lachte. „Ja, am besten alles doppelt.“ Ankunft und die große Bestellung Als sie den Burger King erreichten, war es dort überraschend ruhig – die meisten Leute waren wohl nach Silvester noch zu müde oder hatten noch genug Essen von den Feiertagen übrig. Aber nicht Lukas und Haaland. Sie stellten sich an die Theke und bestellten sich ein richtiges Festmahl: Lukas nahm einen Double Whopper mit extra Käse Dazu eine große Portion Pommes mit Ketchup und Mayo Und eine große Cola zum Runterspülen Haaland war nicht weniger hungrig: Er bestellte einen Big King XXL mit Chili Cheese Fries Dazu eine Portion Chicken Nuggets Und natürlich auch eine große Cola „Hoffentlich kriegen wir das alles gegessen“, sagte Lukas lachend, als sie ihr Tablett nahmen. „Bruder, nach der ganzen Weihnachtsgans und dem Sauerbraten passt das locker rein“, meinte Haaland grinsend. Genuss und Gespräche Sie setzten sich an einen Tisch am Fenster, und Lukas nahm den ersten Bissen von seinem Burger. „Oh mein Gott, das ist genau das, was ich gebraucht habe.“ Haaland nickte mit vollem Mund. „Fast Food geht immer.“ Während sie aßen, sprachen sie über die letzten Tage, die Silvesterfeier und ihre Pläne für das neue Jahr. „Hast du schon gute Vorsätze?“ fragte Haaland. Lukas überlegte. „Hmm… vielleicht ein bisschen organisierter sein. Und du?“

„Mehr Sport machen“, sagte Haaland grinsend und biss in seine Pommes. Lukas prustete los. „Ja klar, das sagst du mit einer XXL-Burger-King-Bestellung vor dir.“ Haaland zuckte die Schultern. „Man muss das neue Jahr genießen, bevor man mit den guten Vorsätzen anfängt.“ Ein perfekter Abschluss des Tages Nachdem sie ihre Burger, Pommes und Getränke bis auf den letzten Bissen verputzt hatten, lehnten sie sich zufrieden zurück. „Das war die beste Entscheidung des Tages“, sagte Lukas grinsend. „Definitiv. Und morgen? Gesundes Essen?“ fragte Haaland scherzhaft. Lukas lachte. „Nein, morgen gibt’s einfach, worauf wir Bock haben.“ Mit einem zufriedenen Gefühl machten sie sich auf den Heimweg. Ein entspannter Start ins neue Jahr – genau so, wie es sein sollte. 2. Januar 2025 – Ein Tag der Ruhe für Lukas und den Spieler Nach den aufregenden Feiertagen, dem lauten Jahreswechsel und dem deftigen Burger-KingAbend gestern, merkte Lukas gleich beim Aufwachen: Heute braucht er einfach Ruhe. Er lag noch im Bett, das Zimmer war abgedunkelt, draußen war es grau und kühl – typisches Januarwetter. Keine Sonne, kein Lärm, nur die leise Heizung im Hintergrund. Er griff verschlafen zum Handy und schrieb Haaland eine kurze Nachricht: „Lass uns heute einfach chillen. Ich bin total platt.“ Keine fünf Minuten später vibrierte das Handy – Haaland antwortete: „100% dabei. Mein Körper fühlt sich an, als hätte ich zehn Spiele hinter mir.“ Ein später Start in den Tag Lukas stand erst gegen Mittag langsam auf. Er machte sich ein kleines Frühstück – Toast mit Honig, ein Ei, dazu eine große Tasse Tee. Kein Stress, keine Termine, kein Muss. Seine Mutter kam kurz in die Küche und lächelte. „Heute kein Abenteuer?“ Lukas schüttelte den Kopf. „Nur ein Ruhe-Tag. Ich will einfach mal gar nichts tun.“ „Das klingt vernünftig“, meinte sie. „Dein Körper braucht Erholung nach dem ganzen Trubel.“ Ruhige Stunden mit dem Spieler Am frühen Nachmittag kam Haaland rüber. Er trug eine gemütliche Jogginghose, ein weiches Hoodie und hatte eine Decke unter dem Arm. „Ich bin bereit für absolutes Nichtstun“, sagte er, während er sich aufs Sofa warf. Lukas grinste. „Perfektes Outfit für unseren Chill-Tag.“ Sie machten es sich im Wohnzimmer bequem, warfen eine große Kuscheldecke über sich, schalteten den Fernseher an und schauten sich alte Serienfolgen und ein paar witzige YouTube-Videos an. Zwischendurch gab es Tee, Plätzchenreste von Weihnachten und später eine einfache Suppe, die Lukas’ Mutter gekocht hatte. Sie sagten nicht viel – und genau das war angenehm. Ein paar Mal dösten sie sogar kurz ein. Einfach da sein, durchatmen, sich treiben lassen. Ein ruhiger Abend – Zeit zum Auftanken Am Abend zündete Lukas ein paar Teelichter an, während draußen der Wind leise gegen die Fenster pfiff. Haaland schaute ihn an. „Weißt du… Ich bin viel unterwegs, immer unter Leuten, immer laut. Aber solche Tage wie heute… die sind Gold wert.“ Lukas nickte. „Ich weiß genau, was du meinst. Es fühlt sich irgendwie… sicher an.“ Sie schauten noch einen Film – etwas Leichtes, nichts Aufregendes – und schwiegen die meiste Zeit dabei.

Nicht, weil sie sich nichts zu sagen hatten, sondern weil sie es einfach genossen, gemeinsam zur Ruhe zu kommen. Ein stiller, aber wertvoller Tag Als Haaland später wieder in sein Gästezimmer ging, sagte er: „Danke, dass du heute nicht viel wolltest. Es war genau richtig.“ Lukas lächelte. „Danke, dass du's genauso gebraucht hast.“ Dann ging auch er ins Bett – diesmal ohne Hotelbett, ohne Störung, ohne Feuerwerk draußen. Nur Stille, Wärme und das gute Gefühl, sich einfach mal eine Pause gegönnt zu haben. Der 2. Januar war kein lauter Tag. Aber einer, der im Herzen nachhallte. 3. Januar 2025 – Ein gemeinsamer Ausflug in die Stadt und ein geselliger Kneipenabend Am Morgen des 34. Tages war die Luft in Mainz kalt, aber trocken. Ein sanfter Wind zog durch die Straßen, und die Stadt wirkte langsam wieder lebendiger. Die Feiertage lagen nun endgültig hinter ihnen, und es war, als erwachte das öffentliche Leben nach einer langen, gemütlichen Winterpause. Für Lukas und seine Familie war es der erste richtige gemeinsame Ausflug des Jahres – diesmal nicht nur Lukas und Haaland, sondern auch seine Mutter und die Ersatzoma wollten mitkommen. Ein Tag in der Stadt – Bummeln, Lachen, Schauen Sie frühstückten gemeinsam gemütlich, und gegen späten Vormittag machten sie sich auf den Weg in die Innenstadt. „Ich hab das Gefühl, ich war ewig nicht mehr einfach so in der Stadt unterwegs“, sagte Lukas, während sie durch die Einkaufsstraße schlenderten. „Du warst ja auch mit anderen Dingen beschäftigt“, grinste Haaland. Die vier ließen sich treiben. Lukas kaufte sich ein neues Notizbuch für seinen VHS-Kurs. Haaland fand in einem kleinen Laden einen warmen Schal. Die Mutter stöberte in einem Buchgeschäft. Und die Ersatzoma gönnte sich eine neue Tasse mit Spruch: „Ich bin alt, aber ich kann noch zaubern.“ Zwischendurch machten sie Pause in einem kleinen Café, tranken heiße Schokolade und beobachteten das geschäftige Treiben draußen. „Es ist schön, mal wieder mit euch allen unterwegs zu sein“, sagte die Mutter. „Stimmt“, ergänzte Lukas. „Irgendwie fühlt sich alles gerade sehr… friedlich an.“ Die Ersatzoma nickte. „So sollte ein neues Jahr beginnen – ruhig, aber gemeinsam.“ Am Abend – Stimmung in der Kneipe Nach dem Stadtbummel gingen sie kurz nach Hause, ruhten sich ein wenig aus, und gegen Abend stand dann noch ein kleiner gemeinsamer Kneipenbesuch auf dem Plan. Es war die gleiche Kneipe, in der sie schon kurz vor Silvester gewesen waren – rustikal, gemütlich, nicht zu laut. Als sie eintraten, wurden sie gleich wiedererkannt. „Na, euch kennt man doch! Die Weihnachtsgäste!“, rief der Wirt lachend. Sie nahmen wieder ihren Stammplatz in der Ecke, und der Wirt brachte ohne zu fragen eine Runde Getränke: • Lukas bekam ein kleines Bier • Haaland nahm ein dunkles • Die Mutter entschied sich für Rotwein • Und die Ersatzoma bestellte wie immer ihren Kräuterlikör Gespräche, Lachen und Wärme Es wurde ein wunderbar entspannter Abend.

Sie redeten über alte Geschichten, erzählten Anekdoten aus der Vergangenheit und lachten mehrmals laut, besonders als Haaland versuchte, in perfektem Mainzer Dialekt zu sprechen. „Ei Gude, wie?“ sagte er breit grinsend. Lukas prustete los. „Das war eine Katastrophe. Aber eine unterhaltsame.“ Ein älterer Gast vom Nachbartisch mischte sich ein: „Ei, der Bub übt noch. Gebt ihm Zeit!“ Später gab’s noch eine kleine Käseplatte und Brezeln zum Teilen. Die Stimmung war herzlich. Familiär. Ein Abend, der zusammenschweißte Als sie später die Kneipe verließen und wieder in die kalte Januarluft traten, fühlten sie sich verbunden und warm – nicht nur vom Getränk, sondern von der Nähe zueinander. „Das war schön“, sagte Lukas leise. Seine Mutter nickte. „Ich glaube, wir sollten das öfter machen – einfach zusammen raus, ohne großen Plan.“ Haaland legte einen Arm um Lukas’ Schulter. „Familie heißt nicht nur Zuhause. Es heißt, überall gemeinsam sein zu können.“ Die Ersatzoma sagte nichts – aber sie lächelte. Und das sagte alles. Der 3. Januar war kein aufregender Tag. Aber ein Tag voller Menschlichkeit, Nähe und echtem Miteinander. 4. Januar 2025 – Die Erkältungswelle trifft die Familie Der 35. Tag begann unerwartet ruhig – fast zu ruhig. Lukas war noch gar nicht richtig wach, als er aus dem Nebenzimmer ein seltsames, dumpfes Husten hörte. Es klang tief, schleppend, und nicht so wie das übliche Räuspern am Morgen. Er blinzelte, stand langsam auf, ging in die Küche und fand dort die Ersatzoma, in einen dicken Schal gewickelt, mit gerötetem Gesicht, nassen Augen und einer dampfenden Tasse Kamillentee in der Hand. „Guten Morgen… oder eher: Hatschi-Morgen…“ sagte sie heiser, bevor sie in ein neues Taschentuch nieste. Lukas runzelte die Stirn. „Geht’s dir nicht gut?“ „Ich hab mir gestern in der Kneipe wohl was weggeholt… bisschen Zugluft, bisschen zu lange draußen gewesen. Ist nur ein kleiner Schnupfen“, versuchte sie zu beruhigen. Doch Lukas wusste: Wenn die Ersatzoma sagt, es ist nur ein Schnupfen, ist es meistens mehr. Ein schnelles Ausbreiten Im Laufe des Vormittags wurde schnell klar: Es blieb nicht bei ihr. Noch bevor das Mittagessen auf dem Tisch stand, klagte auch Lukas’ Mutter über Kopfschmerzen und einen kratzigen Hals. „Ich glaub, ich hab mich angesteckt… mein Kopf ist ganz schwer“, murmelte sie und legte sich mit einer Wärmflasche aufs Sofa. Lukas selbst spürte gegen Nachmittag ein unangenehmes Ziehen in der Nase. Und Haaland, der eigentlich selten krank wurde, saß plötzlich mit glasigem Blick in der Ecke und nippte an einem Erkältungstee, den die Mutter ihm vor einer Stunde gemacht hatte. „Ich bin Fußballer, ich kämpf mich da durch“, sagte er erst noch großspurig. Zwei Stunden später lag er eingekuschelt unter zwei Decken mit einem Kühlpad auf der Stirn. Der Krankenhaushalt Bis zum Abend war aus der aktiven, lebendigen Familie ein halbes Feldlazarett geworden. • Die Ersatzoma schnupfte und hustete weiter • Die Mutter hatte leichtes Fieber und lag still auf der Couch • Haaland redete kaum noch und schlief fast durchgehend • Und Lukas… naja, auch er konnte nicht mehr leugnen, dass sein Kopf schwer war, die Nase zu lief und ihm die Gelenke weh taten

„Na super… jetzt hat’s uns alle erwischt“, murmelte er, während er sich eine Wärmflasche machte. In der Küche standen vier Tassen mit verschiedenen Teesorten. Auf dem Couchtisch: Eine offene Packung Halstabletten, Nasenspray, Taschentücher, Inhalator. Die Wohnung roch nach Erkältungssalbe, Kamillentee und frisch gekochter Brühe. „Das ist doch nicht fair… wir wollten doch morgen raus“, krächzte Lukas. Seine Mutter antwortete nur mit einem gehauchten „Vergiss es.“ Ein Abend im Fieber-Modus Statt wie in den Tagen zuvor Filme zu schauen oder zu plaudern, war der Abend erfüllt von gelegentlichem Husten, Niesen und flachem Atmen. Lukas lag auf der Couch, dick eingepackt, und schielte müde auf das flackernde Fernsehbild. „Weißt du was?“ sagte er irgendwann leise zu Haaland, der neben ihm lag. „Trotz allem – es ist schön, dass wir zusammen krank sind. Allein wäre es schlimmer.“ Haaland schloss für einen Moment die Augen und nickte. „Krankengemeinschaft. Aber wehe, du nimmst meine letzte Halstablette.“ Lukas schmunzelte. „Keine Sorge, Bruder. Die ist für dich reserviert.“ So endete der 4. Januar – der 35. Tag – mit einer unfreiwilligen, aber dennoch gemeinsamen Ruhepause. Krank, aber nicht allein. Geschwächt, aber verbunden. Und hoffentlich bald wieder auf dem Weg der Besserung. 5. bis 6. Januar 2025 – Tage der Genesung: Krank im Bett Tag 36 – 5. Januar 2025 Der Morgen begann mit Stille. Nicht die angenehme, friedliche Stille eines entspannten Sonntags, sondern die dumpfe, gedrückte Ruhe eines Haushalts, in dem alle erschöpft waren. Lukas wachte gegen halb neun auf, verschwitzt und mit schwerem Kopf. Die Luft im Zimmer war stickig, seine Decke war feucht vom Schwitzen, und die Erkältung hatte sich jetzt vollständig durchgesetzt. „Wunderbar… ich fühl mich wie von einem Laster überfahren.“ Er tastete nach seinem Handy und schrieb eine kurze Nachricht in die Familiengruppe: „Lebt ihr noch?“ Ein paar Minuten später kamen die Antworten: • Mutter: „Kaum. Ich bleib im Bett. Fieber ist schlimmer geworden.“ • Haaland: „Hab kaum geschlafen. Alles tut weh. Ich brauch Tee.“ • Ersatzoma: „Hab jetzt auch Husten. Aber ich hab’s überlebt. Noch.“ Niemand bewegte sich viel an diesem Tag. Alle blieben in ihren Betten, jeder hatte seinen eigenen kleinen „Krankheitsplatz“: • Die Mutter lag im Schlafzimmer, mit Wärmflasche, Tee und einem Hörbuch, das leise vor sich hin lief. • Lukas blieb auf seinem Bett, abgeschottet mit Taschentüchern, Nasenspray und einer Thermoskanne voller Kräutertee. • Haaland döste auf dem Sofa im Wohnzimmer, eingewickelt in zwei Decken, und murmelte hin und wieder norwegische Wörter im Halbschlaf. • Die Ersatzoma hatte sich ins Gästezimmer zurückgezogen, kämpfte gegen ihre Bronchitis an und bestand darauf, „nicht zu stören, solange sie noch selbst atmen konnte.“ Das Mittagessen bestand aus Instant-Hühnersuppe und trockenen Toastscheiben. Niemand hatte die Kraft zu kochen, aber der Hunger war auch nicht groß. Lukas versuchte, einen Film zu schauen, doch er schlief schon nach zehn Minuten wieder ein.

Der Tag verlief im Halbschlaf. Viel trinken, viel ruhen, wenig reden. Tag 37 – 6. Januar 2025 Am nächsten Morgen war es ein bisschen heller – nicht nur draußen, sondern auch im Gefühl. Die Krankheit war noch da, aber sie hatte nicht mehr die gleiche Kraft wie zuvor. Das Fieber war bei allen etwas gesunken, die Glieder schmerzten weniger, und die Nasen waren wenigstens zeitweise frei. Lukas öffnete langsam die Augen, rieb sich die Stirn und stellte fest: „Ich bin noch nicht gesund… aber ich bin auch nicht mehr richtig krank.“ Er schlurfte in die Küche, wo seine Mutter auf einem Stuhl saß, eine Decke um die Schultern, mit einem Teebeutel in der Hand. „Guten Morgen“, sagte sie mit belegter Stimme. „Guten Morgen, du lebendige Mumie“, antwortete Lukas. Sie lachten schwach. Haaland kam kurz darauf auch rein, mit zerzausten Haaren und noch im Schlafshirt. „Ich hab geschwitzt wie in der Verlängerung bei einem Champions-League-Finale.“ „Immerhin lebst du noch“, sagte Lukas grinsend. Gemeinsam bereiteten sie einen großen Topf Hühnersuppe mit frischem Gemüse vor – das erste „richtige“ Essen seit Tagen. Die Ersatzoma kam ebenfalls aus ihrem Zimmer, langsam, aber mit festerem Schritt. „Ich will auch was Warmes. Wenn ich schon krank bin, dann wenigstens mit Geschmack.“ Sie aßen gemeinsam am Tisch – langsam, aber mit wachsendem Appetit. Am Abend saßen sie alle wieder im Wohnzimmer. Noch nicht ganz fit, noch immer in Jogginghosen und mit Taschentuchboxen in Reichweite, aber gemeinsam. Lukas lehnte sich zurück, nippte an seiner Kamillentee-Tasse und murmelte: „Zwei volle Tage krank im Bett – das reicht jetzt. Morgen will ich wieder raus.“ Die Mutter nickte. „Einen Tag noch ausruhen, dann sehen wir weiter.“ Und so endete der 37. Tag nicht mit Abenteuer, sondern mit einem Gefühl von: Wir haben’s bald überstanden. Gemeinsam. 7. Januar 2025 – Verpasster Termin und ein neuer Drucker Der 38. Tag begann mit einem langsamen Aufwachen. Lukas fühlte sich deutlich besser – die schlimmsten Symptome der Erkältung waren vorbei, nur ein leichter Husten und ein dumpfer Kopf blieben. Er stand früh auf, machte sich einen Tee und schlich leise in die Küche. Dort saß seine Mutter, eingewickelt in eine Decke, blass, mit müden Augen und einem Handy in der Hand. „Guten Morgen“, sagte Lukas vorsichtig. „Nicht ganz…“ murmelte sie. „Du siehst aus, als wärst du in der Nacht mit dem Zug überfahren worden.“ „Fühlt sich auch so an.“ Er setzte sich ihr gegenüber. „Soll ich heute deinen Termin absagen? Du bist definitiv zu krank, um da hinzufahren.“ Die Mutter nickte schwach. „Das wäre lieb. Es war dieser Beratungstermin… aber ich glaube, das wird heute nichts mehr.“ Lukas stand sofort auf, ging an ihren Laptop, öffnete den E-Mail-Account und suchte die Adresse der Beratungsstelle. Es war ein kostenpflichtiger Termin, der rechtzeitig abgesagt werden musste – spätestens 24 Stunden vorher. Er tippte eine höfliche Absage, erklärte, dass seine Mutter plötzlich erkrankt sei, und schickte die Nachricht ab. Doch nur Sekunden später kam die Antwort zurück:

„Sehr geehrter Herr Zimmermann, leider kam Ihre Absage zu spät. Der Termin wurde als versäumt gewertet und muss daher voll berechnet werden.“ Lukas starrte auf den Bildschirm. „Nein… das ist jetzt nicht dein Ernst.“ Seine Mutter sah ihn an. „Zu spät?“ Er nickte. „Sie bestehen auf die Zahlung. Kein Aufschub, keine Kulanz.“ Sie lehnte sich zurück, enttäuscht. „Das war’s dann. 45 Euro für nichts.“ „Tut mir leid, Mama… ich war zu langsam.“ „Nein, das ist nicht deine Schuld. Ich hätte mich früher kümmern sollen.“ Es war ein stiller Moment – einer dieser kleinen Frustmomente im Alltag, die niemandem direkt die Welt zerstören, aber einfach bitter sind. Ein Lichtblick: Ein neuer Drucker muss her Am späten Vormittag beschloss Lukas, wenigstens eine Sache an diesem Tag produktiv zu machen. Der alte Drucker im Flur war seit Wochen unzuverlässig – Papierstau, Tintenprobleme, langsamer Druck. Und für seinen VHS-Kurs in Finanzbuchhaltung musste er demnächst wieder Arbeitsblätter ausdrucken. „Ich fahr los und kauf endlich einen neuen Drucker“, sagte Lukas entschlossen. „Mach das. Aber nichts Teures, bitte“, sagte die Mutter mit belegter Stimme aus dem Wohnzimmer. Lukas stieg in die Straßenbahn und fuhr zum nächstgelegenen Elektromarkt. Dort schaute er sich in der Druckerabteilung um, verglich Preise und Funktionen. Nach einer halben Stunde Beratung durch einen Verkäufer entschied er sich für ein gutes Mittelklasse-Modell mit WLAN-Funktion und Scanfunktion – genau das, was sie brauchten. Als er wieder zu Hause ankam, baute er den Drucker direkt auf und verband ihn mit dem heimischen Netzwerk. „Und? Läuft er?“ fragte Haaland, der gerade aus dem Gästezimmer kam. Lukas grinste. „Er läuft. Und er druckt schneller als mein VHS-Kurs Noten verteilt.“ Ein Abend zum Durchatmen Am Abend saßen alle wieder im Wohnzimmer. Die Mutter trank einen Kamillentee und lächelte müde. „Danke, dass du dich heute gekümmert hast. Auch wenn’s mit dem Termin nicht geklappt hat.“ „Dafür gibt’s jetzt einen funktionierenden Drucker“, sagte Lukas stolz. Haaland hob den Daumen. „Produktivität trotz Krankheit. Stark.“ So endete der 38. Tag mit dem Gefühl, dass manchmal kleine Erfolge genau das sind, was man braucht, wenn nicht alles nach Plan läuft. 8. Januar 2025 – Der 39. Tag: Apothekenbesuch im Krankenzustand Am Morgen des 39. Tages lag weiterhin ein schwerer Schleier über der Wohnung. Die Familie hatte die schlimmsten Tage der Erkältung zwar überstanden, aber gesund fühlte sich noch niemand. Lukas wachte mit schmerzenden Nebenhöhlen auf, seine Nase war wieder verstopft, und der Husten kratzte nun tiefer im Hals. Im Wohnzimmer hörte er seine Mutter husten – diesmal trocken, aber hart. Die Ersatzoma lag auf der Couch, bleich, mit geschlossenen Augen, eine Wärmflasche auf dem Bauch. Und selbst Haaland, der die letzten zwei Tage etwas stabiler gewirkt hatte, saß zusammengesackt auf dem Stuhl in der Küche, hielt sich die Stirn und nuschelte: „Ich hab das Gefühl, mir steckt Watte im Kopf.“ Lukas setzte sich an den Tisch, sah sich die drei Kranken an und wusste: „Wir müssen zur Apotheke. So kommen wir nicht weiter.“ Die Entscheidung – Gemeinsam zur Apotheke

Lukas’ Mutter nickte müde. „Wir haben fast nichts mehr da. Nasenspray ist leer, Hustensaft fast weg, und die Halstabletten reichen auch nicht mehr.“ „Und ich brauch was gegen diesen Druck in den Ohren“, fügte Haaland hinzu. Die Ersatzoma öffnete die Augen. „Ich nehm einfach alles, was warm macht und nach Eukalyptus riecht.“ Lukas schnappte sich einen Zettel und schrieb auf: • Nasenspray • Hustensaft • Lutschtabletten • Inhalationssalz • Vitamin C + Zink • Halsschmerztee • Fieberthermometer (das alte funktionierte nicht mehr richtig) „Ich geh mit“, sagte seine Mutter und stand langsam auf. „Ich will wenigstens frische Luft.“ „Ich komm auch“, meinte Haaland. „Sonst schimmel ich auf der Couch ein.“ Der Weg zur Apotheke – ein Hustenorchester auf Rädern Sie zogen sich warm an, schleppten sich zur Straßenbahn und stiegen mit tiefen Seufzern ein. Die Leute im Waggon hielten automatisch Abstand, als sie merkten, wie alle drei reihum husteten, schnieften oder sich räusperten. „Wir könnten ein Hustenquartett aufmachen“, murmelte Lukas. „Ich übernehm das Schlagzeug“, röchelte Haaland. „Und ich pfeif den Schlussakkord durch die Nase“, meinte die Mutter trocken. In der Apotheke wurden sie mit mitleidigem Blick empfangen. Die Apothekerin sah sie an und sagte sofort: „Ach du liebe Zeit – einmal Komplettpaket, ja?“ Lukas nickte. „Und bitte alles, was schnell wirkt.“ Die Einkaufstasche der Heilung Nach zehn Minuten standen sie mit einer vollen Tüte da: • Zwei Sorten Hustensaft • Eukalyptus-Pastillen • Halsschmerzspray • Kräutertees • Erkältungsbad • Wärmepflaster • Und ein neues digitales Fieberthermometer „Wenn das nicht hilft, brauchen wir einen Arzt“, sagte die Mutter. „Oder einen Exorzisten“, murmelte Haaland. Zuhause – Die große Medikamentenschlacht Wieder daheim, wurde der Küchentisch zur Versorgungsstation umgebaut. Jeder bekam seine eigenen Medikamente zugewiesen. Die Ersatzoma baute sich ihre persönliche Kräutertee-Zentrale auf. Die Mutter inhalierte mit heißem Wasser über einer Schüssel. Haaland trank den Hustensaft mit verzogenem Gesicht. Und Lukas saß da, mit einem Nasenspray in der einen und einer Halstablette in der anderen Hand, während der Wasserkocher zum zehnten Mal an diesem Tag fauchte. „Ich fühle mich wie ein wandelnder Apothekenschrank“, sagte er. „Aber wenigstens sind wir gut sortiert“, antwortete seine Mutter. Der Abend – Hoffnung auf Besserung Als der Tag langsam zur Neige ging, spürten alle zwar keine Wunderheilung – aber sie fühlten sich ein kleines Stück stabiler.

Lukas lehnte sich zurück, sah Haaland auf dem Sofa schlafen, hörte das leise Pfeifen der Teekanne und sagte: „Wenn wir das überstehen, dann sind wir unbesiegbar.“ Und in diesem Moment glaubte er es fast. Der 39. Tag war kein schöner Tag. Aber er war ein Schritt. Ein Tag der Fürsorge. Ein Tag der Genesung. 9. Januar 2025 – Der 40. Tag: Ein letzter Tag der Ruhe zuhause Der 40. Tag seit Haalands Ankunft in Mainz brach an – und er begann ungewohnt leise. Kein Weckerklingeln, kein morgendliches Stühlerücken, kein Klappern in der Küche. Nur das sanfte Ticken der Wanduhr und das gelegentliche Husten aus dem Schlafzimmer der Ersatzoma. Die Familie hatte nach dem gestrigen Gang zur Apotheke beschlossen: „Wir bleiben heute alle nochmal zu Hause. Keine Ausnahmen.“ Ein Tag zum Durchatmen Lukas war der Erste, der gegen 9 Uhr wach wurde. Er fühlte sich zwar noch nicht ganz fit, aber das Nasenspray und die Medikamente vom Vortag hatten geholfen. Seine Stirn war klarer, der Druck in den Nebenhöhlen erträglicher. Er schlurfte in die Küche, machte sich Tee, stellte den Wasserkocher direkt wieder an – heute würde viel Tee gebraucht werden. Nach und nach kamen auch die anderen dazu: • Seine Mutter, blass, aber mit etwas mehr Farbe im Gesicht • Haaland, der zwar müde wirkte, aber schon wieder Appetit hatte • Und die Ersatzoma, eingewickelt in zwei Schals, aber mit einem trotzigen „Ich sterb heut nicht“-Blick Ein ruhiger Tagesablauf Der Tag war genau das, was alle brauchten: still, gemütlich, langsam. Lukas las auf dem Sofa in seinem Finanzbuch aus dem VHS-Kurs. Zwar verstand er mit verstopfter Nase nur die Hälfte, aber es fühlte sich trotzdem sinnvoll an. Seine Mutter hörte ein Hörbuch in der Küche, während sie langsam einen Topf Suppe aufwärmte. Haaland sortierte die Pokémon-Karten, die Lukas ihm vor Wochen gezeigt hatte, und kommentierte jede seltene Karte mit übertriebener Begeisterung. Die Ersatzoma saß im Sessel am Fenster, trank Kamillentee und las in der Zeitung die Horoskope von letzter Woche, weil sie die aktuellen noch nicht geholt hatten. „Waage – heute ist ein guter Tag zum Ausruhen und Kraft tanken“, las sie laut vor. „Passt. Ich bin Waage. Und ich rühr mich keinen Zentimeter“, murmelte Haaland. Ein gemeinsames Mittagessen Zum Mittag gab es Gemüsesuppe mit Nudeln und frischem Brot. Sie aßen gemeinsam am Tisch – langsamer als sonst, aber mit mehr Aufmerksamkeit. „Weißt du, was komisch ist?“, sagte Lukas. „Wir sind jetzt seit 40 Tagen fast ununterbrochen zusammen. Und obwohl wir alle krank sind… fühlt es sich richtig an.“ Haaland nickte. „Weil wir ehrlich miteinander sind. Kein Theater. Keine Show. Nur wir.“ Die Mutter lächelte sanft. „Und weil wir gelernt haben, wie wichtig kleine Momente sind. Selbst wenn’s nur eine heiße Suppe ist.“ Die Ersatzoma hob ihren Löffel. „Auf die Suppe – und dass wir bald wieder raus können.“ Ein ruhiger Abend zum Innehalten Am Abend schauten sie gemeinsam einen Film – einen alten Klassiker, den alle kannten, aber trotzdem gern sahen. Lukas lag mit Haaland unter einer großen Decke, seine Mutter mit Wärmflasche im Sessel, und die Ersatzoma dämmerte mit halboffenen Augen vor sich hin.

Als der Film vorbei war, blieb der Fernseher aus. Niemand wollte reden, niemand wollte aufstehen. Es war einfach still – aber nicht leer. Der 40. Tag war kein Höhepunkt. Kein großes Ereignis. Keine Veränderung. Aber er war das, was sie alle brauchten: Ein letzter Tag der Ruhe. Der Nähe. Der Heilung. Und still, fast unbemerkt, ging dieser gemeinsame Abschnitt langsam seinem Ende entgegen. 10. Januar 2025 – 41. Tag: Der erste Kurstag im neuen Jahr – mit Hindernissen Der nächste Morgen begann eigentlich gut. Die Erkältung war fast verschwunden, Lukas fühlte sich zum ersten Mal seit über einer Woche wieder annähernd gesund. Auch Haaland wirkte frischer. Er stand früh auf, trank einen Kräutertee in der Küche und blätterte durch eine Zeitschrift. „Heute ist doch dein erster VHS-Kurstag im neuen Jahr, oder?“ fragte er beiläufig. Lukas, der gerade in der Küche auftauchte, nickte. „Ja. Ich bin ehrlich gesagt sogar ein bisschen motiviert.“ Haaland grinste. „Dann lass uns heute mal pünktlich sein.“ Lukas lachte. „Ganz neue Vorsätze, was?“ Doch wie so oft kam es ganz anders. Die Zeit verrinnt – und niemand merkt es Lukas hatte eigentlich alles vorbereitet. Er wollte frühzeitig los, seine Unterlagen zusammensuchen, noch schnell einen Tee trinken und dann gemeinsam mit Haaland zur VHS fahren. Doch gegen 10:30 Uhr geschah, was an trüben Wintertagen schnell passiert: Sie vertrödelten die Zeit. Haaland zeigte ihm ein YouTube-Video über ein spektakuläres Champions-League-Spiel. Lukas musste ihm noch ein paar Pokémon zeigen, die er über die Feiertage im Spiel gefangen hatte. Dann vergaß Lukas, die Unterlagen für den Kurs einzupacken. Dann fanden sie die Winterjacke nicht. Dann verpassten sie die Straßenbahn. Als sie schließlich im Bus saßen, schaute Lukas auf die Uhr. „Oh nein… es ist 11:27 Uhr. Der Kurs hat um 10:50 angefangen.“ Haaland riss die Augen auf. „37 Minuten zu spät… schon wieder.“ Lukas stöhnte. „Das ist echt peinlich. Und ich hab meine ganzen Unterlagen daheim vergessen.“ „Willst du trotzdem hingehen?“ Lukas zögerte einen Moment, dann nickte. „Ja. Ich will das durchziehen. Auch wenn’s unangenehm wird.“ Ankunft in der VHS – Begrenzte Geduld Sie kamen gegen 11:30 Uhr im Kursraum an. Lukas klopfte an die Tür, trat zögerlich ein und wurde sofort von den Blicken der Dozentin und der anderen Teilnehmer empfangen. Die Dozentin musterte ihn. „Herr Zimmermann… willkommen im neuen Jahr. Wir hatten schon gehofft, dass Sie den Kalender noch finden.“ Ein leises Kichern ging durch den Raum. Lukas wurde rot. „Tut mir leid. Ich hatte… Schwierigkeiten. Und ich hab meine Unterlagen vergessen.“ Die Dozentin seufzte. „Dann setzen Sie sich bitte. Aber bitte, bemühen Sie sich in Zukunft – die wiederholten Verspätungen wirken unprofessionell.“ Lukas nickte demütig, setzte sich auf seinen Platz, während Haaland draußen auf einer Bank im Flur wartete.

Er versuchte, dem Unterricht zu folgen, doch ohne Unterlagen und mit einem noch etwas müden Kopf fiel es ihm schwer. Trotzdem schrieb er mit, stellte Fragen und bemühte sich, die Verspätung wieder wettzumachen. Nach dem Kurs – Gespräch mit Haaland Als er aus dem Kursraum kam, saß Haaland noch immer draußen und spielte auf dem Handy. „Na? Wie lief’s?“ „Nicht gut. Ich wurde vor allen gerügt. Aber ich war ehrlich – und ich hab durchgezogen.“ Haaland stand auf, klopfte ihm auf die Schulter. „Stark. Nächstes Mal packen wir deine Unterlagen am Vorabend, Deal?“ Lukas nickte. „Deal. Und diesmal wirklich.“ Sie machten sich auf den Heimweg. Es war ein ruhiger Spaziergang durch den kalten Januarwind, aber Lukas hatte ein kleines bisschen Stolz in der Brust. Er war zu spät. Er hatte die Unterlagen vergessen. Aber er war trotzdem hingegangen. Und das war der erste Schritt zurück in den Alltag – der Anfang eines besseren Rhythmus. 10. Januar 2025 – Fortsetzung des 41. Tages: Die Sache mit der Kurspause und der verlorenen Zeit Nachdem Lukas es trotz massiver Verspätung am Vormittag noch geschafft hatte, sich in den Unterricht einzufinden, versuchte er in der nächsten Stunde besonders aufmerksam zu sein. Er hörte genau zu, schrieb mit, stellte eine Verständnisfrage zur Umsatzsteuer und versuchte, nicht aufzufallen. Die Dozentin nahm ihn wieder etwas wohlwollender wahr – offenbar schätzte sie, dass er nicht einfach abgebrochen hatte, sondern sich trotz Erkältungsnachwirkungen, Verspätung und fehlender Unterlagen durchkämpfte. Die Kurspause – Ein kurzer Ausflug mit Folgen Gegen 12:45 Uhr kündigte die Dozentin dann eine 15-minütige Pause an. „Bitte alle pünktlich wieder um 13:00 Uhr auf ihren Plätzen – wir machen mit einem neuen Themenkomplex weiter.“ Lukas stand auf, streckte sich kurz, und sah zu Haaland, der noch immer draußen auf der Bank saß, mit Kopfhörern in den Ohren. „Ich brauch was Kaltes zu trinken“, sagte Lukas mehr zu sich selbst als zu irgendwem sonst. Die trockene Heizungsluft, das viele Reden im Unterricht und der Husten hatten seinen Hals ausgetrocknet. Er warf sich schnell die Jacke über und verließ das Gebäude – draußen war ein kleiner Kiosk an der Ecke, nur zwei Querstraßen entfernt. „Ich bin gleich wieder da“, sagte er schnell zu Haaland, der gerade ein Video schaute. Doch was nach „kurz eben was holen“ klang, wurde… natürlich mehr. Verlorene Minuten Er brauchte erst einmal zwei Minuten, um den richtigen Automaten beim Kiosk zu finden – der Verkäufer war gerade in der Pause, also musste Lukas sich selbst bedienen. Dann war kein passendes Wechselgeld in der Tasche, also kramte er im Rucksack, fand endlich zwei Euro, nur um festzustellen, dass der Automat kein Wechselgeld gab. Als er endlich mit einer Apfelschorle in der Hand wieder aus dem Kiosk trat, zeigte sein Handy: 12:59 Uhr. „Oh Mist...“ Er begann zu joggen – mit Halsschmerzen und der Erkältung in den Knochen ein kleines Desaster. Haaland stand schon mit erhobener Augenbraue am Eingang der Volkshochschule. „Wirklich, Bruder? Sieben Minuten überzogen?“ Lukas schnaufte. „Der Automat… kein Wechselgeld… und ich hab die Flasche…“

„Komm, renn – ich lenk sie ab!“ Zurück im Unterricht – Der zweite Seitenhieb Als Lukas völlig außer Atem in den Kursraum trat, war die Dozentin gerade dabei, die nächste Folie an die Wand zu werfen. Sie sah ihn über den Rand ihrer Brille hinweg an. „Herr Zimmermann… wollten Sie uns neue Umsatzsteuerregelungen aus dem Kiosk mitbringen?“ Leises Gelächter im Raum. Lukas schluckte und murmelte: „Entschuldigung. Es kam was dazwischen.“ „Ja, das kommt bei Ihnen öfter vor. Bitte nehmen Sie Platz – aber das war jetzt das letzte Mal. Sonst reden wir nach dem Unterricht.“ Lukas setzte sich kleinlaut hin, stellte die Flasche vorsichtig neben sich auf den Tisch und schwor sich innerlich: Beim nächsten Mal: Keine Automaten. Keine Umwege. Keine Ausreden. Trotz der erneuten Verspätung versuchte er, sich den Rest des Unterrichts über zusammenzureißen – er machte sich viele Notizen, beteiligte sich in der Gruppenarbeit und blieb bis zum Ende konzentriert. Nach dem Kurs – Ein stiller Entschluss Als er wieder mit Haaland nach Hause lief, war Lukas stiller als sonst. „War’s schlimm?“ fragte Haaland. „Geht so. Ich glaub, sie merkt sich jeden meiner Fehler inzwischen. Und ich hab das Gefühl, ich hab echt nur noch einen Versuch übrig.“ Haaland nickte. „Dann machen wir den nächsten Tag perfekt. Früh raus, Tasche gepackt, Trinken dabei. Kein Kiosk.“ Lukas nickte ernst. „Ab jetzt wird’s anders. Ich will das schaffen. Ich muss einfach.“ Der Nachmittag war ruhig, und Lukas bereitete seine Unterlagen für den nächsten Tag vor – diesmal ordentlich, vollständig, mit gepacktem Rucksack und einer Wasserflasche direkt im Seitenfach. Kein Risiko mehr. Kein Zeitverlust. Keine unnötigen Fehler. Der 41. Tag war eine Erinnerung: An Konsequenzen. An Gewohnheiten. Und daran, wie wichtig es ist, sich selbst ernst zu nehmen. 10. Januar 2025 – Der Abend: Ein Ausflug in eine andere Zeit – Mittelalterkonzert in Frankfurt Nach dem chaotischen Kurstag mit erneuter Verspätung und einem stillen Nachmittag voller Nachdenken war Lukas am Abend wieder etwas entspannter. Seine Mutter, die sich gesundheitlich langsam stabilisierte, hatte eine besondere Idee für den Abend gehabt – und zwar schon vor Wochen Karten dafür besorgt: Ein Mittelalterkonzert in einer evangelischen Kirche in Frankfurt. Ein Abend voller alter Instrumente, mystischer Klänge und atmosphärischer Stimmung – genau das Richtige, um mal wieder rauszukommen und etwas ganz anderes zu erleben. Und so machten sich Lukas, seine Mutter und Haaland gegen 17:30 Uhr auf den Weg nach Frankfurt. Ankunft in Frankfurt – Zwischen Moderne und Geschichte Schon bei der Fahrt spürte Lukas, wie sich seine Gedanken lösten. Die Straßen, die hell erleuchtete Skyline, das leichte Verkehrsgewusel – all das lenkte ihn ab vom heutigen Kursstress. In Frankfurt angekommen, gingen sie durch die Abendkälte, vorbei an Lichtern und Schaufenstern, bis sie die evangelische Kirche erreichten, in der das Konzert stattfand.

Die Kirche lag etwas versteckt, abseits der großen Straßen. Als sie eintraten, empfing sie dämmeriges Licht, Kerzenschein, Weihrauchduft und eine fast greifbare Stille. Drinnen hatte man Stuhlreihen aufgebaut. Kein Prunk, kein roter Teppich – nur ehrliche, schlichte Atmosphäre. Am Altar standen Musiker in mittelalterlicher Kleidung – mit Drehleier, Laute, Flöten und Trommeln. Das Konzert – Magie der Klänge Als die Musik begann, veränderte sich etwas in Lukas. Die Klänge waren ungewohnt, fremd und doch berührend. Sie hatten etwas Erdiges, Tiefes, Ursprüngliches. Die Musiker spielten alte Lieder aus dem 12. bis 15. Jahrhundert – manche rein instrumental, andere mit mittelalterlichem Gesang, der sich durch das Kirchenschiff zog und an den hohen Gewölben brach. Haaland saß ruhig daneben, den Kopf leicht geneigt, vollkommen vertieft. Lukas’ Mutter hatte die Augen geschlossen, hörte einfach nur zu. Und Lukas selbst? Er fühlte sich seltsam leicht – als hätte sich etwas in ihm gelöst. Kein Kurs. Kein Stress. Kein Druck. Nur Musik und Gegenwart. Ein Lied – gespielt auf einer gotischen Harfe – ließ ihn fast vergessen, dass er in Frankfurt war. Es war, als würde die Zeit stillstehen. Nach dem Konzert – Zurück in die Gegenwart Als das Konzert nach etwa anderthalb Stunden endete, applaudierte das Publikum still, ehrfürchtig. Kein Geklatsche wie in Konzerthallen – sondern ein respektvolles, zurückhaltendes Nicken, ein leises Bravo. Draußen war es inzwischen dunkel, die Straßen fast leer, der Wind frisch. „Das war… etwas ganz Besonderes“, flüsterte Lukas, als sie langsam zur Bahnstation gingen. „Ja“, sagte seine Mutter. „Wie eine Reise in eine andere Zeit.“ Haaland nickte. „Und keine Kamera, keine Screens. Nur der Moment. Richtig stark.“ Heimkehr nach Mainz – Stille Nacht, klare Gedanken Als sie gegen 22:30 Uhr wieder in Mainz ankamen, war es ruhig in der Stadt. Sie gingen zu Fuß vom Bahnhof nach Hause – ohne Eile, schweigend, aber mit einem inneren Frieden. Zuhause angekommen, machte Lukas sich noch einen Tee, zog seine Jogginghose an und setzte sich auf die Couch. „Ich glaub, so ruhig und erfüllt hab ich mich seit Wochen nicht gefühlt“, sagte er leise zu Haaland, der sich neben ihn setzte. „Das war mehr Therapie als das, was du in der VHS heute hattest“, antwortete dieser trocken – aber mit einem Schmunzeln. Die Mutter ging früh ins Bett, die Ersatzoma schlief bereits. Und Lukas saß noch eine Weile da, blickte aus dem Fenster in den klaren Nachthimmel über Mainz und flüsterte: „Es war gut, mal einfach still zu sein.“ Der Abend des 41. Tages war kein lauter, kein wilder – aber einer, der in Erinnerung blieb. Weil er verbindend war. Weil er heilsam war. Und weil Lukas spürte, dass Ruhe manchmal mehr verändert als tausend Worte. 11. Januar 2025 – Der 42. Tag: Mainz 05 gegen Bochum – live in der HSV-Fankneipe in Mainz

Nach dem ruhigen und fast meditativen Mittelalterkonzert am Vorabend erwachte der neue Tag mit einer ganz anderen Energie: Bundesliga-Spieltag. Und zwar mit einem wichtigen Auswärtsspiel: VfL Bochum gegen 1. FSV Mainz 05. Obwohl das Spiel in Bochum stattfand, hatte Lukas mit seiner Familie und Haaland beschlossen, das Spiel nicht allein zu Hause zu schauen – sondern gemeinsam in einer besonderen Kneipe in Mainz, die gleichzeitig als HSVFankneipe diente, aber auch für Mainz-Spiele Leinwandübertragungen machte. Die Idee war zuerst von der Ersatzoma gekommen. „Ein bisschen Stimmung draußen tut uns allen gut“, hatte sie gesagt. Und so machten sich Lukas, seine Mutter, Haaland und die Ersatzoma am frühen Nachmittag auf den Weg. Ankunft in der HSV-Fankneipe – Gemütlich, aber lebendig Die Kneipe war gut gefüllt, eine Mischung aus HSV-Fans, Mainz-05-Anhängern, und ein paar Fußballneutralen, die einfach Bier und Bundesliga wollten. Lukas sah sofort das rot-weiße Mainz-Banner an der Wand über der Leinwand. „Hier fühl ich mich wohl“, sagte er lächelnd. Sie bekamen einen großen Tisch nah an der Leinwand. Haaland holte die Getränke – für sich ein alkoholfreies Bier, für Lukas eine Cola, für die Mutter einen Tee und für die Ersatzoma ein Kräuterlikörchen. Die Stimmung war erwartungsvoll, aber ruhig. Mainz war Fünfter – ein starkes Ergebnis zur Saisonhalbzeit, doch heute mussten drei Punkte her, um sich oben zu behaupten. Und dann ging es los. Das Spiel: Mainz 05 zeigt Klasse Anpfiff in Bochum. Die Kneipe verstummte kurz, dann begann das übliche nervöse Knistern unter den Fans. Mainz zeigte von Anfang an Druck, Präsenz, Disziplin. 18. Minute: TOOOR für Mainz! Eine saubere Flanke von Lee, im Strafraum vollstreckt von Jonathan Burkardt. 1:0! Lukas sprang auf, jubelte. „YES! Los geht’s, Jungs!“ Ein paar Gäste klatschten mit, auch wenn sie eher HSV-Trikots trugen. 55. Minute: Wieder Mainz im Angriff. Flachpass von Gruda in die Tiefe, Paul Nebel läuft durch und schiebt eiskalt ein. 2:0! Die Stimmung in der Kneipe war nun richtig aufgeheizt. Lukas hatte Haaland abgeklatscht, seine Mutter lachte laut und sogar die Ersatzoma winkte mit einer kleinen Papier-Serviette wie mit einer Fahne. Der Rest des Spiels verlief dominant. Bochum kam nicht mehr ins Spiel, und Mainz ließ nichts mehr anbrennen. Als der Schlusspfiff ertönte, war die Freude groß. Endstand: VfL Bochum 0 – 2 Mainz 05. Ein Blick auf die Tabelle – Ein Grund zum Feiern Als die Ergebnisse der anderen Spiele eingeblendet wurden, sah Lukas sofort: Mainz 05 war weiterhin auf Platz 5, mit 31 Punkten – nur 4 hinter Frankfurt und Leipzig.

Seine Mutter deutete auf die Leinwand: „Schau mal! Wir sind nicht mehr weit weg vom dritten Platz.“ Haaland grinste: „Ihr Mainzer habt echt eine gute Saison erwischt. Und wenn Burkardt so weitermacht…“ Lukas nickte. „Das ist unser Jahr. Ich spür’s.“ Heimweg mit breiten Grinsen Nach dem Spiel tranken sie noch aus, unterhielten sich mit anderen Gästen über die Chancen in der Rückrunde und machten sich dann gut gelaunt auf den Heimweg. „Das war viel schöner als allein auf dem Sofa“, meinte die Ersatzoma. „Definitiv. Und in der HSV-Kneipe haben sie überraschend gute Pommes“, fügte Haaland hinzu. Lukas aber war ganz still. Er dachte an die Tabelle, an das Spiel, an den Moment nach dem zweiten Tor. Er fühlte Stolz, Euphorie, Gemeinschaft – und einen Schimmer von Hoffnung, dass in diesem Jahr vieles möglich sein könnte. Mainz 05 auf Kurs. Die Familie auf dem Weg der Genesung. Und Lukas mittendrin – wach, lebendig, voller neuer Kraft. 12. Januar 2025 – Der 43. Tag: Geburtstagsfeier mit unerwarteter Konfrontation Am 43. Tag war die Stimmung am Vormittag ruhig und ausgeglichen. Die Familie frühstückte gemeinsam – Lukas, seine Mutter, Haaland und die Ersatzoma. Alle wirkten erholt. Die Erkältung war so gut wie überstanden, das Spiel vom Vortag hallte noch positiv nach. Doch der heutige Tag brachte eine ganz andere Energie: Ein Geburtstag stand an. Ein guter Freund der Familie – Michael, 35 Jahre alt, ein langjähriger Bekannter der Mutter – hatte eingeladen. Eine Feier in kleiner, aber fröhlicher Runde, mit Buffet, Musik und familiärer Atmosphäre. Lukas war eingeladen, ebenso die Mutter, die Ersatzoma – und Haaland, der nach all den gemeinsamen Tagen mittlerweile fast zur Familie gehörte. Die Feier sollte in einem kleinen gemieteten Veranstaltungsraum stattfinden, am Stadtrand von Mainz – rustikal, aber gemütlich, mit Holztischen, Musik und Platz zum Sitzen und Unterhalten. Vorfreude und Vorbereitung Am frühen Nachmittag machten sie sich alle fertig. Lukas wählte ein schlichtes Hemd, seine Mutter zog sich ein dunkelblaues Kleid an, und Haaland blieb bei einem eleganten, aber sportlichen Look. Die Ersatzoma griff zu ihrem grünen „Feierblazer“, wie sie ihn nannte. „Wie groß wird die Runde sein?“ fragte Haaland im Flur. „Ich glaube so um die zwanzig Leute“, sagte die Mutter. „Verwandte, alte Freunde, Bekannte aus dem Sportverein.“ Lukas zögerte. „Ist mein Cousin Marvin auch da?“ Die Mutter wurde kurz still. „Vermutlich ja… aber benimm dich einfach freundlich, Lukas. Es ist nicht der richtige Tag für alte Geschichten.“ Marvin – Lukas' vier Jahre jüngerer Cousin. Früher hatten sie viel miteinander zu tun gehabt. Doch mit der Zeit war Marvin überheblich geworden. Er hatte sich oft lustig über Lukas gemacht, insbesondere über seine Art, Dinge wörtlich zu nehmen, seine direkte Sprache, sein „Anderssein“. Er hatte ihn früher provoziert, ins Lächerliche gezogen – manchmal sogar in Gegenwart anderer. Lukas hatte gelernt, damit umzugehen – aber die Wunden waren nie ganz verschwunden.

Die Feier beginnt – Erst Harmonie Als sie am Veranstaltungsort ankamen, war die Stimmung freundlich. Michael, der Gastgeber, begrüßte sie herzlich, es lief leise Musik, es gab Getränke und ein kaltes Buffet. Lukas unterhielt sich mit ein paar anderen Gästen, Haaland erzählte von seiner Zeit in Deutschland und lobte die Frikadellen am Buffet, die Ersatzoma saß mit einer alten Bekannten in der Ecke und unterhielt sich über Kräutergärten. Es war schön – bis Marvin kam. Die Begegnung – Ein schiefer Ton Marvin war wie immer modisch gekleidet, mit übertriebener Selbstsicherheit in seiner Haltung. Als er Lukas sah, kam er direkt zu ihm – mit einem auffälligen Grinsen. „Na, Lukas. Auch mal wieder unter Menschen?“ Lukas erwiderte ruhig: „Hallo Marvin. Ja, ich bin hier, um dem Geburtstagskind zu gratulieren. Nicht um mir dumme Sprüche anzuhören.“ „Ach komm, war doch nur Spaß. Du weißt doch, wie’s gemeint ist“, grinste Marvin. Dann sah er zu Haaland. „Und wer ist das? Dein Bodyguard?“ Haaland stand aufrecht neben Lukas. Seine Miene blieb ruhig, aber distanziert. „Ich bin ein Freund von Lukas. Und ich glaube, du solltest vorsichtiger sein mit deinen Worten.“ Marvin hob die Hände. „Ist ja gut, war nur ein Witz.“ Doch Lukas fühlte, wie es in ihm arbeitete. Seine Hände zitterten leicht, sein Herz pochte schneller. Er drehte sich zu seiner Mutter, die alles mitbekommen hatte. Sie stand auf, stellte sich ruhig aber bestimmt zwischen die beiden. „Marvin“, sagte sie mit klarer Stimme. „Wenn du dich nicht benehmen kannst, dann geh bitte zu den Leuten, die deinen Humor teilen.“ Marvin verzog das Gesicht, zuckte mit den Schultern und ging wortlos zum Buffet. Ein Moment der Stärke – Lukas bleibt ruhig Haaland legte Lukas kurz die Hand auf die Schulter. „Gut gemacht. Du bist ruhig geblieben. Und du warst klar.“ Lukas nickte. „Früher hätte ich mich zurückgezogen. Heute nicht mehr.“ Sie setzten sich wieder, tranken etwas, unterhielten sich mit anderen Gästen – und der Zwischenfall war bald vergessen. Michael, der Gastgeber, rief später eine kleine Rede aus, es wurde gesungen, gelacht und sogar ein paar alte Fotos gezeigt. Trotz allem wurde der Abend noch schön. Heimweg – Reflexion im Auto Auf der Rückfahrt war es ruhig im Auto. Die Ersatzoma war schon leicht eingenickt. „Bist du okay?“ fragte die Mutter. Lukas nickte. „Ja. Es war nicht schön, aber ich hab mich nicht klein machen lassen.“ Haaland sah aus dem Fenster und sagte dann leise: „Das war ein wichtiger Schritt. Du hast dir selbst gezeigt, dass du dir heute nicht mehr alles gefallen lässt.“ Und das war es. Der 43. Tag war keine Katastrophe. Aber er war eine Prüfung. Und Lukas hatte bestanden. Nicht, weil er laut war. Sondern weil er standhaft, klar und bei sich geblieben war. 13. Januar 2025 – Der 44. Tag: Ein Morgen in der Autismus-Therapie

Der Morgen des 44. Tages begann ruhig, aber strukturiert – genau so, wie Lukas es mochte. Nach dem emotional aufgeladenen Vorabend bei der Geburtstagsfeier, bei der er sich seinem Cousin Marvin selbstbewusst entgegengestellt hatte, fühlte sich Lukas zwar etwas erschöpft, aber auch innerlich gestärkt. Heute stand ein Termin an, der für ihn besonders wichtig war: Seine Autismus-Therapie. Es war nicht irgendein Termin – sondern der erste Termin im neuen Jahr. Und dieses Jahr sollte für ihn ein Jahr der Klarheit und des Wachstums werden. Der Start in den Tag Lukas wachte gegen 7:30 Uhr auf. Der Himmel war noch grau, feucht und neblig – typisch für den Januar. Doch im Zimmer herrschte eine angenehme Ruhe. Er stand auf, wusch sich das Gesicht, putzte sich die Zähne, und warf einen letzten Blick in seinen Terminplaner. Der Eintrag war klar: 09:00 Uhr – Autismus-Therapie (Jahresgespräch und Zielplanung) In der Küche saß Haaland bereits mit einer Tasse Tee. „Guten Morgen“, sagte er ruhig. „Bereit für heute?“ Lukas nickte. „Ich glaub, ja. Ich bin gespannt, was die Therapeutin sagen wird… und was ich selbst sagen werde.“ Sie frühstückten gemeinsam: ein Brötchen mit Honig, etwas Obst, Tee und ein Joghurt. Einfach, aber genug, um konzentriert in den Tag zu starten. Gegen 08:20 Uhr zogen sie sich an, warfen noch einen letzten Blick auf die Wetter-App („3° Grad, leichter Nieselregen“) und machten sich auf den Weg zur Praxis. Ankunft in der Praxis Die Praxisräume lagen in einem ruhigen Teil von Mainz, in einem hellen Gebäude mit großen Fenstern. Lukas war hier seit einigen Monaten regelmäßig in Therapie. Die Arbeit mit der Therapeutin hatte ihm geholfen, sich selbst besser zu verstehen – besonders im Umgang mit Reizüberflutung, mit sozialen Erwartungen und mit den eigenen Emotionen. Als sie das Wartezimmer betraten, nickte Haaland Lukas aufmunternd zu. „Ich warte hier draußen. Wenn du willst, gehen wir danach noch eine Runde spazieren oder holen uns was zu trinken.“ „Danke, das wär schön“, antwortete Lukas leise. Dann wurde er aufgerufen. Das Gespräch – Ein Blick auf das Ich Die Therapeutin, eine freundliche Frau Mitte vierzig mit ruhiger Stimme, begrüßte ihn herzlich. „Willkommen zurück, Lukas. Ich hoffe, du konntest in den Ferien ein wenig zur Ruhe kommen?“ „Ja. Ich war viel mit meiner Familie zusammen. Es war intensiv, aber gut.“ Sie setzten sich gegenüber, und Lukas erzählte – von Weihnachten, vom Besuch des Spielers (den er nur als „meinen besonderen Gast“ beschrieb), vom Konzert in der Kirche, von der Begegnung mit Marvin auf der Feier. Die Therapeutin hörte aufmerksam zu, machte sich ein paar Notizen und sagte dann: „Was ich heute höre, ist, dass du dich nicht nur geschützt hast, sondern auch klar positioniert. Das ist ein großer Schritt. Vor allem, weil du dabei ruhig geblieben bist.“ Lukas lächelte vorsichtig. „Früher hätte ich mich wahrscheinlich zurückgezogen oder wäre wütend geworden.“ Sie nickte. „Und heute bist du geblieben. Und du hast dich gezeigt. Das ist Entwicklung.“ Dann sprachen sie über seine Ziele fürs neue Jahr:

Regelmäßigkeit im VHS-Kurs bessere Zeitplanung Grenzen erkennen und klarer kommunizieren mehr Selbstvertrauen im Umgang mit schwierigen Menschen Die Therapeutin lobte seine Eigeninitiative, seine Offenheit – und seinen Wunsch, nicht nur besser verstanden zu werden, sondern auch sich selbst besser zu verstehen. • • • •

Nach dem Termin – Ein warmer Tee und neue Gedanken Nach der Stunde kam Lukas zurück ins Wartezimmer, wo Haaland noch saß und in einem Buch blätterte. „Und?“ fragte er. „Es war gut“, antwortete Lukas. „Ich hab vieles ausgesprochen, was ich sonst oft runterschlucke. Es war ruhig, aber sehr klar.“ „Willst du jetzt was machen oder lieber nach Hause?“ Lukas überlegte kurz. „Komm, wir gehen noch was trinken. Ich will das ein bisschen wirken lassen.“ Ein neuer Tag, ein neuer Schritt Sie gingen gemeinsam in ein nahegelegenes Café. Lukas bestellte sich einen warmen Ingwertee, Haaland einen Cappuccino. Sie setzten sich ans Fenster, schauten raus in den grauen Januarmorgen. „Ich glaube, ich lerne gerade, wie ich mit der Welt besser umgehen kann – ohne mich zu verlieren“, sagte Lukas irgendwann leise. Haaland nickte. „Du machst das richtig gut, Lukas. Wirklich.“ Der 44. Tag war keiner mit Feuerwerk oder Fußball. Aber ein Tag der Selbstbegegnung. Ein Tag der Reflexion. Und ein kleiner, aber wichtiger Schritt auf dem Weg zu sich selbst. 13. Januar 2025 – Der 44. Tag (Fortsetzung): Mittagsbesuch im Mainzer Dom Nach dem ruhigen, tiefgehenden und ehrlichen Gespräch in der Autismus-Therapie und dem anschließenden Tee im Café war Lukas innerlich aufgewühlt, aber auch erleichtert. Er hatte viel ausgesprochen, viel verstanden – über sich, über seinen Weg, über das, was noch kommen durfte. Und obwohl er jetzt auch hätte heimgehen können, spürte er: Er wollte noch draußen bleiben. Er wollte die frische Winterluft atmen, etwas sehen, das ihn beruhigt. Etwas Großes. Also fragte er Haaland, der neben ihm die letzten Schlucke seines Cappuccinos trank: „Hast du Lust, mit mir zum Dom zu gehen? Ich war schon lange nicht mehr drin. Und ich glaube, heute wäre ein guter Tag dafür.“ Haaland lächelte. „Klar. Ich wollte da sowieso schon mal mit dir hin. Du hast gesagt, der Dom hilft dir manchmal beim Nachdenken.“ Der Weg zum Dom – Zwischen Alltag und Geschichte Sie liefen zu Fuß durch die Altstadt. Die Straßen waren nass vom Morgentau, es war windstill. Die Stadt war lebendig, aber nicht hektisch – genau das richtige Tempo. Als sie um die letzte Ecke bogen, ragte der Mainzer Dom in seiner vollen Pracht vor ihnen auf: massives, dunkles Gestein, die mächtigen Türme in den grauen Januarhimmel ragend, still und ehrwürdig. „Immer wenn ich den Dom sehe, werde ich ruhig“, sagte Lukas. Haaland schaute nach oben. „Er ist alt. Sehr alt. Aber auch… stark.“ „Ja“, nickte Lukas. „So will ich auch werden.“

Im Dom – Eine andere Welt Sie traten durch das schwere Hauptportal ein. Drinnen war es kühl, still, leicht hallend. Der Steinboden unter den Füßen war glatt, die hohen Gewölbe hüllten alles in ehrfürchtige Stille. Es roch nach Stein, Holz, Kerzenwachs. Vorne brannten einige Kerzen. Eine kleine Touristengruppe stand weiter hinten und hörte einem Führer zu, aber insgesamt war es ruhig. Lukas ging langsam durch das Hauptschiff. Er ließ seinen Blick über die Buntglasfenster, die Altäre, die vergoldeten Details gleiten. Haaland folgte ihm schweigend. „Weißt du“, begann Lukas, während sie an einer Seitenkapelle vorbeigingen, „als ich noch kleiner war und mich alles überfordert hat, bin ich mit meiner Mutter manchmal hier rein. Einfach nur sitzen. Still sein. Nichts sagen müssen.“ „Tut dir das heute noch gut?“ fragte Haaland sanft. Lukas nickte. „Es ist, als ob die Welt hier draußen bleibt.“ Sie setzten sich auf eine der vorderen Bänke. Ein Moment der Stille. Keine Worte. Nur das leichte Echo von Schritten irgendwo in der Ferne, und das leise Knacken der alten Holzbank. Ein Gespräch im Schatten der Mauern Nach einer Weile sprach Haaland leise: „In deiner Therapie hast du heute über dich gesprochen. Hast du dabei auch über die Zukunft gesprochen?“ Lukas überlegte. Dann: „Ja. Ich will unabhängiger werden. Strukturiert, aber ohne starr zu werden. Ich will lernen, wie ich mit Menschen umgehen kann – ohne mich zu verlieren.“ „Und ich bin hier, um dich daran zu erinnern, dass du dich nicht verbiegen musst, um Platz in der Welt zu finden.“ Lukas sah ihn an. „Danke. Wirklich.“ Er stand auf, ging zum Kerzentisch und zündete still eine Kerze an. Für sich. Für das neue Jahr. Für seinen Weg. Wieder hinaus – Gestärkt, gesammelt Als sie den Dom verließen, blendete kurz die Nachmittagssonne, die sich durch die Wolkendecke geschoben hatte. Die Luft draußen war frischer, aber nicht unangenehm. „Ich glaube, das war der richtige Ort heute“, sagte Lukas, während sie den Platz überquerten. „Definitiv“, antwortete Haaland. „Manchmal braucht man Mauern, um wieder nach innen hören zu können.“ Sie gingen nebeneinander her. Keine Eile. Kein Plan. Aber mit einem neuen Gefühl der Klarheit, das nur solche Orte schenken konnten. Der 44. Tag war zur Hälfte vorbei – doch er hatte bereits Tiefe, Stille und eine Ahnung von innerer Stärke hinterlassen. 13. Januar 2025 – Der 44. Tag (Abend): Mobbing im Einkaufszentrum und ein kleiner Schockmoment Der Tag hatte für Lukas viele ruhige, sogar heilsame Momente gebracht. Die Sitzung in der Autismus-Therapie am Morgen hatte ihn geöffnet, der Besuch des Doms mit Haaland am Mittag hatte ihn geerdet. Er fühlte sich klarer, bewusster, stabiler. Am Abend beschloss er, noch eine Kleinigkeit einkaufen zu gehen. Seine Mutter hatte ihn gebeten, ein paar Dinge für den nächsten Tag zu besorgen – Brot, etwas Obst, Frischkäse.

„Ich geh schnell ins Einkaufszentrum“, sagte Lukas, während er sich die Jacke anzog. „Ich komm mit“, sagte Haaland. „Heute war viel. Ich will dich nicht allein losziehen lassen.“ Lukas zuckte lächelnd mit den Schultern. „Wie du willst.“ Er mochte es eigentlich, auch mal allein unterwegs zu sein. Aber heute nahm er das Angebot gerne an. Im Einkaufszentrum – Ein ganz normaler Anfang Es war gegen 18:30 Uhr, als sie das große Einkaufszentrum betraten. Viele Geschäfte hatten noch offen, es war nicht mehr viel los, aber genug, dass sich eine gewisse Geschäftigkeit hielt. Lukas ging zielstrebig durch den Lebensmittelbereich, holte, was auf der Liste stand. Haaland war einen Schritt hinter ihm und suchte im Kühlregal nach einer Flasche kalten Mate-Tee. Doch dann – auf dem Weg zur Kasse – passierte es. Die Störung – Zwei Jugendliche kommen näher Zwei etwa 16- bis 17-jährige Jungs standen an einem der Seiteneingänge, trugen Jogginghosen, Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Als Lukas an ihnen vorbeilief, drehten sie sich plötzlich zu ihm um. „Ey, was'n mit dem? Guck mal, wie der läuft!“ rief der eine laut. Der andere stimmte ein – mit lauten, überzogenen Geräuschen, lachte gekünstelt schrill, machte pfeifende, tierähnliche Töne, wie eine Karikatur eines Autisten aus alten Filmen. Dann begannen sie, die deutsche Nationalhymne zu singen – laut, übertrieben falsch. Und dann, eiskalt: „Eiiiiin Reiiiiich, eiiiin Führer, heeeil...“ – dabei ahmte einer von ihnen eine alte HitlerRede nach. Haaland erstarrte. Seine Augen wurden schmal. „Reicht. Das reicht jetzt.“ Er stellte sich schützend vor Lukas. Lukas selbst war starr. Erst war da Wut, dann Angst, dann ein kurzer Blackout. Doch dann – ganz klar – spürte er: „Ich muss handeln. Nicht schlucken.“ Der Gang zum Personal – Klar und ruhig Lukas ging zielgerichtet zur nächsten Info-Theke, wo eine junge Mitarbeiterin saß. „Entschuldigen Sie bitte… ich werde gerade im Zentrum von zwei Jugendlichen verspottet, sie machen Nazi-Gesten und Geräusche. Können Sie bitte jemanden schicken?“ Die Mitarbeiterin wurde sofort ernst. „Haben Sie sie gesehen? Können Sie mir zeigen, wo?“ „Sie sind noch am Seiteneingang bei der Rolltreppe“, sagte Lukas leise. Haaland stand inzwischen neben ihm, der Blick noch immer angespannt. Die Frau griff zum Telefon, informierte den Sicherheitsdienst. „Wir kümmern uns darum. Sie haben richtig gehandelt.“ Ein weiterer Schock – Der Spiner ist weg Gerade als sie sich wieder entfernen wollten, merkte Lukas, dass sein linker Jackentaschenreißverschluss offen war. „Mein Spiner… wo ist mein Spiner?“ Sein Fidget-Spinner, ein kleines Modell aus Metall – grün mit goldenen Flügelkanten – war für ihn oft ein Hilfsmittel in stressigen Momenten. Er hatte ihn immer dabei, besonders in öffentlichen Räumen. Panik stieg in ihm auf. „Ich hab ihn im Bio-Regal gehabt… ich hab ihn auf die Kühlablage gelegt, während ich das Obst geholt hab!“

Ohne zu zögern rannte Lukas los, Haaland direkt hinter ihm. Sie kamen zurück zum Bio-Regal – und dort, direkt neben einem Netz Orangen, lag der kleine grüne Spinner. Unberührt. Lukas nahm ihn auf, hielt ihn fest in der Hand, schloss die Augen. „Da ist er… danke…“ flüsterte er. Nach Hause – Erschöpft, aber aufrecht Auf dem Heimweg sagten sie nicht viel. Als sie die Wohnungstür hinter sich schlossen, atmete Lukas tief durch. „Es war schlimm… aber ich hab nicht geschrien. Ich bin nicht weggelaufen. Ich hab es jemandem gesagt. Ich hab nicht geschluckt.“ Haaland nickte. „Du hast dich selbst geschützt. Das war stark, Lukas.“ Die Mutter hörte, dass sie zurück waren, kam aus dem Wohnzimmer und sah ihre Gesichter. „Was ist passiert?“ Lukas setzte sich hin und erzählte ruhig, ehrlich und vollständig. Ohne Tränen, ohne Wut – nur mit Wahrheit. Seine Mutter nahm ihn in den Arm. „Ich bin stolz auf dich.“ Der 44. Tag endete anders als erhofft. Aber er zeigte etwas Entscheidendes: Lukas war nicht mehr derselbe wie noch vor ein paar Monaten. Er war klarer. Standhafter. Und nicht mehr bereit, sich kleinmachen zu lassen. 14. Januar 2025 – Der 45. Tag: Später Mittag zwischen Verantwortung und Vertrauen Nach dem schwierigen Abend im Einkaufszentrum, der ihn zwar erschüttert, aber auch gestärkt hatte, begann der nächste Tag ruhig. Der Himmel war bedeckt, es nieselte leicht. Doch Lukas fühlte sich entschlossen, ein paar Dinge zu erledigen, die ihm wichtig waren – nicht nur für sich, sondern auch für andere. Er hatte sich am Vormittag ausgeruht, war lange unter der warmen Dusche geblieben, hatte gefrühstückt und mit Haaland ein paar Minuten schweigend im Wohnzimmer gesessen. Es war diese gute Stille zwischen ihnen – keine Spannung, sondern Verlässlichkeit. Gegen 13:30 Uhr stand er auf, zog sich an und sagte: „Ich muss heute noch zur Postbank. Ich will endlich die Überweisung für das Weihnachtsgeschenk losschicken. Und Mama hat mir ja noch das Einkaufsgeld gegeben, das ich ihr aufs Konto legen soll.“ Haaland stand sofort auf. „Ich komm mit. Solche Wege gehen sich besser zu zweit.“ Der Weg zur Bank – Still und zielgerichtet Sie liefen durch die kleinen Straßen von Mainz, vorbei an Bäckereien, kleinen Läden und grauen Hausfassaden, deren Fenster noch immer ein paar Reste weihnachtlicher Deko zeigten. In Lukas’ Manteltasche lag ein Briefumschlag – darin die handschriftlich ausgefüllte Überweisung für das Weihnachtsgeschenk, das er einem Freund geschickt hatte. Ein personalisierter Schal, ein Gutschein und ein bisschen „symbolische Rache“ – in Form eines 1860er-Fanartikels, den er einem Bayern-Fan geschenkt hatte, natürlich mit einem Augenzwinkern. „Schon verrückt, dass das Geschenk so gut angekommen ist“, sagte Lukas, während sie an einer Ampel warteten. Haaland grinste. „Du hast dir Gedanken gemacht – und das spürt man immer. Es ging nicht ums Geld. Es ging ums Gefühl.“

Lukas nickte. „Und ich will, dass das jetzt ordentlich abgeschlossen wird. Auch finanziell.“ Ankunft am Briefkasten – Der erste Schritt Am Eingang der Postbank war der große, gelbe Briefkasten wie immer leicht überfüllt. Lukas kontrollierte nochmal den Umschlag, drückte ihn vorsichtig gerade und warf ihn dann ein. „So. Überweisung erledigt.“ Er klopfte sich leicht auf die Brust – wie eine symbolische Geste des Abhakens. Haaland nickte zufrieden. Der nächste Schritt – Einzahlung am Automaten Im Vorraum der Bank war es ruhig. Nur ein älteres Ehepaar stand am Automaten und zählte Münzen. Lukas wartete geduldig, dann trat er vor und holte den zweiten Umschlag aus der Jackentasche. Darin das Bargeld – exakt der Betrag, den seine Mutter ihm nach dem Einkauf gegeben hatte, damit er es wieder auf ihr Konto zurückbucht. Er öffnete sein Online-Banking, ging Schritt für Schritt vor: Einzahlung → Betrag → Konto auswählen → Einzahlen → Bestätigung. Die Scheine wurden eingezogen. Der Automat brummte, leuchtete, zählte – und dann erschien die Bestätigung: „Betrag wurde erfolgreich Ihrem Konto gutgeschrieben.“ Lukas machte ein Foto vom Bildschirm – zur Sicherheit, falls etwas schiefgehen sollte. „Erledigt“, sagte er ruhig. „Alles sauber dokumentiert. Mama kann beruhigt sein.“ Rückweg – Mit einem guten Gefühl Als sie wieder nach draußen traten, war der Nieselregen stärker geworden, aber es störte sie nicht. „Ich fühl mich besser“, sagte Lukas nach einer Weile. „Diese Kleinigkeiten – die zeigen mir, dass ich mich kümmern kann. Dass ich was im Griff hab.“ „Du übernimmst Verantwortung“, antwortete Haaland. „Für andere. Und für dich.“ „Früher hab ich mich davor gedrückt. Heute weiß ich, dass es mir Sicherheit gibt. Es macht mich… ruhig.“ Haaland nickte und schob ihm leicht die Mütze über die Ohren. „Dann behalten wir das bei. Eins nach dem anderen. Aber du gehst deinen Weg, Lukas.“ Der späte Mittag des 45. Tages war kein aufregender Moment. Aber ein leiser Beweis: Dass Wachstum oft in den kleinen Handlungen liegt. In Briefumschlägen. In Automaten. In der Entscheidung, nicht passiv zu sein, sondern Teil seiner eigenen Ordnung. 14. Januar 2025 – Der 45. Tag (Abend): Ein bitterer Fußballabend in Bretzenheim Nach einem Tag, an dem Lukas Verantwortung übernommen, eine Überweisung erledigt und sich um das Einkaufsgeld für seine Mutter gekümmert hatte, war ihm nach einem einfachen, aber vertrauten Abschluss. Und wie so oft in den letzten Wochen bedeutete das: Fußball schauen – mit Haaland an seiner Seite. An diesem Abend spielte Mainz 05 auswärts bei Bayer Leverkusen – ein wichtiges Spiel gegen einen starken Gegner. Die Stimmung in Mainz war angespannt: Leverkusen stand auf Platz 2, war zu Hause kaum

zu bezwingen. Aber Mainz hatte sich in der Vorrunde stark gezeigt, kämpferisch, stabil – ein Punkt war möglich, vielleicht sogar mehr. Die Kneipe in Bretzenheim – Rot-Weiß gemischte Hoffnung Lukas und Haaland machten sich am Abend auf den Weg nach Bretzenheim, in eine kleine, aber traditionsreiche Kneipe mit Fernseher über der Theke und viel Fußballgeschichte an den Wänden. Es roch nach Bier, Holz und Bratwurst. Einige Gäste trugen rot-weiße Fan-Schals, andere saßen ruhig an ihrem Platz, mit Blick auf die große Leinwand. „Heute wird’s schwer“, sagte Lukas, als sie sich hinsetzten. „Aber ich glaub, sie haben eine Chance“, erwiderte Haaland. „Wenn sie clever stehen und Leverkusen nicht zu viel Raum geben.“ Sie bestellten zwei Getränke – für Lukas ein Spezi, für Haaland ein alkoholfreies Bier – und schauten konzentriert zur Übertragung. Das Spiel – Mainz kämpft, Leverkusen drückt Von Beginn an war klar: Leverkusen wollte das Spiel dominieren. Mainz stand tief, verteidigte diszipliniert, setzte kleine Konter – aber es war ein Spiel auf Zeit. Jeder Ballgewinn war hart erkämpft, jeder Zweikampf intensiv. Lukas saß aufrecht, die Hände fest um sein Glas gekrallt. "Boah, ist das nervenaufreibend…" Haaland blieb ruhig. „Solche Spiele gewinnst du, wenn du bis zur letzten Minute da bist. Nur nicht schlappmachen.“ Doch Mainz verteidigte, was das Zeug hielt. Bis in die Schlussphase stand es 0:0. Ein Punkt in Leverkusen – das hätte sich wie ein Sieg angefühlt. Letzte Minute – Der bittere Moment Dann kam die 90. Minute + 1. Leverkusen mit einem schnellen Seitenwechsel, Flanke von rechts, ein Stellungsfehler in der Innenverteidigung – und zack, Tor. 1:0 für Bayer 04 Leverkusen. Die Kneipe verstummte. Lukas sank etwas in sich zusammen. „Warum… warum immer in der letzten Minute?“ flüsterte er enttäuscht. „Weil der Druck irgendwann Risse macht“, sagte Haaland leise. Die restlichen Minuten verstrichen, ohne dass Mainz noch gefährlich wurde. Abpfiff. Niederlage. Blick auf die Tabelle – Rutsch auf Platz 6 Als die Tabelle eingeblendet wurde, war klar: Mainz rutschte von Platz 5 auf Platz 6, überholt von Stuttgart. • Mainz: 28 Punkte • Stuttgart: 29 Punkte • Leverkusen nun mit 38 Punkten auf Platz 2 „Schade“, murmelte Lukas. „Aber… kein Grund zur Panik“, sagte Haaland. „Ein gutes Spiel, lange gut mitgehalten, auswärts bei einem Top-Team. Darauf kann man aufbauen.“ Lukas nickte langsam. „Ja. Aber es fühlt sich halt trotzdem mies an.“ Rückweg in die kalte Nacht – Ein bisschen Frust, aber viel Hoffnung

Sie verließen die Kneipe gegen 22:30 Uhr. Draußen war es kalt, der Wind biss leicht in die Wangen. Sie liefen schweigend eine Weile, bis Lukas sagte: „Weißt du… früher hätte mich so ein Spiel für Tage runtergezogen. Aber jetzt… tut’s weh, klar. Aber ich weiß, dass die Saison noch lang ist.“ Haaland grinste. „Du hast’s verstanden. Verlieren ist Teil vom Spiel. Wichtig ist, wie man drauf reagiert.“ Zuhause – Ein letztes Licht Zuhause angekommen, machte Lukas sich noch einen Tee. Die Wohnung war warm, die Ersatzoma schlief schon, seine Mutter lag auf der Couch und nickte ihm zu. „Wie war’s?“ „1:0 verloren. Letzte Minute. Aber sie haben gut gespielt.“ Sie lächelte. „Das Wichtigste ist: Du bist nicht allein. Und Mainz wird zurückkommen.“ Lukas setzte sich zu ihr, trank seinen Tee, lehnte sich zurück. Enttäuscht, aber nicht zerbrochen. Frustriert, aber nicht hoffnungslos. Der 45. Tag endete nicht mit einem Sieg. Aber mit Haltung. Mit Zusammenhalt. Und dem Wissen: Auch nach einer Niederlage kann man aufrecht nach Hause gehen. 15. Januar 2025 – Der 46. Tag: Zuhause im Krankenlager Der Morgen des 46. Tages begann mit einem leisen Husten aus dem Nebenzimmer. Lukas war bereits gegen 7:30 Uhr wach geworden, hatte kurz auf sein Handy geschaut – keine dringenden Nachrichten – und sich dann langsam aufgesetzt. Sein Körper fühlte sich seltsam schwer an, nicht so krank wie beim letzten Mal, aber auch nicht ganz gesund. Als er zur Küche ging, merkte er: Die Wohnung war ungewöhnlich still. Er öffnete die Küchentür – und dort saß seine Mutter, dick eingepackt in eine Decke, mit einer Thermoskanne auf dem Tisch, die Stirn glänzte leicht vor Fieber. „Morgen, Lukas…“, krächzte sie mit heiserer Stimme. Lukas zog sofort die Augenbrauen zusammen. „Geht’s dir wieder schlechter?“ Sie nickte schwach. „Es hat mich nochmal erwischt. Wahrscheinlich zu früh wieder zu viel gemacht…“ Aus dem Wohnzimmer hörte man plötzlich ein lautes Husten – Haaland. Und aus dem Gästezimmer ein genervtes: „Wenn einer nochmal schnieft, schmeiße ich mit Teebeuteln!“ – das war eindeutig die Ersatzoma. Die Grippewelle – Rückkehr ins Krankenlager Lukas trat zurück, atmete durch. Alle wieder krank. Und er selbst fühlte sich auch leicht fiebrig, mit einem Druck auf der Stirn und wackeligen Beinen. „Heute bleib ich zu Hause“, sagte er entschlossen. „Ich hab nichts vor. Und ehrlich gesagt… ich hab auch keine Kraft.“ Seine Mutter versuchte zu protestieren. „Aber dein VHS-Kurs…“ „Mama, du kannst kaum geradeaus schauen. Ich bleib hier. Punkt.“ Er kochte frischen Tee, verteilte Taschentücher in der Wohnung, bereitete eine Wärmflasche vor und brachte Haaland einen Hustenbonbon – der nahm ihn dankbar an, mit glasigem Blick. Ein Tag auf leisen Sohlen

Die Stunden vergingen langsam. Lukas wechselte sich mit seiner Mutter ab – mal lag er auf der Couch, mal saß er im Sessel mit einer Decke über den Knien. Er schaute eine Doku über Island, machte sich eine einfache Suppe warm und brachte der Ersatzoma später eine Tasse Kamillentee ins Zimmer. „Du bist ein guter Junge“, murmelte sie, als sie die Tasse nahm. „Aber wehe, du wirst richtig krank, dann liegst du auch flach.“ „Ich versuch’s zu vermeiden“, antwortete Lukas leise. Abend – Stille, Müdigkeit, Zusammenhalt Gegen Abend war die Wohnung ruhig. Alle waren müde, verschnupft, aber niemand jammerte. Es war eine stille Übereinkunft: Heute war niemand wirklich fit – und das war okay. Lukas ging noch einmal durch die Wohnung, prüfte, ob jeder Tee hatte, lüftete kurz durch und setzte sich dann mit einer Wärmflasche an das Fenster. Draußen begann es leicht zu regnen. Die Straßen glänzten im Licht der Laternen. Er schrieb in sein kleines Notizbuch: „Nicht jeder Tag muss stark sein. Manchmal reicht es, einfach füreinander da zu sein – in Ruhe, in Tee, in Stille.“ **Der 46. Tag war kein Tag der Bewegung. Aber ein Tag der Achtsamkeit. Ein Tag, an dem Schwäche nicht beschämte – sondern Nähe brachte. Und obwohl alle husteten, schniefen und sich schlapp fühlten, war da etwas, das blieb: Gemeinsam krank ist leichter als allein. 16. Januar 2025 – Der 47. Tag: Fußball im Park – Trotz Kälte, mit Herz Am Morgen des 47. Tages war die Stimmung in der Wohnung etwas leichter. Die Erkältung hatte bei allen ein wenig nachgelassen, die Hustenanfälle waren seltener geworden, und auch die Stimmen klangen weniger rau. Lukas fühlte sich nach dem gestrigen Ruhetag wieder etwas wacher. Sein Kopf war klarer, die Glieder nicht mehr so schwer. Auch Haaland sah aus, als hätte er sich über Nacht halbwegs erholt. Er saß mit einer Tasse warmem Kakao am Küchentisch und drehte gedankenverloren einen kleinen Teelöffel zwischen den Fingern. „Weißt du, was mir fehlen würde, wenn ich jetzt in der Reha wäre?“ fragte er plötzlich. Lukas schielte ihn an. „Was denn?“ „Ein Ball. Rasen. Kälte. Laufen. Einfach kicken.“ Lukas lachte. „Wollen wir raus? Ich glaub, ein bisschen Bewegung würde uns beiden guttun. Aber nicht zu lange – und nur locker.“ Haaland sah ihn grinsend an. „Ich warte seit Wochen auf diesen Satz von dir.“ Auf dem Weg zum Park – Alte Schuhe, große Vorfreude Sie zogen sich warm an, schnürten ihre etwas eingestaubten Sportschuhe, und Lukas kramte aus dem Schrank noch einen alten Ball, der schon einige Runden gesehen hatte, aber noch perfekt aufpumpbar war. „Der hier hat schon einiges erlebt“, sagte Lukas, als er den Ball leicht gegen die Wand rollen ließ. „Dann wird er sich freuen, heute wieder rauszukommen.“

Sie liefen zum kleinen Park in der Nähe, wo eine halbverlassene Wiese mit zwei Mini-Toren stand. Kein offizieller Platz – aber perfekt für zwei Freunde, die einfach nur ein bisschen spielen wollten. Kicken wie früher – Einfach, ehrlich, befreiend Kaum standen sie auf der Wiese, war die Kälte vergessen. Sie passten sich den Ball zu, erst langsam, dann schneller. Lukas lachte, als ihm der Ball einmal über den Spann rutschte und auf das verschlammte Feld rollte. „Du hast noch Potenzial“, rief Haaland und fing den Ball mit einem eleganten Seitfallzieher ab. „Ich bin nicht du, ich bin mehr so die Kreisligaversion mit Brille.“ Haaland grinste, dann liefen sie ein paar lockere Spielzüge: Eins-gegen-eins, kleine Dribblings, Freistöße auf das improvisierte Tor aus zwei Jacken. Der Boden war weich, matschig, die Schuhe wurden nass – aber das störte sie nicht. Denn in diesen Momenten spürte Lukas: Er war frei. Frei von Stress. Frei von Scham. Frei von dem Druck, ständig zu funktionieren. Ein kleines Gespräch am Spielfeldrand Nach etwa 40 Minuten setzten sie sich keuchend auf eine Parkbank. Der Ball lag vor ihnen, leicht dreckig, aber stolz. „Das war gut“, sagte Lukas und pustete die kalte Luft aus. „Du hast Talent. Mehr, als du denkst“, antwortete Haaland. Lukas lächelte. „Vielleicht kein Profi-Niveau, aber… ich fühl mich gut dabei. So wie früher, als ich mit meinem alten Freund am Bolzplatz war.“ „Solche Momente sind wichtig. Sie holen uns zurück. Erdung. Luft. Leben.“ Sie saßen noch einen Moment schweigend da. Ein paar Vögel pickten im Gras, die Stadt rauschte in der Ferne. Zuhause – Schmutzige Schuhe, warmes Herz Zurück in der Wohnung schlüpften sie aus den nassen Schuhen. Lukas stellte den Ball behutsam in die Ecke. „Der kommt demnächst wieder raus“, sagte er, während er sich ein frisches Shirt überzog. Die Mutter kam aus dem Wohnzimmer und sah die beiden. „Ihr wart draußen?“ „Ja, ein bisschen kicken“, sagte Lukas mit roten Wangen. „Ihr seid verrückt – aber ihr seht glücklich aus.“ Und sie hatte recht. **Der 47. Tag war kein Feiertag. Aber er war ein Tag voller Bewegung, Leichtigkeit und Wärme. Ein Tag, an dem Lukas spürte, dass man auch auf matschigem Boden einen festen Stand haben kann – wenn man nicht allein spielt. 17. Januar 2025 – Der 48. Tag: Wieder spät, wieder ohne Unterlagen – aber nicht ohne Einsicht Der 48. Tag begann mit einem leichten Anflug von Optimismus. Die Erkältungswelle in der Familie war fast überstanden, das Kicken am Vortag hatte Lukas

gutgetan, und eigentlich… ja, eigentlich hatte er sich fest vorgenommen, den heutigen VHSKurstag pünktlich und vorbereitet zu beginnen. Doch wie so oft im echten Leben kam es anders. Der Morgen – Der Plan war da, nur die Zeit nicht Lukas war bereits um 07:15 Uhr wach. Früh genug. Er frühstückte in Ruhe mit Haaland, trank seinen Tee, ging seine Aufgaben im Kopf durch. „Heute wird alles besser“, sagte er beim Zähneputzen. „Pünktlich, konzentriert, organisiert.“ Doch dann… begannen die kleinen Verzögerungen: • Die Brotdose, die er mitnehmen wollte, war noch nicht gespült. • Er suchte seine Tasche – sie lag im Wohnzimmer unter einem Stapel Decken. • Der Drucker wollte die Arbeitsblätter nicht ausdrucken, also „mach ich das gleich später“. • Haaland telefonierte noch kurz mit einem alten Freund aus Norwegen und verlor die Zeit aus dem Blick. • Und dann… verpassten sie die Straßenbahn. Die Uhr tickt – und rennt davon Als Lukas endlich im Bus saß, sah er auf sein Handy. 10:41 Uhr. Der Kurs begann um 10:50 Uhr. Sie waren noch mindestens 20 Minuten entfernt. Lukas schlug sich leicht mit der Hand gegen die Stirn. „Nicht schon wieder…“ Haaland sagte nichts – er sah nur ruhig aus dem Fenster. Sie kamen um 11:34 Uhr an der VHS an – 44 Minuten zu spät. Lukas atmete tief durch. „Okay, ich geh trotzdem rein.“ „Ich warte draußen“, sagte Haaland. „Aber tu dir selbst einen Gefallen: Sag die Wahrheit. Nicht wieder Ausreden. Und… bleib ruhig.“ Im Kursraum – Vertraute Blicke, aber ein neuer Ton Lukas klopfte an, öffnete die Tür vorsichtig. Die Dozentin stand an der Tafel, hielt inne, als sie ihn sah. „Herr Zimmermann… willkommen. Auch heute wieder ein individueller Zeitplan?“ Lukas trat ein, sah die anderen Kursteilnehmer. Einige sahen gelangweilt zu ihm, andere verständnislos. Er hob kurz die Hand. „Ich bin zu spät, ich hab’s verbockt. Und ich habe meine Unterlagen wieder vergessen. Es war nicht geplant. Ich will einfach nur lernen.“ Die Dozentin legte den Stift ab. Sie sagte diesmal nichts Spöttisches, sondern schaute ihn nur lange an. Dann: „Setzen Sie sich. Heute gibt’s keine Ironie. Nur den Wunsch, dass Sie sich überlegen, ob dieser Kurs für Sie das Richtige ist. Denn Sie tun sich gerade selbst keinen Gefallen.“ Lukas nickte. „Verstanden.“ Er setzte sich still auf seinen Platz, nahm ein Blatt Papier vom Tisch und schrieb handschriftlich mit. Ohne Unterlagen, ohne Laptop, aber mit Konzentration. Nach dem Kurs – Das Gespräch mit Haaland Als er den Raum verließ, wartete Haaland schon auf der Bank. „Und?“

„Nicht angeschrien. Aber sie war ehrlich. Und sie hat recht.“ „Wie fühlst du dich?“ Lukas überlegte kurz. Dann: „Peinlich. Wütend auf mich selbst. Aber auch entschlossen. Ich will’s ändern. Aber ich weiß noch nicht wie.“ Haaland stand auf. „Dann setzen wir uns heute Abend hin. Pack deine Tasche fertig. Leg alles raus. Und morgen früh machst du das, was du heute sagen wolltest: Du ziehst’s durch.“ Lukas nickte langsam. „Ich geb mir selbst noch eine Chance.“ **Der 48. Tag war ein Rückschritt – ja. Aber auch ein Tag der Erkenntnis. Denn manchmal braucht es mehr als Fehler, um sich zu ändern. Man braucht den Moment, in dem man sich sagt:** „So geht es nicht weiter.“ Und genau das war heute. 17. Januar 2025 – Der 48. Tag (Fortsetzung): Ein unerwartetes Nickerchen auf der Toilette Nach dem ernüchternden Vormittag im VHS-Kurs hatte Lukas die Pause genutzt, um ein wenig Abstand zu gewinnen. Er war enttäuscht von sich selbst – wieder verspätet, wieder ohne Unterlagen. Doch er war auch fest entschlossen, den zweiten Teil des Kurstages besser zu meistern. Nach dem Gespräch mit Haaland hatte er sich kurz an die frische Luft gestellt, ein paar tiefe Atemzüge genommen, sich mit einem belegten Brötchen gestärkt und ein stilles Mantra in sich gemurmelt: „Konzentriert bleiben. Dranbleiben. Kein Chaos mehr.“ Der nächste Unterrichtsblock begann um 13:30 Uhr. Um 13:10 Uhr ging Lukas nochmal auf die Toilette im Erdgeschoss der Volkshochschule – um sich frisch zu machen, sich kurz zu sammeln und ein wenig zur Ruhe zu kommen. Der Moment der Ruhe – und der Müdigkeit Lukas schloss die Toilettentür, setzte sich, atmete durch. Der Raum war warm, ruhig, gedämpft. Die Stunde am Vormittag, der emotionale Druck, die schlaflosen Nächte der letzten Tage – alles wirkte plötzlich nach. Er saß da, den Kopf gegen die Wand gelehnt, die Augen geschlossen. Und dann… nickte er ein. Nicht tief, nicht lang – aber doch so fest, dass die Zeit ihm entglitt. Ein inneres Bild. Ein dunkler Tunnel. Dann das grelle Licht der Neonlampe, die plötzlich wieder in den Fokus rückte. Er schreckte auf. Griff zum Handy. 13:44 Uhr. „NEIN!“ Wieder zu spät – Wieder dieses Gefühl Lukas sprang auf, wusch sich schnell das Gesicht, atmete einmal tief durch und rannte förmlich die Treppe hoch zum Kursraum. Er klopfte, öffnete vorsichtig – die Dozentin drehte sich langsam um. „Herr Zimmermann… 15 Minuten zu spät. Zum zweiten Mal heute. Möchten Sie vielleicht selbst erklären, was los ist?“ Lukas atmete tief durch. Er wollte nicht lügen. Also sagte er ehrlich:
„Ich bin eingeschlafen. Auf der Toilette. Ich war müde… zu viel los in letzter Zeit… aber es war nicht geplant. Und ich möchte trotzdem mitmachen.“ Stille. Einige der anderen Teilnehmer kicherten leise. Die Dozentin hob eine Augenbraue – doch dann sagte sie nüchtern: „Gut. Dann setzen Sie sich. Und bitte: Für morgen wünsche ich mir nur eines von Ihnen – Pünktlichkeit.“ Ein leiser Nachmittag – Doch er blieb Lukas setzte sich, diesmal mit einem geliehenen Block von seinem Tischnachbarn. Er schrieb still mit, schwieg fast durchgehend. Aber er blieb. Er rannte nicht davon. Und das war – so klein es auch schien – ein Sieg für sich. Nach dem Kurs – Erleichterung, aber auch Nachdenklichkeit Haaland wartete draußen. „Du hast 15 Minuten gebraucht… warst du rauchen?“ „Nein“, sagte Lukas mit einem bitteren Lächeln. „Ich bin auf der Toilette eingeschlafen.“ Haaland sah ihn an, dann schnaubte er trocken. „Bruder… du brauchst Schlaf. Und Struktur. Aber Respekt: Du bist trotzdem reingegangen.“ Lukas nickte. „Ich schäme mich ein bisschen. Aber ich hab’s ausgehalten.“ **Der späte Mittag des 48. Tages war chaotisch. Aber er war auch ehrlich. Denn manchmal zeigt sich Mut nicht in perfekten Abläufen, sondern darin, trotzdem den Raum zu betreten – auch wenn man am liebsten verschwinden würde.** Und genau das hatte Lukas heute getan. 18. Januar 2025 – Der 49. Tag: McDonald's und ein Bier mit dem Vater Der 49. Tag begann ruhig und ohne große Aufregung. Es war Samstag, und obwohl die Woche für Lukas emotional und organisatorisch chaotisch verlaufen war, hatte er beschlossen: Heute würde er sich keinen Druck machen. Die Familie schlief etwas länger. Die Ersatzoma hustete noch ein wenig, aber sie bestand darauf, dass es „nur noch ein kleiner Rest“ sei. Haaland las entspannt auf dem Sofa in einem alten Fußballmagazin, während Lukas mit Kopfhörern am Frühstückstisch saß und Pokémon GO checkte. Gegen Mittag kam eine unerwartete Nachricht auf Lukas' Handy. Von seinem Vater. "Lust auf 'n Bier? Ich lad dich auf 'nen Burger ein. McDonald's Bretzenheim?" Lukas starrte auf den Bildschirm. Es war das erste Mal seit Tagen, dass sein Vater von sich aus etwas vorgeschlagen hatte – und dann auch noch so direkt. Die letzten Begegnungen mit ihm waren nicht immer leicht gewesen. Oft war er launisch, manchmal verletzend, besonders wenn er sich missverstanden fühlte. Doch in Momenten wie diesen… war er einfach nur ein Vater, der Kontakt suchte. Lukas zeigte die Nachricht Haaland. „Soll ich?“ Haaland nickte. „Wenn du dich bereit fühlst – geh. Es kann gut tun. Und wenn nicht: Du bist danach wieder bei uns.“

Auf dem Weg – Gedanken im Kopf, Bauch ein bisschen unruhig Lukas zog sich eine neutrale Jacke an, schnappte sich sein Handy, Portemonnaie, und stieg in die Straßenbahn Richtung Bretzenheim. Während er aus dem Fenster schaute, ging ihm vieles durch den Kopf: • Die Zeit, als sein Vater zwei Wochen lang kaum mit ihm gesprochen hatte. • Der Moment auf dem Weihnachtsmarkt, wo ein Glas zu viel gefallen war. • Aber auch: Die Abende, an denen sein Vater mit ihm lachte, wenn Mainz 05 gewonnen hatte. Heute wollte er nicht urteilen, nur zuhören. Und sehen, was passierte. Wiedersehen bei McDonald's Er erreichte die Filiale gegen 14:00 Uhr. Sein Vater saß bereits an einem kleinen Ecktisch am Fenster, mit zwei Biergläsern vor sich – eins davon bereits halb leer. Neben dem Tablett lagen zwei große Burger-Menüs und eine zusätzliche Portion Pommes. „Da bist du ja“, sagte er, nicht überschwänglich, aber mit einem ehrlichen Blick. „Ich dachte, ich lad dich mal ein. So... ganz ohne Stress.“ Lukas setzte sich. „Danke. Hat mich überrascht.“ „Mich auch“, sagte der Vater trocken. „Aber manchmal muss man sich zusammenreißen, bevor’s zu spät ist.“ Ein Gespräch – Einfach, aber ehrlich Während sie aßen, sprachen sie zunächst über belanglose Dinge – das Spiel von Mainz 05 morgen, die neuen Preise bei McDonald’s, den Winter, der nicht so richtig kam. Dann – nach ein paar Bissen Pommes und einem großen Schluck Bier – wurde der Ton ernster. „Ich weiß, ich war nicht einfach, Lukas“, sagte der Vater plötzlich. „Aber ich seh, was du machst. Du strengst dich an. Und du bist… na ja… du bist auf deinem Weg.“ Lukas war überrascht. So direkt hatte sein Vater ihn selten gelobt. „Ich mach Fehler. Viele“, antwortete er. „Aber ich will lernen. Und ich will, dass du das weißt.“ Der Vater nickte. Trank sein Glas aus. Dann sagte er: „Ich auch. Vielleicht wird’s nie perfekt zwischen uns. Aber wenn du willst – dann können wir’s wenigstens immer wieder versuchen.“ Ein kurzer, stiller Moment der Nähe Sie saßen noch eine Weile da, teilten die letzten Pommes. Lukas trank langsam sein Bier aus, das zweite Glas – nicht zu schnell, nicht mit schlechtem Gefühl. Es war kein Versöhnungsdrama. Keine große emotionale Explosion. Aber es war ehrlich. Ein Bier. Ein Gespräch. Ein Zeichen. Rückweg – Nachdenklich, aber nicht traurig Auf dem Heimweg fühlte sich Nicht euphorisch. Aber auch Ein Schritt war gemacht. Zu Hause angekommen, fragte Haaland: Lukas zuckte mit den Schultern – und lächelte leicht. „Gut. Einfach gut. Und diesmal ohne Streit.“

Lukas nicht

ruhig. wütend.

Der 49. Tag war kein Feiertag. Aber er war ein kleines, stilles Wunder. Ein Vater. Ein Sohn. Zwei Bier. Und die Hoffnung: Dass Beziehung – trotz allem – immer wieder neu beginnen kann. 19. Januar 2025 – Der 50. Tag: Ein Filmabend für die ganze Familie Der 50. Tag war ein Sonntag – und das passte irgendwie perfekt. Ein halbes Hundert Tage waren vergangen, seit Haaland zu Lukas und seiner Familie gekommen war. Fünfzig Tage voller kleiner und großer Erlebnisse, voller Nähe, Überraschungen, Gespräche, Krisen und Heilung. Und obwohl niemand den Tag „feiern“ wollte, schien sich im ganzen Haus eine stille Harmonie auszubreiten. Die Mutter hatte am Vormittag einen Apfelkuchen gebacken. Die Ersatzoma strickte im Wohnzimmer und summte dabei alte Volkslieder. Haaland las ein Buch über Sportpsychologie – und Lukas hatte es sich mit einer Decke am Fenster gemütlich gemacht, von wo aus er auf die Dächer von Mainz schaute. Am frühen Nachmittag sagte die Mutter plötzlich in die Runde: „Ich fänd’s schön, wenn wir heute Abend einfach mal alle zusammen einen Film schauen. So richtig… alle. Ohne Handy, ohne Ablenkung.“ Lukas sah auf. Haaland hob eine Augenbraue. Die Ersatzoma sagte trocken: „Kommt drauf an, was für ein Film. Kein blutiges Geballer, bitte.“ „Etwas mit Herz“, sagte die Mutter. „Etwas, das uns alle anspricht.“ Die Vorbereitung – Ein kleines Ritual Gegen 18:00 Uhr begannen sie, das Wohnzimmer umzugestalten. • Die Vorhänge wurden zugezogen • Kissen und Decken verteilt • Der Beamer aufgebaut (ein älteres Modell, das Lukas mal zum Geburtstag bekommen hatte) • Popcorn wurde gemacht • Apfelschorle, Kräutertee, Wasser und eine Flasche Malzbier standen bereit „Das sieht ja fast aus wie ein kleines Kino“, sagte Lukas stolz. „Nur dass hier niemand laut mit Chips raschelt – außer ich“, grinste Haaland und warf sich ein Kissen hinter den Rücken. Der Film – Gemeinsam in einer Geschichte Die Wahl fiel auf einen gefühlsvollen Familienfilm – kein Drama, aber auch keine seichte Komödie. Es war ein Film über einen Jungen, der mit seiner Mutter in eine neue Stadt zieht und dort durch einen Zufall seinen Weg in ein Fußballteam findet. Voller kleiner Konflikte, Unsicherheiten – aber auch voller Wärme, Freundschaft und Zusammenhalt. Lukas saß zwischen Haaland und seiner Mutter. Die Ersatzoma hatte sich in ihren Lieblingssessel zurückgezogen, mit ihrer Wärmflasche auf dem Schoß. Es wurde gelacht. Einmal sogar geweint – heimlich, von der Mutter, als die Filmfigur vom Vater verlassen wurde.

Und es wurde mitgefiebert, als der Junge im Film beim entscheidenden Spiel auf dem Platz stand. Am Ende: Standing Ovations auf dem Sofa. „Der war richtig gut“, sagte Haaland. „Und irgendwie... passend“, flüsterte Lukas. Nach dem Film – Ein stilles Gefühl von Nähe Die Credits liefen noch, als keiner aufstand. Alle blieben sitzen. Nicht, weil sie zu faul waren. Sondern weil der Moment satt war. „Ich glaube, solche Abende sind das, woran man sich später erinnert“, sagte die Mutter. Die Ersatzoma nickte. „Und nicht an all das Drama da draußen.“ Lukas lächelte. „Fünfzig Tage. Und heute war einer der ruhigsten. Aber vielleicht einer der schönsten.“ Haaland sagte leise: „Familie ist nicht, was perfekt ist. Sondern was bleibt, wenn alles andere still wird.“ **Der 50. Tag endete nicht mit Applaus. Aber mit Herzen, die zur Ruhe kamen. Mit einem Bildschirm voller Licht. Und einem Wohnzimmer voller Menschen, die – auf ihre eigene Weise – zusammengehörten.** Ein Film. Ein Sofa. Ein Zuhause. 20. Januar 2025 – Der 51. Tag: Assistenzplanung und ein kleines Bier danach Der 51. Tag begann mit leichtem Sonnenschein, der durch die Gardinen fiel. Die Januarluft war kalt, aber klar, und Lukas spürte beim Aufwachen: Heute könnte ein guter Tag werden. Er hatte am Abend zuvor extra seinen Wecker gestellt, seine Tasche vorbereitet und die wichtigsten Unterlagen zurechtgelegt. Heute stand ein Termin bei seiner Assistenzstelle an – dort, wo mit ihm gemeinsam Alltagsplanung, organisatorische Hilfen und Termine koordiniert wurden. Es war wichtig für ihn, denn Struktur bedeutete Sicherheit. Wie so oft in den letzten Wochen begleitete ihn Haaland – nicht nur als Gast, sondern als echter Freund und Unterstützer. Vormittag – Auf zur Assistenz Gegen 09:45 Uhr verließen sie die Wohnung. Die Straßen waren belebt, aber nicht hektisch. Sie fuhren mit der Straßenbahn zur Beratungsstelle, und Lukas erzählte unterwegs von einem Projekt aus seinem Buchhaltungskurs, bei dem er in Excel eine einfache Gewinn-VerlustRechnung aufstellen musste. „Ich hab sogar fast alles allein verstanden“, sagte er stolz. „Du wirst sehen, irgendwann bringst du mir sowas bei“, grinste Haaland. In der Assistenzstelle angekommen, wurden sie von Frau Schenk, seiner langjährigen Bezugsperson, freundlich empfangen. „Lukas, schön dich zu sehen. Und hallo, Herr... äh, Haaland?“ „Privat einfach nur Erling“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Die Planung – Termine, Ziele, Struktur

Sie setzten sich in den kleinen Beratungsraum mit Blick auf den Innenhof. Frau Schenk hatte bereits eine Liste vorbereitet: • Nächster VHS-Kurstermin mit Erinnerungsfunktion im Handy • Ein Telefonat mit der Krankenkasse zur Klärung einer Abrechnungsfrage • Ein Treffen mit dem Betreuer der IHK-Buchhaltungsschulung • Die nächste Sitzung der Autismus-Therapie • Ein gemeinsamer Wocheneinkauf mit Assistenzbegleitung • Und – etwas größer gedacht – ein Ziel für das Frühjahr: eine kleine Reise mit Begleitung, zur Belohnung Lukas schrieb fleißig mit. Haaland saß ruhig daneben, hörte zu, und meldete sich gelegentlich mit Vorschlägen, etwa für bessere Zeitfenster oder Alternativen. „Du wirkst heute sehr wach und sortiert, Lukas“, lobte Frau Schenk. „Ich hab vorher alles gepackt und vorbereitet“, antwortete Lukas stolz. „Und er war sogar pünktlich“, fügte Haaland mit erhobenem Zeigefinger hinzu. Nach dem Termin – Ein Moment für sich Nach dem Gespräch, das etwa eine Stunde dauerte, verabschiedeten sie sich freundlich. Draußen vor dem Gebäude atmete Lukas tief durch. „Das hat gutgetan. Es fühlt sich klar an, wenn alles aufgeschrieben ist.“ „So soll’s sein“, sagte Haaland. „Und weil du so gut mitgemacht hast, gibt’s jetzt eine kleine Belohnung.“ Lukas runzelte die Stirn. „Was meinst du?“ Haaland kramte aus seinem Rucksack eine winzige Flasche Bier, nicht größer als ein Saftfläschchen. „Ein ganz kleines Feierbier. Nur für heute. Und nur, wenn du willst.“ Lukas lachte. „Du bist verrückt. Aber irgendwie auch genial.“ Auf einer Bank im Park – Still und zufrieden Sie setzten sich auf eine Bank im kleinen Stadtpark hinter der Assistenzstelle. Es war frisch, aber nicht unangenehm. Die Sonne zeigte sich kurz zwischen den Wolken. Lukas öffnete das kleine Bier, nippte daran und sagte: „Weißt du was? Es ist nicht das Bier, das besonders ist. Es ist, dass du daran gedacht hast. Dass du mich siehst. Und dass ich’s mir heute erlauben darf.“ Haaland prostete ihm mit seiner Wasserflasche zu. „Auf kleine Siege.“ **Der 51. Tag war kein Tag der großen Ereignisse. Aber er war ein Tag der Ordnung, der Selbstbestimmung, und der kleinen Belohnung. Ein Termin, ein Plan, ein Freund. Und ein Bier, das mehr sagte als tausend Worte:** „Du hast das heute gut gemacht.“ 21. Januar 2025 – Der 52. Tag: FIFA-Duell mit Folgen Der 52. Tag begann unspektakulär – ein grauer Dienstag mit feiner Kälte in der Luft. Die Sonne zeigte sich kaum, die Straßen in Mainz wirkten etwas schläfrig. Doch in Lukas’ Zimmer knisterte es vor Spannung – zumindest emotional, denn heute hatte er einen besonderen Plan: „Heute, Haaland... spielst du gegen mich FIFA. Und diesmal werde ich dich schlagen.“ Haaland grinste, während er auf dem Sofa im Wohnzimmer lümmelte, ein Sandwich in der Hand. „Das hast du schon letztes Mal gesagt. Und davor auch. Erinnerst du dich an das 6:1 von neulich?“

Lukas zuckte nicht. „Diesmal ist alles anders. Ich hab gestern Abend geübt. Karriere-Modus. Und Freistöße. Und Verteidigung. Ich bin bereit.“ Aufwärmen – Das Ritual vor dem Spiel Bevor sie zur Konsole griffen, gab es Frühstück – Haferflocken mit Apfelstückchen für Lukas, Kaffee für Haaland. Die Mutter war bereits zur Apotheke unterwegs, die Ersatzoma las Zeitung und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Ihr zwei wieder mit eurem digitalen Ballgeschubse“, murmelte sie hinter dem Rand der Zeitung. „Da lernt man mehr über Leben als bei so manchem Seminar“, konterte Lukas. Das große FIFA-Duell: Mainz 05 gegen... Real Madrid Es war soweit: Die Konsole summte, die Controller lagen bereit, Getränke standen auf dem Tisch – Apfelsaft für Lukas, ein koffeinfreier Eiskaffee für Haaland. Lukas entschied sich wie immer für Mainz 05 – sein Verein, sein Team. Haaland, der gerne provozierte, wählte Real Madrid. „Weil du dich mal mit den Großen messen musst“, sagte er mit gespielter Überheblichkeit. Anpfiff. Das Spiel – Kampf, Schweiß, Controller-Emotionen Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Lukas verteidigte mit viel Disziplin, brachte Burkardt mehrmals in gute Positionen, traf einmal den Pfosten. Haaland spielte wie auf dem echten Platz: schnell, aggressiv, technisch stark. Halbzeitstand: 1:1. „Ich schwitz“, sagte Lukas. „Das nennt man Einsatz“, grinste Haaland. Die zweite Halbzeit begann – und es wurde emotionaler. Zweikämpfe, Pfiffe, ein (virtuelles) Abseitstor von Gruda. Lukas fluchte kurz – aber nicht laut. Er blieb fokussiert. 87. Minute – Ecke für Mainz. Lukas atmete tief durch. „Jetzt oder nie…“ Burkardt stieg hoch. Kopfball. TOR. 2:1 für Mainz. Lukas sprang auf, warf die Arme hoch. „YES! Das ist für das 6:1 von letzter Woche!“ Nach dem Spiel – Stolz und Sportsgeist Der Lukas (Mainz 05) 2 – 1 Haaland (Real Madrid) Lukas fiel auf die Couch, erschöpft, „Endlich. Endlich! Ich hab dich geschlagen.“ Haaland lachte. „Du warst besser. Dann reichte er Lukas „Rückspiel nächste Woche. Aber dann nehm ich Norwegen.“

Endstand: aber

Respekt.“ Hand.

Ein Nachmittag in bester Stimmung Sie spielten noch ein paar lockere Runden, testeten Spieler, lachten über merkwürdige Torjubel und redeten nebenbei über die echten Transfers der Bundesliga.

Lukas fühlte sich frei – so leicht und lebendig, wie schon lange nicht mehr. Es war nicht nur ein Spiel gewesen. Es war ein kleiner Sieg. Ein Moment, in dem er sich beweisen konnte. Nicht gegen die Welt. Sondern für sich selbst. **Der 52. Tag war ein Spieltag. Ein Tag, an dem Taktik, Spaß und Freundschaft zusammenfielen. Und am Ende blieb mehr als nur ein Sieg: Es blieb das Gefühl, dass man auch digital über sich hinauswachsen kann – wenn man mit Herz spielt.** 22. Januar 2025 – Der 53. Tag: Ein Morgen mit Bedeutung – Zurück in der AutismusTherapie Der 53. Tag begann früh – und überraschend ruhig. Lukas wachte bereits um 07:15 Uhr auf, noch bevor der Wecker überhaupt klingelte. Draußen war es noch dunkel, nur ein sanftes, bläuliches Winterlicht schlich sich durch die Gardinen. Heute stand wieder ein wichtiger Termin an: Autismus-Therapie – das nächste Einzelgespräch mit seiner Therapeutin. Nach dem intensiven, ehrlichen letzten Termin vor etwas mehr als einer Woche, freute sich Lukas auf das heutige Gespräch – auch wenn, wie immer, ein leichtes Kribbeln in seinem Bauch mitschwang. Morgenroutine – Mit Struktur und Tee In der Küche war es warm. Haaland war schon wach, saß im Jogginganzug am Tisch, trank Tee und scrollte durch Fußballnachrichten. „Morgen, Weltmeister“, grinste er, als Lukas die Küche betrat. „Morgen, Rückspiel-Verlierer“, konterte Lukas und gähnte. Dann setzte er sich, machte sich ein Honigbrot, trank eine Tasse Kamillentee – seine neue morgendliche Wahl, seit der letzte Husten sich noch nicht ganz verzogen hatte. „Alles bereit für den Termin?“ fragte Haaland. Lukas nickte. „Ich hab meine Notizen dabei. Ich will heute über zwei Dinge sprechen: Meine Fortschritte… und meine Angst, trotzdem stehen zu bleiben.“ Der Weg zur Praxis – Ein bisschen Nervosität, aber viel Vertrauen Gegen 08:20 Uhr machten sie sich gemeinsam auf den Weg. Die Straßenbahnfahrt war ruhig. Lukas saß mit seinem kleinen Notizbuch in der Hand und las leise die Stichpunkte, die er sich am Vorabend gemacht hatte: • Wie es mit dem Kurs läuft (trotz der Verspätungen) • Der Streit mit dem Vater – und die langsame Versöhnung • Die Rolle von Struktur in seinem Alltag • Das gute Gefühl nach dem FIFA-Sieg – warum das mehr war als nur ein Spiel • Sein Wunsch nach mehr Eigenständigkeit – aber auch die Angst vor Kontrollverlust Haaland sagte wenig, aber seine Präsenz reichte Lukas völlig. Es war wie ein stiller Schutzschild – nicht vor der Welt, sondern vor dem Zweifel in sich selbst. Im Wartezimmer – Ein kurzer Moment der Vorbereitung In der Praxis war es ruhig. Nur eine weitere Person saß im Wartebereich. Die Therapeutin kam nach wenigen Minuten, begrüßte beide freundlich, und wandte sich dann an Lukas: „Komm rein, wir haben heute wieder viel Zeit.“

Lukas stand auf, drehte sich noch einmal „Ich sag dir danach, „Ich weiß, dass du’s gut machst“, antwortete Haaland leise.

Haaland. war.“

Das Gespräch – Klarheit in Gedanken Drinnen war die Atmosphäre wie immer: warm, freundlich, aufmerksam. Die Therapeutin hörte zu, stellte gezielte Fragen, gab Raum für Pausen. Lukas sprach ruhig, aber bestimmt. Über seine Verspätungen im Kurs – und dass er sich dafür selbst oft schämt. Über die Begegnung mit seinem Vater. Über das Gefühl, dass er oft mehr leisten will, als er kann – und dabei in eine Schleife aus Druck und Enttäuschung gerät. Und dann, ganz leise: „Ich merke, dass ich besser verstehe, wie ich funktioniere. Aber ich hab oft Angst, dass ich in alten Mustern hängen bleibe. Dass ich’s wieder nicht schaffe, durchzuhalten.“ Die Therapeutin nickte verständnisvoll. „Verstehen ist der erste Schritt. Der zweite ist Mitgefühl mit dir selbst. Und der dritte: neue Wege suchen – nicht perfekt, sondern ehrlich.“ Nach dem Termin – Ein gutes Gefühl im Bauch Als Lukas aus dem Raum kam, saß Haaland noch immer da. „Und?“ „Gut“, sagte Lukas nachdenklich. „Es war intensiv. Aber ich hab mich getraut, über alles zu sprechen. Auch über Dinge, über die ich sonst nicht rede.“ Sie verließen gemeinsam die Praxis. Draußen hatte sich der graue Himmel etwas geöffnet, die Sonne kämpfte sich durch das Nebelgrau. „Manchmal“, sagte Lukas leise, „fühlt sich Therapie wie ein Fenster an, das ich öffne, obwohl es draußen kalt ist. Aber die frische Luft tut trotzdem gut.“ Haaland legte ihm die Hand auf die Schulter. „Und ich glaub, du hast heute ein großes Fenster aufgemacht.“ **Der 53. Tag begann mit Unsicherheit. Aber er wurde zu einem Tag der Ehrlichkeit. Nicht nur im Gespräch mit anderen – sondern vor allem im Gespräch mit sich selbst.** Ein Schritt. Ein Satz. Ein bisschen frische Luft im Kopf. 22. Januar 2025 – Der 53. Tag (Fortsetzung): Ein Stadtbummel mit sich selbst Nach dem intensiven, aber wohltuenden Therapietermin am Vormittag spürte Lukas: Er wollte noch nicht direkt nach Hause. Es war einer dieser Tage, an denen man spürt, dass etwas in Bewegung geraten ist – im Kopf, im Herz, in der Luft. Und manchmal bedeutete das: einfach rausgehen und sich treiben lassen. Haaland, der ihn wie immer begleitet hatte, schlug vor, sich für den Rest des Vormittags zurückzuziehen. „Ich gönn dir mal 'ne Pause von mir. Mach heute mal, was du willst – nur du.“ Lukas nickte dankbar. „Ich glaube, das brauch ich heute wirklich.“ Ein Spaziergang durch Mainz – Zwischen Auslage und Innenwelt

Es war kurz nach 12:00 Uhr, als Lukas in der Innenstadt ankam. Die Fußgängerzone war belebt, aber nicht überfüllt. Menschen flanierten mit Einkaufstaschen, Rentner saßen vor Bäckereien, Kinder liefen ihren Eltern hinterher. Lukas atmete tief durch und ließ sich treiben – ohne konkretes Ziel, ohne Liste, einfach nur er selbst inmitten der Stadt. Der erste Stopp – Ein Schaufenster voller Notizbücher Ein kleines Schreibwarengeschäft in einer Seitenstraße zog seine Aufmerksamkeit auf sich. In der Auslage lagen wunderschön gebundene Notizbücher, jedes mit eigenem Muster: Lederumschläge, geprägte Deckel, bunte Seitenränder. Lukas trat ein, fühlte sich sofort geborgen – der Geruch von Papier, das gedämpfte Licht, die leise Musik. Er blätterte durch ein mittelgroßes Buch mit grünem Einband und goldener Prägung. „Für Gedanken, die bleiben wollen.“ stand in feiner Schrift auf der ersten Seite. „Das passt“, murmelte er, „für meine Therapie-Notizen… und für alles, was ich nicht sagen kann, aber aufschreiben muss.“ Er kaufte es. Kein Zögern. Es fühlte sich richtig an. Der zweite Stopp – Ein Musikgeschäft mit alten Schallplatten In einem kleinen, versteckten Laden fand er sich kurz darauf wieder – der Geruch von Vinyl, Plakate aus den 80ern, eine schräge Mischung aus Indie-Rock und Klassik aus den Boxen. Er stöberte durch die CD-Regale, dann durch ein paar gebrauchte Bücher, und entdeckte schließlich eine Schallplatte mit Live-Aufnahmen aus den 70ern – mittelalterliche Instrumentalmusik, genau wie in dem Konzert, das er vor einigen Wochen in der Kirche besucht hatte. „Die nehm ich mit“, sagte er leise zu sich selbst. Der dritte Stopp – Ein kleines Café zum Verschnaufen Mit zwei Tüten in der Hand und einem leichten Stolz im Herzen suchte Lukas sich ein kleines Straßencafé. Er bestellte sich einen Chai-Tee mit Hafermilch und ein Stück Apfelkuchen, setzte sich an einen Fensterplatz und holte sein neues Notizbuch hervor. Er schrieb: „Ich war heute still – aber nicht einsam. Ich hab gesehen, gekauft, gespürt. Ich war unterwegs – nicht, um etwas zu finden, sondern um mich selbst nicht zu verlieren.“ Rückweg – Mit leichtem Schritt und vollem Herzen Als er gegen 14:30 Uhr wieder in die Bahn stieg, waren seine Schultern entspannt, sein Blick wach. Er hatte kein Großes erlebt – keine Sensation, keine Begegnung, keinen Triumph. Aber er hatte gelebt. Bewusst. Aufrecht. Allein – aber nicht verloren. **Der 53. Tag – ein Tag für sich. Ein Tag, an dem Lukas spürte, dass man sich selbst begleiten kann. Dass Stille nicht Leere bedeutet. Und dass ein neues Notizbuch manchmal mehr bedeutet als tausend Worte.** 22. Januar 2025 – Der 53. Tag (Fortsetzung): Burgerzeit nach einem langen Tag

Der Tag hatte Lukas schon viel gegeben. Die ehrliche und tiefe Sitzung in der Autismus-Therapie am Vormittag, der achtsame Stadtbummel mit sich selbst, das neue Notizbuch, der Chai-Tee im kleinen Café – es war ein Tag, der nicht laut war, aber reich an Bedeutung. Gegen 15:45 Uhr, als er gerade wieder zu Hause ankam, saß Haaland im Wohnzimmer, ein Spielbericht auf dem Tablet vor sich, die Füße auf dem Couchtisch. Er blickte auf, als Lukas die Tür öffnete. „Na? Wie war dein Tag allein mit der Welt?“ Lukas stellte die Einkaufstüten ab, zog die Jacke aus, grinste leicht. „Ich war ganz für mich. Und ich hab's genossen.“ Er zeigte das neue Notizbuch, erzählte kurz vom Plattenladen und vom Café. Haaland hörte aufmerksam zu, nickte anerkennend. „Klingt nach einem starken Tag. Und ich hab da eine Idee, wie wir ihn noch abrunden können...“ Lukas hob die Augenbraue. „Jetzt kommt wieder was mit Fußball, oder Burger?“ Haaland grinste. **„Fast. BK. Dein Lieblingsplatz für Gedanken, Ketchup und zu viele Kalorien.“ Ein verspätetes Mittagessen – Burger King in vertrauter Runde Sie machten sich auf den Weg zum nächstgelegenen Burger King, nur wenige Stationen entfernt. Es war mittlerweile fast 17:00 Uhr, der Himmel war grau, aber nicht düster – die Straßenlichter gingen langsam an, und ein kühler Wind zog durch die Stadt. „Was nimmst du heute?“ fragte Haaland, während sie anstanden. „Ich glaub, heute gönn ich mir das große Menü. So als... Tagesabschlussbelohnung.“ „Verdient“, sagte Haaland. Sie bestellten beide jeweils ein Menü – Lukas einen Double Cheese Bacon Burger, Haaland etwas Klassisches mit Hähnchen, dazu Pommes, Cola für Lukas, Wasser für Haaland. Am Tisch – Gespräche zwischen Pommes und Plänen Sie saßen am Rand des Gastraums, nahe dem Fenster. Lukas schob ein paar Pommes in den Mund, dann lehnte er sich zurück. „Weißt du, was ich heute gemerkt hab? Ich brauch gar nicht immer jemand bei mir. Aber… ich will, dass jemand da ist, wenn ich zurückkomme.“ Haaland nickte. „Das ist der Unterschied zwischen Einsamkeit und Ruhe. Du bist heute allein gewesen – aber nicht allein geblieben.“ Sie redeten über Ziele, über Lukas’ Kurs, über die anstehenden Spiele von Mainz 05. Dann zückte Lukas sein Notizbuch und schrieb ein paar Sätze auf. „Das musst du jetzt aufschreiben?“ „Ja. Es fühlt sich an, als ob der Moment sonst wegrutscht.“ Ein ruhiger Abschluss – Mit vollem Bauch und leichtem Herzen Nach dem Essen saßen sie noch eine Weile da, beobachteten Menschen, lachten über die Geräusche der Getränkeautomaten, zählten, wie viele Leute ihr Tablett nicht wegräumten. „Du weißt“, sagte Haaland mit einem letzten Blick auf seinen leeren Becher, „das hier ist vielleicht kein Feinschmeckerrestaurant…“ „…aber manchmal ist genau so ein Ort genau das Richtige“, ergänzte Lukas. **Der 53. Tag – späte Burger, klare Gedanken, echte Nähe.

Ein Tag, der ruhig begann, in Bewegung kam und mit einem Lächeln zwischen Pommes, Papier und Freundschaft endete.** 22. Januar 2025 – Der 53. Tag (Fortsetzung): Weihnachtsbier in der Braukneipe Nach dem gemütlichen Besuch bei Burger King, wo Lukas mit Haaland gemeinsam gegessen, gelacht und reflektiert hatte, fühlte sich der Tag fast komplett an. Doch wie so oft in letzter Zeit, war da noch ein kleines Restgefühl in Lukas: „Ich will den Abend nicht einfach so ausklingen lassen. Ich will ihn bewusst abschließen.“ Als sie gerade an der Haltestelle standen, sagte Lukas plötzlich: „Komm, wir gehen noch ein Bier trinken. Nicht in irgendeine Kneipe – ich mein die Braukneipe da, weißt du? Die in der Altstadt, wo sie selbst brauen.“ Haaland grinste. „Die mit dem Zimt-Bier zur Weihnachtszeit?“ „Genau die. Ich hab gehört, die haben noch den letzten Sud vom Winterbier. Aber ich warne dich: Ich mag kein Zimt.“ Die Braukneipe – Warmes Licht und hopfiger Duft Die Kneipe lag in einem kleinen Hinterhof, nur durch eine schmale Gasse erreichbar. Drinnen war es warm, urig – viel Holz, Kerzen auf den Tischen, der Geruch von Hopfen, Malz und Gewürzen hing noch in der Luft. Ein paar Gäste saßen verteilt an rustikalen Tischen. In einer Ecke spielte leise Livemusik – ein Mann mit Gitarre sang leise, fast flüsternd. Lukas und Haaland setzten sich an einen Tisch am Fenster. Der Kellner kam freundlich, legte zwei Karten hin – aber Lukas hatte sich schon entschieden. „Ich nehm das Weihnachtsbier. Auch wenn ich’s wahrscheinlich nicht mag. Aber… irgendwie passt es zum Tag.“ Haaland bestellte ein dunkles Hefeweizen. Der erste Schluck – Ein seltsames Aroma Das Weihnachtsbier kam in einem bauchigen Glas, mit einem Schaumkranz, der nach Zimt, Nelken und Orangenschalen roch. Lukas hob das Glas, roch daran – und verzog leicht das Gesicht. „Oha. Riecht wie Weihnachten in flüssig.“ Er nahm einen Schluck – und seine Miene veränderte sich nicht. „Hm… also… interessant. Aber schmeckt wie flüssiger Lebkuchen mit Hopfen.“ Haaland lachte. „Du musst es nicht mögen. Aber Respekt, dass du’s probierst.“ Lukas zuckte mit den Schultern und trank einen weiteren Schluck. „Ich trink’s trotzdem. Heute geht’s nicht ums Schmecken. Sondern ums Abschließen.“ Ein stilles Gespräch in Hopfen-Atmosphäre Sie redeten leise über alles, was den Tag geprägt hatte: • Das offene Gespräch in der Therapie • Die Gedanken aus dem Stadtbummel • Die Burger-Session • Und jetzt dieses Bier, das fast schon zu viel wollte Lukas sah aus dem Fenster in die dunkle Altstadtgasse. „Früher hätt ich gesagt: Der Tag war zu voll. Jetzt sag ich: Der Tag war genau richtig. Er hat in viele Richtungen gezeigt – aber alle haben zu mir geführt.“ Haaland prostete ihm zu. „Auf dich. Und auf deine neue Art, die Welt zu entdecken – Schluck für Schluck.“ Heimweg – Mit einem Geschmack, der bleibt

Sie verließen die Kneipe gegen 19:15 Uhr. Der letzte Schluck Weihnachtsbier war für Lukas schwer gewesen – aber er hatte ihn getrunken, als Zeichen. Nicht weil es lecker war, sondern weil es dazugehört hatte. Draußen war es kalt, die Luft klar. „Ich glaub, ich brauch jetzt einen Kaugummi“, sagte Lukas und schob sich eine Minze in den Mund. „Ich brauch eher noch eine Runde Schlaf“, antwortete Haaland und gähnte. **Der 53. Tag endete nicht mit Süße – sondern mit Bitterkeit, Gewürzen und Mut. Ein Bier, das nicht schmeckt – aber genau deshalb etwas bedeutete. Weil Lukas sich nicht abgrenzte, sondern sagte: Ich nehm’s trotzdem mit. So wie das Leben. Schluck für Schluck.** 22. Januar 2025 – Der 53. Tag (Abend, letzter Teil): Ein Rennen gegen die Uhr bei dm Der Tag hätte längst zu Ende sein können. Die Autismus-Therapie am Morgen, der Stadtbummel mit tiefen Gedanken, das gemeinsame Burgeressen mit Haaland, das ungewöhnlich gewürzte Weihnachtsbier in der kleinen Braukneipe – alles hatte sich rund und vollständig angefühlt. Doch wie so oft bei Lukas war der Tag noch nicht ganz abgeschlossen. Gegen 19:35 Uhr, gerade als sie sich von der Kneipe auf den Heimweg machen wollten, klopfte sich Lukas plötzlich gegen die Stirn. „Verdammt. Ich muss noch zu dm!“ Haaland sah ihn überrascht an. „Jetzt? Die machen gleich zu.“ „Ich brauch Shampoo, Spülung, Tee – und vor allem diese Tabs für meine Zahnspange. Und ich hab's vergessen zu bestellen.“ Haaland grinste. „Dann lauf, Lukas. Ich glaub an dich.“ Erster Anlauf – Falsche Filiale, falsche Hoffnung Lukas lief mit schnellen Schritten zur nächstgelegenen dm-Filiale in der Innenstadt. Es war 19:45 Uhr, als er dort ankam – also 15 Minuten vor Ladenschluss. Die Tür war offen, Licht brannte, alles sah vielversprechend aus. Er ging zielstrebig zur Abholtheke. „Hallo, ich wollte was abholen. Auf den Namen Lukas Zimmermann.“ Die Mitarbeiterin tippte, runzelte dann die Stirn. „Hm… nein, hier liegt nichts für Sie.“ „Aber ich dachte, ich hätte es hierher bestellt... Moment…“ Er öffnete die App auf seinem Handy – und da war der Fehler: Bestellung liegt in der dm-Filiale in der Großen Bleiche. „Mist.“ Die Uhr zeigte 19:48 Uhr. Zweiter Versuch – Das Rennen gegen die Zeit Ohne zu zögern, rannte Lukas los. Er rief Haaland an: „Ich hab’s in die falsche Filiale bestellt. Ich renn rüber – die haben noch 12 Minuten offen!“

Die Große Bleiche war etwa 7 Gehminuten entfernt – aber Lukas rannte, so schnell es seine Beine erlaubten. Er spürte den Puls, hörte seinen Atem, spürte den kalten Wind auf der Haut. 19:56 Uhr. Er erreichte die Filiale. Die Türen waren noch offen, das Licht innen etwas gedimmt – die letzten Kunden standen an der Kasse. Lukas stürmte zur Abholstation. „Lukas Zimmermann – ich hab was bestellt!“ Die Mitarbeiterin nickte. „Sie kommen spät – aber genau richtig.“ Sie übergab ihm eine kleine Tüte mit: – Shampoo – Spülung – Zahnspangen-Tabs – 2 Packungen Kräutertee Lukas atmete durch. „Geschafft.“ Ein letzter Fehler – Die Zahnbürste Als er zur Kasse ging, erinnerte er sich: „Ich brauch noch eine neue Zahnbürste!“ Er schnappte sich schnell eine – doch an der Kasse merkte er: Falsches Modell. Die war für elektrische Zahnbürsten – und er brauchte eine Handzahnbürste mit extraweichen Borsten. Er blickte zur Uhr: 19:59 Uhr und 30 Sekunden. „Entschuldigung“, keuchte er. „Ich hab die falsche genommen. Darf ich…?“ Die Kassiererin nickte. „Aber schnell, wirklich schnell.“ Letzter Sprint – Der halbe letzte Kreis Lukas rannte zum Zahnbürstenregal, griff sich die richtige in Hellgrün, rannte zurück, legte sie auf’s Band – und um 19:59 Uhr und 58 Sekunden war die Transaktion abgeschlossen. „Sie haben’s geschafft. Glückwunsch“, sagte die Kassiererin grinsend. „Knapper geht’s nicht.“ Heimweg – Mit Plastiktüte und Stolz Als er um 20:10 Uhr endlich aus dem Laden trat, stand Haaland schon wartend draußen. „Und? Noch geschafft?“ Lukas hielt die Tüte hoch. „Alles drin. Sogar die richtige Zahnbürste. Und das… mit einer halben Minute Restzeit.“ „Du solltest dich für 'nen Marathon anmelden. Oder als dm-Expresskurier arbeiten.“ Lukas lachte – erschöpft, aber glücklich. „Manchmal brauch ich dieses Adrenalin, glaub ich. Nicht ständig. Aber manchmal.“ **Der 53. Tag – Ein Tag voller Tiefe, Tempo und Timing. Und ein Beweis: Manchmal endet der Tag nicht mit Ruhe, sondern mit einem Sprint. Aber auch der kann ein Sieg sein – wenn man ihn für sich selbst läuft.** 22. Januar 2025 – Der 53. Tag (später Abend): Himbeer-Kreppel-Bier und stille Sorge

Nach dem Sprint durch die dm-Filialen, den Erfolg in letzter Sekunde und einem ziemlich vollen Tag voller Emotionen, Gespräche und kleiner Siege, hätte man meinen können: Jetzt ist Schluss. Jetzt reicht’s. Doch Lukas, voller Energie, fast schon euphorisch, schaute Haaland auf dem Heimweg in der Bahn plötzlich an: „Weißt du was? Lass uns nochmal in die Braukneipe gehen. Nur ein Bier. So als Abschluss. Richtiger Abschluss.“ Haaland zögerte. „Du hattest schon ein Bier heute. Und davor das Weihnachtsbier, das du nicht mal mochtest.“ Lukas zuckte mit den Schultern. **„Aber das hier ist ein besonderes. Ich hab gelesen, sie haben ein neues Kreppel-Bier mit Himbeergeschmack. Das gibt’s nur diese Woche. Und hey – es ist kein Liter. Nur ein Glas.“ Haaland seufzte leise. Er kannte diesen Modus bei Lukas: Wenn er viel geleistet hatte, viel gefühlt hatte – wollte er den Tag mit etwas Besonderem „rund“ machen. Nicht aus Sucht, sondern aus Symbolik. „Okay“, sagte er schließlich. „Aber eins. Und nur, wenn du auf deinen Körper hörst.“ Zurück in der Braukneipe – Jetzt mit Beer'n Kreppel Es war kurz vor 21:30 Uhr, als sie die Kneipe erneut betraten. Das Licht war noch immer warm, der Gitarrist spielte jetzt ruhigere Lieder – klassische Rockballaden in Akustikversionen. Die Stimmung war gemütlich, es waren nur noch wenige Gäste da. Lukas ging zur Theke. „Ein Himbeer-Kreppel-Bier, bitte. Ich will wissen, wie das schmeckt.“ Der Barkeeper grinste. „Mutig. Süß und fruchtig. Schmeckt wie Fastnacht – nur flüssig.“ Haaland bestellte sich diesmal nur ein Wasser. Er hatte ein merkwürdiges Gefühl im Bauch – keine Angst, aber Sorge. Sie setzten sich an denselben Tisch wie am Nachmittag. Lukas nahm einen großen Schluck. „Oh wow… das ist wirklich... wie ein Kreppel mit Himbeerfüllung. Nur halt bitter hinten raus.“ Er lachte, stellte das Glas ab und schüttelte sich leicht. „Komischer Geschmack. Aber irgendwie… cool.“ Das Gefühl kippt – Leicht, aber deutlich Nach etwa zehn Minuten war das Glas halb leer. Lukas wirkte leicht beschwingt – aber nicht betrunken. Doch Haaland beobachtete ihn genau. Seine Bewegungen wurden unkoordiniert, er sprach etwas schneller, lachte öfter über Dinge, die eigentlich gar nicht lustig waren. „Geht’s dir gut?“, fragte Haaland ruhig. „Ja! Alles okay. Ich bin einfach nur… glücklich. Echt. Ich fühl mich frei.“ Haaland nickte, aber in ihm regte sich eine leise Unruhe. Nicht, weil Lukas betrunken war – er war es nicht. Aber weil er spürte: Lukas suchte heute Abend etwas, das er nicht in einem Bier finden würde. Heimweg – Ein unausgesprochenes Versprechen Auf dem Heimweg redeten sie wenig. Lukas erzählte von einem alten Traum, in dem er fliegen konnte, und dass er manchmal das Gefühl hatte, „in solchen Momenten fast wieder fliegen zu können“. Haaland lachte mit – aber seine Augen blieben wach.

Zuhause angekommen, war es ruhig. Die Mutter saß noch mit der Ersatzoma auf dem Sofa, beide schauten eine Serie. Lukas rief nur kurz: „Wir waren noch kurz draußen. Alles okay. Ich geh gleich ins Bett.“ Die Mutter winkte nur. Sie war müde, fragte nicht weiter nach. Haaland blieb noch einen Moment auf dem Flur stehen, bevor er in sein Zimmer ging. Er griff zum Handy, öffnete die Notizen-App und schrieb: „Lukas ist stark. Aber manchmal verliert er sich kurz in seiner Freiheit. Ich werd ein Auge auf ihn haben. Nicht, weil ich misstraue – sondern weil ich ihn zu sehr mag, um nicht da zu sein, wenn er es selbst nicht merkt.“ **Der 53. Tag endet nicht mit einem Absturz. Aber mit einer Ahnung: Dass selbst kleine Freiheiten manchmal große Wellen schlagen. Und dass echte Freunde nicht nur da sind, wenn alles gut läuft – sondern gerade dann, wenn man nichts davon erzählen will.** 23. Januar 2025 – Der 54. Tag: Revanche und Respekt auf dem virtuellen Rasen Der 54. Tag begann ruhig – und ein wenig später als gewohnt. Lukas hatte am Vorabend spät geschlafen. Nicht wegen des Himbeer-Kreppel-Biers, sondern weil er noch lange wach im Bett lag und über den Tag nachdachte. Über das gute Gefühl, alles geschafft zu haben, und das leicht flirrende Kribbeln, das sich immer dann meldete, wenn zu viel auf einmal passiert war. Am Morgen war Haaland schon wach, saß mit einem Apfel in der Hand am Wohnzimmertisch und schob gelangweilt mit dem Fuß gegen den Controller, der auf dem Teppich lag. „Na? Bereit für deine Niederlage?“ fragte Lukas, als er ins Zimmer kam. Haaland grinste. „Diesmal bin ich vorbereitet. Ich hab gestern Abend in der KarriereSimulation einen Trainingsmodus gemacht. Ich kenne jetzt jeden Trick.“ „Ach ja?“ Lukas ließ sich neben ihn fallen. „Dann ist heute Revanche-Tag.“ Vorbereitung: Trikots, Teams, Timing Wie bei einem richtigen Fußballspiel bereiteten sie sich sorgfältig vor. Die Snacks standen bereit – Apfelschnitze, ein paar Salzbrezeln, und zwei Gläser Wasser. Keine Cola, kein Zucker. Es sollte heute ein klares, ehrliches Spiel werden. Lukas entschied sich wieder für Mainz 05 – sein Team, seine Leidenschaft. Haaland wählte diesmal Borussia Dortmund – nicht zu übermächtig, aber immer gefährlich. „Ich will dich nicht überrollen – ich will dich taktisch zerlegen“, sagte er trocken. „Du redest schon wie ein Trainer“, erwiderte Lukas. Anstoß – Die ersten Minuten Die Partie begann ausgeglichen. Lukas spielte kontrolliert, ließ den Ball durch die Reihen laufen, suchte die Lücke in der Abwehr. Haaland hingegen setzte auf Geschwindigkeit, Flankenläufe und schnelles Umschaltspiel. 11. Minute: 1:0 für Mainz. Lukas traf mit Burkardt nach einem perfekten Doppelpass.

22. Minute: 1:1 durch Dortmund. Haaland glich durch ein Solo von Reus aus – ein cleverer Schlenzer ins lange Eck. Halbzeitstand: 1:1 Die Spannung war greifbar. Zweite Halbzeit – Kampf, Nerven, Taktik Lukas blieb ruhig. Seine Konzentration war heute besonders hoch – vielleicht, weil er das Gefühl hatte, heute etwas für sich selbst zu bestätigen. 64. Minute: 2:1 Mainz – Gruda trifft per Weitschuss. 74. Minute: 2:2 – Moukoko mit einem Abstauber. Die letzten Minuten waren wild. Haaland drückte, Lukas konterte, beide hatten Chancen. 89. Minute – Ecke Mainz. Lukas atmete tief ein. Die Flanke kam perfekt. Burkardt stieg hoch. Kopfball. TOOOR! 3:2. Der Schlusspfiff ertönte. Lukas ließ den Controller sinken, lehnte sich zurück, schloss kurz die Augen. „Ich hab’s wieder geschafft.“ Respekt – Und ein echter Händedruck Haaland reichte ihm die Hand – diesmal ganz ernst. „Du hast dich verbessert. Deine Ruhe, deine Entscheidungen – das war heute nicht Glück. Das war Können.“ Lukas grinste. „Und du warst ein starker Gegner. Ich musste alles geben.“ Sie klatschten ab – dann setzten sie sich nebeneinander, tranken ihr Wasser aus und starteten eine lockere dritte Runde, diesmal ohne Ernst, ohne Ergebnisdruck. Einfach Spaß. Nachklang – Gedanken am Fenster Am Nachmittag saß Lukas am Er schrieb: „Ich war nicht nur ich war Und das ist mehr wert als jedes Tor.“

**Der 54. Tag war ein Spieltag – aber nicht auf dem Rasen, sondern im Herzen. Ein Tag, an dem Lukas wieder etwas gewann – nicht nur das Spiel, sondern das Vertrauen in sich selbst.** 23. Januar 2025 – Der 54. Tag (später Abend): Auswärtsniederlage in Berlin und enttäuschte Gesichter Nachdem der Tag bisher durch Spiel, Ruhe und gute Laune geprägt war, hatte Lukas sich schon am späten Nachmittag auf das nächste Spiel seines Herzensvereins vorbereitet: Mainz 05 war auswärts zu Gast bei Union Berlin. Es war eines dieser Spiele, die auf dem Papier machbar schienen. Union stand nur auf Platz 13, während Mainz auf einem starken sechsten Platz kämpfte – noch immer in Reichweite zu den internationalen Plätzen.

Lukas hatte sich mit dem Spieler und Haaland ins Wohnzimmer gesetzt, den Fernseher eingeschaltet und sich auf das Spiel gefreut. Er trug sein rotes Mainz-Trikot, das ihm seine Mutter letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt hatte. „Wenn wir heute gewinnen, bleiben wir voll dran“, sagte er hoffnungsvoll. „Und Union ist nicht unschlagbar“, ergänzte Haaland. Doch kaum war das Spiel angepfiffen, kam der erste Schock. 1. Spielminute – Der Kaltstart 1. Minute: FCU 1:0 M05 – Benedikt Holler trifft Noch bevor sich Lukas richtig hinsetzen konnte, war der Ball im Mainzer Netz. Ein schneller Angriff über rechts, ein Stellungsfehler in der Defensive, und Holler schob eiskalt ein. Lukas schlug die Hände vors Gesicht. „Nicht schon wieder so ein Start…“ Doch das Team zeigte kurz darauf Charakter. 5. Minute – Schnelle Antwort 5. Minute: FCU 1:1 M05 – Amiri gleicht aus Ein schöner Spielzug durch die Mitte, Amiri setzte sich technisch stark durch und schob den Ball flach ins linke Eck. Lukas sprang auf, riss die Arme hoch. „So muss das sein! Direkt geantwortet!“ Haaland nickte zufrieden. „Wichtig. Jetzt Ruhe bewahren.“ Doch Mainz wirkte in der Folgezeit unkonzentriert. Union spielte aggressiv, körperbetont und machte Druck – und dann kam der nächste Rückschlag. 24. Minute – Union erneut vorne 24. Minute: FCU 2:1 M05 – Robert Skow Ein Freistoß an der Strafraumkante, scharf geschossen. Der Ball prallte an der Mauer vorbei und zischte unhaltbar ins linke Eck. Lukas schüttelte den Kopf. „Das war schlecht verteidigt. Warum springt da keiner hoch?“ Haaland zuckte mit den Schultern. „Union will's einfach mehr. Das spürt man.“ Der Rest des Spiels – Viel Kampf, wenig Ertrag In der zweiten Halbzeit versuchte Mainz noch einmal alles. Es gab zwei gute Chancen durch Burkardt und Gruda, doch beide Schüsse gingen knapp am Tor vorbei. Union stand tief, verteidigte clever, unterbrach immer wieder den Spielfluss – und Mainz fand keine echten Lösungen mehr. Abpfiff: FCU 2:1 M05 Eine bittere Niederlage gegen ein Team aus dem unteren Tabellendrittel. Stimmung im Wohnzimmer – Ernüchterung Lukas ließ sich zurückfallen. „Das war verschenkt. So ein Spiel musst du einfach mindestens mit einem Punkt beenden.“ Haaland nickte, legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter. „Jede Mannschaft hat mal einen Durchhänger. Wichtig ist, wie sie reagieren.“ Der Spieler neben ihnen sagte nur: „Das war heute nicht unser Mainz. Aber das nächste Spiel kommt. Und wir stehen immer noch auf Platz sechs.“

Blick auf die Tabelle – Kleiner Rückschritt Mit der Niederlage in Berlin bleibt Mainz bei 28 Punkten stehen. Leipzig (31) und Stuttgart (32) setzen sich etwas ab. Wolfsburg und Freiburg (je 27) sitzen Mainz nun dicht im Nacken. Lukas seufzte. „Jetzt dürfen wir uns keinen Ausrutscher mehr erlauben. Sonst rutschen wir raus aus dem Rennen um Europa.“ Doch dann sah er auf seinen Schal, auf das Logo seines Vereins, und sagte leise: „Aber egal was kommt – ich bleib dabei. Wir haben schon Schlimmeres erlebt.“ **Der 54. Tag endete mit Frust – aber auch mit Treue. Denn wahre Fans jubeln nicht nur beim Sieg, sie bleiben sitzen, wenn es weh tut. Und Lukas wusste:** Jede Saison hat ihre Dellen – aber wer an seinem Verein festhält, der wächst mit jedem Rückschlag mit. 23. Januar 2025 – Der 54. Tag (später Abend, Fortsetzung): Eine Erinnerung, die zählt Die Niederlage von Mainz 05 gegen Union Berlin hatte Lukas enttäuscht – keine Frage. Er war stiller geworden nach dem Spiel, hatte sich zurückgelehnt, ein paar Minuten die Augen geschlossen und nur die Stimmen des Fernsehkommentators im Ohr verklingen lassen. Haaland und der Spieler hatten ihn gelassen. Sie kannten ihn inzwischen gut genug, um zu wissen: Lukas musste so etwas erst einmal durch sich durchlaufen lassen, bevor er wieder bereit war, den Blick nach vorne zu richten. Gegen 21:30 Uhr, als die Spielergebnisse längst feststanden und der Fernseher auf lautlose Wiederholungen umgestellt war, stand der Spieler auf, ging in die Küche, holte sich ein Glas Wasser – und blieb dann mit ernster Miene in der Tür stehen. „Lukas“, sagte er ruhig, „ich weiß, heute war Fußball. Und Emotion. Aber du weißt auch, was morgen ist, oder?“ Lukas sah ihn an, leicht müde, aber aufmerksam. „Morgen ist… Freitag.“ „Und was ist freitags?“ Lukas dachte kurz nach – dann machte es klick. „Kurs. VHS-Kurs. Buchhaltung… stimmt.“ Der Spieler kam näher, setzte sich zu ihm. „Ich will dich an was erinnern. Nicht, um dich zu stressen. Aber weil ich sehe, wie viel Mühe du dir gibst. Und ich weiß, dass du nicht wieder unvorbereitet auftauchen willst.“ Lukas seufzte. „Ich weiß. Ich hatte’s mir aufgeschrieben… aber dann war heute wieder alles voll im Kopf. Spiel, Stadt, Himbeerbier…“ Sie grinsten beide kurz. Dann sagte der Spieler: „Wie wär’s, wenn du dir jetzt zehn Minuten nimmst – nur kurz – und deine Tasche für morgen packst? Vielleicht noch mal ins Skript schauen? Ich bleib so lange hier sitzen. Kein Druck. Aber ich geb dir Rückendeckung.“ Lukas nickte langsam. „Okay. Nicht für den Lehrer. Für mich.“ Lernen in leiser Konzentration

Lukas stand auf, ging in sein Zimmer, holte das Kursheft, das er zuletzt Anfang der Woche benutzt hatte. Er setzte sich an seinen Schreibtisch, öffnete das Kapitel über „Abschreibungen und Buchungssätze“, las die ersten Abschnitte laut vor sich hin. Er schrieb ein paar Beispiele auf einen Block, markierte eine Zeile mit einem Textmarker. Nach knapp 15 Minuten kam er zurück ins Wohnzimmer, wo der Spieler noch immer saß – nicht mahnend, sondern ruhig, wie ein stiller Trainer, der wusste, wann ein Lob besser wirkt als ein Applaus. „Fertig?“ Lukas nickte. „Ich hab meine Tasche gepackt. Und ich hab sogar verstanden, was ein Anlagekonto ist.“ Der Spieler grinste. „Dann war das heute vielleicht doch ein Erfolg. Nicht auf dem Platz – aber in deinem Kopf.“ **Der 54. Tag endete nicht mit einem Sieg. Aber mit Verantwortung. Mit einem kleinen Schritt Richtung Alltag – und einem Freund, der daran erinnerte, was wirklich zählt:** Dranbleiben. Nicht für Noten. Sondern für sich selbst. 24. Januar 2025 – Der 55. Tag: Ein holpriger Start in den Tag Der 55. Tag begann – wie so oft – eigentlich ganz gut. Lukas war früh wach geworden, gegen 07:30 Uhr. Er hatte am Vorabend noch gelernt, seine Tasche gepackt, sich vorgenommen: „Morgen reiß ich mich zusammen. Pünktlich. Voll konzentriert.“ Doch der Morgen verlief wieder einmal anders, als geplant. Der Morgen – Erst gut, dann chaotisch Beim Frühstück war Lukas noch motiviert. Die Mutter hatte ihm ein Käsebrot gemacht, Haaland saß mit seiner Kaffeetasse am Tisch und sagte sogar: „Heute ist dein Tag. Du hast alles vorbereitet.“ Lukas nickte, zog sich an, kontrollierte zum dritten Mal seine Tasche – Block, Stifte, Taschenrechner, Kursheft – alles drin. Um 08:20 Uhr wollte er eigentlich los. Doch dann musste er plötzlich nochmal in die Küche zurück, weil er seinen Schlüssel vergessen hatte. Dann suchte er seine Mütze. Und dann fiel ihm auf, dass er noch auf Toilette musste. 08:25 Uhr. Er hetzte ins Bad, die Uhr tickte. Die Straßenbahn – Und die Uhr läuft gegen ihn Als er um 08:37 Uhr endlich aus der Wohnung kam, war die Straßenbahn gerade abgefahren. Die nächste kam erst in 9 Minuten. „Mist… jetzt wird’s eng.“ Er schrieb schnell Haaland eine Nachricht: Bin wieder spät. Ich versuch’s trotzdem.

Die Fahrt zur VHS zog sich. Lukas schaute alle paar Sekunden auf sein Handy. Die Uhr lief gnadenlos weiter. Ankunft – Und nochmal Toilette 09:12 Uhr – Lukas kam an der VHS an. Der Kurs hatte offiziell um 09:00 Uhr begonnen. 10 Minuten zu spät. Noch machbar. Doch kaum war er durch die Tür, merkte er: Sein Bauch meldete sich. Dringend. Er lief direkt zur Toilette, und die Minuten verstrichen. Als er schließlich den Kursraum betrat, zeigte die Uhr auf seinem Handy: 09:20 Uhr. 20 Minuten zu spät. Im Kursraum – Eine Mischung aus Blicken Die Dozentin schaute von ihren Unterlagen auf, sagte nichts – aber ihr Blick sprach Bände. Einige Kursteilnehmer warfen Lukas flüchtige Blicke zu, manche verständnisvoll, andere eher genervt. Lukas sagte leise: „Entschuldigung für die Verspätung.“ Dann setzte er sich, holte Block und Stift raus und versuchte, in den Unterricht hineinzufinden. Doch in seinem Kopf schwirrten die Gedanken. „Schon wieder zu spät. Schon wieder dieser Stress. Ich wollte doch, dass es heute klappt…“ Er atmete tief durch, versuchte sich zu konzentrieren. Denn eins wusste er: Der Tag war noch nicht vorbei – und wie er weiterging, lag jetzt in seiner Hand. **Der 55. Tag begann chaotisch. Aber Lukas war nicht weggelaufen. Er war gekommen. Und manchmal beginnt Veränderung genau da, wo man trotzdem hingeht – auch wenn’s schwer fällt.** 24. Januar 2025 – Der 55. Tag (Fortsetzung): Die zweite Verspätung Nach dem holprigen Start in den Tag, den hektischen Weg zur VHS und der Tatsache, dass er den Kurs bereits mit 20 Minuten Verspätung begonnen hatte, hätte man meinen können, Lukas hätte sich jetzt gesammelt. Und tatsächlich – der erste Teil des Unterrichts lief für ihn besser, als er gedacht hätte. Er schrieb konzentriert mit, hörte der Dozentin zu, notierte sich Fachbegriffe wie „Soll und Haben“, „Abschreibung“ und „Betriebsvermögen“. In der Pause atmete er durch, stand mit Haaland, der ihn heute wieder begleitet hatte, draußen im Innenhof. „Jetzt bist du drin“, sagte Haaland aufmunternd. „Ab jetzt machst du’s besser.“ Lukas nickte. „Ab jetzt bleib ich im Kursmodus.“ Die Pause – Und der nächste Stolperstein Doch dann passierte wieder das, was so oft geschah, wenn Lukas kurz losließ. Die Pause war auf 15 Minuten angesetzt. Lukas dachte sich:

„Ich geh kurz rüber zur Bäckerei, hol mir was zu trinken.“ Eigentlich hätte er es schaffen können. Aber vor der Bäckerei war eine kleine Schlange. Lukas überlegte kurz, ob er abbrechen sollte – doch sein Durst siegte. Als er wieder aus dem Laden kam, blickte er aufs Handy. 11:07 Uhr. Der zweite Teil des Kurses hatte um 11:00 Uhr begonnen. „Verdammt…“ Er lief so schnell er konnte zurück zur VHS, hetzte durch den Flur und öffnete leise die Tür zum Kursraum. 11:08 Uhr. 8 Minuten zu spät. Schon wieder. Im Kursraum – Reaktionen Die Dozentin schaute kurz auf, sagte nichts. Aber Lukas spürte die Blicke. Nicht böse. Nicht wütend. Aber diese leisen Blicke, die sagen: „Schon wieder.“ Er setzte sich, nahm seinen Stift in die Hand. Atmete einmal tief durch. „Okay… ich bin da. Jetzt konzentriere ich mich.“ Er zwang sich, die Gedanken über die Verspätung zur Seite zu schieben und sich auf den Stoff zu fokussieren. Die Stunde ging über Inventur und Bewertung des Vorratsvermögens – ein trockenes Thema, aber er wollte wenigstens diesen Teil gut mitmachen. Nach dem Kurs – Ein ehrliches Gespräch Als der Unterricht beendet war, wartete Haaland draußen. Lukas kam mit hängenden Schultern heraus. „Wieder zu spät. Sogar zweimal.“ Haaland legte ihm die Hand auf die Schulter. „Aber du bist geblieben. Du bist nicht abgehauen. Du hast weitergemacht.“ Lukas sah ihn an. „Ich will, dass das irgendwann mal klappt. Ohne zu spät. Ohne Stress. Ohne dieses blöde Gefühl.“ Haaland nickte. „Dann mach’s morgen besser. Nicht perfekt. Nur besser.“ **Der 55. Tag war nicht perfekt. Aber er war Und Lukas Auch zwei Verspätungen machen den Tag nicht Wichtig war, dass er Und dass er morgen einen neuen Versuch hatte.** 24. Januar 2025 – Der 55. Tag (Abend): Döner, Bier und schwere Gespräche

ehrlich. wusste: wertlos. blieb.

Nach dem anstrengenden, chaotischen Kurstag, an dem Lukas es wieder einmal nicht geschafft hatte, pünktlich zu sein, war er am Nachmittag zunächst erschöpft. Er hatte sich nach dem Kurs für zwei Stunden aufs Bett gelegt, Musik gehört und einfach nichts getan. Sein Kopf war voll – von Buchungssätzen, Zahlen, seinen eigenen Fehlern und dem Gedanken, ob er es je hinbekommen würde, so einen Tag ohne Stress zu meistern. Am Abend, gegen 18:30 Uhr, kam sein Vater in sein Zimmer. „Willst du heute Abend mit in die Kneipe? Ich treff mich später mit ein paar Leuten. Aber vorher… dachte ich, wir könnten was essen gehen. Nur du und ich.“ Lukas blickte überrascht auf. Sein Vater fragte ihn nicht oft so direkt. Er spürte kurz die Müdigkeit – aber auch die Chance. „Klar. Lass uns gehen.“ Dönerladen um die Ecke – Eine kleine Tradition Sie gingen zusammen zum kleinen Dönerladen in ihrer Straße, der seit Jahren da war und den die Familie schon ewig kannte. Lukas bestellte wie immer einen Döner mit allem, ohne Scharf, extra Joghurtsoße, der Vater nahm eine Dönerrolle. Während sie warteten, war es kurz still zwischen ihnen. Dann sagte sein Vater: „Ich weiß, heute war wieder so ein Tag für dich.“ Lukas sah ihn an. „Woher weißt du das?“ „Weil du nach solchen Tagen immer Döner willst“, antwortete er trocken. „Und weil ich dich kenne.“ Am Tisch – Zwischen Fleisch, Soße und Worten Sie setzten sich an den kleinen Tisch am Fenster. Draußen war es dunkel, nur das warme Licht der Straßenlaternen spiegelte sich in der Scheibe. „Der Kurs…“, begann Lukas, „…ich war wieder zu spät. Sogar zweimal. Und ich weiß, ich müsste es endlich hinkriegen. Aber irgendwas passiert immer.“ Sein Vater nickte nur. „Weißt du, ich war früher auch so. Immer zu spät. Immer Chaos. Und ich hab lang gebraucht, bis ich gemerkt hab: Du kannst die Uhr nicht ändern. Aber du kannst entscheiden, ob du trotzdem hingehst.“ Lukas lächelte schwach. „Das hab ich gemacht.“ „Dann ist das mehr wert als pünktlich zu sein.“ In der Kneipe – Bier, Lachen, Nachdenklichkeit Nach dem Essen liefen sie gemeinsam zur Kneipe, einer kleinen, rustikalen Stammkneipe in der Altstadt. Drinnen war es warm, es roch nach Bier, Holz und kaltem Rauch. Die üblichen Gäste saßen an der Theke, am Dartautomaten, an den Tischen. Sie setzten sich an einen Tisch in der Ecke. Der Vater bestellte zwei Bier – Lukas zögerte kurz, dann nahm er eines an. „Heute eins, für uns. Und für den Versuch, besser zu werden.“

Sie redeten nicht viel über den Kurs. Stattdessen sprachen sie über Fußball, alte Geschichten aus der Jugend seines Vaters, lachten über vergessene Witze, beobachteten die Leute um sie herum. Doch irgendwann – nach dem zweiten Bier des Vaters und dem halben Glas von Lukas – wurde es stiller. Sein Vater sah ihn an. „Du kämpfst. Jeden Tag. Ich seh das. Und ich weiß, ich war oft kein guter Vater, weil ich das nicht gesagt hab. Aber ich bin stolz auf dich. Auch, wenn du zu spät kommst.“ Lukas blickte in sein Glas. „Danke“, sagte er leise. **Der 55. Tag endete nicht mit einem Sieg. Nicht mit Perfektion. Aber mit Döner, Bier und einem Vater, der endlich die richtigen Worte fand.** Und Lukas wusste: Auch wenn er morgen wieder stolperte – heute war ein Abend, den er nicht vergessen würde. 25. Januar 2025 – Der 56. Tag: Ein Heimsamstag, Mainz 05 und drei Punkte Nach dem langen, anstrengenden Freitag und dem Abend mit seinem Vater in der Kneipe entschied Lukas am 56. Tag ganz bewusst: Heute bleibe ich zu Hause. Er fühlte sich ein wenig erschöpft – nicht krank, aber leer. Und nach dem ganzen Chaos der letzten Tage wusste er: Manchmal brauchte er einfach einen Tag, um runterzukommen. Die Mutter war einkaufen, die Ersatzoma las Zeitung im Wohnzimmer, und Haaland war in der Stadt unterwegs, um ein paar Dinge zu erledigen. Lukas hatte den Nachmittag für sich. Und das passte perfekt, denn Mainz 05 spielte heute gegen den VfB Stuttgart. Ein wichtiges Spiel. Direktes Duell um die oberen Tabellenplätze. Die Vorbereitung – Sofa, Trikot und Chips Bereits eine Stunde vor Anpfiff richtete Lukas alles her. Er zog sein rotes Mainz-Trikot an, legte sich seine Lieblingsdecke bereit, stellte Chips und Spezi auf den Couchtisch und öffnete auf seinem Tablet die aktuelle Tabelle. Mainz auf Platz 6 mit 28 Punkten. Stuttgart direkt davor mit 32. Ein Sieg heute – und Mainz würde wieder ganz nah dran sein. Lukas freute sich auf das Spiel – aber tief in sich war auch Nervosität. Das Spiel – Kampf, Kontrolle und die Erlösung 15:30 Uhr – Anpfiff Mainz begann druckvoll, aggressiv, zielstrebig. Lukas spürte sofort: Die Mannschaft will heute. Die Stimmung in der MEWA Arena war laut, die Fans peitschten ihr Team nach vorne. 29. Minute: TOOOOOOR für Mainz! Weiper trifft nach einem schönen Spielzug. 1:0. Lukas sprang auf, riss die Arme hoch und jubelte: „Jawoll! Genau so!“

Danach ließ Mainz Stuttgart kaum zur Entfaltung kommen. Die Defensive stand sicher, die Zweikämpfe wurden konsequent geführt. Doch das zweite Tor wollte lange nicht fallen. 86. Minute: Mainz kontert – Caci zieht ab – 2:0! Lukas klatschte in die Hände, sprang vor Freude auf und schrie fast: „YES! Das ist der Deckel drauf!“ Abpfiff – Der Blick auf die Tabelle Als der Schlusspfiff ertönte, atmete Lukas tief Ein souveräner, verdienter 2:0-Heimsieg gegen einen direkten Konkurrenten. Er zückte sofort sein Handy und schaute auf die aktualisierte Tabelle: Platz Team Spiele Punkte 1 Bayern München 19 48 2 Bayer Leverkusen 19 42 3 Eintracht Frankfurt 19 37 4 VfB Stuttgart 19 32 5 RB Leipzig 19 32 6 1. FSV Mainz 05 19 31 Nur noch einen Punkt hinter Platz 4. Lukas „Wir sind wieder dran. Und wir haben gezeigt: Uns darf keiner abschreiben.“

Der Abend – Ein ruhiges Zuhause Nach dem Spiel blieb Lukas ruhig zu Hause. Er kochte sich eine Suppe, setzte sich ans Fenster und schrieb in sein Notizbuch: „Manchmal muss man einfach daheim bleiben, um zu sehen, wie weit man schon gekommen ist. Und heute hat Mainz gewonnen. Aber ich auch – weil ich mir Zeit für mich genommen habe.“ **Der 56. Tag war kein Tag voller Action. Aber ein Tag voller Ruhe, Reflexion und dem süßen Gefühl eines verdienten Sieges. Manchmal reicht es, zuhause auf dem Sofa zu sitzen – und doch Teil von etwas Größerem zu sein.** 26. Januar 2025 – Der 57. Tag: Ein griechischer Abend mit Familie und Freund Der 57. Tag begann entspannt – ein typischer Sonntag. Lukas wachte etwas später auf, fühlte sich ausgeruht. Das gestrige Spiel von Mainz 05 hatte seine Stimmung sichtbar gehoben. Noch am Morgen war sein erster Gedanke: „Das war wichtig. Für den Verein – und für mich.“ Die Mutter hatte am Vormittag in der Küche herumgewirtschaftet, während die Ersatzoma leise das Radio hörte und an einem neuen Schal häkelte. Haaland saß mit einer Tasse Tee am Tisch, als Lukas hereinkam. „Na, Fußballheld. Heute auch mal was anderes als Chips und Tabelle?“ Lukas grinste. „Kommt drauf an… was steht an?“ Da schaltete sich die Mutter ein, die gerade die Zeitung zusammenfaltete: „Ich hab einen Tisch reserviert. Beim Griechen. Heute Abend gehen wir alle mal wieder richtig essen. Auch du, Haaland. Und der Spieler kommt natürlich mit.“ Die Vorfreude – Ein kleiner Lichtblick im Alltag

Schon am Nachmittag freute sich Lukas auf das gemeinsame Essen. Er mochte griechisches Essen: Gyros, Tsatsiki, Bifteki, warmes Brot, Olivenöl... Aber noch mehr als das freute er sich auf die Atmosphäre. Nicht jeden Tag war die Familie so ausgeglichen wie in den letzten Tagen. Es hatte viele Spannungen gegeben – mit dem Vater, mit sich selbst, mit der Welt. Doch an diesem Abend sollte es nur um Zusammengehörigkeit gehen. Der Weg zum Restaurant – Ein winterlicher Spaziergang Gegen 17:45 Uhr machten sie sich auf den Weg. Es war kalt draußen, aber trocken. Sie liefen zu Fuß durch Bretzenheim zur kleinen Taverne „Dionysos“, die Lukas schon aus Kindheitstagen kannte. Die Fenster waren beschlagen, das Licht warm und einladend. Drinnen begrüßte sie der Inhaber persönlich, führte sie zu einem großen Tisch in der Ecke. „Guten Abend, Familie Zimmermann. Lange nicht gesehen.“ Die Mutter lächelte. „Heute haben wir etwas zu feiern.“ Das Essen – Ein Fest für alle Sinne Die Karte war üppig – aber alle fanden schnell, worauf sie Lust hatten: • Lukas bestellte sich Bifteki mit Schafskäsefüllung, dazu Reis und Salat. • Der Spieler entschied sich für Souvlaki-Spieße mit Pommes. • Die Mutter nahm gegrillten Lachs mit Zitronenkartoffeln, • Die Ersatzoma wählte eine vegetarische Moussaka, • Haaland bestellte sich eine große gemischte Vorspeisenplatte, weil er „alles probieren“ wollte. Es wurde viel gelacht – über alte Geschichten, über Lukas’ letzten Kursverspätungen („nur ein bisschen zu spät“, wie er es nannte), und Haaland erzählte Anekdoten aus seiner Heimat, die alle zum Schmunzeln brachten. Lukas fühlte sich leicht, willkommen und – was selten vorkam – vollständig in der Runde. Nachspeise – Süß und ehrlich Als Nachspeise kam eine große Platte mit Baklava, Honigjoghurt und karamellisierten Nüssen, „aufs Haus“, wie der Wirt betonte. Die Mutter prostete mit einem kleinen Ouzo. „Auf uns. Und auf diesen friedlichen Moment.“ Lukas sagte leise: „Und auf das, dass wir immer wieder zusammenfinden – auch wenn’s mal holpert.“ Rückweg – Unter kaltem Himmel, aber mit warmem Herzen Auf dem Heimweg sprachen sie nicht viel. Die Straßen waren leer, der Himmel klar. Lukas blickte nach oben, sah die Sterne – und dachte an all die Abende, an denen er sich außen vor gefühlt hatte. Heute war keiner dieser Abende. **Der 57. Tag war ein Fest. Nicht wegen des Essens. Sondern wegen der Nähe. Denn Familie ist nicht dann perfekt, wenn alles passt – sondern wenn man sich hinsetzt, gemeinsam isst und sich wieder daran erinnert, dass man zusammengehört.** 28. Januar 2025 – Der 59. Tag: Einfach mal ein Döner

Der 59. Tag begann wieder mit etwas mehr Energie. Nach dem bewusst ruhigen Vortag, an dem Lukas und der Spieler einfach nur Zeit miteinander verbracht hatten, spürte Lukas heute: „Ich will raus. Nicht weit, nicht laut – aber raus.“ Es war früher Nachmittag, als Lukas im Flur stand, sich die Jacke überwarf und mit einem kleinen, kaum hörbaren Lächeln in die Küche ging, wo der Spieler gerade einen Apfel schnitt. „Willst du mit mir Döner essen gehen? Nur wir zwei. Ich brauch was Echtes.“ Der Spieler sah ihn an, nickte. „Klar. Der mit dem Joghurtsoße-Überfall von letztem Mal?“ Lukas grinste. „Genau der.“ Auf dem Weg – Kalte Luft und warme Gedanken Sie liefen gemütlich durch Bretzenheim. Der Himmel war grau, aber trocken. Lukas steckte die Hände tief in die Taschen, sprach nicht viel, aber sein Blick war klar. Der Spieler bemerkte das sofort. „Du wirkst… aufgeräumt heute.“ Lukas nickte. „Bin ich auch ein bisschen. Nicht perfekt. Aber besser.“ Beim Dönerladen – Der vertraute Ort Die kleine Imbissbude an der Ecke hatte schon viele Phasen von Lukas erlebt: Frust, Hunger, Belohnung, Trost, Selbstbelohnung. Und heute? Heute war es einfach nur ein Ort, an dem er genau so sein konnte, wie er war. Lukas bestellte wie gewohnt: Döner mit allem, ohne Scharf, extra Joghurtsoße. Der Spieler nahm diesmal einen Falafel-Dürüm, um mal was anderes zu probieren. Sie setzten sich an den kleinen Tisch am Fenster, draußen liefen ein paar Schüler vorbei, drinnen dudelte leise Musik vom Handy des Mitarbeiters. Das Gespräch – Zwischen Bissen und Bedeutung Während sie aßen, begann Lukas: „Weißt du… Ich war heute kurz davor, mich wieder zu verkriechen. Einfach im Zimmer bleiben, Handy, Serien, nichts tun.“ Der Spieler schaute aufmerksam. „Und was hat dich dann rausgebracht?“ Lukas biss ab, kaute langsam, dann sagte er: „Ich weiß es nicht genau. Vielleicht das Gefühl, dass ich nicht mehr nur in mir selbst stecken will. Ich will… Teil von der Welt sein. Auch wenn’s manchmal weh tut.“ Der Spieler legte den Dürüm beiseite, trank einen Schluck Wasser. „Weißt du, was ich daran stark finde? Dass du rausgehst, ohne dass du musst. Sondern weil du willst. Und das ist der Unterschied zwischen Überleben und Leben.“ Lukas lächelte. Heimweg – Zufrieden und satt Als sie nach dem Essen wieder auf der Straße standen, der Bauch warm und das Herz ruhig, sagte Lukas plötzlich: „Weißt du… so ein Döner ist mehr als nur Essen. Er ist ein kleines Versprechen an mich selbst: Du bist rausgegangen. Du hast dich bewegt. Du hast gelebt.“

Der Spieler nickte. „Und du hast ordentlich gekleckert.“ Beide lachten, während Lukas sich verlegen ein bisschen Soße vom Ärmel wischte. **Der 59. Tag war nicht groß. Nicht laut. Nicht besonders. Aber er war ehrlich. Und manchmal ist ein Döner genau das, was man braucht, um sich wieder ein kleines Stück in der Welt zu Hause zu fühlen.** 29. Januar 2025 – Der 60. Tag: Zu lange geschlafen Der 60. Tag begann… für Lukas gar nicht. Nicht um 8 Uhr. Nicht um 9. Nicht mal um 12. Er schlief. Und schlief. Und schlief. Sein Handy vibrierte mehrfach. Ein paar Erinnerungen von der Kalender-App, ein Hinweis auf den Lernplan für den Kurs, eine neue Nachricht von Haaland, der schrieb, dass er später heimkommt. Doch Lukas bekam davon nichts mit. Die Decke lag schwer auf ihm, sein Zimmer war abgedunkelt, und die Müdigkeit hatte sich wie ein grauer Nebel über ihn gelegt. Es war kein tiefer, gesunder Schlaf – eher ein Fliehen. Vor Terminen. Vor Verantwortung. Vor sich selbst. Im Wohnzimmer – Der Spieler wird unruhig Der Spieler war schon seit dem späten Vormittag wach. Er hatte gefrühstückt, die Küche ein wenig aufgeräumt und dann begonnen, im Wohnzimmer leise FIFA zu zocken. Doch je länger es dauerte, desto öfter warf er einen Blick auf die Uhr – und dann auf Lukas’ geschlossene Zimmertür. 11:30 Uhr – nichts. 12:45 Uhr – immer noch nichts. 14:00 Uhr – komplette Stille. Der Spieler seufzte, schaltete den Fernseher aus, stand auf und ging zur Tür. Er klopfte vorsichtig. „Lukas?“ Keine Antwort. Er klopfte etwas fester. „Hey. Es ist zwei Uhr. Willst du nicht wenigstens aufstehen und was essen?“ Drinnen raschelte es, dann ein dumpfes „Hmmm…“, gefolgt von einem Umdrehen im Bett. 15:03 Uhr – Erwachen im Schatten Erst um kurz nach 15 Uhr kam Bewegung in Lukas’ Zimmer. Langsam setzte er sich auf, blinzelte gegen das Licht, das durch die Ritzen der Rollos fiel. Sein Kopf fühlte sich schwer an. Nicht vom Träumen – sondern vom Nicht-Sein-Wollen. Er schleppte sich ins Bad, dann in die Küche, wo der Spieler bereits am Tisch saß, Arme verschränkt, Blick ernst. „Du hast den ganzen Tag verschlafen.“ Lukas setzte sich wortlos. „Ich weiß“, murmelte er nach einer Weile.

„Es war zu viel. Ich wollte nur fünf Minuten liegen bleiben. Aber dann… ging’s nicht mehr.“ Der Spieler atmete tief durch. „Ich versteh das. Aber wenn du dir keine kleinen Schritte nimmst, holt dich alles irgendwann ein. Und du weißt, wie es dann ist.“ Lukas nickte, langsam. „Ich wollte nicht fliehen. Aber ich hatte keine Kraft, wach zu bleiben. Und dann… hab ich einfach nichts gespürt. Nicht mal Schuld.“ Später Nachmittag – Ein bisschen Aufstehen Nach dem Gespräch standen sie gemeinsam auf. Lukas machte sich einen Tee, der Spieler toastete ein Brot für ihn. Keine großen Worte mehr – aber auch kein Ärger. Nur ein unausgesprochenes Versprechen: Morgen wird ein Schritt. Heute war ein Stillstand. Kein Rückschritt – aber auch kein Fortschritt. Und das war okay. Für diesen einen Tag. **Der 60. Tag war schwer. Lang. Still. Aber nicht verloren. Denn auch wenn Lukas zu lange schlief – er stand wieder auf. Und das zählt manchmal mehr, als rechtzeitig aufzuwachen.** 30. Januar 2025 – Der 61. Tag: Hoffnung auf Pfoten – und eine kleine Enttäuschung Der 61. Tag begann früh – und mit Vorfreude. Lukas war bereits um 07:45 Uhr wach, obwohl es draußen noch dämmerte. Zum ersten Mal seit Tagen hatte er wieder einen klaren Plan: Heute ging es erneut ins Tierheim. Zusammen mit dem Spieler und seiner Assistentin hatte er einen weiteren Probetermin vereinbart. Diesmal wollte er sich vor allem die Katzenräume anschauen – vielleicht, so hoffte er, wäre eine Stelle als ehrenamtlicher Helfer denkbar. „Einmal in der Woche Tiere streicheln, sauber machen, und mit etwas Glück darf man irgendwann regelmäßig kommen“, hatte die Assistentin gesagt. Lukas hatte sich seinen besten Pulli herausgelegt, ein kleines Notizheft mit Fragen eingepackt und war sogar pünktlich fertig. Der Spieler stand bereits im Flur, bereit zur Unterstützung, und auch die Assistentin – Frau Sommer – begrüßte ihn freundlich an der Haltestelle. „Bereit für einen Tag mit Schnurren und Samtpfoten?“ Lukas nickte. „Wenn alles gut läuft, ja.“ Im Tierheim – Und die erste Ernüchterung Das Tierheim lag etwas außerhalb. Als sie gegen 09:30 Uhr ankamen, schien die Wintersonne schwach durch die kahlen Bäume. Die Empfangsdame erinnerte sich sofort an Lukas vom letzten Mal und lächelte. Doch dann kam die Enttäuschung. „Tut mir leid, Lukas. Heute wird’s leider nichts. Alle Katzenräume sind voll belegt – wir haben viele Pflege- und Notfälle zurzeit. Es ist zu viel Unruhe drin. Selbst für Besucher.“

Lukas’ Blick sank. „Gar keine Möglichkeit?“ Die Tierpflegerin schüttelte den Kopf. „Nicht heute. Und auch nächste Woche wird es eng. Wir melden uns, sobald es wieder geht.“ Der Spieler legte Lukas kurz die Hand auf die Schulter. Die Assistentin bemühte sich um eine freundliche Stimme: „Manchmal sind die Türen eben zu. Aber das heißt nicht, dass sie nicht bald wieder aufgehen.“ Ein Blick durch die Scheibe – Ein Hauch von Hoffnung Bevor sie gingen, durfte Lukas noch durch die Fenster in den Vorraum der Katzenräume schauen. Dort lagen ein paar Tiere zusammengerollt auf Kissen und in Körbchen – friedlich, aber abgeschirmt. Einer der Kater – ein schwarz-weißer mit grün leuchtenden Augen – sah ihn direkt an. Lukas lächelte. „Der da… wenn ich wiederkommen darf, würde ich den gern kennenlernen.“ Die Pflegerin nickte. „Ich notier’s mir.“ Rückweg – Bahnhof, Gedanken, Durchatmen Nach dem Besuch brachte die Assistentin Lukas wieder zurück in die Stadt. Sie fuhren mit der Straßenbahn bis zum Hauptbahnhof, wo sich ihre Wege trennten. „Tut mir leid, dass es heute nichts wurde“, sagte sie zum Abschied. „Aber du warst vorbereitet. Und du bist gekommen. Das zählt. Wirklich.“ Lukas nickte, sah ihr hinterher, als sie zum Bus ging. Der Spieler blieb noch einen Moment neben ihm stehen. „Du bist heute aufgestanden, bist rausgegangen, hast dich getraut. Die Katzen kommen später. Aber du warst schon da.“ **Der 61. Tag brachte keine Tiere, keine Schnurrlaute, keine weichen Pfoten. Aber er brachte Geduld. Und das Wissen: Nicht jeder Tag erfüllt Wünsche. Aber jeder Tag, an dem man rausgeht, ist ein Schritt näher zu ihnen.** 30. Januar 2025 – Der 61. Tag (Mittag): Rheinluft, Enttäuschung und ein stilles Bier Nachdem sich Lukas am späten Vormittag enttäuscht vom Tierheim verabschiedet hatte, fuhr er mit der Straßenbahn zusammen mit dem Spieler zurück in die Innenstadt. Die Assistentin verabschiedete sich am Hauptbahnhof freundlich mit einem warmen Lächeln: „Meld dich, wenn du magst. Wir versuchen es einfach in ein paar Wochen nochmal.“ Lukas nickte. „Danke, dass Sie mit waren. Auch wenn’s heute nichts wurde.“ Dann drehte er sich wortlos um – und ging mit dem Spieler zusammen Richtung Rhein. Ein Spaziergang gegen das Leere-Gefühl Der Weg führte sie vom Bahnhof Richtung Theodor-Heuss-Brücke, dann runter ans Rheinufer. Es war kühl, aber sonnig – ein stiller Wintertag, an dem das Wasser glitzerte und Möwen über den graublauen Fluss zogen.

Lukas sprach eine ganze Weile nicht. Der Spieler ebenfalls. Sie liefen einfach nebeneinander her, die Hände in den Jackentaschen, ihre Schritte synchron auf dem Kiesweg. „Es ist nicht schlimm, oder?“, sagte Lukas irgendwann. „Dass ich enttäuscht bin… wegen ein paar Katzen, die ich nicht mal kenne.“ Der Spieler schüttelte den Kopf. „Nein. Es zeigt, dass du dich auf etwas gefreut hast. Und dass du bereit warst, dich einzulassen. Das ist ein gutes Zeichen.“ Die Bank am Wasser – und ein Moment für sich Sie setzten sich auf eine alte Holzbank mit Blick auf den Rhein. Lukas sah den Schiffen nach, die träge in der Strömung glitten. Er nestelte nervös an seinem Handschuh, dann sagte er leise: „Ich würde gern… mir ein Bier holen. Nicht um mich wegzutrinken. Einfach nur… als Zeichen. Für mich. Dass ich raus bin. Dass ich versucht habe.“ Der Spieler sah ihn lange an. Dann nickte er. „Ein Bier. Kein Absturz. Ein Moment. Aber nur, wenn du’s bewusst machst.“ Das Bier – Kein Trost, sondern Anerkennung Sie gingen gemeinsam zu einem kleinen Kiosk in der Nähe der Rheinpromenade. Lukas suchte sich ein kleines Pils in der Glasflasche aus. Der Spieler nahm sich ein stilles Wasser. Dann gingen sie zurück zur Bank. Lukas öffnete die Flasche, roch daran, nahm einen kleinen Schluck und atmete tief durch. „Ich war da. Ich hab gehofft. Es hat nicht geklappt. Und trotzdem bin ich jetzt hier. Das ist mein Bier wert.“ Der Spieler hob seine Wasserflasche. „Auf alle Versuche, die nicht enden, sondern warten. Und auf dich, Lukas.“ Nachklang – Schritte zurück in den Tag Sie blieben noch eine Weile dort, redeten über den Rhein, über Fußball, über seltsame Kiosknamen. Dann machten sie sich langsam auf den Rückweg. Lukas war immer noch enttäuscht. Aber die Traurigkeit fühlte sich weicher an. Nicht wie ein Stein im Bauch – sondern wie ein Schatten, der einen begleitet, aber nicht mehr erdrückt. **Der 61. Tag war kein Erfolgstag. Aber er war ein Tag mit Würde. Und manchmal ist ein Bier kein Fluchtmittel, sondern eine kleine Geste an sich selbst: „Ich hab’s versucht. Und ich geh weiter.“** 31. Januar 2025 – Der 62. Tag: Wieder zu spät – aber ein klares Zeichen Der 62. Tag begann kühl und grau – der letzte Tag im Januar, und einer, den Lukas eigentlich gut starten wollte. Heute war wieder Kurstag. Er hatte sich am Vorabend sogar einen Wecker auf 06:45 Uhr gestellt, um alles rechtzeitig vorzubereiten. Doch wie so oft war der Morgen schneller vergangen als gedacht: erst war der Tee zu heiß,

dann suchte er seinen Taschenrechner, dann gab es eine Diskussion mit seiner Mutter über das vergessene Frühstück, und zum Schluss war auch noch die Bahn fünf Minuten zu spät. Als er gemeinsam mit Haaland, der ihn heute begleitete, in den Kursraum kam, zeigte die Uhr: 09:05 Uhr. 5 Minuten zu spät. Wieder. Schon wieder. Nicht dramatisch – aber genau das Maß an Verspätung, das sich langsam zu häufen begann. Der Kursraum – Ein ernstes Wort vom Dozenten Der Dozent, ein Mann mit ruhiger, aber bestimmter Stimme, unterbrach seinen Vortrag nicht sofort – er ließ Lukas auf seinen Platz gehen. Doch als Lukas sich setzen wollte, sagte der Dozent mit fester Stimme: „Herr Zimmermann, bitte kurz zu mir.“ Lukas spürte, wie sein Magen sich zusammenzog. Er ging langsam nach vorne. Haaland beobachtete alles aufmerksam aus der letzten Reihe. Der Dozent reichte ihm zwei Blätter Papier: 1. Eine Kopie des heutigen Falls, den sie gemeinsam bearbeiten würden. 2. Ein Blatt mit einer schriftlichen Erinnerung und Anweisung. "Bitte seien Sie ab dem nächsten Kurstag spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn vor Ort. Bringen Sie Ihre vollständigen Unterlagen mit – das umfasst Skript, Fall, Block, Stifte, Taschenrechner. Zusätzlich sollen Essen und Trinken mitgebracht werden, um unnötige Unterbrechungen zu vermeiden. Heute bleiben Sie in der Pause im Raum und holen den verpassten Einstieg nach." Lukas nickte leise, nahm die Zettel entgegen, kehrte an seinen Platz zurück – kleinlaut, aber innerlich aufgewühlt. Der Kurs – Konzentration mit einem Kloß im Bauch Trotz allem versuchte Lukas, sich auf den Stoff zu konzentrieren. Heute ging es um Rechnungsabgrenzungsposten, ein Thema, das ihm bisher schwergefallen war. Er schrieb mit, stellte sogar einmal eine Frage, die der Dozent lobte. Doch der Blick auf das Papier mit der Anweisung lag schwer auf seinem Tisch. Pause – Kein Kiosk, kein Hof, nur Pflicht Als die Pause kam, standen alle anderen auf, redeten, gingen raus, holten sich Kaffee oder frische Luft. Lukas blieb sitzen. Haaland blieb ebenfalls – ohne ein Wort zu sagen. Einfach nur da. Der Dozent kam zu ihm, setzte sich auf die Kante eines Tisches und sprach ruhig: „Lukas, ich sehe, dass Sie wollen. Aber es reicht nicht, zu wollen. Sie müssen anfangen, sich selbst ernst zu nehmen. Sonst können Sie hier nicht bestehen.“ Lukas nickte langsam. „Ich hab’s nicht mit Absicht gemacht. Aber ich weiß, dass das nichts ändert.“ Der Dozent legte ihm die Hand auf die Schulter. „Dann nutzen Sie die nächste Chance. Nicht für mich. Sondern für sich.“ **Der erste Teil des 62. Tages war kein Zusammenbruch.

Aber ein Weckruf. Und Lukas wusste: Manchmal reicht es nicht mehr, „nur zu spät“ zu sein. Man muss zeigen, dass man gehört hat – und dass man bereit ist, etwas zu ändern.** 31. Januar 2025 – Der 62. Tag (Fortsetzung): McDonald’s nach dem Dämpfer Nach dem anstrengenden ersten Teil des Kurstages, der wieder mit einer Verspätung, fehlenden Unterlagen und einer klaren Mahnung des Dozenten begonnen hatte, fühlte sich Lukas ausgelaugt. Nicht körperlich – sondern innen. Er hatte sich Mühe gegeben, war nicht absichtlich zu spät gekommen, und doch hatte er wieder das Gefühl: „Es reicht nicht.“ Als der Kurs für den Tag endete, war Lukas einer der letzten, der seine Sachen packte. Haaland wartete vor dem Gebäude, die Hände in den Taschen, der Blick auf die Straße gerichtet. Lukas trat zu ihm, sagte nichts, bis er direkt neben ihm stand. Dann: „Ich brauch was zu essen. Nicht zu Hause. Nicht irgendwas. Irgendwas, das fettig ist. Und warm. Und mir sagt, dass ich noch da bin.“ Haaland lächelte schief. „McDonald’s?“ Lukas nickte. „Genau das.“ Der Weg – Ohne viele Worte, aber mit gegenseitigem Verständnis Sie liefen gemeinsam in Richtung Innenstadt. Der McDonald’s an der Haltestelle war nicht weit, gut besucht wie immer, aber gerade nicht überfüllt. Unterwegs sagte Haaland leise: „Ich hab gesehen, wie du heute durchgehalten hast. Trotz allem. Das war wichtig.“ Lukas antwortete nicht direkt, aber seine Schultern wurden ein wenig lockerer. Im McDonald’s – Burger, Cola und ein stiller Moment Drinnen bestellte Lukas ein Big Mac Menü, große Pommes, Cola. Haaland entschied sich für McChicken und Apfelschorle. Sie setzten sich an einen Tisch am Fenster, blickten auf das Vorbeiziehen der Menschen draußen. Lukas nahm einen großen Biss vom Burger, kaute langsam und sagte dann: „Manchmal hab ich das Gefühl, mein Kopf will das Richtige – aber mein Alltag läuft mir weg.“ Haaland nickte und trank einen Schluck. „Das nennt man Erwachsenwerden. Aber keiner hat gesagt, dass du’s allein hinkriegen musst.“ Ein kleiner Trost zwischen Burgerpapier Lukas sah kurz auf sein Tablett, dann wieder „Danke, dass du da warst. Nicht nur im Kurs. Sondern auch danach.“ Der Spieler „Für Fast Food nach Frust bin ich immer zu haben.“ Sie lachten kurz. Nicht laut. Aber echt.

Haaland. grinste.

**Der 62. Tag endete nicht mit Erfolg, aber mit Fast Food und Freundschaft. Und manchmal ist ein Burger mehr als nur ein Essen – manchmal ist er ein Pflaster für die Seele, und ein Zeichen: Du hast durchgehalten. Und das zählt. 31. Januar 2025 – Der 62. Tag (Abend): Kneipenfrust mit dem Vater Der Tag war bereits emotional aufgeladen gewesen – ein zu später Kursstart, eine klare Mahnung vom Dozenten, und ein stilles, aber tröstendes Essen bei McDonald’s mit dem Spieler. Lukas hätte eigentlich genug gehabt. Doch als sie am frühen Abend nach Hause kamen, saß sein Vater bereits fertig angezogen auf dem Sofa, das Mainz-05-Schal halb um den Hals geworfen, mit einem Bier in der Hand. „Heute Abend ist Werder gegen Mainz. Kommt ihr mit in die Kneipe? Ich hab schon Plätze bei 'Siggis Eck' reserviert.“ Lukas zögerte. Doch der Spieler sah ihn nur an und sagte: „Fußball schauen wir zusammen – egal wie’s läuft.“ Die Kneipe – Rote Trikots, rauer Ton „Siggis Eck“ war voll. Nicht überfüllt, aber dicht gedrängt – einige Werder-Fans, aber überraschend viele MainzAnhänger, darunter einige, die Lukas vom Stadionbesuch wiedererkannte. Sie setzten sich an einen der hinteren Tische, direkt unter einem Bildschirm. Lukas bestellte sich eine Apfelschorle, der Vater wie immer ein Pils. Der Spieler blieb zunächst bei Wasser. Das Spiel begann – und sofort war klar: Das wird kein leichter Abend. Das Spiel – Kampf, Krampf und Chaos zum Schluss 24. Minute: Bremen war aggressiv, laufstark, presste früh. Mainz kam kaum in den Rhythmus. 34. Minute: Eine Riesenchance durch Burkardt – aber Pavlenka im Bremer Tor parierte glänzend. Pause: 0:0 – Lukas war nervös, aber noch hoffnungsvoll. Dann kam die zweite Halbzeit. 58. Minute: 1:0 für Werder Bremen – Leonard Bittencourt Ein Schlenzer aus 20 Metern, unhaltbar für Zentner. Lukas schlug die Hände vors Gesicht. „Nicht schon wieder nach so einem Tag…“ Die letzten Minuten – Gelb-Rot und Eskalation Mainz drückte. Werder zog sich zurück – und dann verloren sie die Nerven: • 90+3 Minute: Gelb-Rot für Niklas Stark – Foulspiel an Gruda. • 90+4 Minute: Gelb-Rot für Marco Friedl – Meckern beim Schiedsrichter. • 90+8 Minute: Gelb-Rot für Trainer Ole Werner – wütender Ausraster an der Seitenlinie. Die Kneipe tobte. Einige Fans schrien, andere lachten. Lukas starrte auf den Fernseher. „Drei Platzverweise… und trotzdem kriegen wir’s nicht hin.“

Nach Abpfiff – Enttäuschung liegt in der Luft Der Schlusspfiff. SV Werder Bremen 1 – 0 1. FSV Mainz 05 Die Tabelle erschien auf dem Bildschirm: Mainz fiel auf Platz 6 zurück, punktgleich mit Mönchengladbach, Werder und Freiburg. Ein wichtiger Schritt in Richtung Europa war verpasst worden. Der Vater trank sein Bier aus, knallte das Glas auf den Tisch. „So spielen wir uns da unten fest. Immer dieselbe Leier.“ Lukas sagte nichts. Er hatte kein Bedürfnis zu schimpfen. Nur eine leere Müdigkeit breitete sich in ihm aus. Der Spieler legte ihm die Hand auf den Rücken. „Das war nicht dein Spiel. Aber es war dein Tag. Du hast ihn durchgestanden.“ Auf dem Heimweg – Schweigen unter Straßenlaternen Die drei gingen schweigend nach Hause. Nur das Knirschen der Kiesel unter ihren Schritten war zu hören. Am Hauseingang sagte der Vater: „Trotzdem gut, dass ihr mitgekommen seid. Nächstes Mal gibt’s hoffentlich wieder was zu feiern.“ Lukas nickte nur. Und ging ins Bett – enttäuscht, ja. Aber auch mit dem stillen Wissen: Heute war er aufgestanden. Heute war er draußen. Heute war er nicht allein. **Der 62. Tag endete mit einer Niederlage. Aber er war kein verlorener Tag. Denn selbst, wenn Mainz verliert – hat Lukas an diesem Tag den Kampf gegen sich selbst gewonnen.** 1. Februar 2025 – Der 63. Tag: Kein Fleischkäse und ein emotionaler Moment Der Morgen des 63. Tages begann eigentlich ganz ruhig. Lukas war früh aufgewacht, hatte sogar seine Kleidung ordentlich herausgelegt und den Einkaufszettel sorgfältig mit seiner Mutter vorbereitet. Heute sollte er mit dem Spieler gemeinsam die Wocheneinkäufe erledigen. Er hatte sich darauf gefreut – nicht auf das Einkaufen an sich, sondern auf ein kleines Highlight auf der Liste: warmer Fleischkäse vom Metzger in der Frischetheke. Mit Brötchen, Senf, vielleicht ein paar Gurken dazu – ein Ritual, das ihm seit Jahren Sicherheit gab. Ein fester Punkt. Etwas, das „immer“ da war. Im Supermarkt – alles läuft gut… bis zum Moment Sie fuhren mit der Bahn in den nahegelegenen Supermarkt. Lukas hatte den Einkaufswagen, der Spieler lief neben ihm mit der Liste in der Hand. • Joghurt – • Brot – • Tee – • Zahnpasta –

Gemüse – „Und gleich gibt’s Fleischkäse“, murmelte Lukas, fast wie ein Mantra. Er freute sich. Ehrlich. Die Vorstellung davon war wie ein sicherer Ort in seinem Kopf – nach den Rückschlägen der letzten Tage ein versprochener Trost. Doch dann kamen sie an die Frischetheke. Und dort hing ein kleines, unscheinbares Schild: "Heute leider kein Fleischkäse – Lieferung ausgefallen." • •

Der Zusammenbruch – ein kleiner Moment mit großer Bedeutung Lukas las den Zettel. Einmal. Dann nochmal. Er blinzelte. Dann spürte er, wie sich ein Druck in seinem Kopf aufbaute. Ein innerer Alarm – lautlos, aber unaufhaltsam. „Was? Kein Fleischkäse?“, flüsterte er. Er drehte sich um, sein Blick wurde starr, seine Atmung schneller. „Aber… das geht nicht. Das muss da sein. Es war immer da.“ Der Spieler trat langsam näher, wollte etwas sagen – doch in diesem Moment war es schon zu spät. Lukas ließ den Griff des Einkaufswagens los, knickte leicht ein – und ließ sich mitten auf dem Fliesenboden nieder, setzte sich einfach hin, wie ein Kind, das die Welt nicht mehr versteht. Er zog die Knie an die Brust, legte die Stirn darauf. Menschen blieben stehen, schauten – manche mitleidig, andere verständnislos. Der Spieler – ruhig, wach, beschützend Der Spieler ging ruhig in die Hocke, setzte sich direkt neben ihn – nicht zu nah, aber nah genug. Er sagte nichts. Kein „Reiß dich zusammen“, kein „Steh auf“. Nur: „Ich weiß. Das war zu viel. Nicht, weil’s Fleischkäse ist. Sondern weil du dich drauf verlassen hast.“ Lukas atmete flach. Nach einer Minute hob er leicht den Kopf. „Ich weiß, es ist dumm… aber das war mein Halt heute.“ Der Spieler schüttelte sanft den Kopf. „Es ist nicht dumm. Es ist ehrlich.“ Ein neuer Plan – und ein kleiner Trost Nach ein paar Minuten half der Spieler ihm sanft auf. Er übernahm den Wagen, Lukas lief schweigend nebenher. Am Kühlregal holten sie stattdessen Fleischkäse in Scheiben, zum Aufbacken. Nicht dasselbe – aber ein Symbol: „Du bekommst trotzdem, was du brauchst. Nur in anderer Form.“ Zuhause – Aufatmen

Zuhause angekommen, packten sie zusammen die Einkäufe aus. Der Spieler schob den Fleischkäse in den Ofen, stellte Senf, Gurken und Brötchen bereit – genau wie sonst. Als Lukas den ersten Bissen nahm, sagte er leise: „Ich dachte, ich wäre wieder so weit, dass mich sowas nicht mehr umhaut.“ Der Spieler antwortete: „Du bist so weit. Weil du nicht liegen geblieben bist. Du bist aufgestanden. Und hast weitergemacht.“ **Der 63. Tag brachte keinen warmen Fleischkäse vom Metzger. Aber er brachte einen ehrlichen Moment, eine Grenze, die erreicht wurde – und jemanden, der da war, als sie fiel. Und manchmal ist das mehr wert als alles andere.** 2. Februar 2025 – Der 64. Tag: Ein ungeliebter Geburtstag und ein gezielter Witz Der 64. Tag war von Anfang an… unangenehm angekündigt. Lukas wusste es schon seit einer Woche: Sein Cousin – jener aufgedrehte, laute Typ, der ihn schon als Kind ständig geneckt und sich über seine besonderen Eigenheiten lustig gemacht hatte – hatte Geburtstag. Er wurde 28. Und feierte, wie jedes Jahr, in der Wohnung der Tante. Die gleiche Tante, die ihn immer wieder mit Sätzen wie „So schlimm kann dein Autismus doch nicht sein“ konfrontierte. Die Mutter hatte sich entschuldigt, sie war krank und wollte zu Hause bleiben. Doch Lukas hatte versprochen, hinzugehen. Nicht für den Cousin. Nicht für die Tante. Sondern für sich. Ein Zeichen: Ich geh hin – auch wenn ich’s nicht will. Begleitet wurde er von Haaland und – etwas überraschend – seinem Vater, der sich aufrichtig Mühe gab, in letzter Zeit mehr Nähe zu Lukas aufzubauen. Der Weg zur Feier – Mit einer Bohrmaschine im Arm Lukas trug ein großes, rechteckiges Paket – in braunem Papier eingewickelt, mit einem Aufkleber: "Nicht gleich einschalten." Darin: eine Bohrmaschine, die sich der Cousin lautstark beim letzten Familientreffen „für seine neue Männer-Werkbank“ gewünscht hatte. Lukas hatte das Geschenk gemeinsam mit Haaland ausgesucht – aber den Spruch auf dem Aufkleber hatte er sich allein überlegt. „Wenn ich schon hingehe, dann mach ich’s zu meinem Moment.“ Ankunft bei der Tante – Eng, laut, angespannt Die Wohnung der Tante war voll. Mindestens 20 Personen, laute Musik, Gerüche von Frikadellen, Kartoffelsalat und zu starkem Parfüm mischten sich in der Luft. Lukas bekam gleich beim Reinkommen eine Umarmung der Tante, die wie immer zu eng war. „Schön, dass du’s auch mal schaffst, Lukas!“ Er sagte nichts dazu – nur ein gepresstes Lächeln. Der Cousin kam, grinste übertrieben. „Ey, du hast es geschafft! Na, hast du deinen Sozialmodus aktiviert?“ Haaland trat einen halben Schritt näher an Lukas her – der Cousin sah es, lachte nervös und

fügte „War ja nur Spaß.“

Das Geschenk – Und der Moment Als der Moment der Geschenke kam, reichte Lukas dem Cousin das große, schwere Paket. Der Cousin riss das Papier mit ungeduldigen Händen auf – und rief: „Geil! Eine Bohrmaschine! Genau die! Voll mein Ding!“ Dann sah er den Aufkleber. Lukas lächelte leicht und sagte laut: „Aber bitte nicht sofort benutzen. Vielleicht probierst du sie erst mal auf dem Fußboden von der Tante aus. Der klingt, als wär da was locker.“ Stille. Dann prustete Haaland los. Der Vater lachte laut und klopfte Lukas auf die Schulter. Einige Gäste kicherten, andere schauten verwirrt. Die Tante verzog das Gesicht. „Nicht lustig, Lukas.“ Doch der Cousin schien die Spitze gar nicht zu bemerken. „Witzig. Mach ich glatt. Gleich über’m Sofa.“ Später am Abend – Rückzug mit Würde Lukas hielt sich nicht lange. Nach etwa einer Stunde zog er sich mit Haaland und dem Vater in die Küche zurück, trank eine Apfelschorle, aß ein Stück Käsekuchen, und als alle im Wohnzimmer in laute KaraokeGesänge verfielen, stand er auf. „Ich glaub, das reicht. Ich war da. Ich hab gegeben. Ich hab meinen Moment gehabt. Und jetzt ist’s okay.“ Der Vater nickte. „Warst stark heute. Auch wenn’s keiner gemerkt hat – ich hab’s gesehen.“ **Der 64. Tag war kein Tag voller Freude. Aber ein Tag voller Haltung. Lukas ging an einen Ort, den er nicht mochte. Er blieb ruhig, war witzig, war präsent – und ging, als es gut war. Nicht weil er flüchtete. Sondern weil er sich selbst genug war.** 3. Februar 2025 – Der 65. Tag: Ein Tag zum Nicht-Gehen Nach dem unangenehmen Besuch beim Geburtstag seines Cousins am Vortag, der ihm viel Energie gekostet hatte, begann der 65. Tag mit einem Gefühl, das Lukas gut kannte – aber das er inzwischen nicht mehr mit Schwäche verwechselte: Er wusste, dass er heute zuhause bleiben musste. Nicht aus Faulheit. Nicht, weil er „keine Lust“ hatte. Sondern weil sein inneres Gleichgewicht durch den Trubel, die Sprüche, die Enge und die unterschwellige Anspannung in Schieflage geraten war. Er stand gegen 09:30 Uhr auf. Nicht übermüdet, nicht krank – aber ausgelaugt. Die Sonne fiel matt durchs Fenster, und draußen war es still.

Kein Kurs, kein Termin, keine Verpflichtung – nur Und ein Körper, der ihn darum bat, zur Ruhe zu kommen.

Der Vormittag – In Stille ankommen Lukas machte sich einen Tee, stellte sich ans Fenster und sah auf die Dächer von Mainz. Er hatte sein Handy auf „Nicht stören“ gestellt, den Laptop zugeklappt gelassen. Der Spieler trat später ins Wohnzimmer, sah Lukas am Fenster stehen und fragte leise: „Was liegt an heute?“ Lukas antwortete ruhig: „Nichts. Ich bleib heute einfach nur ich. Kein Supermarkt. Kein Kurs. Kein Menschenlärm.“ Der Spieler nickte, sagte nur: „Gut. Manchmal ist das das Mutigste, was man tun kann.“ Der Tag – Einfach sein Lukas verbrachte den Tag mit kleinen Dingen: • Er sortierte seine Ordner für den Kurs, ohne Druck. • Er las einige Seiten in seinem Notizbuch und ergänzte Gedanken zur Familienfeier. • Er hörte leise Klaviermusik, machte sich Nudeln mit Butter und Käse. • Und er legte sich am Nachmittag für eine Stunde aufs Sofa – nicht, um zu fliehen, sondern um zu atmen. Am Abend – Ein warmer Moment mit sich selbst Gegen Abend kochte er eine Kanne Tee, setzte sich an seinen Schreibtisch und schrieb: „Heute bin ich nicht aufgestanden, um zu gehen. Heute bin ich aufgeblieben, um bei mir zu bleiben. Und ich habe nichts verpasst – sondern mich ein Stück gefunden.“ Der Spieler trat nochmal herein, sah die Kanne und setzte sich wortlos dazu. Sie tranken Tee. Kein Fernseher, kein Handy. Nur Stille und das Wissen: Nicht jeder Tag muss laut sein, um bedeutend zu sein. **Der 65. Tag war ein Rückzug – aber kein Rückschritt. Er war ein Tag ohne Aufgaben, aber voller Bedeutung. Denn wer lernt, wann er nicht gehen muss, lernt auch, wohin er wirklich gehört: Zu sich selbst.** 4. Februar 2025 – Der 66. Tag: Noch ein Tag für sich Der 66. Tag begann genauso leise wie der vorherige geendet hatte. Lukas hatte in der Nacht gut geschlafen – das erste Mal seit Tagen wirklich durchgeschlafen. Kein wildes Träumen, kein nächtliches Wachliegen, kein Grübeln. Und als er gegen 09:00 Uhr aufwachte, spürte er: „Ich bin noch nicht so weit. Heute bleibe ich wieder hier.“ Er sagte es nicht mit Scham. Nicht mit dem Gefühl, „etwas nicht geschafft zu haben“. Sondern mit Klarheit. Zwei ruhige Tage hintereinander waren früher für ihn ein Zeichen gewesen, dass er „zurückfällt“. Doch heute wusste er: Das war kein Rückfall.

Es Auf seine Art.

Der Morgen – In Ruhe und Struktur Er schrieb sich eine kleine Liste: • Tee kochen ☑ • Fenster lüften ☑ • Email vom Kurs lesen ☑ • Musik hören ☑ • Nicht urteilen ☑ Dann setzte er sich mit seinem Notizbuch auf das Sofa, deckte sich mit einer Decke zu und hörte leise Musik von Ludovico Einaudi. Der Spieler ließ ihn weitgehend in Ruhe, kam nur einmal kurz ins Wohnzimmer, sah ihn und fragte mit einem verständnisvollen Blick: „Noch ein Tag für dich?“ Lukas nickte. „Noch einer. Morgen geh ich vielleicht wieder los. Aber heute bleib ich da.“ Der Spieler sagte nichts mehr – aber sein Nicken war wie ein stilles „Gut so.“ Der Tag – Ein Zuhause, das trägt Lukas kochte sich am Mittag eine einfache Suppe, räumte ein Regal um, sortierte alte Unterlagen und schmiss mehrere vergilbte Zettel weg, die ihn nur noch an Druck erinnerten. Er schrieb ein paar neue Ziele auf – keine großen Pläne. Nur Dinge wie: • Pünktlich aufstehen – aber ohne Wecker hassen • Im Kurs einfach nur da sein – nicht gleich glänzen müssen • Dem Spieler Danke sagen, wenn er nichts sagt Der Abend – Ein kleiner Schritt vor der Tür Am Abend stand er kurz am Fenster. Es war schon dunkel. Spontan warf er sich eine Jacke über und ging für zehn Minuten auf den Balkon. Nur atmen. Nur schauen. Nicht fliehen. Nicht hoffen. Nur spüren, dass die Welt noch da ist – und er auch. Als er wieder reinkam, sagte er zu sich selbst leise: „Das war der erste Schritt. Der zweite kommt bald.“ **Der 66. Tag war kein Aufbruch. Aber er war Vorbereitung. Ein weiterer stiller Tag, an dem Lukas bei sich blieb – nicht, weil er musste, sondern weil er sich erlaubte, nichts leisten zu müssen, um trotzdem wertvoll zu sein.** 5. Februar 2025 – Der 67. Tag: Zurück ins Tun, ein Schritt nach dem anderen

Nach zwei bewusst ruhigen Tagen, an denen Lukas ganz für sich geblieben war, klingelte am 67. Tag um 07:45 Uhr der Wecker – und zum ersten Mal seit über einer Woche drückte er ihn nicht weg. Er setzte sich im Bett auf, blinzelte ins gedämpfte Morgenlicht, das durch das Rollo fiel, und spürte: „Heute geh ich wieder.“ Nicht weil er „muss“. Sondern weil er will. Und weil er sich stark genug fühlte, diesen einen Schritt zurück in die Struktur zu machen. Der Morgen – Vorbereitung mit Respekt vor sich selbst In der Küche stand bereits Haaland, trank einen Tee und lächelte, als Lukas mit zerzausten Haaren und noch etwas müden Augen hereinkam. „Bereit für die Therapie?“ Lukas nickte langsam. „Ich will wieder da sein. Nicht perfekt. Nur da.“ Gemeinsam frühstückten sie in Ruhe. Ein Brötchen, etwas Butter, ein paar Gurkenscheiben. Lukas achtete darauf, nicht zu hetzen. Er packte seine Tasche mit Notizblock und Kopfhörern, zog seinen Lieblingspulli an und sagte beim Verlassen der Wohnung leise: „Ich bin gespannt, ob es sich gut anfühlt, zurückzukommen.“ Der Weg zur Therapie – Entschlossen und ruhig In der Straßenbahn saßen sie nebeneinander, redeten nicht viel. Lukas beobachtete die Stadt draußen, das Leben der anderen – und plötzlich, wie aus dem Nichts, spürte er kein Neid, keine Wut. Nur eine leise Dankbarkeit, dass er unterwegs war. Als sie bei der Einrichtung ankamen, wurde er von einer Betreuerin begrüßt, die ehrlich sagte: „Schön, dass Sie wieder da sind, Herr Zimmermann. Wir haben Sie vermisst.“ Lukas nickte. „Ich mich auch.“ Die Sitzung – Klarheit im Kopf In der heutigen Sitzung ging es um Energiereserven und Erschöpfungszeichen. Lukas sprach erstmals offen darüber, dass er „nicht ausgebrannt, aber vernebelt“ gewesen sei. Dass zwei Tage Zuhause nicht Schwäche, sondern Selbstschutz gewesen waren. Die Therapeutin nickte anerkennend. „Das ist ein großer Fortschritt – nicht nur zu merken, dass man erschöpft ist, sondern auch, es zu akzeptieren.“ Lukas schrieb sich einen Satz auf: „Ich bin nicht mein Kalender. Ich bin mein Kompass.“ Nach der Sitzung – Ein kleiner Energieschub Nach dem Termin gingen Lukas und Haaland noch ein paar Schritte durch die Straßen. Kurz vor der Haltestelle blieb Lukas stehen, zeigte auf einen kleinen Kiosk. „Ich hol mir einen Energy-Drink. Einen kleinen. Ich hab das Gefühl, ich darf mir jetzt ein bisschen Schub gönnen.“ Haaland grinste. „Solange du nicht zehn davon trinkst, ist das wohl verdient.“ Lukas kaufte sich einen eiskalten Energy mit Blaubeergeschmack, öffnete ihn direkt draußen und nahm einen kleinen Schluck. „Süß, künstlich, aber wach. Genau wie ich heute.“

**Der 67. Tag war kein Paukenschlag. Aber er war ein Tritt zurück in die Welt. Nicht laut. Nicht spektakulär. Aber ehrlich. Und manchmal beginnt der Weg zurück genau da, wo man sich einen Schluck Mut aus der Dose holt – und dann weitergeht.** 5. Februar 2025 – Der 67. Tag (Abend): Ein letzter Gang mit klarem Kopf Der Tag hatte für Lukas viele kleine Etappen gehabt – die Rückkehr zur Autismustherapie, der Spaziergang durch die Stadt, der Kauf der Kinokarten für den kommenden Tag. Doch obwohl es bereits später Nachmittag war, spürte Lukas: „Ich kann noch einen Schritt machen. Einen einfachen, aber wichtigen.“ Auf dem Heimweg mit Haaland – sie waren gerade auf Höhe der Haltestelle Schillerplatz – drehte sich Lukas plötzlich zu ihm: „Ich will noch kurz einkaufen. Nur ein paar Sachen. Nichts Großes, nur was ich wirklich brauche. Heute fühl ich mich sortiert genug dafür.“ Im Supermarkt – Routine mit Selbstvertrauen Sie gingen gemeinsam in den kleinen Supermarkt nahe der Altstadt. Lukas nahm einen Korb – keinen Wagen. Er wollte nicht übertreiben. Er lief konzentriert durch die Gänge: • Tee – er entschied sich für Kamille, seinen „Zur-Ruhe-Kommen-Tee“ • Ein kleines Brot – für das Frühstück morgen • Müllbeutel – die waren zuhause alle • Und eine Tafel Schokolade mit Salzkaramell – „fürs gute Gefühl“, wie er leise vor sich hin sagte Während Haaland ihn begleitete, hielt er respektvoll Abstand, ließ Lukas machen. Er wusste: Es war nicht „nur“ ein Einkauf. Es war ein Zeichen. Lukas erledigte Alltagsaufgaben – bewusst, selbstständig, klar. An der Kasse packte Lukas alles ruhig ein, nickte der Kassiererin höflich zu und sagte sogar: „Schönen Abend noch.“ Draußen – Eine ruhige Straße und ein stiller Stolz Als sie wieder draußen standen, war es bereits dunkel. Die Straßenlaternen tauchten die Gehwege in ein sanftes Gelb. Der Einkauf baumelte in Lukas’ Hand. Kein Zittern, kein Überreizen – nur ein zufriedenes, stabiles Gefühl. „Früher hat mich so ein Abend gestresst. Jetzt… bin ich einfach ruhig. Nicht weil alles perfekt ist. Sondern weil ich mich nicht verloren hab.“ Haaland lächelte. „Heute war ein Tag, an dem du nicht gefallen musstest. Und trotzdem bist du gewachsen.“ **Der 67. Tag endete nicht spektakulär. Aber er Mit einem Einkauf, der

endete kein Einkauf

sondern ein stiller Sieg über alte Muster. Denn wer in Ruhe einkaufen kann, hat oft viel mehr erreicht, als er selbst zuerst glaubt.** 6. Februar 2025 – Der 68. Tag (Mittag): Wenn Pläne sich verschieben – und trotzdem alles gut wird Am 68. Tag war Lukas früh aufgestanden. Er hatte gut geschlafen, die Gedanken waren klar, und sein Kalender sagte: 12:30 Uhr Treffen mit seiner Assistentin und Haaland beim Kino. Doch bevor er sich etwas Schönes gönnen konnte, stand noch etwas anderes an: ein längst vereinbarter Arzttermin, der schon einmal verschoben worden war. Heute sollte er endlich stattfinden – ein kurzer Check, Routine, nichts Schlimmes. Der Termin war um 11:30 Uhr angesetzt. Eine Stunde vorher – das müsste locker reichen. Im Wartezimmer – Die Uhr als Gegner Lukas kam pünktlich in der Praxis an, meldete sich an und setzte sich in den Warteraum. Zwei weitere Personen saßen bereits da, leise Gespräche im Hintergrund, das typische Rascheln von Zeitschriften, der Duft von Desinfektionsmittel in der Luft. Doch nach zehn Minuten schaute Lukas bereits auf die Uhr. 11:40… 11:50… Er rutschte auf dem Stuhl hin und her. Haaland, der draußen wartete, schrieb ihm eine Nachricht: „Alles okay bei dir?“ Lukas antwortete: „Ja, aber dauert. Hoffe, es reicht noch fürs Kino…“ 12:10 Uhr – Noch immer nichts Langsam wurde es eng. Lukas stand auf, ging zur Anmeldung. „Wissen Sie, wie lange es noch etwa dauert? Ich habe gleich einen wichtigen Termin…“ Die Sprechstundenhilfe lächelte geübt. „Wir sind etwas im Verzug. Noch zwei vor Ihnen, aber ich geb Bescheid.“ Lukas nickte, setzte sich wieder. Die Unruhe in ihm wuchs. Er hatte sich auf den Tag gefreut – und jetzt schien alles aus dem Ruder zu laufen. 12:25 Uhr – Die Assistentin taucht auf Gerade als Lukas überlegte, ob er den Termin abbrechen sollte, öffnete sich die Eingangstür. Seine Assistentin trat ein – leicht außer Atem, aber freundlich lächelnd. „Ich hab Haaland getroffen – er meinte, du bist noch hier. Ich dachte, ich komm lieber direkt her.“ Lukas atmete auf. „Ich dachte, ich verpasse alles… Ich wollte es heute mal richtig machen.“ Die Assistentin setzte sich neben ihn. „Lukas… dass du überhaupt vorher einen Arzttermin wahrnimmst, obwohl du weißt, dass danach etwas Schönes geplant ist – das zeigt, wie sehr du gewachsen bist. Und wie ernst du dich selbst nimmst.“ 12:40 Uhr – Endlich aufgerufen

Kurz darauf fiel endlich sein Name. Die Untersuchung verlief schnell – ein kurzes Gespräch, ein paar Checks, nichts Akutes. Als er mit der Assistentin wieder herauskam, wartete Haaland bereits vor der Praxis, mit einem Schokoriegel in der Hand. „Für die Nerven. Ich dachte, du könntest einen brauchen.“ Lukas nahm ihn dankbar an, biss ab und lachte zum ersten Mal an diesem Tag. „Ich dachte, alles geht schief. Aber jetzt… hab ich euch beide da. Und wir schaffen’s noch ins Kino.“ **Der 68. Tag war einer dieser Tage, an denen Zeitpläne bröckeln – aber Beziehungen tragen. Und Lukas erkannte: Manchmal ist nicht die Uhr entscheidend, sondern dass man trotzdem gemeinsam ankommt. 6. Februar 2025 – Der 68. Tag (später Mittag): Wenn ein schöner Plan nicht aufgeht – und etwas Schweres kommt Nach dem verspäteten, aber doch noch gelungenen Arzttermin, war Lukas zusammen mit seiner Assistentin und Haaland schnell Richtung Kino unterwegs. Er hatte die Kinokarten gestern voller Vorfreude gekauft – Luxussitze, perfekte Mitte, großes Kinoerlebnis. Und er hatte sich den Film ausgesucht, weil er ruhig, menschlich und trotzdem spannend war – genau das Richtige für ihn und seine Begleitung. Aber als sie endlich an der Kinokasse eintrafen, war es bereits 13:10 Uhr. Der Film hatte um 13:00 Uhr begonnen. Die Dame am Ticketschalter sagte: „Einlass ist nach Filmbeginn leider nicht mehr möglich. Vor allem nicht in den Luxussitzen – Sie würden die anderen Gäste stören.“ Lukas’ Gesicht wurde blass. „Aber… wir haben bezahlt. Ich wollte das so gern. Ich hab alles vorbereitet.“ Die Assistentin – mit schwerem Ton Die Assistentin legte ihm die Hand auf den Arm. „Lukas, es tut mir leid. Ich weiß, wie viel dir das bedeutet hat.“ Doch dann zögerte sie, warf Haaland einen kurzen Blick zu, und sagte mit gedämpfter Stimme: „Ich muss mit dir und deiner Mutter etwas besprechen. Etwas Wichtiges. Es geht um deine Unterstützung. Und es ist leider nichts, was ich aufschieben kann.“ Lukas erstarrte. „Heißt das… etwas wird gekürzt? Oder ich verliere etwas?“ Die Assistentin wich seinem Blick nicht aus. „Ich kann es dir noch nicht vollständig sagen. Nur: Es gibt neue Vorgaben. Und ich will, dass du vorbereitet bist, bevor es offiziell wird. Deswegen müssen wir drei reden. Bald.“ Lukas – zwischen Enttäuschung und Sorge Der versäumte Film, der Stolz auf seinen gut vorbereiteten Plan, die intensive Woche – alles fiel in sich zusammen.

Lukas sagte kein Wort. Er starrte auf die gläserne Eingangstür des Kinos, wo das Filmplakat flackerte. „Ich wollte nur, dass heute mal alles klappt.“ Haaland legte ihm ruhig die Hand auf den Rücken. „Du hast getan, was du konntest. Und das zählt. Dass andere Dinge dazwischenkommen – das ist nicht deine Schuld.“ Was blieb – Ein Gespräch, das anstand Sie verließen das Kino schweigend. Lukas sagte nach ein paar Minuten nur: „Ich will nicht, dass wieder alles an mir zieht. Ich hab grad erst angefangen, mich sicher zu fühlen.“ Die Assistentin nickte traurig. „Deshalb will ich es dir früh sagen. Und gemeinsam mit euch überlegen, was wir tun können.“ **Der 68. Tag endete nicht mit Popcorn und Bildern auf der Leinwand. Aber mit Wahrheit. Und mit der Erkenntnis: Manchmal scheitert nicht der Tag – sondern der Plan. Doch wer Unterstützung ernst nimmt, wird auch durch Unsicherheit getragen. Vor allem, wenn er nicht allein ist.** 6. Februar 2025 – Der 68. Tag (Abend): Ein Abschied, den keiner wollte Nach dem geplatzten Kinobesuch, der nervlichen Anspannung in der Praxis und dem überraschenden Gesprächsansatz der Assistentin, war Lukas innerlich erschöpft. Doch an diesem Abend entschloss sich die kleine Gruppe – Lukas, Haaland, der Vater und die Assistentin – trotz allem noch in ein Restaurant zu gehen. Nicht um zu feiern. Sondern um zusammen zu sein. Es war ein kleines Lokal in der Altstadt, ruhig gelegen, warm eingerichtet mit weichen Lampen, hölzernen Tischen und gedämpfter Musik. Sie setzten sich in eine Nische am Fenster. Lukas bestellte sich Nudeln mit Sahnesoße, Haaland wählte gegrilltes Gemüse mit Fladenbrot, die Assistentin trank nur eine Apfelschorle. Das Gespräch – Kein leichter Satz Die Stimmung war zurückhaltend, fast vorsichtig. Lukas spürte, dass da noch etwas kam – etwas, das mehr war als die organisatorische Ankündigung vom Nachmittag. Nach der Vorspeise, als die Teller langsam abgeräumt wurden, räusperte sich die Assistentin. Sie sah Lukas direkt an – ruhig, ehrlich, mit einem warmen Blick, der ihm vertraut war. „Lukas… ich hab dir heute schon gesagt, dass sich etwas ändert. Jetzt möchte ich dir erklären, warum.“ Lukas hielt in der Bewegung inne, legte langsam die Gabel ab. Haaland schaute ebenfalls auf – aufmerksam, aber ruhig. Die Assistentin sprach leise weiter: „Mein Mann… also mein Lebenspartner… bei ihm wurde Krebs diagnostiziert. Sehr plötzlich. Sehr ernst.“

Es wurde still am Tisch. Nicht unangenehm – sondern still vor Ehrfurcht. „Ich werde erstmal pausieren. Nicht für immer, aber für eine Weile. Ich muss für ihn da sein. Und ich hoffe, du verstehst das.“ Lukas blickte auf die Tischkante. Sein erster Impuls war Angst. Verlust. Nicht wieder. Nicht jetzt. „Bekomme ich jemanden neuen?“, fragte er schließlich leise. Die Assistentin nickte sanft. „Ja. Ich habe mit dem Träger gesprochen. Es gibt jemanden, der dich übernehmen kann. Ich werde dich auch in der Übergabe begleiten. Ich gehe nicht einfach weg, Lukas. Aber ich kann dich gerade nicht so unterstützen, wie du es verdienst.“ Lukas – Traurig, aber nicht wütend Er schluckte Dann sah er sie an. „Ich bin Weil ich dir vertraut Weil du mich verstanden Aber ich will nicht, dass du das Gefühl hast, ich wär Ich bin einfach… überfordert.“ Die Assistentin streckte die Hand aus, berührte leicht seinen Arm. „Es ist in Ordnung, traurig zu Und ich danke dir, dass du trotzdem so ruhig bleibst.“ Haaland sagte schließlich, ruhig wie immer: „Du bist enttäuscht, Aber nicht Wir kriegen das Auch mit jemand Weil du stärker bist, als du glaubst.“

schwer. traurig. habe. hast. dir böse. sein. Lukas. allein. hin. Neuem.

Der Abend ging weiter – stiller als sonst, aber gemeinsam Sie aßen den Rest der Mahlzeit in nachdenklichem Schweigen. Lukas sagte später noch, dass er „nicht reden will, aber auch nicht alleine sein will“. Also liefen sie zu dritt schweigend nach Hause. Jeder mit seinen Gedanken. Doch alle in der gleichen Richtung. **Der 68. Tag endete mit einem Abschied. Nicht laut. Nicht endgültig. Aber spürbar. Und Lukas lernte: Manche Veränderungen tun weh – nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil sie zeigen, wie wichtig jemand war.** 7. Februar 2025 – Der 69. Tag: Fast perfekt – und trotzdem ein kleines Stolpern

Am 69. Tag war etwas anders. Schon beim Aufstehen fühlte sich Lukas ein klein wenig sortierter. Nicht völlig ruhig – aber zielgerichtet. Er hatte sich den Abend zuvor einen Wecker auf 06:30 Uhr gestellt, den Rucksack am Abend gepackt: ✔ Block ✔ Kugelschreiber ✔ Taschenrechner ✔ Skript ✔ aktueller Fall ✔ Wasserflasche ✔ belegtes Brötchen „Morgen will ich es endlich mal richtig machen“, hatte er noch zu sich selbst gesagt. Und tatsächlich: Er frühstückte, zog sich rechtzeitig an, kontrollierte die Tasche sogar noch einmal. Dann fuhr er los – zusammen mit Haaland, der ihn wie üblich begleitete, aber heute mehr beobachtete als einwirkte. 08:58 Uhr – Am Ziel, aber zu spät für die neue Regel Sie kamen zwei Minuten vor Kursbeginn am VHS-Gebäude an. Pünktlich. Zum ersten Mal. Ein Moment, der Lukas ein kurzes Hochgefühl gab. Doch kaum hatte er die Tür geöffnet, sah er die Dozentin, die ihn mit einem klaren Blick empfing. „Lukas, schön, dass Sie heute pünktlich sind. Aber erinnern Sie sich an das Schreiben von letzter Woche?“ Lukas stockte. Dann erinnerte er sich: "Ab sofort bitte 15 Minuten vor Kursbeginn vor Ort sein." Sein Herz rutschte leicht in die Hose. „Ich... ich hab's vergessen. Ich war so konzentriert darauf, alles einzupacken, dass ich das mit der Viertelstunde… nicht mehr gedacht hab.“ Die Dozentin blieb ruhig, aber sachlich. „Ich sehe, dass Sie vorbereitet sind – das ist gut. Aber Teil von Vorbereitung ist auch das Einhalten der neuen Struktur. Nehmen Sie heute bitte Platz – und nächste Woche erinnern Sie sich früher.“ Im Kursraum – Stolz und Frust gleichzeitig Lukas setzte sich an seinen Platz. Er war vorbereitet, hatte alles dabei, sogar eigene Notizen, die er in der Pause der letzten Sitzung angefertigt hatte. Doch der Stolz darüber mischte sich mit einer kleinen Enttäuschung über sich selbst. „Ich war so nah dran. Warum reicht es nie ganz?“ Haaland flüsterte ihm von hinten zu: „Du hast heute mehr geschafft als in vielen Wochen zuvor. Der letzte Schritt war nicht zu spät – er war einfach noch nicht ganz zu Ende gedacht. Aber du gehst ihn. Und das ist entscheidend.“

Der Unterricht – Konzentration mit einem Hauch Ehrgeiz Der heutige Stoff war nicht leicht: Bestandskonten und der Abschluss über das GuVKonto. Aber Lukas arbeitete mit. Schrieb konzentriert mit, beteiligte sich sogar einmal an der Lösungsfindung. Sein Kopf war nicht mehr mit „Bin ich zu spät?“ oder „Hab ich alles?“ beschäftigt. Er war bei der Sache. Und das, so wusste er innerlich, war sein echter Fortschritt. **Der 69. Tag war fast perfekt. Nicht vollständig – aber grundlegend richtig. Und Lukas erkannte: Manchmal kommt man pünktlich an und merkt erst im Raum, dass es mehr als Ankommen braucht. Aber wer den Weg sieht, ist längst dabei, ihn zu meistern.** 8. Februar 2025 – Der 70. Tag: Ein Spiel ohne Tore, aber nicht ohne Bedeutung Der 70. Tag begann für Lukas mit einer Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Mainz 05 spielte zu Hause gegen den FC Augsburg – ein Spiel, das für die Tabelle und das Selbstverständnis des Vereins enorm wichtig war. Nicht, weil es ein Duell um die Spitze war, sondern weil Mainz die Chance hatte, den 7. Platz zu festigen – und damit weiter auf einen Europa-Conference-League-Platz zu schielen. Lukas hatte sich schon zwei Tage zuvor Tickets besorgt. Zusammen mit Haaland würde er auf die barrierefreien Plätze in der MEWA Arena gehen, wie sie es sich inzwischen als kleines Ritual angewöhnt hatten. Der Weg ins Stadion – Rote Schals, ruhiger Puls Am späten Vormittag machten sich die beiden auf den Weg. Lukas trug seinen Mainz-Schal, darunter das schwarze Auswärtstrikot mit rotem Muster. Er war ruhig – kein Überreiz, keine Nervosität, einfach konzentrierte Erwartung. „Ich weiß, dass es heute schwer wird“, sagte er zu Haaland, „aber ich will einfach mal wieder 90 Minuten da sein. Egal wie’s ausgeht.“ Haaland antwortete nur: „Dann sind wir heute nicht für ein Ergebnis hier. Sondern für dich.“ Das Spiel – 0:0 auf dem Papier, viele Momente im Herzen Sie saßen unter der Tribüne, nahe der Mittellinie, gute Sicht, angenehme Atmosphäre. Die MEWA Arena war mit über 28.000 Zuschauern fast ausverkauft, die Stimmung elektrisiert, obwohl beide Mannschaften defensiv auftraten. 1. Halbzeit: Mainz hatte mehr Ballbesitz, spielte aber oft zu umständlich. Augsburg stand tief. Gruda hatte eine große Chance in der 34. Minute, doch der Ball prallte an den Pfosten. 2. Halbzeit: Die Partie wurde härter. Viele Fouls, viele Unterbrechungen. In der 71. Minute hielt der Mainzer Keeper einen gefährlichen Fernschuss von Demirović – das lauteste Raunen des Spiels. 90. Minute: Ein letzter Eckball für Mainz.

Lukas stand auf, Burkardt stieg hoch, köpfte – drüber. Abpfiff – 0:0 Keine Tore. Aber auch keine Niederlage.

Stadion. Jubel.

Nach dem Spiel – Gemischte Gefühle Lukas setzte sich wieder hin, atmete tief durch. „Das war… frustrierend. Aber auch irgendwie okay.“ Haaland nickte. „Du warst da. Du hast alles mitbekommen. Keine Reizüberflutung, keine Panik. Das ist dein Sieg heute.“ Auf dem Videowürfel erschien die aktualisierte Tabelle: 7. Platz – Mainz 05 – 48 Punkte Dicht gefolgt von Bremen (47), Mönchengladbach (45), Stuttgart (44). Lukas machte ein Foto mit dem Handy, speicherte es in einem neuen Ordner: „Ziele 2025 – emotional, nicht nur sportlich.“ Der Heimweg – Leise Worte, laute Gedanken Auf dem Heimweg durch die Straßen von Mainz war Lukas still, aber in sich ruhend. Er sah die Familien mit Kindern, hörte Fans diskutieren, roch Bratwurst und Bier. „Ich hab nicht gefeiert. Aber ich hab auch nicht verloren.“, sagte er plötzlich. „Und das zählt.“ **Der 70. Tag hatte keine Tore, aber ein Gefühl von Kontrolle, Präsenz und Zugehörigkeit. Und manchmal ist das größere Ergebnis nicht auf der Anzeigetafel – sondern in einem selbst. Und Lukas stand heute 90 Minuten fest auf seinem Platz.** 9. Februar 2025 – Der 71. Tag: Ein Tag im Rückzug Der 71. Tag begann langsamer als die Tage zuvor. Nach dem torlosen Spiel im Stadion, der Anspannung der Woche und der emotionalen Nachricht von seiner Assistentin spürte Lukas am Morgen direkt: „Heute bleibe ich zuhause.“ Nicht, weil etwas Schlimmes war. Nicht, weil er sich überfordert fühlte. Sondern weil er Ruhe brauchte. Tiefe Ruhe. Nicht nur körperlich – sondern emotional. Der Morgen – Ein stiller Start Lukas stand gegen 9:30 Uhr auf, ohne Wecker. Draußen war es trüb, leichter Nieselregen auf den Fensterscheiben, die Straßen unter seinem Fenster glänzten nass im Licht der Straßenlaternen. Er machte sich einen Tee, setzte sich mit einer Decke auf das Sofa und öffnete kein Handy, kein Fernseher, kein Tablet. Nur Stille. Und sein Notizbuch. Er schrieb: „Ich war gestern da. Ich war ganz bei mir. Heute darf ich weg von allem sein – und trotzdem nicht verloren.“

Der Tag – Kleine Dinge, großer Wert • Er kochte sich Reis mit Butter und Ei, so wie er es in schwierigen Tagen oft tat. • Er spielte leise Klaviermusik über die Lautsprecher, ließ sich von den Tönen treiben. • Er las in einem alten Manga-Band, den er früher oft in stressigen Phasen zur Hand genommen hatte. • Und am Nachmittag räumte er einen kleinen Bereich seines Schreibtisches auf, ohne es zu planen. Haaland trat einmal kurz ins Zimmer, fragte freundlich: „Alles gut?“ Lukas antwortete: „Ja. Heute ist mein Ich-Bleib-Hier-Tag.“ Und Haaland nickte. „Dann bleib. Du hast’s verdient.“ Der Abend – Ein Licht in der Stille Zum Abend hin zündete Lukas eine Kerze an. Keine besonderen Worte, kein Anlass – nur das Bedürfnis, etwas Weiches im Raum zu haben. Er saß einfach da, beobachtete das Flackern und ließ den Tag durch sich hindurchziehen. Keine Reue. Keine Angst. Nur ein stilles Anerkennen: „Ich bin nicht jeden Tag stark – aber ich bin jeden Tag ich.“ **Der 71. Tag war kein Erlebnis. Er war ein Innehalten. Ein liebevolles Ja zum Rückzug, zum Durchatmen, zum Kraftsammeln. Und Lukas wusste: Nicht jeder Schritt muss sichtbar sein – manche sind leise. Aber trotzdem wichtig.** 10. Februar 2025 – Der 72. Tag: Geduld mit Zeit Der 72. Tag begann für Lukas mit einer Mischung aus Frust und Pflichtgefühl. Seine Smartwatch, die er sich erst zu Weihnachten vor zwei Monaten gegönnt hatte – mit viel Planung, Sparen und Vorfreude – zeigte seit einigen Tagen ein merkwürdiges Verhalten: Der Akku hielt kaum noch einen halben Tag. Was anfangs nach einem kleinen Softwarefehler aussah, stellte sich nun als dauerhaftes Problem heraus. Lukas hatte sich lange dagegen gewehrt, sie einzuschicken. Aber heute sagte er leise beim Frühstück zu Haaland: „Es nervt mich. Und ich fühl mich irgendwie… enttäuscht. Aber ich will mich kümmern. Nicht warten, bis sie ganz kaputt ist.“ Der Weg zum Elektronikmarkt – Mit mulmigem Gefühl Gegen 10:30 Uhr fuhren sie gemeinsam zum großen Elektronikmarkt in der Mainzer Neustadt. Lukas hatte alles dabei: Rechnung, Garantiekarte, Originalverpackung. Trotzdem spürte er einen inneren Widerstand. „Was, wenn sie sagen, es ist mein Fehler? Oder ich sie nicht richtig behandelt hab?“

Haaland schüttelte ruhig den Kopf: „Du hast sie getragen. Nicht gequält. Und wenn etwas kaputt ist, ist es okay, Hilfe zu holen.“ Im Markt – Zwei Stunden Warten, sieben Uhrzeiten durchgedacht Die Abteilung für Service und Reparaturen war gut besucht. Am Ticketschalter zogen sie die Nummer A-143 – die aktuelle Anzeige war bei A-118. „Das kann dauern…“, murmelte Lukas. Und es dauerte. Zwei volle Stunden. Sie setzten sich auf die kleine Wartebank in der Nähe der Kaffeestation, neben ein paar genervte Eltern mit kaputten Tablets und einen Mann, der wild mit seinem Smartphone telefonierte. Lukas versuchte sich abzulenken: Er blätterte durch Werbeprospekte, machte sich Notizen über mögliche Ersatzmodelle, aber nach einer Stunde wurde er innerlich unruhig. „Es fühlt sich an, als würde meine Zeit hier einfach nur weglaufen. Ich wollte eigentlich lernen… oder wenigstens was Sinnvolles tun.“ Haaland antwortete leise: „Du tust gerade was sehr Sinnvolles. Du kümmerst dich. Du regelst was. Nicht alles, was sinnvoll ist, fühlt sich gleich so an.“ Der Termin – Vorsichtig, aber bestimmt Endlich wurde A-143 aufgerufen. Der Techniker war freundlich, sachlich, wirkte kompetent. Lukas erklärte, was nicht funktionierte – sogar mit selbstgeführten Akkuprotokollen, die er akribisch dokumentiert hatte. Der Techniker nickte beeindruckt. „Das ist eindeutig ein Fehler. Kein Wasserschaden, keine Gewalteinwirkung. Wir schicken sie ein – dauert etwa zehn Werktage. Sie bekommen einen Beleg – und falls es ein Austauschgerät wird, melden wir uns.“ Lukas unterschrieb, bekam das Dokument und ging mit einem leer wirkenden linken Handgelenk zurück zu Haaland. „Jetzt hab ich keinen Taktgeber mehr…“ Haaland grinste: „Dann hör heute mal auf dich selbst. Der innere Takt ist meistens der ehrlichste.“ Der Abend – Ohne Uhr, aber mit Gefühl Zuhause angekommen, spürte Lukas den leichten Phantomdruck am Handgelenk. Immer wieder hob er den Arm – und war irritiert, dass nichts aufleuchtete. Doch dann schrieb er einen Satz in sein Notizbuch: „Ich hab heute nicht nur eine Uhr abgegeben. Ich hab Verantwortung übernommen – für mich.“ **Der 72. Tag war kein Tag mit Technik. Aber ein Tag Und Lukas Manchmal geht etwas nicht weil man etwas

kaputt gemacht

Geduld. lernte: – hat,

sondern weil Dinge eben so sind. Aber wie man damit umgeht – das entscheidet, wie stark man wirklich tickt.** 10. Februar 2025 – Der 72. Tag (Abend): Fleischkäse, Vorrat und ein stilles Prost Nach dem langen Tag voller Warten, Gespräche und dem Abschied von seiner Smartwatch, hätte Lukas allen Grund gehabt, einfach nur aufs Sofa zu fallen. Doch am frühen Abend, als der Himmel langsam dunkel wurde und die Straßenlaternen sich im nassen Asphalt spiegelten, sagte er plötzlich zu Haaland: „Ich will nochmal raus. Diesmal einkaufen – richtig. Ich brauch Vorrat. Und... Fleischkäse.“ Haaland lächelte. „Das klingt nach einem echten Plan.“ Im Supermarkt – Zielgerichtet und ruhig Gegen 18:45 Uhr betraten sie gemeinsam den großen Supermarkt im Zentrum. Lukas steuerte den Wagen – entschlossen, nicht hektisch. Heute war kein Reiz-Tag, sondern ein Routine-Abend, und das tat gut. Sie gingen zuerst zur Frischetheke. Und da lag er – goldbraun glänzend, frisch angeschnitten, dampfend: der heißgeliebte Fleischkäse. Lukas grinste fast kindlich, zeigte darauf: „Zweimal 150 Gramm, bitte. Und diesmal mit Senf zum Mitnehmen.“ Dazu kamen: • Zwei Paar grobe Bratwürste • Lyoner für Frühstück • Ein halber Ring Fleischwurst • Kartoffelsalat Im restlichen Laden holte Lukas zielgerichtet alles, was er brauchte: • Frisches Brot • Obst (diesmal Trauben und Bananen) • Müsli • Wasser, Saft und ein paar Joghurts • Waschmittel und Zahnpasta Am Ende nahm er aus der Kühlzone noch zwei kleine Flaschen Bier mit – eines für ihn, eines für Haaland. Zuhause – Ein stilles Abendbrot mit Symbolkraft Zurück in der Wohnung verstauten sie erst gemeinsam den Einkauf. Lukas öffnete die Fleischkäsepackung, schnitt zwei dicke Scheiben auf, erwärmte sie vorsichtig in der Pfanne, richtete alles mit Senf, Brot und ein paar Gurken an. Sie aßen gemeinsam am Küchentisch, das Licht warm, der Ton leise. Kein Radio, kein Fernseher – nur das Klicken der Gabeln und das Gefühl von „Ich hab mich heute um mich gekümmert.“ Als sie fertig gegessen hatten, stellte Lukas die beiden Bierflaschen auf den Tisch. „Für heute. Weil’s zwar nicht laut war – aber trotzdem wichtig.“ Sie stießen an. Ein einfaches Klack. Kein Toast. Keine großen Worte. Aber dafür ein Blick, der sagte: „Du hast heute bestanden – nicht gegen etwas, sondern für dich selbst.“ **Der 72. Tag endete mit Fleischkäse, Würsten und einem Bier.

Aber noch mehr mit einem Gefühl von Selbstbestimmung. Denn wer es schafft, nach einem schwierigen Tag nochmal loszugehen, und sich das zu holen, was ihm guttut – der hat mehr erreicht als jede Uhr je anzeigen könnte.** 11. Februar 2025 – Der 73. Tag: Nachholen, was fehlt – und Zeit, die zählt Der 73. Tag begann ruhig, fast schon routiniert. Draußen hingen dichte graue Wolken über Mainz, die Bäume wankten leicht im Wind, und auf den Straßen lagen Reste von nassem Laub. Im Inneren jedoch war Lukas klar und wach, wenn auch noch etwas müde. Es war ein Montag – aber kein stressiger, sondern einer dieser Tage ohne Druck, an denen man nachholen konnte, was liegen geblieben war. Beim Frühstück – zwei Scheiben Toast, Frischkäse, ein Becher Kakao – fiel ihm auf: „Ich hab das Mehl vergessen. Und die Butter. Und… Milch hab ich auch keine mehr.“ Haaland saß ihm gegenüber und hob die Augenbraue, halb grinsend. „Du meinst, wir waren gestern einkaufen – und du willst heute nochmal los?“ Lukas nickte. „Ich hab das Brot geplant. Richtiges. Selbstgebackenes. Aber ohne Mehl wird’s… nur heiße Luft.“ Der Einkauf – Ungeplant geplant Gegen späten Vormittag machten sie sich erneut auf den Weg. Diesmal kein großer Markt, sondern der kleine Supermarkt an der Ecke, den Lukas früher oft gemieden hatte, weil er eng war, unübersichtlich, und die Regale so dicht standen, dass man sich leicht beobachtet fühlte. Doch heute war etwas anders: Lukas ging mit festem Schritt hinein, den Kopf leicht nach unten geneigt, aber ohne Scheu. Er hatte einen Einkaufszettel – handgeschrieben: • Mehl • Butter • Milch • Eier • Kräuterfrischkäse • 1 Tafel Schokolade („Zur Belohnung“) Während Haaland ihm ruhig durch die engen Gänge folgte, nahm Lukas einen Korb und arbeitete die Liste ab. Beim Mehl musste er suchen – doch statt aufzugeben, fragte er freundlich einen Mitarbeiter. „Entschuldigung… wo ist das Weizenmehl?“ Der Mitarbeiter zeigte es ihm. Und Lukas, der sonst bei solchen Kontakten oft nervös wurde, nickte, sagte sogar: „Dankeschön.“ An der Kasse – Ein kurzer Stolz-Moment An der Kasse kam dann der stille Sieg des Tages: Lukas rechnete vorab alles grob im Kopf, hatte genug Geld dabei, und als er bezahlte, sagte die Kassiererin: „Das war sehr ordentlich zusammengestellt. Besser als manch Großeinkauf.“ Er lächelte schüchtern, nahm den Bon und antwortete: „Ich hab gelernt: Wenn ich’s plane, stresst es mich nicht.“ Nachmittags – FIFA, Freundschaft und Frustabbau

Zuhause angekommen, verstauten sie die Einkäufe. Lukas stellte die Milch direkt in den Kühlschrank, legte die Schokolade beiseite mit einem leisen: „Die gibt’s später – wenn ich verliere.“ Haaland sah ihn an. „Also bald?“ Lukas lachte. „Warte du mal.“ Dann gingen sie ins Wohnzimmer, wo die Konsole wartete. Das Spiel – Spannung im Wohnzimmer Sie starteten FIFA 24, den Modus „Anstoß“. Lukas spielte mit seinem Lieblingsteam Mainz 05, Haaland nahm Manchester City – nicht aus Überheblichkeit, sondern weil er „gern was Kompliziertes“ spielen wollte. Die erste Halbzeit war zäh. 0:0, viele Fouls, einige Lattenschüsse. Lukas spielte konzentriert, nicht wild. Kein Fluchen, kein nervöses Klicken – sondern ruhige Kontrolle, die er auch durch die Therapie gelernt hatte. 60. Minute – 1:0 für Mainz Burkardt mit einem Drehschuss. Lukas sprang auf, rief: „Der war ehrlich verdient!“ Haaland nickte grinsend. „Ich lass dich nur gewinnen, weil ich gestern das Bier ausgesucht hab.“ 82. Minute – 1:1 Kevin De Bruyne mit einem Fernschuss. Lukas seufzte. „Na gut. Jetzt ist’s wieder offen.“ 88. Minute – Elfmeter für Mainz. Lukas übernahm. Kurzer Atem, schwitzige Hände. Er verlud den Keeper – Tor. 2:1. Abpfiff. Sieg. Das Ende – Schokolade, Sofa, Stille Nach dem Spiel lagen sie entspannt auf dem Sofa. Lukas öffnete die Tafel Schokolade, brach sie in Stücke und legte sie zwischen sich. Kein großes Gespräch, nur das leise Knacken der Schokolade und das Flackern des Fernsehbildschirms. Dann sagte Lukas mit einem leichten Lächeln: „Heute hab ich vergessen, dass ich oft vergesse. Weil ich’s einfach besser gemacht hab.“ Haaland nickte. „Heute war ein ganz normaler Tag. Und manchmal ist das das Beste, was man haben kann.“ **Der 73. Tag war nicht aufregend. Aber er war Mit Kleinigkeiten, die Mit Gewohnheiten, die nicht mehr Und mit einem Spiel, das mehr als nur Tore Es war ein Tag, an dem Lukas sich selbst Es geht. Schritt für Schritt. Einkauf für Einkauf. Tor für Tor. 12. Februar 2025 – Der 74. Tag: Technikträume und Hühnchenmomente

erfüllt. zählen. belasten. brachte. bewies:

Der 74. Tag begann mit einer klaren Entscheidung: Lukas und Haaland wollten zum MediaMarkt fahren, um sich dort ein paar Dinge anzuschauen – und vielleicht sogar etwas Kleines mitzunehmen. Nicht, weil etwas kaputt war. Nicht, weil etwas dringend fehlte. Sondern einfach, weil Lukas sich wieder für Technik interessierte – und weil er sich das inzwischen zutraute. Vormittag – Der Weg zum MediaMarkt Gegen 11 Uhr machten sich die beiden auf den Weg. Lukas hatte sich sogar eine kleine Liste geschrieben: • Mauspad (sein altes rutschte ständig weg) • Eine neue Handyhülle • Vielleicht ein Bluetooth-Lautsprecher (wenn's ein gutes Angebot gab) • Und: nur schauen bei den Fernsehern Im Zug erzählte er Haaland mit einem leisen Grinsen: „Früher hat mich so ein Laden überfordert. Alles blinkt, alles laut. Heute geh ich da rein und weiß: Ich muss nicht alles anschauen. Nur das, was ich will.“ Mittag – Technikträume in Reihen und Regalen Im MediaMarkt war es tatsächlich laut, grell, geschäftig. Aber Lukas wirkte gefestigt. Er ging nicht planlos umher, sondern steuerte gezielt die Abteilungen an. • Er fand ein Mauspad mit rutschfester Unterseite – gekauft. • Die Handyhülle? Nach kurzem Überlegen entschied er sich für eine durchsichtige mit Kantenschutz. • Beim Lautsprecher überlegte er lange – entschied sich aber dagegen. „Vielleicht zum Geburtstag. Ich will nicht nur kaufen, weil ich’s kann.“ Beim Rausgehen sahen sie sich noch kurz die Fernseher an – aber ohne Reiz, ohne Druck. Abend – Hühnchen aus dem Ofen Zuhause entschloss sich Lukas, den Tag mit einem selbstgemachten Abendessen zu beenden. Er hatte morgens frische Hähnchenschenkel gekauft – mit Kräutern eingelegt, dazu Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen. Haaland half beim Schälen, Lukas würzte. Der Geruch im Ofen war warm, würzig, vertraut. „Ich find, Hühnchen ist wie ein Beruhigungstier für den Magen.“, meinte Lukas beim Essen. Haaland grinste. „Dann war heute Hühnertherapie.“ 13. Februar 2025 – Der 75. Tag: Ein leiser Abschied im Tierheim Am nächsten Tag, dem 75. Tag, stand etwas an, das Lukas bereits ahnte – aber worauf er sich innerlich vorbereitet hatte: Der letzte Besuch im Tierheim mit seiner Assistentin. Sie hatten vor Wochen gemeinsam die Besuche angefangen, aber durch ihre persönliche Situation und den geplanten Wechsel war klar: Dies würde ihr gemeinsamer Abschied vom Tierheim-Projekt sein. Mittag – Ankunft mit Wehmut

Sie kamen gegen Mittag am Tierheim an. Lukas trug eine neutrale, aber ordentliche Kleidung. Er hatte Leckerlis eingepackt – selbst gekauft. Nicht, weil es erwartet wurde, sondern weil er „den Katzen Danke sagen wollte“, wie er flüsterte. Drinnen begrüßte man sie freundlich. Viele kannten Lukas schon. Er durfte heute ausnahmsweise nochmal in den Einzelbereich, wo zwei seiner Lieblinge saßen: Tapsi, ein dreibeiniger Kater, und Lina, eine ältere Katze mit halbem Ohr. Er streichelte sie beide, sagte leise: „Vielleicht komme ich irgendwann wieder – aber erstmal sag ich Tschüss.“ Das Gespräch mit der Assistentin Als sie später draußen saßen, auf der Bank nahe dem Ausgang, sagte sie: „Du hast viel geschafft, Lukas. Du hast gelernt, da zu sein – für andere. Und auch für dich.“ Lukas schwieg lange, dann sagte er: „Ich werd das vermissen. Aber ich bin froh, dass wir’s gemacht haben.“ Sie nickte nur. Dann stand er auf. Zum ersten Mal ohne dass jemand ihn dazu aufforderte. Er war bereit, zu gehen. **Der 75. Tag endete nicht mit Abschiedsschmerz. Sondern mit leiser Dankbarkeit. Denn Lukas hatte gelernt: Manche Türen schließt man selbst – nicht aus Flucht, sondern weil man jetzt weiß, wie man durch andere tritt.** 14. Februar 2025 – Der 76. Tag: Pünktlich. Einfach pünktlich. Der 76. Tag begann mit einem Gefühl, das Lukas in dieser Form schon lange nicht mehr erlebt hatte: absolute Klarheit am Morgen. Nicht die Art Klarheit, die sich in Aufregung oder Getriebenheit äußert – sondern eine stille Entschlossenheit, fast schon ein innerer Rhythmus. Er wachte von selbst um 06:55 Uhr auf, noch bevor der Wecker klingelte. Keine Panik. Kein Springen aus dem Bett. Nur ein ruhiges Aufstehen, Duschen, Anziehen – alles mit Zeit. „Heute komm ich nicht nur nicht zu spät. Heute bin ich da, bevor jemand fragt, ob ich da bin.“, sagte er leise zu sich selbst im Spiegel. Der Weg zur VHS – Minuten, die zählen Haaland stand bereits im Flur, wie gewohnt mit ruhiger Präsenz. Als Lukas um Punkt 07:45 Uhr mit gepackter Tasche aus der Tür trat, sagte Haaland mit einem leichten Lächeln:

„15 Minuten vor Beginn. Kein Sprint. Kein Chaos. Heute ist dein Tag.“ Sie nahmen die Straßenbahn, stiegen am richtigen Halt aus, gingen den kurzen Weg zur VHS. Keine Hektik. Keine vergessenen Unterlagen. Kein Druck. Um 08:00 Uhr – exakt 15 Minuten vor Kursbeginn – betraten sie das Gebäude. Lukas war da, mit allem, was er brauchte. Und vor allem: mit sich selbst im Reinen. Im Kurs – Ein stilles Erkennen Der Dozent sah Lukas beim Eintreten, blickte kurz auf die Uhr, dann auf ihn – und nickte. Keine große Ansprache, kein Lob, keine Bemerkung. Aber ein sichtbares Zeichen des Respekts. Lukas setzte sich, packte seine Sachen aus, und zum ersten Mal spürte er nicht: „Ich muss aufholen“, sondern: „Ich bin genau da, wo ich sein soll.“ Der Kurs lief gut. Es ging um Buchungssätze in der Kostenrechnung, um Differenzierung von Aufwand und Kosten. Lukas stellte zwei Fragen, notierte konzentriert und arbeitete aktiv mit. Nach dem Kurs – Ein Essen, das schmeckt wie Erfolg Als sie den Raum verließen, war es kurz nach 12 Uhr. Die Sonne schien schwach durch die Wolken, die Luft war kühl, aber frisch. Haaland drehte sich zu ihm: „Ich lad dich heute ein. Für das, was du dir heute selbst gegeben hast: einen Anfang, der sich nicht wie ein Kampf angefühlt hat.“ Sie gingen gemeinsam in ein kleines Bistro in der Nähe – ruhig, gemütlich, mit warmen Gerichten. Lukas bestellte sich ein Schnitzel mit Kartoffelsalat, Haaland nahm eine Gemüselasagne. Dazu gab’s Apfelschorle. Beim Essen sagte Lukas: „Ich weiß, das war nur ein Morgen. Aber für mich fühlt es sich an wie… als hätte ich ein Kapitel abgeschlossen, das ich ewig nicht zu Ende bringen konnte.“ Haaland antwortete ruhig: „Es war kein Kapitel. Es war ein Fundament. Und heute hast du gezeigt, dass du darauf stehen kannst.“ **Der 76. Tag war kein Tag mit großen Ereignissen. Aber ein Tag mit großer Bedeutung. Denn wer pünktlich erscheint, ohne Druck, ohne Chaos – hat sich nicht einfach nur organisiert. Er hat sich ernst genommen. Und Lukas war heute nicht nur anwesend. Er war wirklich da.** 15. Februar 2025 – Der 77. Tag: Nur die Kneipe, nur ich Der 77. Tag war ein Tag ohne Termin, ohne Plan, ohne Pflicht. Kein VHS-Kurs, keine Therapie, kein Tierheimbesuch.

Nur ein freier Donnerstag in Mainz, mit grauem Himmel und der Art von Wetter, das einen einlädt, sich nicht zu viel vorzunehmen. Lukas wachte spät auf, gegen 10:30 Uhr. Er frühstückte in Ruhe, hörte Musik, sortierte beiläufig ein paar Unterlagen – aber ohne Druck. Gegen Mittag schrieb Haaland ihm eine kurze Nachricht: „Alles ruhig bei dir heute?“ Lukas antwortete: „Ja. Heute kein großer Tag. Ich denk, ich geh heut nur in die Kneipe. Allein.“ Der Nachmittag – Ein Tag, der nicht mehr sein musste Lukas verbrachte den Tag größtenteils zuhause. Er hatte keine innere Unruhe, kein Bedürfnis, irgendetwas zu „leisten“. Er kochte sich ein einfaches Mittagessen – Nudeln mit Tomatensauce – und saß dann eine Stunde lang einfach nur am Fenster, beobachtete die Straßen, die Menschen, das träge Treiben. „Ich will heute nicht reden. Ich will nur da sitzen. Bier. Und denken. Oder nicht denken.“, sagte er leise zu sich selbst. Der Abend – Eine stille Einkehr Gegen 17:30 Uhr zog er sich an – Jeans, Kapuzenpullover, Jacke, Mütze. Er nahm kein Buch, keine Kopfhörer mit. Nur sich selbst. Und ging zur Kneipe in Bretzenheim, nicht weit von seinem Zuhause. „Siggis Eck“, wie sie hieß, war kein lauter Ort. Ein paar Stammgäste, leise Musik aus der Jukebox, der Geruch von Holz, Bier und Erinnerungen. Lukas setzte sich an einen der mittleren Tische – nicht in die Ecke, aber auch nicht mitten hinein. Er bestellte sich ein kleines Helles vom Fass, lehnte sich zurück und atmete durch. Ein Bier, keine Geschichten – aber ein stiller Moment Er trank langsam, beobachtete den Raum. Die Gespräche der anderen waren Hintergrundrauschen. Er dachte nicht viel – oder wenn doch, dann war es leise, geordnet, nicht überwältigend. Nach dem zweiten Glas bestellte er sich ein Wasser. Er spürte, dass er die Kontrolle hatte. Nicht das Bier. Nicht der Ort. Ein Gast nickte ihm beim Vorbeigehen zu. Lukas nickte zurück. Nicht weil er ihn kannte. Sondern weil es passte. Der Heimweg – Schritt für Schritt in den Abend Gegen 19:45 Uhr zahlte er. Kein Trinkgeld-Gefühl aus Zwang – sondern aus Respekt. Draußen war es kalt. Er zog die Jacke enger um sich, ging langsam nach Hause. Kein Musik auf den Ohren – nur der Klang der Stadt. **Der 77. Tag war nur ein Kneipenabend.

Kein Ereignis. Kein Höhepunkt. Aber ein Zeichen: Dass Lukas heute nicht ausflippte, nicht überreizt war, nicht unterging – sondern einfach nur war. Und manchmal ist das das Höchste, was ein Mensch für sich selbst tun kann.** 16. Februar 2025 – Der 78. Tag: Zwei Tore, drei Punkte und ein Abend zum Genießen Der 78. Tag begann für Lukas wie ein normaler Freitag. Er hatte keine Termine, keine dringenden Aufgaben – aber einen klaren Plan für den Abend: Mainz 05 spielte auswärts gegen den 1. FC Heidenheim, und er wollte das Spiel wie gewohnt mit dem Spieler in der Kneipe schauen. Kein Heimspiel, aber eins von Bedeutung – denn Mainz kämpfte mit RB Leipzig um Platz 6 und die direkte Qualifikation für Europa. Nachmittag – Die Vorfreude steigt Schon gegen 15 Uhr begann Lukas, sich innerlich einzustimmen. Er checkte die Aufstellungen, las die letzten Pressekommentare, und bereitete sich auf einen ruhigen, aber intensiven Fußballabend vor. Zum Spieler sagte er: „Ich hab ein gutes Gefühl. Wenn wir heute gewinnen, sind wir fast sicher in Europa.“ Der Spieler grinste und zog seinen Mainz-Schal aus der Garderobe. „Dann trinken wir heute vielleicht auf drei Dinge: Ein gutes Spiel, einen ruhigen Abend – und eine Mannschaft, die keiner auf dem Zettel hatte.“ 18:00 Uhr – Aufbruch zur Kneipe Die beiden machten sich gegen 18 Uhr auf den Weg nach „Siggis Eck“, ihrer gewohnten Fußballkneipe in Bretzenheim. Der Besitzer kannte sie längst. Lukas bekam wie immer seinen Tisch mit gutem Blick auf den großen Bildschirm. Diesmal war es voll – der vorletzte Spieltag der Bundesliga lockte viele Fans an. Ein paar Gäste in Heidenheim-Schals waren auch da, aber die Stimmung war friedlich. Lukas bestellte sich eine Cola, der Spieler ein alkoholfreies Weizen. Das Spiel – Mainz überzeugt 28. Minute – 0:1 für Mainz! Jonathan Burkardt bekommt einen langen Ball von Amiri, nimmt ihn direkt an, umkurvt den Keeper und schiebt cool ein. Lukas sprang auf, rief laut: „BURKHARDT! Endlich wieder ein Tor!“ Der Spieler klopfte ihm auf die Schulter. „Ganz stark gemacht. So spielt ein Europapokal-Anwärter.“ Die erste Halbzeit endete mit der Führung. Mainz kontrollierte das Spiel, ließ wenig zu. 49. Minute – 0:2 durch Nelson Weiper! Nach einer Ecke verlängert Bell per Kopf, Weiper steht goldrichtig und nickt ein. Die Kneipe jubelte – Mainz war klar überlegen.

Der Rest des Spiels – souverän runtergespielt Heidenheim versuchte noch einiges, aber Mainz ließ kaum etwas zu. Zentner parierte in der 78. Minute einen gefährlichen Distanzschuss – das war’s. Abpfiff. Heidenheim 0 – 2 Mainz 05 Mainz war jetzt punktgleich mit RB Leipzig – auf Platz 6! Nach dem Spiel – Stolz, Bier und Tabellenblicke Lukas bestellte sich ein kleines Bier, der Spieler ebenfalls. Sie stießen an. „Auf 51 Punkte. Auf Europa. Und auf zwei Tore zur richtigen Zeit.“, sagte Lukas. Der Wirt schaltete auf die Tabelle um. Lukas zückte sofort sein Handy und machte ein Foto. Er sagte leise, fast ehrfürchtig: „Mainz. Vor Leipzig. Eine Runde vor Schluss. Ich hab die Tabelle gespeichert. Für später. Für mich.“ **Der 78. Tag war ein Tag mit Punkten – nicht nur für Mainz, sondern auch für Lukas. Denn er war nicht nur im Spiel dabei, sondern mittendrin im Gefühl, dass er und seine Mannschaft etwas geschafft haben. Gegen Zweifel. Gegen Erwartungen. Für sich. 17. Februar 2025 – Der 79. Tag: Stillstand mit Sinn Nach dem triumphalen Auswärtssieg von Mainz 05 gegen Heidenheim am Vorabend war Lukas am 79. Tag erstaunlich ruhig. Er wachte etwas später auf als sonst, gegen 09:45 Uhr, und blieb noch eine ganze Weile liegen. Kein Wecker, kein Zeitdruck, kein Plan – und genau das war heute richtig. Der Morgen – Kein Grund zur Eile Er lag unter seiner Decke, starrte an die Zimmerdecke und ließ den gestrigen Abend nochmal in Gedanken ablaufen: • Das 2:0. • Der Moment, als er in der Kneipe die Tabelle anschaute. • Das kleine Bier zum Anstoßen. • Das Lächeln vom Spieler. „Ich brauch heute keinen Plan. Ich hab gestern gelebt. Heute darf ich einfach nur sein.“ Er stand auf, kochte Tee, machte sich ein einfaches Frühstück mit Toast, Butter und Honig. Dann setzte er sich auf das Sofa, wickelte sich in eine Decke und schaltete leise Hintergrundmusik an. Keine Serie. Kein Spiel. Nur er, sein Wohnzimmer und das Gefühl von: „Ich bin da.“ Der Tag – kleine Schritte im eigenen Rhythmus Lukas verbrachte den Tag bewusst zuhause – nicht aus Antriebslosigkeit, sondern aus Einsicht.

Die Woche war voll gewesen: VHS-Kurs, Tierheimbesuch, MediaMarkt, Stadion, Kneipe – und natürlich das Spiel. Jetzt war Regeneration angesagt. Nicht nur für den Körper – auch für den Kopf. Er: • räumte seinen Schreibtisch auf, • sortierte Kursunterlagen für die nächste Woche, • stellte seine Lern-App auf „Pause-Modus“, • trank warmen Tee und • las ein paar Seiten aus einem alten Manga, den er mal geschenkt bekommen hatte. Nachmittag – Kein Kontakt, aber Nähe Der Spieler ließ ihn heute ganz bewusst, weil er spürte: Lukas braucht Raum. Nur eine kurze Nachricht kam: „Alles okay bei dir? Ich bin da, falls du was brauchst.“ Lukas antwortete nur: „Bin heute ganz bei mir. Danke.“ Der Abend – Einfach mit sich selbst Am Abend machte er sich Kartoffel-Möhren mit einem Er aß in Ruhe, Danach schrieb er ein paar Zeilen in sein Notizbuch: „Heute hab ich Und das war das Beste, Nicht aus Sondern aus Respekt vor mir.“

einfache Klecks ohne nichts ich

Suppe – Frischkäse. Fernseher. tun

gemacht. konnte. Müdigkeit.

**Der 79. Tag hatte keine Termine, keine Begegnungen, keine Action. Aber er hatte Tiefe. Denn Lukas hatte gespürt: Wer viel erlebt, muss auch lernen, nicht immer zu laufen – sondern auch mal zu stehen. Still. Stark. Und mit sich im Einklang.** 18. Februar 2025 – Der 80. Tag: Ein vertrauter Ort, eine vertraute Geste Am 80. Tag wachte Lukas schon früh auf. Nicht aus innerem Druck, sondern weil sein Kopf klar war – und sein Herz offen. Es war Sonntag, der Himmel über Mainz war wolkig, aber trocken, und in ihm wuchs ein Bedürfnis: "Heute will ich wieder unter Leute – aber ruhig, vertraut. Kein Trubel." Nach dem stillen Samstag daheim wusste er: Er war wieder bereit für einen kleinen Schritt hinaus. Der Vormittag – Eine Nachricht, die Wärme bringt Gegen 10:00 Uhr schrieb Lukas seiner Ersatzoma: „Magst du mit mir heute Nachmittag in die Kneipe was trinken? Einfach gemütlich?“ Die Antwort kam kurz danach: „Aber nur, wenn du wieder deinen Kakao bestellst und ich meinen Rotwein. “

Lukas „Abgemacht.“

Der Tag – Ein kurzer Weg, der gut tat Am frühen Nachmittag – etwa gegen 15:30 Uhr – machten sich Lukas und die Ersatzoma gemeinsam auf den Weg zur kleinen Kneipe in der Nähe seiner Wohnung. „Siggis Eck“ – der Ort, wo er in den letzten Monaten oft mit Haaland gewesen war. Heute aber war es anders, stiller, gemütlicher. Er trat mit der Oma ein, und sie setzten sich an den Ecktisch unter dem Fenster. Lukas bestellte sich einen heißen Kakao mit Sahne, die Ersatzoma ihren üblichen kleinen Rotwein. Ein Gespräch ohne Drama – aber voller Tiefe Sie unterhielten sich über das Spiel von Mainz gegen Heidenheim. Die Ersatzoma lobte Burkardt und meinte: „So einen Jungen muss man halten. Der hat Charakter.“ Lukas stimmte zu. Dann wurde es ruhiger – sie redeten über alte Erinnerungen, kleine Alltagsdinge. Nichts Großes. Aber ehrlich. Warm. Die Überweisung – ein Zeichen der Selbstständigkeit Nach dem Trinken holte Lukas sein Portemonnaie hervor, zog einen kleinen Überweisungsträger aus der Seitentasche. Er wollte heute noch eine Überweisung tätigen – für seinen nächsten Kursabschnitt bei der VHS. Mit ruhiger Hand füllte er die IBAN ein, den Betrag, den Verwendungszweck. Er überprüfte dreimal – wie er es gelernt hatte. Die Ersatzoma schaute ihm zu und sagte: „Du machst das mittlerweile wie selbstverständlich.“ Lukas nickte. „Weil ich mich dabei nicht mehr klein fühle. Nur verantwortlich. Und das fühlt sich gut an.“ Anschließend warfen sie die Überweisung auf dem Heimweg gemeinsam am Briefkasten ein. Ein kleiner Moment – aber für Lukas ein Zeichen von Kontrolle, Sicherheit, Selbstwert. Der Abend – Ein Tag, der gut lag Zuhause angekommen, schrieb Lukas in sein Notizbuch: „Ich hab heute nichts erreicht, was man in Punkten misst. Aber ich war da. Ich hab gesprochen. Gelächelt. Und ich hab eine Rechnung bezahlt. Nicht nur im wörtlichen Sinne.“ **Der 80. Tag war kein Meilenstein. Aber ein Tag mit Menschen, mit Vertrauen, mit Verantwortung. Ein warmer Kakao, ein stilles Gespräch, eine korrekt ausgefüllte Überweisung – und das Wissen: Ich kann das. Ich bin da. Und ich wachse, auch wenn es niemand laut bemerkt. 19. Februar 2025 – Der 81. Tag: Ein neues Gesicht, ein stiller Beginn Der 81. Tag begann für Lukas mit einer Mischung aus Anspannung und Neugier. Heute war ein besonderer Tag – denn die neue Assistenzkraft sollte vorgestellt werden.

Nach dem behutsamen Abschied seiner bisherigen Assistentin war nun der Moment gekommen, in dem der nächste Schritt Realität wurde. „Ich weiß, dass es anders wird“, sagte Lukas leise beim Frühstück zu Haaland, „aber ich hoffe, es wird nicht schlechter. Nur… anders.“ Haaland nickte ruhig, wie immer: „Du bist nicht mehr der, der du vor drei Monaten warst. Du wirst auch mit Neuem klarkommen – weil du dich selbst besser kennst.“ Der Vormittag – Erwartung liegt in der Luft Gegen 10:00 Uhr machten sich Lukas und Haaland auf den Weg zum Treffpunkt. Das Gespräch sollte in einem ruhigen Besprechungsraum des Assistenzdienstes in der Innenstadt stattfinden. Ein Mitarbeiter vom Träger hatte alles vorbereitet – Wasser auf dem Tisch, etwas Gebäck, keine hektische Atmosphäre. Als sie eintrafen, war die neue Person bereits da: Eine Frau Anfang 30, braune Haare zum Zopf gebunden, schlichte Kleidung, ruhiges Lächeln. „Ich bin Frau Lindner. Aber Sie können gern Anna sagen.“ Lukas blieb kurz stumm, nickte dann. „Ich bin Lukas. Und das ist Haaland. Er ist kein Betreuer. Er ist… mein Freund. Mein… Halt.“ Anna lächelte. „Dann hoffe ich, dass ich mich in euer Team einfügen kann. Nicht als Fremde. Sondern als Unterstützung, wenn du sie brauchst.“ Das Gespräch – Abtasten, nicht aufdrängen In der nächsten Stunde redeten sie über: • Lukas' Tagesstruktur • Seine Erfahrungen mit der bisherigen Assistenz • Seine Wünsche: Verlässlichkeit, Klarheit, kein Druck • Und auch seine Grenzen: Keine Überraschungen, kein Überreden, keine Aufdringlichkeit Anna hörte zu, unterbrach ihn nicht, stellte gezielt Rückfragen und machte sich Notizen. Sie sagte gegen Ende: „Ich bin nicht hier, um dich zu verändern. Ich bin hier, um dich zu begleiten – und zu merken, wann ich besser schweige.“ Das war der Moment, in dem Lukas zum ersten Mal leicht lächelte. Der Abschluss – Ein vorsichtiges Ja Nach dem Gespräch standen sie draußen. Anna verabschiedete sich freundlich: „Wir sehen uns dann nächste Woche für den ersten gemeinsamen Termin. Ich freu mich.“ Lukas sah ihr hinterher, dann sagte er zu Haaland: „Ich glaub… ich kann es probieren. Es wird nicht gleich wie früher. Aber es fühlt sich… ehrlich an.“ Haaland nickte. „Und du bist nicht mehr der, der du warst. Du musst nichts beweisen. Du darfst einfach nur du sein – und jemand darf dich dabei begleiten.“

**Der 81. Tag war kein Aufbruch, aber ein stilles Willkommen. Ein neues Gesicht, ein ruhiger Raum, ein Anfang ohne Zwang. Und Lukas spürte: Nicht jeder Neuanfang muss laut sein – manche beginnen in einem Satz, in einem Blick, in einem ehrlichen Nicken. 19. Februar 2025 – Der 81. Tag: Ein neues Gesicht, ein stiller Beginn Der 81. Tag begann für Lukas mit einer Mischung aus Anspannung und Neugier. Heute war ein besonderer Tag – denn die neue Assistenzkraft sollte vorgestellt werden. Nach dem behutsamen Abschied seiner bisherigen Assistentin war nun der Moment gekommen, in dem der nächste Schritt Realität wurde. „Ich weiß, dass es anders wird“, sagte Lukas leise beim Frühstück zu Haaland, „aber ich hoffe, es wird nicht schlechter. Nur… anders.“ Haaland nickte ruhig, wie immer: „Du bist nicht mehr der, der du vor drei Monaten warst. Du wirst auch mit Neuem klarkommen – weil du dich selbst besser kennst.“ Der Vormittag – Erwartung liegt in der Luft Gegen 10:00 Uhr machten sich Lukas und Haaland auf den Weg zum Treffpunkt. Das Gespräch sollte in einem ruhigen Besprechungsraum des Assistenzdienstes in der Innenstadt stattfinden. Ein Mitarbeiter vom Träger hatte alles vorbereitet – Wasser auf dem Tisch, etwas Gebäck, keine hektische Atmosphäre. Als sie eintrafen, war die neue Person bereits da: Eine Frau Anfang 30, braune Haare zum Zopf gebunden, schlichte Kleidung, ruhiges Lächeln. „Ich bin Frau Lindner. Aber Sie können gern Anna sagen.“ Lukas blieb kurz stumm, nickte dann. „Ich bin Lukas. Und das ist Haaland. Er ist kein Betreuer. Er ist… mein Freund. Mein… Halt.“ Anna lächelte. „Dann hoffe ich, dass ich mich in euer Team einfügen kann. Nicht als Fremde. Sondern als Unterstützung, wenn du sie brauchst.“ Das Gespräch – Abtasten, nicht aufdrängen In der nächsten Stunde redeten sie über: • Lukas' Tagesstruktur • Seine Erfahrungen mit der bisherigen Assistenz • Seine Wünsche: Verlässlichkeit, Klarheit, kein Druck • Und auch seine Grenzen: Keine Überraschungen, kein Überreden, keine Aufdringlichkeit Anna hörte zu, unterbrach ihn nicht, stellte gezielt Rückfragen und machte sich Notizen. Sie sagte gegen Ende: „Ich bin nicht hier, um dich zu verändern. Ich bin hier, um dich zu begleiten – und zu merken, wann ich besser schweige.“ Das war der Moment, in dem Lukas zum ersten Mal leicht lächelte. Der Abschluss – Ein vorsichtiges Ja

Nach dem Gespräch standen sie draußen. Anna verabschiedete sich freundlich: „Wir sehen uns dann nächste Woche für den ersten gemeinsamen Termin. Ich freu mich.“ Lukas sah ihr hinterher, dann sagte er zu Haaland: „Ich glaub… ich kann es probieren. Es wird nicht gleich wie früher. Aber es fühlt sich… ehrlich an.“ Haaland nickte. „Und du bist nicht mehr der, der du warst. Du musst nichts beweisen. Du darfst einfach nur du sein – und jemand darf dich dabei begleiten.“ **Der 81. Tag war kein Aufbruch, aber ein stilles Willkommen. Ein neues Gesicht, ein ruhiger Raum, ein Anfang ohne Zwang. Und Lukas spürte: Nicht jeder Neuanfang muss laut sein – manche beginnen in einem Satz, in einem Blick, in einem ehrlichen Nicken. 19. Februar 2025 – Der 81. Tag (Nachmittag): Vertrautes Essen nach einem neuen Anfang Nachdem das erste Kennenlerngespräch mit der neuen Assistentin Anna Lindner vorbei war, verließen Lukas und der Spieler das Büro des Assistenzdienstes gemeinsam. Die Tür war noch nicht ganz hinter ihnen zugefallen, da atmete Lukas einmal tief durch – nicht schwer, sondern erleichtert. „Das war… okay. Ich hab nicht das Gefühl, überrollt worden zu sein.“ Haaland sah ihn von der Seite an und meinte ruhig: „Weißt du, was man nach einem Tag mit neuen Eindrücken braucht?“ Lukas grinste bereits. „Sag jetzt nicht, dass du Pommes meinst.“ „Pommes. Und einen Cheeseburger. Vielleicht zwei.“ Ein spontaner Vorschlag, der genau passte Lukas zögerte keine Sekunde. „Lass uns zum McDonald’s gehen. Den in der Innenstadt. Der ist ruhig. Und irgendwie… fühl ich mich heute bereit für was Einfaches.“ Haaland schob die Hände in die Jackentasche. „Das war jetzt ein Satz zum Einrahmen.“ McDonald’s – Vertraut, wie eine kleine Pause vom Denken Sie gingen die paar Minuten zu Fuß, vorbei an der Straßenbahnhaltestelle und dem kleinen Zeitungskiosk, wo Lukas kurz innehielt, aber dann weiterging. Im McDonald’s war es angenehm leer. Nachmittagszeit – die perfekte Lücke zwischen Schulschluss und Abendansturm. Lukas bestellte sich: • einen McChicken Classic • kleine Pommes • Cola ohne Eis Haaland nahm sich:

zwei Cheeseburger eine Apfeltasche und eine große Cola Zero Sie setzten sich an einen Tisch nahe der Fensterfront. Draußen zogen die grauen Wolken über den Dächern von Mainz. Drinnen war es warm – nicht nur durch die Heizung, sondern durch das Schweigen, das nicht unangenehm war. • • •

Ein stilles Gespräch, ohne viele Worte Lukas knabberte an seinen Pommes, dann sah er den Spieler kurz an und sagte leise: „Ich glaub, ich hab heute was richtig gemacht. Nicht, weil ich was geschafft hab – sondern weil ich mich nicht vor dem Neuen versteckt hab.“ Haaland nickte und nahm einen Schluck Cola. „Du hast das Neue reingelassen – aber das Alte nicht weggeschoben. Das ist Balance. Und Mut.“ Lukas antwortete nur: „Und dafür gibt’s heute Fastfood.“ **Der 81. Tag endete nicht mit Entscheidungen. Aber mit Pommes. Mit einem Burger, der nach Normalität schmeckte. Und mit dem Gefühl, dass ein neues Kapitel nicht groß starten muss – sondern manchmal einfach mit einem Tablett in der Hand, einem Platz am Fenster, und einem Menschen, der einfach mitisst.** 20. Februar 2025 – Der 82. Tag: Zeit zurück auf dem Handgelenk Der 82. Tag begann für Lukas mit einem Gefühl, das irgendwo zwischen Vorfreude und Nervosität lag. Denn heute sollte er endlich seine reparierte Smartwatch abholen – die Uhr, die er sich selbst zu Weihnachten gegönnt hatte, und die nach wenigen Wochen einen defekten Akku hatte. „Ich hoffe, sie haben sie wirklich repariert… und nicht einfach gesagt: 'Geht wieder'.“, murmelte Lukas beim Anziehen. Der Spieler stand bereits im Flur, zog gerade seine Schuhe an. „Und wenn doch – dann sagst du was. Heute bist du der mit der Zeit in der Hand.“ Vormittag – Der Weg zur Technik und zurück Gegen 10:30 Uhr machten sich Lukas und der Spieler auf den Weg zum Elektronikmarkt, wo sie die Uhr vor exakt zehn Werktagen abgegeben hatten. Lukas hatte den Reparaturbeleg dabei, ordentlich gefaltet in einer Klarsichthülle. „Ich will vorbereitet sein. Nicht überrascht.“ Am Serviceschalter dauerte es nur wenige Minuten. Der Mitarbeiter holte die Uhr aus einer kleinen Box, überprüfte die Seriennummer und lächelte: „Akku wurde getauscht, Software aktualisiert, Ladebuchse geprüft. Alles in Ordnung. Sie sollten jetzt deutlich längere Laufzeit haben.“ Lukas nahm die Uhr in die Hand – sein Blick wurde weicher. „Danke… ich hab sie echt vermisst.“

Mittag – Fleischkäse als Ritual Nach dem erfolgreichen Abholen beschlossen die beiden, einen kleinen Zwischenstopp einzulegen: Fleischkäse kaufen. Lukas’ Gesicht hellte sich merklich auf, als er an der Theke stand. „Zweimal 150 Gramm, bitte. Und zwei Brötchen.“ Der Verkäufer erkannte ihn und grinste: „Na, wieder die Uhr repariert? Ich erinner mich an euch.“ Lukas lachte. „Ja – und heute gibt’s auch wieder Senf dazu.“ Sie setzten sich draußen auf eine kleine Bank in der Fußgängerzone, aßen gemeinsam. Es war einfach. Warm. Vertraut. Der Spieler sagte: „Witzig, wie aus 'nur Fleischkäse' ein kleines Ritual wird, oder?“ Lukas nickte. „Es ist nicht das Essen. Es ist das Gefühl dabei.“ Abend – Einrichten und Ankommen Zuhause angekommen, packte Lukas die Uhr mit ruhigen Händen aus. Er schloss sie ans Ladegerät, ließ sie einige Minuten aufladen und begann dann Schritt für Schritt, die Einrichtung durchzugehen: • Sprache • WLAN • Bluetooth-Kopplung mit dem Handy • Ziffernblatt auswählen • Weckzeiten eintragen • Schrittzähler aktivieren Der Spieler saß im Hintergrund auf dem Sofa, beobachtete still. Er sagte nichts – aber sein Blick zeigte: Er wusste, was dieser Moment für Lukas bedeutete. Als die Uhr schließlich am Handgelenk saß, sagte Lukas leise: „Jetzt läuft sie wieder. Und ich auch. Nicht rennend. Aber im Takt.“ **Der 82. Tag war mehr als ein Techniktermin. Er war die Rückkehr eines kleinen Stücks Selbstständigkeit. Denn Zeit auf dem Handgelenk war für Lukas nicht einfach ein Gadget – sondern ein Symbol. Für Verlässlichkeit. Für Kontrolle. Für sich selbst. Und für das, was man wiedererlangen kann – wenn man sich kümmert. Und nicht aufgibt.** 21. Februar 2025 – Der 83. Tag: Pünktlich. Fokussiert. Belohnt. Der 83. Tag begann mit derselben neuen Routine, die sich bei Lukas inzwischen eingespielt hatte: Früh aufstehen, Tasche am Vorabend gepackt, Wasserflasche und belegtes Brötchen in der Seitentasche, alle Unterlagen vollständig. Seine frisch reparierte Smartwatch vibrierte pünktlich um 06:55 Uhr mit einem sanften Signal. Lukas sah auf das Display und sagte leise zu sich selbst: „Los geht’s. Und diesmal wieder richtig.“ 07:45 Uhr – Vorbildlich vor Ort

Gemeinsam mit dem Spieler machte sich Lukas frühzeitig auf den Weg zur VHS. Die Straßenbahn war weder zu voll noch zu leer – genau richtig, um wach zu bleiben und trotzdem ruhig anzukommen. Um 07:47 Uhr betraten sie das Gebäude, vollständig vorbereitet – mit Skript, Taschenrechner, Stifteetui und vor allem: einem ruhigen Inneren. Der Dozent war bereits da, begrüßte Lukas mit einem kurzen, anerkennenden Nicken. Keine großen Worte – aber Lukas spürte: „Ich bin jetzt jemand, auf den man sich verlassen kann.“ Im Unterricht – Konzentration am Fall Heute ging es weiter mit den Fallaufgaben zur Gewinn- und Verlustrechnung. Lukas hatte in der letzten Stunde bereits Vorarbeit geleistet. Jetzt rechnete er konzentriert weiter: • Wie buche ich Abschreibungen richtig? • Wie übertrage ich Erträge aus verschiedenen Quellen? • Wie schließe ich über das GuV-Konto korrekt ab? Er notierte, fragte, kontrollierte. Keine Panik, wenn ein Fehler auftauchte – er löste ihn ruhig. Der Dozent kam an seinen Platz, sah auf seine Blätter und meinte: „Sehr gut strukturiert, Lukas. Ihre Buchführung ist sauber. Genau so will man das im echten Leben später sehen.“ Lukas senkte leicht den Kopf, ein kleines Lächeln huschte über seine Lippen. Er murmelte: „Ich glaub, ich hab meinen Takt gefunden.“ Nach dem Kurs – Hunger nach Belohnung Als der Kurs endete, war es kurz nach 12:15 Uhr. Lukas packte seine Sachen ordentlich ein, kontrollierte seine Uhr – sie zeigte noch 78 % Akku. Ein gutes Omen. Der Spieler sah ihn an. „Was meinst du? McDonald’s? Zum dritten Mal diese Woche?“ Lukas nickte sofort. „Routine schmeckt besser, wenn man sie sich verdient.“ McDonald’s – Essen mit Erleichterung Sie gingen in die Filiale in der Nähe der Schule. Lukas bestellte sich dieses Mal: • McRib Menü mit Pommes • Eis mit Karamellsoße als Nachspeise • Wasser statt Cola, heute bewusst Der Spieler nahm: • Chicken Nuggets Menü • Apfeltasche • und sagte zwinkernd zur Kassiererin: „Und für später… zwei kleine Bier, bitte. Wir setzen uns draußen hin.“ Draußen – Bier unter grauem Himmel Sie setzten sich an Es war kühl,

Außenplätze. ungemütlich.

Der Himmel über Mainz war wolkenverhangen, die Straßen belebt – doch Lukas saß ganz ruhig da, das kleine Bier in der Hand, und sagte schließlich: „Ich war heute pünktlich. Ich war vorbereitet. Ich hab was verstanden. Und ich hab mir das hier wirklich verdient.“ Der Spieler prostete ihm zu. „So geht Alltag. So geht Leben. Und du hast es dir aufgebaut.“ **Der 83. Tag war Alltag – aber ein Alltag mit Struktur, Inhalt und Anerkennung. Ein Kursbesuch ohne Chaos, eine Aufgabe mit klarer Lösung, ein Mittag mit Geschmack und ein Bier, das nicht betäubt, sondern belohnt. Und Lukas wusste: Das ist kein Zufall mehr. Das ist Entwicklung. Tag für Tag. Schritt für Schritt.** 22. Februar 2025 – Der 84. Tag: Drei Menschen, zwei Tore, ein großer Abend Der 84. Tag war ein besonderer Spieltag. Mainz 05 empfing FC St. Pauli zu Hause in der MEWA Arena, und für Lukas war schon beim Aufstehen klar: Heute wird’s groß. Nicht wegen dem Gegner – sondern wegen dem Gefühl. Denn diesmal begleitete ihn nicht nur der Spieler, sondern auch seine Mutter. Und für Lukas war es das erste Mal seit Langem, dass er mit beiden Bezugspersonen gleichzeitig im Stadion war. Vormittag – Vorfreude mit Struktur Lukas stand schon früh auf, überprüfte die Karten, die Rucksäcke, die Busverbindung. Er wollte nichts dem Zufall überlassen. Gegen 10:30 Uhr aßen sie gemeinsam Frühstück – ein ruhiges, liebevolles Ritual. Die Mutter war zwar kein Hardcore-Fan, aber sie wusste, wie viel der Verein Lukas bedeutete. „Du hast die Karten, oder?“ „Hab ich drei Mal kontrolliert. Und einen Schal für dich eingepackt.“ 13:45 Uhr – Auf dem Weg ins Stadion Sie fuhren gemeinsam mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Stadion / MEWA Arena. Die Menge war groß, doch Lukas blieb ruhig. Er hatte seinen Platz auf den barrierefreien Plätzen organisiert – für sich, den Spieler und seine Mutter. Die Atmosphäre war besonders. Nicht laut im negativen Sinne – sondern getragen von Erwartung. Lukas sah sich um, atmete tief durch. „Wir sind da. Und wir gehören hierher.“ Das Spiel – Geduld zahlt sich aus Die erste Mainz dominierte, doch

Halbzeit es wollte

zäh. fallen.

Mehrere gute Chancen durch Burkardt und Weiper, aber St. Paulis Keeper hielt alles. Doch dann: 67. Minute – 1:0 für Mainz 05! Lee setzte sich im Strafraum durch, schlenzte den Ball mit rechts ins linke Eck. Die Arena explodierte. Lukas sprang auf – riss beide Arme hoch – der Spieler klatschte ihn ab, und sogar seine Mutter lachte herzlich. „Verdient! Das war überfällig!“ 90+5. Minute – 2:0 durch Paul Nebel! Nach einem Konter in der Nachspielzeit wurde Nebel umkurvte den herausstürmenden Torwart und schob den Ball ins leere Tor. 2:0. Abpfiff. Mainz holte die nächsten drei Punkte und stand nun auf Ein europäischer Platz – real greifbar.

Die Tabelle danach – ein schöner Anblick Mainz: 11 Siege, 5 Unentschieden, 7 Niederlagen 37:24 Tore, +13 Torverhältnis, 38 Punkte Lukas zückte sofort sein Handy, fotografierte die Live-Tabelle, und sagte: „Ich speicher das. Für später. Für den Moment, wenn ich mal wieder zweifle.“ Nach dem Spiel – Gemeinsam zur Ersatzoma Nach dem Spiel gingen die drei nicht nach Hause, sondern direkt zu der Ersatzoma, die ein kleines Abendessen vorbereitet hatte: Kartoffelsalat, Würstchen und Apfelkuchen. Sie begrüßte alle mit offenen Armen: „Na, ihr habt gewonnen? Man sieht’s an euren Gesichtern.“ Sie setzten sich an den großen Esstisch, der Fernseher lief leise im Hintergrund mit den Nachberichten zum Spiel. Lukas fühlte sich angekommen – nicht, weil alles perfekt war. Sondern weil alle zusammen da waren. Der Spieler, die Mutter, die Ersatzoma – drei Welten, die sich für einen Abend vereinten. **Der 84. Tag endete mit zwei Toren auf dem Platz, aber vielen kleinen Siegen im Herzen. Denn für Lukas bedeutete dieser Tag: Ich kann heute leben. Mit Menschen, die mich verstehen. Mit einem Verein, der mich trägt. Und mit einem Gefühl, das bleibt – nämlich, dass ich dazugehöre. 23. Februar 2025 – Der 85. Tag: Eine Stimme, ein Spaziergang, ein gutes Essen Der 85. Tag war ein besonderer Sonntag. Nicht wegen eines Fußballspiels, nicht wegen einer persönlichen Herausforderung – sondern, weil heute in Deutschland die Bundestagswahl stattfand.

Für Lukas war es das zweite Mal in seinem Leben, dass er zur Urne ging – aber das erste Mal, dass er das Gefühl hatte: „Ich weiß, warum ich wähle. Ich weiß, dass meine Stimme zählt.“ Der Vormittag – Vorbereitung mit Klarheit Schon beim Frühstück war die Stimmung in der Familie respektvoll ruhig. Die Mutter hatte ihre Wahlbenachrichtigung griffbereit, Lukas ebenfalls. Der Spieler, der als Gast natürlich nicht wahlberechtigt war, würde sie begleiten – als moralische Unterstützung. Lukas hatte sich am Vorabend nochmal die wichtigsten Themen angeschaut: Barrierefreiheit, Teilhabe, Bildung, soziale Gerechtigkeit – alles Dinge, die ihn nicht nur persönlich, sondern tief im Herzen betrafen. „Ich hab das Gefühl, diesmal nicht nur ein Kreuz zu setzen – sondern mich selbst.“, sagte Lukas leise, als sie die Wohnung verließen. 10:15 Uhr – Im Wahllokal Sie gingen zu Fuß zum Wahllokal in der nahegelegenen Grundschule. Draußen warteten bereits einige Nachbarn. Drinnen war es hell, ruhig, geordnet. Lukas ging mit der Mutter hinein, der Spieler wartete draußen – diskret, aber präsent. In der Kabine faltete Lukas sorgfältig seinen Wahlzettel. Er wusste genau, wo er sein Kreuz machen wollte. Als er ihn in die Urne steckte, spürte er ein stilles Stolzgefühl. Nicht laut. Aber bedeutungsvoll. Später Vormittag – Spaziergang im Volkspark Nach der Wahl fuhren sie gemeinsam zum Mainzer Volkspark, ein Ort, der für Lukas immer etwas Beruhigendes hatte. Große Bäume, viel Platz, ruhige Wege – kein Reizchaos, sondern Weite. Sie gingen gemeinsam über die weiten Wiesen, vorbei an den Tiergehegen, setzten sich zwischendurch auf eine Bank und beobachteten Kinder beim Drachensteigen. Der Spieler zeigte auf einen der Drachen: „Siehst du den roten? Der fliegt nicht hoch, aber bleibt immer stabil. Manchmal ist das die bessere Strategie.“ Lukas nickte. „Ich will auch nicht der Höchste sein. Nur jemand, der nicht mehr abstürzt.“ Nachmittag – Essen in Ginsheim Gegen 13:30 Uhr fuhren sie weiter nach Ginsheim-Gustavsburg, wo Lukas’ Mutter ein kleines Restaurant kannte – gemütlich, gutbürgerlich, mit Blick auf den Altrhein. Sie setzten sich an einen Tisch am Fenster, bestellten: • Lukas: Rinderroulade mit Rotkohl und Kartoffelklößen • Mutter: Schweineschnitzel mit Pilzrahmsoße • Spieler: Gebratenes Gemüse mit Rösti • Vater: Zwiebelrostbraten mit Pommes Beim Essen war es lebendig, aber friedlich. Sie redeten über die Wahl, die Politik, aber auch über Alltag, Pläne, Erinnerungen. Lukas sagte einmal:

„Ich glaub, ich hab heute mehr Ich hab gesagt: Ich bin Teil von diesem Land.“

Abend – Rückfahrt mit innerer Ruhe Auf der Rückfahrt war es ruhig im Auto. Lukas lehnte sich zurück, schaute aus dem Fenster und summte leise vor sich hin. Er fühlte sich nicht müde, sondern angekommen. **Der 85. Tag war ein Tag der Mitbestimmung – politisch, persönlich, familiär. Lukas25. Februar 2025 – Der 87. Tag: Ein klarer Blick und vertrauter Geschmack Nach einem ruhigen Montag war der 87. Tag wieder einer dieser besonderen Dienstage, an denen Lukas sich nicht nur mit der Welt, sondern auch mit sich selbst auseinandersetzte. Denn es war wieder Zeit für seine Autismustherapie – ein fester Anker in seinem Wochenrhythmus. 08:30 Uhr – Vorbereitung mit Struktur Lukas wachte früh auf. Die Smartwatch vibrierte sanft, der morgendliche Rhythmus funktionierte. Duschen, Frühstück, Tasche packen. Er war nicht aufgeregt – eher wachsam, innerlich ruhig. Vor dem Spiegel sagte er leise: „Ich geh nicht dahin, um mich zu ändern. Ich geh dahin, um mich zu verstehen.“ Der Spieler begleitete ihn wie immer bis zur Eingangstür der Praxis, gab ihm dann den Raum, den Lukas bei den Sitzungen brauchte. 09:00 Uhr – In der Sitzung: Worte, die wachsen Die Sitzung begann wie gewohnt: eine ruhige Begrüßung, dann die Frage: „Wie fühlst du dich heute, Lukas?“ Er überlegte. Dann sagte er: „Stabil. Nicht leicht. Aber standfest.“ Sie sprachen über das Wahlwochenende, über das Stadionerlebnis mit der Familie, und vor allem über die neue Assistentin, die bald die ersten echten Termine mit ihm übernehmen würde. Lukas formulierte klar: „Ich bin bereit für Neues. Aber ich will nicht, dass man mich drängt. Ich will gefragt werden. Nicht gezogen werden.“ Die Therapeutin nickte. „Das ist ein starkes Bedürfnis – nach Kontrolle über den eigenen Raum. Das ist wichtig. Und richtig.“ Später Vormittag – Heimfahrt mit Gedanken Nach der Sitzung fuhr Lukas mit der Straßenbahn zurück. Er schrieb unterwegs ein paar Gedanken ins Handy – kleine Notizen für sich: „Vertrauen entsteht nicht durch Erwartungen, sondern durch Gespräche, die mir Raum geben. Ich wachse nicht durch Druck, sondern durch Zutrauen.“ Nachmittag – Ein kleiner Einkauf mit viel Heimat Am frühen Nachmittag fragte ihn seine Mutter spontan:

„Lukas, willst du mit zum polnischen Laden? Ich brauch ein paar Sachen für die Woche. Pierogi, Krakauer, saure Gurken...“ Lukas überlegte kurz, nickte dann. „Ja. Ich komm mit. Vielleicht find ich auch was für mich.“ Sie fuhren gemeinsam zum kleinen polnischen Spezialitätenladen am Stadtrand – ein Ort, der immer ein bisschen nach Heimat roch, auch wenn Lukas selbst keine polnischen Wurzeln hatte. Es war das Vertraute im Ungewohnten, das ihm gefiel. Im Laden – Zwischen Aromen und Erinnerungen Drinnen war es warm, die Regale schmal, die Gänge eng – aber Lukas fühlte sich nicht überfordert, sondern fokussiert. Er half seiner Mutter, packte Krakauer-Wurst, saure Sahne, eingelegten Kohl und Pierogi mit Kartoffel-Käse-Füllung in den Korb. Als er an der Tiefkühltruhe vorbeiging, sah er etwas Neues: Gefrorene Apfelblinis. Er nahm eine Packung in die Hand und sagte: „Kann ich die mal probieren? Ich glaub, die schmecken mir.“ Seine Mutter lächelte. „Na klar. Heute ist Probiertag.“ Abend – Gemeinsames Kochen und ein neuer Geschmack Zuhause kochten sie später gemeinsam. Die Mutter bereitete Pierogi und Gurkensalat zu, Lukas kümmerte sich um die Apfelblinis. Sie aßen zusammen am Tisch, mit dem Spieler als stillen Gast am Fensterplatz. „Die sind gut“, sagte Lukas. „Süß, aber nicht zu viel. So wie heute – ein ruhiger Tag, aber mit einem guten Nachgeschmack.“ **Der 87. Tag war kein lauter Schritt, aber ein bewusster. Ein Gespräch mit Tiefe, ein Einkauf mit Nähe, und ein Abend, der schmeckte – nach Familie, nach Entwicklung, nach sich selbst. Und Lukas wusste: Veränderung braucht keinen Sturm. Manchmal reicht ein gefüllter Einkaufskorb und ein Satz, den man für sich selbst sagt – laut oder leise. 26. Februar 2025 – Der 88. Tag: Abschied und Anfang in einem Raum Der 88. Tag war für Lukas mehr als ein gewöhnlicher Dienstag – er war ein Tag zwischen zwei Welten: Der alten Begleitung, die ihn monatelang durch den Alltag getragen hatte, und der neuen Assistenzkraft, die nun ihren Platz in seinem Leben finden sollte. Er war wach, klar, innerlich leicht angespannt – aber nicht ängstlich. Denn er wusste: Heute schließt sich ein Kapitel. Und ein neues beginnt. 08:15 Uhr – Die Vorbereitung Lukas saß mit dem Spieler am Frühstückstisch. Er aß still seinen Toast mit Butter und trank einen heißen Tee. Er war nicht nervös im klassischen Sinne – aber wachsam, auf Empfang geschaltet.
„Ich will Danke sagen. Aber ich will auch zeigen, dass ich bereit bin, weiterzugehen – mit einem neuen Gesicht an meiner Seite.“ Der Spieler nickte: „Du gehst heute nicht weg von jemandem. Du gehst weiter – mit dem, was du gelernt hast.“ 09:00 Uhr – Im Besprechungsraum: zwei Menschen, ein Übergang Die Zusammenkunft fand im ruhigen Beratungsraum der Assistenzorganisation statt. Drinnen saßen bereits: • Frau Lindner, die neue Assistenzkraft – freundlich, offen, zurückhaltend • Frau Schuster, die bisherige Begleiterin – mit warmem, aber etwas wehmütigem Blick • Ein Koordinator, der den Übergang moderierte • Und Lukas, begleitet von Haaland – wortlos, aber präsent Der Moment – Worte, die nicht nur formal sind Frau Schuster begann: „Lukas, ich wollte dir sagen, wie beeindruckt ich war von deinem Weg. Wie du dich geöffnet hast, dir Strukturen aufgebaut hast – und wie du gelernt hast, nicht nur Hilfe anzunehmen, sondern sie auch zu gestalten.“ Lukas sah sie an, lange, dann antwortete er leise: „Du warst nicht laut. Und das war gut. Du hast mich gefragt – und nie gezogen. Dafür danke ich dir.“ Dann drehte er sich zu Frau Lindner: „Ich bin bereit, dich mit reinzulassen. Aber ich will, dass wir es langsam angehen. Schritt für Schritt. Nicht alles auf einmal.“ Frau Lindner lächelte. „Ich will nichts überspringen. Ich will dich begleiten. Nicht ersetzen.“ Die Übergabe – Symbolisch und ehrlich Frau Schuster übergab Lukas einen kleinen Darin ein Brief: „Lieber danke, dass ich dich begleiten Ich habe viel über Stärke in leisen Schritten gelernt Vertrau weiter deinem Er führt dich dahin, wo du hingehörst.“ Lukas nahm ihn an Nicht viel Emotion nach außen – aber innen vibrierte etwas. Er schüttelte ihr die Dann verabschiedeten sie sich still.

Lukas, durfte. von dir. Takt. sich. Hand.

Danach – Ein Spaziergang mit dem Spieler Nach dem Treffen gingen Lukas und der Spieler noch ein paar Schritte durch die Straße, schweigend, nebeneinander. Die Sonne brach durch die Wolken, ganz leicht. Lukas sagte schließlich:

„Es war nicht schwer. Aber es Und jetzt... fühlt sich alles ein bisschen mehr nach mir an.“ Der Spieler antwortete ruhig: „Weil du den Raum heute nicht nur sondern mitbestimmt hast, wie er aussehen soll.“

war betreten

wichtig. hast

**Der 88. Tag war ein Tag des Übergangs. Ein Abschied, der nicht wehtat – weil er gefüllt war mit Dankbarkeit. Und ein Anfang, der nicht überforderte – weil er auf Vertrauen baute. Lukas war heute nicht nur Teilnehmer, sondern Gestalter seines eigenen Weges. hatte gewählt. Nicht nur auf dem Wahlzettel – sondern auch für sich selbst. Für das Dabeisein. Für Verantwortung. Und für das stille Wissen: „Ich bin Teil von etwas Größerem – und das zählt.“ Rückblick auf den 86. Tag – 24. Februar 2025: Schritte durch Wind und Klarheit Der 86. Tag war zunächst unspektakulär gewesen – ein Samstag ohne Termine, ohne laute Ereignisse. Aber rückblickend erinnerte sich Lukas an diesen Tag mit einer besonderen Ruhe. Ein Tag, der nicht geplant war, aber genau das brachte, was er brauchte: Bewegung, Zweck – und das Gefühl von Selbstständigkeit. Vormittag – Ein stiller Start Der Morgen begann mit grauem Himmel und einem kühlen Wind, der durch die Straßen von Mainz wehte. Lukas hatte keine besonderen Pläne gehabt – er wollte einfach nur raus, laufen, spüren, dass er existierte. Nach dem Frühstück hatte er zum Spieler gesagt: „Ich muss mal gehen. Nicht fliehen. Einfach… gehen.“ Der Spieler antwortete: „Dann gehen wir. Nicht wohin – sondern einfach los.“ Spaziergang – Schritte im eigenen Takt Sie spazierten zunächst am Rheinufer entlang, vorbei an kahlen Bäumen und Joggern mit Kopfhörern. Der Fluss war ruhig, fast träge – doch Lukas mochte genau das. Sie sprachen nicht viel. Nur hier und da ein Wort: über das Wetter, über ein neues Pokémon-Update, über gar nichts Besonderes. Doch genau das war das Besondere: Lukas war nicht allein, aber auch nicht bedrängt. Er durfte einfach gehen – mit sich selbst und einem sicheren Schatten neben sich. Plötzlich ein Gedanke – Notfälle des Alltags Nach etwa 45 Minuten gingen sie durch die Neustadt, als Lukas stehen blieb. „Ich brauch noch Sachen. Waschmittel ist leer. Und der Tee. Und… ich hab keine Zahnpasta mehr.“

Der Spieler sah ihn an: „Dann wird’s ein Notfall. Aber ein lösbarer.“ Sie kehrten in einen nahegelegenen Drogeriemarkt ein. Lukas nahm zielgerichtet: • Waschmittel, das nach Zitrone roch • Grünen Tee mit Minze • Zahnpasta (diesmal mit extra Sensitivformel) • Und spontan noch eine neue Haarbürste, weil seine alte verbogen war „Ich fühl mich erwachsen, wenn ich sowas kaufe.“, sagte er an der Kasse. „Nicht wegen dem Inhalt – sondern weil ich’s merke, bevor’s fehlt.“ Der Heimweg – Gedanken bei jedem Schritt Mit zwei kleinen Tüten in der Hand und dem Wind im Gesicht gingen sie langsam nach Hause. Lukas sagte irgendwann: „Weißt du, viele denken, Erwachsensein ist Geld verdienen oder Autos leasen. Aber manchmal ist es einfach, dass man erkennt, wann man keinen Tee mehr hat – und dann losgeht und ihn holt.“ Der Spieler lächelte. „Du brauchst keine Definition von außen. Deine Schritte sprechen für sich.“ **Der Rückblick auf den 86. Tag ist leise. Aber genau darin liegt seine Kraft. Ein Spaziergang ohne Ziel wurde zu einem Weg zurück zu sich selbst. Und ein Einkaufszettel wurde zu einem Zeichen von Verantwortung. Für Lukas war dieser Tag kein Highlight – aber ein Fundament. Und manchmal beginnt Stärke nicht mit einem großen Satz, sondern mit dem Satz: „Ich brauch Tee. Und ich hol ihn mir.“ 27. Februar 2025 – Der 89. Tag: Ein Spaziergang zwischen Worten und Wind Der 89. Tag war ein Mittwoch, und obwohl kein besonderer Anlass im Kalender stand, spürte Lukas schon am Morgen: „Ich will heute wieder gehen. Nicht für etwas. Sondern mit etwas.“ Der Tag war sonnig, aber kühl. Eine klare, frische Februar-Luft lag über Mainz. Die Straßen waren feucht vom Tau, doch die Sonne ließ das Pflaster glitzern – und Lukas hatte Lust, sich zu bewegen. Nicht schnell. Nicht zielgerichtet. Einfach in seinem Takt. Später Vormittag – Der Entschluss Nach dem Frühstück saß Lukas eine Weile still auf dem Sofa. Der Spieler, der gerade ein Buch durchblätterte, sah ihn an, ohne zu fragen. Und irgendwann sagte Lukas nur: „Gehen wir nochmal raus? Einfach… wie am Samstag.“ Der Spieler legte das Buch zur Seite, lächelte und stand auf. „Klar. Gleiche Richtung wie letztes Mal – oder heute anders?“

Lukas dachte „Heute nicht Fluss. Heute Stadt. wo alles ein bisschen verwinkelt ist.“

nach. Straßen,

Mittag – Schritte durch Gassen und Gedanken Sie gingen durch die Mainzer Altstadt, entlang der engen Gassen mit ihren bunten Schildern, alten Fachwerkhäusern, Bäckereien und kleinen Boutiquen. Die Stadt war lebendig – nicht laut, aber in Bewegung. Lukas mochte diesen Rhythmus: nicht hektisch, nicht starr – einfach fließend. Sie schauten sich Schaufenster an, blieben an einem kleinen Plakat mit Konzertankündigungen stehen, und Lukas erzählte von einem Musikprojekt, das er mal angefangen, aber nie zu Ende geführt hatte. „Ich glaub, manchmal sind angefangene Sachen auch wertvoll. Nicht alles muss fertig sein, um echt gewesen zu sein.“ Der Spieler nickte nur. „Wie ein Spaziergang ohne Ziel.“ Ruhiger Moment auf einer Bank Nach einer knappen Stunde fanden sie eine Bank auf einem kleinen Platz, zwischen einem Bäcker und einem alten Brunnen. Lukas trank einen heißen Tee aus dem Thermobecher, den sie unterwegs gekauft hatten. Er sah auf das Kopfsteinpflaster vor sich, auf das Spiel von Licht und Schatten. „Weißt du, was mir an diesen Spaziergängen gefällt?“, fragte er plötzlich. „Dass ich nichts leisten muss. Ich muss nicht reden, nicht denken, nicht entscheiden. Ich darf einfach sein. Und du bist da – ohne dass ich dich bitten muss.“ Der Spieler antwortete leise: „Weil man Freundschaft nicht an Worten misst. Sondern daran, wie still sie sein kann – ohne sich leer anzufühlen.“ Der Heimweg – Leicht und verbunden Auf dem Rückweg durchquerten sie einen kleinen Park, in dem die ersten Knospen an den Bäumen zu sehen waren. Nicht blühend – aber bereit. Lukas sah sie, blieb kurz stehen und sagte mit einem halben Lächeln: „So fühl ich mich heute auch. Noch nicht am Blühen – aber bereit. Ganz leise.“ **Der 89. Tag war wieder ein Spaziergang – aber kein Wiederholen, sondern ein Weitergehen. Nicht, um wegzukommen – sondern um sich selbst zu spüren. Lukas ging mit jemandem an seiner Seite, aber vor allem ging er mit sich selbst. Still. Langsam. Aber in die richtige Richtung.** 28. Februar 2025 – Der 90. Tag: Durch die Stadt, durch Gedanken, durch den Tag Der 90. Tag war nicht nur eine runde Zahl im Kalender – für Lukas fühlte er sich wie ein Meilenstein an. Dreißig Tage waren seit dem letzten großen Gespräch mit dem Spieler vergangen,

seit jener Phase, in der er Haaland wieder in sein Leben Seitdem hatte sich vieles verändert. Nicht spektakulär – Und heute? Heute war ein Tag für Vertrautheit. Und Bewegung.

gelassen hatte. aber spürbar.

Vormittag – Kein Plan, aber Lust Nach einem langsamen Frühstück mit Tee, Müsli und leiser Musik am Fenster stand Lukas auf und sagte zum Spieler: „Lust, in die Stadt zu gehen? Nicht zum Einkaufen. Einfach gehen. Gucken. Denken. Und mal schauen, wie sich alles anfühlt.“ Der Spieler zog wortlos seine Jacke an. „Immer. Du sagst wann, ich geh mit.“ Spaziergang durch die Innenstadt – Bilder, Gerüche, Erinnerungen Sie fuhren mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Schillerplatz. Von dort ging es zu Fuß durch die belebten Straßen von Mainz: Vorbei am Theater, durch kleine Buchläden, am Dom entlang, dann durch die Augustinerstraße mit ihren gepflasterten Gassen. Lukas blieb immer wieder stehen: • Vor einem Musikgeschäft, wo er sich ein Keyboard durchs Fenster ansah • An einem Café, wo er früher mit seiner alten Klasse gesessen hatte • Vor einem Schaufenster mit alten Fußballfotos von Mainz 05 „Jede Ecke hat was in mir gespeichert. Und wenn ich langsam gehe, ruft es mich nicht an – es flüstert nur. Das ist angenehm.“ Der Spieler antwortete: „Du hast dir Mainz nicht nur zu deinem Ort gemacht – du hast es mit Erinnerungen gefüllt. Jetzt wird’s mehr als Kulisse. Es wird Heimat.“ Nachmittag – Eine kleine Pause am Rhein Am Nachmittag gingen sie die Promenade entlang, setzten sich schließlich auf eine Bank am Rhein. Die Sonne stand schon tief, warf goldene Streifen aufs Wasser. Die Möwen kreisten ruhig, ab und zu ein Schiff, das langsam vorbeizog. Lukas atmete tief durch. „Ich will heute essen gehen. Richtig. Kein Fastfood. Ich will sitzen, mit Besteck essen, langsam. Ich glaub, ich will genießen – so wie heute den Tag.“ Abend – Essen, das mehr war als Nahrung Gegen 18:30 Uhr gingen sie in ein kleines Restaurant am Rande der Altstadt – nicht schick, aber stilvoll. Gedämpftes Licht, Holzstühle, freundlicher Service. Lukas bestellte sich: • Rindergeschnetzeltes mit Kräutersoße • Kartoffelgratin • Ein kleines Apfel-Schorle Der Spieler nahm ein vegetarisches Curry mit Reis. Sie aßen ruhig, redeten nicht viel – aber die Blicke, das gemeinsame Lachen über einen schief hängenden Bilderrahmen an der Wand,

und das klirrende Geräusch der Gläser, als sie anstießen, sagten alles. „Auf dich. Auf Mainz. Auf 90 Tage, die du nicht zählen musstest – aber die dich verändert haben.“, sagte der Spieler. Lukas lächelte. „Auf das, was kommt – aber nicht drängt.“ **Der 90. Tag war kein Finale. Aber ein Abschluss in sanfter Form. Ein Spaziergang durch Stadt und Seele, ein Abendessen, das nicht satt, sondern zufrieden machte. Und Lukas spürte: Er war unterwegs. Noch nicht angekommen. Aber auf dem richtigen Weg. Mit sich. Mit dem Spieler. Und mit dem Mut, langsamer zu gehen – aber bewusster. 1. März 2025 – Der 91. Tag: Pokémon, Plan und Partnerschaft Der 91. Tag war mehr als nur der Beginn eines neuen Monats. Es war der Start eines Events, auf das Lukas sich schon seit Wochen gefreut hatte: Die Pokémon GO Tour 2025, die an diesem Wochenende in mehreren Städten stattfand – und er hatte sich mit dem Spieler Frankfurt ausgesucht. Schon Tage vorher hatte er sein Handy aufgeladen, Powerbank kontrolliert, Pokébälle gesammelt und die Route durch die Stadt geplant. Heute war kein Alltagstag. Heute war Trainer-Tag. 07:00 Uhr – Frühes Aufstehen, aber ohne Stress Lukas war ungewöhnlich früh wach. Er hatte am Abend zuvor seine Tasche gepackt: • Powerbank • Ersatzkabel • Wasserflasche • Müsliriegel • Sitzkissen • Zwei Pokémon-Buttons für ihn und den Spieler Er stand vorm Spiegel, warf sich seinen Rucksack über und sagte mit einem kleinen Grinsen: „Heute zählt nicht, wie viele Schritte ich gehe – sondern wie viele Monster ich fange.“ Der Spieler, schon im Flur mit Mainz-05-Cap und sportlicher Jacke, erwiderte: „Und ich zähle, wie oft du sagst: ‘Der war shiny!’“ 08:32 Uhr – S-Bahn nach Frankfurt Am Bahnhof kauften sie sich noch ein kleines Frühstück – belegte Brötchen und ein warmes Getränk – und stiegen in die S-Bahn Richtung Frankfurt Hauptbahnhof. Die Fahrt dauerte rund 40 Minuten. Lukas saß am Fenster, der Spieler neben ihm. Beide Handys waren offen, die Pokémon-GO-App lief bereits: die ersten Spezialquests waren freigeschaltet. „Heute wird gegrindet, mein Freund. Frankfurt hat keine Ahnung, was auf sie zukommt.“, sagte Lukas und lachte. 10:00 Uhr – Start in der Frankfurter Innenstadt

Sie starteten am Opernplatz, wo bereits Hunderte Spieler versammelt waren. Die Atmosphäre war elektrisierend: Plakate, Trainer mit Buttons und Shirts, Kinder mit Pikachu-Mützen – und überall leuchtende Handydisplays. Lukas war ganz in seinem Element: • Er fing ein Shiny Gengar • Schaffte vier Raids in der ersten Stunde • Schaltete eine neue Forschung frei, die er eifrig bearbeitete • Und er tauschta mit einem Spieler aus Kassel ein seltenes Mewtu Der Spieler hielt sich eher zurück, spielte locker mit, aber beobachtete Lukas mit stiller Freude. Er war konzentriert, aber nicht verkrampft – ganz bei sich, voll in einer Welt, die ihn nicht überforderte, sondern beflügelte. Mittag – Pause mit Blick auf den Main Gegen 13:30 Uhr setzten sie sich auf eine Bank am Mainufer. Sie aßen ihre mitgebrachten Snacks, füllten Wasserflaschen an einem Trinkbrunnen auf und warfen zusammen Lockmodule in drei Pokéstops, um in Ruhe weiter zu fangen. Lukas sagte mit leuchtenden Augen: „Ich hab schon neun Shinys. Zwei davon will ich behalten, die anderen vielleicht tauschen.“ Dann sah er den Spieler an. „Und du? Wie viele Schritte hast du heute gemacht?“ Der Spieler grinste. „Nicht genug. Ich geh erst heim, wenn deine Batterie leer ist – und deine Beine auch.“ Nachmittag – Der Grind geht weiter Sie zogen weiter durch das Bankenviertel, den Palmengarten und schließlich bis zum Zoo. Jeder Bereich hatte andere Pokémon-Arten, besondere Boni, viele Trainer. Lukas: • sammelte über 200 Pokémon • entwickelte gleich mehrere auf Level 40 • gewann zwei PvP-Kämpfe • und bekam von Niantic sogar eine Ingame-Medaille für die Tagesaktivität 18:15 Uhr – Rückfahrt mit einem Lächeln In der S-Bahn zurück nach Mainz war Lukas erschöpft – aber glücklich. Er lehnte sich zurück, das Handy an der Powerbank, das Display fast blind vor lauter Spielzeit. Er flüsterte: „Das war einer der besten Tage des Jahres bisher. Nicht, weil’s perfekt war – sondern weil ich mich kein einziges Mal verloren hab.“ Der Spieler antwortete: „Du warst nicht unterwegs. Du warst auf deiner Route – genau da, wo du hinwolltest.“ **Der 91. Tag war voller Bewegung, voller Farben, Aber Er war ein Tag, an

voller vor dem Lukas

Erfolge. allem: fühlte –

mit der Welt, mit der Menge, mit sich. Und am Abend war nicht nur der Akku leer – sondern auch das Bedürfnis nach Beweis. Denn heute hatte er nicht gesucht – sondern gefunden. In der App. Im Spiel. Und in sich selbst.** 2. März 2025 – Der 92. Tag: Verbundenheit im Spiel und im Leben Der zweite Tag der Pokémon GO Tour in Frankfurt begann für Lukas mit dem Gefühl: „Heute will ich nicht nur fangen. Ich will dazugehören.“ Der gestrige Samstag war intensiv, bunt, voller Bewegung – doch heute spürte Lukas: Es geht nicht nur um Pokémon. Es geht darum, mit anderen zu spielen, nicht neben ihnen. Und der Tag sollte genau das erfüllen. 08:30 Uhr – Auf nach Frankfurt, wieder Lukas und der Spieler standen früh auf. Die Beine waren vom Vortag noch schwer, aber das Herz war leicht. Beide frühstückten schnell, packten die Handys, Powerbanks und Snacks erneut ein. Am Bahnhof stellten sie fest: Die gewohnte S-Bahn fuhr nicht. Bauarbeiten. Ersatzverkehr. Doch Lukas blieb ruhig. „Dann nehmen wir eben den anderen Weg. Heute kann uns nichts aufhalten.“ Sie stiegen in eine andere Verbindung über Rüsselsheim und Offenbach, etwas umständlicher, aber sie kamen pünktlich am Frankfurter Hauptbahnhof an. 10:15 Uhr – Ankunft im Pokémon-Getümmel In der Innenstadt war noch mehr los als am Vortag. Lukas hatte im Internet von einer großen offenen Trainergruppe gelesen, die sich am Rossmarkt traf. Sie entschieden, spontan dorthin zu gehen. Kaum angekommen, wurden sie freundlich begrüßt: „Hey! Zwei neue? Willkommen – wir machen gleich vier Raids hintereinander.“ Lukas war erst still, dann sagte er: „Ich bin Lukas. Und das ist… mein bester Freund.“ Der Spieler lächelte, hob die Hand zum Gruß. Dyna-Kämpfe, Raids und richtig viel Teamwork Die Gruppe war gemischt: Junge Leute, ältere Trainer, zwei Kinder mit ihren Eltern, ein Mann mit Hund. Und alle waren verbunden durch das Spiel. Gemeinsam machten sie: • legendäre Dyna-Raids, bei denen Lukas gleich ein Shiny Rayquaza fing • eine Rundtour durch vier spezielle Habitat-Zonen • Tauschrunden, bei denen Lukas ein seltenes Kapu-Fala erhielt • und einen 5-vs-5-Kampf gegen eine rivalisierende Trainergruppe Lukas redete, lachte, erklärte, war mittendrin statt außen vor. Der Spieler hielt sich dezent im Hintergrund, filmte ein paar Momente für später. Er sah: Lukas strahlte. Nicht, weil er der Beste war – sondern weil er Teil war. 18:00 Uhr – Rückfahrt mit Hindernissen

Als der Tag sich dem Ende neigte und beide sich auf den Rückweg machten, kam die Info: S-Bahn-Störung – Strecke Mainz gesperrt. Lukas sah auf den Fahrplan, dann auf den Spieler. „Ich bleib ruhig, okay? Wir fahren über Wiesbaden. Dauert länger – aber besser als Panik.“ Sie nahmen die Umleitung, kamen kurz vor 20 Uhr in Mainz-Kastel an. Beide waren müde – aber noch nicht bereit für den Heimweg. 20:30 Uhr – Nepal-Bier und Nachklang in Bretzenheim Auf dem Heimweg entdeckten sie ein kleines asiatisches Lokal, das auch nepalesische Spezialitäten anbot – inklusive Bier aus Nepal. „Wollen wir?“, fragte der Spieler. Lukas grinste: „Heute passt alles. Warum nicht mal was ganz anderes?“ Sie setzten sich, bestellten ein Bier, das fruchtig, leicht süß und ganz anders schmeckte. Dann fuhren sie zurück nach Bretzenheim, wo sie in „Siggis Eck“ noch auf ein kleines Helles einkehrten. Zum Ausklingen. Zum Durchatmen. Spät in der Nacht – Das Spiel von Mainz Zuhause angekommen, schaute Lukas noch in Er war zu müde gewesen, das Spiel doch nun sah er das Ergebnis: RBL 1:2 M05

seine Fußball-App. zu verfolgen –

1. Minute: 1:0 Xavi Simons •

52. Minute: 1:1 Amiri •

58. Minute: 1:2 Burkardt „Wir haben Leipzig geschlagen… Wahnsinn.“ Er öffnete die Tabelle: Mainz 05 – Platz 4. 12 Siege. Ein Champions-League-Platz. Er machte einen Screenshot, legte das Handy beiseite und sagte leise: „Heute hab ich zwei Mal Einmal in Frankfurt – und einmal hier, in meinem Herzen.“

Punkte. gewonnen.

**Der 92. Tag war Bewegung in Reinform. Er war Teilhabe, Gespräch, Spiel. Ein Tag, an dem Lukas nicht nur durch Städte ging – sondern durch Rollen, durch Gruppen, durch sich selbst. Und am Ende blieb das Gefühl: Ich bin nicht allein. Ich bin verbunden. Durch Spiel. Durch Menschen. Und durch mein eigenes Wachstum. 3. März 2025 – Der 93. Tag: Farben, Konfetti und das zweite große Herzstück Der 93. Tag war ein Festtag in Mainz – nicht irgendeiner, sondern der Tag, den man hier das ganze Jahr über kennt und vorbereitet: Rosenmontag. Für viele Mainzer ist das der Höhepunkt der Fastnacht, doch für Lukas war es an diesem Montag mehr als nur eine Traditionsveranstaltung:

Es war das zweite große Highlight seines inzwischen fast vollständigen vierten Treffens mit dem Spieler – und dieses Mal waren alle mit dabei: seine Mutter, der Vater, die Ersatzoma und natürlich der Spieler selbst. 08:45 Uhr – Vorbereitung mit Glitzer und Struktur Schon früh am Morgen herrschte in der Wohnung der Familie geschäftiges Treiben. Lukas hatte sich am Vortag entschieden, als Mainzelmännchen zu gehen – in Anlehnung an das berühmte ZDF-Maskottchen, aber auch, weil es „ruhig, freundlich und heimatlich“ wirkte – genau wie er selbst. Seine Mutter hatte sich ein buntes Clownskostüm übergeworfen, der Vater ging als Schornsteinfeger, die Ersatzoma kam im traditionellen Mainzer Biedermeier-Gewand, und der Spieler – mit einem roten Umhang, einer silbernen Maske und Mainz-05-Fanschal – sorgte dafür, dass alle Getränke, Taschen und Snacks griffbereit waren. 10:30 Uhr – Aufbruch in die Altstadt Mit Straßenbahn und ein paar Schritten zu Fuß machte sich die Gruppe auf den Weg in die Mainzer Innenstadt. Überall strömten schon Menschen herbei, die Straßen waren gesäumt mit Absperrungen, Polizei, Musik, und der unverkennbare Duft von Popcorn, Bratwurst und Zuckerwatte lag in der Luft. Lukas hielt sich eng an den Spieler – nicht aus Unsicherheit, sondern aus Vertrautheit. Seine Mutter hielt ihm zwischendurch einen „Narrhalla-Marsch“-Becher mit heißem Tee hin, und die Ersatzoma wischte ihm Konfetti aus dem Haar. „Heute bist du Teil von allem“, sagte sie leise. „Nicht Beobachter. Sondern mittendrin.“ 11:30 Uhr – Der Zug beginnt Der Mainzer Rosenmontagszug, mit seinen über 130 Zugnummern, den bunten Wagen, den Garden, den Kapellen, den Motivwagen mit politischen Aussagen – er kam langsam die Ludwigsstraße entlang. Lukas stand mit seiner Familie in der ersten Reihe. Als der erste Prunkwagen vorbeifuhr und die ersten „Helau!“-Rufe ertönten, hob er die Arme, lachte – und fing seinen ersten Schokoriegel, den er sofort dem Spieler reichte. „Wir sammeln für später. Wie früher – aber diesmal für uns.“ 12:45 Uhr – Emotionen zwischen Buntheit und Nähe Als die Garden vorbeizogen, die Kindergruppen mit riesigen Maskottchen winkten und Bonbons durch die Luft flogen, wurde Lukas kurz still. Er schaute nicht auf die Wagen – sondern auf seine Familie. Die Mutter hielt die Ersatzoma im Arm, der Vater rief mit anderen Fans „Mainz bleibt Meenz!“, und der Spieler warf gerade ein paar Bonbons zurück zu einem Kind, das keine gefangen hatte. Lukas sagte leise zum Spieler: „Ich glaub, ich hatte nie einen Rosenmontag, der wirklich meiner war. Aber heute… ist er das. Und ich fühl mich nicht verkleidet. Ich fühl mich gesehen.“

15:30 Uhr – Rückzug und Ausklang Als der Zug sich langsam dem Ende zuneigte und die Beine müde wurden, machten sie sich gemeinsam auf den Heimweg. Sie waren nicht vollbepackt – aber reich an Eindrücken. Zuhause legten sie die Kostüme ab, wärmten sich mit Suppe auf und schauten sich gemeinsam die Übertragung des Zuges im Fernsehen an – dieselbe Szene, in der sie eben noch selbst gestanden hatten. Lukas schrieb später in sein Tagebuch: „Ich hab nicht nur Fastnacht erlebt. Ich hab gespürt, wie es ist, wenn man Teil von Tradition wird, ohne sich selbst zu verlieren. Ich war Lukas. Verkleidet – ja. Aber ehrlich. Und mittendrin.“ **Der 93. Tag war bunt, laut und lebendig – aber auch still im Herzen. Er war das zweite große Herzstück des vierten Treffens: Ein Tag, an dem Lukas nicht von außen zusah, sondern mitrief, mitlachte, mitging. Und als der Tag endete, wusste er: Es war nicht einfach ein Rosenmontag. Es war sein Rosenmontag. 4. März 2025 – Der 94. Tag: Der geschlossene Laden und die Pommes in der Pizzeria Nach dem lebhaften, farbenfrohen Rosenmontag war der 94. Tag deutlich ruhiger. Doch Lukas spürte, dass die Leere nach so viel Trubel nicht unangenehm war – sie war wie ein Ausatmen nach einem langen Lachen. Am Vormittag saßen er und der Spieler gemeinsam beim Tee. Lukas scrollte durch Google Maps auf seinem Handy. „Ich will heute essen gehen. Kein Fastfood. Aber auch nicht zu schick. Wie wär’s mit dem asiatischen Restaurant an der Haltestelle Hindenburgplatz?“ Der Spieler nickte. „Das mit den bunten Lampions im Fenster? Gute Idee.“ 17:45 Uhr – Vor verschlossenen Türen Sie machten sich zu Fuß auf den Weg. Der Himmel war grau, aber es blieb trocken. Lukas war in Gedanken versunken, träumte schon vom gebratenen Reis mit Gemüse, den er sich ausgemalt hatte. Doch als sie um die Ecke bogen, war da nur Dunkelheit hinter der Glasfront. Ein Zettel hing an der Tür: „Heute wegen Krankheit geschlossen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“ Lukas blieb stehen. Er war zunächst stumm, dann kam nur ein leises: „Och nee… ich hatte mich so drauf gefreut.“ Der Spieler legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Dann heißt es: Plan B. Was willst du – Pizza oder Nudeln?“ Lukas überlegte nicht lange. „Pizzeria. Aber… ich glaub, ich nehm einfach nur Pommes.“ 18:15 Uhr – In der Pizzeria „Bella Napoli“

Die beiden fanden eine kleine, rustikale Pizzeria ein paar Straßen weiter. Die Kellnerin war freundlich, das Lokal leer, leise italienische Musik lief im Hintergrund. Sie setzten sich ans Fenster. Der Spieler bestellte eine Pizza Funghi mit extra Mozzarella, Lukas entschied sich konsequent – nur eine Portion Pommes mit Ketchup und Mayo. Die Kellnerin sah ihn kurz fragend an, sagte dann aber freundlich: „Kommt sofort. Große Portion?“ „Ja bitte. Heute ist ein Pommes-Tag.“, antwortete Lukas mit einem Grinsen. Beim Essen – Einfach sein dürfen Die Pommes kamen schnell, knusprig und goldgelb. Lukas tunkte sie langsam in den Ketchup, aß bedächtig. Der Spieler ließ ihn in Ruhe – kein Druck, kein Nachfragen, keine Witze. Nur Präsenz. Nach ein paar Minuten sagte Lukas: „Ich weiß, es klingt komisch – aber ich fühl mich heute gut mit etwas Einfachem. Nicht viele Sorten, keine Entscheidungsschwierigkeiten. Nur… Pommes.“ Der Spieler nickte. „Das Einfache ist oft das, was dich am besten erdet. Heute war kein Essenstag – es war ein Pommes-Tag. Und das reicht.“ Der Rückweg – Zufrieden, ohne großen Plan Auf dem Rückweg war es Die Straßenlaternen spiegelten sich in den Lukas war ruhig, nicht müde – aber ausgeglichen. „Ich glaub, ich brauch nicht jeden Solange ich den Tag selbst erkenne, reicht das.“

bereits dunkel. feuchten Pflastersteinen. Tag

**Der 94. Tag war leise, aber ehrlich. Kein geplantes Fest, kein erfüllter Wunsch. Doch stattdessen gab es Pommes in einer Pizzeria, ein Lächeln über das Unerwartete und ein Moment, in dem Lukas sich nicht erklären musste. Denn heute zählte nicht, was auf dem Teller lag – sondern, dass er sich dafür entschieden hatte. Und das allein war schon ein kleines Fest.** 5. März 2025 – Der 95. Tag: Ein erstes Treffen und ein ruhiger Abend mit Worten Der 95. Tag begann mit einer Mischung aus Neugier und angespannter Ruhe. Für Lukas stand heute etwas bevor, das für ihn mehr bedeutete als nur ein Termin: Das erste echte Treffen mit seiner neuen Assistentin, diesmal außerhalb des Büros, an einem Ort, den er gut kannte – Mainz-Bretzenheim. Der Spieler begleitete ihn bis zur Haltestelle, doch dieses Treffen sollte Lukas bewusst alleine erleben. Nicht, weil er musste – sondern, weil er wollte. „Ich will schauen, wie ich mich fühle, wenn ich den Raum habe – aber nicht die ganze Verantwortung tragen muss.“ 11:00 Uhr – Erstes Treffen mit Anna Lindner

Pünktlich auf die Minute wartete Lukas vor der kleinen Bäckerei am Bretzenheimer Dorfplatz. Die neue Assistentin, Anna, kam freundlich, aber nicht aufdringlich auf ihn zu. „Hallo Lukas. Schön, dich mal in deiner Umgebung zu treffen.“ Er nickte, lächelte kurz und antwortete: „Ich mag Bretzenheim. Es ist ruhig, ein bisschen wie ein eigenes Dorf in der Stadt.“ Sie setzten sich in das kleine Café direkt neben der Bäckerei. Lukas bestellte sich einen Tee mit Zitrone, Anna einen Kaffee und ein Croissant. Sie sprachen über: • Wie Lukas sich die Zusammenarbeit vorstellt • Welche Tageszeiten für ihn passen • Und was er braucht, um sich sicher und nicht gedrängt zu fühlen Lukas erzählte offen, aber dosiert. Er sagte zum Schluss: „Ich hab schon oft gemerkt, dass Leute zu schnell zu viel wollen. Ich will, dass du eher zuhörst als planst.“ Anna nickte verständnisvoll: „Dann ist das unser Start. Zuhören. Nicht drängeln. Nicht überrennen.“ Mittag – Ein Spaziergang allein durch Bretzenheim Nach dem Treffen ging Lukas noch alleine durch Bretzenheim spazieren. Er lief die kleine Einkaufsstraße entlang, schaute sich Schaufenster an, trat kurz in einen kleinen Second-Hand-Laden ein, aber kaufte nichts – nur gucken. Er setzte sich später auf eine Bank am Spielplatz, hörte Vögel zwitschern, beobachtete Kinder beim Fußballspielen. Und dachte nach. Nicht schwer. Nur sortierend. Abend – Kneipe, Worte, alkoholfreies Bier Gegen 19:00 Uhr traf sich Lukas mit dem Spieler in ihrer Stammkneipe in Bretzenheim. Ein ruhiger Abend unter der Woche – nur ein paar Gäste, kein lauter Fernseher. Lukas bestellte ein alkoholfreies Bier, der Spieler ebenfalls. Sie stießen an. „Auf neue Wege – und auf kleine Schritte, die sich groß anfühlen.“ Lukas erzählte ausführlich vom Treffen mit Anna: • Wie sie ruhig war, aber nicht stumm • Wie sie ihn nicht unterbrochen hatte • Und wie er das erste Mal das Gefühl hatte, dass jemand mit ihm arbeiten will, nicht an ihm „Ich hab Pommes gerochen, als ich mit ihr saß. Weißt du, warum?“ Der Spieler grinste. „Sag’s mir.“ „Weil ich mich erinnert hab, wie ich mit dir an Tag 94 einfach nur Pommes gegessen hab. Weil’s gereicht hat. Und weil’s echt war.“ Der Spieler hob sein Glas. „Dann war heute kein Therapietag. Sondern ein Tag, an dem du jemanden in deine Welt eingeladen hast. Und sie ist gern geblieben.“

**Der 95. Tag war nicht laut, nicht spektakulär – aber er war ein Anfang auf Augenhöhe. Lukas hatte gesprochen, beobachtet, entschieden. Er war spaziert – in Gedanken und durch Gassen. Und am Abend hatte er nicht gefeiert – sondern erzählt, wie es war. Und das bedeutete mehr, als er selbst im ersten Moment wusste.** 6. März 2025 – Der 96. Tag: Ein Tag daheim, der mehr war als nur ruhig Der 96. Tag begann nicht mit einem Wecker, nicht mit Plänen, nicht mit Terminen oder Wegbeschreibungen. Er begann mit einem leisen Morgen, einem Blick aus dem Fenster und einem einzigen Satz von Lukas: „Ich glaub, ich will heute einfach mal… nicht raus.“ Der Spieler, der bereits in der Küche saß und Tee kochte, hob nur kurz den Blick und antwortete: „Dann bleiben wir. Zuhause heißt nicht: stehen bleiben. Es heißt: bei sich sein.“ Vormittag – Langsames Erwachen Lukas schlurfte barfuß durchs Wohnzimmer, deckte den Tisch mit zwei Tassen, legte leise Musik auf – nichts Lautes, nur ein ruhiger Piano-Stream. Der Spieler stellte zwei Brote mit Frischkäse und Gurke hin, Lukas ergänzte einen Teller mit Mandarinenstücken. Sie frühstückten schweigend, aber verbunden. Zwischendurch sagte Lukas: „Manchmal ist da dieser Druck… dass man etwas machen muss, damit der Tag zählt. Aber heute spür ich ihn nicht. Und ich will das ausnutzen.“ Mittag – Serien, Pause, Gedankenspiel Nach dem Frühstück schauten sie gemeinsam zwei Folgen einer Serie, die sie vor Wochen begonnen hatten – nichts Dramatisches, aber genau richtig für den Moment. Lukas lehnte sich später auf dem Sofa zurück, spielte auf seinem Handy Pokémon GO, fing zwei neue, während der Spieler ein Sudoku löste. „Heute ist wie dieser Moment zwischen zwei Atemzügen. Kein Ziel – aber auch kein Leerlauf. Nur Pause.“ Nachmittag – Schreiben und Stille Am Schreibtisch kritzelte Lukas ein paar Gedanken in sein Notizbuch: „96 Einige davon laut, viele Und heute einer, der leise aber Ich glaube, leise Tage können wenn man sie nicht ausfüllen sondern ihnen einfach erlaubt, zu sein.“

Tage. bewegt. – warm. heilen, muss,

Er zeigte dem Spieler nicht den Text, aber legte das Der Spieler warf später einen Blick darauf, nickte nur – und legte ihm eine neue Tasse Tee hin. Abend – Einfach, gemeinsam, genug Zum Abendessen machten sie sich Nudeln Lukas übernahm das Kochen, der Spieler Sie aßen in der Küche, ohne Licht – nur Kerzen. Danach spielten sie eine Lukas verlor knapp – aber lachte dabei. „Ich glaub, ich kann weil ich heute nix beweisen muss.“ Der Spieler „Und das macht dich stärker als jeder Sieg.“

Buch offen hin. sagte nichts,

Tomatensoße. Abwaschen.

Fifa. verlieren, antwortete:

**Der 96. Tag war ruhig. Aber er war nicht leer. Er war voll von kleinen Gesten, langsamen Momenten, und dem einfachen Gefühl: Ich darf auch mal still sein – und trotzdem ganz bei mir. Und Lukas verstand an diesem Tag mehr als an manch lauterem: Manchmal sind die Tage, die nichts wollen, die, die einem am meisten geben. 7. März 2025 – Der 97. Tag: Ein Sieg in der Ferne, gefeiert ganz nah Der 97. Tag war ein Freitag. Ein Tag, an dem für viele das Wochenende begann – doch für Lukas begann heute etwas viel Wichtigeres: Ein Auswärtsspiel seines geliebten Mainz 05, und wie immer wollte er es nicht allein, nicht zuhause – sondern in seiner Stammkneipe schauen, gemeinsam mit dem Spieler, wo jedes Tor, jeder Pass, jede Minute bedeutete: „Wir sind dabei.“ 17:30 Uhr – Vorbereitung auf den Abend Schon nachmittags ging Lukas nervös durch die Wohnung. Er hatte sich den Mainz-05-Schal bereitgelegt, eine Mütze mit dem Vereinslogo, und schrieb sogar in seine Notizen: „Heute wird ein schweres Spiel. Gladbach auswärts ist nie einfach. Aber ich glaub, heute geht was. Und ich will jedes Tor spüren.“ Der Spieler stand im Flur, nahm die Jacke vom Haken und sagte lächelnd: „Ich hab schon zwei Plätze in der Kneipe für uns reserviert. Fensterplatz. Du kannst mit dem Rücken zur Wand sitzen.“ Lukas nickte dankbar. „Perfekt. Dann verpass ich auch keine Wiederholung.“ 18:45 Uhr – Ankommen in der Kneipe In „Siggis Eck“ in Bretzenheim war es heute etwas voller. Viele kannten Lukas inzwischen, grüßten mit einem Kopfnicken oder einem freundlichen „Na, heut wieder Nervenspiel?“

Sie setzten sich. Lukas bestellte ein alkoholfreies Bier, der Spieler ebenfalls. Ein kleiner Teller Salzbrezeln stand auf dem Tisch, daneben die Liveübertragung auf dem großen Bildschirm. Die erste Halbzeit – Spannung baut sich auf Mainz begann mutig, aber Gladbach machte früh Doch dann, in der 39. Minute, plötzlich der Moment: Paul Nebel wird freigespielt – ein flacher Schuss – drin! 0:1 für Mainz! Lukas sprang fast auf, stieß sich leicht am Tisch, rief aber laut: „Nebel! Junge, wie sauber war das denn?!“ Der Spieler klatschte „Eiskalt. Und verdient.“ Mit 1:0 ging es in die Pause – und Lukas war hochkonzentriert.

Zweite Halbzeit – Mainz mit Rückenwind 48. Minute: Kohr steigt nach einer Ecke am höchsten – 0:2! Die Kneipe tobte. Lukas drehte sich kurz zur Wand, ballte die Fäuste. „Wir machen das heute. Ich spür das.“ Doch Gladbach gab nicht auf. 73. Minute: Lainer mit dem Anschluss. 1:2. Lukas wurde kurz still, trank einen Schluck, sagte: „Jetzt wird’s nochmal wild. Aber wir können’s halten.“ Nur vier Minuten später: Amiri mit einem Solo durch die Mitte – flacher Schuss – 1:3! „JAAAAA! Amiri, du König!“, rief Lukas, ohne sich darum zu scheren, wer noch zuhörte. Abpfiff – 1:3 für Mainz 05 Der Schlusspfiff kam – und Lukas saß einfach nur da, hielt den Schal in der Hand und starrte auf die Tabelle, die kurz danach eingeblendet wurde: Mainz 05 jetzt auf Platz 3. 13 Siege. 44 Punkte. Vor Frankfurt. Vor Freiburg. Er flüsterte: „Dritter Platz. Wir sind… Dritter. Ich… ich hab das wirklich gerade gesehen, oder?“ Der Spieler sagte ruhig: „Ja. Und du warst bei jedem Tor dabei. Nicht als Zuschauer – als Teil davon.“ Später Abend – Auf dem Heimweg Draußen war es kalt, aber Lukas Er war aufgewärmt vom Spiel, vom Jubel, vom Moment. „Weißt du was?“, sagte er „Heute hab ich nicht nur ein Ich hab meine Stadt Und mich – weil ich sie ohne dass es weh tut.“

fror beim Spiel lieben

nicht. Gehen. geschaut. gefeiert. kann,

**Der 97. Tag war mehr als ein Sieg. Er war ein Abend voller Zugehörigkeit, voller echtem Gefühl, ohne Filter. Lukas hatte nicht nur drei Tore gesehen – er hatte jede Sekunde gespürt. Mit dem Spieler an seiner Seite, dem Bier in der Hand und dem Schal auf dem Schoß war es nicht nur Fußball. Es war Mainz. Und es war sein Platz darin. 8. März 2025 – Der 98. Tag: Abenddämmerung, Irrwege und ein unerklärliches Dröhnen Der 98. Tag begann ganz unscheinbar – ein Samstag wie viele. Doch Lukas merkte bereits am frühen Nachmittag, dass heute kein Tag für Struktur, kein Tag für Bildschirm, kein Tag für Termine war. Heute war ein Tag zum Losgehen. Einfach so. Gegen 17:00 Uhr sagte er zum Spieler, dessen echten Namen er inzwischen auch wieder in den Alltag eingebunden hatte – „Erling… komm. Ich will raus. Einfach nur laufen. Nicht reden. Oder nur wenig. Vielleicht was essen. Aber ohne Ziel.“ Erling, der sich längst daran gewöhnt hatte, dass Lukas seine Worte sorgfältig dosierte, nickte nur. „Zieh dir was Warmes an. Ich hab heut auch keine Lust auf Laut.“ 18:00 Uhr – Spaziergang in die Tiefe des Abends Sie liefen durch die alten Straßen von Mainz-Bretzenheim, vorbei an kleinen Fachwerkhäusern, Spielplätzen, Gärten, wo der Tag langsam zur blauen Stunde wurde. Die Sonne war weg, aber noch nicht Nacht – und in dieser stillen Dämmerung schien Lukas besonders bei sich zu sein. Sie redeten nur wenig. Mal über das Wetter, mal über ein Pokémon-Event nächste Woche, mal über die Frage, ob Pizza oder Nudeln besser zu Vanilleeis passen würden. 19:30 Uhr – Spontan essen gehen Schließlich kehrten sie in eine kleine Pizzeria ein, die sie früher schon einmal besucht hatten. Lukas bestellte sich dieses Mal nicht nur Pommes – sondern eine Pizza Margherita mit Mais und extra Käse. Erling nahm ein Nudelgericht und eine Apfelschorle. Sie aßen ruhig, aber zufrieden. Kein Telefon, keine Ablenkung. Nur Bissen, Blickkontakt, stille Gedanken. Lukas sagte irgendwann: „Ich nenn dich heute mit deinem echten Namen, weil ich heute keine Geschichten brauch – sondern einfach dich.“ Erling sah ihn an und antwortete sanft: „Und ich bin heute einfach nur da – nicht als Spieler, nicht als Rolle. Nur als jemand, der mit dir geht.“ 21:15 Uhr – Auf dem Rückweg… doch etwas stimmt nicht

Sie verließen das Restaurant. Die Straßen waren leer, doch plötzlich, während sie durch die Gassen Richtung Wohnung gingen, hörten sie etwas, das nicht zu diesem ruhigen Abend passte: Ein dumpfer, wummernder Bass, irgendwo in der Ferne. Zuerst dachten sie an ein Auto – doch das Geräusch war konstant. Musik. Laut. Verzerrt. Unklar. Ein pulsierendes Dröhnen in der Nachtluft. Lukas blieb stehen. „Hörst du das?“ „Ja… klingt wie ’ne illegale Party oder so. Aber von wo?“, antwortete Erling. 21:30–23:30 Uhr – Die zwei Stunden Suche Was folgte, war fast surreal. Sie liefen in verschiedene Richtungen: durch Seitenstraßen, über Brücken, durch Innenhöfe. Mal schien die Musik näher, dann wieder entfernt. Nie wurde sie deutlicher – nur rätselhafter. Sie fragten zwei Passanten – keiner hörte etwas. Sie checkten Social Media – nichts. Keine Veranstaltung, keine Meldung, keine Party in Sicht. „Es ist, als würde nur wir es hören.“, murmelte Lukas. „Wie ein Soundtrack für einen Moment, den keiner sonst sieht.“ 23:45 Uhr – Heimkehr ohne Lösung Schließlich – müde, aber nicht genervt – gaben sie auf und gingen zurück zur Wohnung. Die Musik war noch da, aber leiser, weiter weg – und irgendwann verschwand sie ganz, wie ein Traum, den man noch spürt, aber nicht mehr erklären kann. Lukas öffnete die Tür, trat ein, ließ sich aufs Sofa fallen und sagte: „Weißt du… ich glaub, das war kein Konzert. Das war der Klang von einem Tag, der wollte, dass wir nicht vergessen, wie seltsam das Leben manchmal klingt.“ Erling nickte. „Und wie schön es ist, wenn man zu zweit mitten drin steht – und trotzdem nicht verloren geht.“ **Der 98. Tag war eine Wanderung, ein Abendessen, ein Klangrätsel in der Nacht. Er war ruhig, verwirrend, aber auch voller Vertrauen. Denn manchmal geht man zwei Stunden durch dunkle Straßen, auf der Suche nach einer Quelle, die man nicht finden kann – und merkt am Ende: Man hat sie die ganze Zeit bei sich getragen – im Ohr, im Herzen, in der gemeinsamen Stille. 9. März 2025 – Der 99. Tag: Ein Sonntag zwischen Taktik, Lachen und Controllerklicks Der 99. Tag begann ruhig, fast träge – und das passte gut, denn es war ein Sonntag. Ein Tag zum Ausruhen, zum Durchatmen –

aber auch, wie Lukas es nannte: „Ein Tag, um mal wieder wirklich zu Hause zu sein.“ Nach dem rätselhaften Abend zuvor, mit der unerklärlichen Musik in den Straßen, spürte Lukas heute ein starkes Bedürfnis nach Vertrautem – nach etwas, das klar, übersichtlich und spielerisch war. Er sah zum Spieler rüber und sagte mit einem kleinen Grinsen: „Ich glaub, heute will ich dich mal wieder auf dem virtuellen Rasen besiegen.“ Der Spieler, der gerade dabei war, zwei Tassen Tee zu machen, antwortete trocken: „Oder du lernst endlich, was Abseits wirklich bedeutet.“ 11:30 Uhr – FIFA wird gestartet Sie setzten sich nebeneinander auf das Sofa im Wohnzimmer. Die Gardinen waren leicht geöffnet, Sonnenlicht fiel gedämpft in den Raum. Die Controller lagen bereit, das Spiel wurde gestartet. Lukas wählte wie immer sein Team: Mainz 05. Der Spieler nahm diesmal etwas Außergewöhnliches: Ein norwegisches Team, mit einem Augenzwinkern in Richtung seiner Herkunft. „Na gut“, sagte Lukas. „Wenn du mit Taktik kommst, komm ich mit Leidenschaft.“ Das erste Spiel – Emotionen und Kissenwürfe Die erste Partie begann hitzig. Lukas ging früh in Führung – 1:0 durch Burkardt in der 12. Minute. Er sprang auf, riss die Arme hoch und rief: „So fängt man einen Sonntag richtig an!“ Doch Erling blieb gelassen, glich in der 28. Minute aus und legte in der 36. Minute direkt nach. Lukas warf ein Sofakissen auf ihn. „Das war Abseits. Ich schwör's.“ Erling lachte nur: „Video-Assistent hat nichts gesagt. Gültig.“ Zweites Spiel – Seitenwechsel, neue Strategie Nach einem knappen 2:2 im ersten Spiel ging es weiter. Jetzt nahm Lukas ein neues Team – HSV, um seine zweite Fanliebe zu ehren. Erling blieb bei seinem Team, stellte aber um auf Dreierkette. Lukas’ Augen wurden groß. „Dreierkette? Du willst’s wissen.“ Was folgte, war ein intensives Match voller Taktik, aber auch Chaos: • Eigentor von Erling in der 19. Minute • Vergebener Elfmeter von Lukas in der 33. Minute • Last-Minute-Ausgleich in der 89. Minute Endstand: 3:3 Nachmittag – Auswertung mit Tee Nach den Spielen legten setzten sich an den Küchentisch und tranken Tee. Lukas sagte:

„Weißt du, was ich am Spielen mit dir mag? Es geht nie nur um Gewinnen. Es geht ums Dabeisein – wie im echten Leben.“ Erling antwortete: „Und darum, dass du bei jedem Spiel was Neues über dich lernst. Deine Taktik sagt mehr über dich als du denkst.“ **Der 99. Tag war ein Spieltag – aber nicht auf dem echten Rasen. Sondern im Wohnzimmer, im Kleinen, im Vertrauten. Ein Tag, an dem Lukas sich erinnern durfte, wie wichtig es ist, zu spielen – nicht um zu siegen, sondern um sich selbst zu spüren. Und als sie den Abend ruhig beendeten, wusste Lukas: Morgen ist der 100. Tag. Aber heute war genauso wichtig. Denn heute durfte er einfach nur Lukas mit Controller sein – und das war genug. 10. März 2025 – Der 100. Tag: Ein Spiel am Fluss und ein stilles Jubiläum Der 100. Tag begann fast so unspektakulär wie der allererste. Ein Montag, mildes Wetter, ein leichter Wind aus Südwest, und der Geruch von nassem Asphalt lag in der Luft – die Stadt war gerade aufgewacht, doch Lukas war bereits wach mit einem Gedanken im Kopf: „Heute ist Tag 100. Und ich will ihn nicht mit Kuchen feiern oder mit Lautstärke. Ich will ihn fühlen – so wie er ist. Und zwar draußen.“ 08:45 Uhr – Der Plan steht fest Nach einem kurzen Frühstück mit Müsli und Tee stand Lukas am Fenster und sah auf den Himmel, der zwischen Wolkenfetzen immer wieder Sonne durchblitzen ließ. Der Spieler trat hinzu, schob sich das Basecap auf und sagte: „Was liegt an heute, Lukas?“ „Ich will ans Wasser. An den Rhein. Und ich will… spielen. Einfach Pokémon GO. Laufen, fangen, atmen. Mehr nicht.“ Erling nickte, griff zum Rucksack, und gemeinsam machten sie sich auf den Weg. 10:00 Uhr – Entlang des Rheinufers Sie starteten ihre Tour an der Rheingoldhalle, liefen vorbei an der Theodor-Heuss-Brücke, gingen durch den Park Richtung Winterhafen. Pokémon GO war aktiviert – beide Smartphones surrten, Ball um Ball, Fang um Fang. Lukas hatte eine klare Strategie: „Heute wird nicht gespart. Ich fang alles, was sich bewegt. 100. Tag, 100 Pokémon – das ist mein Ziel.“

Erling „Dann fang lieber gleich noch Taubsi Nummer 27 – der zählt auch.“

Mittag – Auf einer Bank mit Blick aufs Wasser Gegen 12:30 Uhr setzten sie sich auf eine der langen Bänke am Ufer. Lukas hatte 72 Pokémon gefangen, sein Akku war bei 48 Prozent – und seine Laune bei 100. Er holte eine Dose Eistee aus dem Rucksack, reichte dem Spieler eine kleine Tüte Reiswaffeln. Dann sagte er leise: „Weißt du, vor 100 Tagen hab ich nicht gedacht, dass ich wieder ankommen kann. Nicht bei Menschen. Nicht bei mir.“ Erling antwortete nicht sofort. Dann sagte er: „Und jetzt bist du hier. Du fängst Pokémon – aber du hast dich selbst nicht verloren. Du hast dich entwickelt. Wie ein Evoli, das endlich seinen Typ gefunden hat.“ Lukas musste lachen. „Na toll. Und was bin ich dann – ein Psiana oder ein Nachtara?“ „Du bist Lukas. Mit Pokédex-Eintrag. Und Herz.“ Nachmittag – Der letzte Fang Auf dem Rückweg, zwischen Winterhafen und Kurfürstlichem Schloss, tauchte ein seltenes Pokémon auf – ein Dragoran mit Event-Hut. Lukas war aufgeregt. Er zielte… traf… und fing es beim ersten Versuch. „Nummer 100. Und es passt. Stark, selten, ein bisschen albern – wie der ganze Tag.“ Abend – In Gedanken Zuhause angekommen, legte Lukas sein Handy auf den Tisch, blickte aus dem Fenster, wo der Himmel sich langsam verdunkelte. Er setzte sich hin und schrieb still in sein Tagebuch: „100 Tage. Nicht perfekt. Aber echt. Ich hab geweint, gezweifelt, gelacht, gelernt. Ich hab gespürt, dass man nicht laut sein muss, um gehört zu werden. Und dass man nicht alleine sein muss, um bei sich selbst zu bleiben.“ Dann legte er den Stift beiseite, schaute zu Erling rüber und sagte: „Lass uns den 101. Tag morgen wieder ganz normal machen.“ Der Spieler grinste. „Wie immer – aber nicht selbstverständlich.“ **Der 100. Tag war kein Feuerwerk.

Kein Geschenk. Kein Applaus. Aber er war ein leises „Ich bin da.“ Ein Schritt am Wasser, ein Moment im Spiel, ein Herz in Balance. Und Lukas wusste jetzt: Jeder Tag kann besonders sein – wenn man sich selbst mitnimmt. 11.–13. März 2025 – Tag 101 bis 103: Wenn Technik blockiert und Gedanken stolpern Nach dem runden 100. Tag mit seinem stillen Pokémon-Highlight am Rhein fühlte sich Lukas am Morgen des 101. Tages innerlich bereit, einen neuen Schritt zu gehen: sich auf die Prüfung für den IHK-Kurs in Finanzbuchführung vorzubereiten. Er hatte sich vorgenommen, strukturiert zu lernen: Kapitelweise, mit Notizen, Verständnisfragen, vielleicht sogar Karteikarten. Er hatte sich am Vorabend alles zurechtgelegt: Laptop aufgeladen, Block bereit, eine Tasse Tee – doch wie so oft im Leben war der Plan nicht das, was dann geschah. Tag 101 – 11. März 2025: Anmeldung? Fehlanzeige. Der Tag begann motiviert. Lukas saß um 09:00 Uhr am Laptop, öffnete die Lernplattform und wollte sich für den nächsten Zwischentest anmelden. Doch die Webseite der VHS antwortete nur mit: „Fehler 403 – Zugriff verweigert“ Er aktualisierte. Immer wieder. Dann versuchte er, sich erneut einzuloggen – doch sein Zugang funktionierte plötzlich nicht mehr. Lukas atmete schwer, wurde unruhig. Er prüfte seine E-Mails – keine Hinweise. Schließlich schrieb er der Koordinationsstelle, aber bekam vorerst nur eine automatische Antwort. Er sagte zum Spieler, der nebenan ein Buch las: „Ich wollte doch nur lernen. Ich war bereit. Und jetzt… lässt mich die Seite nicht mal rein.“ Der Spieler sah ihn an, blieb ruhig. „Dann lernen wir zuerst Geduld. Und danach Paragraphen.“ Lukas lachte kurz, aber es war kein echtes Lachen. Tag 102 – 12. März 2025: Ein flackerndes Fenster der Frustration Am nächsten Tag war der Zugang wieder da. Er versuchte, das Lernmodul zu öffnen – doch nun begann der Bildschirm immer wieder zu flackern. Zuerst nur kurz, dann dauerhafter. Texte verschwanden. Grafiken sprangen. Seiten luden halb. „Was ist das?! Ich will nur den SKR03 sehen, kein Blitzlichtgewitter!“ Er versuchte es mit einem Browserwechsel – dann mit einem anderen Laptop, den ihm der Spieler lieh. Dort lief es kurz –

bis die Plattform ihn nach drei Minuten automatisch abmeldete. Wieder und wieder. Der Spieler legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Vielleicht brauchst du gerade weniger Technik – und mehr Papier.“ Also versuchte Lukas es mit seinen alten Ausdrucken. Doch innerlich war der Kopf so voll mit Wut auf das Digitale, dass kein Kontoabschluss mehr hängen blieb. Tag 103 – 13. März 2025: Rauswurf nach Rauswurf Am dritten Tag versuchte Lukas, es durchzuziehen. „Ich bleib jetzt dran. Selbst wenn ich 100 Mal eingeloggt werde.“ Doch schon nach 10 Minuten – beim Versuch, eine Übungsaufgabe zum Anlagenkonto zu öffnen – wurden seine Login-Daten wieder zurückgesetzt. „Sitzung abgelaufen. Bitte erneut anmelden.“ Lukas stand auf, trat vom Laptop zurück, zog sich leise die Schuhe an und ging ohne ein Wort hinaus. Der Spieler folgte ihm nach einer Minute in die kühle Märzluft. Sie gingen eine Runde um den Block. Lukas sagte schließlich: „Weißt du, ich hab grad nicht mal Angst vor der Prüfung. Ich hab Angst, dass ich gar nicht darf, mich vorzubereiten. Weil irgendwas mich dauernd rausschmeißt – nicht nur aus dem Login, sondern aus meiner Ruhe.“ Der Spieler antwortete: „Dann holen wir sie zurück. Nicht in einem Tag. Nicht auf einmal. Aber Stück für Stück – offline, wenn es sein muss.“ **Tage 101 bis 103 waren keine Lerntage. Aber sie waren echte Prüfungen – nicht in Buchhaltung, sondern in Ausdauer, Frusttoleranz und Selbststeuerung. Und Lukas bestand sie nicht mit Punkten. Sondern mit der Entscheidung, nicht aufzugeben, auch wenn die Technik versagte. Denn Lernen beginnt nicht mit der Plattform – sondern mit der Haltung.** 14. März 2025 – Der 104. Tag: Ein ernüchternder Spiegel im Klassenzimmer Der 104. Tag war ein Freitag – und nach den frustrierenden technischen Rückschlägen der letzten Tage entschloss sich Lukas, einen Schlussstrich zu ziehen. Nicht unter seinen Ehrgeiz, nicht unter sein Ziel – sondern unter das Chaos der vergangenen Wochen. „Heute geh ich pünktlich zum Kurs. Ich will wieder auftauchen – nicht nur im System, sondern auch bei denen, die mit mir lernen.“ Er frühstückte mit dem Spieler, der ihm heute den Satz mit auf den Weg gab: „Egal wie du ankommst – wichtig ist, dass du es tust. Und dass du ehrlich bist, wenn du’s nicht geschafft hast.“

08:55 Uhr – Pünktlich im Kursraum Lukas betrat den Unterrichtsraum der VHS in Mainz zwei Minuten vor Beginn. Er suchte sich seinen gewohnten Platz in der dritten Reihe, legte Block, Kugelschreiber und Taschenrechner ordentlich auf den Tisch. Einige der anderen Kursteilnehmer sahen ihn mit einem halben Lächeln, aber einer von ihnen – Martin, ein Mann Mitte 40 mit viel Berufserfahrung – fragte leise, aber deutlich: „Alles okay bei dir, Lukas? Man hat dich zwar gesehen – aber kaum gehört.“ Lukas nickte nur, fühlte sich auf einmal kleiner, als er wollte. Dann begann die Dozentin den Unterricht, doch kaum zehn Minuten später – nach der Einführung ins Thema „Rückstellungen“ – hielt sie kurz inne, sah in die Runde, und sagte dann offen in Richtung von Lukas: „Herr Zimmermann – ich muss Sie was fragen: Haben Sie die letzten beiden Module nachgearbeitet? Denn in zwei Wochen ist Ihre Prüfung – und wir sind mitten im Stoff.“ Der Moment der Wahrheit Lukas‘ Herz pochte. Der Raum war still. Er wusste, jetzt konnte er sich herausreden – oder ehrlich sein. Er atmete tief ein und antwortete, mit zitternder, aber fester Stimme: „Ich hab’s versucht. Aber ich kam nicht in das System, dann flackerte der Bildschirm, und irgendwann war ich nur noch frustriert. Ich weiß, es ist keine Entschuldigung – aber es ist die Wahrheit.“ Die Dozentin nickte langsam. „Danke, dass Sie das sagen. Aber ich muss auch ehrlich sein: Wenn Sie jetzt nicht aktiv werden – und zwar sofort – dann wird die Prüfung für Sie sehr schwer. Wir helfen, aber Sie müssen auch fragen. Sie müssen jetzt loslegen.“ Pause – Auf dem Flur In der kleinen Kaffeepause stand Lukas mit seinem Becher am Fenster. Der Spieler, der ihn heute nach dem Unterricht abholen wollte, wartete draußen. Lukas sah auf den Schulhof, drehte sich dann zur Tür – und ging zurück an seinen Platz. „Ich schreib heute Abend einen neuen Plan. Nicht für perfekte Tage. Sondern für machbare Etappen.“ **Der 104. Tag war ein Weckruf – aber kein Schlag Er war ein Spiegel, Du bist nicht gescheitert. Aber du bist Und Lukas Nicht das Lernen war sondern das Und damit hatte er am Ende dieses Tages bereits begonnen.**

Gesicht. sagte: nicht bereit. verstand: schwer – Wieder-Aufstehen.

15. März 2025 – Der 105. Tag: Jubiläum, Stolz und ein bittersüßer Punktverlust Der 105. Tag war kein gewöhnlicher Spieltag. Heute feierte der 1. FSV Mainz 05 ein ganz besonderes Jubiläum: 120 Jahre Vereinsgeschichte, und das Heimspiel gegen den SC Freiburg stand ganz im Zeichen dieser langen, emotionalen Reise – von der Oberliga über Zweitliga-Jahre bis in die Bundesliga und nun zum festen Bestandteil der Liga. Lukas wusste: So ein Tag passiert nicht oft. Und er wollte dabei sein, nicht am Bildschirm, nicht über Ticker – sondern live, mit Schal, Herz und Stimme. An seiner Seite wie so oft: der Spieler, der inzwischen ein fester Teil seiner Fußballwelt geworden war. 14:30 Uhr – Aufbruch zur Mewa Arena Lukas trug heute mit Stolz seinen alten, ausgeblichenen Mainz-Schal. Der Spieler hatte ihm heimlich einen Jubiläums-Schal „120 Jahre Mainz 05“ besorgt, den er ihm beim Losgehen überreichte. „Kein Geschenk. Nur ein Zeichen, dass du heute Geschichte siehst – und Teil davon bist.“ Lukas war gerührt. Er umarmte ihn kurz, flüsterte: „Danke. Ich hab Gänsehaut. Und wir sind noch nicht mal da.“ 15:15 Uhr – Ankommen im Stadion Die Mewa Arena war heute besonders geschmückt: Überall hingen rot-weiße Fahnen, Banner mit „1905 – 2025“ flatterten im Wind, und die Stadionregie spielte alte Fangesänge und historische Radiomitschnitte aus längst vergangenen Spielen. Die beiden fanden ihre barrierefreien Plätze, diesmal sogar mit einem direkten Blick auf die Mittellinie. Die Fans waren in Feierlaune. Die Südtribüne hatte eine Choreo vorbereitet: „120 Jahre Herzblut – aus Mainz. Für Mainz.“ Lukas bekam feuchte Augen. „So fühlt sich Zuhause an.“ Anpfiff – Eine erste Halbzeit mit Euphorie und Rückschlägen Mainz begann mutig. In der 34. Minute: Jubel – Burkardt trifft nach einem perfekt getimten Pass – 1:0 für Mainz! Die Menge tobte, Lukas sprang auf, rief: „So schreibt man Jubiläumsgeschichte!“ Doch die Freude bekam einen Dämpfer, als Dominik Kohr in der 43. Minute nach einem rüden Foul mit Rot vom Platz musste. Lukas schlug sich die Hand vor die Stirn. „Warum jetzt?! Warum heute?“ Zweite Halbzeit – Kampf in Unterzahl Freiburg nutzte In der 58. Minute glich

die Gregoritsch

Überzahl. 1:1.

Doch Mainz gab nicht 74. Minute: Anton Stach flankt, Olsen vollendet per Kopf – 2:1! Die Fans rissen sich gegenseitig in Lukas drehte sich zum Spieler: „Wir führen! Wir führen wieder! Auch zu zehnt!“ Doch Freiburg kam 79. Minute: Kübler trifft Danach verteidigte Mainz tapfer, aber ohne echte Chance nach vorne.

zurück. 2:2.

Abpfiff – Jubel trotz Punktverlust Als der Schiedsrichter abpfiff, stand es 2:2. Ein Unentschieden. Aber keiner wirkte enttäuscht. Die Mannschaft bekam Standing Ovations, die Spieler warfen ihre Trikots in die Kurve, und das ganze Stadion sang: „Mainz, du bist mein Verein – durch dick und dünn, du wirst immer bei mir sein!“ Tabelle – Mainz hält Platz 3 Lukas zückte sofort sein Handy und sah die Tabelle: Platz 3. Punktgleich mit Mehr Tore, mehr Herz. Er sah „Weißt du, ich hätte mir Aber dieses 2:2 fühlt sich nicht Es fühlt sich wie ein Denkmal an.“

Frankfurt. zum ein wie ein

Spieler. 3:2 gewünscht. Rückschritt an.

Rückweg – Voller Gedanken und Dankbarkeit Auf dem Heimweg war es ruhiger. Die Fans redeten über alte Spiele, vergessene Legenden, und Lukas erinnerte sich an das erste Mal, als er als kleiner Junge im Stadion stand – verloren zwischen Menschen, aber getragen vom Klang der Fangesänge. Heute war er nicht mehr verloren. Heute war er Teil davon. **Der 105. Tag war kein Tag für Statistiken. Er war ein Tag für Geschichte, für Stolz, für das Herz. Ein 2:2, das mehr sagte als ein Sieg – denn Mainz 05 war 120 Jahre alt geworden, und Lukas war mittendrin: als Fan, als Teilhaber, als Mensch, der wusste: Vereinstreue ist mehr als Ergebnisse. Es ist ein Gefühl. Und heute war es überall. 16. März 2025 – Der 106. Tag: Ein Spaziergang durch Nieder-Olm und durch Erinnerungen Nach dem großen, emotionalen Tag im Stadion zum 120-jährigen Jubiläum von Mainz 05 fühlte sich der folgende Sonntag, der 106. Tag, wie ein leiser Nachklang an. Lukas hatte die Stimmen, die Fangesänge, die Bilder des Spiels noch im Kopf, doch heute brauchte er Ruhe. Weite. Natur.

Beim Frühstück sagte er „Ich will raus aus der Stadt. Ich will ein bisschen laufen, aber nicht Wie wär’s mit Nieder-Olm?“ Der Spieler antwortete nur mit einem „Feldweg statt Tribüne. Lass gehen.“

zum Spieler: Aber nicht weit. mit Menschenmassen. zustimmenden

11:30 Uhr – Ankunft in Nieder-Olm Sie fuhren mit der Regionalbahn nur knapp zehn Minuten. Nieder-Olm – kleiner, ruhiger, weit weniger laut als Mainz – bot genau das, was Lukas heute suchte: Feldwege, Reben, ein weiter Blick bis zum Horizont. Sie stiegen aus, gingen Richtung Ortsrand und bogen dann auf einen kleinen Weg durch die Weinberge ein. Kein Ziel, keine Route – nur Gehen. Lukas sagte: „Früher dachte ich, Spaziergänge wären langweilig. Heute versteh ich, dass sie wie eine Art inneres Sortieren sind. Man geht vorwärts – aber nicht, um anzukommen. Sondern um sich zu bewegen, ohne Druck.“ 12:15 Uhr – Ein kleiner Hügel, ein großer Moment Auf einem kleinen Hügel mit Blick auf das weite Feld setzten sie sich auf eine Bank. Es war ruhig – nur Vogelstimmen, ein bisschen Wind, und in der Ferne das Summen eines Traktors. Lukas sah hinaus, dann sagte er plötzlich: „Weißt du, ich hätte früher nie geglaubt, dass man mit einem Menschen schweigen kann, ohne dass es unangenehm ist.“ Erling – der Spieler – sah ihn kurz an. „Weil echtes Vertrauen sich nicht über Worte misst. Sondern über Ruhe, die man gemeinsam aushält.“ Lukas lächelte. „Ich glaub, dieser Hügel da ist jetzt auf meiner Landkarte. Als einer der stillen Orte, wo ich verstanden hab, dass ich nicht mehr flüchten muss.“ 13:00 Uhr – Rückweg durch das alte Dorf Beim Rückweg durch den Ort liefen sie durch kleine Gassen, vorbei an einer alten Mühle, einer Backsteinkirche, und einem Dorfbrunnen mit leise plätscherndem Wasser. Lukas fotografierte eine alte Haustür, die mit Schnitzereien und einem verwitterten Klingelschild versehen war. „Weißt du, ich glaub, ich möchte sowas später auch mal. Etwas Altes mit Geschichte. Nicht glatt, sondern echt.“ 14:15 Uhr – Wieder zu Hause Zurück in Mainz ließ Lukas sich Der Spaziergang hatte ihn müde gemacht – Nicht ausgelaugt – sondern sortiert. Er schrieb später in sein Notizbuch:

aufs Sofa aber auf gute

fallen. Weise.

„Nieder-Olm war Es war ein sanfter Rückzug, warum ich Nicht, um zu sondern, um mich selbst nicht zu verlieren.“

keine damit ich wieder überhaupt gewinnen

Flucht. weiß, kämpfe. –

**Der 106. Tag war kein Abenteuer, keine Sensation, kein Feuerwerk. Aber er war ein Spaziergang ins Weite – und tief in Lukas’ Inneres. Und als er am Abend einschlief, wusste er: Manchmal ist der größte Fortschritt ein stiller Schritt zwischen Feldern. Und jemand, der mitgeht, ohne etwas zu sagen. 17. März 2025 – Der 107. Tag: Abschied auf Raten Der 107. Tag begann wie viele andere auch – mit einem Tee am Fenster, einem verschlafenen Blick auf den Himmel, und der stillen Hoffnung auf einen weiteren ruhigen Tag. Lukas saß wie gewohnt mit dem Spieler am Frühstückstisch. Sie hatten frisches Brot, Honig, ein paar Scheiben Käse. Im Radio lief ein leiser Musiksender, während die Sonne langsam durch die Vorhänge kroch. Doch heute lag etwas in der Luft, etwas Unausgesprochenes, das in jedem Schluck Tee, in jeder Bewegung mitschwang. Und dann, ohne Vorwarnung, sagte der Spieler leise: „Lukas… ich muss dir was sagen. Das hier ist meine letzte Woche.“ Ein Moment, in dem die Luft stehen blieb Lukas legte sein Messer hin. Er sah den Spieler an, blinzelte kurz – als hätte er sich verhört. „Wie meinst du das… deine letzte Woche?“ Der Spieler – der ihn so lange begleitet hatte, den er längst als Freund, als Bruder, als festen Teil seines Alltags begriff – senkte kurz den Blick und erklärte: „Mein Verein hat sich gemeldet. Die Pause war länger, als es die Medien wussten… Aber jetzt erwarten sie mich zurück. In einer Woche soll ich wieder im Trainingszentrum sein. Ich hab zugesagt. Und… ich wusste, dass es kommt. Ich wollte es dir nur nicht früher sagen.“ Die Reaktion: Traurigkeit ohne Wut Lukas Nicht Nicht Nur… still.

still. wütend. laut.

Er sah an seinem Tee vorbei, auf das Muster der Tischdecke, und dann nach draußen, wo gerade ein Vogel auf dem Geländer landete. „Ich wusste, es wird irgendwann passieren… aber ich dachte, vielleicht später. Vielleicht… nie.“ Dann schüttelte er leicht den Kopf. „Ich weiß, du bist kein Geschenk, das bleibt. Aber du bist auch kein Traum, der einfach verschwindet. Du warst… real. Und das hat mir gut getan.“ Der Rest des Tages – getragen von einer anderen Stimmung Sie machten an diesem Tag nicht viel. Sie gingen ein kleines Stück spazieren, schauten sich gemeinsam ein paar alte FIFA-Highlights auf dem Fernseher an, und Lukas zeigte dem Spieler ein paar alte Notizbuch-Einträge aus den ersten Tagen. Beim Abendessen – Pasta mit selbstgemachter Soße – sagte Lukas schließlich mit brüchiger Stimme: „Ich will die Woche nicht damit verbringen, dass ich traurig bin, dass du gehst. Ich will, dass wir sie nutzen. Aber ich kann dir nicht versprechen, dass ich nicht weine, wenn du dann weg bist.“ Der Spieler antwortete: „Dann weinst du. Und ich werde dich trotzdem nicht vergessen. Weil ich nie vergessen werde, wie ich hier – bei dir – wieder gelernt habe, Mensch zu sein.“ **Der 107. Tag war kein Abschied. Aber er war der Moment, in dem er sich ankündigte. Und Lukas spürte: Schmerz bedeutet nicht, dass etwas schlecht war. Sondern, dass es bedeutend war. Und diese Woche – sie sollte bedeutsam werden. Denn was sich nun dem Ende neigte, war nie selbstverständlich. Sondern etwas, das bleibt – auch, wenn einer von beiden geht.** ### **18. März 2025 – Der 108. Tag: Lernen mit schwerem Herzen und ein Spiel zur Ablenkung** Nach der Ankündigung des Spielers am Vortag, dass **seine gemeinsame Zeit mit Lukas in wenigen Tagen enden würde**, war der **108. Tag** durchzogen von einer merkwürdigen Mischung aus **Fokus und Wehmut**. Lukas wachte früh auf, doch sein erster Gedanke galt **nicht der Prüfung**, sondern dem drohenden Abschied. Er saß eine Weile auf dem Bett, schaute an die Zimmerdecke und murmelte leise:

**„Ich muss jetzt doppelt stark sein. Für die Prüfung. Und fürs Herz.“** --### **Vormittag – Konzentration trotz innerer Unruhe** Nach dem Frühstück mit dem Spieler, der ihm extra einen kleinen Motivationszettel mit dem Satz **„Heute zählen Fakten. Nicht Gefühle.“** auf den Tisch gelegt hatte, setzte sich Lukas an seinen Schreibtisch. Er holte seine Unterlagen hervor: * Buchungssätze * Umsatzsteuer-Voranmeldungen * Unterschied zwischen Bestands- und Erfolgskonten * Auflösung von Rückstellungen Doch schon nach wenigen Minuten rutschte sein Blick immer wieder ab. Zum Fenster. Zur Tür. Zum Spieler, der im Wohnzimmer las. Er atmete durch, stand auf, holte sich einen Tee, setzte sich wieder – und begann, **laut zu sprechen**, als wolle er sich selbst erklären, was er gerade las. **„Wenn ein Kunde nicht zahlt, ist das eine Forderung. Und wenn ich was zurückzahlen muss, ist das eine Verbindlichkeit. Ich muss mich konzentrieren. Ich… schaff das.“** --### **Nachmittag – Wiederholung und kleine Fortschritte** Am frühen Nachmittag war der Kopf voll. Aber Lukas hatte tatsächlich **eine halbe Prüfungseinheit wiederholt** und zum ersten Mal eine ganze Übung **ohne Hilfe gelöst.** Er notierte auf seinem Blatt: > *„Heute nicht perfekt. Aber gelernt. > Ich bin weiter als gestern. > Und das ist, was zählt.“* Der Spieler kam später vorbei, legte ihm eine Tafel Schokolade auf den Tisch und sagte nichts – **nur ein anerkennendes Nicken.** ---

### **Abend – Handy, Flucht, Fantasie** Nach dem Abendessen, das sie gemeinsam kochten (Nudeln mit Pesto), legte Lukas endlich die Unterlagen beiseite. Er war erschöpft – aber auch ein bisschen stolz. Er setzte sich mit seinem Handy aufs Sofa und öffnete eine App, die er schon länger kannte: **Football Manager Mobile**. In der digitalen Welt übernahm er heute den **1. FSV Mainz 05**, setzte Burkardt als Kapitän, verpflichtete einen jungen Spielmacher aus Dänemark und ließ das Stadion ausbauen. **„Wenn ich schon bald wieder allein bin, dann will ich wenigstens in dieser Welt entscheiden dürfen, wer bleibt – und wer mich begleitet.“** Der Spieler setzte sich neben ihn, beobachtete kurz, und sagte grinsend: **„Wenn du so weitermachst, wirst du unser nächster Sportdirektor. Aber bitte: nie Kohr als Trainer einstellen.“** Beide lachten. --### **Der 108. Tag war ein Tag zwischen Kopf und Herz. Zwischen Buchhaltung und Fußballträumen. Und Lukas lernte: Selbst wenn die Gedanken traurig sind – kann man trotzdem weiterlernen. Und wenn das Lernen schwer ist – darf man sich auch mal verlieren. Im Spiel. Im Moment. Im eigenen Fortschritt.** 19. März 2025 – Der 109. Tag: Ein Tag ganz dem Lernen gewidmet Der 109. Tag war einer dieser seltenen Tage, an dem Lukas schon beim Aufwachen wusste, dass es keine Ablenkung geben würde. Kein Spaziergang, kein Fußball, kein Pokémon – nur Papier, Zahlen, Buchungssätze. Noch bevor er aufstand, sagte er zu sich selbst: „Heute geb ich mir die Chance, es wirklich zu schaffen. Nicht perfekt – aber ernsthaft.“ 08:00 Uhr – Der Start Der Spieler, hörte ihn

der bereits energisch

der Küche Wohnzimmer

stand, treten,

seinen Block und die Gesetzestexte auf und mit einem entschlossenen Blick sagen: „Kein Handy. Kein Spiel. Heute bin ich einfach nur Schüler.“ Der Spieler reagierte mit einem und stellte wortlos einen großen Becher Tee Darauf klebte ein Zettel: „Du kämpfst nicht allein. Ich seh jeden Versuch.“

werfen YouTube.

kleinen Lächeln neben Lukas’ Block.

08:15–12:00 Uhr – Struktur, Fokus, erste Erfolge Lukas begann mit dem Wiederholen des SKR03-Kontenrahmens. Er übte, wie man: • Einnahmen korrekt verbucht • Aufwendungen voneinander trennt • Rückstellungen und Abgrenzungen behandelt Er hatte sich ein eigenes Schema entwickelt: • Blauer Stift für Soll-Buchungen • Schwarzer Stift für Haben • Roter Marker für Fehler oder Unsicherheiten Nach drei Stunden intensiver Arbeit sagte er zum Spieler: „Ich hab zum ersten Mal verstanden, warum die Abschlussbuchungen Sinn machen. Nicht nur weil sie müssen – sondern weil sie zeigen, was am Ende wirklich dasteht.“ 12:30 Uhr – Pause mit klarem Kopf Zum Mittagessen bereitete der Spieler Spiegeleier mit Brot und etwas Salat zu. Sie sprachen nur wenig – Lukas war gedanklich immer noch bei einem Übungsfall über Abschreibungen von Büromöbeln. Aber er lächelte während des Essens und sagte irgendwann leise: „Ich hab das Gefühl, mein Kopf arbeitet heute mit mir. Nicht gegen mich.“ 13:30–17:00 Uhr – Übungsfälle und Fehler Am Nachmittag wagte er sich an komplexere Fälle: • Abschluss einer Bilanz • Bildung von Rückstellungen • Abgrenzung laufender Zahlungen Nicht alles lief glatt. Bei einem Fall über Auflösung einer Verbindlichkeit rechnete er sich komplett in die falsche Richtung. Er ärgerte sich, zerknüllte das Blatt und warf es in die Ecke. Doch der Spieler hob es auf, glättete es und legte es wortlos wieder vor Lukas. „Du hast nicht versagt. Du hast nur die falsche Abbiegung genommen.“ Lukas atmete tief durch, nahm ein neues Blatt und löste denselben Fall zehn Minuten später korrekt. 18:00 Uhr – Zusammenfassung und Erkenntnis Am Abend fasste er auf einem letzten die Fehler, die er

Blatt heute

Wichtige gemacht

zusammen: hatte,

und die Dinge, die er die vor einer Woche noch wie Fremdsprache wirkten. Er schrieb unten auf das Blatt: „Ich bin nicht Aber ich hab heute gelernt, dass ich durch Wiederholung, durch Fehler, durch Mut.“

verstand, perfekt. darf –

**Der 109. Tag war kein glanzvoller Höhepunkt. Aber er war ein Tag, der **nur Lukas gehörte. Ein Tag, an dem er sich – trotz Sorgen, Druck und der nahenden Prüfung – auf sich selbst verlassen konnte. Und am Abend, als er erschöpft, aber zufrieden ins Bett sank, wusste er: Manchmal ist Lernen kein Kampf. Sondern ein stiller Sieg über die Stimme, die sagt: „Du kannst das nicht.“ 20. März 2025 – Der 110. Tag: Ein Abend voller Wärme, Begegnung und stiller Stärke Der 110. Tag begann ganz unspektakulär. Lukas saß mit dem Spieler beim Frühstück, der Tee dampfte, der Himmel war bedeckt, doch nicht trostlos – nur ruhig, wie ein tiefer Atemzug vor dem nächsten Schritt. Nach Tagen des Lernens und der inneren Anspannung spürte Lukas, dass heute kein Tag für Bilanzkonten war, sondern ein Tag für Begegnung, für Nähe, für das, was wirklich zählt. Er sah zum Spieler rüber, der gerade am Fenster lehnte, und sagte leise: „Ich will heute Abend ins Restaurant. Nicht zum Feiern. Einfach, um da zu sein. Weißt du, mein bester Freund hat sich gemeldet… er will kommen. Und… es geht ihm schlechter. Er trägt jetzt manchmal sogar eine Beatmungshilfe.“ Der Spieler nickte sofort. „Dann gehen wir. Nicht, um ihn zu retten. Sondern, um ihn zu begleiten.“ 18:00 Uhr – Im Restaurant „Zur alten Linde“ Sie hatten einen Tisch reserviert – ein kleiner Platz in der Ecke des gemütlichen Lokals, wo die Holzvertäfelung warm wirkte und Kerzen auf jedem Tisch flackerten. Das Licht war gedämpft, die Stimmung ruhig, als Lukas und der Spieler ankamen. Nur wenige Minuten später öffnete sich die Tür. Ein Rollstuhl wurde hereingeschoben, und darin saß Lukas’ bester Freund – einer, den er seit Jugendtagen kannte, den er durch Krankheit, Rückschläge und Hoffnung begleitet hatte. Jetzt trug er eine schlanke Beatmungseinheit, die über ein kleines Schlauchsystem mit einem Gerät verbunden war, das leise summte und gleichmäßig Luft gab. Lukas stand auf, ging sofort auf ihn zu, beugte sich herunter, umarmte ihn vorsichtig,

und „Du bist da. Das zählt.“ Der Freund lächelte müde, „Und du bist wieder stärker als ich gedacht hab.“

flüsterte: aber

18:30 Uhr – Essen, Worte und ein Hauch Vergangenheit Sie bestellten gemeinsam. Lukas nahm Nudeln mit Lachs, der Spieler wählte eine Suppe, und sein Freund entschied sich für weiches Gemüse mit Kartoffelgratin. Das Gespräch war keine Show – keine Anekdotenrunde, kein Klamauk. Es war echt, ehrlich, zart. Sie sprachen über: • Die Erinnerungen an frühere Spiele in der Jugendmannschaft • Wie sich alles verändert hatte – körperlich, seelisch • Und wie sehr es zählte, sich nicht zu verlieren, auch wenn der Körper schwächer wurde Der Freund sagte irgendwann: „Weißt du, die Beatmung ist nicht das Schlimme. Es ist, dass viele Leute mich nur noch sehen als den, der beatmet werden muss – nicht als den, der da ist. Aber bei dir… bei dir fühl ich mich noch wie ich.“ Lukas kämpfte mit den Tränen. Doch er antwortete mit einem klaren, ruhigen Blick: „Du bist nicht die Maschine. Du bist der Mensch, den ich nie vergessen hab. Und heute Abend bist du nicht schwach – du bist da. Und das ist stärker als alles.“ 20:00 Uhr – Abschied für den Abend Als sie gingen, half der Spieler dabei, den Rollstuhl durch den Ausgang zu navigieren. Draußen war es kühl, aber trocken. Ein Moment der Stille. Bevor sie sich trennten, sagte Lukas: „Wenn du Kraft hast… dann komm wieder. Und wenn nicht – dann denk daran, dass ich an dich denk. Immer.“ Sein Freund antwortete mit leiser Stimme, durch das Beatmungsgerät hindurch: „Und wenn ich irgendwann nicht mehr reden kann… dann hör einfach in dich. Du wirst mich finden. Da drin bin ich.“ **Der 110. Tag war kein Fest. Er war ein stiller Beweis, dass echte Freundschaft nicht durch Gesundheit, Distanz oder Geräte bestimmt wird. Sondern durch Nähe, Zuhören, Dasein. Und Lukas verstand heute mehr denn je: Manchmal ist es das größte Geschenk, jemanden nicht zu retten – sondern ihn einfach nicht allein zu lassen. 21. März 2025 – Der 111. Tag: Letzter Kurstag, Rückblick und ein Versprechen

Der 111. Tag begann mit einem ungewöhnlich klaren Gefühl: Lukas war pünktlich aufgestanden, hatte sich gewaschen, gefrühstückt, seine Unterlagen eingepackt – und war eine halbe Stunde vor Kursbeginn abfahrbereit. Der Spieler, der das mit ruhigem Stolz beobachtete, sagte nur: „Letzter Kurstag. Und du kommst wie jemand, der sich selbst ernst nimmt.“ Lukas grinste leicht. „Ich weiß, ich war oft zu spät. Aber heute… heute bin ich da. Nicht nur körperlich – sondern im Kopf.“ 08:45 Uhr – Ankunft in der VHS Der Kursraum wirkte heute besonders ruhig, fast ehrfürchtig. Es war der letzte Unterrichtstag, bevor in zwei Wochen die Prüfung anstand. Lukas setzte sich an seinen Platz – diesmal pünktlich, aufgeräumt, vorbereitet. Er hatte Stifte, Taschenrechner, Unterlagen, sogar eine Flasche Wasser dabei. Als der Dozent den Raum betrat, sah er Lukas sofort, hob die Augenbrauen und sagte halblaut, aber mit einem Lächeln: „Herr Zimmermann – das nenn ich mal ein Zeichen. Pünktlich. Vollständig. Bereit.“ Lukas antwortete mit einem kleinen Kopfnicken. „Heute zähl ich. Und heute will ich was zeigen.“ 09:00–12:00 Uhr – Mehrere Fälle, volle Konzentration Der Vormittag bestand aus einer Serie von Übungsaufgaben: • Abschreibung von Anlagevermögen • Vorbereitende Buchung von Geschäftsvorfällen • Jahresabschluss mit Rückstellungen und Abgrenzungen Lukas arbeitete konzentriert, strukturiert, fast leise flüsternd, während er jeden Buchungssatz erst durchdachte, dann ausführte. Als er den dritten Fall erfolgreich abgeschlossen hatte, kam der Dozent zu ihm, klopfte ihm leicht auf die Schulter und sagte: „Ich weiß, wie oft Sie zu spät waren. Und ich weiß auch, wie lange Sie gebraucht haben, um ins Lernen zu kommen. Aber ich sage Ihnen eins: Wenn Sie diese Prüfung bestehen – und ich glaub, Sie haben jetzt eine echte Chance – dann lad ich Sie persönlich zum Essen ein. Nicht, weil Sie’s mir schulden. Sondern, weil ich Ihnen gratulieren will – zu dem, was Sie sich erarbeitet haben.“ Lukas war kurz sprachlos. Dann sagte er nur: „Wenn ich’s schaffe, bring ich den Spieler mit. Und wir nehmen Pizza.“ 12:30 Uhr – Kursende mit Applaus Zum Abschluss wünschte der Dozent allen viel Erfolg. Viele der Teilnehmer umarmten sich, tauschten Nummern aus. Auch Lukas bekam ein paar Schulterklopfer. Und in diesem Moment – mit den Unterlagen in der Hand und dem Gefühl,

dass auch seine chaotische lächelte er still und sagte leise: „Ich hab’s wirklich durchgezogen.“

Abend – Essen mit dem Spieler Am Abend gingen Lukas und der Spieler in eine kleine Trattoria, ein stilles, gemütliches Restaurant mit karierten Tischdecken und leiser Musik. Lukas bestellte Pizza Funghi, der Spieler nahm Gnocchi mit Gorgonzolasoße. Dazu tranken sie Cola und stilles Wasser. Lukas stieß mit seinem Glas an und sagte: „Auf das Ende eines Weges, und den Anfang von dem, was ich mir selbst nicht mehr ausreden lasse.“ Der Spieler hob sein Glas. „Und auf dich. Denn du bist heute kein Schüler gewesen. Sondern ein Mensch, der sich endlich erlaubt hat, zu wachsen.“ **Der 111. Tag war ein Tag des Wandels. Nicht weil etwas laut zerbrach oder neu begann – sondern, weil Lukas blieb. Pünktlich, präsent, vorbereitet. Und mit dem Versprechen im Herzen, dass selbst spät begonnene Wege zu einem Ziel führen können – wenn man sich selbst erlaubt, weiterzugehen. 22. März 2025 – Der 112. Tag: Ein letzter gemeinsamer Tag in kleinen Schritten Der 112. Tag war keiner, der laut begann. Keine Termine, kein Kurs, keine Verpflichtung – nur der Gedanke: „Heute ist der letzte volle Tag mit ihm.“ Lukas stand früh auf, spürte sofort diese Mischung aus Abschiedsschmerz und Dankbarkeit, die ihm wie ein feiner Druck auf der Brust lag. Der Spieler saß bereits am Küchentisch, las in einer Zeitung, hob den Blick und sagte nur: „Lass uns den Tag einfach nehmen, wie er kommt. Ohne Plan. Nur wir.“ Lukas nickte still. „Ein letzter Tag in Stücken – nicht im Ganzen. Dann fällt das Loslassen vielleicht leichter.“ Vormittag – Einkaufen und Erinnern Sie gingen gemeinsam in den Supermarkt. Nichts Großes – ein bisschen Brot, etwas Käse, Frischkäse, eine Flasche Cola und eine kleine Flasche Bier für den Abend. Lukas ging langsamer als sonst, blieb oft an Regalen stehen, schaute auf Dinge, die sie in den letzten Wochen gemeinsam gekocht hatten. Er flüsterte: „Weißt du noch, die Woche, wo wir vier Mal Nudeln hatten?“ Der Spieler grinste.

„Ja. Und einmal davon hast und ich hab trotzdem gesagt, sie seien perfekt.“ „Ich weiß. Und genau das war das Beste daran.“

Nachmittag – Das allerletzte FIFA-Spiel Zuhause setzten sie sich aufs Sofa. Lukas startete noch einmal FIFA. Dieses Mal spielte er Mainz 05, der Spieler nahm Norwegen. Das Spiel wurde intensiv. Lukas führte zur Pause mit 2:0, aber in der zweiten Halbzeit drehte der Spieler das Spiel – Endstand: 3:2 für Norwegen. Nach dem Abpfiff legte Lukas den Controller zur Seite, lehnte sich zurück und sagte: „Ich glaub, das war mein letztes Spiel. Zumindest mit dir.“ Der Spieler erwiderte ruhig: „Aber sicher nicht dein letztes Spiel im Leben. Und wer weiß – vielleicht auch nicht das letzte mit mir.“ Sie stießen mit dem Bier an. Lukas nippte daran, schloss die Augen und sagte: „Danke. Für jedes Tor. Und jeden Moment dazwischen.“ Abend – Pokémon GO, ein letzter Spaziergang Nach dem Essen – Brot, Tomaten, und ein bisschen Obst – entschied Lukas, nochmal an die frische Luft zu gehen. „Ich will den Abend draußen beenden. Nur ein paar Stops ablaufen. Vielleicht ein letzter Kampf.“ Der Spieler begleitete ihn. Sie gingen durch Bretzenheim, fingen zwei Bisasam, kämpften gegen einen Raidboss, verloren – und lachten. Als sie zurückgingen, bog Lukas plötzlich in eine kleine Gasse ein – dort, wo ein alter Hinterhof lag. Und dort saß eine schwarz-weiße Katze mit grün-gelben Augen und einem leisen Schnurren. Lukas ging langsam auf sie zu, hockte sich hin, streckte die Hand aus. Sie kam näher, rieb sich an seiner Hand, ließ sich streicheln. „Du bist wohl mein Abschiedsgruß heute, oder?“, flüsterte er. Die Katze blieb einen Moment, dann trottete sie langsam weiter – und verschwand in der Dunkelheit. **Der 112. Tag endete in Stille. Aber in einer warmen, milden, sanften Stille. Lukas war traurig – aber er war auch erfüllt. Er hatte gespielt, gelacht, losgelassen, gestreichelt. Und als er ins Bett ging, wusste er:

„Es war nicht einfach. Aber es war gut. Und morgen sag ich Tschüss – nicht für immer, sondern für jetzt.“ 23. März 2025 – Der 113. Tag: Abschied am Flughafen und ein Versprechen, das bleibt Der 113. Tag war ein Sonntag. Und schon beim ersten Sonnenstrahl spürte Lukas, dass dieser Tag anders werden würde. Nicht, weil er laut war. Nicht, weil etwas Besonderes passierte. Sondern, weil heute etwas zu Ende ging, das sein Herz verändert hatte. Der Morgen begann ruhig. Lukas saß mit dem Spieler am Frühstückstisch. Sie sprachen wenig. Beide wussten, was kam. Die Tassen klangen leise, der Toast duftete mild, und der Moment war so still, dass man fast den Abschied hören konnte, noch bevor er ausgesprochen war. 10:00 Uhr – Aufbruch nach Frankfurt Der Spieler hatte seinen kleinen Koffer gepackt. Nicht viel – wie bei seiner Ankunft. Doch das Gewicht in der Luft war anders: Dieses Mal trug der Koffer gemeinsame Erinnerungen, unausgesprochene Dankbarkeit, und ein bisschen Wehmut. Lukas hatte beschlossen, ihn zu begleiten – bis ganz zum Frankfurter Flughafen. Sie fuhren mit der Regionalbahn, und obwohl es draußen Frühling wurde, wirkte die Fahrt wie ein grauer Film: nicht traurig, aber getragen. 11:15 Uhr – Terminal 1, Abflughalle Der Flughafen war voll, lebendig, hektisch. Menschen mit Rollkoffern, Durchsagen über Lautsprecher, der Duft von Kaffee, der sich mit Parfüm vermischte. Und mittendrin standen sie – zwei Menschen, die Wochen miteinander geteilt hatten, als wäre es ein ganzes Leben. Lukas schwieg. Er konnte nichts sagen. Sein Blick war starr auf den Boden gerichtet, seine Hände unruhig, seine Brust schwer. Der Spieler legte ihm die Hand auf die Schulter. Dann sagte er: „Du hast mir mehr gegeben, als du vielleicht weißt.

Und du wirst mehr schaffen, als du jetzt glaubst.“ Lukas hob den Blick. Seine Augen waren feucht, doch seine Stimme klar: „Ich will nicht, dass du gehst. Aber ich weiß, dass du musst. Und ich… ich will nicht vergessen, wie es war.“ Der Spieler nickte, atmete tief durch – und sagte dann, leise, fast verschwörerisch: „Lukas… hör zu: Wenn du dich jetzt wirklich anstrengst… Wenn du diese Prüfung ernst nimmst – und sie bestehst… Dann komm ich wieder. Ein fünftes Mal. Egal wie, egal wann. Versprochen.“ Lukas schluckte. „Echt jetzt? Du meinst das ernst?“ „So ernst wie dein erster Pokémon-Fang. Und dein letzter Buchungssatz.“ 11:30 Uhr – Abschied Sie umarmten Lang. Fest. Ohne Worte. Dann ging der Spieler zum Kein Blick Aber Lukas Er trug diese Umarmung wie ein Versprechen im Rucksack seines Herzens.

Gate. zurück. wusste: mit,

**Der 113. Tag war ein Abschied – aber auch ein Neubeginn. Denn Lukas wusste jetzt: Was auch immer kommt – er hat einen Grund, zu kämpfen. Nicht nur für sich, sondern für das Versprechen, dass echte Freundschaft nicht an Zeit gebunden ist – sondern an Vertrauen. Und an das Wissen, dass er es schaffen kann. Weil einer da war, der an ihn glaubte – und irgendwann zurückkommen wird.** 28. März 2025 – Der 118. Tag: Ein Bericht voller Zweifel und ein Gespräch mit Gewicht Fünf Tage waren seit dem Abschied am Frankfurter Flughafen vergangen. Fünf Tage ohne den Spieler,

aber nicht ohne sein Echo – denn in Lukas’ Gedanken war er jeden Tag noch anwesend: in seinem Lernrhythmus, in den stillen Momenten am Fenster, und besonders in seinem Blick auf sich selbst. Heute – am 28. März – war der große Tag endlich vorbei: Die Prüfung. Die schriftliche Abschlussprüfung für den IHK-Kurs in Finanzbuchführung mit DATEV. Wochenlang hatte Lukas gelernt, geflucht, gezweifelt – und heute war er durch. Aber nicht erleichtert. Nicht wirklich. Sondern… unsicher. 17:30 Uhr – Wieder zu Hause, Nachricht ans Herz Er kam nach Hause, warf seinen Rucksack in die Ecke, setzte sich still an den Tisch – und starrte auf sein Handy. Er hatte das Bedürfnis, dem Spieler zu schreiben. Nicht irgendwas. Nicht eine Floskel. Sondern die Wahrheit. Also öffnete er den Chat. Er begann zu tippen, löschte wieder. Dann atmete er tief durch – und schrieb: **„Hey… Ich weiß, du bist längst wieder bei deinem Verein. Aber ich wollte dir sagen: Die Prüfung ist durch. Ich hab alles gegeben. Ich war da. Pünktlich. Konzentriert. Aber ehrlich? Ich bin mir nicht sicher, ob es gereicht hat. Ich hab manche Buchung nicht ganz verstanden. Und beim Teil mit der Rückstellung hab ich durcheinandergebracht, ob ich sie im Haben oder im Soll auflösen muss. Ich hab nicht aufgegeben. Das ist das Wichtigste, oder? Aber ich kann’s nicht einschätzen. Ich wollte nur, dass du’s weißt. Ich hab versucht, dir das Versprechen nicht kaputt zu machen.“** 19:20 Uhr – Antwort mit Gewicht Fast zwei Stunden lang kam keine Antwort. Lukas versuchte, nicht ständig aufs Handy zu schauen – doch innerlich wurde er immer unruhiger. Was, wenn der Spieler es gelesen hatte – und enttäuscht war? Dann, kurz nach 19 Uhr, vibrierte das Handy. Eine Nachricht. Eine Sprachnachricht. Er öffnete sie zögernd – und hörte die ruhige Stimme des Spielers, sanft, direkt: **„Lukas. und

Nachricht sie

Du sagst, du bist nicht sicher, ob es gereicht hat. Aber weißt du, was sicher ist? Du hast dich gestellt. Du bist nicht weggelaufen. Du hast geschrieben, obwohl du Angst hattest. Ob du bestanden hast oder nicht – das ist Ergebnis. Aber was du heute gezeigt hast, ist Entwicklung. Und das zählt mehr. Und ja – mein Versprechen gilt immer noch. Wenn du’s schaffst, komme ich wieder. Aber weißt du was? Selbst wenn du’s nicht schaffst – du bist heute weiter als je zuvor.“** 22:00 Uhr – Am Fenster, mit sich selbst versöhnt Lukas saß später am Abend mit einem Tee Er schaute in die hörte noch einmal die und sagte leise zu sich selbst: „Ich war Ich hab nicht Und vielleicht reicht das für heute.“

Fenster. Nacht, Sprachnachricht, da. aufgegeben.

**Die Tage nach der Prüfung waren leise. Aber sie trugen etwas in sich, das viel größer war als jeder Buchungssatz: Mut, Ehrlichkeit, das Aufrechterhalten eines Versprechens. Lukas wusste jetzt, dass nicht jede Unsicherheit eine Niederlage bedeutete – sondern manchmal nur ein Moment war, bevor man erkennt: Ich hab’s versucht. Und das war richtig.